Sonderausstellung im Keltenmuseum Hallein „Kelten für Kinder – Archäologie Erleben“

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Eine lehrreiche und interessante Ausstellung hat sich das Keltenmuseum für Kinder ausgedacht. „Kelten für Kinder – Archäologie erleben“ nennt sich die Ausstellung.

Von der Ausgrabung zur Publikation – gespickt mit Fragen wie bzw. „Was ist Archäologie?“ „Wie wird man Archäologin?“ „Wie kommen die Sachen unter die Erde?“ „Was bleibt übrig?“ Diesen und noch vielen anderen Fragen zur Archäologie und der Lebenswelt der Kelten geht diese interaktive Ausstellung nach.

© Keltenmuseum Hallein/Patrick Langwallner

Nach Beantwortung dieser grundlegenden Fragen, darf ausprobiert werden! In dieser Ausstellung kommt echtes Entdecker-Feeling auf!

© Keltenmuseum Hallein/Coen Kossmann Fotografie

Für die kleinen BesucherInnen stehen Grabungskisten mit Sand gefüllt zur Verfügung, die zum achtsamen Freilegen von archäologischen Ausgrabungsbefunden gedacht sind. Wie im realen Ablauf von Ausgrabungen, dürfen nur ArchäologInnen mit Grabungserlaubnis graben. Dies um fasst einen Ausweis und ein Werkzeugset. Das Entdecken der im Sand verborgenen keltischen Gräber kann beginnen.

© Keltenmuseum Hallein/Coen Kossmann Fotografie

Doch die Ausgrabung ist nur ein kleiner Teil der Archäologie. Viel arbeitsintensiver sind die folgenden Schritte der Dokumentation, Restaurierung und Interpretation. Auch dies erfahren die jungen BesucherInnen, indem sie die Funde beschriften, zählen und sortieren. Eine Kinderbibliothek bietet Einblicke in die Methodik der wissenschaftlichen Recherche, die einen großen Teil der archäologischen Arbeit ausmacht und in der Veröffentlichung eines Buchs über die Ergebnisse der Ausgrabung endet.

© Foto: Christa Linossii

Weitere Fragen wie „Wie kommen die Sachen unter die Erde?“ werden hier in dieser Ausstellung ebenso behandelt wie auch „Das Leben der Kelten“. Mit „Wahr-Falsch?“ Tafeln kann das eigene Wissen über die Kelten getestet werden. Sie liefern Fakten und Informationen über die Kelten, die auf dem Dürrnberg keine Schrift verwendeten und Wissen mündlich überlieferten.

© Foto: Christa Linossi

Mit dieser Sonderausstellung will das Keltenmuseum den Familienschwerpunkt ausbauen und wenn die Ausstellung gut bei den Besucherinnen ankommt, wird sie als fix installiert. Denn, wenn Kinder selbst entdecken und probieren dürfen, ist alles viel leichter zu verstehen und sie sammeln damit ihre eigenen Erfahrungen.

Foto: Christa Linossi

Hauptzielgruppe dieser Ausstellung sind Kinder von zwei bis vierzehn Jahren.

© Keltenmuseum Hallein/Coen Kossmann Fotografie
© Keltenmuseum Hallein/Coen Kossmann Fotografie

Aufgrund der Corona-Situation und zu den Veranstaltungen zum Thema „Archäologie“ im Sommer, hat das Team des Keltenmuseum Hallein zwei neue Veranstaltungsformate entwickelt. Die Einhaltung der Abstandsregeln und Veranstaltungen im Freien minimieren das Risiko und ermöglichen das gemeinsame Erlebnis:

Museum im Garten: hier wird die Kulturvermittlung nach draußen verlegt! Im angenehmen Ambiente – vorausgesetzt es regnet nicht – des Museumsgartens, mit Blick auf die Perner Insel, kann Kultur auf der grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Sträuchern, erlebt werden. Auf mitgebrachten Decken und vorhandenen Sesseln kann man an Vorträge, Lesungen, Musik und Workshops für Familien teilnehmen.

