Let’s start the year 2022 with power

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Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen gehen Neue Wege

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Bevor Helga Rabl-Stadler die Salzburger Festspiele endgültig mit Dezember 2021 verlassen wird, hat sie noch einen großen Deal ausgehandelt. Es ist ein Deal der neuen Wege beschreitet und in so einer Form noch nie dagewesen ist.

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Was ist der Deal? Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen mischen den Arbeitsmarkt auf und gehen neue Wege. Wie sehen die neuen Wege aus?

Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen möchten den Weg gemeinsam gehen, um Synergien in Zukunft nutzen zu können und vielleicht ein neues Modell für Saisonkräfte zu etablieren. Beide Unternehmen sind auf Saisonmitarbeiter*innen angewiesen, um einerseits die Bühnenmomente und andererseits die Skisporterlebnisse gestalten zu können. An das Anforderungsprofil beider Unternehmen weisen erstaunliche Schnittmengen zwischen Stationsbediensteten*r und Bühnentechnikers*in auf.

Auch der allgemeine und österreichweite Arbeitskräftemangel macht sich auch hier bemerkbar und dieses Ziel wollen die Salzburger Festspiele als auch die Hochkönig Bergbahnen nutzen, um auf viele saisonale Arbeitskräfte zurückgreifen zu können. Auch die wiederkehrenden Mitarbeiter*innen sind rückläufig, viele zieht es weg von der Saisonarbeit hin zur Jahresstelle. Um dieser Saisonarbeit eine Sicherheit zu geben, haben die Salzburger Festspiele und Hochkönig Bergbahnen beschlossen, diese Kooperationen einzugehen.

So gesehen, passen auch beide Unternehmen perfekt zusammen: während die Mitarbeiter*innen der Hochkönig Bergbahnen ihre Hauptsaison von Dezember bis Ostern haben, werden bei den Salzburger Festspielen die Arbeitskräfte erst für die Pfingstspiele und die Salzburger Festspiele im Sommer gebraucht. Einen großen Vorteil bietet man den Mitarbeiter*innen ebenfalls an, sie müssen sich nur einmal bewerben. Beide Dienstverträge werden sofort vorgelegt und eine eventuell mühsame Stellensuche für die andere Saison gibt es nicht mehr.

Statement von Lukas Crepaz Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele: „Diese unkonventionelle Idee unseres Technischen Direktors Andreas Zechner verbindet das Beste beider Arbeitswelten. Die Festspiele sind während der Saison mit bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen sowie Künstler*innen, davon 450 Techniker*innen, wichtiger Arbeitgeber im Bundesland, die den Erfolg der Festspiele ermöglichen. Um dies auch in Zukunft zu sichern, werden wir neue Wege der Mitarbeiter*innen Findung ausprobieren. Auf den ersten Blick mag es für einen Außenstehenden nicht offensichtlich sein, was die Salzburger Festspiele mit den Hochkönig Bergbahnen verbinden kann. Doch bei genauerem Hinsehen ergeben sich zahlreiche Übereinstimmungen in unseren beiden Unternehmen“.

Das Anforderungsprofil zeigt einige Schnittmengen auf. Gebraucht werden auf beiden Seiten etwa Erfahrung in einem handwerklichen oder technischen Beruf, Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und gute Deutschkenntnisse.

