
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable. The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water



Zhang Huan „My Temple“
bis 29. September 2015
Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“ auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

Am 19. März 2026 eröffnet das Salzburger Freilichtmuseum sein neues Besucherzentrum – ein Projekt, das viele Jahre reifen musste. Als 2019 der Architekturwettbewerb mit einem einstimmigen Siegerprojekt abgeschlossen wurde, ahnte niemand, dass es bis zum ersten Spatenstich noch dauern würde.

Nicht nur die Corona-Pandemie brachte die Planungen zum Stillstand. Während der Projektphase wurden auch die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für das Natura2000-Gebiet neu bewertet. Dabei rückte ein unerwarteter Protagonist ins Zentrum: der Grubenlaufkäfer (Carabus variolosus) – eine streng geschützte Art, die feuchte Waldlebensräume benötigt und durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten stark gefährdet ist. Sein Auftauchen machte eine Verlegung des Bauplatzes notwendig und führte zu einer Überarbeitung des Architektenentwurfs.
Nun, 2026, steht das neue Besucherzentrum in voller Pracht bereit. Ein Bau aus Holz, Glas und Beton, der sich an regionalen Hofstrukturen orientiert und sich als Ort des Ankommens versteht. Das großzügige, lichtdurchflutete Foyer mit Kassa und Museumsladen, klare Wegeführungen und barrierefreie Zugänge schaffen Orientierung und Offenheit.

Eine öffentlich zugängliche Bibliothek als Wissensdrehscheibe, flexibel nutzbare Seminarräume für 80 bis 120 Personen, zwei vollklimatisierte Archivräume sowie moderne Arbeitsplätze ermöglichen professionelle Museumsarbeit auf zeitgemäßem Niveau.

Das Besucherzentrum setzt ein starkes Zeichen für Kultur, Bildung und Nachhaltigkeit. Es verbindet Geschichte, Natur und Technik und fungiert als Kompetenzzentrum für traditionelle Handwerkstechniken. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen zu entdecken, mitzudenken und weiterzudenken.
Für Familien wird Geschichte greifbar: Wie lebte man früher am Land? Wie waren die Häuser gebaut, wie sah das Innenleben aus? Welche Geräte nutzten die Bauern, um ihre Felder zu bestellen? Das Museum macht die Einfachheit – und oft auch die Armut – vergangener Zeiten sichtbar.


Bevor man sich auf den Rundgang begibt, fällt der Blick auf einen runden Holzbrunnen mit fließendem Wasser. Er ist in traditioneller Fassbauweise gefertigt und erinnert damit an jene Holzfässer, die früher unter den Dachrinnen der Bauernhäuser standen und Regenwasser sammelten. Ein Brunnen mit Geschichte – und ein Ort zum Rasten, Erfrischen und für Kinder zum Planschen. Das klare Wasser stammt direkt vom Untersberg.
Statement von Dir. Peter Fritz: „Das neue Besucherzentrum verbindet regionales Bauen, zukunftsfähige Technik und Offenheit – für Mitarbeitende ebenso wie für Gäste. Es schafft neue Zugänge in vielerlei Hinsicht, macht den Qualitätsanspruch des Museums vom ersten Schritt an spürbar und eröffnet neuen Raum für Austausch.“
Am Fuße des Untersbergs eingebettet, erzählt das Freilichtmuseum nicht nur Geschichten – es lädt auch zum Wandern ein. Auf seinen Wegen lassen sich die fünfen Salzburger Gaue mühelos zu Fuß durchschreiten und in ihrer historischen Vielfalt erleben.
Alle Besucherinformationen im Überblick – Salzburger Freilichtmuseum

im Leopold Museum Wien
Gustave Courbet (1819–1877) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Realismus. Er veränderte die Kunst des 19. Jahrhunderts radikal, indem er:
Dem unbequemen Erneuerer widmet das Leopold Museum nun die erste umfassende Courbet-Einzelausstellung in Österreich.
Rund 130 Exponate – darunter 90 Gemälde, 20 Grafiken sowie zahlreiche Archivalien – bieten einen eindrucksvollen Überblick über das malerische und grafische Œuvre des Begründers des Realismus. Courbet war selbstbewusst, provokant, eigensinnig – und genau diese Haltung machte ihn berühmt. Seine Porträts, Akte, Landschaften und Stillleben brechen konsequent mit den idealisierenden Konventionen seiner Zeit. Die Retrospektive präsentiert ihn daher treffend als „Realist und Rebell“.
„Der Ursprung der Welt“ – ein Skandal, der Kunstgeschichte schrieb
Das folgende Werk enthält historische Aktdarstellung. Kunsthistorisch relevant, nicht sexualisiert.“

