When the soul is burning

Hervorgehoben

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable.  The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water
 
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul Teil 2

Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

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timetablede

                                      

Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

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Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

„SCHNEE IN BETHLEHEM!“

Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus zu Salzburg 2022

Salzburger Adventsingen 2022 „Schnee in Bethlehem!“ Foto: © Rudi Gigler 2022

Wie die Zeit vergeht, gerade noch war ein schöner Herbst und abrupt sind wir schon wieder in der Adventzeit. Nach zweijähriger Pandemie geht es heuer         – zwar geprägt durch eine Wirtschafts- und Energiekrise – wieder etwas lockerer zu. Die Christkindlmärkte haben ihre Pforten geöffnet und laden zum gemütlichen Beisammensein bei den diversen Glühwein Ständeln ein, um die Krisenzeiten etwas zu vergessen.

Salzburger Christkindlmarkt 2022 Foto: © Christa Linossi

In der von Kirche, Macht und Glaube geistig wie architektonischen Stadt Salzburg finden alljährlich zwei Mysterienspiele beachtliche Erfolge. Zum einen seit 100 Jahren der sommerliche Salzburger „Jedermann“ als Highlight der Salzburger Festspiele mit Mysterium des Todes und zum anderen seit nunmehr 75 Jahren sein winterliches Pendant, das „Salzburger Adventsingen“ im Großen Festspielhaus mit dem Mysterium vom Wunder der Geburt.

Heuer kann endlich wieder unter „Normalbedingungen“ (nach zwei Jahre Pandemie) das Traditionsbewusste und berühmte „Salzburger Adventsingen“ ohne Beschränkungen aufgeführt werden.

Ein kurzer Rückblick zur Entstehung des Salzburger Adventsingen. Es hat alles klein und bescheiden mit einer schlichten Gedenkfeier unter schwierigen Bedingungen begonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 – die Welt lag wieder einmal in Trümmern – und allerorts ertönte „Nie wieder Krieg“! In diesem unermesslich großen Wunsch nach Frieden, gründete Tobi Reiser 1946 das Salzburger Adventsingen. Die Botschaft vom „Frieden den Menschen auf Erden, die guten Willens sind“ (LK 2,14) was bis heute Gültigkeit besitzt.

Regisseurin Gerda Gratzer und Hans Köhl (Gesamtleitung) Foto: © Christa Linossi 2022

Gerda Gratzer, die neue Regisseurin übernahm die Schauspiel-Inszenierung und inszenierte ein wunderschönes Adventsingen, mit viel Musik und Gesang und so wurde es zu einem harmonischen Ganzen.                              

Salzburger Adventsingen 2022 im Großen Festspielhaus Salzburg Probenfoto Im Bild Julia Leckner als Erzählerin Foto: Franz Neumayr 18.11.2022

„Schnee in Bethlehem!“ entführt in eine märchenhafte Geschichte die nach dem musikalischen Prolog mit „Es war einmal…“ beginnt und es ist eine uralte, von Generation zu Generation mündlich überlieferte Adventsgeschichte, in die uns die Erzählerin in Erinnerung an ihre Oma mitnimmt. Unzählige Male hat sie diese Geschichte beim Schlafengehen gehört. Jedes Mal klang sie ein wenig anders und wurde aus Omas Gedankenwelt mit fantasievollen Details angereichert. So war es einmal, dass vor über 2000 Jahren in Bethlehem ausgerechnet in jener Nacht der Geburt Christi nach langer Zeit wieder einmal Schnee vom Himmel fiel. Alles erstarrte in frostiger Kälte. Nur eine strahlend weiße Schneerose, auch „Christrose“ genannt, verkündete fortan neue Hoffnung, neues Leben.

Salzburger Adventsingen 2022 „Schnee in Bethlehem!“ Foto: © Christa Linossi
Aufführung des Salzburger Adventsingens 2022, mit dem Thema „Schnee in Betlehem“, im Grossen Festspielhaus in Salzburg, am 23.11.22. Das Bild zeigt Edwin Hochmuth als Hirten Jaggerl mit Christrosen in den Händen Foto: © Rudi Gigler

Es ist eine großartige Inszenierung die Gerda Gratzer hier auf die Beine stellte. Mit großartigem Sänger*innen, Musikant*innen, Darstellern und Hirtenkinder, die ihr Bestes geben und das Publikum mit der Kraft der Stille und dem Mysterium der göttlichen Liebe im Innersten berühren werden.

