When the soul is burning

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experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable.  The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water
 
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul Teil 2

Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

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Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

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Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

MYTH OF COMMUNICATION – MYTH OF NETWORK

Als ich diese Arbeit „Netzwerk“ schuf, ist mir klar geworden, wir surfen zwischen Treibgütern (Internet) des endzeitlichen Rohstoffes Information, und unsere Mitteilungen sind selbst Teil des Treibgutes.

Das latent vorhandene Bedürfnis nach Kommunikation, nach Aussprache und Mitteilung ist der eigentliche Quell des Internetbooms. Nun besteht auch das Bedürfnis jeden Einzelnen, selbst interaktiv einzugreifen, selbst Gestalter der eigenen Botschaft zu sein und der passiven Rolle des Konsumenten zu entrinnen.

Bauen Sie ein Netzwerk auf, vernetzen Sie sich usw… Sollten wir uns nicht auch Gedanken darüber machen, dass wir uns einer neuen Kontrolltechnik ausgeliefert haben?

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…MYTH OF NETWORK

MYTH OF COMMUNICATION – MYTH OF NETWORK

When I created this work „Network“, it became clear to me that we surf between flotsam (Internet) of the end-time raw material information, and our messages are themselves part of the flotsam.

The latent need for communication, pronunciation and communication is the real source of the Internet boom. Now there is also the need for each individual to intervene interactively, to be the designer of their own message and to escape the passive role of the consumer.

Build a network, connect, etc… Shouldn’t we also think about the fact that we have surrendered to a new control technology?

ALBERTINA WIEN präsentiert MICHELA GHISETTIS

(Albertina Platz 1, Wien)

AUSSTELLUNG LÄUFT BIS 20. März 2022

Einblick in die Ausstellungshalle der ALBERTINA I/ Foto: Robert Bodner

Eine hoch interessante Ausstellung zeigt zurzeit die ALBERTINA in Wien. Es ist eine Präsentation und die erste umfassende museale Retrospektive von Michela Ghisettis. Es handelt sich hier um Werke zwischen den Polen der Abstraktion und der Figuration. Des Weiteren fließen in die Arbeiten von Michela Ghisettis biografisch-emotionale und philosophisch-kunsttheoretische Elemente ineinander.

Es handelt sich um Kernthemen ihres facetteneichenen Oeuvres der Frau in unserer heutigen Gesellschaft zu Fragen wie Integration und Diversität.

Wer ist diese Künstlerin Michela Ghisettis?  Michela Ghisetti wurde 1966 in Bergamo geboren und lebt und arbeitet seit 1992 in Wien. Ghisetti studierte an der Accademia Carrara di Belle Arti (Bergamo) und an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Gunter Damisch.

Einblick in die Ausstellungshalle der ALBERTINA I/ Foto: Robert Bodner

Ihre Arbeiten reichen von abstrakten Gemälden bis zu großformatigen fotorealistischen Portraits und zu den unterschiedlichsten Skulpturen.

Die Arbeiten „Triptychon“ 1. Und 2. Teil, gefallen mir besonders gut. Es sind fotorealistische Portraits und bei schnellem Hinblick, vermutet man eine Fotografie. Dem ist es aber nicht so.

Michela Ghisetti 2012 AFUA (Triptycon/erster Teil) Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Beim Betrachten der Arbeiten aber erkennt man, hier ist Malerei im Spiel oder doch nicht? Malerei ist hier nicht im Spiel, sondern die Portraits wurden mit Farbstiften gezeichnet. Jeder Strich mit dem Farbstift sitzt exakt und bringt das Gesicht sehr stark zum Ausdruck. Die Haare ebenfalls exakt gezeichnet und so gezeichnet, als würde es sich Strähne um Strähne handeln, die locker vom Kopf fallen. Etwas irritierend die weiße Hand. Aber es könnte ein Hinweis auf Integration und Migration deuten? Die hyperrealistischen Porträts könnten auch eine Hommage an Vermeer als Verbindung zu diesem großen Künstler sein.

Michela Ghisetti 2012 AFUA (Triptycon/erster Teil) Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Die Skulptur „Unus Mundus“, die eine überdimensionale Halskette – bestehend aus zwei Ketten – darstellt ist eine spannende Arbeit. Sie ist ausgerichtet wie eine Perlenkette, eine aus schwarz und farbig getupften, die andere aus blasstürkisen Glaskugeln.