Eines der provokantesten Werke der Kunstgeschichte ist ebenfalls zu sehen: „Der Ursprung der Welt“. Das Gemälde zeigt den weiblichen Körper frontal und ungeschönt – ein direkter Angriff auf die Moralvorstellungen des 19. Jahrhunderts.
Courbet, der sich der Wahrheit verpflichtet fühlte, wählte den Titel bewusst. Das Werk verweist auf eine Doppelnatur: einerseits Objekt sexueller Begierde, andererseits Ursprung des Lebens – jener Ort, an dem jedes Kind zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt.
Damit wird der weibliche Unterleib zum Ursprungsort menschlicher Existenz und Erfahrung. In diesem übertragenen Sinn zeigt das Bild den Anfang allen Wahrnehmens und Gestaltens.
Ursprünglich war das Gemälde eine private Auftragsarbeit für den Sammler Halil Şerif Paşa (Khalil Bey) und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es wanderte ab 1889 durch zahlreiche Sammlungen, blieb lange unsichtbar und gelangte erst 1995 ins Musée d’Orsay, wo es erstmals öffentlich gezeigt wurde. Heute gilt es als Ikone des Realismus und als Symbol künstlerischer Freiheit.
Ein Selbstporträt am Abgrund

Besonders eindrucksvoll ist Courbets Selbstporträt, in dem er sich dramatisch am Rand einer Klippe zeigt – kurz davor, in einen Abgrund zu stürzen. Sein Gesichtsausdruck ist verzweifelt, die linke Hand umfasst gequält seinen Kopf, während die rechte ins Leere greift, ohne Halt zu finden.
Was sehen wir hier? Einen Mann am Rand des Todes? Oder einen Albtraum, eine innere Vision?
Das Bild wirft Fragen auf und lässt Raum für Deutung. Biografisch betrachtet entstand es in einer schwierigen Phase seines Lebens. Courbets Jugend war geprägt von Zweifeln und mangelndem Selbstvertrauen, auch wenn er sich in Briefen als ehrgeizig beschrieb. Sein Leben war von Ambivalenz durchzogen: äußere Selbstsicherheit, innere Unsicherheit.
Vor diesem Hintergrund kann das Gemälde als Allegorie seines damaligen Geisteszustands gelesen werden – eine visuelle Verdichtung existenzieller Krisen.
Die Ausstellung zeigt Courbet in all seinen Facetten
Es ist eine eindrucksvolle Ausstellung, die man als historisches Ereignis für die österreichische Museumslandschaft einordnen kann.
Die Ausstellung ist bis 21. Juni 2026 im Leopold Museum zu sehen.GUSTAVE COURBET | Aktuell | AUSSTELLUNGEN | Leopold-Museum

Seit Jahrtausenden wandern Lebensmittel, Gewürze und Pflanzen über Kontinente – damals durch Handel, heute durch Menschen, die um die Welt reisen. Kulinarik verbindet Kulturen und macht die Welt kleiner.
Die Salzburger Altstadt zelebriert auch 2026 wieder das Kulinarikfestival eat&meet. Unter dem Motto GRENZEN_LOS lädt das Festival zu einer Entdeckungsreise ein, die weit über den Tellerrand hinausführt. In einer Zeit zunehmender Polarisierung setzt eat&meet bewusst ein Zeichen für Offenheit, Neugier und Gemeinschaft.
Bis zum 28. März 2026 warten 119 Genusserlebnisse darauf, entdeckt zu werden. Kulinarik wird hier als verbindende Kraft verstanden: exotische Zutaten, fremde Aromen und unterschiedliche Traditionen verschmelzen zu neuen Geschmackserlebnissen. Essen wird zum kulturellen Dialog – ein Gegenentwurf zu einer Welt, die vielerorts von Konflikten geprägt ist.
GRENZEN_LOS bedeutet dabei nicht Überfluss oder Aneignung fremder Esskulturen, sondern eine genussvolle Annäherung an Ungewohntes. Es zeigt, wie sich Zutaten und Traditionen gegenseitig bereichern können. Die Welt als Schmelztiegel – eine Metapher für Diversität und Interkultur – wird hier kulinarisch erlebbar.
Frühlingsgefühle im Café Sacher: Fruit Sandos

