When the soul is burning

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experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable.  The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water
 
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul Teil 2

Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

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timetablede

                                      

Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

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Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

DAS LITERATURFEST Salzburg 2022 Anfang und Ende!

Eröffnung Literaturfest, Salzburg Foto: © Christa Linossi

Die Eröffnung des 14. Literaturfest Salzburg wurde in der SZENE Salzburg mit viel Publikum am 18. Mai 2022 eröffnet und endete am 22. Mai 2022 mit viel Applaus.  

Eröffnung Literaturfest, Salzburg „Feiern wir die Vielfalt der Literatur“, Josef Kirchner und Teresa Präauer / Foto: © Erika Mayer

Das Literaturfest wurde heuer von drei Autor*innen und drei Musiker*innen eröffnet und es erfolgten viele Veranstaltungen rund um die SPRACHE / LITERATUR.

Bei der Eröffnungsfeier trat der Schauspieler und Sänger Gerald Votava (Gitarre) mit Walther Soyka (Knopfharmonika) und Maria Petrova (Schlagzeug) auf. Gerald Votava vertonte einige der letzten Gedichte von Christine Nöstlinger, die sie in ihrem Leben geschrieben hat. Mit Hingabe und feiner Melancholie sang Walther Soyka diese vertonten Gedichte und wurde von Walther Soyka und Maria Petrova begleitet.

v.l.n.r. Schlagzeugerin Maria Petrova, Sänger Gerald Votava, Walther Soyka mit Knopfharmonika/ Foto: © Erika Mayer

Aus ihren Büchern lasen folgende Autoren bei der Eröffnung:

Franz Hohler, der Schweizer Schriftsteller und auch sehr bekannt als Kabarettist. 2008 wurde für sein Lebenswerk mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. Franz Hohler las aus seinem Buch „Der Enkeltrick“. Franz Hohlers Erzählungen handeln oft von merkwürdigen Begebenheiten. Es war eine Lesung wo viel heiteres und viele zum schmunzeln veranlasste und sich so mancher dachte, dieses Buch „Der Enkeltrick“ muss ich haben. Das Publikum bedankte sich mit einem großen Applaus.

Franz Hohler, Foto: © Manfred Siebinger

Dana Grigorcea, ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin. Sie las aus ihrem Roman »Die nicht sterben« Schaurig, tiefgründig, archaisch: Ein atemberaubend atmosphärischer Roman über Rache und Extremismus und die Sehnsucht nach der starken Hand, nach einem gestrengen, grausamen Richter – wie Dracula. Dana Grigorcea wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

Dana Grigorcea / Foto:Foto: © Erika Mayer

Norbert Gstrein, ist ein österreichischer Schriftsteller, geboren in Tirol. Für seinen Roman „Der zweite Jakob“ erhielt er sogar drei Literaturpreise: 2021 den Düsseldorfer Literaturpreis, den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Buchpreis. Er las aus seinem jüngst erschienenen, trickreichen Roman „Der zweite Jakob“ Norbert Gstrein schreibt einen Roman, der mitreißende, große Kunst ist und es handelt von dem Schauspieler Jakob „Natürlich will niemand sechzig werden.“ Damit beginnt Jakobs Lebensgeständnis.

Norbert Gstrein / Foto:Foto: © Erika Mayer

v.l.n.r. Maria Petrova, Gerald Votava, Walther Soyka, Norbert Gstrein, Dana Grigorcea, Teresa Präauer, Franz Hohler und Josef Kirchner Foto: © Erika Mayer

Die eine oder andere Veranstaltung des Literaturfestes lockte, so begab ich mich auf die Suche, was noch interessant sein könnte und wurde fündig:

„ENDLICH VERGESSEN“ ist jetzt nicht mein Motto, sondern dies ist ein Ausspruch eines Buches von Yvonne Zitzmann, die im Gespräch mit Teresa Präauer, Passagen aus ihrem Buch las und einen Einblick in ihrem Roman im Dialog mit Präauer führte und so sichtbar machte, was der Hintergrund dieses Titels auf sich hatte. Dieser außergewöhnliche Debütroman „TAGE DES VERGESSENS“ beruht auf Berichten über Forschungen in der DDR und wirft medizinische, ethische und letztlich auch gesellschaftliche Fragen auf.

Schriftstellerinnen Yvonne Zitzmann und Teresa Präauer, Lesung in der Rupertus Buchhandlung / Foto: © Christa Linossi

Ein kurzer Auszug: „Eine außereheliche Affäre, die Last frühen Ruhms, die Schuldgefühle eines KZ-Überlebenden – glücklich ist, wer vergisst! Sieben Personen melden sich als Probanden für ein neues Medikament, das das gezielte Vergessen der eigenen Vergangenheit ermöglichen soll. Doch bereits nach wenigen Tagen läuft die Studie aus dem Ruder…“

Bei diesem Roman (es ist eine fiktive Geschichte) stellt sich auch die Frage, würden wir so eine Pille wirklich benötigen? Würden wir gerne alles „Vergessen wollen“? Ich denke, nein, den Erinnerungen haben auch was Positives und dienen der Weiterentwicklung. Es war eine Lesung, die auch zum Nachdenken anregte.

