
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable. The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water



Zhang Huan „My Temple“
bis 29. September 2015
Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“ auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

Pressekonferenz der Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft Salzburg
Die Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft verfolgt seit ihrer Gründung im Jahr 2009 ein klares Ziel: Musik von Komponistinnen hörbar machen – sichtbar machen – und in der Musikgeschichte verankern.
Es geht um kulturelles Bewusstsein, um historische Gerechtigkeit und um die Anerkennung von Frauen als schöpferische und interpretierende Musikerinnen. Der Verein widmet sich sowohl der Aufführung von Werken als auch der Erforschung von Leben und Werk jener Frauen, die über Jahrhunderte hinweg im Schatten standen.
Maria Anna Mozart – „Nannerl“ und viele andere
Maria Anna Mozart, besser bekannt als „Nannerl“, war eine hochbegabte Musikerin ihrer Zeit. Sie hätte – wie viele Frauen des 18. Jahrhunderts – durchaus eine professionelle Karriere als Komponistin einschlagen können. Interessanterweise waren Frauen damals in manchen Bereichen weniger eingeschränkt als im 20. Jahrhundert, als männliche Dominanzstrukturen wieder stärker wurden. Eine Frage, die im Raum steht: Warum eigentlich? Und was sagt das über kulturelle Machtverhältnisse aus?
Die längste Konzertreihe Österreichs, die ausschließlich Komponistinnen gewidmet ist
Seit 16 Jahren veranstaltet die Maria‑Anna‑Mozart‑Gesellschaft die Konzertreihe FRAUENSTIMMEN – die am längsten bestehende Reihe Österreichs, die ausschließlich Werke von Komponistinnen präsentiert.
In rund 100 Konzerten wurden bisher über 650 Werke von mehr als 240 Komponistinnen aus allen Epochen aufgeführt: Barock, Klassik, Volksmusik, Romantik, Moderne, Neue Musik.
Saison 2026 – Vielfalt, Geschichte und neue Perspektiven
Auch 2026 lädt die Gesellschaft dazu ein, die kreative Kraft von Komponistinnen neu zu entdecken.
8. März 2026 – Internationaler Frauentag
DUE DONNE IMPOSSIBILI – Zwei Frauen im Barock Barbara Strozzi (1619, Venedig) und Margherita Costa (um 1600, Rom)
Ein Abend über zwei Künstlerinnen, die im 17. Jahrhundert dichteten, komponierten, interpretierten und veröffentlichten – gegen alle gesellschaftlichen Erwartungen. Das Duo Udite zeigt mit der Musik von Barbara Strozzi, dass „Unmögliches“ möglich war. Ort: Salzburg, Kardinal‑Schwarzenberg‑Saal, 19.30 Uhr
16. April 2026 – „Die Damen machen alles…“
Musik aus „weiblichen“ Salzburger Sammlungen Ort: Salzburg, Internationale Stiftung Mozarteum, Villa Vicina, 19.30 Uhr
Das Konzert findet im Rahmen der Konferenz „Klingende Spuren – Weibliche Handlungsräume der Musikförderung“ (16.–17. April 2026) statt.
Die Konferenz beleuchtet die vielfältigen Rollen von Frauen in der Musikgeschichte: als Mäzeninnen, Auftraggeberinnen, Kuratorinnen, Pädagoginnen und kulturelle Gestalterinnen. Sie zeigt, wie Frauen innerhalb und außerhalb traditioneller Strukturen Musik gefördert, ermöglicht und geprägt haben.

