Die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele

Kristina Hammer © Christina von Prohaska

Nun ist die Katze aus dem Sack! Die neue Nachfolgerin von Rabl-Stadler steht fest und heißt Kristina Hammer

Rückblick: Helga Rabl-Stadler war 26 Jahre lang die Präsidentin der Salzburger Festspiele. Als sie den Job antrat, wurde auch sie ins kalte Wasser geworfen, es gab auch des Öfteren Probleme mit dem damaligen Intendanten Gerard Mortier.  Sie entwickelte sich jedoch zu einer Persönlichkeit, die geerdet war, machtbewusst und kunstliebend. Sie sprach Klartext und konnte auch diplomatisch schweigen und verstand es, große Sponsoren an Land zu ziehen.

2020 wäre ihre letzte Saison „100 Jahre Salzburger Festspiele“ gewesen, sie entschloss sich jedoch, noch ein Jahr dranzuhängen und ließ den Vertrag bis Ende 2021 verlängern.

2020 das Jahr der großen Pandemie, wo Wirtschaft und Kultur zum Stillstand kamen. Helga Rabl-Stadler mit ihrem großen Optimismus schaffte es, dass die „100 Jahre Salzburger Festspiele“ in abgespeckter Form doch stattfinden konnten. Teil I im Jahr 2020 und Teil II sollte 2021 über die Bühne gehen, den sie auch mit Bravour über die Bühne zog. Helga Rabl-Stadler war eine außergewöhnliche Präsidentin mit viel Charme und Charisma.

Helga Rabl-Stadler sie war die Präsidentin der Salzburger Festspiele / Foto: © SF Kanizaj

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo man eine ebenbürtige Nachfolgerin finden musste, die auch die Salzburger Festspiele in Zukunft geschickt leiten kann. Es wird eine schwierige Aufgabe sein und das dominierte ÖVP Kuratorium muss die richtige Entscheidung treffen. 32 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich für die Nachfolge beworben.

Die Nachfolge von Helga Rabl-Stadler als Präsidentin der Salzburger Festspiele ist entschieden: Die Schweizer Marketingexpertin Kristina Hammer wurde heute Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz vom Festspiel-Kuratorium als erstgereihte Kandidatin von insgesamt 32 Bewerberinnen und Bewerbern vorgestellt. Video © Land Salzburg

Am 24. November 2021 war es so weit, aus den 32 Kandidatinnen und Kandidaten ging eindeutig eine noch unbekannte Kristina Hammer als Nachfolgerin von Helga Rabl-Stadler hervor. Kristina Hammer wird somit ab 1. Jänner 2022 die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele sein, ihr Vertrag läuft auf fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2026.

Was hat das Kuratorium von der Bewerbung von Kristina Hammer so überzeugt, dass sie zur Nachfolgerin gewählt wurde? Auszug aus der Presseaussendung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele nach der 263. Kuratoriumssitzung am 24. November 2021: „Die beeindruckende berufliche Karriere, das vorgestellte Konzept sowie ihre hohe internationale Expertise und Vernetzung haben das Kuratorium überzeugt, sich für Kristina Hammer auszusprechen“, betont Sektionschef Jürgen Meindl, Vorsitzender des Kuratoriums der Salzburger Festspiele, zur Stimmeneinhelligkeit des Gremiums im Bestellungsprozess. Mit der Entscheidung, Kristina Hammer zur neuen Präsidentin der Salzburger Festspiele zu bestellen, geht das Kuratorium einen bewussten Schritt zur weiteren Internationalisierung der Salzburger Festspiele, der Absicherung, Schärfung und des Ausbaues der besonderen Strahlkraft der Marke der Salzburger Festspiele und der Bereitschaft, neue Herausforderungen für die Salzburger Festspiele als weltbestes, klassisches Dreisparten-Festival in Angriff zu nehmen und zu meistern. Ihr erfolgreicher Berufsweg, ihre Integrationsfähigkeit, die lange Verbundenheit zu den Salzburger Festspielen sowie ihr kulturelles Engagement als Mitglied des Vorstandes der Freunde der Oper Zürich haben uns überzeugt“.

Es wird auf alle Fälle spannend, wie wird die Zusammenarbeit mit dem Intendanten Markus Hinterhäuser? Wird sie auch bestehendes Personal austauschen? Die bereits bewilligte große Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser stehen auf dem Plan, wie geht sie damit um?

Wird sie ebenfalls Charisma, Charme und Durchsetzungsvermögen haben? Fragen über Fragen, die wir Medien immer wieder aufgreifen werden.

Statement von Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Ich freue mich, dass wir mit Kristina Hammer eine würdige Nachfolgerin für Helga Rabl-Stadler gefunden haben, die mithelfen wird, die Salzburger Festspiele in ein neues Zeitalter zu führen“.  

Wir können nur hoffen, dass dieses Statement hält, was uns die Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer vermittelt.

DER (AUF) SCHREI

Ich als Künstlerin handle frei nach Edvard Munch, dessen berühmtestes Werk „Der Schrei“ ist und eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt. Entstanden 1893 hat nach 128 Jahren noch genau so seine Berechtigung.

DER (AUF)SCHREI experimental photo work by © Christa Linossi 2021 

In Anlehnung von Edvard Munch, habe ich den „(AUF) SCHREI“ neu inszeniert. Grund dafür war die Bankrotterklärung der österreichischen Regierung in Zusammenhang mit der Pandemie, die sie noch immer nicht unter Kontrolle hat. Mittlerweile haben wir den 4. Lockdown wo Geimpfte und Ungeimpfte wieder weggesperrt werden. Wirtschaft, Kunst- und Kultur wird wieder an die Wand gefahren.

