MYTH OF COMMUNICATION – MYTH OF NETWORK

Als ich diese Arbeit „Netzwerk“ schuf, ist mir klar geworden, wir surfen zwischen Treibgütern (Internet) des endzeitlichen Rohstoffes Information, und unsere Mitteilungen sind selbst Teil des Treibgutes.

Das latent vorhandene Bedürfnis nach Kommunikation, nach Aussprache und Mitteilung ist der eigentliche Quell des Internetbooms. Nun besteht auch das Bedürfnis jeden Einzelnen, selbst interaktiv einzugreifen, selbst Gestalter der eigenen Botschaft zu sein und der passiven Rolle des Konsumenten zu entrinnen.

Bauen Sie ein Netzwerk auf, vernetzen Sie sich usw… Sollten wir uns nicht auch Gedanken darüber machen, dass wir uns einer neuen Kontrolltechnik ausgeliefert haben?

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…MYTH OF NETWORK

MYTH OF COMMUNICATION – MYTH OF NETWORK

When I created this work „Network“, it became clear to me that we surf between flotsam (Internet) of the end-time raw material information, and our messages are themselves part of the flotsam.

The latent need for communication, pronunciation and communication is the real source of the Internet boom. Now there is also the need for each individual to intervene interactively, to be the designer of their own message and to escape the passive role of the consumer.

Build a network, connect, etc… Shouldn’t we also think about the fact that we have surrendered to a new control technology?

2022 is the start of my latest work

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…“When the heart bleeds“

Kennen wir es nicht alle, dieses Gefühl, wenn wir enttäuscht werden?  Wenn man Floskeln wie, zu hören bekommen, wir sind wertvoll, wir sind Gefühlvoll und im Endeffekt wird man doch wieder im Regen stehen gelassen. Wenn das Herz dann zu Schmerzen beginnt. Wenn sich zum Herzschmerz, Zorn, Hass und Hilflosigkeit hinzumischt.

Wenn man sich die Frage stellt, wie gehe ich jetzt mit dieser Situation um. Werfe ich mich in den Schmerz? Suche ich einen Ausweg oder lasse ich alles an mich heran? Ich für mich, verarbeite es einfach in Kunst. Ein guter Weg, das Ventil zu öffnen, bevor es explodiert.  

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…“When the heart bleeds“

Don’t we all know it, that feeling when we are disappointed? When you hear phrases, we are valuable, we are full of feeling and in the end, you are left in the rain again. When the heart then begins to hurt. When heartbreak, anger, hatred, and helplessness are added.

If you ask yourself the question, how do I deal with this situation now? Am I throwing myself into pain? Am I looking for a way out or do I let everything get to me? For me, just process it into art. An effective way to open the valve before it explodes.

Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen gehen Neue Wege

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Bevor Helga Rabl-Stadler die Salzburger Festspiele endgültig mit Dezember 2021 verlassen wird, hat sie noch einen großen Deal ausgehandelt. Es ist ein Deal der neuen Wege beschreitet und in so einer Form noch nie dagewesen ist.

Siegfried Plöbst (Geschäftsführer der Hochkönig Bergbahnen), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin) und Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele). Foto: SF/Anne Zeuner

Was ist der Deal? Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen mischen den Arbeitsmarkt auf und gehen neue Wege. Wie sehen die neuen Wege aus?

Die Salzburger Festspiele und die Hochkönig Bergbahnen möchten den Weg gemeinsam gehen, um Synergien in Zukunft nutzen zu können und vielleicht ein neues Modell für Saisonkräfte zu etablieren. Beide Unternehmen sind auf Saisonmitarbeiter*innen angewiesen, um einerseits die Bühnenmomente und andererseits die Skisporterlebnisse gestalten zu können. An das Anforderungsprofil beider Unternehmen weisen erstaunliche Schnittmengen zwischen Stationsbediensteten*r und Bühnentechnikers*in auf.

Auch der allgemeine und österreichweite Arbeitskräftemangel macht sich auch hier bemerkbar und dieses Ziel wollen die Salzburger Festspiele als auch die Hochkönig Bergbahnen nutzen, um auf viele saisonale Arbeitskräfte zurückgreifen zu können. Auch die wiederkehrenden Mitarbeiter*innen sind rückläufig, viele zieht es weg von der Saisonarbeit hin zur Jahresstelle. Um dieser Saisonarbeit eine Sicherheit zu geben, haben die Salzburger Festspiele und Hochkönig Bergbahnen beschlossen, diese Kooperationen einzugehen.

So gesehen, passen auch beide Unternehmen perfekt zusammen: während die Mitarbeiter*innen der Hochkönig Bergbahnen ihre Hauptsaison von Dezember bis Ostern haben, werden bei den Salzburger Festspielen die Arbeitskräfte erst für die Pfingstspiele und die Salzburger Festspiele im Sommer gebraucht. Einen großen Vorteil bietet man den Mitarbeiter*innen ebenfalls an, sie müssen sich nur einmal bewerben. Beide Dienstverträge werden sofort vorgelegt und eine eventuell mühsame Stellensuche für die andere Saison gibt es nicht mehr.

