When the soul is burning

Hervorgehoben

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable.  The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water
 
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul Teil 2

Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

Hervorgehoben

timetablede

                                      

Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

Hervorgehoben

Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

ROCKHAUS SALZBURG HERBST/WINTER 2022

Nach einem erfolgreichen Sommer will das Rockhouse auch im Herbst optimistisch durchstarten. Der Herbst/Winter Saison 2022 wartet mit vollem Highlight und Newcomer: innen auf.

Foto: Rockhouse
Das Team „ROCKHOUSE“ Wolfgang Descho (Rockhouse Geschäftsführer), Susanna Kuschnig (Rockhouse Öffentlichkeitsarbeit), Wolf Arrer (Rockhouse Programmleitung)

Auftakt für die Herbstsaison macht die australische Band SONS OF THE EAST am 29.9.2022. Es ist ein AUSTRALIA MEETS AUSTRIA. Diese Band ist kontinuierlich auf dem Weg nach oben.

Sons of the East ist eine dreiköpfige Indie-Folk-Band aus Sydney, bestehend aus Jack Rollins, Nic Johnston und Dan Wallage. Die Mitte 2011 gegründete Band hat an mehreren Orten in ganz Sydney und entlang der Ostküste von NSW gespielt und scheint überall, wo sie auftritt, ein Publikum anzuziehen. Ihre originelle Mischung aus Keys, Gitarre, Banjo und Gesangsharmonien haben dazu geführt, dass sie eine starke Fangemeinde aufgebaut haben, die ständig wächst.

Die Songs des sympathischen Indie Folk Trios. Ein sehr schöner Song ist von Sons Of TheEast – „You Might Think“ https://youtu.be/SaJ2VMWbM7c

Kurz vor ihrem Auftritt in Salzburg wird das langerwartete Debüt-Album „Palomar Parade“ erscheinen.

Als Vorgruppe zu SONS OF THE EAST tritt Kim Churchill, ein australischer Folk-, Rock- und Blues-Sänger, aus Canberra, Australien im Rockhouse auf. Seine Musik geht ebenfalls in die Richtung Alternative/Indie. Entspannte Musik mit einem Hauch Romantik oder wo man einfach in die Musik abtauchen kann.

Aber es gibt noch eine Menge Bands, die im Herbst im Rockhouse auftreten werden, wie zum Beispiel: die Band „BERGE“, es ist eine Band, die mit ihren Konzerten die Menschen bewegen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Die Sängerin VÈRONIQUE GAYOT & Band die mit knackigen Gitarren-Riffs und temperamentvolle Drums einer ordentlichen Portion Reibeisen-Stimme begegnen. Siehe einfach: https://www.rockhouse.at/Veranstaltungen

Wie es zu einem Herbstprogramm gehört, findet natürlich auch die 29th Rockhouse Party am 8.10.2022 statt. Mit einem ausführlichem Live- und DJ-Programm. Den Auftakt gibt die Band Camo & Krooked, eine internationale Drum&Bass-Horizont Band, die nach 5 Jahren Pause wieder österreichischen Clubboden betritt. Mavi Phoenix präsentiert sein aktuelles Album „Marlon“, der österreichisch-portugiesische Rapper Skinny B, einer der spannendsten Newcomer Szene, ist erstmals live in Salzburg zu Gast. Es ist mit Sicherheit eine bunte Birthday Party und das restliche Programm der Saison wird ebenfalls bunt weitergehen.

Man darf nach 2 Jahren Pandemie oder ohne Beschränkungen sich endlich wieder der Musik widmen.

Wounds become scars!

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „the Heart is broken..“Wounds become scars!“

When you keep tripping over your own mistakes and forgot that love blinds you too, but you don’t want to admit it when your heart is broken too. Wounds arise and they become scars that you see. The reality is hidden. You feel love is just an illusion and you don’t want to let it go.

BASQUIATS BILDSPRACHE in der ALBERTINA Wien

Jean-Michel Basquiat

Jean-Michel Basquiat
Untitled (Infantry), 1983
Acryl auf Leinwand
Nicola Erni Collection, Reto Pedrini Photography © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Die Albertina zeigt den bis heute berühmtesten afro-amerikanischen Superstar Jean-Michel Basquiat und es ist die erste Retrospektive in Österreich. Er wurde nur 27 Jahre alt und reiht sich nahtlos in die Riege jener verstorbenen Genies ein, die ihre Nachwelt von Grund auf verändert haben: Jean-Michel Basquiat ist der erste afro-amerikanische Künstler, der sich trotz vehementer Gesellschaftskritik in einem ausschließlich von Weißen dominierten Feld durch setzte und Weltruhm erlangte. Er setzte Zeichen und seine unverwechselbare Kritik gegen eine radikale Anklage gegen Besitz- und Machtverhältnisse gegen Ausbeutung und Kolonialismus, Rassenunruhen, Polizeigewalt und Unterdrückung.