Mittlerweile ist die Regierung draufgekommen, dass der einzige Ausweg aus dieser Misere die Impfung ist, und man hat sich ENDLICH entschlossen, eine Impfpflicht einzuführen. Natürlich wird es auch hier wieder AUFSTÄNDE geben.

EINFACH MAL NACHDENKEN!

Heute wird immer und über alles protestiert.

Aber wie viele Menschen lassen sich impfen, wenn sie in den Urlaub fliegen, hier denken sie keine Sekunde darüber nach ob gesund oder ungesund. Oder bei den vielen Medikamenten, die sie sich täglich in den Körper werfen.  

In den 50iger Jahren gab es automatisch Impfpflicht bzw. bei Pockenimpfung und Kinderlähmung und keiner wäre auf die Idee gekommen zu protestieren, es ging um ihre Gesundheit und Pocken war ebenfalls eine sehr schwere Krankheit.

Auszug aus: https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/impfungen/pocken-variola

Pockeninfektionen durch Impfen ausgerottet

Das Pocken ausgerottet sind, ist ein Erfolg der Impfung. Impfungen gehören zu den wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen der Medizin. Sie schützen vor schweren Infektionskrankheiten, die sogar tödlich verlaufen können. Ziel der WHO ist es, weitere schwere Infektionskrankheiten regional und in weiterer Folge auch weltweit auszurotten. Das ist jedoch nur dann erreichbar, wenn möglichst viele Menschen gegen bestimmte Krankheitserreger geimpft sind.

Ellen Harvey. The Disappointed Tourist

Wo?

Museum der Moderne Stadtansicht / Foto: Marc Haader

Museum der Moderne Salzburg

Die Ausstellung läuft bis 20. Februar 2022

Um Abstand von dem ganzen CORONA Wirrwarr, der zurzeit in Österreich und speziell auch in Salzburg läuft, Abstand zu bekommen, ist es am besten, man begibt sich ins Museum und genießt ganz einfach KUNST, weil es auch wieder eine Frage der Zeit ist, wie lange die Kunsteinrichtungen noch offen sein dürfen.

Ich besuchte in Ruhe die Ausstellung „The Disappointed Tourist“ von Ellen Harvey

Ellen Harvey, The Disappointed Tourist, Ausstellungsansicht Museum der Moderne Salzburg 2021 / Foto: Andrew Phelps

Wer ist Ellen Harvey? Ellen Harvey ist eine Konzeptkünstlerin, die aus Großbritannien stammt und in Brooklyn, NY, US lebt und arbeitet. Sie ist Absolventin des Harvard College, studierte an der Universität der Künste in Berlin. Harvey erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen für ihr Kunstwerke. Sie schuf in den USA großformatige Kunstwerke für den öffentlichen Raum. Ellen Harveys Werk wird umfassend in den USA und international ausgestellt und wurde 2008 in die Whitney Biennal aufgenommen.

Künstlerin Ellen Harvey / Foto: Manfred Siebinger

Die Präsentation in der Ausstellung gezeigten 20 Arbeiten ist in die drei Themenbereiche „Landschaft“, „Tourismus“ und „Spiegel“ gegliedert.

Museum der Moderne mit der Künstlerin Ellen Harvey „Room of Sublime Wallpaper“ Foto: Manfred Siebinger

In der Ebene 3 beginnt die Ausstellung und wenn man den Raum betritt, sticht einem gleich ein Raum im Raum ins Auge und in diesem Raum beginnt die Installation mit Spiegeln und einer Wandmalerei.

Ellen Harvey / Innenansicht „Room of Sublime Wallpaper“ Foto: Christa Linossi

Der Raum oder wie die Künstlerin es nennt: „Room of Sublime Wallpaper“ sieht man auf der linken und rechten Seite des Raumes eine gemalte Berglandschaft, es handelt sich hier um den Großen St. Bernhard, einen Pass in den Walliser Alpen, dessen Erscheinung zahlreiche Maler der Romantik beeindruckt hat. In diesem Raum sind an der Stirnwand Spiegeln installiert, die wiederum reflektieren das Bild des Passes in Richtung der Betrachterinnen. Diese Spiegel erschaffen wieder eine Reihe von „Gemälden“, die nicht dem Verkauf unterworfen sind, sondern als Kommentar zu unserer komplexen Beziehung zur Landschaft fungieren.  

Ellen Harvey/ Innenansicht „Room of Sublime Wallpaper“ Malerei St.Bernhard Foto: Christa Linossi

Im selben großen Ausstellungsraum befindet sich eines der wichtigsten Projekte von Harvey: The Mermaid: Two Incompatible Systems Intimately Linked (2019) ein 30,5 x 3,4m großes handgemaltes „Satellitenbild“ der Übergangszone zwischen Natur- und Kulturlandschaft vom Everglades National Park bis Miami.

The Mermaid: Two Incompatible Systems Intimately Linked (2019) ein 30,5 x 3,4m Ausstellungsansicht Museum der Moderne Salzburg 2021 / Foto: Andrew Phelps

Für diese Arbeit sollte man Platz nehmen und dieses Satellitenbild einfach nur betrachten. Durch dieses Betrachten des Rasters, entstehen immer wieder andere Blickwinkel, so kann man die Übergangszone zwischen Natur- und Kulturlandschaft bis zur Stadt Miami wahrnehmen.