Dieses Objekt liegt wie auf einen Tisch drapiert, aber befindet sich jedoch nur als überdimensionale Halskette in der Ausstellung am Boden. Wie muss man sich fühlen, diese Skulptur, die einer Halskette ähnelt am Boden liegen zu sehen? Kommt man sich als Mensch, ganz klein vor und würde man in diesem Moment gerne ein Riese sein, um die Kette an sich nehmen zu können? Dieses Verhalten des Einzelnen könnte aber auch eine Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Drücken die Perlen oder Glieder nicht auch einen Zusammenhalt für eine starke und vereinte Gemeinschaft der Gesellschaft aus oder deuten auf eine globale Welt hin?

© Michela Ghisetti UNUS MUNDUS 2019 Foto: Karin Hackl

Die Arbeit mit dem Titel „Magic Carpet Right Love“ finde ich auch ausdrucksstark. Was will die Künstlerin uns mit diesem Titel mitteilen?  Ich als Betrachterin dieser Arbeit würde eher an einen „Traumfänger“ denken. Warum „Traumfänger“? Beim „Traumfänger“ werden Federn verwendet und so sehe ich in dieser Arbeit auch Federn, die jedoch durch eine abstrakte Linie an beiden Enden sich wie ein Fächer (oder Feder) auseinander gehen, die Träumerisch mysteriös im Nichts scheinbar schweben. Die Vielfalt an Farben erübrigen ihr weiteres. Im Hintergrund die feinen Fäden, ebenfalls in einer Farbenvielfalt, die hier den Anschein vermitteln, als handle es sich um einen feinen Teppich aus Liniengeflecht, der sich an die Wand schmiegt.

Michela Ghisetti MAGIC CARPET RIGHT LOVE 2015 / Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Diese Ausstellung ist sehenswert und die Künstlerin die stets neue Inhalte und mit unterschiedlichsten Materialien arbeitet, gibt den Betrachter: innen die Möglichkeit deren Grundlagen zu hinterfragen.

https://www.albertina.at/ausstellungen/michela-ghisetti/

ARGEkultur ALLES BLEIBT ANDERS

Zur Pressekonferenz vom 12. Jänner 2022 der ARGEkultur

NIX IS FIX…UND ALLES BLEIBT WEITERHIN ANDERS

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen. Sie tritt als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur auf.

ARGEkultur Foto: (c) ARGEkultur
Foyererweiterung_Planung_Präsentationvogel1 © Felix Ludwig

Auch ARGEkultur wurde durch die Pandemie und der noch immerwährenden Pandemie „schaumgebremst“. Daher auch der Titel NIX IS FIX…UND ALLES BLEIBT WEITERHIN ANDERS!

MotzART FESTIVAL_2022_Sujet_Grafik © Helmut Hütter_Annette Rollny

ARGEkultur will allen Kunst- und Kulturinteressierten trotzdem Lust machen auf alles, was da an Kunst kommen könnte und sicher kommen wird, es kommt auf die Pandemie an und die lässt sich im Moment nicht ausblenden, aber ARGEkultur spekuliert trotzdem.

Folgende Projekte, die in der ARGEkultur und darüber hinaus entstanden sind und auch weiterhin entstehen werden sind auf einem guten Dutzend ungewöhnlicher Theater-, Tanz- und Performance-Projekte wie zum Beispiel das stART-Projekt PLAYLIST SALZBURG, DIGITAL SPRING oder zum Themenschwerpunkt FIGHT THE RIGHT und fehlen darf nicht das OPEN MIND Festivals, das uns zuruft BERÜHRT EUCH! und genau auf dieses Thema will ich etwas näher eingehen:

OPEN MIND Festival BERÜHRT EUCH! (sollte im November 2022 stattfinden) ist in einer Pandemie ein „heikles Thema“. Die Politik redet uns doch seit 2020 ins Gewissen, wir müssen Abstand halten (Elefantenbaby), dann wieder Lockerungen und dann wieder Abstand, keine Feste feiern, so wenig wie möglich reisen usw. Wie soll diese Gesellschaft den in Zukunft wirklich aussehen?  Seit beinahe zwei Jahren liegt ein unsichtbares Virus in der Luft! Und die Frage nach Berührung oder Berührungslosigkeit scheint im Hinblick auf die Bekämpfung der Pandemie bis auf weiteres noch nicht entschieden zu sein.