Statement von Lukas Crepaz Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele: „Diese unkonventionelle Idee unseres Technischen Direktors Andreas Zechner verbindet das Beste beider Arbeitswelten. Die Festspiele sind während der Saison mit bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen sowie Künstler*innen, davon 450 Techniker*innen, wichtiger Arbeitgeber im Bundesland, die den Erfolg der Festspiele ermöglichen. Um dies auch in Zukunft zu sichern, werden wir neue Wege der Mitarbeiter*innen Findung ausprobieren. Auf den ersten Blick mag es für einen Außenstehenden nicht offensichtlich sein, was die Salzburger Festspiele mit den Hochkönig Bergbahnen verbinden kann. Doch bei genauerem Hinsehen ergeben sich zahlreiche Übereinstimmungen in unseren beiden Unternehmen“.

Das Anforderungsprofil zeigt einige Schnittmengen auf. Gebraucht werden auf beiden Seiten etwa Erfahrung in einem handwerklichen oder technischen Beruf, Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und gute Deutschkenntnisse.

Die Mitarbeiter*innen und Künstler*innen sind aus aller Welt bei den Salzburger Festspielen vertreten und profitieren dadurch, dass es einen internationalen Charakter hat. Während die Mitarbeiter*innen bei den Hochkönig Bergbahnen wieder punkten, sich um eines der größten zusammenhängenden Skigebiete im Salzburger Land kümmern. Die Skiregion Hochkönig lockt mit 34 Liftanlagen und 120 bestens präparierten Pistenkilometern. Hier finden sich Pisten für alle Leistungsstufen, egal ob Übungshang, breite Pisten mit sanfter Steigung für jene, die es lieber gemütlich haben, oder etwas anspruchsvollere Abfahrten bis hin zu Kings Park Hochkönig – mit 1,8km einer der längsten Snowparks der Alpen. Ein weiterer Pluspunkt: Aufgrund der Größe des Skigebiets ergeben sich selbst in der Hochsaison keine langen Wartezeiten bei den Liftanlagen. Insgesamt 120 Mitarbeiter sind im Winter, davon über 50 Mitarbeiter ganzjährig, bei den Hochkönig Bergbahnen beschäftigt, die jährlich einen Umsatz von rund 13 Millionen Euro erzielen. Die Salzburger Festspiele wiederum gelten als das größte und bedeutendste selbst-produzierende Musik- und Theaterfestival der Welt in den Bereichen Oper, Konzert und Schauspiel. Die Salzburger Festspiele sind ein Betrieb großer Vielfalt mit unterschiedlichen Kompetenzen in den Werkstätten und den Bereichen Technik, Kostüm und Maske, Veranstaltungsdienst, Verwaltung und Kunst.

Über 250 ganzjährig Beschäftigte und bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen und Künstler*innen in der Sommersaison bringen täglich ihre Liebe zur Kunst, ihr Fachwissen und ihr außerordentliches Engagement ein. Dies erfüllt den Anspruch höchster Qualität und garantiert den weltweiten Erfolg.

www.hochkoenig.at

https://jobs.salzburgerfestspiele.at/de

Alfred Haberpointner Werke 2000 – 2021 im Salzburg Museum

Das Salzburg Museum widmet dem Künstler Alfred Haberpointner eine Ausstellung in der Kunsthalle der Neuen Residenz. Es handelt sich dabei um die erste museale Einzelpräsentation in seiner Heimat Salzburg.

Alfred Haberpointner mit Kurator Peter Husty und Direktor Martin Hochleitner © Foto: Manfred Siebinger

Wer ist der Künstler Alfred Haberpointner? Alfred Haberpointner wurde 1966 in Ebenau/Salzburg geboren. Besuchte die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und studierte danach an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Erwin Reiter. Haberpointner lebt und arbeitet abwechselnd in Linz und Ebenau. Von Ebenau bzw. Hallein aus entwickelte er seine plastischen Ideen, die heute die so spezifischen Ausprägungen gefunden haben.

Alfred Haberpointner Köpfe © Foto: Manfred Siebinger

Haberpointner hat eine unverkennbare Formensprache, die permanente Neuinterpretation von klassischen Materialien – wie Holz – und die konsequente Reflexion von Skulptur und Objekt mit höchster künstlerischer Qualität beeindrucken. Für diese Ausstellung wurden Arbeiten aus den letzten 21 Jahren ausgewählt. Es werden mehrere Kopfserien, großformatige Wandarbeiten in Holz und Papier sowie eine Gruppe, die mit Holzstämmen so installiert wurde, dass er auch noch das Werkzeug in die Installation einfügte. Das Werkzeug eine Holzhacke oder auch Axt genannt, die interpretierte er in XXX verschiedenen Formen zu den Holzstämmen. Ein interessanter Anblick, der viele Fragen aufwirft. „Joy Division“ (2019-2021) heißt die Rauminstallation.

