Michael Horowitz in der ALBERTINA bis 13. APRIL 2020

In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung erstmals Arbeiten von Michael Horowitz gezeigt. Es ist eine Auswahl aus seiner Schaffensphase.

Michael Horowitz: Mick Jagger, 1967
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Wer ist Michael Horowitz? Seine Vorfahren stammten aus Galizien, sie flüchteten nicht in Richtung Westen, sondern nach Osten und überlebten in Shanghai den Zweiten Weltkrieg. Der Vater von Michael Horowitz, Oscar, wurde nach seiner Rückkehr aus der Emigration und seinem Einsatz in der französischen Fremdenlegion ein bekannter österreichischer Theaterfotograf und legte somit den Grundstein für die Begeisterung seines Sohnes zu dieser Kunstform.  Oscar Horowitz schätzte man sehr in Wien für seine Fotos aus den Wiener Theatern.

So ist es naheliegend, dass sein Sohn auch Fotograf wurde. Wie heißt es so schön: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.

Michael Horowitz ist ein Wiener Journalist, Fotograf, Verleger und Autor (geb. 1950). Bereits ab 1966 während seiner Schulzeit ist er als Fotograf tätig. Horowitz schrieb mehr als 20 Bücher, darunter Biografien über H.C. Artmann, Otto Schenk und Helmut Qualtinger, um einige zu nennen.

Michael Horowitz: Fatty George, Al Fats Edwards, Helmut Qualtinger, 1977
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Mit Franz Prassl – ebenfalls Journalist – war er in Folge als Pressefotograf rund um die Welt tätig. 2014 erhielt er die „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold“. Bekannt wurde er im speziellen durch die Gründung des Kurier Magazin „Freizeit“, dessen Chefredakteur er von 1989 bis 1994 war. Des Weiteren gründete er den Gourmet-Guide „Tafelspitz“.

Nun zu seinen Arbeiten in der ALBERTINA, es handelt sich hier um eine monografische Ausstellung. Schwerpunkt dieser Ausstellung sind Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Er fertigte auch bis Ende der 1980er Jahre zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an.

Michael Horowitz: Friederike Mayröcker, 2019
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Wie seine einzigartigen Aufnahmen der Wiener Kunstszene eindrucksvoll belegen, hat Michael Horowitz ein besonderes Talent, Vertrauen aufzubauen und so entstanden umfangreiche Serien in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger,(https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Helmut_Qualtinger) mit dem er gemeinsam im Wiener Gemeindebau, aufgewachsen ist. 1969 dokumentiert er bereits als 18-jähriger in New York das Leben und Werk der österreichischen Pop-Art-Ikone Kiki Kogelnik (https://www.galerie-albertina.at/kuenstler/13641/kiki-kogelnik/) .

Michael Horowitz: Kiki Kogelnik, 1969
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz Einfühlungsvermögen, seine Sichtweise und seine klare Bildsprache und den Blick für ausdrucksstarke Momente aus. Seine Fotos von Künstlern wie Thomas Bernhard, Oskar Werner, Sir Petr Ustinov oder Andy Warhol werden europaweit in Büchern und Magazinen veröffentlicht. 

Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Fotografien, die Michael Horowitz auf den Straßen Wiens oder im Auftrag von Magazinen anfertigt. Sie zeigen die Bestrebungen unterschiedlichster Akteure, die Enge der Nachkriegsgesellschaft aufzusprengen und hinter sich zu lassen. Die Aufnahmen bieten einen Eindruck der Aufbruchsstimmung, die zu dieser Zeit in Wien herrscht und einen Wandel hin zu einer weltoffeneren Stadt mit sich bringt. 

Michael Horowitz beobachtet die Dargestellten genau und hält sie mit großer Empathie und einem Gespür für ausdrucksstarke Momente in einer klaren Bildsprache fest. Die so entstandenen Fotografien zweier Dekaden liefern ein Bild berühmter Menschen, die auch heute noch mit Österreich in Verbindung gebracht werden.

Horowitz hat den Blick, das Objekt im richtigen Augenblick einzufangen und auf den Auslöser zu drücken. Viele Personen, die vor seiner Linse gelandet sind, leben nicht mehr.

Michael Horowitz: Thomas Bernhard, 1972
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Für Michael Horowitz ist es eine große Ehre schon in der ALBERTINA ausgestellt zu werden. Ein Freund von ihm meinte: „Es kann doch nicht sein, dass du in der ALBERTINA schon ausgestellt wirst?“ Bemerkung: normal werden hier zum Großteil nur mehr Gemälde von bereits verstorbenen großen Künstlern gezeigt.