Die Mitarbeiter*innen und Künstler*innen sind aus aller Welt bei den Salzburger Festspielen vertreten und profitieren dadurch, dass es einen internationalen Charakter hat. Während die Mitarbeiter*innen bei den Hochkönig Bergbahnen wieder punkten, sich um eines der größten zusammenhängenden Skigebiete im Salzburger Land kümmern. Die Skiregion Hochkönig lockt mit 34 Liftanlagen und 120 bestens präparierten Pistenkilometern. Hier finden sich Pisten für alle Leistungsstufen, egal ob Übungshang, breite Pisten mit sanfter Steigung für jene, die es lieber gemütlich haben, oder etwas anspruchsvollere Abfahrten bis hin zu Kings Park Hochkönig – mit 1,8km einer der längsten Snowparks der Alpen. Ein weiterer Pluspunkt: Aufgrund der Größe des Skigebiets ergeben sich selbst in der Hochsaison keine langen Wartezeiten bei den Liftanlagen. Insgesamt 120 Mitarbeiter sind im Winter, davon über 50 Mitarbeiter ganzjährig, bei den Hochkönig Bergbahnen beschäftigt, die jährlich einen Umsatz von rund 13 Millionen Euro erzielen. Die Salzburger Festspiele wiederum gelten als das größte und bedeutendste selbst-produzierende Musik- und Theaterfestival der Welt in den Bereichen Oper, Konzert und Schauspiel. Die Salzburger Festspiele sind ein Betrieb großer Vielfalt mit unterschiedlichen Kompetenzen in den Werkstätten und den Bereichen Technik, Kostüm und Maske, Veranstaltungsdienst, Verwaltung und Kunst.

Über 250 ganzjährig Beschäftigte und bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen und Künstler*innen in der Sommersaison bringen täglich ihre Liebe zur Kunst, ihr Fachwissen und ihr außerordentliches Engagement ein. Dies erfüllt den Anspruch höchster Qualität und garantiert den weltweiten Erfolg.

www.hochkoenig.at

https://jobs.salzburgerfestspiele.at/de

Alfred Haberpointner Werke 2000 – 2021 im Salzburg Museum

Das Salzburg Museum widmet dem Künstler Alfred Haberpointner eine Ausstellung in der Kunsthalle der Neuen Residenz. Es handelt sich dabei um die erste museale Einzelpräsentation in seiner Heimat Salzburg.

Alfred Haberpointner mit Kurator Peter Husty und Direktor Martin Hochleitner © Foto: Manfred Siebinger

Wer ist der Künstler Alfred Haberpointner? Alfred Haberpointner wurde 1966 in Ebenau/Salzburg geboren. Besuchte die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und studierte danach an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Erwin Reiter. Haberpointner lebt und arbeitet abwechselnd in Linz und Ebenau. Von Ebenau bzw. Hallein aus entwickelte er seine plastischen Ideen, die heute die so spezifischen Ausprägungen gefunden haben.

Alfred Haberpointner Köpfe © Foto: Manfred Siebinger

Haberpointner hat eine unverkennbare Formensprache, die permanente Neuinterpretation von klassischen Materialien – wie Holz – und die konsequente Reflexion von Skulptur und Objekt mit höchster künstlerischer Qualität beeindrucken. Für diese Ausstellung wurden Arbeiten aus den letzten 21 Jahren ausgewählt. Es werden mehrere Kopfserien, großformatige Wandarbeiten in Holz und Papier sowie eine Gruppe, die mit Holzstämmen so installiert wurde, dass er auch noch das Werkzeug in die Installation einfügte. Das Werkzeug eine Holzhacke oder auch Axt genannt, die interpretierte er in XXX verschiedenen Formen zu den Holzstämmen. Ein interessanter Anblick, der viele Fragen aufwirft. „Joy Division“ (2019-2021) heißt die Rauminstallation.

Haberpointner_Joy Division_Gaigg Alfred Haberpointner (*1966), Joy Division, 2019–2021, Eschenholz, Eisen © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021 Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at
 

Interessant sind auch seine Köpfe, hergestellt aus Espenholz mit verschieden Einschnitten. Ein Kopf davon wurde in BLAU getaucht bzw. betrachtet man die Skulptur genau, hat man das Gefühl dem Kopf wurde ein gefaltetes Tuch darüber gespannt (von einem gewissen Abstand). Jedoch bei genauer Betrachtung sieht man, hier wurden Schnittflächen getätigt und dann mit blauer Farbe versehen. Aber der Betrachtet kann sich in seine Fantasie hineinleben, was immer er sehen will. Der Künstler setzte sich mit dem Thema „Kopf“ schon als Kind auseinander und dies begleitete ihn bis heute. Der Kopf stellt seiner Ansicht nach das wesentliche des Menschen dar, die ihm als wichtigstes Element erscheint.