Jean-Michel Basquiat
Self Portrait, 1983
Öl auf Papier und Holz
Collection Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg · Seoul | Photo: Ulrich Ghezzi | © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Basquiats schaffte in einer kurzen Zeitspanne, in den den Jahren 1980-88 so viele Werke, die ihm von Sammlern und Galeristen aus den Händen gerissen wurde und er kaum mehr mit dem Zeichnen nachkam. Sein kurzes Leben war gezeichnet von Rassenunruhen, dem Kampf um Gleichberechtigung bis hin zur Black-Power-Bewegung. Seine Heimatstadt New York ist in den 1970er und 1980ern Jahren in einer Finanzkrise, der Times Square, als heruntergekommenes Viertel, geprägt von Kriminalität, Porno-Shops und Massagesalons. Heute ist der Times Square das Aushängeschild und Touristenattraktion zu gleich.

Jean-Michel Basquiat
La Hara, 1981
Acryl und Ölkreide auf Holz
Courtesy of Arora Collection © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Folgendes Statement gibt der renommierte Basquiat Spezialist und Kurator der Ausstellung Dieter Buchhart ab:

„Alles Geplante und akribisch Organisierte in der Kunst wird bei ihm hinweggefegt: auch das ein Sinnbild seiner Kritik an der bestehenden Gesellschaftsordnung und zugleich ein Reflex der zerstreuten, ja in Stücke zersplitterten Wahrnehmung auf der Straße, von tausenden von Eindrücken, die auf uns hereinstürzen. Basquiat nimmt auf, was ihm in den Straßen New Yorks begegnet: Namen und Zeichen, Figuren und Bilder. „Jean-Michel Basquiat war radikal in seiner Kunst. Fragen von Identität, Diaspora, Sklaverei und Alltagsrassismus finden sich in einer einzigartigen Stilistik wieder, welche es Basquiat ermöglichte, die Vergangenheit mit seiner Gegenwart, bis in unsere Zeit hineinzuverbinden. Seine Copy-Paste-Technik nahm unsere heutige Form des Arbeitens und Kommunizierens in einer digitalen Welt vorweg. Er kreierte Wissensräume aus Zeichen, Symbolen, Worten und Figuren, schlichtweg aus allem, was ihn umgab, seien es Rezeptionen der Geschichte, der Kunstgeschichte, wissenschaftliche Fakten, Comics, Hitchcock Filme, Fernsehsendungen, Erzählungen, Musik, Sport oder auch Zeichen und Symbole von Menschen in Obdachlosigkeit“.

Jean-Michel Basquiat
Flesh and Spirit, 1982/83
Acryl, Ölkreide und Papier-Collage auf Leinwand, zwei Paneele
Parker Foundation, Photo: Courtesy of Fredrik Nilsen. On loan from the Parker Foundation © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

1982 traf Basquiat das erste Mal auf sein Vorbild Andy Warhol. Er war für ihn Mentor, Freund und Vaterfigur zu gleich. Andy Warhol ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ikone der Pop-Art. Er ist ein gefeierter Superstar, der den Zenit seiner Karriere allerdings schon überschritten hat. Warhol ist jedoch von dem aufstrebenden und dynamischen Basquiat sofort fasziniert. Dessen Jugendlichkeit und die sprühende Lebensenergie faszinierte. Zwischen Warhole und Basquiat entwickelte sich auch eine enge Freundschaft. Warhol unterstützt Basquiat und fördert seinen rasanten Aufstieg in der New Yorker Kunstszene.

Jean-Michel Basquiat
Untitled, 1983
Siebdruck auf Leinwand
Nicola Erni Collection, Reto Pedrini Photography © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Nach dem Tod von Warhol, stürzt sich Basquiat in die Arbeit und lässt eine Menge neuer Arbeiten entstehen. Er malt unermüdlich und verbringt einen großen Teil der Zeit allein in seinem Atelier. Bitterer Beigeschmack am Rande, war sein Drogenproblem, gegen das er immer wieder versucht anzukämpfen. Auch eine Entzugsklinik konnte ihm nicht helfen, der Versuch scheiterte. 1988 versuchte er sein Drogenproblem selbst in die Hand zu nehmen und übersiedelte nach Hawaii, da es dort fast unmöglich war, an Drogen zu kommen. Er kehrte jedoch nach einer Zeit wieder zurück nach New York und dort starb er dann an einer Drogenüberdosis und verliert somit den Kampf gegen die Sucht im Alter von nur 27 Jahren.