Berührung wurde zu einem knappen Gut, wo körpernahe Dienstleistungen eingeschränkt oder teilweise verboten wurden. Berührung ist verdächtig, potenziell gefährlich, ansteckend, tödlich. Gleichzeitig wissen wir aber auch, wer nicht berührt wird, neigt zur emotionalen Degenerierung, erkrankt leichter an Depressionen oder Autoimmunerkrankungen.

Die italienische Philosophin Donatella Di Cesare hat es in ihrem Buch „Souveränes Virus? Die Atemnot des Kapitalismus“ auf einen Punkt gebracht: „Das Virus hat die Unbarmherzigkeit des Kapitalismus ans Licht gebracht und macht offenkundig, dass der Mensch sich in seiner Verletzlichkeit unmöglich selbst retten kann – wenn nicht durch wechselseitige Hilfe. Die Corona-Pandemie zwingt uns dazu, eine neue Weise des Lebens in Gemeinschaft zu denken.“

So das Thema: Berührt euch? – Wenn die Sache mit der Berührung politisch und gesellschaftlich nicht doch ein wenig komplexer und brisanter wäre…

Wie also Umgehen mit Berührung und Berührungs-Verbot? Es ist auch eine künstlerische Herausforderung und es ist ein klarer Auftrag an die Kunst und Berührung muss als performative Praxis endlich ernst genommen und im Rahmen von Kunst thematisierbar und erfahrbar gemacht werden. Ebenfalls wird sich das OPEN MIND Festival mit der Fragestellung nach digitaler Berührung befassen – ausgehend vom neuen Digitalen Foyer als Ort, der nur noch die Körper braucht, die ihn betreten, angebunden an den DIGITAL SPRING. Eine intensive Auseinandersetzung, künstlerisch als auch wissenschaftlich, intellektuell mit Theater-Performances, Diskursformaten, Workshops und Musik.

Foyererweiterung_Planung_Präsentationground © Felix Ludwig

Viele Premieren werden auch 2022 weiter auf dem Spielplan der ARGEkultur sowie eine Vielzahl an Koproduktionen, Veranstaltungen, Gastspielen und Festivals aus dem Theater-, Tanz- und Performance-Bereich stehen. Es werden sich auch die Früchte der Arbeit aus dem vergangenen Jahr zeigen. Des Weiteren gibt es auch überregionale Produktionszusammenhänge wie zum Beispiel die Produktion ZELL-ARZBERG.EIN EXZESS (Februar 2022) in der Regie von Franz-Xaver Mayr zwischen Salzburg und Klagenfurt. KLEINGARTENVEREIN ZUKUNFT (März 2022) von Maria Sendlhof zwischen Salzburg und Wien oder BIG BANG (Dezember 2022) von kollektiv KOLLINSKI zwischen Salzburg und Graz.

KLEINGARTENVEREIN ZUKUNFT_Maria Sendlhofer Foto © Bettina Frenzel

Der durch die Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub, die Beschäftigung von Tanz-, Theater- und Performance-Künstler: innen mit Digitalität macht sich ebenso zunehmend bemerkbar. Wie folgende Projekte GERMAN HORROR DAEMONIUM (März 2022 Gastspiel wird auf alle Fälle stattfinden) von cobratheater. cobra,

GERMAN HORROR DAEMONIUM_cobratheater.cobra_Foto © Dante Nicolai Lümmen

ARME LEUTE (VON HEUTE) (März und April 2022) von Theater der Mitte PLANET 09 (Juni 2022)von Schwarz/Schäfer/Seraphin oder BIG BANG (Dezember 2022) von kollektiv KOLLINSKI sind jeweils an der Schnittstelle von Performance, Medienkunst und Gaming angesiedelt und integrieren allesamt analoge wie digitale Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum.

ARGEkultur wird auch sehr viele Musik-Veranstaltungen (soweit es die Pandemie zulassen wird) durchführen. Im Herbst mit mit dem biennalen stART PLAYLIST SALZBURG Projekt (Musik), dessen Ausgang zum jetzigen Zeitpunkt noch ganz und gar ungewiss – und dies absichtlich – ist.