Mein erster Besuch führte mich am 6. März ins renommierte Café Sacher Salzburg. Dort präsentierte Chef-Pâtissier David Wanderer eine japanische Spezialität: das Fruit Sando, ein fruchtig-cremiges Obstsandwich, das in Japan längst Kultstatus hat.
Wanderer erzählte mir, dass die Idee spontan entstand – beim Stöbern in internationalen Kochbüchern. Serviert wird das Sandwich mit eingelegten weißen Erdbeeren und einer leichten Erdbeersauce. Gefüllt ist es mit frischen Erdbeeren und einer zarten Vanille-Obers-Creme.
Das Ergebnis: leicht, köstlich, optisch ein Blickfang – und ein direkter Sprung in den Frühling.
Das Café Sacher begeistert mit feinster Patisserie und einem Ambiente, das seinesgleichen sucht. Direkt an der Salzach gelegen, lässt sich hier das Leben genießen – ob man nun Süßes oder Herzhaftes bevorzugt.
Buchteln neu gedacht: MUS Café Museum

Mein zweiter Halt war das MUS Café Museum am Residenzplatz – ein charmantes kleines Café mit Blick auf die Mozartstatue. Man könnte fast meinen, Mozart würde lieber hier einen Cappuccino trinken, als starr auf seinem Sockel zu stehen.
Für eat&meet interpretiert das Team rund um Geschäftsführer Thomas Genser die klassische Buchtel neu:

Ich verkostete die süße Variante – köstlich, überraschend und sehr ausgiebig.
Die Buchteln werden während des Festivals samstags und sonntags frisch zubereitet. Ob sie danach im Programm bleiben, hängt davon ab, wie gut sie angenommen werden.
Der Geschmack der Ferne: Stadtspaziergang mit Johannes Hofmann
Zum Abschluss begleitete ich Johannes Hofmann auf seinem Spaziergang Der Geschmack der Ferne. Dabei ging es um die Frage, wie Exotisches früher nach Salzburg kam und welche Rolle es in der Ernährung spielte.
Die Route führte zu Orten, die noch heute an alte Märkte, Bäckereien, Brauereien und Handelsplätze erinnern. Die historische Palette reichte von:
Währenddessen ernährte sich der Großteil der Bevölkerung überwiegend regional, saisonal und vegetarisch. Selbst die Kartoffel hatte eine lange Reise aus Südamerika hinter sich und diente zunächst als Schweinefutter, bevor sie auf unseren Tellern landete.
Diese Führung zeigte eat&meet aus einer völlig anderen Perspektive – historisch, kulturell und überraschend aktuell.
Fazit
eat&meet 2026 ist mehr als ein Kulinarikfestival. Es ist ein Statement für Offenheit, Vielfalt und Genuss. Ein Fest, das zeigt, wie Essen Menschen verbindet – über Grenzen, Kulturen und Zeiten hinweg.

Intendantin und Chefdirigentin Elisabeth Fuchs präsentierte der Presse das Programm der Saison 2026/27 der Philharmonie Salzburg und der Kinderfestspiele – und einmal mehr zeigte sie sich als das, was sie ist: eine Powerfrau, deren fröhliche, ansteckende Art jede Präsentation zu einem Erlebnis macht. Man hat das Gefühl, selbst Teil dieser musikalischen Reise zu sein.
Ihr zentrales Statement bleibt kraftvoll und klar: „Musik ist mehr als Klang und Rhythmus – sie schafft Begegnung, Begeisterung und Bildung.“
Ein neues Zuhause – ein Meilenstein für Salzburgs Musiklandschaft

Bevor das Programm vorgestellt wurde, führte uns Elisabeth Fuchs durch die neuen Räumlichkeiten der Philharmonie Salzburg. 2025 war hier noch Baustelle – heute betritt man einen Probesaal, der ein echtes WOW auslöst. Der Raum ist mit warmem Naturholz gestaltet, duftet nach frischem Holz und vermittelt sofort ein Gefühl von Wohlbefinden.