Sein kritischer Umgang und kompromisslose Stellung gegen Ausbeutung, Konsumgesellschaft, Unterdrückung, Rassismus und Polizeigewalt, spiegeln sich immer wieder in seinen Arbeiten wider. Er war ein Bahnbrecher, der nach den Jahren von Abstraktion, Minimalismus und Konzept-Kunst die Wiedergewinnung der gegenständlichen Kunst mit seinen unvergleichlichen und ausdrucksstarken Bildern und Zeichnungen betrieben hat. Sein künstlerisches Vermächtnis ist ungebrochen radikal und aktuell wie zu seinen Lebzeiten.

Mit Basquiat Bildern muss man sich einlassen und darf sie nicht nur im Vorübergehen an sich vorbeiziehen lassen. Den dann versteht man sie nicht, man muss sich einlassen, um die Arbeiten zu verstehen und dann weiß man, was er damit ausdrücken will, nämlich Ausbeutung, Konsumgesellschaft, Unterdrückung, Rassismus und Polizeigewalt. Ein Lernprozess für den Betrachter.

Die Ausstellung hat Tiefenwirkung und ist absolut sehenswert. Die Ausstellung läuft noch bis zum 08.01.2023 in der Albertina.  https://www.albertina.at/ausstellungen/basquiat/

MOUNTAIN-ART project 2022

Zum Zweiten Mal wurde das kleine Bergdorf Filzmoos als Bergkunst-Festival MOUNTAIN-ART project präsentiert.

An dem Mountain-Art Project waren 22 Künstler: innen beteiligt und brachten die Kunst in die Berge. Was man wörtlich nehmen kann, sie brachten die „Kunst in die Berge“. Warum betone ich dies so wörtlich? Weil die Kunst, bis auf wenige, sich nicht mit der Landschaft vor Ort auseinandersetzten, sondern ihre Werke in ihren Ateliers oder wo immer auch entstehen ließen, sie nach Filzmoos brachten.

2021 hat man zum ersten Mal mit diesem Projekt begonnen, wo dann tatsächlich auch Arbeiten, die sich mit der malerischen Landschaft, welche eingebettet zwischen majestätischen Bergen, sanften Almwiesen und rauschenden Wildbächen, entstanden sind.

Das Mountain-Art Project 2021 war wirklich sehenswert, was ich für heuer leider nicht bestätigen kann. Es war kein „Wow-Effekt“ dabei. Ich war eher enttäuscht, da es kein Aufstieg, sondern eher ein Abstieg wurde.

Ich konnte keine weitere Entwicklung dieses Projektes feststellen. Frustrierend war, dass sich kein Künstler vor Ort mit dieser wunderschönen Landschaft auseinandersetzte und es in den Arbeiten auch nicht erkennbar war.

Wobei Filzmoos mit dem Slogan „Bergkunst-Festival MOUNTAIN-ART project“ sich als größte Kunstgalerie in den Alpen benennt. Für mich stellt sich auch die Frage, was will man wirklich? Die größte Kunstgalerie oder Künstler: innen die tatsächlich vor Ort arbeiten sollen? Was ich auch immer wieder in Frage stelle, warum werden keine LandArt-Künstler eingeladen, die vor Ort sicher interessante Objekte ins Leben rufen würden. Für mich bleiben viele Fragen offen und ich finde, man sollte, wenn man schon mit Kunst werben will, ein Konzept ins Leben rufen, dass auch tatsächlich mit dieser Landschaft zu tun hat.

Ich habe trotz dieser Enttäuschung drei Künstler: innen herausgesucht, die an diesem Projekt teilgenommen haben:

Evi Schartner mit ihren „Füchsen“ / Foto: © Christian Schartner

Zum einen die Künstlerin Evi Schartner, die immer wieder interessante Arbeiten liefert. Diesmal mit dem Titel „Catch me if you can“. Diese Arbeiten verleiten einem immer zum Schmunzeln und betrachtet man die Arbeit ganz genau, kommen viele interessante Details zum Vorschein. Bild 2: Ihre Bäume, ein Markenzeichen von ihr und dann baute sie einen Drachen mit ein.  Bei Bild 1, kommt der Kater vor, der wiederum sich auf den Tweety Bird stürzen will. Fantastisch, diese Verbindungen und neben den beiden Comic Figuren der Drache. Das kräftige Rot im Hintergrund gibt der Arbeit noch mehr Aussagekraft.

Evi Schartner mit der Arbeit „Catch me if you can“. Foto: © Schartner

Interessant sind auch die Arbeiten von Stefan Dokoupil, der einen Bogen zwischen Natur, Architektur und Minimalismus spannt. Eine Arbeit gefällt mir besonders gut, es ist ein minimalistischer Steg, der im Space aus dem Nichts aufzutauchen scheint. Oder die Arbeit wo eine Allee ins Nichts zu führen scheint.