Museum der Moderne Ellen Harvey „On the Impossibilitity of Capturing a Sunset / Foto: Andrew Phelps

Auf der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine Installation, mit dem Titel „On the Impossibilitity of Capturing a Sunset (in Margate)” die auf den ersten Blick nur verschiedene Formate, LED-Leuchten und Kabeln freigibt. Bei genauer Betrachtung erkennt man das es sich um eine Art von Tabletts und iPhones handelt. Genau gesehen sind es 45 handgravierte Acrylglas Spiegel und LED-Lichtpaneele.

Museum der Moderne Ellen Harvey „On the Impossibilitity of Capturing a Sunset / Foto: Andrew Phelps

In diesen Acrylglas Spiegeln findet man gezeichnet Abendlandschaft mit Schwerpunkt Vollmond oder sollte es eine Landschaft mit Sonne darstellen, dass lässt sich hier nicht so genau erkennen. Auf alle Fälle ist es eine Installation wo man mit seinen eigenen Gedanken, eigenen Interpretationen eintauchen und es wahrnehmen kann.

Ellen Harvey „Arcade/Arcadia / Foto: Christa Linossi

Fasziniert hat mich auch die Installation Arcade/Arcadia in dieser Installation befinden sich 34 handgravierte Acrylglas Spiegel auf LED-Lichtpaneelen wo sich wiederum Gebäude, Landschaften spiegeln, die nach dem berühmten Maler William Turner nachempfunden sind. Das Interessante daran ist, diese 34 Acrylglas Spiegel spiegeln sich auch ineinander in diesem Raum. Der Betrachter befindet sich dann ebenfalls in der Spiegelung wie man es auch auf einen meiner Fotos sehen kann. Somit ist auch der Betrachter ein Teil des Kunstwerkes. Jedoch ist der Titel der Installation ein Wortspiel zwischen dem englischen Wort „arcade“, Spielhalle und „arcadia“ dem unerreichbaren Mythos einer idyllischen unberührten Natur.

Ellen Harvey „Arcade/Arcadia Innenansicht / Foto: Christa Linossi

Auch ein Selfie Panorama befindet sich in der Ausstellung. Selfies sind doch der Renner in unserer heutigen Gesellschaft und hiermit schuf die Künstlerin in einer Serie von 36 Bildern, die auf Holztafeln in Öl- und Acrylfarbe gemalte Selfies. Jedoch ist wo sich normalerweise das Selfie befindet, Weiß geblieben und es ist nur die Landschaft oder die Stadt zu erkennen. Die Holztafeln sind jedoch einem Handy nachempfunden geworden.

Museum der Moderne Ellen Harvey SelfiePanorama / Foto: Etienne Frossard

In dieser Ausstellung gibt es noch weitere interessante Objekte und Arbeiten zu entdecken. Ich habe nur ein paar herausgegriffen. Ellen Harvey liefert mit ihren Werken kritische Kommentare zur Wahrnehmung von Kunst, zum sozialen Raum, den Kunst einnimmt und zur Rolle von Kunst als Spiegel der Gesellschaft.

https://www.museumdermoderne.at/

LIVE IS LIFE von OPUS

OPUS von li nach re: Kurt René Plisnier, Ewald „Sunny“Pfleger, Güntr Grasmuck, Herwig Rüdisser / Foto:© OPUS

Am 8. November 2021 konnte das Abschiedskonzert von OPUS im Großen Festspielhaus Salzburg noch durchgeführt werden, heute 9. November 2021 wurden sämtliche Veranstaltungen, trotz der 2G Regelungen aufgrund der neuen Infektionszahlen CORONA, gestrichen. Glück für OPUS

Großes Festspielhaus Opus sagt Goodby / Foto: Christa Linossi

Ich besuchte das Abschiedskonzert von OPUS pünktlich um 20 Uhr ging es im Großen Festspielhaus Salzburg nicht klassisch, sondern Pop mäßig zu. Die Band OPUS gab gleich von Beginn an mit ihrer Musik „Vollgas“.

Großes Festspielhaus Opus sagt Goodby / Foto: Christa Linossi

Zwischendurch erzählte Herwig Rüdisser (Vocals) dem Publikum einige „Geschichten“ zu der Band OPUS und sowie die Entstehung der Songs. An diesem Abend wurden viele Songs aus dem letzten entstandenen 16. Album „OPUS MAGNUM“ gespielt. Es sind Songs die bereits 20-30 Jahre irgendwo im Hintergrund ihr Dasein verbrachten und nie veröffentlicht wurden. Es ist ein Werk mit einem einerseits kreativen Future-Ausblick und einem andererseits mit vielen emotionalen Erinnerungen verbundenen History-Rückblick. 1980 erschien das erste Album „DAYDREAMS“.

Video OPUS

Natürlich wurden auch Klassiker wie „Walking on the air“, „Eleven“, „Flyin High“ und „Live is Life” gespielt. Das Publikum 55+ Großteils, swingte mit den Songs mit.