Haberpointner_Joy Division_Gaigg Alfred Haberpointner (*1966), Joy Division, 2019–2021, Eschenholz, Eisen © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021 Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at
 

Interessant sind auch seine Köpfe, hergestellt aus Espenholz mit verschieden Einschnitten. Ein Kopf davon wurde in BLAU getaucht bzw. betrachtet man die Skulptur genau, hat man das Gefühl dem Kopf wurde ein gefaltetes Tuch darüber gespannt (von einem gewissen Abstand). Jedoch bei genauer Betrachtung sieht man, hier wurden Schnittflächen getätigt und dann mit blauer Farbe versehen. Aber der Betrachtet kann sich in seine Fantasie hineinleben, was immer er sehen will. Der Künstler setzte sich mit dem Thema „Kopf“ schon als Kind auseinander und dies begleitete ihn bis heute. Der Kopf stellt seiner Ansicht nach das wesentliche des Menschen dar, die ihm als wichtigstes Element erscheint.

Haberpointner_Sujet Alfred Haberpointner (*1966), Kopf, 2017, Espenholz, Pigment © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021

Eine weitere interessante Installation, ist die Installation „Relatives, 2004–2006“. Hier kann der Betrachter auch wieder seiner Fantasie freien Lauf lassen, ich für mich sah die Skulpturen wie einen Hakenverschluss mit aufgepressten oder eingemeißelten winzigen kleinen Hakenverschlüssen. „Gewichtung“ nennt sich diese Installation und umfasst Begriffe wie Masse, Volumen, Proportion, aber auch das Ausbalancieren von Gewicht.

Alfred Haberpointner (*1966), Relatives, 2004–2006, Fichtenholz, Stahl, verzinkt, © Alfred Haberpointner Bildrecht, Wien 2021, Foto: Christa Gaigg/authentic.co.at

Statement von Direktor Martin Hochleitner zu den Arbeiten des Künstlers: „In Summe vermittelt die Ausstellung in präziser Weise Haberpointners Material-, Form- und Medienverständnis, sie verdeutlicht seinen Arbeitsprozess und bringt gleichzeitig sein hohes Sensorium für das Thema Raum zum Ausdruck“.

Die Ausstellungsdauer: bis 27. Februar 2022

JAHRESPRESSEKONFERENZ SALZBURGER FESTSPIELE 2022

Vom 18. Juli – 31. August 2022

Am 10. Dezember 2021 fand die Jahrespressekonferenz für die Salzburger Festspiele 2022 statt.

Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz, Bettina Hering, Florian Wiegand
© SF / Anne Zeuner

Den Auftakt zur Pressekonferenz machte Helga Rabl-Stadler mit folgenden Worten zu Beginn: „wir streamen“, d.h. die Pressekonferenz konnte auch digital verfolgt werden. Sie begann in eigener Sache zu sprechen: „Es ist ja meine letzte Pressekonferenz in der Funktion als Präsidentin. In diesen 27 Jahren habe ich sechs Intendanten erlebt, 10 Kunstministern und Kunstministerinnen. War für 5626 Veranstaltungen mitverantwortlich, Sponsoren und Mäzenen habe ich mit über 160.000.000 Mio. begleitet. So war es auch möglich die Felsenreitschule neu auszustatten, die heute eine der beliebtesten Veranstaltungsstätte geworden ist. Des Weiteren konnten wir viele Ideen unserer Intendanten ermöglichen, die aus dem normalen Budget nicht möglich gewesen wären. Danke dafür, das möchte ich ausdrücklich an dieser Stelle erwähnen, stellvertretend für alle, die Geld gegeben haben. Unsere Hauptsponsoren AUDI, SIMENS, KÜHNE-STIFTUNG, ROLEX, BWT. Aber auch dem Publikum möchte ich Danke sagen. Laut Statistik waren das in meiner Zeit ca. 6 Mio. Besucherinnen und Besucher, die einen großen Beitrag zu unseren Einnahmen beigetragen haben. 45% des Budgets kommen von den Einnahmen der Kartenverkäufe. Ein Dankeschön. Ein Dankeschön auch an die Politik die ebenfalls unterstützend immer mitwirkte“. Auch der Verein der Freunde der Salzburger Festspiele mit seinen ca. 6.600 Mitgliedern aus rund 60 Ländern ist unter seinem Präsidenten Heinrich Spängler zu einer der Hauptsäulen der Finanzierung geworden und feierte 2021 sein 60-Jahr-Jubiläum. Der Verein steuerte ebenso viel zum Festspielbudget bei, wie die Abgangsdeckungsträger Stadt, Land und Tourismusförderungsfonds. Die Salzburger Festspiele schaffen alljährlich direkt und indirekt eine Wertschöpfung in Salzburg von 183 Millionen Euro und in Österreich von 215 Millionen Euro“.

Das Programm der Salzburger Festspiele 2022

Die Abbildungen im Jahresprogramm wurden von der Künstlerin Rebecca Horn gestaltet, sie wurde auserwählt, weil ihr Spektrum ihres künstlerischen Ausdrucks mannigfaltig ist. 2008 zeichnete sich Rebecca Horn bereits für die Inszenierung und Ausstattung von Salvatore Sciarrinos Oper „Luci mie traditrici“ bei den Salzburger Festspielen verantwortlich.

Die Salzburger Festspiele 2022 werden mit 174 Aufführungen in 45 Tagen an 17 Spielstätten und zusätzlich noch mit 54 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ präsent sein.