Mit 1. Mai 2025 wurde ein lang gehegter Traum Wirklichkeit: Die Philharmonie Salzburg hat ihr eigenes Zuhause bezogen. Der Impact auf die tägliche Arbeit ist enorm:
Mit dem Haus der Philharmonie Salzburg ist ein nachhaltiges kulturelles Zentrum entstanden, das weit über den Probenbetrieb hinaus wirkt. Es stärkt die künstlerische Infrastruktur des Landes, fördert Nachwuchsarbeit auf höchstem Niveau und schafft langfristige Perspektiven – für Musikschaffende wie für das Publikum.
Die Saison 2026/27 – drei Abos, drei Klangwelten
Elisabeth Fuchs präsentierte anschließend die neue Konzertsaison. Ich gehe nicht auf jedes Detail ein, sondern hebe einige Schwerpunkte hervor.
1. Das 3er‑Abo im Großen Festspielhaus
Ein monumentaler Rahmen für große Klangkörper.
2. Das 4er‑Abo im Großen Saal des Mozarteums
Hier widmet sich die Philharmonie dem Herzstück des klassischen Repertoires.
Werke von Brahms, Bach, Beethoven und Fauré werden gemeinsam mit renommierten Solist:innen wie Ariane Haering, Verena Altenberger und Matthias Bartolomey interpretiert.
3. Das 4er‑Abo in der Großen Universitätsaula
Ein facettenreiches Programm zwischen Oper, Chanson, Symphonik und spanischem Temperament.
Gastspiele und besondere Formate
Musikvermittlung & Nachwuchsarbeit – „Zeig dein Talent 2026“
Der beliebte Contest geht in die vierte Runde. Unter der Leitung von Elisabeth Fuchs können Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren aus ganz Österreich und Bayern zeigen, was in ihnen steckt – in den Kategorien:
Infos und Einreichung: http://www.zeigdeintalent.at Einsendeschluss der Videos: 1. Mai 2026
Meine Highlights:
Die Alpensinfonie mit Reinhold Messner ist für mich ein besonderes Highlight. Messner ist weit mehr als ein Bergsteiger – er ist ein Philosoph der Berge, ein Mensch, der über Grenzerfahrungen, Verantwortung und Natur mit einer Klarheit spricht, die berührt. Wenn Reinhold Messner als Sprecher auf Richard Strauss‘ epische Tondichtung trifft, gibt diesem Werk eine Präsenz und eine zusätzliche Dimension: Sie verbindet musikalische Erzählkraft mit gelebter Bergsteigerphilosophie. Eine Begegnung zweier Welten, die sich gegenseitig stärken.
Maria Bill die Edith Piaf nicht kopiert, sondern verkörpert, ist ein weiteres Highlight für mich. Ihr Programm „Noël à Paris“. Ich liebe Edith Piaf – ihre Stimme, ihre Brüche, ihre Intensität. Maria Bill gelingt es, mit Respekt Edith Piaf zu interpretieren, ihre Welt nicht zu imitieren, sondern neu zu öffnen. Hier handelt es sich um Tiefe und auch einer eigenen künstlerischen Handschrift. Ein Abend, der nicht nur musikalisch, sondern auch emotional nachklingen wird.
Meine Highlights – Reinhold Messner in der Alpensinfonie und Maria Bill als Edith Piaf – sind dramaturgisch perfekt, weil sie zwei völlig unterschiedliche emotionale Räume öffnen.
Mein persönliches Highlight war Elisabeth Fuchs selbst. Sie führt die Philharmonie Salzburg mit einer Mischung aus Energie, Bodenständigkeit und echter Menschlichkeit, die in der Kulturszene selten geworden ist. Während manche sie dafür kritisieren, dass sie Klassik und Pop verbindet, sehe ich darin ihre größte Stärke: Sie öffnet Türen. Sie macht Musik verständlich, zugänglich und lebendig – für alle, nicht nur für ein elitäres Publikum.
Sie baut Brücken zwischen Klassik und Pop. Zwischen Profis und Publikum. Zwischen Tradition und Gegenwart. Zwischen Anspruch und Zugänglichkeit.