Mein Drang nach Literatur führte mich auch in DAS KINO, wo zurzeit die Stefan-Zweig-Filmreihe präsentiert wird. Ich suchte mir den Film GRAND BUDAPEST HOTEL aus. Worin geht es um diesen Film? Ging es um Stefan Zweig? Es ergibt keine Verfilmung eines bestimmten Textes von Stefan Zweig, sondern es entstand ein kunstvolles Erzählgeflecht aus dem Geiste seiner Literatur, die sich der US-amerikanische Wes Anderson (*1969, Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur) zu Nutze machte und daraus den Film „Grand Budapest Hotel“ (2014 erschien der Film) drehte. Wes Andersons Werke sind Kult. „Grand Budapest Hotel“ ein faszinierender Film mit vielen überraschenden Wendungen und raffinierten Anspielungen.


20th Century Studios DE

Man könnte den Film auch als Teil einer Satire sein mit schrillen Farben, exzentrischen Kostümen und majestätischen Gebäuden.

Das Literaturfest Salzburg endete mit einem Lyrikmatinee im Marionettentheater Salzburg und wurde von den Flöten-Improvisationen von Norbert Trawöger (= künstlerischer Direktor des Bruckner Orchesters Linz) getragen, die er als „Luftikusse“ betitelte.

Marionettentheater Salzburg, Norbert Trawöger / Foto: © Christa Linossi

Wenn Ulrike Almut Sandig ihre Gedichte liest, schwingt Poesie mit, begleitet  wurde sie von Trawögers Flöten-Improvisationen. Schlicht, fantastisch und liedhaft erzählend so brachte sie ihre Lesung an das Publikum. Auch als Prosa-Autorin machte sie sich einen Namen. Mit ihrem sicheren Sprechrhythmus gewann sie den internationalen Lyrikpreis Meran sowie den Roswitha-Literaturpreis 2021. Ulrike Almut Sandig ist die wandlungsfähigste und vielfältigste Schriftstellerin, die die deutschsprachige Gegenwartsliteratur derzeit hat.

Marionettentheater Salzburg, Autorin Ulrike Almut Sandig und Norbert Trawöger / Foto: © Christa Linossi

Sarah Berger eine deutsch-rumänische Schriftstellerin, Fotografin und Performancekünstlerin las Alltagsnotizen aus Match Deleted Tinder Shorts. Tinder Shorts sind ein von der Autorin erfundenes Genre sehr kurzer Texte über die Liebe in Zeiten des Datings, alte und neue Probleme mit Sprache, Nähe, Erwartungen und Projektionen.

Marionettentheater Salzburg, Schriftstellerin Sara Berger Foto: © Christa Linossi
v.l.n.r. Ulrike Almut Sandig, Frieda Paris, Sarah Berger und Norbert Trawöger / Foto: © Christa Linossi

Das Literaturfest mit seinen spannenden Lesungen, Filmen, literarischen Spaziergängen ist wieder Geschichte. Es war eine interessante Zeitreise des 21. Jahrhunderts durch die Literatur und dessen Sprache.

Irgendwann haben alle wieder ihr Ziel erreicht, selbst die, die keins hatten. (Zitat von Jovana Reisinger. Spitzenreiterin)

CURTAIN WALLS & RAUTEN SYMPHONIE

Thomas Hörl

Künstler Thomas Hörl / Foto: © Christa Linossi

Ausstellung im Kunstraum pro arte Hallein

Künstler Thomas Hörl CURTAIN WALLS / Foto: © Christa Linossi

Ich verfolge Thomas Hörl schon eine lange Zeit. Aufgefallen ist er mir das erste Mal im VOLKSKUNDE MUSEUM | MONATSSCHLÖSSL HELLBRUNN Salzburg, wo er eine bühnenartige Installation des Bedeutungswandels des „Tresterertanzes“ inszenierte. Dann verfolgte ich ihn beim steirischen herbst in Graz „Dämonische Leinwände II – Arrival (2018) und im Vorjahr (2021) am Großglockner mit der Installation und dem Film „Serpentine a touch of heaven (and Hell)“.

Thomas Hörl frühere Arbeiten / Foto: © Christa Linossi

2022 findet nun eine neuerliche interessante Ausstellung im Kunstraum pro arte in Hallein statt. Hier präsentiert er einen seiner aktuellen Filmarbeit mit dem vielversprechenden Titel „F.W.M. Symphonie“. Worüber geht es hier? Es geht über das Verschwinden und die Wiederherstellung des gestohlenen Schädels von Friedrich Wilhelm Murnau – dies war einer der einflussreichsten und innovativsten Regisseure in der Frühphase des Films.

Thomas Hörl konzipierte den kunstraum pro arte als Einzelausstellung mit zahlreichen Versatzstücken seiner vielfältigen Arbeitsweise.

So werden aus der im „Caligaristil“ gebauten Filmkulisse im Wiener Prateratelier des Künstlers neue Bühnenbilder für den Galerieraum geschaffen, indem er das Set fotografisch abtastet und ins Zweidimensionale rückübersetzt. Die Kulisse wird als Wandarbeit mit vielen perspektivischen Verzerrungen zum Hintergrund für Modellierstudien von Murnaus Kopf für den Film verwendet. Die Tonmodelle wurden von dem Bildhauer*innen Fabian Fink, Michèle Pagel, Maruska Sagadin und Toni Schmale während der Dreharbeiten hergestellt, von Thomas Hörl abgegossen, in Papiermaché ausgeformt und bearbeitet.