© Foto: Christa Linossi

Der Besuch des Keltenmuseum lohnt sich immer wieder, ob für Kinder oder Erwachsene.

www.keltenmuseum.at

Rauf auf den UNTERSBERG

verzauberte Wege, verborgene Orte ein Wanderführer von Christian Heugl

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Natürlich um den Sagenumworbenen Untersberg. Schwerpunkt sind nicht die Mythen und Sagen rund um den Untersberg (sie werden zwar kurz erwähnt) sondern Heugl stellt ca. 45 einzigartige Touren rund um sowie auf den Untersberg vor. Er geht von den fünf Hauptorten Großgmain, Grödig, Marktschellenberg, Berchtesgaden und Bischofswiesen aus. Wer ein echter „Untersbergler“ ist, dem sind die Routen kein Neuland. Aber aufgrund von CORONA könnte es sein, dass viele Österreicher und auch Salzburger, den Untersberg einmal näher erkunden wollen. Er gibt gute Informationen zu den jeweiligen Routen, die er dann noch genauer beschreibt. Angeführt ist auch der Schwierigkeitsgrad Höhenmeter, Stunden usw. Er beschreibt dann noch den Charakter, wann die Beste Zeit ist, den Weg, Ausgangspunkt und Anfahrt.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Denn dieser mächtige Berg steht wie ein Fels in der Brandung am westlichen Rand des Salzburger Beckens. Vor Jahrmillionen war er vom Urmeer Tethys umgeben. Der berühmte Untersberger Marmor mit den darin eingeschlossenen Schnecken, Algen und Muscheln erinnert an diese Zeit.

Weil dieser Band Aufschluss für die jeweilige Tour gibt, sowie Hintergrundinformationen. Jeder der den Untersberg erkunden will, sollte dieses Buch einmal lesen. Aber auch für „eingefleischte“ Untersbergler ist es alleweil interessant nachzulesen.

Der Untersberg das „Herzchakra“ Europas.

DER AUTOR

Mag. Christian Heugl, geboren 1957 in Salzburg. Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Geschichte. Freier Journalist mit Schwerpunkt lokale Geschichte und Alpinismus.

Erschienen ist das Buch

Im Verlag Anton Pustet, Salzburg

ISBN 978-3-7025-0970-5

GRANITPILGERN Wegbegleiter im Oberen Mühlviertel

von Christian Huber mit Bildern von Andreas Balon

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Es geht um Pilgern. Dieses Buch will selbst ein Pilgerbegleiter sein. Was bedeutet Pilgern? Es bedeutet nicht, vor der Welt zu flüchten, sondern vielmehr der inneren Sehnsucht Raum zu geben und die Welt neu zu sehen. Beim Pilgern entwickelt sich eine neue Beziehung zu sich selbst. Es öffnet einen neuen Blick in die Weite der Landschaft, Gedanken, die kommen und gehen, neue Ideen reifen.

Was ist Granitpilgern? Nichts aufregendes, es handelt sich hier lediglich um das Mühlviertler Granitland. Es ist bekannt und beliebt. Dieses Granitpilgern könnte man auch als spirituelles Auftanken nennen. Dieser Weg führt an Kirchen, Kapellen und Kleindenkmäler vorbei, die am Granitpilger-Weg verankert sind. Die Besonderheit sind die unzähligen Kleindenkmäler am Weg, die Kreuze, Bildstöcke und Kapellen. Sollte man sich für diese Pilgerreise entschließen, möge man diesen Band mitnehmen. Er gibt Aufschluss zur Strecke und zu den jeweiligen Denkmälern. Kurz, auch Geschichte wird mitgeliefert.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer gerne spirituell wandert und die Landschaft des Mühlviertels im Granitland kennenlernen will, der sollte sich für diesen interessanten Pilgerführer entscheiden. Des Weiteren finden Sie in dem Buch auch eine Wanderkarte, die Sie bestens durch das Land bringt.