Am 2. März 2026 wurde im Ars Electronica Center das diesjährige Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft (9.–13. September 2026) präsentiert. Ich war analog – parallel zum Livestream – vor Ort und konnte die besondere Atmosphäre dieser Auftaktveranstaltung unmittelbar erleben. Schon jetzt ist spürbar: Dieses Festival wird wieder ein außergewöhnliches werden.
30 Jahre Ars Electronica Center – ein Jubiläum mit Bedeutung
Das heurige Jahresthema „ZUKUNFT BEGINNT“ knüpft direkt an die Geschichte des Hauses an. Seit über 30 Jahren ist das Ars Electronica Center ein Ort, an dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern gestaltet wird. 1996 nahmen das Center und das Ars Futurelab ihren Betrieb auf und verwandelten Ars Electronica – bis dahin Festival (seit 1979) und Wettbewerb für CyberArts (seit 1987) – in ein ganzjährig aktives Ökosystem an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft.
Zu diesem Jubiläum werde ich auf meinem Blog eine eigene Seite gestalten, um diesen Weg und seine Bedeutung ausführlich zu beleuchten. Denn all die künstlerischen Experimente, Forschungsprojekte und Kommunikationsformate kreisen um die Frage, wie technologische Entwicklungen unser Leben verändern – und wie sie zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen können.
2026: Ein Festival erfindet sich neu
Das Festival schlägt heuer ein neues Kapitel auf. Anstelle einer zentralen Location wird die Linzer Innenstadt selbst zur Bühne: Drei große Festival-Hubs und zahlreiche weitere Orte werden bespielt. Neue Formate entstehen, neue Räume öffnen sich – ein Festival, das sich in die Stadt einschreibt.
Der Titel „Zukunft beginnt“ wird ergänzt durch den Untertitel „Negotiating Humanity“ – ein Ausdruck, der die zentrale Frage unserer Zeit auf den Punkt bringt: Wie verhandeln wir Menschlichkeit in einer Welt, die sich rasant verändert?
Ein Jahrhundert im Umbruch
Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Epoche – politisch, technologisch, kulturell und ökologisch. Die globale Ordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, gerät ins Wanken. Gesellschaften polarisieren sich. Gleichzeitig investieren Tech-Konzerne Milliarden in KI-Modelle und Rechenzentren, deren Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Alltag kaum absehbar sind.
Wir spüren, dass das Alte endet – aber wir wissen noch nicht, was an seine Stelle treten wird.
Gerfried Stocker formuliert es treffend: „Zukunft ist kein Zeitraum, Zukunft ist ein Möglichkeitsraum.“ Und genau dieser Möglichkeitsraum wird 2026 zum zentralen Thema des Festivals.
Festival-Hubs in der Linzer Innenstadt
Weitere Locations
Konferenzen, Talks, Workshops, Screenings, Specials
Für mich beginnt Zukunft dort, wo Menschen den Mut haben, Fragen zu stellen, statt Antworten zu verwalten. Ars Electronica 2026 lädt genau dazu ein – und ich freue mich darauf, diesen Möglichkeitsraum im September zu betreten.
Festival-Programm // 2026 – Ars Electronica Festival 2026: Future Begins


Der Untersberg begleitet mich seit vielen Jahren, als Landschaft, als Mythos und als stiller Gesprächspartner. Wer ihn kennt, weiß: Er zeigt sich nie nur von einer Seite. Genau diese Vielschichtigkeit greift Siegfried Siller in seinem Buch auf – mit Erinnerungen, Fakten, Sagen und persönlichen Erlebnissen, die ein lebendiges Bild dieses außergewöhnlichen Berges entstehen lassen.
Worum geht es in diesem Buch?
Der Untersberg. Erlebnisse – Steige – kraftvolle Plätze ist das erste Buch von Siegfried Siller, Musiker, Autor und leidenschaftlicher Kenner des Untersbergs. Er nähert sich dem Berg quer durch alle Ebenen: biografisch, geografisch, historisch, mystisch und praktisch.
Das Buch verbindet:
Siller beschreibt den Untersberg als Emmentaler aus Dolinen, als Mutterberg der Kelten, als Herzchakra Europas (Dalai Lama) und als einen Ort, der Menschen entweder magisch anzieht – oder völlig kalt lässt.
Das Buch ist weder ein nüchterner Wanderführer noch eine reine Chronik. Es ist ein Mosaik aus Erinnerungen, Fakten, Mythen und persönlichen Erlebnissen, das den Berg in seiner ganzen Widersprüchlichkeit zeigt: schön, gefährlich, geheimnisvoll, lebendig.
Ist dieses Buch lesenswert?
Ja – für bestimmte Leserinnen sehr.
Das Buch ist besonders geeignet für:
Weniger geeignet ist es für:
Sillers Stil ist sprunghaft, aber ehrlich: Er wechselt zwischen Kindheit, Aufstieg, Sage, Gefahr, Geschichte und persönlicher Faszination. Als Kennerin des Untersbergs war mir vieles vertraut, doch einzelne Beobachtungen und Erlebnisse des Autors erweitern den Blick – und genau darin liegt die Stärke dieses Buches.
Es ist ein Buch für jene, die den Untersberg nicht nur sehen, sondern spüren wollen.
Autor: Siegfried Siller, geboren 1964 in Salzburg, lebt seit jeher in der Region rund um den Untersberg. Beruflich war er in der Finanzbranche tätig, zugleich aber auch als Schlagzeuger in verschiedenen Orchestern und Bands aktiv. Als ausgewiesener Kenner des Untersbergs verbindet er persönliche Erlebnisse mit historischen Hintergründen und macht so die Vielfalt, die Geheimnisse und die Faszination dieses besonderen Berges für seine Leserinnen und Leser erlebbar.
Das Buch ist im Weishaupt Verlag erschienen, ISBN 978-3-7059-4 http://www.weishaupt.at