Fotoarbeit von Stefan Dokupil / Foto: Christa Linossi
Fotoarbeit von Stefan Dokupil / Foto: Christa Linossi

Die dritte im Bunde ist Andrea Pichler, die abstrakte Acrylmalereien ausstellte, wobei eine Arbeit besonders imposant wirkte. Betrachtet man die Arbeit, könnte man meinen, ein Wildbach, der von dem Berg hinunterknallt und mit Wucht in dem Gletschersee seinen Ausgang hat.

Andrea Pichler abstrakte Acrylmalerei / Foto: Christa Linossi

Bis 25. September 2022 kann man sich die Arbeiten der Künstler:innen in Filzmoos ansehen.

www.filzmoos.at/bergkunst

TAKE THE A-TRAIN MUSIC FESTIVAL #8! in Salzburg

vom 15.-18.Sept. 2022

Ich betrete wieder Neuland, ich tauche in die Musik ein und stelle Ihnen heute das TAKE THE A-TRAIN MUSIC FESTIVAL #8 vor.

Foto:  © Christa Linossi

Worum handelt es sich bei diesem Festival? Es ist ein Music Festival (Musikrichtung Jazz) und es ist die achte Ausgabe des Festivals. TAKE THE A-TRAIN bleibt seinem Konzept treu; es ist eine spannende Mischung aus bekanntem und neu zu entdeckendem Künstler*innen, die ebenso vertraute wie ungewohnte Locations outdoor und indoor bespielen, beleben die Elisabethvorstadt und laden alle ein, an der musikalischen Vielfalt teilzuhaben.

li Dr. Giorgio Simonetto Präsident von Societá Dante Alighieri, re Andreas NEUMAYER / Geschäftsführer, Künstlerischer Leiter Foto:  
© Christa Linossi

Der Salzburger Hauptbahnhof ist auch ein Ort für musikalische Begegnungen aller Art – hier treffen innovative Music-Acts aus ganz Europa und lokale Musikgrößen aufeinander.

ZUG FÄHRT AB! ZURÜCK INS FREIE! TAKE THE A-TRAIN ist wieder auf Schiene und wird nach zwei herausfordernden Jahren dorthin zurückkehren, wo die Reise schon vor Corona hingegangen ist – in den freien Raum! Man freut sich nach der neu entdeckten Reisefreiheit wieder auf MusikerInnen aus der ganzen Welt – die lokalen Helden*innen und noch unbekannten heimischen Musikentdeckungen kommen im Line-Up von TTAT# 8 natürlich wie immer nicht zu kurz.

Im Jazzit werden am 15.09.2022 um 20:00 Uhr die Band SIMSALBIM auftreten. Eine Band, die bereits 2020 dieses Festival eröffnete und heuer werden sie mit zusätzlicher Streichersektion und Sängerinnen, um ihr Debut Album zu präsentieren. Es ist eine Mischung aus Funk, Filmmusik, Zirkus- und Balkan-Style werden eingängige Melodien groovig in Szene gesetzt. Durch Improvisation, Genrevielfalt und die „kunterbunte“ Besetzung der Band entsteht ein verzaubernder Sound, der zwischen Poesie, Romantik und heftiger Power sprunghaft zu wechseln mag.

Interessant wird auch am 16.09.2022 um 20:00 Uhr im Hotel Arte in Salzburg dürfte aus Duo Francesca Tandoi & Stefano Senni aus Rom werden. Francesca Tandoi ein junges Talent aus Rom, hat ihre Karriere mit dem Studium der klassischen Musik begonnen und entdeckte dann ihre Berufung: die Jazzmusik. Sie schloss sich dann mit dem Kontrabassisten Stefano Senni zusammen. Zuerst beeindrucken die intimen, kammermusikalischen Stimmungen im feinen Dialog von Klavier und Kontrabass. Nach und nach entfaltet jedoch ihre Musik die gesamte Ausdrucksbandbreite des Jazz. Francesca Tandoi zählt zu den interessantesten Talenten der Jazzszene Italiens. Dies ist in Zusammenarbeit mit der Società Dante Alighieri Salzburg entstanden.

Am 17.09.2022 wird dieses Music Festival Salzburg die Open Air Bühne am Bahnhofsvorplatz Salzburg bespielen. Wo einige gute Bands aufeinandertreffen. Am bekanntesten dürfte die Band BUNTSPECHT sein, die bereits 2018 dieses Music Festival Salzburg eröffnete und heuer eben dieses Festival mit ihrer Handschrift die Kompositionen des Wilden, der Lebenslust und der Saudade ausklingen lassen. Beendet wird dieses Festival am 18.09.2022 mit einem PICKNICK IM PARK MIT CHEZ FRÌA im Parkhotel Brunauer

Für alle jene Menschen, die wieder einmal etwas Jazziges hören wollen, ist dieses Musical Festival Salzburg der Vorgeschmack auf den Jazz in the City 2022 in Salzburg „A different sound of music“ vom 13.-16. Oktober 2022

steirischer herbst’22             Festival vom 22.9.2022 – 16.10.2022

das Festival „steirischer herbst‘22“ steht auch schon wieder in den Startlöchern!