Gezeigt werden zu folgenden Saaltexten die dazugehörigen Fotos bzw. Arbeiten von Michael Horowitz:

Proteste nach dem Kirchweger-Attentat

Kiki Kogelnik in New York

Die Muehl-Kommune

Die Gugginger Künstler

Andy Warhol in Wien

Eine Ausstellung, die es sich lohnt sich anzusehen.

https://www.albertina.at/ausstellungen/michael-horowitz/

Kunst-Gschichtln…im Schnee

Kunst-Gschichtln… neue Fotoarbeit 2020 © Christa Linossi

MANIFESTA EINE DER WICHTIGSTEN BIENNALEN FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Manifesta 13 in Marseille: für ein stärkeres Zusammenkommen vom 07.06 — 01.11.2020

High angle view of cityscape by sea. Notre Dame de la Garde in Marseille against clear sky. Buildings by seascape on sunny day. Foto: 1.Espace Manifesta 13

Manifesta ist eine der wichtigsten Biennalen für zeitgenössische Kunst in Europa. Sie hat sich zu einer Plattform für den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft entwickelt und überdenkt die Beziehungen zwischen Kultur und Gesellschaft, die den positiven Wandel in Europa durch die zeitgenössische Kultur untersuchen und beeinflussen. Neben der „Biennale in Venedig“ und der „documenta“ in Kassel gehört sie inzwischen zu den bedeutendsten Kunst-Veranstaltungen in der Welt. Gegründet wurde sie 1996 von der niederländischen Kunsthistorikerin Hedwig Fijen. Der Sitz der International Foundation Manifesta (IFM) ist in Amsterdam. Die Biennale der Manifesta ist eine Europäische Wanderbiennale, die alle zwei Jahre an einem anderen Ort stattfindet.

Bisher fand die Manifesta in folgenden Städten statt: Rotterdam (1996), Luxemburg (1998), Ljubljana (2000), Frankfurt (2002), San Sebastian (2004), Nikosia (2006 – annulliert), Trentino-Südtirol (2008), Murcia im Dialog mit Nordafrika (2010), Limburg (2012), St. Petersburg (2014), Zürich (2016) und Palermo (2018). 

Foto: 1.Espace Manifesta 13

Die 13. Manifesta 2020 findet diesmal in Marseille/Frankreich statt. Warum in Marseille? Es gibt keine bessere Stadt als Marseille, um die Forschung und Diskussion von Manifesta über die Herausforderungen, vor denen Europa heute steht, weiter auszubauen. Manifest 13 Marseille schlägt vor, mit bestehenden Kulturinstitutionen und -vereinigungen sowohl symbolisch als auch praktisch zusammenzuarbeiten. Sie ist die emblematischste Stadt in Bezug auf ihre historische Position im Mittelmeerraum und im übrigen Europa. Sie zieht Bezug auf ihr kulturelles Netzwerk (2013 Kulturhauptstadt) und ist derzeit eine der wichtigstes Austragungsstädte, um den Erfolg von Palermo im Jahr 2018 fortzusetzen.

Marseille ist eine Stadt, die gemeinsam mit ihren Bürgern über globale soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklungen nachdenken wird. Es gibt eine Vielzahl kultureller Hintergründe in Marseille .


Hauptquartier Manifesta 13 in Marseille / Foto © Ange-Lorente_Service Presse Ville de Marseille Foto ALOE

Das Hauptquartier der Manifesta 13 befindet sich in einem der bekanntesten historischen und zentralen Gebäude in Marseille, dem ehemaligen Espace Culture in 42 la Canebière. Der Raum wird ein Ort der Begegnung und des Austausches werden. Die Nachbarschaft und ihre Bewohner sind herzlich willkommen.

4.L’Étude Urbaine Le Grand Puzzle réalisée par MVRDV, The Why Factory et des étudiants d’architecture de Marseille, ©MVRDV

Vor sieben Jahre Kulturhauptstadt Europas, ist Marseille nun auserwählt, die 13. Manifesta 2020 in dieser kulturellen Stadt abzuhalten. Es fällt wieder Licht auf Marseille, die Stadt vibriert für zeitgenössische Kunst.

https://manifesta.org/

KULTURHAUPTSTÄDTE 2020

Die Kulturhauptstädte Europas sind in diesem Jahr: Rijeka/Kroatien und Galway/Irland.

Rijeka _ foto _by Borko Vukosav

Was bedeutet „Kulturhauptstadt“ und wann wurde diese ins Leben gerufen?

Seit 1985 erhält jedes Jahr mindestens eine europäische Stadt den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. Bis heute wurden über 50 Städte in der gesamten Europäischen Union zu Kulturhauptstädten ernannt. In Österreich wurden zwei Städte bereits mit dem Titel „Kulturhauptstadt“ ernannt. Es waren die Städte: Graz 2003 und Linz 2009. 2024 wird Österreich eine weitere Kulturhauptstadt inne haben, es ist Bad Ischl.