4 neue Opern, die komplett neu inszeniert werden, sind keine Wiederaufnahmen, sondern absolut neu Einstudierungen. Es handelt sich hier zum einen um die Oper von Giacomo Puccini „IL TRITTICO“. Diese Oper wurde mitten im Ersten Weltkrieg geschrieben und seine Uraufführung fand am 14. Dezember 1918 in New York statt. Es war eine Zeit der Krise, in der alle Werte in Frage gestellt sind, erscheint möglicherweise einem Komponisten wie Giacomo Puccini DANTES Divina Commedia“ ein nicht ganz fernliegender Referenzpunkt, der Orientierung geben kann. „IL TRITTICO“ besteht aus drei Einaktern, die zunächst einmal keine Verbindung miteinander haben. Allerdings wird, wenn man sich in die Erzählstruktur hineinbegibt, ein übergeordnetes Koordinatensystem erkennbar.

Asmic Grigorian singt in allen drei Einaktern die Hauptrolle, Christof Loy inszeniert die Oper im Großen Festspielhaus. Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Premiere ist am 29. Juli 2022

Weitere Neuinszenierungen sind Béla Bartók „Herzog Blaubarts Burg“, Carl Orff „De Temporum fine Comoedia“, Leoš Janácek KÀTA KABANOVÁ und Giuseppe Verdi AIDA.

Zur Oper AIDA gab die Künstlerin Shirin Neshat bereits ihr Debüt 2017 bei den Salzburger Festspielen und 2022 wird sie diese Oper neu einstudieren. Alain Altinoglu übernimmt die Musikalische Leitung dieser Neueinstudierung im Großen Festspielhaus Elena Stikhina gibt die Rolle der Aida, Anita Rachvelishvili singt Amneris und Piotr Beczala singt die Rolle des Rademès. Luca Salsi ist als Amonasro zu erleben, Erwin Schrott als Ramfis und Roberto Tagliavini als II Re. Es musizieren die Wiener Philharmoniker und die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Premiere ist am 12. August 2022.

Auch das Schauspiel wird nicht zu kurz kommen. Das Gründungsstück der Salzburger Festspiele ist nicht nur zentraler Bestandteil der DNA der Festspielgeschichte, sondern auch als ein einzigartiges Phänomen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Es werden 8 Schauspielaufführungen geboten, natürlich darf der Klassiker „JEDERMANN“ nicht fehlen.

Ebenso hat die KONZERTREIHE ihren Schwerpunkt bei den Salzburger Festspielen. Seit 1921 – also bereits seit dem zweiten Festspielsommer – stellen Konzerte eine wichtige Programmsäule der Salzburger Festspiele dar, und sie entfaltenden zu jeder Zeit ein klangliches Kaleidoskop an Stilen, Repertoires und Gattungen.

Als Schluss will ich das Zitat von Nikolaus Harnoncourt, welches er als Kernsatz zum 75-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele anwandte hier ihnen noch präsentieren: „Die Kunst ist eine Sprache, die Verborgenes aufdeckt, Verschlossenes aufreißt, Innerstes fühlbar macht, die mahnt – erregt – erschüttert – beglückt. Die Kunst als Sprache, die alles kann, wenn sie nur will und wenn man sie lässt“.

ART Kunst im 21. Jahrhundert

Worum geht es in diesem Buch?

Kunst eine unendliche Geschichte? Teils, teils, in diesem Buch werden viele Themen bearbeitet, eines davon die „Internetgesellschaft und die Kunst“ wo sich der Epochenumbruch bemerkbar macht oder „Die Erneuerung der Kunst“ hier wird auch die Pandemie angesprochen, denn diese Pandemie hatte manches verändert, und zwar weltweit. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler beschäftigten sich in dieser Zeit verstärkt mit ihren Werken, die sie neu ohne Hetze erstellen konnten. Zugleich verlagerten sich viele Ausstellungen in den digitalen Bereich, die zur Überraschung aller Beteiligten ausgezeichnet funktionierte. Dies führte nun auch zu einer unaufhaltsamen Digitalisierung. Die jüngeren Künstlerinnen und Künstler kommunizieren ohnehin ihre Bilder schon länger elektronisch, bevor sie bei einer Galerie aufgenommen werden. Der Autor geht auch auf die Museen ein, denn auch diese müssen sich neu orientieren, denn die Kunst erlebt einen Epochenumbruch. Wie wandeln sich Malerei, Skulptur, Fotokunst und Video? Wie entwickelt sich die neue Öffentlichkeit für Kunst? Wie verändern sich Galerien, Museen und dergleichen? Was bedeutet die Globalisierung in der Kunst? Zum Schluss stellt der Autor noch die Frage „Wozu (noch) Kunst“ und seine Antwort: „Ganz einfach, weil sie Dinge leistet, die anders nicht geleistet werden können“. Die Kunst kann etwas leisten, denn sie macht Zeitepochen, Gesellschaftsveränderungen sichtbar.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer sich für Kunst generell interessiert, sollte dieses Buch lesen. Auch für Künstlerinnen und Künstler könnte es interessant sein, nämlich einen anderen Blick auf Kunst zu bekommen und wie Kunst von einem Außenstehenden (der zwar die Kunstszene als Ausstellungsmacher kennt aber nicht künstlerisch arbeitet und nur über Kunst berichtet) betrachtet wird.