Diesmal geht es um Krieg in der Ferne und dies in einem dichten Programm an Ausstellungen, Performances und Diskussionen der bedrohlichen Präsenz von Schlachten, die unsere Gesellschaft geistig abschirmt.

Sujet: Grupa Ee / steirischer herbst 2022

Ekarterina Degot die Chefkuratorin und Intendantin des „steirischen herbst‘22“ beschreibt in ihrer fünften Ausgabe wie folgt: „Kriege sind in die Geschichte des steirischen herbst eingeschrieben“. Der steirische herbst war immer politisch und wurde auch mit früheren Festivalausgaben vom Kalten Krieg überschattet, wie seinerzeit auch der Jugoslawienkrieg wütete. Der russische Angriff auf die Ukraine ruft auf schmerzhafte Weise verblichene Erinnerungen an den Ersten und Zweiten Weltkrieg wach und bildet den neuesten Eintrag in dieser langen Liste drohender Kämpfe in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Ekaterina Degot, Foto: Johanna Lamprecht

Der steirische herbst verurteilt den von Putin und seinen Gefolgsleuten angezettelten Krieg gegen die Ukraine aufs Schärfste. Angetrieben von Imperialismus, Gier und Rassismus haben sie eine schreckliche Tragödie über die Ukraine, über ganz Europa und über Russland selbst gebracht.

Der steirische herbst ist ein Festival an der Grenze zu Ost- und Südosteuropa. Er wurde 1968 gegründet, während des Kalten Krieges und unmittelbar nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei, in einem Land, das das faschistische Regime und dessen Untergang noch frisch in Erinnerung hatte. Der steirische herbst hat auch die Jugoslawienkriege der Neunzigerjahre miterlebt und aktiv reflektiert. Aus unserer Sicht hier in Mitteleuropa ist der aktuelle Krieg in der Ukraine ein neuer Höhepunkt der tragischen und komplexen innerkolonialen und imperialen Geschichte Europas. Als Festival setzen wir uns für die Erforschung komplexer Themen der europäischen Vergangenheit und ihrer Auswirkungen auf die Gegenwart ein. 

Des Weiteren umfasst der steirische herbst die Festivals-im-Festival musikprotokoll und Out of Joint – das Literaturfestival. Elke Tschaikner die das musikprotokoll 2022 leitet, beleuchtet vom 6.10.2022 bis 09.10.2022 mit Whodentity aktuelle Fragen nach Zugehörigkeit. „Out of Joint“ konzipiert von Klaus Kastberger, stellt die Frage in den Raum und vor dem Hintergrund großflächiger Zerstörung, kriegerischer Aggressionen und Ressourcenverschwendung: Wer wir waren? Welche Alternativen gibt es zum Bestehenden?

Der steirische herbst ’22 wird gestaltet von allen teilnehmenden Künstlern: innen, Partnerinstitutionen, Denker:innen, Philosoph:innen sowie Ekaterina Degot, Intendantin und Chefkuratorin, Henriette Gallus, stellvertretende Intendantin, Christoph Platz, Leiter der kuratorischen Belange, David Riff, Senior Curator, Dominik Müller, Kurator, Mirela Baciak, Kuratorin, Gábor Thury, Kurator, und dem gesamten Team des steirischen herbst. Mit kuratorischer Beratung von Goran Injac.

Ich werde ab 22. September 2022 vor Ort sein und den „steirischen herbst 2022“ genauer betrachten.  

Ein Krieg in der Ferne. Prolog. Die umkämpfte Ukraine in Videokunst und Film, Neue Galerie Graz, Foto: Johanna Lamprecht

WELCOME TO PLANET B

A different life is possible – but how?

Ein anderes Leben ist möglich – aber wie?

Plakat Foto: Zoe Goldstein / Ars Electronica Festival 2022

Willkommen bei Planet B! ARS ELECTRONICA befasst sich heuer mit dem Planet B und versucht wieder in die Zukunft zu schauen, um einen Plan B zu kreieren.

You are Source Projection and Reflection Sophia Bulgakova (UA) Photo: Jesus Canuto Iglesias

Betrachtet man das Plakat des heurigen Festivals ARS ELECTRONICA genau, bekommt man vielleicht eine gewisse Vorstellung, worum es beim Planet B gehen könnte.

Das besagte Plakat zeigt einen ausgetrockneten See oder Fluss, Schiffe sind im Sand gestrandet und keiner konnte sie retten. Auf dem Plakat auch Julie Andrews, die Darstellerin aus Sound of Music mit einer Virtual Reality Brille, tanzt sie auf dem Sand, vielleicht sieht sie in eine neue Zukunft?  Im Hintergrund des Plakates, startet eine Rakete mit „Jeff and Elon just left the Planet“ zum Plan B?