Großes Festspielhaus Opus sagt Goodby / Foto: Christa Linossi

 Kurze Story zur Gründerzeit der steirischen Band OPUS: Die zukünftigen Charts-Stürmer formierten sich 1973 in der Urversion: Kurt Rene Plisnier (Keyboard), Ewald Pfleger (Gitarre) und Exsängerknabe Walter Bachkönig (bass). Die damalige Garagenband spielte neben Coverversionen von Deep Purple und Colloseum, bis sie ihre ersten Eigenkomposition erprobt: „Opus Null“. Mit einem großen Repertoire an Rockversionen in der Tasche bestritten sie erste Konzert in Burgenland und der Steiermark. Erst mit Günther Grasmuck am Schlagzeug sind sie einen Schritt näher dem nachmals bekannt signifikanten Opus-Sound. Einen Meilenstein für die gesamt österreichische Musikszene stellte das von Opus 1978 organisierte Austria Rock Festival dar. Dies wurde zu einer Institution bis heute.

1984 feierte Opus ihr 11-Jahres-Fest im Oberwarter Stadion vor einigen tausend Fans, denen auch der neue Titel „Live Is Life“ gewidmet war. Genau dieser Song „Live is Life“ wurde zum Welthit. Opus in den Top OF The Pops/GB, Solid Gold/USA, MTV und anderen renommierten Musiksendungen und -sendern auf der ganzen Welt, war nun die Band Opus zu hören. Sie spielten im Hippodrom von Ibiza, am Bosporus, in Mittel- und Südamerika. In Kanada erhielten sie den begehrten Juno Award für die beste Sigle-Produktion des Jahres.

Die Band besteht aus 4 Personen:

Herwig Rüdisser (Vocals) Geboren am 8. 11. 1956 in Glödnitz, Kärnten. Seit 1978 Sänger bei Opus

Ewald „Sunny“ Pfleger (Guitar) Geboren 1955 in Ollersdorf, Burgenland. Seit 1973 und Gründer von Opus

Kurt René Plisnier (Keyboards) Geboren 1957 in Güssing, Burgenland. Seit 1972 Erste Band (OPUS-Vorläufer) mit Walter Bachkönig

Günter Grasmuck (Schlagzeug) Geboren 1957 in Fürstenfeld, Steiermark. Seit 1974 Mitglied bei Opus

Nun begibt sich die legendäre Band OPUS 2021 auf ihre Abschiedstour und sagt seinen Fans „OPUS SAGT GOODBYE“. Diese österreichische Band hatte einen unglaublichen nationalen & internationalen Erfolg und konnte mit ihrer Musik vielen Millionen von Menschen Freude bereiten. Eine Band die bei Fans sicher immer in Erinnerung bleiben wird.

Emotion

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series…“Freefall“ …A firework of emotions, a roller coaster ride with an unknown outcome!
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series…“Freefall“ …When feelings get hard as stone and then are in free fall.
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. „When the heart burns“ Love and pain are always next to each other, the heart aches with longing and you are helpless, at the mercy of pain. It burns like fire. In the hope that the water can put out this conflagration, but it is hopeless.

Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Fotokünstler Alexander Maria Lohmann / Foto: © Stephanie Maria Lohmann

Chat-Interview mit dem Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Bei der Vernissage Anfang Oktober 2021 in der Leica-Galerie, lernte ich den Fotograf Alexander Maria Lohmann kennen. Die künstlerischen Arbeiten von Alexander Maria Lohmann, überschreiten Grenzen unter widrigsten Bedingungen, um extreme Kontraste einzufangen. Seine Werke verleihen unglaubliche Kraft und Tiefe, er hält Stimmungen fest, verdichtet sie und stellt sie in einen neuen Kontext.

screaming silence I 007 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory: Ihre Ausstellung zeigt in der Galerie Leica in Salzburg zeigt eingefangene Fotografien (Syrien) extreme Kontraste und Grenzüberschreitungen zu dokumentarischer Rohheit, die Sie zu brechen versuchen, diese Aufnahmen stellen Sie dem Disneyland gegenüber. Was ist der Reiz darin?

screaming silence I 014 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Mein Interesse galt immer schon den Kontrasten mit viel Emotionen auf dem Bild oder Bild Paar zu zeigen. In der Ausstellung der Leica-Galerie kommt diese Gegenüberstellung zwischen Disneyland und Syrien sehr stark zum Ausdruck.

screaming silence I 007 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory:  Erzählen Sie uns ein paar Worte über sich und was bewog Sie Künstler zu werden.

Alexander Maria Lohmann: Ich bin ausgebildeter Fotograf und arbeitete in Tirol und Salzburg im Familienbetrieb. Nach meiner Lehre waren Auftragsarbeiten mein Schwerpunkt, im speziellen in der Hotellerie und auf diesem Gebiet, hatte ich die Chance weltweit unterwegs zu sein. Vor 13 Jahren begann ich mich mit Fotokunst auseinander zu setzen, dies wurde für mich ein wichtiger Bestandteil. Wirtschaftlich übernahm meine Tochter sämtliche Auftragsarbeiten und somit war ich hier auch nicht abhängig. Sie ist die vierte Generation in unserem Familienbetrieb. Somit ist der Familienbetrieb gesichert und ich kann mich vollkommen auf meine Kunst konzentrieren.

Linossiartstory: Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Alexander Maria Lohmann: Mein Großvater und Vater waren schon Fotografen und hatten ein Fotogeschäft in Obergurgl. So bekam ich als Fotografensohn die Fotografie schon in die Wiege gelegt. Es war auch logisch, dass ich das Geschäft eines Tages übernehmen sollte. Nach 13 Jahren als erfolgreicher Unternehmer ging ich jedoch dann einen anderen Weg und so begann meine Karriere als Kunstfotograf.