Thomas Hörl „F.W.M. Symphonie“ Foto: © Christa Linossi

Vorlage für seinen Film war von Friedrich Wilhelm Murnau der deutsche Stummfilm „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ aus dem Jahr 1922. Hörl greift immer wieder Themen aus der Vergangenheit auf, die er, versucht ins 21.Jahrhundert umzusetzen.

Thomas Hörl „F.W.M. Symphonie“ Foto: © Christa Linossi

Kurzer Hintergrund zu dieser Geschichte: Fakt ist, der Schädel des Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau wurde 2015 tatsächlich aus der Grabkammer der Familie in Berlin entwendet. Die Tat wurde seinerzeit auch von der Verwaltung des Friedhofs in Stahnsdorf bei Berlin bestätigt. In der Ruhestätte der Familie blieben die Särge der Brüder des berühmten Filmemachers, der mit „Nosferatu“ einen der bedeutendsten Klassiker des Stummkinos geschaffen hatte, unberührt. Es stellte sich immer wieder die Frage: Waren Satanisten am Werk? Oder hat die Tat einen okkulten Hintergrund? Es wurde sogar ein Kopfgeld von € 1.000 für denjenigen ausgelobt, der den entscheidenden Hinweis bei der Suche nach dem Kopf gibt. Okkulter Hintergrund? Im Stummfilmklassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ aus dem Jahr 1922 erzählte der Regisseur die Geschichte des Vampirs Graf Orlok. Ermittler fanden in der Gruft Wachsreste, die die Täter hinterlassen haben könnten. Daher werde ein okkulter Hintergrund nicht ausgeschlossen, hieß es in einem Zeitungsbericht.

Thomas Hörl „F.W.M. Symphonie“ Foto: © Christa Linossi

In Thomas Hörls Video F.W.M. Symphonie“geht es um das Verschwinden von Friedrich Wilhelm Murnaus Kopf: Der 2015 gestohlene Schädel aus dem Grab des Filmregisseurs wird von Murnaus selbst geschaffenem Vampir in einem Kunstatelier in Wien wiederhergestellt und dem Friedhofswärter in Stahnsdorf bei Berlin gebracht.

Thomas Hörl „F.W.M. Symphonie“ Foto: © Christa Linossi

Für Hörl ist es ein spannendes Eintauchen in die Geschichte von Friedrich Wilhelm Murnaus gestohlenem Schädel. Genauso wie in F.W. Murnaus Filmen wird dabei die Spannung von gebauten Räumen und Naturaufnahmen dramaturgisch eingesetzt. Im expressionistisch anmutenden Erscheinungsbild des Films wird auf allerlei Zitate aus der Stummfilmära rückgegriffen und der Film schließlich mit gegenwärtigem Sound vertont.  Thomas Hörl hat diese Geschichte exzellent als Video umgesetzt.

Vampier Finger für den Film „F.W.M. Symphonie“ Foto: © Christa Linossi

Im Film selbst werden die Künstler*innen zu Performer*innen. Sie stellen sich selbst dar, wirken aber wegen ihres expressionistischen Erscheinungsbildes durch Maske und Kostüm künstlich und überhöht. Die Betrachter*innen entscheiden selbst, inwieweit ein Filmset ein Kunstwerk ist, ob es für sich alleinstehen kann oder nur gemeinsam mit dem Film, der auch in der Ausstellung läuft, lesbar ist.

In der Ausstellung werden die Werke dialogisch präsentiert und Zusammenhänge zwischen früheren Arbeiten und dem aktuellen künstlerischen Umgang Thomas Hörls mit dem Expressionismus im deutschen Stummfilm sichtbar gemacht.

Die Ausstellung und der Film sind sehenswert!

http://kunstraumproarte.com/

WELCOME – Performing Arts Festival

Sommerszene Salzburg vom 09. – 24. Juni 2022

Sommerszene Salzburg vom 09. – 24. Juni 2022
Angela-Glechner Intendanz und kaufmännische Leitung Sommerszene © BernhardMueller-fokus_INT4151

Wieder einmal ist es so weit, der Sommer kündigt sich an und die Sommerszene Salzburg steht schon wieder in den Startlöchern. Das Festival, wird Salzburg wieder für sechszehn Tage zur großen Bühne machen und eine Vielfalt an darstellender Kunst präsentieren.

16 Tage und 17 Projekte aus 6 Ländern (Brasilien, Belgien, Großbritannien, Italien, Deutschland und Österreich) werden an 10 Schauplätzen zeitgenössische Kunst in unterschiedlichen Settings, präsentieren.

Mitreißende Tänze und virtuose Choreografien, stellen Fragen nach politischen Machtverhältnissen und ökologischer Ohnmachten und nach einschneidenden Veränderungen die durch die Pandemie und dem dazukommenden Krieg in Europa entstanden sind.

Es wird eine Vielfalt an Darbietungen gezeigt und vor allem aber setzen die Künstler*Innen ein kraftvolles Zeichen dafür, wie wichtig KUNST, gerade in ihrer analogen Form und in Zeiten wie diesen, ist.

So viel kann man schon verraten, es wird interessantes politisches Theater und auch humorvolle Performances gezeigt. Sowie kurzweilige Improvisationen und ins Ohr gehende Sounds.