Was ist real – und wer entscheidet darüber? Mit dieser Frage eröffnet der Salzburger Kunstverein sein Jahresprogramm 2026. Unter dem Titel „CAPTCHA REALISM“ untersucht das Haus die wachsende Kluft zwischen gelebter Wirklichkeit und ihrer digitalen Authentifizierung.
CAPTCHAs – jene kleinen Tests, mit denen wir Maschinen beweisen sollen, dass wir Menschen sind – werden zum Ausgangspunkt eines kuratorischen Konzepts, das tief in die „Politik der Wahrnehmung“ eintaucht. Es geht um Identität in einer Welt, in der Algorithmen entscheiden, was als „echt“ gilt.
CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) ist technisch gesehen ein umgekehrter Turing-Test: Nicht der Mensch prüft die Maschine – die Maschine prüft den Menschen.
Genau diese Verschiebung nimmt der Kunstverein zum Anlass, um 2026 gemeinsam mit internationalen Künstler:innen zu erforschen, wie sich Menschlichkeit, Erkennung und Sichtbarkeit verändern, wenn digitale Systeme die Kriterien der Realität bestimmen.
Künstlerische Höhepunkte 2026
Agnes Scherer – Frühjahr
Eine neue raumfüllende Installation, in der Malerei, bemalte Skulptur und Zeichnung zu einer begehbaren Theaterkulisse verschmelzen.
Ryan Gander – Sommer
Der international renommierte Konzeptkünstler entwickelt die großformatige Installation „ONE HUNDRED THINGS TWICE“, die Wahrnehmung und Wiederholung als ästhetische Strategie untersucht.
Aline Bouvy – Herbst/Winter
In Kooperation mit dem Casino Luxembourg bespielt Bouvy nach ihrer Präsentation im Luxemburger Pavillon der Biennale di Venezia 2026 sämtliche Räume des Kunstvereins.
Jahresausstellung HER (Oktober/November)
Kuratiert von Attilia Fattori Franchini, deren Praxis sich auf ephemere künstlerische Strategien und experimentelle Produktionskontexte konzentriert.
Kooperationen & Programme 2026
Kuratorisches Konzept – Fragen, die bleiben
„CAPTCHA Realism“ ist von Mirela Baciak, Direktorin und Chefkuratorin des Salzburger Kunstvereins, entwickelt worden. Das Konzept wirft zentrale Fragen auf:
Die Parallele zu modernen Passkontrollen nach dem Zweiten Weltkrieg ist nicht zufällig: Auch CAPTCHAs trennen – zwischen Menschen und Bot, zwischen Zugang und Ausschluss.
Im Digitalen funktioniert das. Aber wie lässt sich diese Logik ins Analoge übertragen?
Genau hier beginnt die künstlerische Auseinandersetzung 2026.

Im Kunstraum Traklhaus wurde kürzlich das Programm der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst 2026 präsentiert. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Stefan Schnöll und die interimistische Leiterin Martina Berger-Klingler stellten das diesjährige Motto vor: COMMON GROUND.