1975, in Graz, begann ich als 20‑jährige erstmals textlich über Technik, Zukunft und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine nachzudenken – lange bevor die digitale Welt Realität wurde. Damals war vieles noch Science‑Fiction: Computer waren selten, KI ein Fremdwort, und die digitale Welt existierte nur in Visionen. Und doch spürte ich schon damals, dass die Technik uns überholen würde – emotional, körperlich, gesellschaftlich.
51 Jahre später hat sich die Welt verändert. Der Mensch jedoch kaum.
Meine neue Grafik zeigt das: Der Kreis als Welt. Die Denkzellen der Menschheit. Das Schachbrett als Ordnung und Chaos. Und im Hintergrund der Mensch – ein Körper aus der Steinzeit, ein Kopf im digitalen Zeitalter.
Aus dieser Spannung heraus entstand die neue Version meines Textes.
VERWIRRUNG – Version 2026
Wir treiben durch die digitale Welt, getrieben von Algorithmen, vernetzt bis in die letzte Zelle. Wir fliehen vor der Geschwindigkeit und suchen gleichzeitig nach ihr. Unsere Nerven vibrieren im Dauerrauschen der Datenströme, wir rennen durch Städte, die nie schlafen, wir wischen über Displays, wir sprechen mit Maschinen, die uns antworten, als wären sie Menschen.
Wir programmieren, optimieren, automatisieren – und fragen uns, wann der Moment kommt, an dem wir die Kontrolle verlieren. Roboter, Computer, künstliche Intelligenzen – sie sind unsere Werkzeuge, unsere Helfer, unsere Schatten. Doch im Hintergrund steht noch immer der Mensch, der herrscht, lenkt, entscheidet – ein Körper aus der Steinzeit, ein Kopf im 21. Jahrhundert.
Wir wissen, dass keine Maschine uns brutal unterwerfen wird. Aber wir wissen auch, dass wir Nerven aus Stahl brauchen, um in dieser Welt nicht zu zerbrechen. Wir suchen nach Klarheit und finden nur selten die Quelle, die uns reinigt.
Unsere Erfindungen überholen uns. Sie fliegen, fahren, rechnen, analysieren – schneller, präziser, unermüdlich. Sie sind die neuen Sklaven, und doch sind wir es, die sich von ihnen abhängig machen.
Wir marschieren weiter in das Maschinenzeitalter, Schritt für Schritt, Klick für Klick. Die Technik prägt uns, formt uns, fordert uns. Und wir fragen uns: Wer sind wir in dieser neuen Welt? Und wer werden wir sein?
Autorinnen‑Notiz
Ich beschäftige mich seit den 1970er‑Jahren künstlerisch und textlich mit Technik, Zukunft und den Spannungsfeldern zwischen Mensch und Maschine. Mein Text „Verwirrung“ entstand 1975 in Graz – lange bevor die digitale Welt Realität wurde. Heute, 51 Jahre später, kehrt er in neuer Form zurück. Meine Grafik und der aktualisierte Text verbinden Vergangenheit und Gegenwart und zeigen, wie wenig sich der Mensch verändert hat – und wie sehr die Welt sich beschleunigt.
Der Originaltext von 1975 (optional als historischer Anhang)
VERWIRRUNG
Wir stürzen uns in die Flut der Technik, wir strömen durch die Welt, geprägt von der Technik, manche versuchen zu fliehen. Unsere Nerven werden zertrümmert mit des Lärmes Qual, wir hasten an Fabriken vorbei, wir rasen mit schnellen Autos, wir spielen mit Computern, wir machen Reisen ins Weltall. Wir erfinden, hämmern und programmieren und wir fragen uns, wann kommt die Zeit wo wir alle die Nerven verlieren! Wir werden umlauert von Robotern, Computern! Sie sind unser neues Werkzeug! Wir brauchen sie nur zu bedienen und wir fragen uns, wer wird der stärkere sein und gewinnen? Wir laufen die Straße entlang, sie nimmt kein Ende, wir haben Angst, wir wissen es gibt keine verhexten elektronengehirne, die uns über den Kopf wachsen und uns brutal unter das Joch zwingen.
Doch wir wissen alle, wir brauchen Nerven wie Drahtseile, Nerven wie Eisen, Nerven wie Stahl und trotzdem leben wir unter dieser Qual. Wir stürzen uns in die Flut der giftigen Welle, wir suchen und können nicht finden die reine Quelle?! Unsere Maschinen die wir erfunden, wie schnell sie die Welt überrunden. Sie fliegen, fahren, sie dröhnen, surren und schnorren, das sind des Menschen erfundene Motoren. Wir hetzen weiter die Straße entlang, die in das Maschinenzeitalter drang. Unsere neuen Sklaven sind die Maschinen, sie brauchen keinen Lohn, sie produzieren am laufenden Band Stumpfsinn, sie sind seelenloser Mitarbeiter des Alltags geworden. Doch die Maschine kann nie unser gleichwertiger Partner sein. Wir stürzen uns in die Flut der Technik, wir strömen durch die Welt, geprägt von der Technik, manche versuchen zu fliehen?!
Ich war zwanzig — und die Zukunft stand bereits hinter mir.