Ich stelle ein paar Highlights kurz vor:

9. Juni um 20:00 Uhr; Felsenreitschule:

Moritz Ostruschnjak_Tanzanweisung_ © Wilfried Hösel

Auftakt und Eröffnung der Sommerszene 2022 findet dieses Jahr erst- und einmalig in der legendären Felsenreitschule der Salzburger Festspiele statt. Der viel beachtete Münchner Choreograph Moritz Ostruschnjak präsentiert sein prägnantes Tanz Solo TANZANWEISUNGEN (it won’t be like this forever) Es ist eine dreißigminütige Aufführung und beinhaltet eine choreographische Tour de Force, bei der Schuhplattler und Grand Jeté, Boxtrippelschritte und Breakdance Moves, Stampfen, Klatschen und Federn, die auf eine mitreißende Weise zu einem aktuellen gesellschaftspolitischen Statement wird.

17. Juni und 18.Juni um 20:00 Uhr; SZENE Salzburg

Hungry Sharks_BÉTON BRUT_© Kilian Kovacs

Die international etablierte, urbane Tanzkompanie Hungry Sharks, (geleitet von Valentin Alfery) führt ihr aktuelles Stück BÉTON BRUT, von der SZENE Salzburg koproduziert wurde, auf. Die Gruppe verbindet auf gelungene Weise die Ästhetik und Prinzipien brutalistischer Architektur mit den Werten und der Geschichte des Tanzstils Breaking. Am 18. Juni findet im Anschluss auch noch eine Artist Talk statt.

11. Juni und 13.Juni um 20:00 Uhr; SZENE Salzburg

Lia Rodrigues_Fúria_©Sammi Landweer

Die brasilianische Choreographin Lia Rodrigues ist in Europa auf Tour und gastiert mit ihrem überwältigenden Gruppenstück „Fúria“ (auf Deutsch heißt es WUT) zum ersten Mal in Salzburg. Der Abend ist eine Hymne an das Leben, eine schier überbordende Feier des menschlichen Daseins und gleichzeitig ein wütendes Tableau Vivant. Lia Rodrigues inszeniert mit Fúria eine nicht enden wollende Parade um Macht und Gewalt, einen politischen Tanz am Abgrund, interpretiert von neun überragenden Tänzern*innen aus Brasilien. Ein Stück das sicher nicht Jedermanns/frau sein wird aber trotzdem gut inszeniert.

9., 10. und 13. Juni, 16.00-19.00 Uhr, 11. Juni 10.00-15.00 Uhr; Herbert-von-Karajan-Platz 3 (SCHALTERSTUNDEN)

24. Juni, ab 21.00 Uhr; SZENE Lokal (Die POP 10), im Anschluss DJ-ing mit Doc Holliday und ohnetitel-Team

Lia Rodrigues_Fúria_©Sammi Landweer

Das Salzburger Kollektiv ohnetitel begibt sich dieses Jahr auf ungewohntes theatrales Terrain. Sie installieren ein neues Amt für Salzburg, das POP-AMT. In dieser temporären Behörde, einmalig während der Sommerszene geöffnet, dreht sich alles um Musik. Das Publikum ist während der SCHALTERSTUNDEN eingeladen, den eigenen Superhit bekanntzugeben (Diskretion garantiert) und beim großen Finale gibt es dann eine literarische POP 10 voll Herz, Schmerz & Leben zu hören. Ohnetitel sollte man sich unbedingt ansehen, zurzeit präsentieren sie in Stadt und Land Salzburg akte31-mayröcker und hier handelt es sich um eine sehr gelungene Veranstaltung.

10. und 11. Juni, 18.00 Uhr; Salzburg Museum, Innenhof Neue Residenz

Ginevra Panzetti_Enrico Ticconi_AEREA_© Gianluca Di Ioia

Der Innenhof des Salzburg Museums bietet für das Duett A e R e A von Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi den perfekten Schauplatz. Das Duett untersucht mit symbolträchtigen Fahnen die politische Bedeutung. Durch die pointierten Bewegungen der beiden Tänzer*innen, das kunstvolle Spiel mit den Flaggen und dem akzentuierten Sound entsteht ein chorographisches Kammerspiel im öffentlichen Raum, das Geschichten erzählt, Mythen erschafft und Macht inszeniert.

Die Sommerszene 2022 wird zu einem perfekten Kunsterlebnis werden, davon bin ich überzeugt.

Werfen Sie einfach einen Blick auf die Homepage der Sommerszene 2022: https://www.szene-salzburg.net/sommerszene-2022-welcome

CAFÉ ORTE.MENSCHEN.GESCHICHTEN. SONDERAUSSTELLUNG IM SALZBURG MUSEUM

Das Salzburg Museum widmet sich dem Thema Kaffee mit einer umfassenden Ausstellung „Café Salzburg – Orte.Menschen. Geschichten“.

1_Café Salzburg Johann Barth (1931–2009), Zeitungsleser im Café Bazar, 1970, Reproduktion von Fotografie © Stadtarchiv Salzburg/Fotoarchiv JOBA

Kaffee vor dreihundert Jahren noch ein rares Luxusprodukt, wurde nun zum wichtigsten gehandelten Rohstoff (gleich Erdöl) der Welt. Abgeleitet wird der Begriff „Kaffee“ von arabischen „Kahwe“ oder „Qahwa“, was so viel wie Lebenskraft oder Stärke bedeutet.