DER AUTOR:

Robert Fleck, Jahrgang 1957, Historiker, Autor und Ausstellungsmacher, hat in Wien und Paris Geschichte, Philosophie (u.a. bei Gilles Delenze und Michel Foucault) und Kunstgeschichte studiert und in Innsbruck promoviert. Er gilt als einer der renommiertesten Ausstellungskuratoren.

Erschienen ist das Buch

2021 Verlag EDITION KONTUREN,Wien, ISBN 978-3-902968-69-2

Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Fotokünstler Alexander Maria Lohmann / Foto: © Stephanie Maria Lohmann

Chat-Interview mit dem Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Bei der Vernissage Anfang Oktober 2021 in der Leica-Galerie, lernte ich den Fotograf Alexander Maria Lohmann kennen. Die künstlerischen Arbeiten von Alexander Maria Lohmann, überschreiten Grenzen unter widrigsten Bedingungen, um extreme Kontraste einzufangen. Seine Werke verleihen unglaubliche Kraft und Tiefe, er hält Stimmungen fest, verdichtet sie und stellt sie in einen neuen Kontext.

screaming silence I 007 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory: Ihre Ausstellung zeigt in der Galerie Leica in Salzburg zeigt eingefangene Fotografien (Syrien) extreme Kontraste und Grenzüberschreitungen zu dokumentarischer Rohheit, die Sie zu brechen versuchen, diese Aufnahmen stellen Sie dem Disneyland gegenüber. Was ist der Reiz darin?

screaming silence I 014 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Mein Interesse galt immer schon den Kontrasten mit viel Emotionen auf dem Bild oder Bild Paar zu zeigen. In der Ausstellung der Leica-Galerie kommt diese Gegenüberstellung zwischen Disneyland und Syrien sehr stark zum Ausdruck.

screaming silence I 007 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory:  Erzählen Sie uns ein paar Worte über sich und was bewog Sie Künstler zu werden.

Alexander Maria Lohmann: Ich bin ausgebildeter Fotograf und arbeitete in Tirol und Salzburg im Familienbetrieb. Nach meiner Lehre waren Auftragsarbeiten mein Schwerpunkt, im speziellen in der Hotellerie und auf diesem Gebiet, hatte ich die Chance weltweit unterwegs zu sein. Vor 13 Jahren begann ich mich mit Fotokunst auseinander zu setzen, dies wurde für mich ein wichtiger Bestandteil. Wirtschaftlich übernahm meine Tochter sämtliche Auftragsarbeiten und somit war ich hier auch nicht abhängig. Sie ist die vierte Generation in unserem Familienbetrieb. Somit ist der Familienbetrieb gesichert und ich kann mich vollkommen auf meine Kunst konzentrieren.

Linossiartstory: Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Alexander Maria Lohmann: Mein Großvater und Vater waren schon Fotografen und hatten ein Fotogeschäft in Obergurgl. So bekam ich als Fotografensohn die Fotografie schon in die Wiege gelegt. Es war auch logisch, dass ich das Geschäft eines Tages übernehmen sollte. Nach 13 Jahren als erfolgreicher Unternehmer ging ich jedoch dann einen anderen Weg und so begann meine Karriere als Kunstfotograf.

Linossiartstory: Was beeinflusst Sie und Ihre künstlerische Arbeit?

Alexander Maria Lohmann: Meine Vergangenheit und mein spannendes Leben, Kunst zu erschaffen, ist ein spannender und intensiver Fotoabzug, als der Moment, an dem das Foto entstanden ist.  

Linossiartstory:  Die Fotoarbeiten, die in der Leica Galerie ausgestellt sind, sind ausdrucksstark und regen zum Nachdenken an. Was war die Grundidee in ein Kriegsgebiet zu reisen und dort Aufnahmen zu machen, die eigentlich nur Zerstörung zeigen, aber kein Kriegsgeschehen? Keine Toten, keine Kriegsmaschinerie….

screaming silence I 021 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Ich bewege mich sehr häufig in der industrialisierten westlichen Welt. Somit sind viele meiner Projekte ganz anders entstanden, Löwen im Coliseum, urbane Städte oder in Regenwäldern was noch nie zuvor betreten wurden. Es ist auch ein Ausbrechen aus unserer überzivilisierten Welt und so reise ich gerne in Länder und Regionen, die eigentlich keiner sehen will. Die Bilder von Bomben und Toten aus Kriegsgebieten sind Bilder, die wir aus den Medien kennen und genau dies ist für mich zu oberflächlich. Ich denke daher, wenn man Fotos ein paar Schritte neben der Bombe macht oder nach einem gewissen Zeitraum erst das Bild anfertigt, wird die wahre Situation präsent, in der sich auch Menschen befinden. Es sind die Überreste von dem, was sich Menschen einander antun. Es ist auch ein Respekt den Menschen gegenüber, diese Menschen nicht blutverschmiert zu fotografieren. Jeder Mensch hat eine Würde.

screaming silence I 005 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory: Eine Fotoarbeit regt insofern zum Nachdenken an, ein Verkaufsstand im Disneyland und ein Verkaufsstand vor einer Ruine in Syrien. Es ist dies der krasse Unterschied, von der abgehobenen künstlichen Welt in Paris und dem zerstörten Allepo.