Ein Begriff, der vieles öffnen kann: gemeinsame Grundlagen, Räume des Einvernehmens, Orte, an denen Menschen trotz Unterschiedlichkeit aufeinander treffen können. Gerade in einer Zeit globaler Konflikte gewinnt dieser Gedanke an Bedeutung. Kunst kann – und konnte immer – ein Gegenpol sein: ein Spiegel, ein Resonanzraum, ein Wegweiser. Sie erinnert daran, dass Krisen bewältigbar sind und dass eine Welt des friedlichen Miteinanders möglich bleibt.
Kunst als COMMON GROUND – als gemeinsamer Boden für Denken, Austausch und Zukunft.
21 Kurse an historischen und inspirierenden Orten
Auch 2026 bietet die Sommerakademie wieder 21 Kurse an ihren traditionellen Standorten an:
Schmerzlich vermisst wird die Perner Insel in Hallein, die über viele Jahre ein besonderer Ort für zeitgenössische Kunst war.
Neue Kooperationen und Rückkehr ehemaliger Studierender
Ein spannender Akzent ist die erstmalige Kooperation mit Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika. Unter der Leitung von Taiwo Jacob Ojudum und Uche Emmanuel Enechukwu entsteht ein Kurs, der Performance, Tanz und Theater verbindet.
Auch Mirela Baciak kehrt zurück – einst Studentin und Assistentin, nun gemeinsam mit Denis Maksimov als Lehrende. Ihr Format der Lecture Performance nähert sich der künstlerischen Wissensvermittlung auf experimentelle Weise.
Im Steinbruch Untersberg widmet sich Benjamin Hirte der Relevanz und den Möglichkeiten von Stein als Material – ein Kurs, der den Ort selbst in die künstlerische Arbeit einbezieht.
Bemerkenswert ist zudem, dass mehrere ehemalige Studierende nun als Lehrende zurückkehren – ein Zeichen für die nachhaltige Wirkung der Sommerakademie.
Stipendien und Bewerbungen
Auch 2026 werden zahlreiche Stipendien vergeben. Die meisten decken die Teilnahmegebühr ab, einige beinhalten zusätzlich Reise- und Unterkunftskosten. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Fachjury.
Die Sommerakademie steht allen Interessierten offen – ohne formale Abschlüsse. Über die Aufnahme entscheiden die jeweiligen Kursleitenden anhand der eingereichten Unterlagen. Alle Bewerbungen bis 1. Mai werden gleichbehandelt; spätere werden nach Kapazität berücksichtigt.
Weitere Informationen: www.summeracademy.at

Die Salzburger Festspiele bereiten sich auf den Sommer 2026 vor – und diesmal ist vieles anders. Das Festspielhaus befindet sich mitten im Umbau: Ein neues Besucherzentrum entsteht, weitere bauliche Maßnahmen folgen. Doch eines bleibt unverrückbar: Die Festspiele finden statt.
Auch heuer begleitet ein Skandälchen den Weg zur Programmsaison. Intendant Markus Hinterhäuser erhielt vom Kuratorium die „Gelbe Karte“, nachdem er die Leitung der Schauspielsparte im Alleingang besetzen wollte – mit Karin Bergmann, die gar nicht am Bewerbungsverfahren teilgenommen hatte. Seitdem herrscht in Salzburg eine Mischung aus Aufregung und Erwartung. Am 26. Februar fällt die nächste Entscheidung. Doch lassen wir die Personaldebatte ruhen und wenden uns dem zu, worum es eigentlich geht: der Kunst.
171 Aufführungen, 45 Tage, 19 Spielstätten – und ein zentrales Thema: die Liebe
2026 widmen sich die Festspiele einem großen, alten, immer neuen Motiv: der Liebe. Die Protagonist:innen erforschen das Ich, die Begegnung mit dem Anderen, die Macht des Herzens gegen die Ratio. Intuition, Gefühl, Selbstverortung – ein Panorama unterschiedlichster Formen der Liebe zieht sich durch Oper, Schauspiel und Konzert.
Oper – ein weiter Bogen von Carmen bis Messiaen
Auf dem Spielplan stehen unter anderem:
Schauspiel – Klassiker, Zeitgenössisches und neue Perspektiven
Lesungen
Konzerte – von der Ouverture spirituelle bis zu den Mozart-Matineen
Die Palette reicht von geistlicher Musik über die Wiener Philharmoniker bis zu Kammermusik, Liederabenden, dem Young Conductors Award und dem Young Singers Project.
JUNG&JEDER – ein Herzstück der Festspiele*
Besonders hervorheben möchte ich wieder JUNG&JEDER* – ein Programm, das Kinder und Jugendliche an die hohe Kunst heranführt. Seit 2021 wächst dieses Format kontinuierlich und erreicht mittlerweile das gesamte Bundesland.
2026 umfasst das Programm:
Das Schauspielhaus Salzburg ist seit 2022 ein fixer Spielort. Am 26. Juli 2026 feiert dort die Kinderoper King Arthur Junior Premiere – eine Neukomposition von Gordon Kampe nach Purcell.
Auch die mobile Produktion Holle reist wieder durchs Land und bringt Oper in die Klassenzimmer und Kulturzentren. So erreicht die Kunst auch jene jungen Menschen, die sonst kaum Zugang dazu hätten.
Staging Realities – The Living Archive
Über die 208 Aufführungen hinaus realisiert das Archiv der Festspiele vier Projekte unter dem Titel STAGING REALITIES – THE LIVING ARCHIVE. Die Siemens Fest>Spiel>Nächte zeigen zwischen 25. Juli und 30. August wieder tägliche Public Screenings auf dem Kapitelplatz.
Fazit
2026 wird ein Festspieljahr zwischen Baustelle und Bühne, zwischen Skandal und Kunst, zwischen Ratio und Gefühl. Ein Jahr der Liebe – und ein Jahr, in dem die Festspiele einmal mehr zeigen, wie vielfältig, mutig und weitreichend ihr Programm ist.