Landkarte Anbau Kaffee Salzburg Museum / Foto: Christa Linossi

Schon Anfang des 18. Jahrhunderts servierten die hiesigen Kaffeesieder mit Kaffee, Tee und Schokolade alle importierten Heißgetränke der Neuzeit.

Cafés sind Orte des Kaffeegenusses, aber auch ein Ort, wo Geselligkeit und Privatheit nebeneinander und gleichzeitig möglich sind. Viele Schriftsteller und Künstler besuchen gerne Cafés, weil es ein Ort des Sehens und gesehen Werdens ist, genauso aber auch ein Ort des Informationsaustausches.

Salzburg Museum CAFÉ Orte.Menschen.Geschichten SALZBURG / Foto: Christa Linossi

Die Cafés passten sich auch immer wieder der Zeit an, sodass sich Neue Strömungen, Trends und Krisen, der Wandel von Kaffeezubereitung, Trinksitten auch auf Stadt und Land auswirkten.

Das erste Kaffeehaus in Salzburg entstand im Jahr 1700. Der aus

13_Café Salzburg Theodor (Josef) Ethofer (1849– 1915), Der Tomaselli Kiosk, 1910, Tempera auf Karton (auf fotografischer Grundlage) © Salzburg Museum

Frankreich stammende Jean Fontaine erhielt die Genehmigung zum Verkauf von Tee, Kaffee und Schokolade bzw. Kakao. Als Standort für sein Lokal wählte er das Haus Goldgasse 5.

Salzburgs Kaffeehäuser waren Orte der Musik mit vielfältigen Live-Musik-Programmen sowie Stätten der Information und Diskussion. Im Café Bazar wurde 1920 die „Literarische Gesellschaft Salzburg“ gegründet. Hier trafen sich Schriftsteller, Künstler_innen. Das Café Bazar ist auch heute noch gerne ein Treffpunkt der Künstler_innen.

Von der Stadt Salzburg ausgehend verbreitete sich der Kaffeegenuss im ganzen Land. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wo man im Salzburger Land in der Vergangenheit Kaffee trinken konnte. Alte Ansichtskarten, Fotoaufnahmen geben Aufschluss wie die Kaffeehäuser in den Gauen ausgestattet waren. 

Eine Karte mit eingezeichneten Kaffeehäusern gibt den Besuchern einen Eindruck der vielfältigen Kaffeehauskultur in Salzburg.

Die Kaffeelandschaft ändert sich ständig, große Kaffeekonzerne wie Starbucks, McCafé haben in den letzten zehn Jahr auch sehr viel zur Veränderung beigetragen. Zum Beispiel coffee to go, dass sehr populär wurde.

Die Ausstellung ein Querschnitt, die nicht nur die Cafés präsentiert, sondern auch die Herkunft des Kaffees ins Rampenlicht rückt, oder auch aktuelle Geschehnisse wie die Covid-19 Pandemie aufgreift, die die Kaffeehauskultur sehr stark bedrohte.

Eine Ausstellung die auf alle Fälle sehenswert ist.

FRIEDERIKE MAYRÖCKER im Marionettentheater Salzburg

Foto: © Christa Linossi

AKTE 1: Interviews

Die Eröffnung der

fand am 1. Mai 2022 im Marionettentheater Salzburg statt. Es war eine sehr interessante Inszenierung der Aufführung über Friederike Mayröcker. Das Interview führte mit ihren eigenen Texten – dazu ein behutsames Fadenspiel – in die Sprach- und Gedankenwelt der Autorin zwischen Bühne und Backstage.

Im Foyer des Marionettentheaters mit Einblick in die Kassa, startete der 40 minutige Rundgang mit Lesungen und Antworten der Autorin. Die Schauspielerin Dorit Ehlers, las Texte von Mayröcker und dann wurde im Originalton die Antwort von Friederike Mayröcker zu den jeweiligen Texten zugespielt. Die Puppenspielerin Michaela Obermayr übernahm das Fadenspiel mit der Marionette Friederike Mayröcker den Raum.

Dorit Ehlers liest dazu noch den Text und der Rundgang ging weiter. Der Rundgang führte zur Bühne, noch war sie leer, jedoch bald traten die Leserin und die Marionette Mayröcker auf die Bühne.

Die Lesung, es sind Fragen aus der Kindheit und die Antworten darauf wurden wieder in einer Art Dialog geführt. Mayröcker nimmt Platz auf der Bank und gibt zur Antwort: „Es ist seltsam, je älter ich werde, je weniger wird die Erinnerung“.

Das Publikum verlies wieder die Bühne und begab sich in den Zuschauerraum. Jedoch saß das Publikum vor der Bühne und die Puppenspielerin Michaela Obermayr mit Friederike Mayröcker, befand sich direkt im Zuschauerraum.

Man begab sich in das Foyer und hier kam die Klavierspielerin Yoko Yagihara zum Einsatz. Mayröcker sah ihr mit Begeisterung zu, wie sie die Finger über die Klaviertasten gleiten ließ.

Mayröcker setzte sich zum Schluss noch einmal mit dem Thema Tod auseinander und wurde sehr nachdenklich.