Salzburger Adventsingen 2022 im Großen Festspielhaus Salzburg Probenfoto Im Bild die Hirtenkinder Foto: Franz Neumayr 18.11.2022
Salzburger Adventsingen 2022 im Großen Festspielhaus Salzburg Probenfoto Foto: Franz Neumayr 18.11.2022

Das Salzburger Adventsingen 2022 startet mit der Premiere am 25. November 2022 und läuft bis 11. Dezember 2022 im Großen Festspiel zu Salzburg.

Prädikat: Sehenswert

www.salzburgeradventsingen.at

DER ALPENWALD

Eine Natur- und Kultur- Beschreibung aus 20 Perspektiven

Foto: Christa Linossi

Ein Band der zur rechten Zeit – oder doch schon zu spät? – es auf den Buchmarkt geschafft hat.

Worum geht es in diesem Buch?

Es geht um den Wald der Alpen, der unzählige Facetten hat: Lebensraum, Ressource, Schutz, Erholungsraum und Fluchtpunkt. Dieses Buch berichtet über folgende Themen: Viel Raum für Wald, Holz für Lebensraum, Baum- und Artenreich, Was der Wald kann, Lebenssaft der Bäume, Heimisch in den Wäldern und vieles noch mehr…

Ein Buch, dass sich dem Alpenwald widmet und man muss genauer hinsehen, wenn man die Begriffe Alpen und Wald genau definieren will. Ich filtere ein paar interessante Passagen heraus: Zum Beispiel umfassen die Alpen eine Fläche von 190 700 Quadratkilometern, was deutlich mehr als der doppelten Gesamtfläche Österreichs entspricht und sind somit auch einer der größten Naturräume Europas. Die Alpen sind auch ein hervorragender Lebensraum für Bäume. Denn Bäume benötigen Wasser und Wärme, und beides bietet der Alpenraum.

Vorgestellt wird in dem Band auch der Artenreichtum von Bäumen und die prägenden Baumarten des Alpenwaldes. Es wird auch auf das Thema wie wichtig die Wälder für Mensch und Tier sind. Zum Beispiel Kohlendioxid, für den Menschen (Atem) ein Abfallprodukt und für die Blätter und Nadeln eine wertvolle Nahrung. Die Objektschutzwälder die die Infrastruktur vor Schäden durch Lawinen, Steinschlag und Muren schützen, werden in unserer Zeit für die Wetterextreme immer wichtiger.

Des Weiteren bringen die Autorinnen und Autoren uns den ungeheuren Schatz des Alpenraums aus vielen Perspektiven näher und machen deutlich, warum dessen Erhaltung für uns alle so wichtig ist. Michael Köhlmeier schließt den opulenten Band mit einer persönlichen Erzählung über seine Großmutter und eine ganz besondere Tanne.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Vielfalt von Flora und Fauna sind auch die Protagonisten, die mit dem heimischen Holz arbeiten: zum Beispiel der Köhler, der die Energie des Waldes seit Jahrhunderten nutzbar machte, der Architekt, der mit den Hölzern dieses Waldes exzellenten modernen Wohnraum schafft oder Instrumentenbauer, der im Alpenwald klangvolle Hölzer findet und daraus Instrumente kreiert. Ein Buch das Alt und Jung genauso faszinieren kann und einen tiefen Einblick in unseren Alpenraum und Wald gibt.

Autorenportrait

Eduard Hochbichler, geboren 1958 in Gmunden, studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur in Wien. Nach seiner Tätigkeit bei den österreichischen Bundesforsten kehrt er dorthin zurück und arbeitet und lehrt am Institut für Waldbau. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Entwicklung und Umsetzung innovativer Waldbautechniken und multifunktionaler Waldbewirtschaftungskonzepte. Er ist auch Berater zahlreicher nationaler und internationaler Institutionen im Bereich nachhaltiger Waldwirtschaft. Er lebt mit seiner Familie in Mödling bei Wien und im Salzkammergut.

Eduard Hochbichler ist gemeinsam mit Werner Meisinger der Herausgeber dieses Bandes.

DAS MAXIMALE MINIMUM

THE MAXIMUM MININUM

Gesehen im MUSEUM DER MODERNE SALZBURG

Künstlerin Wiebke Siem, Foto: © Christa Linossi 2022

Die Künstlerin Wiebke Siem, eine deutsche Künstlerin (*1954 Kiel) wurde in den 90iger Jahren mit ihren raumgreifenden Installationen bekannt.
Das Kunstmuseum Den Haag (NL) und das Museum der Moderne Salzburg zeigen mit dieser Präsentation die jeweils erste Einzelausstellung der Künstlerin in den Niederlanden und in Österreich. Auch das Kunstmuseum Bonn wird der Künstlerin eine Einzelausstellung widmen.