ARS Electronica erweckt wieder Visionen, die in die Zukunft schauen, Kunst und Wissenschaft wird wieder zusammenarbeiten. Ars Electronica 2022 will sich nicht im Kreis drehen, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, weiterzukommen. Man muss Prioritäten setzen, in einer Zeit, in der niemand mehr weiß, welche Krise die schwerwiegendere ist.

Es wird mit vielen Highlights zu einem Gedankenexperiment gebündelt. Folgende Fragen stellt ARS Electronica: „Wir hätten es geschafft, die Krisen unserer Zeit zu meistern und zu einer Gesellschaft gefunden, die sich durch ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit auszeichnet. Wie hätte unser Weg bis dorthin ausgesehen? Welche Entscheidungen hätten wir getroffen und wie wären wir zu diesen Entscheidungen gekommen? Wie hätten wir unser Freizeitverhalten verändert? Wie die Mobilität entwickelt? Wie die würde die neue Arbeitswelt aussehen? Welche Technologie und Businessmodelle wären am Ende die echten „Game Change“ gewesen?

All diese Fragen stellt die ARS Electronica an Künstler*innen, Forscher*innen, Entwickler*innen, Unternehmer*innen, Aktivist*innen und Studierende aus aller Welt.

Es ist ein DENK Modus für unseren Planeten Erde entstanden, was Denkmöglich oder Denkunmöglich ist. Das Denkunmögliche, was wir heute noch gar nicht kennen, sind Bilder die wir noch gar nicht kennen, wir aber alle werden stark von Bildern beeinflusst. Jeder von uns hat Bilder im Kopf und diese Bilder haben eine Rückwirkung auf unser Leben, unsere Gesellschaft und auf jeden Einzelnen. Somit zeigen wir zum einen unsere Erfahrungswelt, um neue Bilder zu kreieren und diese Bilder wollen wir zur Diskussion stellen. Es sind Bilder die ein Signal der Denkmöglichkeit, als auch der Denkunmöglichkeit setzen, um neues entstehen zu lassen.

Bei der Ars Electronica 2022 gibt es verdammt viele Highlights, insgesamt ca. 50, alle versprechen großartig zu sein, jedoch man muss filtern. Ich vorerst zwei herausgefiltert: eines davon ist INTERFACE CULTURES ein Beitrag der Kunstuniversität Linz. INTERFACE CULTURES, jene Abteilung, die die Zusammenarbeit der Kunstuniversität Linz mit dem Ars Electronica Festival initiierte, ist mit 22 Beiträgen von internationalen Studierenden und einem Leonardo Laser Talk (https://leonardo.info/history) präsent. 24 internationale Universitäten und Bildungseinrichtungen aus Ländern wie Deutschland, Tschechien oder Großbritannien werden präsent sein und so wird der Kunstunicampus zum großen Ars Electronica Festival Campus.

Es sind die Brückenbauer zu neuen Bildern und um diese auch zu überwinden und vom Schubladen Denken zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Realität und visuellen, zwischen Regional und International herauszufinden, ist es wichtig, dass die Komfortzone verlassen wird und sich die Kunst Uni auch hinausbewegt.

Off to new encountes / Credit: Ars Electronica Robert Bauernhansl

Ein weiteres Highlight was ich spannend finde, sind die Baumkronengespräche (off to new encountes) & Job-Buffet. Slow Dating trifft Speed Dating, was immer dies heißen mag jedenfalls geht es um Gespräche die sich in luftiger Höhe, fernab des quirligen Treibens in „Keplers Garden“ befinden. Gemeinsam mit dem auf Faserseile, Stahlseile und Umreifungsbände spezialisierten Familienunternehmen Teufelberger und professionellen Arborist*innen macht Ars Electronica die Baumkrone einer rund 40 Meter hohen Platane zur außergewöhnlichen Begegnungszone. Zwei Personen werden stets gleichzeitig ins Blätterdach hinauf gehievt und verlieren dabei kurzfristig den Boden unter den Füßen. Beide finden sich in einer völlig neuen Situation wieder, die mit ihrem Alltag nicht viel zu tun hat und es leichter machen sollen, eine gemeinsame Ebene zu finden.  Die Baumkronengespräche werden von 7. Bis 11. September in „Keplers Garden“ (in der Platane zwischen Learning Center und Uni-Center) angeboten.

Diesmal werden elf Locations in Linz und eine virtuelle Kunsthalle bespielt. Das Motto ihrer gemeinsamen Reise in die Zukunft und wieder zurück wird

„WELCOME TO PLANET B. A different life is possible – but now?“ lauten.