Zitat von Friederike Mayröcker: „Ich lebe in Bildern. Ich sehe alles in Bildern, meine ganze Vergangenheit, Erinnerungen sind Bilder. Ich mache die Bilder zu Sprache, indem ich ganz hineinsteige in das Bild. Ich steige so lange hinein, bis es Sprache wird„.

Das Team Dorit Ehlers, Michaela Obermayr, Arthur Zgubic
Gast: Yoko Yagihara der AKTE 1: INTERVIEWS

Bis 31. Mai 2022 finden noch viele Veranstaltungen zu Friederike Mayröcker in Stadt und Land Salzburg statt. Siehe: https://akte-mayroecker.at/akte

Salzburger Festspiele 2022 für Kinder und Jugendliche

Georg Kampe WUT

Probebühne Ausschnitte – WUT / Foto: © Christa Linossi

MUSIKTHEATER FÜR KINDER Uraufführung Auftragswerk der Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele bieten heuer ein breites Angebot – mit 54 Vorstellungen sowie zahlreichen Schulprogrammen – für Kinder und Jugendliche im ganzen Salzburger Land an. Zeitraum von Mai bis Ende August 2022.

Die beiden Produktionen WUT (für 8- bis 10-Jährige) und Ich lieb dich (für 10- bis 14-Jährige) geben den Gefühlen der Kinder und Jugendlichen großen Raum.

Den Journalisten wurde bei der Pressekonferenz Einblick in den Proben des Musiktheater WUT gewährt. Inspiriert von den skurril poetischen Kurzgeschichten des preisgekrönten Kinderbuchautors Toon Tellegen bringen der Komponist Gordon Kampe und der Regisseur Sebastian Bauer unterschiedlichste Arten von Wut zum Klingen.

Probebühne WUT Regisseur Sebastian Bauer / Foto: © Christa Linossi
Probebühne Ausschnitte – WUT / Foto: © Christa Linossi

Gezeigt wurde uns eine Probe zu diesem Theaterstück, wo die Schlange vorkommt. Schlange wünscht sich manchmal, jemand anderes zu sein, denn er ist immer wütend und Wütend-Sein ist ja auch anstrengend. Seine Freunde Frosch und Löwe kommen ihn trotzdem besuchen und nehmen es ihrem Freund nicht übel, dass er ein schrecklich wütender Gastgeber ist und ihnen auch einmal der Kuchen um die Ohren fliegen kann.

Probebühne Ausschnitte – WUT / Foto: © Christa Linossi

In diesem Stück brodelt, zischt und kocht es. Verschiedene Wut-Geschichten fächern sich auf, wie beim Blättern durch ein Bilderbuch.

Probebühne Ausschnitte – WUT / Foto: © Christa Linossi

„Was ist eigentlich, WUT?“ Wie fühlt es sich an, allein wütend zu sein, und was passiert, wenn ich auf andere wütend bin? Wer ist für mich da, wenn ich wütend bin – und kann das Wütend-Sein vielleicht sogar Spaß machen?

Wut, egal in welcher Form sie auftritt, wirklich endgültig loszuwerden – geht das überhaupt; oder geht es eigentlich darum, mit ihr zu leben, sie zu akzeptieren und manchmal auch rauszulassen?

Es ist ein sehr gut inszeniertes Bühnenstück, mit virtuosem Zusammenspiel von Musik, Texten und Bildern. Es ist ein überraschender neuer Blick auf dieses Gefühl WUT.

Die Premiere dieser Uraufführung findet am 20. Juli statt.

 WUT wird im Mai 2022 auch als mobile Produktion für Schulklassen in Salzburger Schulen und in Kulturzentren im Bundesland Salzburg angeboten. Siehe: https://salzburgerfestspiele.at/jung-jeder-in-der-schule

Das Jugendprogramm der Salzburger Festspiele 2022

54 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ an 20 Spielorten

MUSIK-THEATER Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (ab 6 Jahren) https://www.salzburgerfestspiele.at/p/der-teufel-mit-den-drei-goldenen-haaren

WUT (für 8- bis 10-Jährige)

https://www.salzburgerfestspiele.at/p/wut

Ich lieb dich (für 10- bis 14-Jährige)

https://www.salzburgerfestspiele.at/p/ich-lieb-dich

INTERAKTIONEN Schulprogramm Mobile Produktionen „Von Abtenau bis Zell am See“ Festspielpatenschaften (16- bis 26-jährige Festspielneulinge mit erfahrenen Festspielbesucher*innen)

6000 Jugendkarten Vermittlungsangebote (Einführungen und Künstlergespräche) Junge Freunde (bis zum vollendeten 26. Lebensjahr)

JUNGE KUNST 4 Operncamps (für 9- bis 17-Jährige)

https://www.salzburgerfestspiele.at/s/operncamps-2022

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor (für 7- bis 17-Jährige) Young Singers Project ·

Kühne-Stiftung Herbert von Karajan Young Conductors Award · Rolex Sonderkonzerte

Portrait des Komponisten

ALEXANDER MARIA WAGNER

URAUFFÜHRUNGEN

Alexander Maria Wagner Komponist / Foto: © Christa Linossi

Er wagt den Schritt in die Luft – und sie trägt. Wie kann man diese Musik beschreiben, die vom ersten Moment an gefangen nimmt? Seine Musik hat etwas Zwingendes. Nicht strukturell zwingend oder verbissen, sondern zwingend den sonderbaren Wegen tief empfundener Poesie folgend“.