Die ARGEkultur ist immer wieder einen Besuch wert https://www.argekultur.at/

https://www.argekultur.at/projekte/2022/

DIE INTERNATIONALE HEISSLUFTBALLON-SZENE AUS EUROPA gibt sich wieder ein Stelldichein in dem schönen Bergdorf FILZMOOS

Hammerwiese in Filzmoos, Foto: Tourismusverband Filzmoos

Mitte Jänner findet alle Jahre das große Event der Internationalen Heißluftballon-Szene statt. Diesmal ist es schon das 43. Internationale Heißluftballon Event, das die geografische Lage von Filzmoos nützt, mit einem traumhaften, geschützten Startplatz vor der Kulisse der majestätischen Bischofsmütze stattfindet.

Die Atmosphäre des Dorfes und die Offenheit der Bewohner, die den Ballonfahrern jedes Jahr das Gefühl geben, „heim“ zu kommen, trägt auch dazu bei und machen das Flair und die Attraktivität des „Ballondorfes“ Filzmoos aus.

winter-thomas-wirnsperger-filzmoos-tourismus

Somit hat CORONA keine Chance, den das Event findet unter strengsten Auflagen trotzdem statt.  

Heißluftballon-Fahrt: Video: Tourismusverband Filzmoos

„Filzmoos ist in der Internationalen Heißluftballon-Szene mehr als ein Geheimtipp und hat sich im Laufe der Jahre zum größten winterlichen Treffpunkt von Luftfahrern im Alpenraum entwickelt“, freut sich Tourismus-Chef Peter Donabauer.

Somit ist Filzmoos für die Internationale Heißluftballon-Szene im Jänner ein fixer Treffpunkt geworden. Hier treffen sich die Ballonteams aus ganz Europa und dieses Jahr findet der Treffpunkt vom 22. Bis 29. Jänner 2022 statt.

Einziger Wehrmutstropfen ist die Absage „NACHT DER BALLONE 2022“ die aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Lage in Salzburg abgesagt werden musste. Es war das Highlight, wenn in Filzmoos bei Dunkelheit die bunten Ballons leuchteten und tausende von Besucher:innen dem Schauspiel folgten.

das war die 40.Internationale Heißluftballonwoche in Filzmoos: Video: Tourismusverband Filzmoos

Jedoch werden heuer neben den täglichen Starts der Heißluftballone mit Fahrten in die umliegenden Täler auch sportliche Ziel- und Wettfahrten auf dem Programm stehen. Auch Besucher:innen können Ballonfahrten unternehmen.

Sollte die Frage gestellt werden, was macht der Bericht „“Internationale Heißluftballon-Szene in Filzmoos“ auf meinem Kunstblog? Sehr viel, hier kommt die Fotografie ins Spiel und Fotografie fällt ebenfalls in den Bereich der KUNST!

Sollten Sie Lust auf die internationale Szene der Heißluftballonfahrer bekommen hier finden Sie den Link: www.filzmoos.at/ballon 

2022 is the start of my latest work

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…“When the heart bleeds“

Kennen wir es nicht alle, dieses Gefühl, wenn wir enttäuscht werden?  Wenn man Floskeln wie, zu hören bekommen, wir sind wertvoll, wir sind Gefühlvoll und im Endeffekt wird man doch wieder im Regen stehen gelassen. Wenn das Herz dann zu Schmerzen beginnt. Wenn sich zum Herzschmerz, Zorn, Hass und Hilflosigkeit hinzumischt.

Wenn man sich die Frage stellt, wie gehe ich jetzt mit dieser Situation um. Werfe ich mich in den Schmerz? Suche ich einen Ausweg oder lasse ich alles an mich heran? Ich für mich, verarbeite es einfach in Kunst. Ein guter Weg, das Ventil zu öffnen, bevor es explodiert.  

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…“When the heart bleeds“

Don’t we all know it, that feeling when we are disappointed? When you hear phrases, we are valuable, we are full of feeling and in the end, you are left in the rain again. When the heart then begins to hurt. When heartbreak, anger, hatred, and helplessness are added.

