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Über Christa Linossi

Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren. Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche. Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.

„Universum im Kleinen“ – „L‘ Universo nel piccolo“

CHAT-INTERVIEW 2022 mit dem Südtiroler Künstler Markus Damini

Südtiroler Künstler Markus Damini / Foto: Markus Damini

2016 führte ich mit dem Südtiroler Künstler Markus Damini das interessante Chat-Gespräch „di cuoio come forma astistica?“

Nun sind mittlerweile 6 Jahre verstrichen, der Künstler Damini kontaktierte mich und bat mich um ein neuerliches Chat-Interview, dem ich gerne zustimmte. Er ist ein Künstler, der interessante Ansätze in seiner Kunstform hat. Schwerpunkt in seinem Kunstschaffen ist das Leder aber auch Malerei die er als „Symbiose zwischen Kunst und Handwerk“ bezeichnet.

yinyang_markusdamini_Foto: Markus Damini

Linossiartstory: 2020 stürzte uns das Virus COVID 19 ins Abseits und Sie mussten auch noch mit einer schweren Krankheit fertig werden. Wie wurden Sie mit dieser Situation fertig und wo ist Ihre Kunst gestrandet?

Markus Damini:

Im August 2020 wurde bei mir eine Tumorerkrankung diagnostiziert. Es folgten neun schwierige Monate mit mehreren Chemotherapien. Das Schlimmste war für mich die Schwäche und vom Kunstschaffen war keine Rede mehr. Erst allmählich nach etwa einem halben Jahr nach Beendigung der Therapie begann ich langsam wieder kreativ zu sein.

Linossiartstory: Die aktuellen Arbeiten sind Malerei und was hat Sie inspiriert zum Pinsel zu greifen?

Markus Damini:

Ich benutze nicht nur Pinsel, sondern auch Stoff, Papier, Spachteln usw. Ich wollte wieder kreativ arbeiten, das mich begeistert, da war Malerei das Naheliegendste.

Linossiartstory: In Vergangenheit hatten Sie viel mit dem Material Leder gearbeitet. Werden Sie in Zukunft auch wieder mit Leder arbeiten?

Markus Damini:

Mit diesem Material habe ich absolutes Neuland in der Kunst betreten. Auch die Bildmotive waren neu, ich habe mich ja von niemandem inspirieren lassen.  Was ich in Zukunft mit Leder machen werde, lasse ich noch offen.

Markus Damini_ohne Titel Öl auf Leder / Foto: Markus Damini
Markus Damini, Meerestier, Linoleum bemalt / / Foto: Markus Damini

Linossiartstory: Wie sehen Sie Ihr weiteres künstlerisches Schaffen und wohin geht die Reise?

Markus Damini:

Die Malerei ist für mich eine Methode mit meiner „Kleinheit“ und mit meiner „Begrenztheit“ zurecht zu kommen. Nicht umsonst ist die Grundstruktur aller meiner Werke, ein Aspekt der sich wie ein roter Faden durch meine gesamte Schaffenszeit zieht: das Große und Wundervolle im Kleinen, die Nähe zum Dargestellten, sei es ein Grashalm, ein Blatt, ein Hund oder eine Pusteblume. Dabei verschwindet der Horizont. In meiner „Leder- Zeit“ faszinierte mich die subatomare Ebene, ich tauchte mit meiner Fantasie in diese Welt ein, wo sich anscheinend die Materie auflöst. Mich inspiriert mehr das Universum im Kleinen als das Weltall. In ihrer „Universalität“ (Alles in Einem) können ein Großteil meiner Bilder an allen vier Seiten aufgehängt werden.
Ich male ausschließlich für mich selbst und insgeheim wünsch ich mir, dass meine Seele oder Geist, die ja in den Bildern sichtbar sind, meinen Körper überdauern werden.

Markus Damini, Plus-Minus / Foto: Markus Damini

Linossiartstory: Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Markus Damini:

Im Bild brauche ich nur zwei Pole: z. B. Vordergrund und Hintergrund oder Hell und Dunkel oder Voll und Leer oder Geist und Materie; wenn diese zwei Gegensätze mit einer gewissen Spannung vorhanden sind, dann ist das Bild fertig. Aber die Entscheidung ist nicht immer einfach, es braucht viel Sensibilität und oft muss ich das Bild sogar einige Monate weglegen und dann erst wieder neu anschauen.

Linossiartstory: Sind Sie manchmal unsicher in Ihrer Kunst?

Markus Damini:

Natürlich, so wie in jeder Arbeit vollzieht sich auch in meiner eine Evolution, eine ständige Auslese, ich frage mich immer: was will ich und was nicht. Welches ist meine Haltung gegenüber der Malerei; das könnte man auch als Unsicherheit bezeichnen, die ich ständig habe. Ich sehe es aber als kontinuierliche Veränderung von Sichtweisen: Eine Kleinigkeit- etwas Gehörtes oder Gesehenes – können veranlassen, meine Sichtweise zu verändern. Die Grundstruktur bleibt aber dieselbe – jedenfalls bis jetzt.

Linossiartstory: Wie reagieren Sie auf Kritik 

Markus Damini:

Kritik, negative, als auch positive, kann sehr inspirierend sein und neue Sichtweisen hervorbringen.

Linossiartstory: Wie kommen Sie zurecht mit den Umgangsformen im Kunstbetrieb, war für Sie der Umgang mit Presse, Galeristen und Kuratoren immer problemlos?

Markus Damini:

Oftmals spielen Beziehungen, Sympathien und Freundschaften gegenüber Entscheidungsträgern eine große Rolle.
Allerdings habe ich erfreulicherweise auch gute Erfahrungen gemacht.