DER AUTOR

Christian Huber, geboren 1963, Wohnsitz Kleinzell im Mühlkreis ist Jurist und Weitwanderer und Archivar von Kleindenkmälern.

Die Fotos stammen von dem Fotografen Andreas Balon.

Erschienen ist das Buch

Erschienen ist der Band im Verlag Anton Pustet, Salzburg

ISBN 978-3-7025-0996-5

Michael Köhlmeier WENN ICH WIR SAGE

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Der große Erzähler Michael Köhlmeier befragt die Doppelsichtigkeit des WIR. Es ist dem ICH nahe, es erzählt ebenso Geschichten. Köhlmeier setzt dieses WIR bewusst in seine Geschichten in diesem Buch ein. Es ist immer zu hinterfragen, wie verstehen WIR als LESER seine Hinterfragung? Sein Nachdenken, über das WIR könnte, man auch so interpretieren: es steht für mehrere Personen, für einen Kreis von Menschen, in den die eigene Person, ebenso eingeschlossen ist. Das WIR kann dem einsamen ICH eine Heimat bieten und im Erklären, woher es kommt. Dieses WIR kann auch militärisch sein und keine Geschichten erzählen, aber es erzeugt jedoch Mythen, um Ideologien zu sanktionieren.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wenn man ein Fan von Michael Köhlmeier ist und seinen Schreibstil schätzt. Auch wenn man kein Werk von Michael Köhlmeier kennt, aber gerne sich mit der Sprache auseinandersetzt, ist es empfehlenswert dieses Buch zu lesen.

DER AUTOR

Michael Köhlmeier 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er studierte Germanistik und Politologie in Marburg sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt. Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk.

Erschienen ist das Buch

2019 im Residenz Verlag GmbH, Wien-Salzburg

ISBN 978 3 7017 3484 9

steirischer herbst ’20:

Paranoia TV
24.9.–18.10.20

lt. Pressemitteilung vom 17.06.2020 wird der steirische herbst’20 über die Bühne gehen. Titel: „Paranoia TV 24.09. – 18.10.2020“.

Paranoia TV Sujet: Grupa Ee

Der steirische herbst stellt das kuratorische Konzept und die Künstler*innenliste seiner 53. Ausgabe vor, bei der sich eine experimentelle Neuinterpretation des Festivals anbahnt. Im Einklang mit seinen Wurzeln in der Avantgarde wird der steirische herbst heuer in einer anderen neuen Form stattfinden. Diese Form wird, die von Angst und von einer geprägten Unsicherheit der heutigen Zeit aufgreifen.

Seit Anfang März 2020 ist nichts mehr so wie es war, der Corona-Virus hat in Form einer Pandemie weltweit zugeschlagen; Shutdown, Lockdown, wirtschaftliche Probleme usw. Viele europäische Länder sind jedoch noch immer auf der Alarmstufe 6 vertreten. Schön langsam stellt sich aber europaweit wieder eine Art Alltag ein. Kunst und Kultur kehren auch wieder schrittweise in das Leben der Menschen zurück. Der Spuk ist jedoch noch nicht vorbei, Abstandhalten und Disziplin sind nach wie vor gefragt, sowie Eigenverantwortung.

Besucher*innen werden in den Museen mit einem Leitsystem durch die Ausstellungen geführt. Auch der Theaterbetrieb wird langsam wieder hochgefahren, obwohl sich hier größere Probleme ergeben als in Museen und Galerien. Sitzabstand (hinten, vorne, seitlich 1m Abstand) Mundschutz?) Viele Menschen sind verängstigt, wenn nicht gar ein bisschen paranoid. Die Angst vor einer zweiten Welle fördert eine Abscheu vor öffentlichen Räumen – und vor dem Atem potenziell ansteckender Fremder. Noch grundlegender aber ist die Angst vor uns selbst: Jeder von uns könnte das tödliche Virus asymptomatisch verbreiten. Wir müssen aber lernen, mit dieser Angst umzugehen, der Virus wird uns so lange erhalten bleiben, bis wir die richtigen Medikamente und Impfungen besitzen und können nur hoffen, dass es sich nicht noch zu einem neuen gefährlicheren Virus verändert. Normalität im wörtlichen Sinne, wird noch lange nicht sein.