screaming silence I 014 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Alexander Maria Lohmann: Das schöne und spannende an diesem grausamen Spiel (Kriegszerstörung) ist, dass Stunden nach den Anschlägen weiter geht, es kann nur weitergehen und man macht aus der negativen wieder eine positive Situation entsteht.

screaming silence I 004 (002) © Fotokünstler Alexander Maria Lohmann

Linossiartstory:  Nehmen Sie auch an Symposien für Fotografie teil? Was bringt dies dem Fotografen/Künstler (Austausch, Erfahrung) 

Alexander Maria Lohmann: Nein, ich denke, dass mir eine Syrien Reise weit mehr an Erfahrung geben kann, als ein Symposium bei dem tausend Menschen dasselbe hören.

Linossiartstory:  Inwiefern ist die Vernetzung über Social Media heute für den Fotografen/Künstler wichtig?

Alexander Maria Lohmann: Sehr wichtig! Dennoch arbeite ich daran, dass ich dieser ganzen „unsinnigen und verblödeten Welt“ irgendwie entfliehen kann und dennoch erfolgreich bin und bleibe.

Linossiartstory:Welches deiner Projekte ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?

Alexander Maria Lohmann:  Von vielen Reisen ist es Syrien. Nirgends sonst war der Schauplatz so unfassbar laut und nirgends sonst war es so ruhig wie in den zerbombten Ruinen. Deshalb auch der Titel „Screaming silence“

Linossiartstory: Was bedeutet für Sie Erfolg?

Alexander Maria Lohmann: Als Fotograf und Privat das machen zu können, was einem wichtig ist. Gesundheit ist ein wichtiger Faktor und Geld aufgrund der hohen Kosten (Reisen, Material)

Linossiartstory: Der Virus COVID 19 hat auch die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Ihnen ergangen und wie sieht die Zukunft aus.

Alexander Maria Lohmann: Ich bin froh, dass ich diese Pandemie wirtschaftlich gut überstanden habe, obwohl es ein harter Brocken war. Doch Covid hatte auch eine positive Seite: ich konnte mich der Malerei widmen, welche mir auch sehr am Herzen liegt. 

Linossiartstory: Wo würden Sie am liebsten in Europa für immer Stationiert sein?

Alexander Maria Lohmann: Obergurgl ist für mich perfekt und sonst nirgends

Linossiartstory: Ihre Arbeiten waren auch schon in den USA und in Europa oft ausgestellt:

Alexander Maria Lohmann: Ja korrekt, und zwar: ART BASEL, Miami USA, A&D Gallery London, ART Innsbruck Österreich, Gallery Art Nou mil. Lenni Barcelona, ART FAIR Amsterdam, Red Bull Hangar-7 Salzburg, Kunsthalle Arlberg 1800, Arlberg und aktuell: Leica-Galerie in Salzburg.

Linossiartstory:  Herr Lohmann es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg.  

Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

www.alexandermarialohmann.com

ALPIN CARD Startklar in den drei Premium-Skiregionen

Pressekonferenz am 13.10.2021 der drei Premium-Skiregionen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Schmittenhöhe in Zell am See und Kitzsteinhorn Kaprun.

(v.l). Norbert Karlsböck, Isabella Dschulnigg-Geissler, Alexandra Meissnitzer und Erich Egger präsentierten die Neuigkeiten der Alpin Card im Hangar7.
Copyright: ProMedia Kommunikation
Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn zählt mit seinen 270 Pistenkilometern zu den größten Skigebieten Österreichs.
Copyright: Sebastian Marko

Was hat dies auf meinem Blog verloren? Werden Sie sich fragen? Eigentlich gar nichts, aber ich kam zum Entschluss doch darüber zu schreiben. Warum? Weil es in den Skigebieten nicht nur Après-Ski im Winter und im Sommer auf den Almhütten gibt, sondern auch die Kunst im ländlichen Raum Präsent ist. Abgesehen davon, machen auch Künstler*innen Sport in freier Natur.

Es gibt aber auch unter den Kreativen viele, die sich mit dem Sommer- und Wintersport auseinandersetzen. Also warum auch nicht einmal mit den Skiregionen. Die Schmittenhöhe in Zell am See ist schon einmal ein Beispiel dafür. Kunst am Berg – was recht einfach klingt, ist in Wahrheit sehr viel mehr, als der schlichte Name vermuten lässt. Auf der Schmitten in Zell am See erwarten sie LandART Objekte, die bei Symposien entstanden sind, es ist somit auch der größte europäische Freiluftkunstraum. Die raumgreifenden Kunst-Installationen auf dem Berg, legen den Schwerpunkt auf der harmonischen Integration in die vorhandene Landschaft. Die unterschiedlichen LandART Skulpturen, wobei jedes die Absicht hat den Blick auf die Natur zu schärfen, sind speziell für die jeweiligen Plätze konzipiert und wurden direkt vor Ort realisiert. Die LandART kann man im Sommer erwandern und im Winter mit den Skiern erfahren. https://www.schmitten.at/de/Sommer-Bergerlebnis/Wandergebiet-Schmittenhoehe/Speicherseen-Kunstwanderung

web_Kommunikation 2000 Foto: Schmittenhöhebahn AG
web_Zelle am See (Isola Felix) quer Foto: Schmittenhöhebahn AG