Das Maximale Minimum ist ein Überblick der plastischen Arbeiten der Künstlerin, von Beginn der 1980er Jahre bis heute. Es ist eine Inszenierung einer Raumfolge zwischen Installation und Bühnenbild. Eine Formsprache und präsentationsweise, die auf den Kontext ethologischer Sammlungen darauf hinweisen.

Betritt man den ersten Raum, ist man überrascht und erstaunt, welche Objekte

Hot Skillet Mama 2012/2013 Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022

einem hier begegnen. Im Hintergrund taumeln von der Decke Objekte, mit hängenden Armen, jedoch nicht nur mit Armen, sondern auch Spazierstöcke baumeln an den „Körpern“. Als Kopf dienen Vasen, Schneidbrett und sonstiges Utensil. Es ist eine interessante Installation und man könnte „Geschichten“ dazu erzählen. Eine Skulptur, die wie eine Trommelkabelrolle aussieht, jedoch befindet sich am Ende der Rolle, ein Fuß und am Anfang schleifen Hände sich durch den Raum. Ein geschlauchter „Zwerg“ chillt in einem Stuhl und wartet darauf, vom Museums-Besucher betrachtet zu werden.

Betritt man den nächsten Raum der Ausstellung, sticht einem eine Kücheneinrichtung aus den 60iger Jahren mit einem Riesenbildschirm als weibliche Skulptur umgewandelt entgegen. Es hat etwas Skurriles. Wollten Sie nicht auch schon immer einen Lampenschirm?? Beim Lunch oder Dinner etwas beengt, würden die Füße doch den Teller berühren.

Niema tego zlego coby na dobry nie wyslo 2017 (polinisch) „Jede Wolke hat einen Silberstreif am Horizont“ / Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022

Abgesehen davon, es ist eine interessante Installation, die sich sehen lassen kann und auch zum Nachdenken anregen sollte.

Eine weitere interessante Installation ist die Nähmaschine. Eine Nähmaschine aus der Vergangenheit (50iger, 60iger Jahren) steht im Raum und wird

Weibliche Skulptur 2008 / Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022

von einer Skulptur umschlungen? Nein nicht umschlungen, bei genauer Betrachtung trägt sie auch Schuhe und sie liegt fix und fertig von der getanen Näharbeit über der Maschine. Hier ist die Symbolik wiederum den Frauen zugeschrieben.

Der letzte Raum dieser Ausstellung verbirgt interessante Installationen, wo auch der Besucher, die Besucherin selbst Hand an den Kunstwerken anlegen kann.

Der schwarze Raum Installationen / Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022

Es liegen Teile von Gegenständen, wie Arme, Spazierstöcke, Beine mit Schuhen usw. am Boden und warten darauf, dass der Besucher, die Besucherin sie in die Hand nimmt und ihre eigene Installation kreiert, in dem sie die Gegenstände an die vorgesehenen Ketten einhackt. Die Gegenstände sind aus Holz. Es ist ein kreativer Ansatz wo Besucher: innen interaktiv mitwirken können.

Der schwarze Raum Installationen / Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022Wiebke Siem Foto: © Christa Linossi 2022

So betrachtet, wurden aus Alltagsdingen wie Kleiderstücke, Schuhe, Möbelstücke, häuslich konnotierten Gegenständen und Materialien usw. So entstanden marionettenartigen Figuren als psychologisch aufgeladene wie beklemmende oder humorvolle Installationen, die jedoch auch Fragen nach gesellschaftlichen Rollenbildern aufwerfen.

Die Ausstellung ist sehenswert. Die Ausstellung läuft bis 12. März 2023

https://www.museumdermoderne.at/

GUTE OMEN

…und 333 noch bessere Wortspiele Autoren: Georg Breinschmid / Gunkl

Cover: Bastian Welzer

Worum geht es in diesem Buch?

Das Lachen ist uns doch in diesen Krisenzeiten schon vergangen, oder? Unlängst ist mir ein Buch in die Hände gefallen, wo ich teilweise laut lachen und auch schmunzeln musste.