Markus Damini, Pusteblume, Acryl auf Leinwand/ Foto: Markus Damini

Linossiartstory: Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Markus Damini:

Die Malerin Manuela Deghezzi hat mich zur Kunstarbeit Anfang der 90er Jahre angespornt. Auch der Kunstkritiker Fiorenzo Degasperi hat mich dazu animiert.

Linossiartstory: Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?

Markus Damini:

Naturliebend, pragmatisch, eigensinnig

Linossiartstory: Woran arbeiten Sie gerade?

Markus Damini:

Das gelb-grüne Farbspektrum fasziniert mich derzeit so sehr, dass ich hauptsächlich diese Farbtöne benutze. Die Motive liegen im Reich der Pflanzen und des Lichtes.

Linossiartstory: Unsere Welt ist im 21. Jahrhundert angekommen und mit ihr die Digitalisierung. Was bedeutet für Sie Digitalisierung und wie wichtig ist Social Media für Sie?

Markus Damini:

Social media ist für mich zu flüchtig und schnelllebig, dafür habe ich kein Interesse.
Die Digitalisierung ist ein Fluch und ein Segen zugleich für die Menschheit, so wie natürlich alle Dinge zwei Seiten haben.

Linossiartstory:  Herr Damini es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg. 

Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

Homepage von Markus Damini

Chat-Interview aus dem Jahr 2016: https://linossiartstory.com/2016/05/22/leder-als-kunstform/

CINDERELLA ist im 21. Jahrhundert angekommen

Dieser Tage besuchte ich wieder die Atelier Gespräche/Plus Kultur eine Veranstaltung der Universität Mozarteum unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner. Diese Atelier Gespräche sind transdisziplinäre Vorlesungen an der Universität Salzburg und vernetzen Kulturarbeit und künstlerische Praxis mit verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Die Komponistin der Oper Cinderella Almer Deutscher Foto: Anna-Maria Löffelberger

Diesmal ging es um die Oper Cinderella-Märchenstoff mit autobiografischer Färbung in Kooperation mit dem Salzburger Landestheater. Im Gespräch mit Frau Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner, der Cinderella-Darstellerin Laura Incko.

CINDERELLA_Luke Sinclair und Laura Incko Foto: Anna-Maria Löffelberger
Cinderella _ Video Salzburger Landestheater

Worum handelt es sich hier? Es ist die Erstaufführung einer erweiterten und überarbeiteten Salzburger Fassung mit deutscher Text. (Premiere war der 12.Dezember 2021, aufgrund der Pandemie ist es bei mir spurlos vorübergegangen) Es ist eine Oper, die aus dem Märchen entstanden ist, die Komponistin bringt jedoch dieses Märchen ins 21. Jahrhundert in IST-Zeit herüber.

Die Komponistin Alma Deutscher, 16 Jahre Jung, britische Komponistin, Pianistin und Geigerin schrieb diese Oper und erzählt ihre ganze eigene Fassung zu diesem Thema. Sie schrieb ihre erste abendfüllende Oper im Alter von 10 Jahren. Alma Deutscher ist ein außergewöhnliches Talent und machte schon früh in der Musikszene auf sich aufmerksam. Es ist schon eine großartige Leistung, dass ein junges Mädchen die mentale Energie aufbringt, eine zweistündige Oper zu komponieren und zu orchestrieren.

Zum Stück: Die junge Komponistin inspiriert von dem bekannten Märchen „Cinderella“, hat die Handlung der Oper jedoch in die Welt der Musik verlegt. Schauplatz ist ein Opernhaus, das ehemals von Cinderellas Vater geführt wurde und in dem jetzt die intrigante Stiefmutter herrscht. Cinderella ist eine Komponistin, die wunderschöne Melodien in sich trägt, aber von ihrer neuen Familie mit Verachtung gestraft wird, vor allem von den Stiefschwestern, die eitle Möchtegern-Diven sind. Der Prinz ist ein Dichter und in dieser Oper macht er sich auf die Suche nach einer Melodie für sein Gedicht. Als seine Worte und Cinderellas Melodie zusammenfinden, erfüllt sich auch ihrer beider Liebe.

Eine Aufführung findet noch im Salzburger Landestheater statt:

11. Freitag 2022 um Uhr 19.30

CINDERELLA

Alma Deutscher Musiktheater SALZBURGER LANDESTHEATER 

HelmutKand – poetic surrealist

Chat-Interview mit dem Künstler Prof. Helmut Kand

Prof. Helmut Kand
„Mein Jahresrhythmus ist so,
dass ich mich nicht wohin sehen,
sondern dass ich immer schon dort bin“

Mein Chat-Interview mit dem Künstler Prof. Helmut Kand, kam dadurch zustande, weil ich durch Zufall auf LinkedIn über seine Arbeiten gestoßen bin. Von diesen Werken war ich so beeindruckt, dass ich unbedingt ein Chat-Interview mit Prof. Kand vereinbarte.

Seine Arbeiten entstammen dem Surrealismus, es ist der künstlerische Ausdruck einer geistigen Bewegung, die sich seit den 1920er Jahren als Lebenskunst gegen traditionelle Normen äußert. Prof. Kand als Visionär und immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas.

Prof. Helmut Kand „Kussbereites Magnetfeld am Kurs der Telepathie – Magnetic field expecting kisses on its telepathic course“

Seine Werke verleihen unglaubliche Kraft und Tiefe, eine Vielfalt an Farben verdichten sich und stellen sich in einen neuen Kontext.

Prof. Helmut Kand „Vom Kartographen geschöntes Luftbild
         aerial view beautified by the cartographer“
 

Linossiartstory: Wie fanden sie zur Kunst, was stand am Anfang ihrer Berufung zum Künstler?