If you ask yourself the question, how do I deal with this situation now? Am I throwing myself into pain? Am I looking for a way out or do I let everything get to me? For me, just process it into art. An effective way to open the valve before it explodes.

Let’s start the year 2022 with power

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Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen gehen Neue Wege

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Bevor Helga Rabl-Stadler die Salzburger Festspiele endgültig mit Dezember 2021 verlassen wird, hat sie noch einen großen Deal ausgehandelt. Es ist ein Deal der neuen Wege beschreitet und in so einer Form noch nie dagewesen ist.

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Was ist der Deal? Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen mischen den Arbeitsmarkt auf und gehen neue Wege. Wie sehen die neuen Wege aus?

Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen möchten den Weg gemeinsam gehen, um Synergien in Zukunft nutzen zu können und vielleicht ein neues Modell für Saisonkräfte zu etablieren. Beide Unternehmen sind auf Saisonmitarbeiter*innen angewiesen, um einerseits die Bühnenmomente und andererseits die Skisporterlebnisse gestalten zu können. An das Anforderungsprofil beider Unternehmen weisen erstaunliche Schnittmengen zwischen Stationsbediensteten*r und Bühnentechnikers*in auf.

Auch der allgemeine und österreichweite Arbeitskräftemangel macht sich auch hier bemerkbar und dieses Ziel wollen die Salzburger Festspiele als auch die Hochkönig Bergbahnen nutzen, um auf viele saisonale Arbeitskräfte zurückgreifen zu können. Auch die wiederkehrenden Mitarbeiter*innen sind rückläufig, viele zieht es weg von der Saisonarbeit hin zur Jahresstelle. Um dieser Saisonarbeit eine Sicherheit zu geben, haben die Salzburger Festspiele und Hochkönig Bergbahnen beschlossen, diese Kooperationen einzugehen.

So gesehen, passen auch beide Unternehmen perfekt zusammen: während die Mitarbeiter*innen der Hochkönig Bergbahnen ihre Hauptsaison von Dezember bis Ostern haben, werden bei den Salzburger Festspielen die Arbeitskräfte erst für die Pfingstspiele und die Salzburger Festspiele im Sommer gebraucht. Einen großen Vorteil bietet man den Mitarbeiter*innen ebenfalls an, sie müssen sich nur einmal bewerben. Beide Dienstverträge werden sofort vorgelegt und eine eventuell mühsame Stellensuche für die andere Saison gibt es nicht mehr.

Statement von Lukas Crepaz Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele: „Diese unkonventionelle Idee unseres Technischen Direktors Andreas Zechner verbindet das Beste beider Arbeitswelten. Die Festspiele sind während der Saison mit bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen sowie Künstler*innen, davon 450 Techniker*innen, wichtiger Arbeitgeber im Bundesland, die den Erfolg der Festspiele ermöglichen. Um dies auch in Zukunft zu sichern, werden wir neue Wege der Mitarbeiter*innen Findung ausprobieren. Auf den ersten Blick mag es für einen Außenstehenden nicht offensichtlich sein, was die Salzburger Festspiele mit den Hochkönig Bergbahnen verbinden kann. Doch bei genauerem Hinsehen ergeben sich zahlreiche Übereinstimmungen in unseren beiden Unternehmen“.

Das Anforderungsprofil zeigt einige Schnittmengen auf. Gebraucht werden auf beiden Seiten etwa Erfahrung in einem handwerklichen oder technischen Beruf, Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und gute Deutschkenntnisse.