Ein archäologisches Geschenk für alle! Neufunde aus der Halleiner Altstadt als Schenkung an das Keltenmuseum Hallein.

Das Keltenmuseum Hallein zählt zu den bedeutendsten Museen für keltische Geschichte und Kunst in Europa. Die Kombination aus eisenzeitlichen Gräberfeldern, Siedlungsflächen und dem Salzbergbau am Dürrnberg ist europaweit einzigartig. Das Museum ist jedoch weit mehr als ein klassisches Ausstellungshaus – es ist zugleich Archäologie‑ und Stadtmuseum. Die „Dürrnbergforschung“ koordiniert die wissenschaftlichen Arbeiten und betreut den umfangreichen eisenzeitlichen Sammlungsbestand. Forschung wird hier sichtbar und erlebbar gemacht.
Mit der Landesausstellung „Die Kelten in Mitteleuropa“ im Jahr 1980 wurde das Keltenmuseum zu einem der renommiertesten Ausstellungsorte Europas. Ein ikonisches Objekt ist die Dürrnberger Schnabelkanne, 1932 am Nordhang des Mosersteins entdeckt – eines der herausragendsten Stücke frühkeltischer Kunst.
Auch 2024 brachte neue Erkenntnisse: Bei archäologischen Grabungen in der Halleiner Altstadt wurden erneut bedeutende Funde dokumentiert. Die Grabung erbrachte geringe Siedlungsreste sowie insgesamt drei Körper‑ und fünf Brandbestattungen in Originallage. Die Ergebnisse übertreffen sowohl in Quantität als auch in Qualität die Erwartungen und liefern zentrale Erkenntnisse zur Besiedlungsgeschichte Halleins in keltischer und römischer Zeit. Besonders hervorzuheben ist das Grab eines keltischen Mannes mit außergewöhnlich reichem Inventar: ein Schwert in Eisenscheide, eine Lanzenspitze, ein Hiebmesser, eine Schere, ein Wetzstein, ein Keramikgefäß sowie eine Fleischbeigabe. Bemerkenswert ist zudem eine Bronze‑Gürtelkette mit zoomorphen End‑ und Verschlusshaken, die trotz früherer Zerstörung des Grabes erhalten blieb.

Die Funde bestätigen, dass im Bereich der heutigen Halleiner Altstadt bereits in keltischer und römischer Zeit eine bedeutende Talsiedlung mit zugehörigen Friedhöfen bestand.