Prof. Kand: Ich verbrachte eine unbeschwerte Kindheit in der Steiermark in einer Familie, die für Kunst sehr viel übrighatte. Mit 4 Jahren übermalte ich bereits ein halbfertiges Aquarell meines Vaters. Mit 13 richtete ich in einem stillgelegten Ziegelofen mit einem Freund mein erstes Atelier ein. Große Vorbilder waren Picasso, Braques und später Dali. Irgendwie war mein Weg schon in der Volksschule vorgezeichnet und jener setzte sich im Gymnasium und nachher an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei den Professoren A.P.Güterloh und Rudolf Hausner fort.

Prof. Helmut Kand „Allein sein ist nur schön, wenn man alleine ist
         being alone is only nice when you´re alone“

Linossiartstory: Erzählen Sie uns ein paar Worte über sich und was bewog Sie Künstler zu werden.

Prof. Kand: Wie bereits oben angeführt, war ich in jungen Jahren schon sehr mit Malerei beschäftigt, dann das Studium aber spannend, ich war erst 22, als ich in London in einer noblen Galerie in Mayfair eine Ausstellung hatte und dort durch eine öffentliche Bilderverbrennung großes Aufsehen erregte. Es gab weltweite Presseberichte, die London Times schrieb: „These paintings are the hottest thing in art“ Dann in Berlin drehten wir einen Film für das Underground Festival und eine ähnliche Aktion führte zu einem Skandal aber verhalf mir auch zu der erhofften Popularität.

Linossiartstory:  Mit 19 Jahren pilgerten Sie nach Spanien, um Salvador Dali kennenzulernen, trafen Sie ihn? Welchen Einfluss hatte Dali auf Sie?

Prof. Kand: Ja, per Autostopp nach Port Lligat um endlich den „Göttlichen Salvadore“ zu treffen. Unterwegs Pflastermalen in Nizza und Cannes und Saint Tropez.

Prof. Helmut Kand „Heißblütig badende Seelen
         hot-blooded bathing souls“

Linossiartstory: Sie sind viel gereist, was inspirierte Sie bei Ihren Studienreisen?  

Prof. Kand: Es war Neugier auf fremde Kulturen, Farben und Düfte.

Prof. Helmut Kand „Beteiligt bei dem was kommt
         involved in what do come“

Linossiartstory: Wenn man Ihre Arbeiten betrachtet, taucht man in eine Welt ein, die Geschichten erzählt und von der man sich nicht sattsehen kann. Ein Farbenrausch wird dem Betrachter entgegengeschleudert. Wie ist Ihre Vision, während Sie ein Bild entstehen lassen. Was ist die Inspiration während des Malprozesses?

Prof. Kand: Es sind Themen, die vollgepackt sind mit Fantasie. Sichtbar gemachte Innenweltlandschaften, Gedankenblitze und Meditatives, durch permanentes Reisen exotisch angereichert. Ein Anliegen der Surrealisten, die Grenzen zwischen Ding- und Traumwelt aufzuheben.

Prof. Helmut Kand „Postkarte an eine Horoskopgläubige
         postcard to a horoscope follower“

Linossiartstory: Wir leben im 21. Jahrhundert, wo sich alles im Internet abspielt, die Digitalisierung rasant voranschreitet und auch die Kunst sich immer mehr und mehr ins Netz verlagert. Man prophezeit das analoge Galerien früher oder später es nicht mehr geben wird. Wie betrachten Sie diese Verlagerung und wie wichtig sind für Sie Social-Media-Kanäle?

Prof. Kand: Digitalisierung, virtuelle Galerien, NFT… und was da sonst noch alles gibt und was noch kommt, soll sein. Die Malerei bleibt.

Linossiartstory:Welche Projekte bzw. Ausstellungen (Sie sind international bekannt und anerkannt) ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?

Prof. Kand: Museumsausstellungen in Melbourne, Lissabon, Santiago de Chile, Iquique, Valparaiso, Buenos Aires, Périgueux, Jakarta, Ottobeuren Teilnahme an wichtigen internationalen Kunstmessen wie zB. in Basel, New York, San Francisco, Los Angeles, Palm Springs Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum. Murals, Edelstahlskulpturen, sakrale Kunstwerke

Linossiartstory: Was bedeutet für Sie Erfolg?

Prof. Kand: Freiheit und sich für Nichts verantworten müssen

Linossiartstory: Der Virus COVID wütet seit 2 Jahren und hat 2020 die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Ihnen ergangen und wie gehen Sie mit diesem Zustand um?

Prof. Kand: Lebensfreude und duftende Erotik in den Bildern wie zB. im Zyklus „Kandiszucker“. Die SammlerInnen haben mich gerne im Atelier besucht.

Linossiartstory:  Herr Prof. Kand es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg.  

Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

www.kand.at

http://www.windknospe.com

fünfmal 8000

Peter Wörgötter MEIN LEBEN MIT DEN BERGEN

Fotomontage mit Buch-Cover : Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Es geht um Wörgötters Kindheit und Jugend, Beginn einer Leidenschaft wie Berg-, Ski- & Klettertouren. Hochgebirgstouren in Europa, Afrika, Asien und fünfmal Achttausender. Begegnungen mit Pionieren des Extrembergsteigens.