Linossiartstory: Was beeinflusst Sie und Ihre künstlerische Arbeit?

Alexander Maria Lohmann: Meine Vergangenheit und mein spannendes Leben, Kunst zu erschaffen, ist ein spannender und intensiver Fotoabzug, als der Moment, an dem das Foto entstanden ist.  

Linossiartstory:  Die Fotoarbeiten, die in der Leica Galerie ausgestellt sind, sind ausdrucksstark und regen zum Nachdenken an. Was war die Grundidee in ein Kriegsgebiet zu reisen und dort Aufnahmen zu machen, die eigentlich nur Zerstörung zeigen, aber kein Kriegsgeschehen? Keine Toten, keine Kriegsmaschinerie….

screaming silence I 021 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Ich bewege mich sehr häufig in der industrialisierten westlichen Welt. Somit sind viele meiner Projekte ganz anders entstanden, Löwen im Coliseum, urbane Städte oder in Regenwäldern was noch nie zuvor betreten wurden. Es ist auch ein Ausbrechen aus unserer überzivilisierten Welt und so reise ich gerne in Länder und Regionen, die eigentlich keiner sehen will. Die Bilder von Bomben und Toten aus Kriegsgebieten sind Bilder, die wir aus den Medien kennen und genau dies ist für mich zu oberflächlich. Ich denke daher, wenn man Fotos ein paar Schritte neben der Bombe macht oder nach einem gewissen Zeitraum erst das Bild anfertigt, wird die wahre Situation präsent, in der sich auch Menschen befinden. Es sind die Überreste von dem, was sich Menschen einander antun. Es ist auch ein Respekt den Menschen gegenüber, diese Menschen nicht blutverschmiert zu fotografieren. Jeder Mensch hat eine Würde.

screaming silence I 005 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory: Eine Fotoarbeit regt insofern zum Nachdenken an, ein Verkaufsstand im Disneyland und ein Verkaufsstand vor einer Ruine in Syrien. Es ist dies der krasse Unterschied, von der abgehobenen künstlichen Welt in Paris und dem zerstörten Allepo.

screaming silence I 014 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Das schöne und spannende an diesem grausamen Spiel (Kriegszerstörung) ist, dass Stunden nach den Anschlägen weiter geht, es kann nur weitergehen und man macht aus der negativen wieder eine positive Situation entsteht.

screaming silence I 004 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory:  Nehmen Sie auch an Symposien für Fotografie teil? Was bringt dies dem Fotografen/Künstler (Austausch, Erfahrung) 

Alexander Maria Lohmann: Nein, ich denke, dass mir eine Syrien Reise weit mehr an Erfahrung geben kann, als ein Symposium bei dem tausend Menschen dasselbe hören.

Linossiartstory:  Inwiefern ist die Vernetzung über Social Media heute für den Fotografen/Künstler wichtig?

Alexander Maria Lohmann: Sehr wichtig! Dennoch arbeite ich daran, dass ich dieser ganzen „unsinnigen und verblödeten Welt“ irgendwie entfliehen kann und dennoch erfolgreich bin und bleibe.

Linossiartstory:Welches deiner Projekte ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?

Alexander Maria Lohmann:  Von vielen Reisen ist es Syrien. Nirgends sonst war der Schauplatz so unfassbar laut und nirgends sonst war es so ruhig wie in den zerbombten Ruinen. Deshalb auch der Titel „Screaming silence“

Linossiartstory: Was bedeutet für Sie Erfolg?

Alexander Maria Lohmann: Als Fotograf und Privat das machen zu können, was einem wichtig ist. Gesundheit ist ein wichtiger Faktor und Geld aufgrund der hohen Kosten (Reisen, Material)

Linossiartstory: Der Virus COVID 19 hat auch die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Ihnen ergangen und wie sieht die Zukunft aus.

Alexander Maria Lohmann: Ich bin froh, dass ich diese Pandemie wirtschaftlich gut überstanden habe, obwohl es ein harter Brocken war. Doch Covid hatte auch eine positive Seite: ich konnte mich der Malerei widmen, welche mir auch sehr am Herzen liegt. 

Linossiartstory: Wo würden Sie am liebsten in Europa für immer Stationiert sein?

Alexander Maria Lohmann: Obergurgl ist für mich perfekt und sonst nirgends

Linossiartstory: Ihre Arbeiten waren auch schon in den USA und in Europa oft ausgestellt:

Alexander Maria Lohmann: Ja korrekt, und zwar: ART BASEL, Miami USA, A&D Gallery London, ART Innsbruck Österreich, Gallery Art Nou mil. Lenni Barcelona, ART FAIR Amsterdam, Red Bull Hangar-7 Salzburg, Kunsthalle Arlberg 1800, Arlberg und aktuell: Leica-Galerie in Salzburg.

Linossiartstory:  Herr Lohmann es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg.  

Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

www.alexandermarialohmann.com

ABENTEUER BERG FILM 2021 im DAS KINO Salzburg

Flyer Bergfilmfestival

Was hat das Bergfilmfestival auf meinem Kunstblog zu suchen? Sehr viel, ist es nicht immer wieder eine Gratwanderung am Gipfel und in der Kunst? Es ist eine Gratwanderung, mit allen Höhen und Tiefen.