Auch konservatorisch ist der Fundkomplex außergewöhnlich: Viele Objekte wurden bereits während der Ausgrabung durch eine Restauratorin geborgen und unmittelbar versorgt. Nun werden sie dauerhaft konserviert und weiter analysiert. Der erste Schritt ist die Entsalzung, bei der im Material eingelagerte Salze entfernt werden. Bereits vor der Freilegung erfolgen Röntgenuntersuchungen, um die Objekte optimal zu sichern.
Vom 12. bis 15. März 2026 werden die Neufunde im Keltenmuseum Hallein erstmals öffentlich präsentiert – als Intervention innerhalb der Dauerausstellung. Zudem findet am 11. März 2026 ein Vortrag von Peter Höglinger (Bundesdenkmalamt Salzburg) statt, der die Grabung behördlich begleitet hat und erste Erkenntnisse vorstellen wird.
Für mich persönlich ist das Keltenmuseum ein besonderer Ort – und ein Ort des Nachdenkens. Die Kelten waren ein wanderndes Volk; für mich bedeutet das: Sie sind unsere Vorfahren. In meiner eigenen Ahnenforschung tauchten keltische Spuren auf, aus dem französischen Raum. Vielleicht zieht es mich deshalb immer wieder auf den Dürrnberg und nach Hallein.

Die Jahreskonferenz 2026 des Salzburg Museum stand ganz im Zeichen eines Rückblicks – und eines Aufbruchs. 2025 war ein außergewöhnliches Jahr: Aufgrund umfassender Umbauarbeiten und der Erweiterung durch das Belvedere Wien blieb das Museum geschlossen und präsentierte stattdessen ein vielfältiges Gastspielprogramm in Kooperation mit Museen und Galerien im ganzen Land.
Den Auftakt bildete eine Vorschau auf das 60‑Jahr‑Jubiläum von The Sound of Music im Schloss Leopoldskron. Weitere Gastspiel‑Ausstellungen folgten in unterschiedlichen Häusern und wurden vom Publikum sehr gut angenommen. Das Finale dieser Reihe bildet die Ausstellung „Meisterwerke der Möbelkunst – Salzburg 1450–1500“ im Bergbau‑ und Gotikmuseum Leogang.
2026: Ein Jahr des Neubeginns
Nach langen Planungs‑ und Bauphasen eröffnet das Salzburg Museum heuer gleich zwei neue Standorte:
• Welterbezentrum Salzburg – Rückkehr des Salzburg Panoramas
Das historische Panorama von Johann Michael Sattler kehrt zurück in die Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem Ars Electronica Futurelab entstehen digitale Vermittlungsangebote, die Besucher:innen die Altstadt neu erleben lassen.
• Museum Sound of Music Salzburg – Hellbrunn
Am authentischen Schauplatz des ikonischen Gazebo widmet sich das Museum erstmals umfassend dem weltweiten Kulturerbe The Sound of Music. Neben dem Film wird auch die reale Geschichte der Familie von Trapp beleuchtet.
Orangerie Salzburg – Eröffnung im Juni 2026
Zum Jubiläum „30 Jahre UNESCO‑Welterbe Salzburg“ eröffnet das Salzburg Museum die Orangerie im Mirabellgarten. Die erste Sonderausstellung trägt den Titel „Weltkulturerbe Salzburg: Wer kümmert sich um die Stadt?!“ Medieninstallationen sollen künftig eine filmische, atmosphärische und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Welterbe ermöglichen.
Großprojekt Salzburg Museum NEU & Belvedere Salzburg
Die Arbeiten in der Neuen Residenz schreiten voran. Der Rohbau soll bis Sommer 2026 fertiggestellt sein – ein wichtiger Schritt Richtung Eröffnung im zweiten Halbjahr 2027.
Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere, betont die Bedeutung des Projekts: Die Architektur öffne neue Räume, verankere das Museum im Stadtraum und ermögliche eine Präsentation der Belvedere‑Sammlung, die Salzburg als „aktiven Resonanzraum“ einbezieht.
Ein Museum an den schönsten Orten Salzburgs – die neuen Standorte
Inklusive Zukunft: „Ein Objekt – viele Perspektiven!“
Mit dem Projekt Work in Progress entwickelt das Salzburg Museum eine inklusive Online‑Sammlung. Objekte werden so aufbereitet, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich sind – mit:
Ziel ist ein barrierefreier Zugang zur Kunst‑ und Kulturgeschichte Salzburgs.
Ein Blick in die Baustelle