Die Mitarbeiter*innen und Künstler*innen sind aus aller Welt bei den Salzburger Festspielen vertreten und profitieren dadurch, dass es einen internationalen Charakter hat. Während die Mitarbeiter*innen bei den Hochkönig Bergbahnen wieder punkten, sich um eines der größten zusammenhängenden Skigebiete im Salzburger Land kümmern. Die Skiregion Hochkönig lockt mit 34 Liftanlagen und 120 bestens präparierten Pistenkilometern. Hier finden sich Pisten für alle Leistungsstufen, egal ob Übungshang, breite Pisten mit sanfter Steigung für jene, die es lieber gemütlich haben, oder etwas anspruchsvollere Abfahrten bis hin zu Kings Park Hochkönig – mit 1,8km einer der längsten Snowparks der Alpen. Ein weiterer Pluspunkt: Aufgrund der Größe des Skigebiets ergeben sich selbst in der Hochsaison keine langen Wartezeiten bei den Liftanlagen. Insgesamt 120 Mitarbeiter sind im Winter, davon über 50 Mitarbeiter ganzjährig, bei den Hochkönig Bergbahnen beschäftigt, die jährlich einen Umsatz von rund 13 Millionen Euro erzielen. Die Salzburger Festspiele wiederum gelten als das größte und bedeutendste selbst-produzierende Musik- und Theaterfestival der Welt in den Bereichen Oper, Konzert und Schauspiel. Die Salzburger Festspiele sind ein Betrieb großer Vielfalt mit unterschiedlichen Kompetenzen in den Werkstätten und den Bereichen Technik, Kostüm und Maske, Veranstaltungsdienst, Verwaltung und Kunst.

Über 250 ganzjährig Beschäftigte und bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen und Künstler*innen in der Sommersaison bringen täglich ihre Liebe zur Kunst, ihr Fachwissen und ihr außerordentliches Engagement ein. Dies erfüllt den Anspruch höchster Qualität und garantiert den weltweiten Erfolg.

www.hochkoenig.at

https://jobs.salzburgerfestspiele.at/de

Alfred Haberpointner Werke 2000 – 2021 im Salzburg Museum

Das Salzburg Museum widmet dem Künstler Alfred Haberpointner eine Ausstellung in der Kunsthalle der Neuen Residenz. Es handelt sich dabei um die erste museale Einzelpräsentation in seiner Heimat Salzburg.

Alfred Haberpointner mit Kurator Peter Husty und Direktor Martin Hochleitner © Foto: Manfred Siebinger

Wer ist der Künstler Alfred Haberpointner? Alfred Haberpointner wurde 1966 in Ebenau/Salzburg geboren. Besuchte die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und studierte danach an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Erwin Reiter. Haberpointner lebt und arbeitet abwechselnd in Linz und Ebenau. Von Ebenau bzw. Hallein aus entwickelte er seine plastischen Ideen, die heute die so spezifischen Ausprägungen gefunden haben.

Alfred Haberpointner Köpfe © Foto: Manfred Siebinger

Haberpointner hat eine unverkennbare Formensprache, die permanente Neuinterpretation von klassischen Materialien – wie Holz – und die konsequente Reflexion von Skulptur und Objekt mit höchster künstlerischer Qualität beeindrucken. Für diese Ausstellung wurden Arbeiten aus den letzten 21 Jahren ausgewählt. Es werden mehrere Kopfserien, großformatige Wandarbeiten in Holz und Papier sowie eine Gruppe, die mit Holzstämmen so installiert wurde, dass er auch noch das Werkzeug in die Installation einfügte. Das Werkzeug eine Holzhacke oder auch Axt genannt, die interpretierte er in XXX verschiedenen Formen zu den Holzstämmen. Ein interessanter Anblick, der viele Fragen aufwirft. „Joy Division“ (2019-2021) heißt die Rauminstallation.

Haberpointner_Joy Division_Gaigg Alfred Haberpointner (*1966), Joy Division, 2019–2021, Eschenholz, Eisen © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021 Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at
 

Interessant sind auch seine Köpfe, hergestellt aus Espenholz mit verschieden Einschnitten. Ein Kopf davon wurde in BLAU getaucht bzw. betrachtet man die Skulptur genau, hat man das Gefühl dem Kopf wurde ein gefaltetes Tuch darüber gespannt (von einem gewissen Abstand). Jedoch bei genauer Betrachtung sieht man, hier wurden Schnittflächen getätigt und dann mit blauer Farbe versehen. Aber der Betrachtet kann sich in seine Fantasie hineinleben, was immer er sehen will. Der Künstler setzte sich mit dem Thema „Kopf“ schon als Kind auseinander und dies begleitete ihn bis heute. Der Kopf stellt seiner Ansicht nach das wesentliche des Menschen dar, die ihm als wichtigstes Element erscheint.