Peter Wörgötter ist einer der erfolgreichsten Höhenbergsteiger Österreich, fünf Achttausender-Gipfel und viele andere hohe, oft schwierige Berge auf fast allen Kontinenten hat er in den Beinen. Er ist auch als hochalpiner Kletterer und Vorsteiger viel in der Welt herumgekommen. Er hatte auch viele Begegnungen mit Pionieren des Extrembergsteigens. Um einige zu nennen: Hermann Buhl, Markus Schmuck, Fritz Wintersteller, Kurt Diemberger, Herbert Tichy

Seine Frau Eva hatte ihn auf vielen Reisen (liebt ebenfalls das Bergsteigen) begleitet. Es waren Reisen und Expeditionen in Südostasien, oder der damaligen UDSSR, Russland, Afrika, Mittel- und Südamerika. Zwischendurch fünfmal Achttausender wie z.B. 1977 als Zweitbesteigung des vierthöchsten Berges der Erde: Lhotse, 8516m mit 21 Jahren. 1981 Skifahren in der Todeszone: Manslu, 8163m Erste Skibefahrung eines 8000ers, 1985 Shishapangma, 8027m; ebenfalls erste Skibefahrung, 1986 Broad Peak, 8047m und last not least Cho Oyu, 8201m.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Sie lieben die Berge, das Bergsteigen, dann ist dies die richtige Lektüre für Sie. Gehen Sie auf Weltreise mit einem Extrembergsteiger und begleiten Sie ihn auf die höchsten Gipfel der Erde! Es sind auch Einblicke ins Extrembergsteigen vom Pinzgau aus rund um die Welt.

DIE AUTOREN:

Peter Wörgötter, geb. 1941 in Saalfelden, pensionierter Versicherungskaufmann, Extrembergsteiger und Weltrekordhalter. In seinem Buch erzählt er seine abenteuerliche Lebensgeschichte – originell und spannend.

Lena Öller, geb. 1997, ist die zweite Enkelin von Peter Wörgötter. Sie studiert Journalismus und Geografie und teilt mit ihrem Opa die Leidenschaft für den Bergsport und ferne Länder. Gemeinsam haben sie seine Biografie verfasst.

Erschienen ist das Buch

2022 Verlag Anton Pustet, 5020 Salzburg ISBN 978-3-7025-1040-4

Marion Kalter – Deep Time

 RUPERTIUM Salzburg bis 22. Mai 2022

Die Fotografien von Marion Kalter (1951 Salzburg) handeln stets von Menschen – für sie hat sich die Künstlerin bereits als junge Journalistin interessiert.

Künstlerin/Fotografin Marion Kalter DEEP TIME / Foto: © Christa Linossi

Wer ist die Künstlerin Marion Kalter? Geboren wurde sie 1951 in Salzburg, ihre Eltern lernten sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Salzburg kennen, heirateten und gingen nach der Geburt von Marion Kalter in die USA. Die Familie kehrte jedoch nach Europa zurück. Kalter wuchs in den USA und Frankreich auf. Sie studierte Malerei und Kunstgeschichte am Mount Holyoke College, Massachusetts USA und danach in Paris an der Université der Paris VII. Sie arbeitete als Journalistin. Marion Kalter lebt und arbeitet in Paris und Chabenet Frankreich.

Die Ausstellung DEEP TIME ist auch eine Spurensuche in Kalters Kindheit und der Versuch der Fotografin, ihre Herkunft und Familiengeschichte besser zu verstehen und visuell nachzuvollziehen. Nach dem Tod ihrer Eltern befreite sie historische Aufnahmen, Bilder und Gegenständen, die sie aus dem Koffer nahm und somit eine Zeitreise dokumentierte. Eine Ausstellung, die eine Familiengeschichte versucht anschaulich zu machen? Eine Öffnung in einen persönlichen Bereich? Ende der 1970er-Jahre inszenierte Kalter eine Serie von Selbstporträts die von der melancholischen Sehnsucht geprägt sind, sich den Ort, die verstrichene Zeit und die Lebensgeschichte der verstorbenen Mutter über ihren Nachlass und die Poetik der Dinge wieder anzueignen. In diese Zeit fielen auch erste Aufträge für die Zeitschrift Le Monde de la musique, die Marion Kalter bald regelmäßig in ihre Geburtsstadt führten und sie zu einer gefragten Chronistin der Salzburger Festspiele wurde.

Ausstellung Rupertinum DEEP TIME / Aufnahme :Marion Kalter : Claudio Magru, Schriftsteller im Café San Marco,

Ein Großteil ihres persönlichen Schaffens konzentrierte sie sich auf die Erstellung von Selbstporträts. Jedoch trugen auch Aufnahmen von Porträts berühmter Künstler, Musiker und Philosophen zu ihrer Karriere bei.

Sehr entscheidend für ihre Karriere als Fotografin war auch die Begegnung mit dem Künstler, Musiker und Performer Ted Joans, der zu den zentralen Persönlichkeiten der amerikanischen Beat-Generation um Jack Kerouac und Allen Ginsberg gehörte. Joans lernte Kalter 1974 in Paris kennen und so entstand eine enge Freundschaft. Kalter begleitete den charismatischen Jazzpoeten mit ihrer Kamera in Paris ins Amerikanische Kulturzentrum, In Galerien und zu Lesungen, sowie auf Reisen nach Nordafrika.

James Baldwin, Ted Joans, Paris 1976, Silbergelatineabzug, Courtesy of the artist, © Bildrecht, Wien, 2022

Kalter praktizierte zwei Genres: das Porträt und das Selbstporträt, das Dokumentarische und die fiktive Autobiografie. Es sind Selbstporträts mit Ahnenforschung und Rekonstruktion zugleich. Es ist eine Biografie mit einer persönlichen Mythologie, die in bildlicher Form dargestellt wird.