Kunst in unsicheren Zeiten Paranoia TV antwortet künstlerisch-kritisch auf die globale Pandemie und die durch sie verursachten Einschnitte – nicht nur in unser tägliches Leben, sondern auch im Hinblick auf die Durchführung von Kulturveranstaltungen.

Als dritte Ausgabe des steirischen herbst unter Intendantin Ekaterina Degot zeigt das Festival weiterhin ausschließlich neue Auftragswerke. Das experi­mentelle Format ermöglicht es, dass diese unabhängig von (potenziellen) „Lockdown“-Maßnahmen realisiert werden können.

Beiträge von rund vierzig Künstler*innen setzen sich direkt oder indirekt mit den Dringlichkeiten und Missständen unserer Zeit auseinander: die neuen Verwundbarkeiten in Bezug auf Alter und Geschlecht, die Komödien und Dramen der Häuslichkeit, die wiedergefundene Begeisterung für die klassische Oper, die Chore­ografie von Bewegungseinschränkungen, Klasse, Geld, Umarmungen, die Biopolitik der Ansteckung, die Selbstisolation des weißen Mannes in sterilen autonomen Zo­nen und die Hoffnung auf eine unerwartete Zukunft.

Paranoia TV Videostill © steirischerherbst

Ein virtueller Avatar erklärt von Sigmund Freud und wird durch die neuesten Deepfake-Techniken wieder zum Leben erweckt, das vielschichtige Universum, das Besucher*innen auf dieser Plattform im Herbst erwarten wird. Freud, der als Vater der Psychoanalyse gilt, war einer der ersten Denker, der über Paranoia und verwandte Begriffe schrieb, obwohl die Realität sich in vielen Fällen als radikaler als seine Theorien erwies.

Des weiteren werden auch Handys vor Paranoia TV nicht sicher sein: Kurz vor Festivalbeginn steht eine eigens entwickelte kostenlose App zum Download bereit. Sie bietet die Möglichkeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort in die Welt von Paranoia TV einzusteigen, um einen Überblick über das Programm zu erhalten, Beiträge zu lesen/hören/sehen oder sich per Eilmeldungen über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Ich bin gespannt, seien SIE es auch!

Kuratorisches Team werden sein: Mirela Baciak, Ekaterina Degot (Intendantin und Chefkuratorin), Henriette Gallus, Dominik Müller, Christoph Platz, David Riff

HEILKRAFT DER ALPEN von Arnulf Hartl – Christina Geyer

SICH IN DER NATUR BEWEGEN – KANN AUCH HEILKRAFT BEDEUTEN!

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Wer in den Alpen und am Land lebt, weiß die Heilkraft der Alpen und der Natur zu schätzen. Immer mehr und mehr Menschen wird bewusst, dass der Mensch ohne Natur nicht sein kann, umgekehrt die Natur ohne Menschheit sehr wohl auskommen würde. In diesem Buch geht es im Großen und Ganzen um die Heilkraft der Natur. Wir merken es selbst am eigenen Leib, wenn wir wandern. Es tut uns gut – wir fühlen uns danach meist wohl, erholt und erfrischt. Hinter dieser subjektiven Wahrnehmung stecken jedoch klare, wissenschaftliche Fakten. Dieses Buch passiert auf wissenschaftliche Fakten und Studien. Es ist so aufgegliedert, dass es leicht verständlich ist, wie Natur auf unseren Körper wirken kann. Interessant, um ein Beispiel zu nennen, sind die Krimmler Wasserfälle, die wissenschaftlich und eine erforschte Heilquelle darstellt. Die Krimmler Wasserfälle sind der Asthmaspray der Natur. Natur hilft bei kardiovaskulären Krankheiten und Demenz, bei psychischen Problemen und Schlafstörungen, sie beschleunigt die Genesung, lindert Asthma, steigert die Leistung, lässt uns sogar länger leben.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Im Grunde genommen, sollte dieses Buch jeder lesen, der etwas für seine Gesundheit tun will. Es ist nie zu spät sich mit der Natur auseinander zu setzen und den ersten Schritt, der mit einer Wanderung beginnt, zu tun.