Haberpointner_Sujet Alfred Haberpointner (*1966), Kopf, 2017, Espenholz, Pigment © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021

Eine weitere interessante Installation, ist die Installation „Relatives, 2004–2006“. Hier kann der Betrachter auch wieder seiner Fantasie freien Lauf lassen, ich für mich sah die Skulpturen wie einen Hakenverschluss mit aufgepressten oder eingemeißelten winzigen kleinen Hakenverschlüssen. „Gewichtung“ nennt sich diese Installation und umfasst Begriffe wie Masse, Volumen, Proportion, aber auch das Ausbalancieren von Gewicht.

Alfred Haberpointner (*1966), Relatives, 2004–2006, Fichtenholz, Stahl, verzinkt, © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021, Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at

Statement von Direktor Martin Hochleitner zu den Arbeiten des Künstlers: „In Summe vermittelt die Ausstellung in präziser Weise Haberpointners Material-, Form- und Medienverständnis, sie verdeutlicht seinen Arbeitsprozess und bringt gleichzeitig sein hohes Sensorium für das Thema Raum zum Ausdruck“.

Die Ausstellungsdauer: bis 27. Februar 2022

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu!

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series…“Dark sides“

Es war ein Jahr voller Hoffnungen, jedoch wurden die Hoffnungen auch immer wieder zerstreut, die Pandemie hat die Welt noch immer im Griff.

Viele Menschen scheitern an ihr, die Gesellschaft wurde gespalten, in der Politik herrscht ebenso Hass, Verzweiflung und Hilflosigkeit wie auch bei den Menschen.

Zitat aus Goethe „Faust“ „VERNUNFT FÄNGT WIEDER AN ZU SPRECHEN UND HOFFNUNG WIEDER ZU BLÜHN“.

Ich bedanke mich bei all meinen Leserinnen und Leser, die meinen Blog lesen und würde mich freuen, wenn sie auch weiterhin an meinen Kunst- und Kulturberichten interessiert sind.

WÜNSCHE EIN SINNLICHES WEIHNACHTSFEST UND EINEN GUTEN NEUSTART IN DAS NEUE JAHR 2022

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series….“everything is turning back to the positive“

JAHRESPRESSEKONFERENZ SALZBURGER FESTSPIELE 2022

Vom 18. Juli – 31. August 2022

Am 10. Dezember 2021 fand die Jahrespressekonferenz für die Salzburger Festspiele 2022 statt.

Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz, Bettina Hering, Florian Wiegand
© SF / Anne Zeuner

Den Auftakt zur Pressekonferenz machte Helga Rabl-Stadler mit folgenden Worten zu Beginn: „wir streamen“, d.h. die Pressekonferenz konnte auch digital verfolgt werden. Sie begann in eigener Sache zu sprechen: „Es ist ja meine letzte Pressekonferenz in der Funktion als Präsidentin. In diesen 27 Jahren habe ich sechs Intendanten erlebt, 10 Kunstministern und Kunstministerinnen. War für 5626 Veranstaltungen mitverantwortlich, Sponsoren und Mäzenen habe ich mit über 160.000.000 Mio. begleitet. So war es auch möglich die Felsenreitschule neu auszustatten, die heute eine der beliebtesten Veranstaltungsstätte geworden ist. Des Weiteren konnten wir viele Ideen unserer Intendanten ermöglichen, die aus dem normalen Budget nicht möglich gewesen wären. Danke dafür, das möchte ich ausdrücklich an dieser Stelle erwähnen, stellvertretend für alle, die Geld gegeben haben. Unsere Hauptsponsoren AUDI, SIMENS, KÜHNE-STIFTUNG, ROLEX, BWT. Aber auch dem Publikum möchte ich Danke sagen. Laut Statistik waren das in meiner Zeit ca. 6 Mio. Besucherinnen und Besucher, die einen großen Beitrag zu unseren Einnahmen beigetragen haben. 45% des Budgets kommen von den Einnahmen der Kartenverkäufe. Ein Dankeschön. Ein Dankeschön auch an die Politik die ebenfalls unterstützend immer mitwirkte“. Auch der Verein der Freunde der Salzburger Festspiele mit seinen ca. 6.600 Mitgliedern aus rund 60 Ländern ist unter seinem Präsidenten Heinrich Spängler zu einer der Hauptsäulen der Finanzierung geworden und feierte 2021 sein 60-Jahr-Jubiläum. Der Verein steuerte ebenso viel zum Festspielbudget bei, wie die Abgangsdeckungsträger Stadt, Land und Tourismusförderungsfonds. Die Salzburger Festspiele schaffen alljährlich direkt und indirekt eine Wertschöpfung in Salzburg von 183 Millionen Euro und in Österreich von 215 Millionen Euro“.