Ich habe ein paar Wortwitze für Sie herausgesucht: „Wie heißt der allererste Besucher eines Geschäftes? Urkunde“. „Und was trug Eva Braun? Heil Heels natürlich“.  „Vergeltungsaktion der Herbstmafia: Laub rächen“. „Zu Nacktmodellen kuscheln: ad Akta legen“ „Altes kroatische philosophisches Problem: die Frage, ob zuerst die Henne oder das Ajvar“ und davon gibt es insgesamt 334 Wortwitze, die auch immer eine Zweideutigkeit hervorrufen, eben zum Schmunzeln.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Sie sollten es lesen, wenn sie wieder einmal herzlich lachen wollen, es ist einfach eine leichte „Kost“ für schwere Zeiten, wie in diesen, wo alles den Bach hinunterfließt. Aus einer Schreckzone in die andere. Abgesehen davon, soll ja „Lachen“ die beste Medizin sein.

DIE AUTOREN:

Die beiden Autoren li Georg Breinschmid, re Günther „Gunkl“ Paal, Foto: Auszug aus dem Buch Verlag: edition a

Georg Breinschmid, geboren 1973, zählt zu den führenden österreichischen Musikern der internationalen Jazzszene. Er ist zweifacher Hans Koller-Preisträger, wurde viermal in folge für den Amadeus Music Award nominiert und betreibt als Bandleader zahlreiche Projekte im Grenzbereich zwischen Jazz, Klassik, Folk und Comedy. https://georgbreinschmid.com/

Günther „Gunkl“ Paal, geboren 1962, ist als der Philosoph unter den österreichischen Kabarettisten bekannt. Er trat bisher mit 13 Soloprogrammen auf, sowie unter anderen mit den Science Busters, dem Schauspieler und Kabarettisten Gerhard Walter oder E-Bassist mit Manuel Rubey. Er ist Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises und des Österreichischen Kabarettpreises. http://www.gunkl.at/

Erschienen ist das Buch

Im Verlag edition-a

ISBN: 978-3-99001-599-5

https://www.edition-a.at/buecher

SALZBURG MUSEUM    / NEUE RESIDENZ

„Mit Geschichte spielen“

Ausstellung „Mit Geschichte spielen“ Foto: © Christa Linossi

Eine interessante und schöne Ausstellung ist im Salzburg Museum in der neuen Residenz zu sehen.

„Mit Geschichte spielen“ so lautet der Thementitel. Beginnend mit der Spielwelt der 1950/60er Jahre, bis hinein ins digitale 21. Jahrhundert, greift diese Ausstellung verschiedene Erfahrungen unterschiedlicher Generationen eines Spielens mit Geschichte auf.

Ausstellung „Mit Geschichte spielen“ Foto: © Christa Linossi
Ausstellung „Mit Geschichte spielen“ Foto: © Christa Linossi

Es handelt sich bei dieser Ausstellung um eine doppelt ausgeführte Ausstellung. Die Sonderausstellung „Mit Geschichte spielen“ in der Neuen Residenz beleuchtet den Einfluss von Spielzeug auf die Vorstellung von Vergangenheit. Während im Spielzeug Museum die „Geschichte erleben – Zeitreise in fünf Stationen“ gezeigt wird, wo Kinder Schlösser und Burgen erkunden können, mit Wikingern in See stechen oder Steinzeitmenschen zu treffen und somit spielerisch in verschiedene Rollen schlüpfen können.

Ausstellung „Mit Geschichte spielen“ Foto: © Christa Linossi

Mit den beiden Ausstellungen zum Thema Spielzeug will das Salzburg Museum die historischen Aspekte von Spielzeug zeigen und gleichzeitig dazu anregen, die gezeigten Objekte neu zu überdenken. Die Ausstellung ‚Mit Geschichte spielen‘ greift dabei auch Erfahrungen unterschiedlicher Generationen auf – von den Großeltern in den 1950er und 1960er Jahren über die Elterngeneration der 1970er und 1980er Jahre bis zu den Kindern des 21. Jahrhunderts.