Die Spannung steigt, am 7. September 2022 wird die ARS ELECTRONICA eröffnet und findet bis 11. September 2022 in Linz, Österreich statt.

https://ars.electronica.art/planetb/de/

„FRAU LUNA“  Zwischen Berlin und dem Mond

Operette von Paul Lincke, Libretto von Heinz Bolten-Baeckers

Es muss nicht immer die Festspielstadt Salzburg sein, nein es kann auch mal Bad Ischl die zukünftige Kulturhauptstadt sein.

Lehár Festival Bad Ischl

Dort findet jeden Sommer das „LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL“ statt. Es ist das größte Operetten-Festival Österreichs, es hat Vielfalt und Qualität und ist weltweit einzigartig. Das Lehár Festival unterstützt auch die Wissenschaft im Musik- und Theaterwissenschaftlichen Fachbereich.

Für mich war dies ein Grund mehr, einmal nach Bad Ischl zu fahren und mir im letzten Abdruck (Ende August ist das Festival wieder beendet) noch eine Operette anzusehen, es war „FRAU LUNA“ von Paul Lincke.

Hier handelt es sich um eine Revueoperette eine der unverwüstlichen Welthits „Das ist Berliner Luft“ mit Kultstatus. Der Schauspieler Ramesh Nair zeichnete sich sowohl für die Inszenierung als auch für die Choreografie verantwortlich und stand selbst auf der Bühne als Prinz Sternschnuppe.

Frau Luna
Ramesh Nair als Prinz Sternschnuppe
(c) http://www.fotohofer.at

Intendant Thomas Enzinger hat das Stück dennoch vom jungen Komponisten und Dirigenten Christoph Huber ein wenig auffrischen lassen. Huber hat selbst dirigiert und dem Orchester wunderbare spritzige Rhythmen entlockt.

Zum Inhalt der Operette kurz erzählt: Frau Luna gehört zu den witzigsten und charmantesten Werken des Genres Operette und beinhaltet alle Zutaten einer großen Revue: Berühmte Schlager, große Tanzszenen, Humor und Leidenschaft. Steppke träumt davon als erster Mensch „uff’n Mond“ zu landen und bastelt mit seinen Kameraden Lämmermeier und Pannecke an einem Stratosphären-Expressballon, der eines Nachts mit allerlei Passagieren an Bord tatsächlich in den Berliner Himmel fliegt. Doch der Mann im Mond entpuppt sich als Frau Luna, die Gefallen an Fritz Steppke findet, sehr zum Leidwesen von Prinz Sternschnuppe, der bislang vergebens um die Mondgöttin warb. Die Erdlinge sorgen so für reichlich Verwirrung und Turbulenzen bei den Mondbewohnern.

Auf den Mond http://www.fotohofer.at

So der Inhalt und es gab endlich auch wieder einmal – was ja im 21. Jahrhundert schon eine Seltenheit ist – was zu Lachen und zum Schmunzeln. Die Musik und der Inhalt der Operette rissen das Publikum mit guter Laune und Fröhlichkeit einfach mit und kein Auge blieb trocken. Zum Schluss gab es einen riesengroßen Applaus für die Schauspieler, das Orchester und alle die hinter der Bühne mitgearbeitet hatten und diese wurde auch zum Schluss auf die Bühne gerufen, was ich als Wertschätzung fand. Kurz, es war ein gelungener Abend. Somit ist Bad Ischl nicht nur für die Konditorei ZAUNER eine Reise wert, sondern auch für seine Kultur.

AIDA von Giuseppe Verdi

Salzburger Festspiele 2022 als Neueinstudierung

Premiere fand am 12. August 2022 im Großen Festspielhaus Salzburg statt.

Shirin Neshat die aus dem Iran stammende Künstlerin bekam eine zweite Chance die Oper – sie führte bereits 2017 Regie – AIDA noch einmal in eine neue Fassung zu bringen. Ihre erste Annäherung 2017 an AIDA war, die Sprache, die Oper, die Sänger zu respektieren. Sie sah sich als bildende Künstlerin und nicht als Regisseurin einer Oper und ging daher auf schüchterne Weise auf dieses Projekt heran. 2022 kehrt sie mit neuem Selbstvertrauen und einem besseren und tieferen Verständnis zur Oper AIDA zurück und will somit auch ein Gleichgewicht zwischen Oper und ihrer eigenen Signatur finden.

Shirin Neshat: „Die konzeptionelle und narrative Qualität, es könnte nicht näher an der Art und Weise sein, wie ich die Frage nach Macht, Religion, einem Individuum, das irgendwie von der Gesellschaft, auf die eine oder andere Weise konditioniert wird, angegangen bin. Ich denke, es ist auch eine sehr relevante Geschichte für die Zeit, in der wir leben. Wir alle sind verwundbar und ich fühle mich mit der ganzen Geschichte sehr verbunden und nicht nur dem Charakter von AIDA. Als Frau im Exil, sondern bin ich auch nervös und bin zufällig in der Art und Weise, wie jeder von ihnen, stehe ich zwischen verschiedenen Richtungen als Mensch ebenfalls im Konflikt.