Worum geht es eigentlich bei dieser Initiative „Kulturhauptstädte Europa“? Es soll den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa hervorheben. Die kulturellen Eigenschaften würdigen. Den Bürgerinnen und Bürger Europas das Gefühl stärken, einem gemeinsamen Kulturkreis anzugehören. Mit dem Beitrag Kultur zur Entwicklung von Städten und Tourismus, einfach eine unterstützende Funktion sein.

Rijeka startete am 1. Februar 2020 die Eröffnung mit einem Eröffnungsprogramm als Ouvertüre, was die Bürger von Rijeka und der Region sowie alle Besucher von Rijeka im Jahr 2020 erwarten wird.

Die zentrale Eröffnungszeremonie fand im Hafen von Rijeka statt, einem Raum, der eine Stärke der Identität für Rijeka darstellt. Mit den Klängen der Industrie und Schweißfunken drückt Rijeka symbolisch und stolz seinen Respekt für die Stärke der Arbeiter aus, die es gebaut und zu einer modernen Stadt gemacht haben.

Promo_film_Rijeka_foto_B_Vukosav_1

Die Eröffnungsrede hielt die Direktorin der Rijeka 2020 EMINA VIÉNI mit einem kurzen Auszug aus ihrer Ansprache:

„Willkommen in Rijeka – der europäischen Kulturhauptstadt! Willkommen in einer Kulturstadt, in der wir frei schaffen und Freiheit durch Kunst feiern! Es ist ein großer Tag für uns alle und so eröffnen wir das Jahr, in dem Rijeka zu einer der interessantesten europäischen Städte wird. Ein aufregendes und reiches Jahr liegt vor uns, mit mehr als 600 Veranstaltungen nicht nur in Rijeka, sondern in der ganzen Region Kvarner und Gorski kotar. Dahinter stehen mehr als 200 Partner und zahlreiche Künstler aus mehr als 40 Ländern.

Durch das Programm im Hafen, vor den Augen Europas, wird Rijeka seinen Arbeitern und seinem Industriellen Erbe, seiner Avant-Garde-Kunst und der Tradition seiner umgebenden Region Respekt zollen und uns gleichzeitig an die Grundwerte erinnern, auf die das moderne Europa aufgebaut wurde.“

Igor Crnkovic, Pilotmedia / Fertiggestelltes Wandgemälde zum Ivex-Gebäude
Igor Crnkovic, Pilotmedia / Fertiggestelltes Wandgemälde zum Ivex-Gebäude
Die Rijeka-Künstler Jadranka Lackovic und Vladimir Tomié haben Anfang Februar die Westfassade des IVEX-Gebäudes mit einem großen Wandgemälde auf mehr als 200 vier Metern bemalt. Das Wandbild unter dem Namen „Familiar Place/A Familiar Place“ ist das erste Wandbild, das das Internationale Festival der Wandmalereien, Graffiti und Street Art im Rahmen des Programms „Sweet and Salty“ Rijeka 2020 der Europäischen Kulturhauptstadt ankündigt.

Rijeka ist eine kroatische Hafenstadt an der Kvarner Bucht an der nördlichen Adria. Auf dem Gebiet des heutigen Rijeka wurden die ersten Spuren der Menschen aus der Zeit des Paläolithikums (Altsteinzeit) und Neolithikums (Jungsteinzeit) gefunden.

Rijeka 2020 – Europska prijestolnica kulture

Galway ist die zweite Kulturhauptstadt Europas 2020, ist eine Hafenstadt, die an der irischen Westküste liegt. Zwei Kulturhauptstädte kann Irland – Dublin im Jahr 1991 und Cork im Jahr 2005 – bereits vorweisen.

Aufgrund von Unwetterwarnungen musste Galway am 8. Februar 2020 die Eröffnungsfeier absagen. „Galway 2020 ist äußerst enttäuscht, die Absage des Finales unserer Eröffnungszeremonie an diesem Abend anzukündigen, da heute, heute Abend und morgen Unwetterwarnungen für das ganze Land vorliegen.“

100 Partnerschaften aus 33 verschiedenen Ländern entwickelten Themen rund um Galway 2020. Das Programm ist umfangreich und wird im Laufe des Jahres Musik, Theater, Literatur, bildende Kunst, Tanz, Film, Architektur, Kulturerbe, Sport und Essen umfassen. Es wird spektakuläre Feuerfeste geben, die auf irische Tradition verweisen.

Home 2021 v1

Wandern zu kuriosen Plätzen…

mit dem Buch

OBERÖSTERREICH erleben

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch……

Man entdeckt kuriose Plätze und besondere Ausflugsziele und kann Oberösterreich auf besondere Weise erkunden. Verzauberte Riesen in den Gesichtern von Felsen kommen ebenso vor, wie sanfte Hügel mit kleinen Wäldchen und Steinbloßhäusern. Jahrtausendalte Kult- und Kraftplätze werden hier ebenfalls beschrieben.