Seelische Ursachen und ganzheitliche Lösungen für 200 Beschwerden von Dr. Sabine Viktoria Schneider
Worum geht es in diesem Buch?
In einer Zeit, in der medizinische Diagnosen immer spezialisierter werden und dennoch oft Fragen offenlassen, setzt Dr. Sabine Viktoria Schneider einen wohltuenden Gegenakzent. Die in Salzburg und Rosenheim aufgewachsene Psychologin und Public-Health-Expertin öffnet mit diesem Werk eine Art moderne Hausapotheke – nicht für Medikamente, sondern für Verständnis. Verständnis für jene leisen, oft überhörten Botschaften, mit denen die Seele über den Körper spricht.
Viele kennen die Situation: Man wandert von Untersuchung zu Untersuchung, doch die Beschwerden bleiben rätselhaft. Genau hier setzt Schneider an. Ihr Nachschlagewerk zeigt auf verständliche Weise, welche seelischen Dynamiken hinter Symptomen wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Verdauungsproblemen stehen können – und welche einfachen, alltagsnahen Impulse helfen, wieder in Balance zu kommen
Was bietet dieses Buch?
Für rund 200 Symptome eröffnet die Autorin einen klar strukturierten Zugang:
Das Buch ist wissenschaftlich fundiert, aber nie schwer. Es lädt ein, den eigenen Körper aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die feinen Verbindungen zwischen Psyche und Soma ernst zu nehmen.
Ist dieses Buch lesenswert?
Ja – und zwar aus mehreren Gründen:
Es ersetzt keine ärztliche Diagnose, aber es erweitert den Blick – und genau darin liegt seine Stärke.
Über die Autorin
Dr. Sabine Viktoria Schneider ist Psychologin, Doktorin für Public Health (Dr. P.H.) und Buchautorin. Aufgewachsen in Salzburg und Rosenheim, unterrichtet sie an einer privaten bayerischen Hochschule und führt eine Privatpraxis für ganzheitliche Psychologie in Salzburg. Ihr Schwerpunkt liegt auf Psychosomatik und der Verbindung zwischen seelischen Mustern und körperlichen Beschwerden.
Ihr Buch erschien 2026 im Wiener Verlag edition a (ISBN 978‑3‑99001‑887‑3).