Ich dachte, es wäre sehr interessant zu sehen, wie jeder der Charaktere mit der Realität von Menschen, Macht und Religion und Pflichten und Loyalität und Nationalismus konfrontiert wird, sei es entweder für die Menschen in Äthiopien oder ist in Bezug auf das ägyptische Volk und die Armee? Es gibt immer diesen Konflikt zwischen dem, was dein rationaler Verstand sagt, dem, was dein Bewusstsein sagt, und dem, was du irrational machst, und deinem Unterbewusstsein“.

In ihrer zweiten Inszenierung ist Neshat diesmal auch gelungen, ihre eigenen Videoarbeiten in die Oper einzubringen.

Kurzer Umriss worum geht es in dieser Oper? Ägypten und Äthiopien befinden sich im Krieg. Der ägyptische Hauptmann Radamès träumt von seiner heimlichen Geliebten, der äthiopischen Sklavin AIDA, die am ägyptischen Königshof lebt und die er für sich gewinnen will. Beide Aida und Radamès begehen Verrat: sie gegen die Liebe, er gegen das Vaterland.

Es stellt sich die Frage, schaffen sie sich die Freiheit zu nehmen und ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen oder nicht?

Alain Altinoglu (Musikalische Leitung) agiert am Pult der Wiener Philharmoniker. Piotr Beczala (Tenor) in der Titelrolle Radamès. Anita Rachvelishvili (Mezzosopranistin) als Amneris und Elena Stikhina (Sopranistin) als Aida.

Leoš Janáček „Káta Kabanová“ Salzburger Festspiele 2022

Neueinstudierung Libretto von Leoš Janáček nach dem Schauspiel DAS GEWITTER (1859) von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski in der tschechischen Übersetzung von Vincenc Cervinka

Am 7. August 2022 war die Premiere der Oper Leoš Janáček Káta Kabanová in der Felsenreitschule Salzburger Festspiele 2022

Es ist eine Neueinstudierung in der Barrie Kosky die Regie und Jakub Hrůša die musikalische Leitung innehat.

Jakub Hrůša und Barrie Kosky im Gespräch beim TerrassenTalk 2022 / Foto:© Christa Linossi 2022

Wer ist Leoš Janáček? Janáček ist Tscheche und wurde 1854 in Hukvaldy geboren und verstarb im August 1928 in Mährisch-Ostrau. Er ist unter den Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts ein Ausnahmekünstler. Als Komponist wurde er erst allerdings mit 62 Jahren anerkannt.

Aussage von Jakub Hrůša: „An seinen meisterhaften Harmonien und spezifischen Klangfarben an fast jeder Stelle in der Partitur erkenne man schon nach wenigen Sekunden Janáčeks unverwechselbare musikalische Handschrift, zu der er allerdings erst in seinen späten Lebensjahren gefunden habe. „Ich halte ihn darum für einen der authentischsten Komponisten.“

Video Salzburger Festspiele 2022

Káta Kabanová ist ein meisterhaft-beklemmendes Porträt einer jungen Frau, die gegen ihre Lebensumstände aufbegehrte. In Káta Kabanová verbindet Janáček eine musikalische Sprachanalyse mit expressiver Klangfarbgebung und entwickelte sich so zu einem meisterhaften wie modernen Musikdrama.

Barrie Kosky zu dieser Oper: „In wenigen Takten kann Janáček einen atemberaubenden Kosmos erschaffen, schon einige wenige Noten sagen alles“. Ihn fasziniere außerdem der Charakter der Káta als zentrale Figur, die er als einen „Gefühlsvulkan“ bezeichnet, aber auch Janáčeks besonderes Gespür dafür, die anderen Figuren zu charakterisieren.

„Káta ist eine der außergewöhnlichen Figuren in der Oper. Sie ist emotional, ein Vulkan, eine Frau, die sich manchmal nicht richtig artikulieren kann, jedoch in ihren Träumen hat sie das Verlangen, sie hat Ängste und es ist wieder so zweideutig, dass wir am Ende nicht wirklich genau wissen, was ihre Probleme sind. Sie ist sehr deprimiert und voller Traumata. Die Beziehung und Liebe zu diesem anderen Mann außerhalb ihrer Ehe ist so anders als jede andere. Es ist keine romantische Liebe und voll von all den Problemen und Sorgen einer kleinen Stadt, Klatsch, Mischehen, erwiderte Liebe, Träume, Familie. Einfach alles hinter sich lassen…

https://www.salzburgerfestspiele.at/karten/kalender