Haberpointner_Sujet Alfred Haberpointner (*1966), Kopf, 2017, Espenholz, Pigment © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021

Eine weitere interessante Installation, ist die Installation „Relatives, 2004–2006“. Hier kann der Betrachter auch wieder seiner Fantasie freien Lauf lassen, ich für mich sah die Skulpturen wie einen Hakenverschluss mit aufgepressten oder eingemeißelten winzigen kleinen Hakenverschlüssen. „Gewichtung“ nennt sich diese Installation und umfasst Begriffe wie Masse, Volumen, Proportion, aber auch das Ausbalancieren von Gewicht.

Alfred Haberpointner (*1966), Relatives, 2004–2006, Fichtenholz, Stahl, verzinkt, © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021, Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at

Statement von Direktor Martin Hochleitner zu den Arbeiten des Künstlers: „In Summe vermittelt die Ausstellung in präziser Weise Haberpointners Material-, Form- und Medienverständnis, sie verdeutlicht seinen Arbeitsprozess und bringt gleichzeitig sein hohes Sensorium für das Thema Raum zum Ausdruck“.

Die Ausstellungsdauer: bis 27. Februar 2022

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu!

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series…“Dark sides“

Es war ein Jahr voller Hoffnungen, jedoch wurden die Hoffnungen auch immer wieder zerstreut, die Pandemie hat die Welt noch immer im Griff.

Viele Menschen scheitern an ihr, die Gesellschaft wurde gespalten, in der Politik herrscht ebenso Hass, Verzweiflung und Hilflosigkeit wie auch bei den Menschen.

Zitat aus Goethe „Faust“ „VERNUNFT FÄNGT WIEDER AN ZU SPRECHEN UND HOFFNUNG WIEDER ZU BLÜHN“.

Ich bedanke mich bei all meinen Leserinnen und Leser, die meinen Blog lesen und würde mich freuen, wenn sie auch weiterhin an meinen Kunst- und Kulturberichten interessiert sind.

WÜNSCHE EIN SINNLICHES WEIHNACHTSFEST UND EINEN GUTEN NEUSTART IN DAS NEUE JAHR 2022

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series….“everything is turning back to the positive“

JAHRESPRESSEKONFERENZ SALZBURGER FESTSPIELE 2022

Vom 18. Juli – 31. August 2022

Am 10. Dezember 2021 fand die Jahrespressekonferenz für die Salzburger Festspiele 2022 statt.

Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz, Bettina Hering, Florian Wiegand
© SF / Anne Zeuner

Den Auftakt zur Pressekonferenz machte Helga Rabl-Stadler mit folgenden Worten zu Beginn: „wir streamen“, d.h. die Pressekonferenz konnte auch digital verfolgt werden. Sie begann in eigener Sache zu sprechen: „Es ist ja meine letzte Pressekonferenz in der Funktion als Präsidentin. In diesen 27 Jahren habe ich sechs Intendanten erlebt, 10 Kunstministern und Kunstministerinnen. War für 5626 Veranstaltungen mitverantwortlich, Sponsoren und Mäzenen habe ich mit über 160.000.000 Mio. begleitet. So war es auch möglich die Felsenreitschule neu auszustatten, die heute eine der beliebtesten Veranstaltungsstätte geworden ist. Des Weiteren konnten wir viele Ideen unserer Intendanten ermöglichen, die aus dem normalen Budget nicht möglich gewesen wären. Danke dafür, das möchte ich ausdrücklich an dieser Stelle erwähnen, stellvertretend für alle, die Geld gegeben haben. Unsere Hauptsponsoren AUDI, SIMENS, KÜHNE-STIFTUNG, ROLEX, BWT. Aber auch dem Publikum möchte ich Danke sagen. Laut Statistik waren das in meiner Zeit ca. 6 Mio. Besucherinnen und Besucher, die einen großen Beitrag zu unseren Einnahmen beigetragen haben. 45% des Budgets kommen von den Einnahmen der Kartenverkäufe. Ein Dankeschön. Ein Dankeschön auch an die Politik die ebenfalls unterstützend immer mitwirkte“. Auch der Verein der Freunde der Salzburger Festspiele mit seinen ca. 6.600 Mitgliedern aus rund 60 Ländern ist unter seinem Präsidenten Heinrich Spängler zu einer der Hauptsäulen der Finanzierung geworden und feierte 2021 sein 60-Jahr-Jubiläum. Der Verein steuerte ebenso viel zum Festspielbudget bei, wie die Abgangsdeckungsträger Stadt, Land und Tourismusförderungsfonds. Die Salzburger Festspiele schaffen alljährlich direkt und indirekt eine Wertschöpfung in Salzburg von 183 Millionen Euro und in Österreich von 215 Millionen Euro“.

