ARCHIV frühere Arbeiten

Archiv – Künstlerische Entwicklung In diesem Archiv findest du Werke aus früheren Schaffensphasen. Sie zeigen meine künstlerische Reise, meine Experimente mit Licht, Form und Emotion. Manche dieser Arbeiten markieren Wendepunkte, andere stille Beobachtungen. Auch wenn sie nicht mehr im Zentrum meines aktuellen Schaffens stehen, sind sie Teil meiner Geschichte.

WERKGRUPPE: FENSTER IM FELS (2014)

„Der Berg sieht zurück“ — experimentelle Fotomontage, entstanden 2014. Keine KI, rein fotografische Umsetzung. (c) Christa Linossi 2014

Titel: Der Berg sieht zurück Werkgruppe: Fenster im Fels Jahr: 2014 Technik: Experimentelle Fotografie Motiv: Bischofsmütze, Filzmoos (Salzburg)

„Fenster im Fels II“ — experimentelle Fotomontage, entstanden 2014. Keine KI, rein fotografische Umsetzung. (c) Christa Linossi 2014

Die Bischofsmütze zeigt seit dem Bergsturz von 1993 eine sichtbare Verletzung, die ihre Linien und Brüche prägt. In dieser experimentellen Fotografie wird der Fels als lebendiger Körper sichtbar, dessen Geschichte eingeschrieben ist. Die großflächigen Fenster markieren den Eingriff des Menschen in die Natur und spiegeln zugleich den Berg zurück — als würde er selbst durch diese Öffnungen blicken. Die Arbeit verweist auf die fragile Beziehung zwischen alpiner Landschaft, touristischer Nutzung und klimatischen Veränderungen und fordert dazu auf, die Natur als eigenständiges Gegenüber wahrzunehmen.

WERKGRUPPE: FRAUEN UND GEWALT (2014 / 2018)

Die Faust im Gesicht! Experimentelle Fotografie Serie „Gewalt“ Fotoarbeit © von Christa Linossi 2018

Ein großes Thema für mich ist nach wie vor die Gewalt gegen Frauen. Frauen werden vergewaltigt, geschlagen, erniedrigt. Frauen, die eigentlich LEBEN zur Welt bringen und schützen wollen (es bleibt beim Wollen).Erschreckenderweise hat die Gewalt nicht abgenommen. Im Jahr 2023 hat sie durch die vielen Morde sogar zugenommen.

FREIHEIT! Experimentelle Fotografie Serie „Gewalt“ Fotoarbeit © von Christa Linossi 2014

In vielen Ländern der Erde ist „Freiheit“ für Frauen noch immer keine Selbstverständlichkeit und mit dieser Arbeit will ich zum Ausdruck bringen, dass auch diese Frauen „Aussicht auf Freiheit“ bekommen sollen, wenn es auch nur Sprosse um Sprosse vorangeht.

WAS IST FREIHEIT! Experimentelle Fotografie Serie „Gewalt“ Fotoarbeit © von Christa Linossi 2014

Diese Arbeit ist Teil einer Serie, die sich mit der visuellen Sprache von Gewalt auseinandersetzt – nicht um zu schockieren, sondern um zu sensibilisieren. Sie lädt ein zur Reflexion über die Sichtbarkeit von weiblicher Erfahrung, über die Ambivalenz von Freiheit und über die Kraft des künstlerischen Ausdrucks als Widerstand.

WER WO WAS BIN ICH? Experimentelle Fotografie Serie „Gewalt“ Fotoarbeit © von Christa Linossi 2014

Die Mauern der Franzensfeste werden zur Bühne eines inneren Konflikts. Zwei Hälften desselben Gesichts blicken einander an – geteilt und doch verbunden. Ein Bild der Zerrissenheit, wie sie viele Frauen nach Gewalterfahrungen erleben. „WER WO WAS BIN ICH?“ ist mehr als eine Frage. Es ist ein Echo der Suche nach Identität und Heilung. Die Fotografie fordert dazu auf, hinzusehen – ins Bild und in sich selbst.

Werkgruppe: LINOSSI KÖRPER – Graz 1990

„Hand – Körper – Struktur“, Grafik 1990. Ein Werk aus der Übergangsphase – Körper, Linie und Verlust im Dialog. (c) Christa Linossi.

1990, Graz. Ich war eine Frau im Übergang, und meine Grafiken wurden zu kleinen Seismografen meiner inneren Landschaft.

Die Hand – offen, suchend – hält ein Glück, das längst begonnen hat, sich zu verflüchtigen. Ein Steinbruchmoment: alles kollert, alles rutscht, nichts bleibt dort, wo es war.

Die geometrischen Muster sind meine damaligen Versuche, Struktur zu bauen. Linien, die Halt versprachen, aber unter den Fingern zerbröselten.

Darunter der männliche Körper, kopflos, schon im Weggehen begriffen. Ich ließ ihn ziehen. Manchmal ist Loslassen die einzige Form von Klarheit.

Und hinten, das Dreieck: ein Rest von Ordnung, ein Symbol, das sich selbst nicht mehr trägt. Diese Grafik ist ein Stück meiner damaligen Selbstrettung – ein Versuch, mich neu zu zeichnen, während das Alte sich verabschiedete.