Das Programm der Salzburger Festspiele 2022

Die Abbildungen im Jahresprogramm wurden von der Künstlerin Rebecca Horn gestaltet, sie wurde auserwählt, weil ihr Spektrum ihres künstlerischen Ausdrucks mannigfaltig ist. 2008 zeichnete sich Rebecca Horn bereits für die Inszenierung und Ausstattung von Salvatore Sciarrinos Oper „Luci mie traditrici“ bei den Salzburger Festspielen verantwortlich.

Die Salzburger Festspiele 2022 werden mit 174 Aufführungen in 45 Tagen an 17 Spielstätten und zusätzlich noch mit 54 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ präsent sein.

4 neue Opern, die komplett neu inszeniert werden, sind keine Wiederaufnahmen, sondern absolut neu Einstudierungen. Es handelt sich hier zum einen um die Oper von Giacomo Puccini „IL TRITTICO“. Diese Oper wurde mitten im Ersten Weltkrieg geschrieben und seine Uraufführung fand am 14. Dezember 1918 in New York statt. Es war eine Zeit der Krise, in der alle Werte in Frage gestellt sind, erscheint möglicherweise einem Komponisten wie Giacomo Puccini DANTES Divina Commedia“ ein nicht ganz fernliegender Referenzpunkt, der Orientierung geben kann. „IL TRITTICO“ besteht aus drei Einaktern, die zunächst einmal keine Verbindung miteinander haben. Allerdings wird, wenn man sich in die Erzählstruktur hineinbegibt, ein übergeordnetes Koordinatensystem erkennbar.

Asmic Grigorian singt in allen drei Einaktern die Hauptrolle, Christof Loy inszeniert die Oper im Großen Festspielhaus. Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Premiere ist am 29. Juli 2022

Weitere Neuinszenierungen sind Béla Bartók „Herzog Blaubarts Burg“, Carl Orff „De Temporum fine Comoedia“, Leoš Janácek KÀTA KABANOVÁ und Giuseppe Verdi AIDA.

Zur Oper AIDA gab die Künstlerin Shirin Neshat bereits ihr Debüt 2017 bei den Salzburger Festspielen und 2022 wird sie diese Oper neu einstudieren. Alain Altinoglu übernimmt die Musikalische Leitung dieser Neueinstudierung im Großen Festspielhaus Elena Stikhina gibt die Rolle der Aida, Anita Rachvelishvili singt Amneris und Piotr Beczala singt die Rolle des Rademès. Luca Salsi ist als Amonasro zu erleben, Erwin Schrott als Ramfis und Roberto Tagliavini als II Re. Es musizieren die Wiener Philharmoniker und die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Premiere ist am 12. August 2022.

Auch das Schauspiel wird nicht zu kurz kommen. Das Gründungsstück der Salzburger Festspiele ist nicht nur zentraler Bestandteil der DNA der Festspielgeschichte, sondern auch als ein einzigartiges Phänomen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Es werden 8 Schauspielaufführungen geboten, natürlich darf der Klassiker „JEDERMANN“ nicht fehlen.

Ebenso hat die KONZERTREIHE ihren Schwerpunkt bei den Salzburger Festspielen. Seit 1921 – also bereits seit dem zweiten Festspielsommer – stellen Konzerte eine wichtige Programmsäule der Salzburger Festspiele dar, und sie entfaltenden zu jeder Zeit ein klangliches Kaleidoskop an Stilen, Repertoires und Gattungen.