Christoph Kühberger, Ausstellungskurator und Professor an der Universität Salzburg Foto: © Christa Linossi

Christoph Kühberger, Ausstellungskurator und Professor an der Universität Salzburg zum Thema: „Spielzeug gehört zu unserer Geschichtskultur, also jenen Vorstellungen von Vergangenheit, die in der jeweiligen Gegenwart vorherrschen. Es beeinflusst damit geschichtliche Vorstellung, die wir übernehmen, weiterdenken oder kritisieren können.“

Die Fantasien dazu versprachen Abenteuer, Natur und Fremdheitserfahrung. Jedoch das Spielen mit Geschichte treibt auch manchmal seltsame Blüten. Fachliche Fehler wie ein Hinkelstein aus der Steinzeit als Teil der keltischen Kultur, sind da eine Kleinigkeit. Immer öfter erregt Spielzeug mit Vergangenheitsbezügen Aufsehen, weil es unseren heutigen Wertvorstellungen entgegensteht.

„Mit Geschichte spielen“ Spielzeug Museum Foto: Salzburg Museum_Christa Gaigg

Die Ausstellung in der Neuen Residenz ist sehr gut gegliedert und beginnt mit dem Thema „Indianer Spielen“ also „ERSTE AMERIKANER*INNEN“, geht dann über ins Rittertum, wo mit Rittern und Burgen schon sehr lange gespielt wurde und so zum Thema „RITTER“. Von den Rittern schreiten wir weiter zu den „PIRATEN“. Auch die gängigen Vorstellungen von Piraten basieren zumeist auf Vorbildern aus dem 17. Jahrhundert. Die Grenzen zwischen Krieg, Piraterie und Handel schwimmen stark. Das Bild der Piraten wurde stark durch Bücher, Filme und auch Spielzeug-Piraten geprägt. Von den „Piraten“ wandeln wir zu den „PRINZESSINNEN“, die heute noch stark bewundert werden und in schön anmutenden Inszenierungen in Filmen, Kostümen, Puppen und anderen Spielsachen geprägt wurden und noch immer sind. Von der Vergangenheit stürzen wir uns ins 20./21. Jahrhundert dort wo die digitalisieren ihren Fortschritt hat. Digitale Spiele haben die Spielwelt sehr stark verändert. Digitale Formate dominieren immer stärker das Spielverhalten von Kindern und Jugendlichen. Durch die digitalen Spiele können Spieler*innen auch in geschichtlichen Räumen agieren und haben oft das Gefühl, unmittelbar in der Vergangenheit zu sein oder sich im Spiel zu verlieren.

„Mit Geschichte spielen“ Spielzeug Museum Foto: Salzburg Museum_Christa Gaigg

Die Ausstellung ist in beiden Häusern sehenswert, in der Neuen Residenz können Erwachsene einen Rückblick in ihre Kindheit unternehmen und im Spielzeugmuseum sind Kinder angehalten, in die Vergangenheit der Geschichte einzutauchen.

https://www.salzburgmuseum.at/ausstellungen/aktuelle-sonderausstellungen/mit-geschichte-spielen/

https://www.spielzeugmuseum.at/sonderausstellungen/geschichte-erleben-zeitreise-in-5-stationen/

OPEN MIND FESTIVAL 2022

ARGEkultur Salzburg      vom 16. – 19.11.2022

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen. Sie tritt als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur auf.

ARGEkultur | Digitales Foyer | Tutorial (2022)
OPEN MIND Kurator_innen_Theresa Seraphin_Sebastian Linz Foto: © Wolfgang Lienbacher

Auch mit dem Festival „Open Mind digital body 2022“ geht die ARGEkultur wieder neue Wege. Es geht um Hybride Reiche / In Zwischenräumen und über reale Dystopien (Eine Dystopie ist das Gegenteil der Utopie, die auf eine gute, schöne und friedfertige Zukunft verweist.) und hybride Wirklichkeiten. Um die Jahrhundertwende hatte sich das Internet bereits als entscheidendes Kommunikationsmedium etabliert, jedoch galten digitale Räume noch weiterhin als künstliche und daher als unechte Gegenpole zur echten und also analogen Wirklichkeit. In den Pandemie-Jahren wurde es augenscheinlich, wie sehr die Digitalisierung und mit ihr die Räume, die sie hervorbringt, Teil unseres Alltags geworden sind. Krisenmanagement und globale Politik, aber auch private Beziehungen wären ohne digitale Medien wie Social Media, Video-Konferenzen oder Live-Streams nicht aufrecht zu halten gewesen. Wir leben in einer hybriden Welt!