Sie sah die Fotografie auch nicht mehr als Medium der Aufzeichnung, sondern zunehmend auch als bildschöpferisches Ausdrucksmittel der Interpretation, der Inszenierung und er persönlichen Erinnerung.

Arles, 1975, Silbergelatineabzug, Courtesy of the artist, © Bildrecht, WIen, 2022

Die Ausstellung verbreitet auch einen Hauch von Freiheit der 70er Jahre, sie auf alle Fälle sehenswert.

Publikation zur Ausstellung: Marion Kalter DEEP TIME, Hg. von Thorsten Sadowsky ISBN: 978-3-96070-066-1

http://www.museumdermoderne.at

ALBERTINA – EDVARD MUNCH –

im Dialog mit sieben bedeutenden Künstlerinnen der Gegenwart

Edvard Munch – Im Dialog, so präsentiert die Albertina ihre große Frühlingsausstellung 2022.

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Diese Schau ist in mehrere Hinsichten einzigartig: Warum? Es ist eine Gegenüberstellung mit sieben bedeutendem Künstler*innen der Gegenwart. Von Edvard Munch werden über 60 Werke des norwegischen Künstlers in einem beeindruckenden Œuvre gezeigt, die für die moderne und zeitgenössische Kunst wegweisend sind.

Video: Video | Virtuelle Eröffnung der Ausstellung
Albertina Museum

Munch der radikal der die sichtbare Wirklichkeit aufbrach und sich die verborgenen, unsichtbaren Verletzungen und Erschütterungen der Seele zuwandte, sich mit wiederkehrenden Themen wie Krankheit, Eifersucht und Angst auseinandersetzte und so die psychischen Narben von Erlittenem verarbeitete. Revolutionär ist auch seine technische Arbeitsweise die wie eine koloristische Übersteigerung seiner Gemälde, die Vereinfachung der Motive und die ikonenhafte Frontalität seiner Figuren bis hin zur scheinbaren Verflüssigung der Landschaft, die sich abzeichnen wie eine unberechenbare, bedrohliche Welt. Der Mensch wird zur Symbolfigur für das Sich-Verlieren des Einzelnen im Ganzen.

Es ist Munchs weitreichende Rezeption in der zeitgenössischen Kunst und sieben bedeutende KünstlerInnen der Gegenwart – allesamt Größen des 20. Jahrhunderts – treten somit mit Munch in den Dialog. Andy Warhol, Jasper Johns, Georg Baselitz, Miriam Cahn, Peter Doig, Marlene Dumas und Tracey Emin. Die ausgewählten Werkgruppen illustrieren eindrucksvoll den Einfluss, den Edvard Munchs Kunst bis heute auf nachfolgende Generationen ausübt.

Ich stelle nur drei Künstler hier vor, die in den Dialog mit dem Künstler Munch getreten sind.

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Es ist zum einen der amerikanische Popart Künstler Andy Warhol. Andy Warhol hat sich an den berühmtesten druckgrafischen Werken von Munchs abgearbeitet. „Der Schrei“, „Madonna“ und Munchs „Selbstbildnis“ adaptierte diese Motive und setzte sie im Stil der Pop Art um. Warhol nimmt kaum Veränderungen an den ursprünglichen Kompositionen der Darstellung. Zum Einsatz jedoch kommen verschiedene grelle Farbkombinationen, um unterschiedliche Abwandlungen zu kreieren. Während Munchs Werk „Der Schrei“ nur blaue und gelbe Farben aufweist, arbeitete Warhol mit grellen rot, zarten grün und einem abweisenden tiefen Blau. Jedoch darf man aber auch nicht übersehen, dass Munch seinen „Schrei“ auch in anderen Farbkompositionen noch darstellte. Ebenso wird auch das Werk „Madonna“ und „Selbstbildnis“ in einer Farbkombination von Pink und Rot umgesetzt.

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Auf diese Weise gelingt es ihm, Munchs Grafiken immer wieder neu zu entdecken, sie zu modifizieren und letztendlich zu eigenen Werken von differenzierter Ausdruckskraft umzuformen.

Während die Rezeption bei Georg Baselitz die Waldlandschaften und seine zum Teil auch indirekten Porträts des norwegischen Künstlers gehören. Der deutsche Künstler sieht in dem Norweger den an sich zweifelnden Maler und erkennt in dessen nächtlicher Einsamkeit das künstlerische Schicksal. Baselitz Gegenüberstellung zu Munchs Waldlandschaften, ist ein Werk, dass sich in eine innere Spannung auflöst und auch eine gewisse Unruhe in Fragmentische Teile wieder vereint.

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Tracey Emins Gemälde und dessen multimedialen Arbeiten sind von traumatischen persönlichen Erfahrungen geprägt. Die ebenfalls an den autobiographischen Charakter in Munchs Schaffen anknüpfen. Die Engländerin bringt in ihrem Kunstschaffen, genauso wie Munch, eine starke persönliche Komponente zum Ausdruck. Der vorbildhafte Künstler Edvard Munch, ist für sie, der Künstler schlechthin, der dem psychischen Zerfall des modernen Menschen zum Ausdruck bringt.

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Am Beispiel dieser bedeutenden Gegenwartskünstlerinnen und -künstler zeigt die Ausstellung Edvard Munch. Im Dialog die mannigfaltige Munch-Rezeption, von der Auseinandersetzung mit Munchs Motiven und Themen über das Aufgreifen stilistischer Merkmale bis hin zu einer intensiven Beschäftigung mit den tiefenpsychologischen Inhalten des großen norwegischen Symbolisten und Expressionisten.

https://www.albertina.at/ausstellungen/edvard-munch/

Friedrich Hundertwasser Art Centre with Wairau Māori Art Gallery in Neuseeland wurde am 20. Februar 2022 eröffnet!