Zum Beispiel beschreibt er auch über dem überlebensgroßen Epitaph für Hans Staininger (1508-1567) in Braunau. Dieser war Händler, Ratsherr und Stadthauptmann und hatte einen Zwei-Meter-Bart der als Todesfalle galt und noch so manche Kuriositäten werden Sie vorfinden.

Wanderer Josef Leitner beschreibt auf besondere Art und Weise das Echte und Besondere verschiedener Kleinode und begleitet Sie zu Orten, die eine besondere Geschichte zu erzählen haben. Bei diesem Wanderführer lernen Sie Oberösterreich mit anderen Augen zu sehen und entdecken dabei kuriose Plätze und besondere Ausflugsziele.

Dieses Buch ist es wert zu lesen, weil……

Wenn Sie gerne wandern und auf der Suche nach neuen Landstrichen sind, dann ist dieses Buch lesenswert. Das Buch gliedert sich in das Mühlviertel, Traunviertel, Salzkammergut, Innviertel, Hausruckviertel und Zentralraum und weist auf 77 leichte Wandertouren hin. Gibt Auskunft über Startpunkt, Wegbeschreibung und Dauer der Tour. Eine große Übersichtskarte finden sie ebenfalls vor.

Oberösterreich-Kenner und Kulturgenuss-Wanderer Josef Leitner führt Sie zu Ausflugszielen mit besonderen Geschichten.

Der Autor: Josef Leitner, der studierte Theologe und Germanist und Jurist war als Personalleiter und Universitätslektor tätig. Als Kolumnist einer österreichischen Tageszeitung erkundet er regelmäßig mit dem „Pepimobil“ besondere Orte der Natur und Kultur in Oberösterreich

Das Buch ist empfehlenswert

Erschienen im Verlag Anton Pustet, Salzburg ISBN 978-3-7025-0966-8

50. Rauriser Literaturtage

vom 25. – 29. März 2020

Flyer : Kulturverein Forum Rauris
Pressekonferenz „Rauriser Literaturtage“ am 3.2.2020 von links nach rechts: Herbert Mayer (Kulturverein Forum Rauris) Manfred Mittermayer (Intendanz d. Rauriser Literaturtage) Ines Schütz (Intendanz d. Rauriser Literaturtage) LH-Stv.Heinrich Schellhorn und Peter Loitfellner Bürgermeister Marktgemeinde Rauris Foto: Christa Linossi

Rauris ist flächenmäßig die größte Gemeinde Salzburgs, befindet sich am Fuße des Sonnblicks in einem 30 km langen Hochtal auf einer Seehöhe von 952 Metern. Rauris, das Kleinod, ist Gastgeber seit 50 Jahren für die Literaturtage.

2020 ist ein besonderes Jahr, feiern die Literaturtage doch ihr 50. Jubiläum.  Für fünf Tage ist die Marktgemeinde Rauris wieder im Ausnahmezustand und das pulsierende Zentrum für Literatur.  Aus Nah und Fern werden wieder Literaturinteressierte anreisen. Sie werden nicht nur die Literaturtage, sondern vermutlich auch Land und Leute des Raurisertal genießen und natürlich das große Ereignis 50 Jahre Rauriser Literaturtage.

Machen wir einen kurzen Abstecher ins Tal der Rauriser und warum man sich damals entschloss, hier die „Rauriser Literaturtage“ zu gründen.

Rauris wurde schon in ganz frühen Zeiten immer wieder in der Literatur beschrieben und dies ist kein Zufall. Seine Geschichte, als einer der wichtigsten Goldgräberorte der Römer und später des deutschen Kaiserreiches und der Erzbischöfe von Salzburg, hat schon immer Vielfalt ins Tal gebracht. Die Rauriser haben durch ihre Bodenschätze und durch ihre geografische Lage immer schon ihr Tal dem Fremden geöffnet. Das mag eine gute Voraussetzung für die Gründung der „Rauriser Literaturtage“ gewesen sein.

Gründer dieser Literaturtage war der Lyriker und Journalist Erwin Gimmelsberger (*1923 in Eberschwang OÖ. + 2003 in Salzburg). Er war ein Freund des Rauriser Tales und überlegte, wie kann man Literatur und das Rauriser Tal zusammenbringen. Er fand auch offene Ohren bei den Bewohnern des Hochtales und somit stand der Gründung 1970/1971 nichts mehr im Wege.

Die ersten Rauriser Literaturtage fanden erstmals vom 17.2. bis 21.2.1971 statt. Die ersten Schriftsteller waren: Ilse Aichinger (sie gilt als bedeutende Repräsentantin der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur), Thomas Bernhard  (Georg-Büchner-Preisträger) Gabriele Wohmann (eine deutsche Schriftstellerin), Hans Weigel (österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker), Gerhard Amanshauer (österreichischer Schriftsteller) und Wolfgang Teuschl (ein österreichischer Schriftsteller und Kabarettist).