P4 ZERO GRAVITY 1 Foto: (C) Sebastian Weingart.jpg

2020 ist das Festival dem Corona-Virus zum Opfer gefallen, aber 2021 will man es mit einem gut durchdachten (Corona) Konzept über die Bühne bringen. Die Eröffnungsfeier findet am 10. November 2021 in Hallein im Stadtkino statt. Bei der Eröffnung gibt es den Vortrag mit Alexander Huber „Die Steile Welt der Berge“, den Alpinismus, wie ihn die bayrischen „Huber-Buam“ Thomas und Alexander verstehen, der Weg ist das Ziel.

So wird Alexander Huber bei der Eröffnung von den stärksten Momenten seines Kletterlebens, aber auch darüber, wie sich mit dem Alpinismus das Bild der Berge in den Köpfen der Menschen gewandelt hat, erzählen.

V1 Alexander Huber am Mount Asgard Foto: (C) Huberbuam

Martin Hasenöhrl Mitorganisator des Bergfestival ( im dreier Team: Martin Hasenöhrl, Thomas Neuhold, Bernhard Flieher) erwähnte, das absolut preisgekrönte Berg- und Abenteuerfilme aus zwölf Ländern, darunter fünfzehn Österreich-Premieren präsentiert werden. Insgesamt sind es 24 Filme aus 12 Ländern von Kanada bis Australien. Sein Statement: Pandemie hin oder her, es ist einfach wieder schön sich live bei den Veranstaltungen treffen zu können.

Beim diesjährigen Bergfestival werden heuer auch starke Frauen (die Frauenquote war in Vergangenheit sehr gering) ihre Stärken im Film und am Berg beweisen. Es werden beim Bergfestival nicht nur spannende Filme gezeigt, sondern es wird auch darüber gesprochen, gelesen, diskutiert und gefeiert . Einfach ein Allroundprogramm das Berg und Abenteuer betrifft.

P2 CHOLITAS am Aconcagua Foto: (C) Agencia Freak

So werden zum Beispiel Themen behandelt wie „20.000 Meter unter der Erde“ das brisante Thema von 2014 als ein Höhlenforscher Johann Westhauser am Untersberg/Salzburg, der durch einen Steinschlag in 1000m Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und tagelang in Lebensgefahr schwebte. Es war die spektakulärste Rettungsaktion, an der mehr als 700 Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien beteiligt waren. Millionen von Menschen verfolgten diese spektakuläre Rettung im Fernsehen und im Internet. Im Film kehrt Johann Westhauser an den Ort zurück, wo das Unglück seinen Lauf nahm, zur RIESENDINGHÖHLE am Untersberg.

V4 Georg Zagler Untersberg 3 Foto: (C) Zagler

Ein Film der Superlative ist „La Liste II – Alles oder nichts“ STEIL HINUNTER, SO SCHNELL, WIE’S GEHT. Zu den höchsten Gebirgen der Welt brachen Heitz und sein Partner Sam Anthamatten für ihre Versuche auf, sich von Gipfeln von über 6000 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen. Eine Entwicklung des Steilwandskifahrens mit atemberaubenden Bildern und Interviews sind Schwerpunkt dieses Films.

P3 EARN YOUR TURN 4 Foto: (C) Arthur Ghilini

Mit dem Fahrrad von Wien nach Nizza, „Unter den schweren Tränen des Himmels“ ein Film mit Jana Kesenheimer. Daraus wurde der Film „Three Peaks & In Between“ der im Das Kino seine österreichische Kinopremiere erlebt. Es ist eine Strecke 2000 Kilometer, einmal über und entlang der Alpen mit drei Fixpunkten: die Edelweißspitze am Großglockner, den Col du Sanetsch und den Mont Ventoux. Geschlafen wird auf Holzbänken oder an Bushaltstellen. Nach sieben Tagen, einer Stunde und 17 Minuten war Kesenheimer in Nizza. Der Film wird deshalb spannend sein, weil eine Frau diese Strecke bewältigt. Die Frau das schwache Geschlecht, kann aber sehr stark sein.

G3 THREE PEAKS AND IN BETWEEN 3 Foto: (C) Nils Laengner

Viel Spannung verspricht der Vortrag 5: Eiger-Odyssee durch die Eiger-Nordwand, ebenfalls mit einer Frau. Barbara Zangerl wird von den Medien schon einmal das Attribut „das ultimative Dark Horse im Klettern“ umgehängt. Barbara Zangerl und Jacopo Larcher gelang es in vier Tagen und Nächten in der Eiger-Nordwand die „Odyssee“ frei zu klettern. „Odyssee“ ist eine der neuesten Routen in jenem Teil des Eigers, der am stärksten überhängt.

V5 Barbara Zangerl 8 Foto: (C) Zangerl

Den Besucher*innen wird eine Vielfalt von Abenteuern und Bergerlebnissen diesmal präsentiert. So werden auch zwei neue Bücher vorgestellt: Andreas Praher „Österreichs Skisport im National-Sozialismus“ und das Buch von Peter Wörgötter „Fünfmal 8000. Mein Leben mit den Bergen“.

P6 WAND DER SCHATTEN 2 Foto (C) Sergey Nilov

https://www.daskino.at/festivals/27-bergfilmfestival-2021/

So spannend wie Kunst, kann auch das Abenteuer Berg sein und es ist in beiden Bereichen immer wieder eine Gratwanderung.

OSLO und sein neues MUNCH Museum – Ein Museum für die Zukunft!  