Gemeinsam mit Museumsdirektor Prof. Martin Hochleitner erhielten wir einen eindrucksvollen Einblick in die laufenden Bauarbeiten. Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Unter dem bestehenden Museum wurde tief gegraben, archäologische Funde kamen ans Licht, und die Baustelle zeigt sich als eines der ambitioniertesten Kulturvorhaben Österreichs.
„Das Salzburg Museum zeigt 2026, dass Wandel nicht nur Umbau bedeutet, sondern neue Räume für Geschichte, Erinnerung und Zukunft eröffnet.“

Das Frühjahr naht – und mit ihm die 55. Rauriser Literaturtage, die von 25. bis 29. März 2026 erneut das Raurisertal in einen Ort der Sprache, der Begegnung und der literarischen Reflexion verwandeln. Nach dem letztjährigen Thema „Konfliktfelder“ widmet sich das Festival heuer einem Begriff, der ebenso alltäglich wie unerschöpflich ist: LIEBEN.
Was bedeutet „Lieben“ im Jahr 2026?
Lieben ist ein Wort, das jeder kennt – und doch versteht es jede und jeder anders. Es kann Nähe bedeuten, Verantwortung, Erinnerung, Verlust, Mut oder Widerstand. Und es stellt sich die Frage: Wie verändert sich Lieben in einer Welt, die zunehmend digital, beschleunigt und politisch angespannt ist?
Wir leben im 21. Jahrhundert zwischen globalen Machtverschiebungen, technologischen Umbrüchen und einer digitalen Kultur, die Nähe oft simuliert, aber selten ersetzt. Gerade deshalb lädt das Festival dazu ein, das Menschliche neu zu erkunden – aufmerksam, kritisch und mit literarischer Tiefe.
Literatur als Raum für Dialog
Wie jedes Jahr bieten die Rauriser Literaturtage einen Rahmen für Austausch und Reflexion über gesellschaftliche Herausforderungen. Literatur wird hier zum Medium, das komplexe Themen beleuchtet, Brücken baut und Räume öffnet, in denen Sprache, Geschichte und Gegenwart miteinander in Dialog treten.
Rauriser Literaturpreis 2026
Der Rauriser Literaturpreis 2026 geht an Sophie Hunger für ihren Roman „Walzer für Niemand“ (Kiepenheuer & Witsch, 2025). Der Roman erzählt von einer besonderen Freundschaft zwischen einem Mädchen und ihrem Freund Niemand – getragen vom Rhythmus der Musik, zwischen Magie, Erschütterungen und dem Aufwachsen in einer Welt voller Klang. Die Jury würdigt das Werk als literarisches Debüt, das sich mit Empathie und formaler Klarheit gängigen Erzählmustern entzieht.
Sophie Hunger, international bekannt als Musikerin und Songwriterin, studierte Anglistik und Germanistik und lebt heute in Berlin. „Walzer für Niemand“ ist ihr erster Roman.
Rauriser Förderungspreis 2026
Der Förderungspreis geht an Andreas Neuhauser für seinen Text „Linz–Wegscheid“ zum Thema „Nähe“.
Autor:innen 2026 – ein breites Spektrum
Insgesamt 15 weitere Autorinnen und Autoren präsentieren ihre aktuellen Werke. Unter ihnen:
Gespräch über Literatur – Ingeborg Bachmann
Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann findet ein Gespräch mit Heinz Bachmann, Ulrike Draesner und Irene Fußl statt. Im Zentrum steht die Rolle der Liebe im Werk der Autorin – in all ihrer Ambivalenz.
Ausstellung – 25 Jahre David Sailer
Dem Fotografen David Sailer, der die Literaturtage seit 25 Jahren begleitet, ist eine Ausstellung gewidmet. Die schönsten Fotografien der Jahre 2014 bis 2025 sind als Dauerausstellung im Gemeindeamt sowie online zu sehen.
„Die Literaturtage erinnern daran, dass Lieben viele Sprachen hat – und jede davon eine Geschichte erzählt.“