ÜBER DIE AUTOREN

Arnulf Hartl ist Leiter des Instituts für Ökomedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg und forscht zu der medizinischen und psychologischen Wirkung der Natur auf die Gesundheit des Menschen.

Christina Geyer, gebürtige Wienerin, lebt und arbeitet als freie Journalistin in der steirischen Nationalparkregion Gesäuse.

Erschienen ist das Buch

2020 Bergwelten Verlag bei Benevento Publishing Salzburg-München eine Marke der Red Bull Media House GmbH, Wals bei Salzburg

ISBN-13 9783711200167

Chat-Interview mit der Musicaldarstellerin und Schauspielerin Susanne Seimel

Musicaldarstellerin Susanne Seimel © Foto Susanne Seimel

Sie ist Musicaldarstellerin/Sängerin/Schauspielerin und Köchin/

Anfang März 2020 kam der Corona-Lockdown und die Kulturszene wurde hart getroffen, ab sofort keine Auftritte mehr und die momentane Schockstarre wie geht es weiter? Dieser Virus traf nicht nur die Kunstszene, sondern die ganze Welt und ihre Wirtschaft und keiner hat eine Ahnung, wie man die Pandemie in den Griff bekommen würde. Fragen über Fragen, wie wird sich das alles auswirken? Es war ein Krieg ohne Waffen. Lockdown im 21. Jahrhundert mit dem hat die Menschheit nicht gerechnet, ein Absturz ins Bodenlose? Aber es gab auch einen Hoffnungsschimmer! Wir leben Gott sei Dank schon im digitalen Zeitalter und dies hat vieles entschärft.

Die Kreativen ließen sich von dem Corona-Virus nicht unterkriegen und erfanden sich NEU und ließen ihre Ideen in die digitale Welt einfließen. So wie zB Susanne Seiml, als Musicaldarstellerin entwickelte sie in der Corona-Krise einen unterhaltsamen Kochkanal „Natürliche Süssi“, so nennt sie sich, sie ernährt sich seit drei Jahren zuckerfrei und überrascht mit viel Selbstironie und Kreativität. Süssi Koch- und Backworkshops kann man auch buchen und vielleicht wird man auch mit einer kleinen musikalischen Kostprobe überrascht. www.natürlichesüssi.at

LINOSSIARTSTORY: Wie ich aus Ihrem Lebenslauf entnehmen konnte sind Sie Sängerin, Schauspielerin/Musicaldarstellerin. Geboren in Linz und leben zwischen München und Wien?  Wie Sie sich selbst beschreiben „…Bühnendarstellerin mit Leib und Seele“. Wie war Ihre Reaktion, als Sie von dem Corona-Lockdown erfuhren und auf einmal alles Stillstand?

SEIMEL: Zuerst konnte ich es einfach nicht fassen. Es war so unglaublich, dass man plötzlich unverschuldet ein Berufsverbot erteilt bekommt. Dann kam etwas Wut und danach erst mal nichts.

LINOSSIARTSTORY: Warum kamen Sie ausgerechnet auf den Kochkanal „Natürliche Süssi“? Dachten Sie, alle müssen nun zu Hause bleiben und Essen ist immer gut für „Leib und Seele“? Erzählen Sie uns, was Sie dazu veranlasst hat.

SEIMEL: Ich koche und backe gerne. Und da ich schon seit einigen Jahren ohne Industriezucker lebe, wollte ich erst mal die Zeit nutzen, um für mich etwas herum zu experimentieren. Dann kam mir eines Nachts die Idee, diese mit der Welt zu teilen. Zum Thema Backen mit Früchten gibt es nicht allzu viel Auswahl, so dachte ich mir, vielleicht bin ich nicht alleine auf der Suche nach passenden zuckerfreien Rezepten und da mir die Bühne fehlte, wurde YouTube zum Theater-Ersatz.