Viel besser könnte man die Kompositionen von Alexander Maria Wagner nicht beschreiben. So beschrieben hat ihn: Hans-Jürgen Fink www.kultur-port.de,

Alexander Maria Wagner (*31.03.1995) studierte Klavier und Komposition bei Franz Hummel, Tristan Murail, Reinhard Febel und Kenneth Hesketh. Am Salzburger Mozarteum, an welchem er Komposition studierte, arbeitete er mit dem renommierten Pianisten Pavel Gililov. Seit September 2019 setzt er seine Kompositionsstudien am Royal College of Music in London fort. Siehe auch: Biografie und Kurzporträt

An einem Sonntag, im April 2022 wurde in Anif von Anif.Kultur ein spezielles Konzert präsentiert, dass die Besucher*innen mit in den Bann zog.

Es war ein Konzert der besonderen Art das zeitgenössische, klassische Musik, rezitierende Einlagen, die die Grenzen von reinem Musikvortrag zu szenischem Vortrag bis hin zur Groteske, zerfließen ließ.  

 Kammerensemble mit den Künstler_Innen © Christa Linossi

Für das Konzert von Anif.Kultur wurden Werke von Alexander M. Wagner aus den vergangenen Jahren seines Schaffens zum Besten gegeben, es hat sich daraus eine veritable Stage-performance entwickelt, die selbst den Veranstalter Anif.Kultur überraschte. Wagner der auch als Pianist große Erfolge feierte, gibt als Komponist einen Einblick in sein vielseitiges Werk. Es geraten klassische Sinfonik, experimentelle Kammermusik und operettenhafte Bühnenmusik in ein eigensinniges und spannungsreiches Verhältnis.

Mit mächtiger Stimmlage las der Schauspieler Graham F. Valentine Drei „Gedichte aus Niemandsland“ von Alexander M. Wagner zur begleitenden Musik vor.

Der Schauspieler Graham F. Valentine / Foto: © Christa Linossi

Helen Brecht, Autorin und Librettistin aus Köln, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Alexander Maria Wagner verbindet, bot bei diesem Konzert eigenen Texte in einer Art Chansons, vertont und begleitet von Wagner am Klavier.

Alexander Maria Wagner Komponist & Pianist /Helen Brecht Autorin und Librettistin Foto:© Christa Linossi

Das Publikum zum Schmunzeln brachte jedoch der österreichische Komponist und Harmonikaspieler Lukas Metzenbauer, mit zum Teil schwarzhumorigen Texten von dem Autor Franzobel, „Man müssert“, „Ballade vom Wahnsinn“, „Gut bis auf’s Blut“, „Jahrmarkt-King“ und „Hamdraher“.

Harmonikaspieler Lukas Metzenbauer / Foto: © Christa Linossi

Es war ein gelungener Konzertabend und das Publikum bedankte sich mit einem riesigen Applaus.

Feinfühliger Dirigent der Kammermusikwerke war Cristian Spätaru, geb. 1993 in Chinisău (Moldawien). Im Kammerensemble glänzten mit ihrem Spiel: Florian Moser, Violine, Gustavo Vieira Rebelo, Viola, Felix Rosenboom, Violoncello, Leona Rajakowitsch, Flöte, Maurycy Hartmann, Klarinette, Simon Hladik Saxaphon und am Klavier, Shun Oi.

Es waren großartige Künstler dieses besonderen Konzertabends und alle teilnehmenden Künstler hätten für sich alleine einen Abend füllen können.

Anif.Kultur ist immer wieder sehr bemüht, jungen, aufstrebenden Künstler_Innen eine Bühne zu geben, um einen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Lebte doch der berühmteste Dirigent und Gründer der Salzburger Festspiele Herbert von Karajan (*1908 in Salzburg und +1989) in Anif.

Friederike Mayröcker

An 31 Tagen (1. Mai – 31. Mai 2022) entstehen an 31 verschiedenen Orten in der Stadt Salzburg und bis hinaus aufs Land „BÜHNEN“ für diese außergewöhnliche Autorin.

Dieser literarische Querschnitt für Friederike Mayröcker wird in Zusammenhang mit dem Literaturfest einhergehen. Friedrike Mayröcker, die an einem Nobelpreis für Literatur vorbeigeschrammt ist, kennen viele, aber gelesen wurde sie von den wenigsten. Dies war ein Grund, warum sich die Plattform „OhneTitel“ (Netzwerk für Theater- und Kunstprojekte) für Friederike Mayröcker stark machte.

Wer war Friederike Mayröcker? (*1924-*2021+ in Wien) Sie war eine österreichische Schriftstellerin und zählt zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation im deutschsprachigen Raum. Ab den 1950er-Jahren bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie über 80 Bücher, Lyrik, Prosa, Kinderbücher, Bühnentexte und Hörspiele.

Vorhang auf, heißt es für einen ganzen Monat im Mai für Friederike Mayröcker! 31x akte mayröcker(31 Premieren)

Jeden Tag wird ein Akt von Künstler*Innen quer durch alle Sparten die „Grande Dame“ in unterschiedlichsten Präsentationsformate, vom Trickfilm hin zu performativen Installationen im öffentlichen Raum, von Plakatkunst bis Musiksalons, vom Café Mayröcker präsentiert.