Vom 5. bis 8. Februar 2026 verwandelt sich das Kongress- & Theaterhaus Bad Ischl wieder in eine Bühne voller Artistik, Magie und moderner Varietékunst. Und diesmal durfte ich etwas erleben, das man als Journalistin selten bekommt: einen Blick hinter die Kulissen.
Ich war zufällig in Bad Ischl — eigentlich wegen eines Zaunerstollens — und landete mitten in den Proben. Freimuth Teufel, der Intendant des WinterVarietés, empfing mich freundlich und lud mich ein, bei den technischen Abläufen und ersten Szenen dabei zu sein. Für mich ein Geschenk: Denn erst hinter dem Vorhang sieht man, wie viel Arbeit, Präzision und Timing in einer Show stecken, die für das Publikum später mühelos wirkt.
Jeder Satz des Moderators muss sitzen. Jeder Szenenwechsel muss fließen. Licht, Musik, Technik, Regie — alles greift ineinander wie ein Uhrwerk.
Und mittendrin die Künstler:innen, die mit unglaublicher Konzentration und Energie arbeiten.
Einige Eindrücke aus den Proben – Momente, in denen Licht, Bewegung und Präzision zu einer eigenen Sprache werden.
Mein persönliches Highlight: Chris Cross und seine Lasershow „Flausen“


Chris Cross, ein junger Choreograph, der bereits bei Die große Chance und Supertalent im Semifinale stand, hat sich auf Laser-Choreografien spezialisiert. Was bei den Proben entstand, waren sensationelle Bilder — eine Mischung aus Tanz, Licht und Illusion, die man so schnell nicht vergisst.
Seine neue Show „Flausen“ ist modern, überraschend und technisch beeindruckend. Für mich: ein klarer Höhepunkt des Programms.
Varietéträume – eine artistische Weltreise
Die neue Produktion des WinterVarietés trägt den Titel „VARIETÉTRÄUME – Eine artistische Weltreise“ und hält, was sie verspricht:
Moderiert wird die Show von Manuel Horeth, dem ORF‑Mentalexperten. Dazu kommen stimmungsvolle Projektionen, ein erstklassiges Lichtdesign von Mike Heid und eine Klangwelt, die das Publikum mitnimmt.
Ein weiterer Höhepunkt: The Magic Man – Willi Auerbach

Besonders beeindruckt hat mich der „fliegende“ Magier Willi Auerbach, Deutscher Vizemeister der Magie. Für das Publikum scheint er tatsächlich schwerelos über die Bühne zu gleiten — eine Illusion, die weltweit nur wenige Künstler zeigen. Ein Moment, der Staunen garantiert.
Für alle, die Varieté lieben
Das WinterVarieté Bad Ischl ist längst ein Fixpunkt im Februar. Wer Varieté mag, wird hier auf seine Kosten kommen — und wer es noch nicht kennt, wird überrascht sein, wie vielfältig, modern und poetisch diese Kunstform sein kann.
Weitere Eindrücke und aktuelle Informationen finden Sie auf der Website des WinterVarieté Bad Ischl – dort, wo die Magie ihren Ursprung hat. https://wintervariete.at/