OPEN MIND Festival_OPEN MIND_DIGITAL BODY_2022_SHOWCASE_UNTOUCHABLE ART_Felix Ludwig Foto: © Felix Ludwig_2

Interessant ist auch, dass in diese Zeit gerade die Ankündigung aus dem Silicon Valley, mit dem Meteverse unseren Begriff von Wirklichkeit von Grund auf zu verändern, fällt. Ist eine Welt nicht genug? Nein, Tech-Konzerne wollen mit „Metaverse“ unsere reale Welt von Grund auf verändern. Ist es eine Utopie, vor der man sich fürchten muss? Vielleicht? Vielleicht auch nicht. Denn die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, es ist bereits ein jahrzehntelanger andauernder und auch vom Konsumverhalten von Milliarden Menschen angetriebener Prozess.

OPEN MIND Festival_OPEN MIND_DIGITAL BODY_2022_SHOWCASE_UNTOUCHABLE ART_Felix Ludwig Foto: © Felix Ludwig_1

Die ARGEkultur sieht darin einen Handlungsspielraum und mit entstehen der neuen digitalen Spielstätte, dem Digitalen Foyer, starten sie den Versuch, einen Begegnungsort und Erfahrungsraum virtueller Gegenöffentlichkeit innerhalb einer demokratisch legitimierten Struktur, einer Kulturinstitution, zu erschaffen und zugänglich zu machen.  

Dieses Festival bietet zwei Möglichkeiten an, am diesjährigen OPEN MIND teilzunehmen, analog oder digital. https://www.argekultur.at/projekte/2022/openmindfestival/

BRUCHLANDUNGEN

Ich reagiere mit einer künstlerischen Arbeit!

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „view in the future“
Career is possible, step by step up the ladder rungs!!

Crash landings are used to collect yourself and continue to pursue the goal with full force. Working on yourself and staying authentic are the prerequisites for a career.

Bruchlandungen dienen dazu, sich zu sammeln und mit voller Kraft das Ziel weiterverfolgen. An sich zu arbeiten und authentisch zu bleiben sind die Voraussetzungen für eine Karriere.

„TURMSCHATTEN“

Ein fesselnder Polit-Thriller über drei Neonazis von Peter Grandl

Politkrimi von Peter Grandl / Foto: (c) Christa Linossi

dieser Thriller ist bereits im Jahr 2020 in gekürzter Form bei der Eulenspiegel Verlagsgruppe erschienen. Jedoch hat dieser Thriller bei Leser: innen einen enormen Erfolg gebracht, sodass der Piper Verlag diesen Thriller als überarbeitete Neuausgabe und in ungekürzter Form im Juli 2022 neuauflegte.Dieser Thriller hat es in sich. Es ist nicht nur ein Thriller, sondern auch ein Buch mit viel realem Hintergrundwissen gespickt. Hauptakteur dieses Romans ist Ephraim Zamir, ein Jude, der die Todesmaschinerie Auschwitz überlebte, den die Erinnerung an die Zeit, an den Tod seiner gesamten Familie ihn Tag für Tag quälte. In einer kleinen normalen Stadt erwarb er ein Grundstück mit dem Turm und hatte keine Ahnung was sich hier 1945 abspielte. Er baute den Turm um, die Einwohner dieser Stadt hassten diesen Turm und empfanden ihn als Schandfleck. Es beginnt mit einem Prolog DER TURM aus dem Jahr 1945, pendelt dann zwischen den 80iger und 90iger Jahren zu Rückblicken und geht dann wieder über ins Jahr 2010, wo der Thriller eigentlich stattfindet. Peter Grandl recherchierte dafür mehrere Jahre lang über die rechtsradikale Szene, über jüdisches Leben in Deutschland und die Macht der Medien. Er begleitete auch Polizeieinsätze und kann dadurch auch authentisch aus den jeweiligen Milieus berichten.

Ein Thriller, der die Grenzen zwischen Gut und Böse aufhebt.

Thriller-Leser kommen bei dieser Lektüre voll auf ihre Kosten. Nach Rücksprache mit dem Autor, für einen Thriller bräuchte es keine 600 Seiten, (sollte dies Leser eventuell abschrecken!) aber er wollte die realen Hintergründe in diesen Roman einfließen lassen, um den Leser darauf auch hinzuweisen, dass nichts so ist, wie es oft scheint. 

grandl-peter- © Proxenos GmbH

DER AUTOR

Peter Grandl, geboren 1963, war als Filmregisseur sowie als Marketingleiter bei Senator Film tätig. Er rief die Musiker-Plattform AMAZONA.de ins Leben und ist bis heute als Chefredakteur für das Magazin tätig.  In seiner Freizeit hält er sich am liebsten in den Bergen auf (hier kann er Kraft tanken für neue Visionen) oder produziert im eigenen Studio elektronische Musik.