Nye MUNCH i Bjørvika. Foto: Adria Goula

Oslo eine dynamische und pulsierende moderne Großstadt hat ein neues Museum hinzubekommen. Das MUNCH Museum. Oslo gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Europas. Sie finden hier innovative Architektur, Museen und Vierteln über die pulsierende Mode-, Kunst und Musikszene.

The new MUNCH in Bjørvika will open October 22. Photo by Guttorm Stilen Johannesen

Nun am 22. Oktober 2021 wurde das neue MUNCH Museum feierlich eröffnet. Dieses Museum ist auf großartige Kunsterlebnisse zugeschnitten. Das Gebäude wurde vom spanischen Architekturbüro Estudio Herreros entworfen.

Das neue Museum bietet auf 13 Etagen Kunst und Kultur und inspiriert alle, die Munchs Leben und Kunst hautnah miterleben wollen. Dieses Museum ist weltweit eines der größten Museen, die einem einzigen Künstler gewidmet ist, zur Eröffnung gibt es 7 Eröffnungsausstellungen mit insgesamt über 410 Munch-Werken. Das MUNCH beherbergt zusätzlich auch Sammlungen, die der Stadt Oslo von Rolf Stenersen, Amaldus Nielsen und Ludvig Ravensberg geschenkt wurden.

MUNCH Monumental Interior Photo by Einar Aslaksen

Der Künstler EDVARD MUNCH: Er war ein norwegischer Maler und Grafiker, geboren am 12. Dezember 1863 in Ådalsbruk, Norwegen, gestorben am 23. Januar 1944, Oslo, Norwegen. Munch gehört zu den berühmtesten Künstlern der Jahrhundertwende. Das berühmteste Werk ist „Der Schrei“ und ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt. Mit den weiteren Werken wie „Madonna“ und „Die Sünde“ ging es vom Symbolismus zum Expressionismus über.

Munch_Museum / Photo by Einar_Aslaksen

Der Symbolismus bezeichnet eine Kunstströmung der Malerei und Bildhauerei, die in sehr unterschiedlichste Stilrichtungen vertreten sind. Hochphase des Symbolismus war in der Zeit zwischen ca. 1880 und 1910. Die Kunst des Expressionismus zeichnet sich durch ihren freien Umgang mit Farbe und Form aus und die Farbgebung ist oft ungemischt und plakativ-provokant.

The Scream_Fargestift, flere farger_1893_License: Media Use By: @Munchmuseet
Video by Munch Museum
Video by Munch Museum

Das MUNCH Museum wird nicht nur Edvard Munch präsentieren, sondern wird auch mit Sicherheit ein Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen werden.

https://www.munchmuseet.no/en/

ARNULF RAINER – BIENNALE VENEDIG 1978

in der Galerie Ropac Salzburg

Arnulf Rainer, geboren am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien feiert am 8. Dezember 2021 seinen 92. Geburtstag. Dies ist ein Grund dem österreichischen Künstler eine Ausstellung zu widmen.

Galerist Thaddaeus Ropac mit dem Künstler Arnulf Rainer / Foto: © Christa Linossi

Die Galerie Ropac präsentiert historische Werke von Arnulf Rainer, die erstmals 1978 auf der 38. Biennale von Venedig gezeigt wurden. Es zeigt eine Auswahl von 35 Werken aus der Serie „SELBSTDARSTELLUNGEN“ Hand- und Fußmalerei inbegriffen, die er in seiner kompromisslosen Erkundung neuer Ausdrucksmöglichkeiten entwickelte. Es sind radikale künstlerische Konzepte, wodurch er zu einem der einflussreichsten Künstler der Nachkriegszeit avancierte.

Fotografie Porträts Übermalungen Arnulf Rainer / Foto: © Christa Linossi

Ab 1969 entstehen Rainers fotografische Porträts mithilfe eines Fotografen in sogenannten „Fotoséancen“ und umfassen in Folge oft auch die Bewegungen seines ganzen Körpers. Es ist eine Herangehensweise der Performance, die es Rainer ermöglichte, akzentuierte Selbstinszenierung, aber auch eine symbolische Veränderung, Verletzlichkeit und Selbstzerstörung zu praktizieren. Die Fotografien bearbeitete er anschließend auf unterschiedlichste Weise: teilweise wurden sie mit roter, schwarzer Farbe und einer Spur Gelb bearbeitet, die Übermalung drückt einen Zorn auf die Figur aus. Eine andere Arbeit, die Rainer mit nacktem Oberkörper zeigt, wird von schwarzen und roten kräftigen Strichen in eine Art Umkreisung gezwungen. Teilweise werden die Portraits mit Farbe so verändert, dass ein Ausdruck entsteht, der zu analysieren wäre. Auch Psychologie dürfte in seinen Arbeiten eine Rolle spielen.

Fotografie Porträts Übermalungen Arnulf Rainer / Foto: © Christa Linossi

Die Selbstdarstellungen dienen dem Künstler zur Erkundung existenzieller Überschreitungen und der Beschäftigung mit seinem eigenen Abbild.

Fotografie Porträts Übermalung mit Arnulf Rainer / Foto: © Christa Linossi

Kurz über den Künstler: 1940-1944 besuchte er die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Traiskirchen in Niederösterreich und verlässt die Schule 1944, weil er gezwungen wurde nach der Natur zu zeichnen. Er beschließt von diesem Zeitpunkt an Künstler zu werden.

1950 gründete er zusammen mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Arik Brauer, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Josef Mikl die „Hundsgruppe“, mit denen er 1951 zum ersten und auch zum letzten Mal ausstellte.