Hundertwasser Art Centre Whangārei (NZ) © Hundertwasser Art Centre, Foto: Tessa Paton

Friedensreich Hundertwasser war nicht nur ein berühmter österreichischer Maler und Architekt, sondern er war auch ein Idealist, dem die Natur sehr wichtig war. „Bis zu seinem Tod im Februar 2000 entfaltete er seine künstlerischen, ökologischen und architektonischen Visionen.“

Zitat von Friedrich Hundertwasser: „An einem Regentag beginnen die Farben zu leuchten. Wenn es regnet, bin ich glücklich“.

Friedensreich Hundertwasser war Kosmopolit, seine Kunst wird weltweit in Ausstellungen gezeigt und in vielen Ländern sind seine beispielhaften Architekturprojekte präsent. Der bekannteste österreichische Künstler hatte seit 1976 auch einen Wohnsitz im Norden Neuseelands und erhielt 1986 die neuseeländische Staatsbürgerschaft. Er verstarb am 19.2.2000 an Bord der Queen Elizabeth 2 vor Brisbane und wurde auf seinen Wunsch in Neuseeland begraben.

Zum 22. Todestag Friedensreich Hundertwassers wird am 20. Februar 2022 nach dem Kunst Haus Wien, einem Museum der Wien Holding, in der Küstenstadt Whangārei in Neuseeland das zweite Hundertwasser Museum weltweit eröffnet. Der deutsche Architekt Heinz M. Springmann und Grant Harris von HB Architecture in Neuseeland erweckten – Hundertwassers Entwurf aus dem Jahr 1993 – eine öffentliche Kunstgalerie für Whangarei zum Leben.

Mit der Eröffnung des Hundertwasser Art Centre wird ein gemeinsamer Traum verwirklicht, der das Leben aller, die an seiner Entstehung beteiligt waren, verändert hat. Das visionäre Architekturprojekt wurde durch das Engagement einer zielstrebigen Gemeinschaft über viele Jahre des Fundraisings ermöglicht und wird von der Hundertwasser Non-Profit Stiftung in Wien unterstützt.

Von der Hundertwasser Privatstiftung werden kostenlos Werke als Leihgabe – im Wert von vier Millionen Euro – für das neue Hundertwasser Art Centre zur Verfügung gestellt. Darunter befinden sich Originalgemälde, graphische Werke, Wandteppiche und Architekturmodelle. Es ist eine Würdigung für den Künstler, nun auch in seiner zweiten Heimat mit einem Museum präsent zu sein.

https://www.hundertwasserartcentre.co.nz/events/#exhibitions

BANKSY der Graffity Künstler

Das Geheimnis eines genialen Verstandes

„The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ in der Tabakfabrik in Linz / Foto: Dominik Gruss

Banksy ist für mich ein Genie in der Graffity Szene. Immer wieder überrascht er mit Bildern, die keine Worte benötigen und man versteht gleich, was er damit ausdrücken will.

Er ist weltberühmt und dennoch ist er ein anonymer Graffiti-Künstler. Das einzige was man öffentlich weiß, er ist in Bristol geboren. Bis heute weiß niemand, wer Banksy oder wie sein richtiger Name ist. Jedoch seine Bilder kennt jeder, die überall über Nacht an den Wänden der Städte auftauchen, zu dem kommen noch provozierende Kommentare zum Weltgeschehen. Er stellt immer wieder die Grenzen des Kunstmarktes in Frage. Seine Arbeiten sorgen seit Jahren für Furore.

Seine Ausstellungen gehen mittlerweile rund um die Welt und er bleibt nach wie vor der „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ 

„The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ in der Tabakfabrik in Linz / Foto: GettyImages

Wer ist Banksy? Wer ist dieser mysteriöse Graffity-Künstler? Wie kann man so seine Identität in unserer heutigen schnellen, lauten, informativen Welt immer noch so geheim- halten? Während seine Werke die Straßen und Auktionshäuser international und höchst erfolgreich erobern. Er ist derzeit einer der teuersten Künstler der Gegenwart! Banksy ist Untergrundkämpfer, König der Straßenkunst, ein genialer Geist der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht.  

Das „Time Magazine“ setzte Banksy 2010 erstmals auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Er ist mittlerweile das Phantom der Kunstwelt und hat längst Kunstgeschichte geschrieben.

Sein aktuelles Corona-Bild von Banksy „Game Changer“ wurde zum Rekordpreis von 17 Millionen Pfund verkauft. Dieses Geld soll dem Gesundheitssektor zugute kommen.

Weltberühmtheit erlangte auch das Werk „Girl With Balloon“. Dieses wurde für umgerechnet 1,2 Millionen Euro bei der Auktion von Sotheby’s in London versteigert und kurz danach vor Ort zerstört, indem der untere Teil des Bildes durch einen im Rahmen verborgenen Schredder in Streifen geschnitten wurde. Dieses Bild hat mittlerweile seinen Wert vervielfacht.

„The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ in der Tabakfabrik in Linz / Foto: Dominik Gruss

Da Banksy auch ein Synonym für das Ablehnen von Kommerz ist, wird immer wieder die Frage aufgeworfen: Darf seine Kunst überhaupt ausgestellt werden oder darf Street-Art im allgemeinen überhaupt im Museum oder in Galerien gezeigt werden? Aber wir wurden eines besseren belehrt, man darf.

In Rom wurde 2016 im Museum Fondazione Roma im Zentrum der italienischen Hauptstadt eine der größten Ausstellungen mit seinen Werken und dem Titel „Krieg, Kapitalismus und Freiheit“ präsentiert.  