Das Museum der Moderne Salzburg präsentierte sein Jahresprogramm 2026 – und es verspricht ein dynamisches, vielfältiges Ausstellungsjahr, das den aktuellen künstlerischen Zeitgeist präzise einfängt. Die Saison startet am 1. April 2026 mit einem der bedeutendsten Künstler unserer Zeit: Georg Baselitz, Wahl-Salzburger und international gefeierter Maler.
Georg Baselitz – Zwei Ausstellungen, zwei Blickwinkel
MdM Mönchsberg: 1.4.–18.10.2026 Rupertinum: 3.7.–4.10.2026
Anlässlich seines 88. Geburtstags widmet das Museum der Moderne dem Künstler gleich zwei Ausstellungen an beiden Standorten.
Stano Filko – Eine umfassende Retrospektive
MdM Mönchsberg: 3.4.2026–7.2.2027
Zeitgleich eröffnet das Museum eine große Retrospektive des slowakischen Künstlers Stano Filko, einer der visionärsten Figuren der mitteleuropäischen Neo‑Avantgarde.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Schaffensphasen:
Filko entwickelte ab den 1960er‑Jahren in Bratislava eine progressive künstlerische Praxis, die ihm internationale Anerkennung einbrachte. 1982 floh er vor dem totalitären Regime in die USA und lebte mehrere Jahre in New York. Die Retrospektive würdigt sein vielschichtiges, radikales Werk in seiner ganzen Breite.

Charlotte Perriand – Moderne leben Rupertinum: 1.5.–19.9.2026
Im Mai widmet das Museum der Moderne der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand die erste große Retrospektive in Österreich.
Unter dem Titel „Moderne leben: Design, Fotografie, Architektur“ zeigt die Ausstellung:
Perriands Denken war von Anfang an ganzheitlich: Architektur, Design und Fotografie verschmolzen bei ihr zu einem umfassenden Lebens‑ und Gestaltungskonzept. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Kunstmuseen Krefeld und der Fundació Joan Miró in Barcelona.
Weitere Ausstellungen 2026
GENERATOR #5 – Georgia Gardner Gray Rupertinum: 3.7.–4.10.2026
Die in New York geborene Künstlerin gehört zu den spannendsten jungen Malerinnen unserer Zeit. Ihr Werk umfasst figurative Malerei und performative Elemente. Die Reihe GENERATOR präsentiert jährlich junge Positionen – 2026 steht Gardner Gray im Mittelpunkt.
Neugier im Fluss – Salzburger Kunst zwischen Aufbruch und Erinnerung
MdM Mönchsberg: 2.10.2026–4.4.2027
Diese Ausstellung versammelt Künstler:innen mit Salzburg‑Bezug und untersucht Themen wie Landschaft, Berge, Wasser, Aufbruch und Erinnerung. Erwartet werden überraschende Brüche, neue Blickwinkel und Perspektiven, die über gewohnte Grenzen hinausgehen.
Workshops, Vermittlung & Programme für Kinder und Jugendliche
Auch 2026 setzt das Museum der Moderne auf ein breites Vermittlungsangebot:
Die jungen Teilnehmer:innen tauchen in die Themenwelten verschiedener Künstler:innen ein und können im Atelier frei experimentieren.
Ausblick
2026 wird ein spannendes, vielschichtiges Jahr im Museum der Moderne Salzburg. Ein Jahr, das dazu einlädt, sich einzulassen, zu entdecken, zu staunen — oder wie das Museum selbst sagt:
Lassen wir uns einfach hineinfallen.



Drei Frauen. Drei Linien. Drei Positionen.
FRAU — nicht das schwache Geschlecht, sondern das übersehene. Sie bringt Leben, hält Systeme zusammen, denkt in Kreisen, nicht in Hierarchien.
Und doch: Sie soll schön sein. Nicht zu laut. Nicht zu klug. Nicht zu viel.
Modezeitschriften, Schminke, Frisuren — ein ästhetisches Korsett.
FRAU ist nicht das Ornament der Welt. Sie ist ihr Ursprung.
Sie arbeitet, erzieht, pflegt, denkt, fühlt — und wird dennoch an den Rand gestellt.
Warum? Warum wird sie beschämt, übersehen, ermordet?
Und trotzdem steht sie da. Nicht hinter dem Mann. Sondern neben ihm. Vor ihm. In sich selbst.
FRAU ist nicht das Echo. Sie ist die Stimme.