Eine Literaturveranstaltung trat im 20. Jahrhundert ihren Weg in die Zukunft an und ist nun im 21. Jahrhundert angekommen. Fortsetzung folgt…

Wieder zurück im 21. Jahrhundert wird sich die Marktgemeinde Rauris heuer vom  25. März bis 29. März 2020 für fünf Tage wieder erfolgreich zu einem pulsierenden Zentrum für Literatur verwandeln und die beiden Preise des Landes Salzburg, die im Zuge der Rauriser Literaturtage verliehen werden, sind längst zu Fixgrößen in der Literaturwelt geworden.

Die diesjährigen Preisträgerinnen sind: Angela Lehner (Rauriser Literaturpreis) für ihren Roman „Vater unser“ und den Rauriser Förderungspreis erhält Vanessa Graf zum Thema „Innehalten“ für ihren Text „Genauso schwarz wie hier“.

Zum 50. Geburtstag gibt es auch ein ideales Geschenk, das ehemalige Mesnerhaus wurde renoviert und ist somit das neue Haus für Kultur und Literatur, neben den Gasthäusern Grimming, Platzwirt und der Heimalm.

Über die ersten 50 Jahre der Literaturtage wird eine reich illustrierte Publikation zum Jubiläumsjahr aufgelegt.

Wollen Sie noch mehr über Programm und Autoren_Innen erfahren, dann klicken Sie einfach den Link an:  http://www.rauriser-literaturtage.at/

https://www.rauris.net/

Die Oper „Der Kleine Prinz“ in guter Sache unterwegs…

Scheck Übergabe Paracelsus Schule St. Jakob am Thurn

Von Li nach Re: Hans Josef Knaust (Präs. Innovative Musikprojekte Salzburg) Stefan Ellmauthaler (Paracelsus Schule St. Jakob Obmann Stv.) Leonie Steuber (Der Kleine Prinz – Sopran) Dr. Michael Kopp (Präsident Lions Club Hohensalzburg, Sieglinde Wendt (Schulgründerin Paracelsus Salzburg)

Mit viel Freude, großem Engagement und ausverkauften Vorstellungen ging die Oper „Der Kleine Prinz“ im November 2019 in der Szene Salzburg über die Bühne. (https://linossiartstory.wordpress.com/2019/11/02/der-kleine-prinz/)

Die Geschichte des „Kleinen Prinzen“ erzählt von den Eigenheiten der unterschiedlichsten Charaktere. Der große Bogen, der sie alle vereinen kann, ist die Liebe, die Toleranz und Akzeptanz des Einzelnen.

Jedoch, nicht jeder Einzelne hat einen guten Start ins Leben und ist auf die Hilfe und Unterstützung von der Gesellschaft angewiesen.

Um diese Unterstützung für Kinder und Jugendliche zu geben, wurde die Paracelsus Schule In St. Jakob am Thurn gegründet (Mitgründer: Daniell Porsches größtes Projekt war der Bau der neuen Paracelsus-Schule in St. Jakob. In den letzten Jahren zog sich Daniell Porsche aus einem Teil seiner von ihm unterstützten Projekte wieder zurück) und um dieses Projekt der Paracelsus Schule in St. Jakob am Thurn dauerhaft zu gewährleisten, ist die Paracelsus Schule auf private Sponsoren und Spender angewiesen. (https://www.paracelsusschule.at/)

So freut sich der Lions Club Hohensalzburg, Dr.Michael Kopp, der Paracelsus Schule St. Jakob einen Scheck über € 1.500,00 aus den Einnahmen und Spenden der Oper „Der Kleine Prinz“ überreichen zu dürfen. So konnte man wieder einen kleinen Beitrag für die Kinder und Jugendlichen leisten.

Mit großer Freude durfte der Obmann Stv. Stefan Ellmauthaler den Scheck über € 1.500,00 im Kulturhaus Anif Kultur am 27.1.2020 entgegennehmen. Eine besondere Freude schenkte den Anwesenden der Künstlerische Leiter der Oper, Hans Josef Knaust und „sein Kleiner Prinz“ Leonie Stoiber mit dem Rosenlied aus der bezaubernden Oper.

„Schöne Grüße vom Gaisberg“

von Christian Heugl

Christian Heugl hat im Anton Pustet Verlag ein Wanderbuch vom Gaisberg herausgebracht. Der Gaisberg, neben dem Untersberg der beliebteste Hausberg der Salzburger. Es ist der höchste Stadtberg Salzburgs mit dem markanten Rundfunksender.

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch……

Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich hier um den beliebtesten Hausberg der Salzburger. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für jeden Salzburger, ob Sportler, oder Sonnenanbeter oder einfach der den Hausberg nur im Spazieren gehen erkunden will.

Selbst wer den Salzburger Hausberg schon auf vielen Wegen erwandert hat, wird über die weiteren Facetten, die Christian Heugl in diesem Buch aufzeigt, erstaunt sein. Viele unentdeckte Schönheiten, die von geheimnisvollen Höhlen oder sagenhaften Moorböden, oder heilkräftigen Quellen bezeugen. 