LINOSSIARTSTORY: Die KünstlerInnen in Österreich wurden von der Bundesregierung mehr oder minder im Stich gelassen, was Unterstützung betraf. Mag. Ulrike Lunacek, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, hat versagt und bis Mag.Andrea Mayer als neue Staatssekretärin installiert wurde, ist schon viel den Bach hin unter geflossen. Lt. Bundesgesetzblatt waren die Kunst und Kultur hinter der Prostitution gereiht. Es wurde bewusst, einen Bundeskanzler und Vizekanzler interessiert Kunst und Kultur so gut wie gar nicht (dieses Dilemma gibt es schon seit 20 Jahren, durch die Corona-Krise ist es jetzt erst so richtig sichtbar geworden) Wie sahen oder sehen Sie diese Problematik

SEIMEL: Die Künstler in Österreich waren schon vor Corona auf sich Alleine gestellt. Wir sind keine richtigen Angestellten und keine echten Selbstständigen. Es war immer schon schwierig sich da durch den Versicherungs-, Steuer- und Organisationsdschungel zu kämpfen. Corona hat diese Problematik noch verschärft und an die Oberfläche gebracht. Dieses politische Schauspiel auf Kosten der Kultur hat mich sehr ernüchtert, enttäuscht und ein unverblümtes Bild über den Stellenwert meiner Branche offenbart. Es ist einfach traurig, ich und meine Kollegen hoffen nun sehr auf Taten von Mag. Andrea Mayer.

LINOSSIARTSTORY: Nun seit gut einem Monat wird die Wirtschaft und schön langsam auch die Kunst wieder hochgefahren. Wobei die Kunst wieder einmal als letztes Glied in dieser Kette ist. Wie sieht ihr nächstes Arrangement aus? Gibt es überhaupt eines?

SEIMEL: Alles wurde bis in den Herbst hinein abgesagt. So schnell kann dies auch nicht wieder hochgefahren werden, viele kleine Theater werden weiterhin im Stich gelassen und die Politik gibt das komplette Corona-Risiko an die Veranstalter ab.
Dies bedeutet, dass es mindestens bis September keine Engagements geben wird. Wie es im Herbst weitergeht, steht in den Sternen. Es gibt Angebote von ‚vor Corona‘, aber viele Theater warten nun noch ab und so kann ich nur hoffen, dass sich bald alles zum Positiven wenden wird.

LINOSSIARTSTORY: Meine Leser würden auch interessieren; Wie fanden Sie zur Kunst, was stand am Anfang Ihrer Berufung als Künstlerin?

SEIMEL: Als ich 6 Jahre alte war, besuchte ich mit meinen Eltern das Musical Cats in Wien und an diesem Abend wusste ich, dass ich auch auf der Bühne stehen möchte. Es gab ab diesem Zeitpunkt keinen Plan B für mich und so habe ich damals angefangen Unterricht zu nehmen und alles daran gesetzt meinen Traum zu verwirklichen.

LINOSSIARTSTORY: Wie sehen Sie Ihr weiteres künstlerisches Schaffen, wohin geht die Reise?

SEIMEL: Es wird weitergehen, es wird was kommen und ich weiß, dass ich bald wieder auf einer Bühne stehen werde. Ich bin ein positiver Mensch und glaube fest daran, dass der erste Probentag kommen wird. Und ich freue mich jetzt schon sehr darauf!

LINOSSIARTSTORY: Welche persönlichen Ziele haben Sie?

SEIMEL: Ich möchte dieses Leben so gut als möglich nutzen, glücklich sein, liebe Menschen um mich haben, Dinge tun, die mir wichtig sind, mir jeden Tag in den Spiegel schauen können und stolz darauf sein wen ich da sehe. Immer wieder hinterfragen, ausloten und keine Angst davor haben neue Wege zu gehen. Das ist mein Lebensziel und wie das dann genau aussieht, tja, da lasse ich mich selbst überraschen.
Bisher wurde es auf jeden Fall noch nie langweilig bei mir.