1951 fährt er gemeinsam mit Maria Lassnig nach Paris, wo er auch die Künstler Pollock und Riopelle kennenlernt. Deren Stil fließt auch teilweise in seine Bilder ein. Otto Breicha (Kunsthistoriker und Publizist) nennt Arnulf Rainer einen „Möchtegernsurealisten“.

1953 beginnt bereits die Vorstufe für seine Übermalungen von fremden und eigenen Werken. Anstatt das zugrundeliegende Werk zu vernichten, entstanden die Übermalungen im Dialog mit den vorhandenen Motiven und werden durch sie inspiriert.

Nach seiner Teilnahme an der Biennale von Venedig wuchs Rainers internationales Ansehen und seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt.

Künstler Arnulf Rainer mit ART-Bloggerin Christa Linossi / Foto: © Manfred Siebinger

https://ropac.net/

Im Jahr 2006 wurde seitens der Stadt Baden der Entschluss gefasst, das architektonische Juwel des ehemaligen Frauenbades in Baden als Museum den in Baden bei Wien geborenen Künstler Arnulf Rainer zu widmen. 2009 wurde das auf höchstem technischem und ästhetischem Niveau adaptierte Arnulf-Rainer-Museum eröffnet.

Außenansicht © Arnulf Rainer Museum Foto: Wolfgang Thaler

Ein architektonisches Juwel dieses ehemalige Frauenbad, erste urkundliche Erwähnung des Frauenbades war im Jahr 1357. Nach einem lokalen Stadtbrand 1812, bei dem die alte Frauenkirche und das Frauenbad zerstört wurden, wurde das Bad auf ausdrücklichem Wunsch des Kaisers sofortig wieder aufgebaut, und zwar basierend auf einem 1821 ausgeführten Entwurf von Carles de Moreau, einem der führenden Architekten des französischen Klassizismus. 

https://www.arnulf-rainer-museum.at/

Das war die Frankfurter Buchmesse 2021 mit einem Neustart der Buchbranche

Frankfurter Buchmesse 2021 / Foto: Marc Jacquemin
Frankfurter Buchmesse 2021 Foto: Marc Jacquemin

Die 73. Frankfurter Buchmesse 2021, ist wieder Geschichte (20.-24.Oktober 2021). Dieses Jahr setzte die Frankfurter Buchmesse für die Kulturbranche ein wichtiges Zeichen in der Pandemie.

Frankfurter Buchmesse 2021 / Foto: Marc Jacquemin

Durch ein umfangreiches Hygienekonzept konnte sich das Fach- und das Privatpublikum unter dem Motto „Re: connect“ sicher wieder begegnen. 36.000 Fachbesucher*innen aus 105 Ländern und 37.500 Leser*innen aus 85 Ländern hat die Frankfurter Buchmesse 2021 als eine der ersten großen Präsenzveranstaltungen der internationalen Buchbranche erreicht.

Direktor der Frankfurter Buchmesse JUERGEN BOOS / Foto: Marc Jacquemin

Statement von Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse: „Die 73. Frankfurter Buchmesse markiert nach 18 Monaten einen Neubeginn und hat angesichts der weltweit geltenden Reisebeschränkungen unsere Erwartungen weit übertroffen. Dies zeigt, wie resilient und kreativ unsere Branche ist. Viele Aussteller*innen und Fachbesucher*innen äußerten sich sehr zufrieden über die Qualität der Gespräche. Man konnte die Wiedersehensfreude in den Hallen förmlich spüren. Mit unserem digitalen Fachprogramm haben wir eine Brücke zu Teilnehmer*innen geschlagen, die in diesem Jahr nicht reisen konnten“.

Frankfurter Buchmesse 2021 Pressekonferenz / Foto: Marc Jacquemin

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021, war heuer Kanada und es präsentierte sich unter dem Motto „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ mit seiner einzigartigen Vielfalt. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Gelegenheit hatten, unsere Literatur, Kunst und Kultur mit unseren deutschen Freunden und dem Rest der Welt zu teilen. Kanada ist ein Land mit vielen verschiedenen Stimmen, und wir sind uns sicher, dass unser Ehrengastauftritt diese Singular Plurality unseres Landes in den Fokus gerückt hat und die einzigartige Vielfalt, in der wir unsere Unterschiede annehmen und feiern. Mit dem Abschluss unserer zwei Ehrengastjahre beenden wir nun dieses unerwartet lange Kapitel der Frankfurter Buchmesse, und können es kaum erwarten zu sehen, was Spanien im nächsten Jahr für uns bereithält“ resümiert S.E. Steven Guilbeault, Minister für kanadisches Kulturerbe, den außergewöhnlichen Ehrengastauftritt Kanadas.

Alle Gespräche, die an den Messetagen auf der ARD-Buchmessen Bühne stattgefunden haben, sind in der ARD-Mediathek auch im Nachhinein verfügbar. Auch auf dem YouTube-Kanal der Frankfurter Buchmesse finden sich zahlreiche Inhalte der Messewoche für die Rückschau.

Frankfurter Buchmesse 2021 Übergabe GastRolle an Spanien / Foto: Marc Jacquemin

In einer feierlichen Zeremonie mit dem Buchmessedirektor Juergen Boos übergab Caroline Fortin, Vorsitzende des Ehrengastkomitees CanadaFBM 2020/21, die GastRolle an Maria José Gálvez, Generaldirektorin Books and Reading Promotion der spanischen Regierung.