Foto: Christa Linossi
Foto: Christa Linossi

Auf umweltfreundliche Anreise wird ebenfalls hingewiesen. So kann man fünf zentrale Ausgangspunkte, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbarer Orte auswählen. Für jede beschriebene Route gibt es ein eigenes Kapitel, in dem die großen und kleinen Attraktionen, die gastronomischen Betriebe oder auch die Kuriositäten entlang des Weges beschrieben werden.

Dieses Buch ist es wert zu lesen, weil……

weil es ein gut beschriebener Wanderführer ist. Wo sich ein jeder gleich damit zurechtfinden kann. Es ist eine Entdeckungsreise rund um den Gaisberg. Es wird genau informiert über Kultur & Geschichte am Wegesrand, Infos zu Gehzeit und Schwierigkeitsgrad sowie Einkehrtipps finden Sie hier ebenso vor. Wer den Gaisberg neu entdecken will, der greife zu diesem Wanderführer.

DER AUTOR:

Mag. Christian Heugl, geboren 1957 in Salzburg. Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Geschichte. Freier Journalist mit Schwerpunkt lokale Geschichte und Alpinismus. Betreut seit drei Jahrzehnten die Freizeit-Kolumne in den Salzburger Nachrichten. Zahlreiche Berg- Publikationen in verschiedenen Medien und Verlagen.

Erschienen im Verlag Anton Pustet ISBN 978-3-7025-0947-7 

Auch 2020 dreht sich in Salzburg wieder alles um die Kunst……

Salzburgs Museen und Kunsteinrichtungen sind wieder schwer beschäftigt. Sie stellen ihr Jahresprogramm 2020 der Presse und den Medien vor.

Ich werde jetzt nicht jede Pressekonferenz im Einzelnen beschreiben, sondern ich informiere Sie darüber in einer kurzen Zusammenfassung.

Beginnen wir mit:

© Foto Salzburg Museum / https://www.salzburgmuseum.at/fileadmin/_processed_/f/9/csm_SM_1_89bafd274f.jpg

SALZBURG MUSEUM

Das Salzburg Museum startet heuer mit VORHANG AUF!  Gemeinsam mit den Salzburger Festspielen wird die Salzburger Landesausstellung 2020 inszeniert und das Salzburg Museum erzählt die Geschichte des Festivals für klassische Musik und darstellende Kunst unter dem Titel: „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“. Max Reinhardt Aussage: „Jedes Theaterstück könne sich erst im Austausch mit dem Publikum erfüllen“ und diesen Gedanken greift die Landesausstellung auf und lädt die Gäste ein, in das „Welttheater“ der Salzburger Festspiele einzutauchen. Wie bereits erwähnt wird die Landesausstellung Schwerpunkt sein und umfasst eine Ausstellungsfläche von ca. 2000 m². Eingeteilt wird sie in 4 Kapiteln.

1.Kapitel: „Großes Kino“ – Eine filmische Annäherung. Es ist der 22. August 1920, als Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ unter der Regie von Max Reinhardt das erste Mal am Salzburger Domplatz aufgeführt wird.

2.Kapitel: „Das Archiv“ – 100 Jahre Salzburger Festspiele. Die prunkvolle Max-Gandolph-Bibliothek wird zum temporären Archiv, in dem 100 Jahre Salzburger Festspiele hautnah erlebt werden können.

3.Kapitel: Im „Dialog“ werden BesucherInnen, wie KünstlerInnen sowie Institutionen den Salzburger Festspielen in elf Räumen erleben und begegnen.

4.Kapitel: „On Stage“ – Das Museum als Bühne. Das vierte und letzte Kapitel der Ausstellung verwandelt die Kunsthalle des Salzburg Museum in eine lebendige Bühne. Abgesehen davon, bildet der Raum das Herzstück des Kinder-, Jugend- und Familienprogramms der Kulturvermittlung. https://www.salzburgmuseum.at/

Abgesehen von der großen Landesausstellung wird das Salzburg Museum auch weitere Ausstellungen in seinen Häusern präsentieren. So zum Beispiel wird das Panorama Museum die Ausstellung „Stadtansichten – mit Hubert Sattler um die Welt“ zeigen. Im Zeitraum vom 5.6.2020 – 27.06.2021. https://www.salzburgmuseum.at/panoramamuseum/

Das Spielzeug Museum wird 3 Ausstellungen zusätzlich zeigen: „Mein Lieblingsspielzeug“ vom 18.2.-1.11.2020, „Bauklotz, Ziegel, Holzbaustein“ vom 14.11.2020 – 02.10.2022 und last but not least „Weihnachten überall“ vom 24.11.2020 bis 07.02.2021 https://www.salzburgmuseum.at/spielzeugmuseum/