Erschienen Juli 2022 als neuüberarbeitete Auflage im:

PIPER Verlag GmbH, München 2022, ISBN 978-3-492-06321-0

„Köpferl im Sand“

ist der legendäre Song von Arik Brauer, der heute genauso gültig ist wie in den 70iger Jahren, wo er den Song ins Leben rief.

Skulptur „Köpferl im Sand“ Arbeit von Christine A Eichinger / Foto: (c) Christine Eichinger

Dieser Song wurde – von der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler – für eine Hommage an ihr verstorbenes Ehrenmitglied Arik Brauer gewählt und so entstand diese Ausstellung.

Die Sängerin (Tochter von Arik Brauer) Timna Brauer eröffnete gemeinsam mit Mag. Gottfried Riegler-Cech (Otto-Mauer-Zentrum Wien) die Ausstellung.

Arik (Bild) und Timna Brauer Foto: (c) Maria Santner

Kurze Information, bevor ich auf die Künstler: innen der Ausstellung eingehe, zum Song von Arik Brauer.

Der Song „Sein Köpferl im Sand“ https://youtu.be/hDeFYKmgePQ war der Hit in den 70iger Jahren und war aber auch gleichzeitig ein beinhartes Protestlied, welches sich nicht gegen eine bestimmte Gruppe richtete, sondern gegen Jedermann der sich betroffen fühlte. Arik Brauer war ein großer Humanist und als Frauenaktivist bekannt und widmete sich in seinen Werken sowohl historischen als auch aktuellen Themen. Ein Zitat von Brauer: „In der Malerei ist der Mensch, wie ja auch bei der Handschrift, nicht im Stande, den Leuten etwas vorzumachen. […] Deshalb ist Malerei die Stunde der Wahrheit“.

Somit widmeten die Mitglieder der Berufsvereinigung (BV) der bildenden Künstler Österreichs eine Hommage an Arik Brauer dem Universalkünstler, der im Vorjahr verstorben ist.  Man würdigte ihn auch als erzählenden Maler der Schule des Wiener Phantastischen Realismus. Auch er war seit den 50er Jahren Mitglied der Berufsvereinigung (BV) der bildenden Künstler Österreichs. Arik Brauer gestaltete neben Bildern auch Bühnenbilder, Hausfassaden, Mosaike, Plastiken, war aber auch Autor, Komponist, Musiker, Tänzer.

Ausgestellt wurden Arbeiten von 18 Mitgliedern, die sich mit sehr unterschiedlichen Darstellungsmitteln und- techniken zu den aktuellen Themen Stellung bezogen, vor denen viele ihren Kopf auch in den Sand steckten: Klimakrise, Verlust an Artenvielfalt, Vogelstraußpolitik, Tussi-Urlaub, Steinköpfe, Pandemie, Krieg und Elend.

Ausstellende Künstler: innen:

Irene Bergner-Oberndorfer, Gabriele Bina, Annemarie Bock, Christian Eichinger, Christine A Eichinger, Parizad Farzaneh, Vihar Georgiew, Marianne Hirschbichler, Walter Kanov, Gerhard Knolmayer, Beatrix Kutschera, Yoly Maurer, Christiane Molan, Panto Trivkovic, Petra Traxler-Pilgram, Natascha Walker, Leszek Wisniewski, Berthild Zierl.

Es waren interessante Ansätze und Aspekte zum Thema „Köpferl im Sand“ wo ich mir ein paar Arbeiten herauspikte:

Die Arbeit von Christine A Eichinger zum Beispiel, ist eine gelungene Skulptur, die sich kopfüber in den Sand stürzt, um von den ganzen Problemen, die zurzeit im 21. Jahrhundert herrschen, nichts mitzubekommen. Es ist mehr oder minder eine Flucht in den Sand, um auch keinen Beitrag leisten zu müssen. Wenn ich nichts höre, nichts sehe, dann bin ich aus dem Spiel heraus.

Skulptur „Köpferl im Sand“ Arbeit von Christine A Eichinger / Foto: (c) Christine Eichinger

Christian Eichingers Porträt des Künstler Arik Brauer, treffend realistisch gemalt. Er stellt Arik Brauer, eben den Universalkünstler, der nicht nur seine Bilder zum Ausdruck bringen konnte, sondern auch seine Songs eine Herausforderung sind oder waren, so dar, wie er war.