Pressekonferenz der Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft Salzburg
Die Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft verfolgt seit ihrer Gründung im Jahr 2009 ein klares Ziel: Musik von Komponistinnen hörbar machen – sichtbar machen – und in der Musikgeschichte verankern.
Es geht um kulturelles Bewusstsein, um historische Gerechtigkeit und um die Anerkennung von Frauen als schöpferische und interpretierende Musikerinnen. Der Verein widmet sich sowohl der Aufführung von Werken als auch der Erforschung von Leben und Werk jener Frauen, die über Jahrhunderte hinweg im Schatten standen.
Maria Anna Mozart – „Nannerl“ und viele andere
Maria Anna Mozart, besser bekannt als „Nannerl“, war eine hochbegabte Musikerin ihrer Zeit. Sie hätte – wie viele Frauen des 18. Jahrhunderts – durchaus eine professionelle Karriere als Komponistin einschlagen können. Interessanterweise waren Frauen damals in manchen Bereichen weniger eingeschränkt als im 20. Jahrhundert, als männliche Dominanzstrukturen wieder stärker wurden. Eine Frage, die im Raum steht: Warum eigentlich? Und was sagt das über kulturelle Machtverhältnisse aus?
Die längste Konzertreihe Österreichs, die ausschließlich Komponistinnen gewidmet ist
Seit 16 Jahren veranstaltet die Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft die Konzertreihe FRAUENSTIMMEN – die am längsten bestehende Reihe Österreichs, die ausschließlich Werke von Komponistinnen präsentiert.
In rund 100 Konzerten wurden bisher über 650 Werke von mehr als 240 Komponistinnen aus allen Epochen aufgeführt: Barock, Klassik, Volksmusik, Romantik, Moderne, Neue Musik.
Saison 2026 – Vielfalt, Geschichte und neue Perspektiven
Auch 2026 lädt die Gesellschaft dazu ein, die kreative Kraft von Komponistinnen neu zu entdecken.
8. März 2026 – Internationaler Frauentag
DUE DONNE IMPOSSIBILI – Zwei Frauen im Barock Barbara Strozzi (1619, Venedig) und Margherita Costa (um 1600, Rom)
Ein Abend über zwei Künstlerinnen, die im 17. Jahrhundert dichteten, komponierten, interpretierten und veröffentlichten – gegen alle gesellschaftlichen Erwartungen. Das Duo Udite zeigt mit der Musik von Barbara Strozzi, dass „Unmögliches“ möglich war. Ort: Salzburg, Kardinal‑Schwarzenberg‑Saal, 19.30 Uhr
16. April 2026 – „Die Damen machen alles…“
Musik aus „weiblichen“ Salzburger Sammlungen Ort: Salzburg, Internationale Stiftung Mozarteum, Villa Vicina, 19.30 Uhr
Das Konzert findet im Rahmen der Konferenz „Klingende Spuren – Weibliche Handlungsräume der Musikförderung“ (16.–17. April 2026) statt.
Die Konferenz beleuchtet die vielfältigen Rollen von Frauen in der Musikgeschichte: als Mäzeninnen, Auftraggeberinnen, Kuratorinnen, Pädagoginnen und kulturelle Gestalterinnen. Sie zeigt, wie Frauen innerhalb und außerhalb traditioneller Strukturen Musik gefördert, ermöglicht und geprägt haben.

Was ist real – und wer entscheidet darüber? Mit dieser Frage eröffnet der Salzburger Kunstverein sein Jahresprogramm 2026. Unter dem Titel „CAPTCHA REALISM“ untersucht das Haus die wachsende Kluft zwischen gelebter Wirklichkeit und ihrer digitalen Authentifizierung.
CAPTCHAs – jene kleinen Tests, mit denen wir Maschinen beweisen sollen, dass wir Menschen sind – werden zum Ausgangspunkt eines kuratorischen Konzepts, das tief in die „Politik der Wahrnehmung“ eintaucht. Es geht um Identität in einer Welt, in der Algorithmen entscheiden, was als „echt“ gilt.
CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) ist technisch gesehen ein umgekehrter Turing-Test: Nicht der Mensch prüft die Maschine – die Maschine prüft den Menschen.
Genau diese Verschiebung nimmt der Kunstverein zum Anlass, um 2026 gemeinsam mit internationalen Künstler:innen zu erforschen, wie sich Menschlichkeit, Erkennung und Sichtbarkeit verändern, wenn digitale Systeme die Kriterien der Realität bestimmen.
Künstlerische Höhepunkte 2026
Agnes Scherer – Frühjahr
Eine neue raumfüllende Installation, in der Malerei, bemalte Skulptur und Zeichnung zu einer begehbaren Theaterkulisse verschmelzen.
Ryan Gander – Sommer
Der international renommierte Konzeptkünstler entwickelt die großformatige Installation „ONE HUNDRED THINGS TWICE“, die Wahrnehmung und Wiederholung als ästhetische Strategie untersucht.
Aline Bouvy – Herbst/Winter
In Kooperation mit dem Casino Luxembourg bespielt Bouvy nach ihrer Präsentation im Luxemburger Pavillon der Biennale di Venezia 2026 sämtliche Räume des Kunstvereins.
Jahresausstellung HER (Oktober/November)
Kuratiert von Attilia Fattori Franchini, deren Praxis sich auf ephemere künstlerische Strategien und experimentelle Produktionskontexte konzentriert.
Kooperationen & Programme 2026
Kuratorisches Konzept – Fragen, die bleiben
„CAPTCHA Realism“ ist von Mirela Baciak, Direktorin und Chefkuratorin des Salzburger Kunstvereins, entwickelt worden. Das Konzept wirft zentrale Fragen auf:
Die Parallele zu modernen Passkontrollen nach dem Zweiten Weltkrieg ist nicht zufällig: Auch CAPTCHAs trennen – zwischen Menschen und Bot, zwischen Zugang und Ausschluss.
Im Digitalen funktioniert das. Aber wie lässt sich diese Logik ins Analoge übertragen?
Genau hier beginnt die künstlerische Auseinandersetzung 2026.