Das Volkskunde Museum wird eine private Andachtsbildchen-Sammlung von Ingrid Loimer unter dem Thema „Maria – Andacht und Zuflucht / Wiederaufnahme“ vom 28.03.2020 – 01.11.2020 zeigen. https://www.salzburgmuseum.at/standorte/volkskundemuseum/

Das Keltenmuseum wird erstmalig eine Ausstellung für Kinder präsentieren und die jungen Gäste unter dem Titel „Kelten für Kinder“ in die archäologische Welt entführen. https://www.salzburgmuseum.at/standorte/keltenmuseum/

Die Neue Residenz beschließt dann das Jahr 2020 mit einer Sonderschau des österreichischen Künstler Alfred Haberpointner „Alfred Haberpointner – Werke 2000–2020“

SOMMERAKADEMIE FÜR BILDENDE KUNST

Klasse von Tobias Pils 2019/ Tobias Pils, Sylvia v. Bernstorff Foto: Mira Turba

Dieses Jahr werden 19 Kurse von 20. Juli bis 29. August 2020 auf der Festung Hohen Salzburg und im Steinbruch Untersberg stattfinden. Das diesjährige Kursprogramm der Internationalen Sommerakademie steht heuer unter dem Motto „Neue Horizonte“. „Was macht die Welt aus“ fragte die Philosophin Catherine Malabou ihre Studierenden. Ihre eigene Antwort auf diese Frage lautete: „Ein Horizont“. Diese Frage und Antwort werden als Grundlage für alle Kurse und auch für Überlegungen stehen.

Endlich ist das Thema KLIMAWANDEL auch in der Kunst angekommen. Viele zentrale Zukunftsfragen wie Klimapolitik und Ressourcenschonung stehen vor einem entscheidenden Jahrzehnt.

Interessant ist die Aussage von der Direktorin Hildegund Amanshauser der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg: „Jetzt müssen wir hinterfragen, Stellung beziehen und Veränderungen starten. In diesen Zeiten des Wandels sind Kulturschaffende besonders gefragt.“ Diesen Impuls hätte die Sommerakademie schon vor längerer Zeit starten können. Der Klimawandel findet nicht jetzt erst statt, sondern der hat schon viel früher begonnen, nämlich seit dem Jahr 2000. Sind wir gespannt wie das Thema „Neue Horizonte“ und das Thema KLIMA von den Studierenden umgesetzt wird. Welche Perspektiven könnten sich in Zeiten globaler Revolten eröffnen? 24 Lehrende werden die ca. 300 Studierenden aus 70 Ländern unterrichten. Ein Großteil der Studierenden kommt aus Europa, ein Teil aus Osteuropa und ein geringer Teil aus nicht europäischen Ländern, was wiederum stark von den Stipendien abhängt.  

Seit 2009 leitete Frau Hildegund Amanshauser die Sommerakademie und verfolgte das Ziel, die Internationale Sommerakademie als einen Hotspot für Globalkunst zu etablieren. Was ihr gut gelungen ist und damit schaffte sie auch die Vernetzung weltweit zu verstärken. Mit Ende August 2020 wird sie die Leitung der Sommerakademie beenden und sich anderen Aufgaben widmen wird. Nachfolgerin oder Nachfolger noch unbekannt. https://www.summeracademy.at/

SALZBURGER KUNSTVEREIN

© Foto: Salzburger Kunstverein / Künstlerhaus / https://www.salzburger-kunstverein.at/images/kunstlerhaus/48_kE3BCnstlerhaus_img.jpeg

Dieses Ausstellungsprogramm 2020 umfasst mehrere miteinander verflochtene Themen. Die Ausstellungen werden sich mit der Tatsache verblassender Demokratie, die man auch global beobachten kann, befassen. Auch das Thema Migration wird zur Sprache kommen und ist verbunden mit dem Schreiben und Umschreiben von Geschichte. Schwerpunkt werden zwei Wanderausstellungen sein. Gernot Wieland (im Großen Saal) und Declan Clarke (im Kabinett) sowie einer Installation von Omer Fast in der Ringgalerie. Omer Fast war 2019 auch schon präsent. Auch Khalil Rabah wird seine Werke im Rahmen einer Wanderausstellung präsentieren. Von diesen Wanderausstellungen wird der Künstler Gernot Wieland, vermute ich, am interessantesten Sein. Seine Filme, Zeichnungen, Lecture Performances und spielerischen Installationen setzen sich mit den Bedingungen von Fakt und Fiktion auseinander. Die oft zwischen Traumlandschaften, Geschichten, Realität und Erinnerungsneurosen changieren. 2019 gewann Gernot Wieland den EMAF Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik beim European Media Art Festival. Gernot Wieland wurde 1968 in Horn Österreich geboren und lebt in Berlin.