Portrait ArikBrauer_ von Christian Eichinger Foto: (c) Christian Eichinger

Eine weitere Arbeit die mir auch gut gefiel, ist die Arbeit von Petra Traxler-Pilgram. Mit wenigen Strichen drückt sie das Thema „Köpferl im Sand“ perfekt aus. Die Figuren wie ein Hampelmann zusammengesetzt. Hampelmann deshalb, weil es immer wieder einen anderen Blickwinkel ergeben kann.

Traxler-Pilgram Petra Vogelstrausspolitik Collage und Tinte auf Papier 50x50cm 2020 (003) Foto: (c) Petra Traxler-Pilgram

Interessant ist auch die Arbeit von Gerhard Knolmayer. Seine Arbeit mit dem Titel „Blue Pacific – Rising High!“ ist die Thematisierung des Anstieges der Meere und die damit verbundene Überflutungsgefahr von niedrig gelegenen Landmassen, die sich in den Fluten verlierenden Sands verwischen. 

Gerhard Knolmayer „Blue Pacific – High Rising“ Foto: Gerhard Knolmayer

Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. Februar 2023 im Otto-Mauer-Zentrum. Aus organisatorischen Gründen bittet das Otto-Mauer-Zentrum um telefonische Vereinbarung eines Besuchstermins unter der Telefonnummer: 0043 664 8859 3864

Feminist Futures Festival

1 Festival – 3 Städte Berlin – Warschau – Salzburg

In Salzburg vom 25. November bis 2. Dezember 2022

In der SZENE Salzburg findet erst- und einmalig das Feminist Futures Festival statt. Konzipiert ist das Festival, das zuerst in Berlin, anschließend in Warschau und Ende November in Salzburg veranstaltet wird, ist eine Reise durch verschiedene Teile Europas. Einige der eingeladenen Künstler*innen werden in alle drei Städte präsent sein, dort jeweils ihre Stücke zeigen und auch an dem partizipativ-diskursiven Format Feminist School teilnehmen, wodurch ein feiner roter Faden zwischen den drei teilnehmenden Kulturinstitutionen und ihren jeweiligen Ausgaben des Feminist Futures Festival gespannt wird.

Das Programm für SZENE Salzburg wurde gemeinsam mit den apap-Partner Institutionen InSzPer Warschau und der Tanzfabrik Berlin erarbeitet. Die inhaltliche Ausrichtung des Programms zielt dabei nicht auf eine einzelne feministische Fragestellung, sondern wurde nach feministischen Prinzipien erstellt. Dahinter steht der Wunsch, kulturelle Institutionen und deren Arbeitsweisen in Hinblick auf Entscheidungsprozesse, gängige Hierarchien, Diversität, Inklusion und Machtkonstellationen kritisch zu hinterfragen.

Aus dieser mehrmonatigen, bereichernden Zusammenarbeit ist ein Festival in drei Ausgaben entstanden. In Salzburg gibt es an acht Tagen künstlerische Beiträge von Ana Dubljević, Jule Flierl, Milla Koistinen, Anne Lise Le Gac, Sergiu Matis, Harun Morrison und Muna Mussie zu sehen.

Parallel zum Performanceprogramm hostet die SZENE Salzburg die Feminist School, die von 23. bis 26. November in und rund um die Stadtgalerie Lehen stattfindet. Die Feminist School versteht sich als Ort gemeinsamen Lernens und der Begegnung zwischen unterschiedlichen Vorstellungen und gelebten Erfahrungen von Feminismus; als ein Ort, an dem eine Vielzahl von Ausdrucksformen, wie diese Prinzipien verkörpert, geteilt und praktiziert werden können, in einen Dialog treten und sich gegenseitig informieren und befruchten.

Diese Aufführung, die ich hier herausgefiltert habe, könnte sehenswert sein!

Milla Koistinen Magenta Haze Fr 25. & Sa 26.11. 19:30

In Milla Koistinens jüngster Arbeit ist das Publikum eingeladen, den Raum zu betreten und die intrinsische Choreografie zu betrachten, die aus dem Spiel der Performer*innen mit großen bunten Objekten entsteht. Die von der bildenden Künstlerin Sandra E. Blatterer geschaffenen, mit Luft befüllten Objekte nehmen unterschiedliche Formen und Bedeutungen an und lösen vielfältige Assoziationen aus, während die Performer*innen ihre materiellen, taktilen und akustischen Qualitäten erkunden.

Weitere Infos: szene-salzburg.net.