Als Schluss will ich das Zitat von Nikolaus Harnoncourt, welches er als Kernsatz zum 75-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele anwandte hier ihnen noch präsentieren: „Die Kunst ist eine Sprache, die Verborgenes aufdeckt, Verschlossenes aufreißt, Innerstes fühlbar macht, die mahnt – erregt – erschüttert – beglückt. Die Kunst als Sprache, die alles kann, wenn sie nur will und wenn man sie lässt“.

ART Kunst im 21. Jahrhundert

Worum geht es in diesem Buch?

Kunst eine unendliche Geschichte? Teils, teils, in diesem Buch werden viele Themen bearbeitet, eines davon die „Internetgesellschaft und die Kunst“ wo sich der Epochenumbruch bemerkbar macht oder „Die Erneuerung der Kunst“ hier wird auch die Pandemie angesprochen, denn diese Pandemie hatte manches verändert, und zwar weltweit. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler beschäftigten sich in dieser Zeit verstärkt mit ihren Werken, die sie neu ohne Hetze erstellen konnten. Zugleich verlagerten sich viele Ausstellungen in den digitalen Bereich, die zur Überraschung aller Beteiligten ausgezeichnet funktionierte. Dies führte nun auch zu einer unaufhaltsamen Digitalisierung. Die jüngeren Künstlerinnen und Künstler kommunizieren ohnehin ihre Bilder schon länger elektronisch, bevor sie bei einer Galerie aufgenommen werden. Der Autor geht auch auf die Museen ein, denn auch diese müssen sich neu orientieren, denn die Kunst erlebt einen Epochenumbruch. Wie wandeln sich Malerei, Skulptur, Fotokunst und Video? Wie entwickelt sich die neue Öffentlichkeit für Kunst? Wie verändern sich Galerien, Museen und dergleichen? Was bedeutet die Globalisierung in der Kunst? Zum Schluss stellt der Autor noch die Frage „Wozu (noch) Kunst“ und seine Antwort: „Ganz einfach, weil sie Dinge leistet, die anders nicht geleistet werden können“. Die Kunst kann etwas leisten, denn sie macht Zeitepochen, Gesellschaftsveränderungen sichtbar.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer sich für Kunst generell interessiert, sollte dieses Buch lesen. Auch für Künstlerinnen und Künstler könnte es interessant sein, nämlich einen anderen Blick auf Kunst zu bekommen und wie Kunst von einem Außenstehenden (der zwar die Kunstszene als Ausstellungsmacher kennt aber nicht künstlerisch arbeitet und nur über Kunst berichtet) betrachtet wird.

DER AUTOR:

Robert Fleck, Jahrgang 1957, Historiker, Autor und Ausstellungsmacher, hat in Wien und Paris Geschichte, Philosophie (u.a. bei Gilles Delenze und Michel Foucault) und Kunstgeschichte studiert und in Innsbruck promoviert. Er gilt als einer der renommiertesten Ausstellungskuratoren.

Erschienen ist das Buch

2021 Verlag EDITION KONTUREN,Wien, ISBN 978-3-902968-69-2

Die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele

Kristina Hammer © Christina von Prohaska

Nun ist die Katze aus dem Sack! Die neue Nachfolgerin von Rabl-Stadler steht fest und heißt Kristina Hammer

Rückblick: Helga Rabl-Stadler war 26 Jahre lang die Präsidentin der Salzburger Festspiele. Als sie den Job antrat, wurde auch sie ins kalte Wasser geworfen, es gab auch des Öfteren Probleme mit dem damaligen Intendanten Gerard Mortier.  Sie entwickelte sich jedoch zu einer Persönlichkeit, die geerdet war, machtbewusst und kunstliebend. Sie sprach Klartext und konnte auch diplomatisch schweigen und verstand es, große Sponsoren an Land zu ziehen.