Friederike Mayröcker zum Fadenspiel als Marionette / Foto: © Christa Linossi

Auftakt ist der 1. Mai 2022 im Salzburger Marionettentheater. Geboten wird akte1: interviews Friedrike Mayröcker im Gespräch mit ihren eigenen Texten – ein behutsames Fadenspiel führt in die Sprach- und Gedankenwelt der Autorin zwischen Bühne und Backstage. Ihre eindrückliche Erscheinung macht dabei eine gute Figur…

Friederike Mayröcker zum Fadenspiel als Marionette / Foto: © Christa Linossi

Danach folgt jeden Tag eine andere Premiere und am 31. Mai 2022 findet die letzte akte31: der katalog–review in der SZENE Salzburg statt.  Zu akte31 ist begleitend zu den einzelnen Projekten ein multimedialer Katalog entstanden. 31 Tage und täglich eine Premiere. Somit findet am letzten Tag in der SZENE Salzburg eine lebendige Rückschau auf großer Leinwand, ohne museale Sentimentalität, mit bleibendem Nachklang…

Klicken Sie einfach diesen Link https://akte-mayroecker.at/akte an und Sie haben eine Übersicht über das spannende Programm akte: mayröcker : 1-31

Die Kuratoren: Dorit Ehlers und Arthur Zgubic / Foto: © Christa Linossi

Es ist ein Projekt von ohnetitel – netzwerk für theater&kunstprojekte, kuratiert von Dorit Ehlers und Arthur Zgubic, koproduziert von SZENE Salzburg

PAIN – HEART – SUFFERING

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „Love is a Illusions „..“Then set the pain in stone“

Liebe ist Illusion und Schmerz zu gleich. Liebe ist die Gratwanderung, du schwebst immer zwischen Höhenflug, Illusion und im Tiefflug zum Schmerz. Liebe im Höhenflug (kurzer oder langer Zeitraum) und dann irgendwann fliegst du im Speed nach unten und bist beim Schmerz angekommen.

Love is illusion and pain at the same time. Love is the balancing act, you always float between high-altitude flight, illusion, and low-altitude flight to pain. Love in the high flight (short or long period of time) and then at some point you fly down in speed and have arrived at the pain.

LICHT

Benefizkonzert für ukrainische Flüchtlingsfamilien in Salzburg

v.l.n.r. Benjamin Schmid Virtuose, Andreas Steiner künstlerischer Leiter „Salzburg Orchester Solisten e.V.“, Karin Sophie Pfliegler PP Performing and Cultural Tours, Foto:© Manfred Siebinger

Aus einer privaten Initiative ist das Konzert LICHT entstanden. Die Einnahmen des Konzertes werden dem Salzburger Roten Kreuz zur Unterstützung der in Salzburg untergebrachten ukrainischen Flüchtlingsfamilien übergeben.

Die kriegerischen Ereignisse in der Ukraine erschüttern die Grundfesten unseres Vertrauens in ein Europa des Friedens und Koexistenz vieler Nationen und Völker – die aggressive Invasion Russlands verurteilen wir uneingeschränkt.

Die Kunstuniversität sah sich aufgefordert, Position zu beziehen und ein Zeichen zu setzen. Die Universität Mozarteum, die Paris Lodron Universität Salzburg, das Österreichische Rote Kreuz, Salzburg Orchester Solisten und PP Performing Organisation haben sich zusammengetan, um ein Zeichen des Mitgefühls und der Unterstützung zu setzen: So fand am Karfreitag in der Großen Universitätsaula das Benefizkonzert „LICHT“ statt.

Salzburg Orchester Solisten e.V. Foto: © Christa Linossi

Es war ein großartiges Konzert. Stargast war Benjamin Schmid (Violine), Gesang: Studierende der Universität Mozarteum Salzburg, Salzburg Orchester Solisten, Dirigent war Jörn Andresen.

Auf dem Programm standen Wolfgang A. Mozart „Grabmusik KV 42“, Kantate für Sopran, Bass, gemischter Chor, Orchester und Orgel und Ludwig van Beethoven „Violinkonzert D-Dur op.61“ und hier kam Benjamin Schmid, einer der wichtigsten Geiger des 20. Jahrhunderts ins Spiel. Er konzentrierte auf der „ex Viotti/Rosé 1718“ – Stradivarius Violine, die ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung stellte, sowie auf einer modernen Geige aus dem Jahre 2015 von Wiltrud Fauler.

Star Geiger Benjamin Schmid, Foto: © Manfred Siebinger

Das Konzert war ein beindruckendes Ineinandergreifen zwischen Orchester und Benjamin Schmid dem Geiger. Seine brillante Technik, die Klarheit und Leidenschaft des Ausdrucks, sein solistisches Charisma, machen ihn zu einem Geiger von einzigartigem Profil.

Star Geiger Benjamin Schmid, Foto: © Manfred Siebinger

Die Zuhörer waren von der Aufführung LICHT fasziniert und dankten dem Salzburg Orchester Solisten, dem Chor im speziellem dem Virtuosen Benjamin Schmid mit stehenden Ovationen oder starken Beifall.

Ein absolut gelungenes Konzert, welches kurzfristig für einen guten Zweck organisiert wurde.