Nicht nur die Schmittenhöhe in Zell am See hat ihre Kunst, nein, auch in Saalbach Hinterglemm setzt man sich mit Kunst im ländlichen Raum auseinander. Vier Künstler schufen hier in Saalbach eine Holzmanufaktur. Diese vielseitigen Arbeiten und der Kraft von heimischen Hölzern, entfalten in Massivholzmöbeln ihre Schönheit. Glemmart Kollektiv steht für kreatives, handwerksübergreifendes Schaffen für Holz. https://www.glemmart.com/

Glemmart_Holzkunst_Skulptur_Holz_1 Durch die Hand Foto: Glemmart Kollektiv
Glemmart_Holzkunst_Skulptur_Holz_1 Torso Foto: Glemmart Kollektiv

Dann gibt es jährlich das HOLZSYMPOSIUM Streetart-Festival rund ums Holz. Viele Holzkünstler aus dem gesamten Alpenraum nehmen daran teil, sägen, hobeln, schnitzen und es fallen definitiv auch Späne und sie lassen die unterschiedlichsten Kunstwerke entstehen. https://www.saalbach.com/de/service/stories/holzsymposium_m_2417

Als Ausgleich dann auf das Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn. Direkt an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern lässt sich am Kitzsteinhorn die ganze Vielfalt eines alpinen Sommers oder Winter erleben, Wandern und Mountainbiken, Skifahren und dies bei einer traumhaften Aussicht hoch oben in der Gipfelwelt der 3000er. https://www.kitzsteinhorn.at/de

Freerider schätzen unter anderem die fünf ausgeschilderten Routen am Kitzsteinhorn.
Copyright: Kitzsteinhorn Kaprun

Nun ist es auch möglich Digital durch alle drei Skigebiete: Neue App „ALPIN-CARD Navigator“ sich durch die drei Premium-Skiregionen zu navigieren. Ob diese App im Sommer beim Wandern auch funktionieren wird, ist noch eine andere Geschichte.

„WASH AWAY THE PAIN“

ROCKHAUS Salzburg

Rockhouse Bühne / Foto: Christa Linossi

Konzepterstellung und Gründer des Rockhouse waren Wolfgang Descho (seit 28 Jahren Geschäftsführer) und Michl Matschedolnig (Tontechniker † 06. Juli 2017, Salzburg ). Das Ziel war klar: Das Rockhouse sollte als Haus der Musik und der MusikerInnen ohne stilistische Grenzen werden. Ein ganzjähriges Angebot eines Konzertbetriebes, der die internationale wie auch die nationale Musikszene am „Puls der Zeit“ präsentiert.

Wolfgang Descho Geschäftsführer Rockhouse / Foto: Christa Linossi

Mittlerweile sind 28 Jahre vergangen und das Rockhouse hat mittlerweile einen sehr guten internationalen, wie nationalen Ruf und von hier aus begann schon der eine oder andere junge Musiker seine Karriere.

Seit der Pandemie mit Beginn des Frühjahrs 2020, stand auch das Rockhouse vor der Aufgabe, zwischen den wechselnden Auflagen für Veranstaltungen und dem allgemeinen Kulturauftrag zu balancieren. Es wurden Konzepte umgesetzt, die es ermöglichten, trotz der ungewöhnlichen Situation, das Publikum mit Programm zu versorgen. Man wich mit Hilfe der Produktionsfirma ATTIC, Livekonzerte per Streaming über Facebook und YouTube aus und belieferte so die Musik dem Zuschauer nach Hause. Des Weiteren wurden auch Konzerte der Local Heroes Reihe in Zusammenarbeit mit dem Sender FS1 als Streams übertragen.

Mit Herbst 2021 startet nun das Rockhous mit einem drei Monaten ausgerichteten Programm in die neue Saison.

Der Titel lautet: „WASH AWAY THE PAIN” und wird so interpretiert: „Der Kopf frei, das Herz voll – ein Gefühl wie neu geboren. Wer oft auf Live-Konzerte geht, kennt das. Viel zu lange mussten wir auf dieses Gefühl verzichten. Jetzt ist es an der Zeit die Säle wieder zu füllen, um den Schmerz aller abgesagten Konzerte weg zu waschen.“

Der Auftritt von LEMO wurde bereits 2x verschoben und findet jetzt am 07.09.2021 statt. Den Auftakt im Rockhouse macht LEMO der Sänger und Songwriter, geboren als Clemens Kinigadner und aufgewachsen in Graz. LEMO blickt auf eine Vielfalt an Bandprojekten und Live-Erfahrungen, die nun seit rund fünf Jahren in sein Projekt fließen.

Überblick für das Programm im Rockhouse ab Oktober 2021

https://www.rockhouse.at/Veranstaltungen

Schlusswort von WOLF ARRER Programmleiter / Bookingäftsführer

WOLF ARRER Programmleiter Rockhouse / Foto: Christa Linossi

Wir sind Optimisten und Pragmatiker. Wir nehmen die Dinge so, wie sie kommen, irgendwas was wir nicht ändern können, mit dem halten wir uns nicht lange auf. Unsere Energie lenken wir lieber auf die Musik und unsere größtmögliche Sicherheit für unser Publikum während einer Pandemie, um auch hier ein offenes Haus zu treiben. Somit soll sich am ABEND FÜR UNSER PUBLIKUM – einfach den Alltag mal vergessen – DIE BÜHNE WIEDER ÖFFNEN.