LINOSSIARTSTORY: Mit welchen drei Worten würden sie sich beschreiben?

SEIMEL: Reflektiert, bodenständig und verrückt

LINOSSIARTSTORY: Welche Bedeutung hat für Sie Status, Prestige, Anerkennung und Erfolg?

SEIMEL: Status und Prestige spielen in meinem Leben keine Rolle. Über Anerkennung und Erfolg freue ich mich, weil es ein Zeichen dafür ist, dass ich irgendwas richtig gemacht haben muss und darauf kann man stolz sein.

Danke für das nette Gespräch und die Einblicke in Ihr künstlerisches Leben. Alles Gute für die Zukunft!

Auf ins Wolkenkuckucksheim! CORONA ADE

LINZ UND DAS OK OÖ KULTURQUATIER schauen nach Vorne und erfinden sich NEU, den die Kunst kennt keinen Stillstand!

Michael Kienzer, Abhängen, 2010 / 2020 Foto: Otto Saxinger  Chillen

Linz ist bekannt für seinen HÖHENRAUSCH. Der letzte Höhenrausch war 2018, im Vorjahr war es der SINNESRAUSCH. (Es rauschte über den Dächern von Linz) Heuer hätte der HÖHENRAUSCH wieder stattfinden sollen, jedoch der berühmte VIRUS CORONA hat weltweit allen einen Strich durch die Rechnung gemacht und in der Pandemie waren wir alle verdammt, endlich mal zu sich zu kommen. Gesellschaftlich, wirtschaftlich und natürlich auch im künstlerischen Bereich.

Der HÖHENRAUSCH kommt wieder, aber ein Jahr später. Der Corona Virus konnte die moderne Kulturhauptstadt Linz nicht aus der Bahn werfen, nein, man blickt mit Zuversicht nach Vorne und das ist herausgekommen: (Auszug aus dem Pressetext)

User comments / Wolfgang Dorninger, Kuckuck chipt’s laut aus …, 2020 Foto: Fadi Dorninger

Das Höhenrausch-Dach wird zum Wolkenkuckucksheim – einem künstlerischen Sehnsuchtsort nach antikem Vorbild. Den Besucher*innen bietet sich ein sinnliches Erlebnis mit Augenzwinkern – zwischen Himmel und Erde, zwischen Realität und Phantasie. Flanieren, Nachdenken, Entspannen, die Verwandlungsfähigkeit der Kunst mit Fernblick genießen und Abstand zum Gewohnten gewinnen, um in Corona-Zeiten wieder zu sich selbst zu kommen.

Täglich von 16.00 bis 23.00 Uhr können die Gäste in Hängematten chillen, die Seele lüften, auf dem Passage Dach spazieren und dabei den Geräuschen der New Yorks lauschen, das fliegende Schiff auf dem Höhenrausch-Turm besuchen, im Kirschgarten wandeln oder einfach nur in der Springinkerl-Bar auf der raiffeisen kunst garage abhängen. Kunstfilme, die man nur selten im Kino sieht, werden abends auf der großen Open Air Leinwand im voestalpine open space gespielt. Bildgewaltig, aber ohne konventionelle „Geschichte“ zeigen sie Ausschnitte unserer Wirklichkeit oder schaffen aus gefundenem Material Neues. In Kooperation mit dem Stifterhaus finden jeden Freitag Luftschlosslesungen junger Autor*innen statt.

Clemens Bauder & Gregor Graf, Zur schönen Aussicht, 2017 Foto:Clemens Bauder/Gregor Graf

Eröffnet wird das chillige Projekt ab 3. Juli 2020 und dauert bis 15. September 2020. Wir dürfen gespannt sein, wie das Chillen im Abstand von 1,5 m sein wird und das über den Dächern von Linz. Ich werde mir auf alle Fälle die Vorbesichtigung (für Presse und Medien) ansehen und werde darüber ausführlich berichten. Bis dahin heißt es noch: „Bitte warten…“