2021 war eine weitere Weltpremiere der Ausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ @ Isarforum des Deutschen Museums. Hier wurden mehr als 100 Motive des Street-Art-Künstlers gezeigt. Gezeigt werden Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke auf verschiedenen Materialien wie Leinwand, Stoff, Aluminium, Forex und Plexiglas, darunter auch einige Originale, die eigens für diese Sonderschau reproduziert und zusammengetragen wurden. Eine speziell produzierte Videodokumentation beleuchtet die wichtigsten Karriere Stationen.

Weltpremiere Ausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ @ Isarforum des Deutschen Museums
ganz-münchen.de

Erstmalig wird auch Banksy in Österreich als Premiere in der Tabakfabrik Lösehalle in Linz seit November 2021/ bis März 2022 gezeigt. Auch hier wurden an die 100 Werke des gefeierten Street-Art-Superstars: Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen (so ähnlich wie in München) eigenes für die Sonderschau reproduziert und zusammengetragen.

Die Ausstellungen sind auf alle Fälle echte Blockbuster!  

51. RAURISER LITERATURTAGE finden 2022 wieder in Rauris statt!

Die Zeit ist wieder reif und die 51. Rauriser Literaturtage stehen auch schon wieder vor der Tür. Stattfinden werden sie in Rauris von 30. März bis 3. April 2022.

Die Pressekonferenz musste leider Online stattfinden und nun dürfen wir gespannt sein, ob die Literaturtage analog oder online stattfinden. Die diesjährigen Literaturtage – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden COVID 19 Regelungen – sollen wieder als Präsenzveranstaltung mit Publikum über die Bühne gehen.

Für die Region Rauris und über den Tellerrand von Salzburg hinaus, sind die Literaturtage ein großer Stellenwert und das Gefühl der Identität, dies kann Literatur gerade in schwierigen Zeiten geben.

Die 51. Literaturtage werden heuer unter das Thema „Von Tieren und Menschen gestellt. Es gibt eine Vielzahl an literarischen Beispielen, die sich mit unserer Beziehung zu Tieren beschäftigen. Es ist eine Durchleuchtung wie die menschliche Existenz mit Tieren und der Natur umgeht und es sichtbar macht.

Den Texten von John von Düffel, Barbara Frischmuth, Alois Hotschnig, Michael Köhlmeier, Teresa Präauer will man heuer bei den Literaturtagen nachgehen und es wird auch wieder Gespräche mit Autorinnen und Autoren sowie mit Studierenden von österreichischen Universitäten geben.

Anna_Albinus Rauriser Literaturpreisträgerin 2022_Foto: (c)_Ruth Broz╠îek

Was den Rauriser Literaturpreis und den Förderungspreis 2022 betrifft, hofft man, diesen in Präsenz überreichen zu können. Der Literaturpreis geht diesmal an die Autorin ANNA ALBINUS, geb. 1986 in Mainz (Deutschland). Sie studierte die Katholische Theologie, Judistik und Kunstgeschichte. Sie erhält für ihre erste Buchveröffentlichung Revolver Christi (Edition. fotoTAPETA 20210) den Rauriser Literaturpreis 2022.

Zitat von LH-Stv. Heinrich Schellhorn zur Entscheidung der Jury für Anna Albinus: „Wie man das Studium der Theologie literarisch nutzen kann, beweist Anna Albinus mit ihrem grandiosen Erstlingswerk ‚Revolver Christi‘. Der Text „zieht auf rätselhafte Art in seinen Bann. Der Autorin gelingt es, bis zur letzten Seite die Spannung und gleichzeitig das Geheimnis ihrer an Anspielungen, Motiven und Bibelstellen reichen Geschichte zu bewahren. Ein Volltreffer.“

Förderungspreisträgerin 2022 Alexandra_Koch_Foto: (c)_privat

Während der Förderungspreis 2022 an die Autorin ALEXANDRA KOCH, die an der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert, vergeben wurde. An ihrem Prosatext „vattern, muttern, künd“ zum Thema „Alles auf Anfang“ hob die Jury die „eigenwillige Sprache und Form“ hervor, durch die das literarische Erzählen von Familienverhältnissen und Kindheitserinnerungen eine Akzentuierung erfahre.

Es wird auch ein Konzert mit den „Strottern“ (diesmal mit Peter Ahorner) geben. Wer sind die „Strottern“? Die Strottern sind ein Wiener Akustik-Duo, das Wienerlieder in zeitgemäßer Form und mit Anleihen aus dem Jazz spielt.

Des Weiteren wird auch wieder eine Lesung von Gerti Drassl und Sami Loris (eine Kooperation mit den Salzburger Festspielen) stattfinden. Hier werden zwei Programmpunkte zu der seinerzeit 2020 abgesagten Jubiläumsveranstaltung nachgeholt.

COVID-19-Regeln:

Die Lesungen und Gespräche der Rauriser Literaturtage werden über www.rauriser-literaturtage.at und den Kooperationspartner FS1 auch als Livestream angeboten. Sollte ein Veranstaltungsverbot herrschen, werden die Lesungen der RLT erneut zumindest online zugänglich sein.

Sämtliche Veranstaltungen im Mesnerhaus werden nach den Ende März / Anfang April 2022 gültigen Regelungen durchgeführt. Nach Bedarf kann das Programm auch über eine Live-Übertragung mitverfolgt werden. In einer gemeinsamen Initiative Rauriser Gasthöfe und Hotels wird, getrennt von den Veranstaltungen, für die – ausreichend dimensionierten – Pausen ein eigenes Angebot an Speisen und Getränken zur Verfügung stehen.