Das Programm der Salzburger Festspiele 2022

Die Abbildungen im Jahresprogramm wurden von der Künstlerin Rebecca Horn gestaltet, sie wurde auserwählt, weil ihr Spektrum ihres künstlerischen Ausdrucks mannigfaltig ist. 2008 zeichnete sich Rebecca Horn bereits für die Inszenierung und Ausstattung von Salvatore Sciarrinos Oper „Luci mie traditrici“ bei den Salzburger Festspielen verantwortlich.

Die Salzburger Festspiele 2022 werden mit 174 Aufführungen in 45 Tagen an 17 Spielstätten und zusätzlich noch mit 54 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ präsent sein.

4 neue Opern, die komplett neu inszeniert werden, sind keine Wiederaufnahmen, sondern absolut neu Einstudierungen. Es handelt sich hier zum einen um die Oper von Giacomo Puccini „IL TRITTICO“. Diese Oper wurde mitten im Ersten Weltkrieg geschrieben und seine Uraufführung fand am 14. Dezember 1918 in New York statt. Es war eine Zeit der Krise, in der alle Werte in Frage gestellt sind, erscheint möglicherweise einem Komponisten wie Giacomo Puccini DANTES Divina Commedia“ ein nicht ganz fernliegender Referenzpunkt, der Orientierung geben kann. „IL TRITTICO“ besteht aus drei Einaktern, die zunächst einmal keine Verbindung miteinander haben. Allerdings wird, wenn man sich in die Erzählstruktur hineinbegibt, ein übergeordnetes Koordinatensystem erkennbar.

Asmic Grigorian singt in allen drei Einaktern die Hauptrolle, Christof Loy inszeniert die Oper im Großen Festspielhaus. Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Premiere ist am 29. Juli 2022

Weitere Neuinszenierungen sind Béla Bartók „Herzog Blaubarts Burg“, Carl Orff „De Temporum fine Comoedia“, Leoš Janácek KÀTA KABANOVÁ und Giuseppe Verdi AIDA.

Zur Oper AIDA gab die Künstlerin Shirin Neshat bereits ihr Debüt 2017 bei den Salzburger Festspielen und 2022 wird sie diese Oper neu einstudieren. Alain Altinoglu übernimmt die Musikalische Leitung dieser Neueinstudierung im Großen Festspielhaus Elena Stikhina gibt die Rolle der Aida, Anita Rachvelishvili singt Amneris und Piotr Beczala singt die Rolle des Rademès. Luca Salsi ist als Amonasro zu erleben, Erwin Schrott als Ramfis und Roberto Tagliavini als II Re. Es musizieren die Wiener Philharmoniker und die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Premiere ist am 12. August 2022.

Auch das Schauspiel wird nicht zu kurz kommen. Das Gründungsstück der Salzburger Festspiele ist nicht nur zentraler Bestandteil der DNA der Festspielgeschichte, sondern auch als ein einzigartiges Phänomen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Es werden 8 Schauspielaufführungen geboten, natürlich darf der Klassiker „JEDERMANN“ nicht fehlen.

Ebenso hat die KONZERTREIHE ihren Schwerpunkt bei den Salzburger Festspielen. Seit 1921 – also bereits seit dem zweiten Festspielsommer – stellen Konzerte eine wichtige Programmsäule der Salzburger Festspiele dar, und sie entfaltenden zu jeder Zeit ein klangliches Kaleidoskop an Stilen, Repertoires und Gattungen.

Als Schluss will ich das Zitat von Nikolaus Harnoncourt, welches er als Kernsatz zum 75-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele anwandte hier ihnen noch präsentieren: „Die Kunst ist eine Sprache, die Verborgenes aufdeckt, Verschlossenes aufreißt, Innerstes fühlbar macht, die mahnt – erregt – erschüttert – beglückt. Die Kunst als Sprache, die alles kann, wenn sie nur will und wenn man sie lässt“.