HelmutKand – poetic surrealist

Chat-Interview mit dem Künstler Prof. Helmut Kand

Prof. Helmut Kand
„Mein Jahresrhythmus ist so,
dass ich mich nicht wohin sehen,
sondern dass ich immer schon dort bin“

Mein Chat-Interview mit dem Künstler Prof. Helmut Kand, kam dadurch zustande, weil ich durch Zufall auf LinkedIn über seine Arbeiten gestoßen bin. Von diesen Werken war ich so beeindruckt, dass ich unbedingt ein Chat-Interview mit Prof. Kand vereinbarte.

Seine Arbeiten entstammen dem Surrealismus, es ist der künstlerische Ausdruck einer geistigen Bewegung, die sich seit den 1920er Jahren als Lebenskunst gegen traditionelle Normen äußert. Prof. Kand als Visionär und immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas.

Prof. Helmut Kand „Kussbereites Magnetfeld am Kurs der Telepathie – Magnetic field expecting kisses on its telepathic course“

Seine Werke verleihen unglaubliche Kraft und Tiefe, eine Vielfalt an Farben verdichten sich und stellen sich in einen neuen Kontext.

Prof. Helmut Kand „Vom Kartographen geschöntes Luftbild
         aerial view beautified by the cartographer“
 

Linossiartstory: Wie fanden sie zur Kunst, was stand am Anfang ihrer Berufung zum Künstler?

Prof. Kand: Ich verbrachte eine unbeschwerte Kindheit in der Steiermark in einer Familie, die für Kunst sehr viel übrighatte. Mit 4 Jahren übermalte ich bereits ein halbfertiges Aquarell meines Vaters. Mit 13 richtete ich in einem stillgelegten Ziegelofen mit einem Freund mein erstes Atelier ein. Große Vorbilder waren Picasso, Braques und später Dali. Irgendwie war mein Weg schon in der Volksschule vorgezeichnet und jener setzte sich im Gymnasium und nachher an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei den Professoren A.P.Güterloh und Rudolf Hausner fort.

Prof. Helmut Kand „Allein sein ist nur schön, wenn man alleine ist
         being alone is only nice when you´re alone“

Linossiartstory: Erzählen Sie uns ein paar Worte über sich und was bewog Sie Künstler zu werden.

Prof. Kand: Wie bereits oben angeführt, war ich in jungen Jahren schon sehr mit Malerei beschäftigt, dann das Studium aber spannend, ich war erst 22, als ich in London in einer noblen Galerie in Mayfair eine Ausstellung hatte und dort durch eine öffentliche Bilderverbrennung großes Aufsehen erregte. Es gab weltweite Presseberichte, die London Times schrieb: „These paintings are the hottest thing in art“ Dann in Berlin drehten wir einen Film für das Underground Festival und eine ähnliche Aktion führte zu einem Skandal aber verhalf mir auch zu der erhofften Popularität.

Linossiartstory:  Mit 19 Jahren pilgerten Sie nach Spanien, um Salvador Dali kennenzulernen, trafen Sie ihn? Welchen Einfluss hatte Dali auf Sie?

Prof. Kand: Ja, per Autostopp nach Port Lligat um endlich den „Göttlichen Salvadore“ zu treffen. Unterwegs Pflastermalen in Nizza und Cannes und Saint Tropez.

Prof. Helmut Kand „Heißblütig badende Seelen
         hot-blooded bathing souls“

Linossiartstory: Sie sind viel gereist, was inspirierte Sie bei Ihren Studienreisen?  

Prof. Kand: Es war Neugier auf fremde Kulturen, Farben und Düfte.

Prof. Helmut Kand „Beteiligt bei dem was kommt
         involved in what do come“

Linossiartstory: Wenn man Ihre Arbeiten betrachtet, taucht man in eine Welt ein, die Geschichten erzählt und von der man sich nicht sattsehen kann. Ein Farbenrausch wird dem Betrachter entgegengeschleudert. Wie ist Ihre Vision, während Sie ein Bild entstehen lassen. Was ist die Inspiration während des Malprozesses?

Prof. Kand: Es sind Themen, die vollgepackt sind mit Fantasie. Sichtbar gemachte Innenweltlandschaften, Gedankenblitze und Meditatives, durch permanentes Reisen exotisch angereichert. Ein Anliegen der Surrealisten, die Grenzen zwischen Ding- und Traumwelt aufzuheben.

Prof. Helmut Kand „Postkarte an eine Horoskopgläubige
         postcard to a horoscope follower“

Linossiartstory: Wir leben im 21. Jahrhundert, wo sich alles im Internet abspielt, die Digitalisierung rasant voranschreitet und auch die Kunst sich immer mehr und mehr ins Netz verlagert. Man prophezeit das analoge Galerien früher oder später es nicht mehr geben wird. Wie betrachten Sie diese Verlagerung und wie wichtig sind für Sie Social-Media-Kanäle?

Prof. Kand: Digitalisierung, virtuelle Galerien, NFT… und was da sonst noch alles gibt und was noch kommt, soll sein. Die Malerei bleibt.

Linossiartstory:Welche Projekte bzw. Ausstellungen (Sie sind international bekannt und anerkannt) ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?

Prof. Kand: Museumsausstellungen in Melbourne, Lissabon, Santiago de Chile, Iquique, Valparaiso, Buenos Aires, Périgueux, Jakarta, Ottobeuren Teilnahme an wichtigen internationalen Kunstmessen wie zB. in Basel, New York, San Francisco, Los Angeles, Palm Springs Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum. Murals, Edelstahlskulpturen, sakrale Kunstwerke

Linossiartstory: Was bedeutet für Sie Erfolg?

Prof. Kand: Freiheit und sich für Nichts verantworten müssen

Linossiartstory: Der Virus COVID wütet seit 2 Jahren und hat 2020 die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Ihnen ergangen und wie gehen Sie mit diesem Zustand um?

Prof. Kand: Lebensfreude und duftende Erotik in den Bildern wie zB. im Zyklus „Kandiszucker“. Die SammlerInnen haben mich gerne im Atelier besucht.

Linossiartstory:  Herr Prof. Kand es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg.  

Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

www.kand.at

http://www.windknospe.com

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