Bei der Sommerausstellung werden folgende KünstlerInnen wie Megan Rooney (großer Saal und Ringgalerie), Camille Holowka (Kabinett) präsentiert. Das Sunset Kino wird ebenfalls wieder ein Fixpunkt sein. Des Weiteren wird auch wird auch die Gewinnerin Luise Schröder des SpallArtPrize Salzburg 2020 präsentiert. Das Jahr schließt dann, wie üblich, mit der Jahresausstellung. https://www.salzburger-kunstverein.at/

Das Ausstellungjahr beginnt und endet spannend und über die jeweiligen Ausstellungen werde ich immer wieder gesondert darüber berichten, so bleiben SIE am Laufenden.

Salzburger Festspiele und seine nie gebauten Festspielhäuser….

Poelzig Hans (1869-1936), Festspielhaus Salzburg: 3. Projekt, perspektivische Ansicht. Druck auf Karton, 80,5 x 177,9 cm (inkl. Scanränder). TU Berlin Architekturmuseum Inv. Nr. 2778.

…und man hat sich entschlossen anlässlich des 100 Jahr – Jubiläums der Salzburger Festspiele einen Wettbewerb auszuschreiben, zu nie gebauten Festspielhäuser.

Die zahlreichen in den vergangenen 130 Jahren angedachten Bauplätze und Planungen für Festspielhäuser zeigen, welch große Bedeutung dem Bau eines solchen Festspielhauses seit jeher zugemessen wurde.

Die Salzburger Festspiele ereignen sich alljährlich in diesem Raum (Felsenreitschule, Haus für Mozart), in dem sich einst Mozart Salzburg Existenz abgespielt hat. Es war gar nicht so geplant gewesen – im Gegenteil, ganz und gar anders -. Die Festspiele aber sind in die alte Stadt hineingewachsen und die Festspielstätten aus Provisorien, aus Umbauten und Zubauten allmählich entstanden.

Vier Festspielhausentwürfe dieser nicht realisierten Archtitekturprojekte wie Mönchsberg, Schlosspark Hellbrunn, Kapuzinerberg und Mirabellgarten werden durch Interventionen von KünstlerInnen und ArchitektInnen im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar gemacht.

Zwei Projekte stechen durch eine interessante Formgebung besonders hervor.

Esther Stocker, Isa Rosenberger (Stocker Projekt Knitterskulptur und Rosenberger Portalrahmen)
© SF/Anne Zeuner

Da ist zum Beispiel das Projekt von der Südtiroler Künstlerin Esther Stocker (lebt in Wien) besonders hervorzuheben: Dreiteilige Knitterskulptur für den Mönchsberg eine Intervention zum Mozart-Festspielhausprojekt am Mönchsberg, 1890 (Atelier Fellner & Helmer, Wien)Mit dieser dreiteiligen Skulptur inszeniert Esther Stocker den Raum, verschiebt die Wahrnehmung und macht ihn für die BesucherInnen neu erlebbar. Die „zerknüllten Entwurfsideen“ thematisieren Ordnung und Unordnung, System und Systemzerstörung. Darüber hinaus stellen die Skulpturen unter Nutzung von Texten aus dem Jahr 1890 einen direkten Zusammenhang mit dem geplanten Festspielhaus her“. (Jurybegründung)


Die Architekten Fellner & Helmer (Wien) richteten 1890 das Mozart-Festspielhausprojekt
© Salzburg Museum

Dieser Entwurf präsentiert eines der drei Teile von Esther Stockers „Dreiteiliger Knitterskulptur“: Diese zeigt …
© Esther Stocker

Das zweite interessante Projekt stammt von der Salzburger Künstlerin Isa Rosenberger (lebt in Wien) und hier handelt es sich um einen Portalrahmen für den Mirabellgarten und ist eine Intervention Festspielhausprojekt im Mirabellgarten, 1950/51 (Architekt Clemens Holzmeister, Ankara). Isa Rosenberger setzt mit ihrem Entwurf ein sehr reduziertes Zeichen in den überaus gestalteten Mirabellgarten, das einen wichtigen Kontrapunkt zur Umgebung darstellt. Die Höhe des Objekts in Anlehnung an Holzmeisters Entwurf erinnert an das geplante historische Konzept und verändert den Blick auf den Stadt- und Parkraum sowie die Wahrnehmung des Raumes. Sie schafft mit dem geplanten Objekt eine benutzbare Bühne, um für die BesucherInnen neue Blickpunkte und Sichtweisen erfahrbar zu machen. (Jurybegründung)

Clemens Holzmeister rückte beim Musik-Olympiaden-Projekt (1950/51) über die …
© Joseph Gregor, Clemens Holzmeister 1953, S. 42
Isa Rosenberger greift mit der Intervention „Portalrahmen für den Mirabellgarten“ …
© Isa Rosenberger

Sind wir gespannt wie die Projekte dann in Real rüberkommen. Besichtigen kann man die Projekte zwischen Mitte Mai bis Ende Oktober 2020 an ihren jeweiligen Standorten.