Um das, während der Rauriser Literaturtage geltende Contact Tracing zu ermöglichen, ist eine Anmeldung für jeden Besuch der Veranstaltungen erforderlich: ab 14. März 2022 über die Website www.rauriser-literaturtage.at oder beim Tourismusverband Rauris (Tel. +43 (0)6544 20022, E-Mail: info@raurisertal.at).

Programm und aktuelle Informationen auf http://www.rauriser-literaturtage.at

400 JAHRE UNIVERSITÄT SALZBURG

terrasse-residenzplatz-domquartier Foto: Domquatier

Eine Ausstellung zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Universität Salzburg: die PLUSpunkte der Paris Lodron Universität Salzburg!

Das DomQuartier Salzburg zeigt die Ausstellung mit barockem Schwung die vor 400 Jahren gegründete Universität Salzburg. Es kommen große Namen der Geschichte aus Politik, Kunst und Kultur – die mit der Universität verbunden sind, vor und führen Rankings aus Wissenschaft und Kunst an.

Gemeinsam treten Museum und Universität in Interaktion mit dem Publikum, um die Entwicklung von Wissenschaft im Herzen Europas zu illustrieren und Antworten auf die Fragen von morgen zu finden.

Das Sujet der Jubiläumsausstellung verbindet Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Wandel: so auch das Universitätsszepter mit dem vorwärtsgewandten Silberlöwen des Universitätsgründers, der im neuen Logo der PLUS aufgegriffen wird, erlebt eine Metamorphose zum Roboter, der in die Zukunft blickt.

Sujet der Jubiläumsausstellung Vergangenheit und Zukunft/ Fotomontage: © Hubert Auer

Die Ausstellung: befindet sich im Nordoratoriums und gibt das Grundkonzept der Ausstellung vor: vier Räume, vier Jahrhunderte, vier Leitmotive in Farbe (rot, grün, grau und blau)

Die vier neuen Leitmotive der Universität bestimmen die Präsentation der Projekte und wurden bestimmten Farben zugeordnet: Art in Context (rot), Development & Sustainability (grün), Digital Life (grau) und Health & Mind (blau)

Dieses Farbkonzept wurde als Leitmotiv für die Tradition und den Wandel dieser Geschichte und Zukunft der Universität für die wichtigen Themen eingesetzt.

Digital Life ist auch hier omnipräsent durch QR-Codes, die – nicht zuletzt im Sinn der Nachhaltigkeit – zu vertieften und erweiterten Informationen des virtuellen Ausstellungsteils verlinken.

RAUM 1: hier wird das neue Zeitalter 21. Jahrhundert in Form von Digitalisierung präsentiert. Es ist die digitale Präsentation von aktuellen Universitätsprojekten auf die stetig voranschreitende Digitalisierung hingewiesen wird. Wo Gegenwart und Zukunft stattfinden.  

RAUM 2: Auflösung und Wiedergründung; als Salzburg 1810 an Bayern fiel, erfolgte die Herabstufung der Universität zu einem Lyzeum. Gezeigt wird dies auch am Beispiel der bis 1875 bestehenden Medizinisch-chirurgischen Lehranstalt, für die der Botanische Garten im Furtwänglerpark angelegt wurde.

Bartholomäus Lominger (1752-1810), Wachsbüste von P. Dominikus Beck (1732-1791) Salzburg Erzabtei St. Peter / Foto: © Hubert Auer

RAUM 3: Barocker Geist – hier wird die universitäre Schatzkammer geöffnet. Wertvolle Bücher und Grafiken, die aus dem Besitz der Fürsterzbischöfe in die Universitätsbibliothek gelangten, dokumentieren die enge Verbindung von Wissenschaft und Kunst in Salzburg.

Dazu zählen Zeichnungen von Meisterhand, etwa die Studien zu „Rahel am Brunnen“ von Paolo Veronese und Skizzen, sowie das großformatige Gemälde des Dogenpalastes in Venedig von Palma il Giovane.

Fest verankert im Studienplan war auch das Theaterspiel, wo sogar der Jedermann-Stoff bereits 1632 erstmals aufgeführt wurde.

Auch die Naturwissenschaften wurden im 18. Jahrhundert vom Fortschritt beflügelt, insbesondere in der Astronomie. Der Mathematikprofessor P. Bernard Stuart (1706-1755) konstruierte die prachtvolle „Welt Uhr“.

Weltenuhr von Mathematikprofessor P. Bernard Stuart (1706-1755) Foto: Domquartier

RAUM 4: Gründung der Benediktineruniversität; der vierte und letzte Raum – das Rupertus-Oratorium – ist der Gründung der Universität gewidmet. In diesem Raum werden wertvolle Zeugen der Gründungszeit präsentiert, es handelt sich hier um die Gründungsurkunde, Kupferstiche der Sakralräume der Universität. Darunter befinden sich auch die Pläne des Wallfahrtsortes Maria Plain und die von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtete Universitätskirche und vieles mehr.

Kurzes Statement vom Rektor Hendrik Lehnert: „Ein Jubiläum wie jenes, das die PLUS 2022 feiert, gibt Anlass innezuhalten und die Geschichte und Entwicklung der Universität zu reflektieren. Gleichzeitig ist es in Zeiten von akademischer Competition, globalen Universitätsrankings und auch ansprächen an Exzellenz wichtig, eine unverwechselbare Identität zu bilden sowie interdisziplinäre Projekte und Studiengänge aufzubauen und somit das Profil der Universität zu schärfen“.

Das DomQuartierr und die Universität Salzburg sind zudem durch eine Reihe von erfolgreichen Kooperationen verbunden.

Die Ausstellung gibt tiefen Einblick und ist sehenswert!