2020 wäre ihre letzte Saison „100 Jahre Salzburger Festspiele“ gewesen, sie entschloss sich jedoch, noch ein Jahr dranzuhängen und ließ den Vertrag bis Ende 2021 verlängern.

2020 das Jahr der großen Pandemie, wo Wirtschaft und Kultur zum Stillstand kamen. Helga Rabl-Stadler mit ihrem großen Optimismus schaffte es, dass die „100 Jahre Salzburger Festspiele“ in abgespeckter Form doch stattfinden konnten. Teil I im Jahr 2020 und Teil II sollte 2021 über die Bühne gehen, den sie auch mit Bravour über die Bühne zog. Helga Rabl-Stadler war eine außergewöhnliche Präsidentin mit viel Charme und Charisma.

Helga Rabl-Stadler sie war die Präsidentin der Salzburger Festspiele / Foto: © SF Kanizaj

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo man eine ebenbürtige Nachfolgerin finden musste, die auch die Salzburger Festspiele in Zukunft geschickt leiten kann. Es wird eine schwierige Aufgabe sein und das dominierte ÖVP Kuratorium muss die richtige Entscheidung treffen. 32 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich für die Nachfolge beworben.

Die Nachfolge von Helga Rabl-Stadler als Präsidentin der Salzburger Festspiele ist entschieden: Die Schweizer Marketingexpertin Kristina Hammer wurde heute Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz vom Festspiel-Kuratorium als erstgereihte Kandidatin von insgesamt 32 Bewerberinnen und Bewerbern vorgestellt. Video © Land Salzburg

Am 24. November 2021 war es so weit, aus den 32 Kandidatinnen und Kandidaten ging eindeutig eine noch unbekannte Kristina Hammer als Nachfolgerin von Helga Rabl-Stadler hervor. Kristina Hammer wird somit ab 1. Jänner 2022 die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele sein, ihr Vertrag läuft auf fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2026.

Was hat das Kuratorium von der Bewerbung von Kristina Hammer so überzeugt, dass sie zur Nachfolgerin gewählt wurde? Auszug aus der Presseaussendung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele nach der 263. Kuratoriumssitzung am 24. November 2021: „Die beeindruckende berufliche Karriere, das vorgestellte Konzept sowie ihre hohe internationale Expertise und Vernetzung haben das Kuratorium überzeugt, sich für Kristina Hammer auszusprechen“, betont Sektionschef Jürgen Meindl, Vorsitzender des Kuratoriums der Salzburger Festspiele, zur Stimmeneinhelligkeit des Gremiums im Bestellungsprozess. Mit der Entscheidung, Kristina Hammer zur neuen Präsidentin der Salzburger Festspiele zu bestellen, geht das Kuratorium einen bewussten Schritt zur weiteren Internationalisierung der Salzburger Festspiele, der Absicherung, Schärfung und des Ausbaues der besonderen Strahlkraft der Marke der Salzburger Festspiele und der Bereitschaft, neue Herausforderungen für die Salzburger Festspiele als weltbestes, klassisches Dreisparten-Festival in Angriff zu nehmen und zu meistern. Ihr erfolgreicher Berufsweg, ihre Integrationsfähigkeit, die lange Verbundenheit zu den Salzburger Festspielen sowie ihr kulturelles Engagement als Mitglied des Vorstandes der Freunde der Oper Zürich haben uns überzeugt“.

Es wird auf alle Fälle spannend, wie wird die Zusammenarbeit mit dem Intendanten Markus Hinterhäuser? Wird sie auch bestehendes Personal austauschen? Die bereits bewilligte große Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser stehen auf dem Plan, wie geht sie damit um?

Wird sie ebenfalls Charisma, Charme und Durchsetzungsvermögen haben? Fragen über Fragen, die wir Medien immer wieder aufgreifen werden.

Statement von Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Ich freue mich, dass wir mit Kristina Hammer eine würdige Nachfolgerin für Helga Rabl-Stadler gefunden haben, die mithelfen wird, die Salzburger Festspiele in ein neues Zeitalter zu führen“.  

Wir können nur hoffen, dass dieses Statement hält, was uns die Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer vermittelt.