SCHMIEDE 21 „WAR“ „WE ARE RIGHT“ in Hallein

Alte Saline, Perner-Insel Hallein Schmiede 2021/ Foto: Christa Linossi

Die Schmiede 21 ist heuer wieder positiv über die Bühne gegangen. Diesmal mit dem Thema „WAR“. Klingt nach Krieg, hat aber mit Krieg nach Auskunft des Initiator Rüdiger Wasserbauer nichts zu tun, sondern versteht darunter „WAR“ als Akronym für „We Are Right“. Es geht um das Phänomen des „Recht-haben-Wollens um jeden Preis“. Diese Aussage beherrscht leider zunehmend das aktuelle Weltgeschehen.

Viele werden sich fragen? Was ist eigentlich die SCHMIEDE 2021? Um was handelt es sich hier?

Die Schmiede 21 wurde als Partnerbörse für kreativ Arbeitende von den beiden Oberalmer Rüdiger und Philipp Wassibauer am 1. Juni 2003 gegründet. Das Arbeitsfestival entwickelte sich auf einer soliden regionalen Basis und einem internationalen Netzwerk für Projekte und Ideen über alle Grenzen von Kunstgenres hinweg. Seit 2003 findet das Festival jährlich in der Alten Saline auf der Perner-Insel in Hallein (Salzburg) statt.

Bei der Schmiede 21 handelt es sich um eine kooperative Prototyping-Umgebung, die sich auf Kunst, Hacking und Entrepreneurship (Unternehmerschaft) konzentriert. Es ist ein Ort, an dem Ideen zum Tragen kommen, ein Kleinformat von Ars Electronica. Es ging hier um ein gemeinsames Suchen und Finden in der Medienkunst und -Kultur in Form von Skulpturen, Rauminstallationen, Video- und Audio-Installationen.

Heuer trafen sich rund 90 Teilnehmer*innen in der Alten Saline Hallein, um zusammen zu erleben, was in den zurückliegenden zehn Tagen im inspirierenden Ambiente der Alten Saline entstanden ist. Es gab am Ende des Projektes wieder eine Werkschau voller Erlebnisse für Augen, Ohren und Geist. Unterstützung kam von der Stadtgemeinde Hallein, das Land Salzburg und die Republik Österreich, so dass auch 2021 die Schmiede 21 wieder stattfinden konnte.

Interessant war das Projekt von Johannes Knop, der seinen ORCA Suitcase weiterentwickelte und praxistauglich machte. Worum ging es hier? Es ist ein Koffer, in denen fünf Korg Volcas via MIDI durch einen Computer – basierend auf der Programmiersprache ORC? – gesteuert wird. Als einzige Energiequelle dient eine handelsübliche Powerbank.

Johannes Knop ORCA Suitcase Schmiede 2021 / Foto: Christa Linossi
Johannes Knop ORCA Suitcase Schmiede 2021 / Foto: Christa Linossi

Das Projekt von Martina Fröschl die ein systematisches Konzept für ein Würfelspiel entwickelte. „Virus Dice“ oder „Leben ist ein Spiel von Wahrscheinlichkeiten und Zufällen. Ein Spiel, wo es um den Virus Corona und andere Infektionen und um unsere Gesundheit geht. Ein Aufklärungsspiel? Für viele Interessant und Lehrreich. Martina Fröschl ist vom Science Visualization Lab der Universität für angewandte Kunst Wien. Mit diesem Spiel will sie Überzeugungsarbeit für den wissenschaftlichen Zugang zu Covid-19: Visualisierung von SARS-Cov-2 zeigen.

Martina Fröschl „Virus Dice“ Schmiede 2021 / Foto: Christa Linossi
Martina Fröschl „Virus Dice“ Schmiede 2021 / Foto: Christa Linossi

Der aus den USA stammende intermedia Artist Matthew Mosher inszenierte eine Work-in-Progress Installation „inveiglement“ mit zerschnittenen Schockdecken, wie sie bei Unfällen verwendet werden, eine provokante Aussage, die sowohl auch Fragen aufwirft. Er hinterfragt unsere Prioritäten und unsere Rolle in den zugrunde liegenden materiellen Fragen.

Inveiglement Schmiede 2021 Hallein
Interactive Installation / Video von Matthew Mosher

Des Weiteren fand dann noch eine Show statt mit „Bühne frei für die Nachhaltigkeits-Talkshow der anderen Art „Hero Match – We Play Change“. Chris Schratt lud Publikum ein, die Fahrräder seiner Nachhaltigkeitstalkshow „Hero Match“ zum Spielen des Vintage Pixel Games zu nützen. Sechs Jahre lang durfte der Medienkünstler Chris seine Nachhaltigkeits-Talkshow auf der Schmiede Hallein weiterentwickeln. Begonnen hatte er mit einem Kaugummiautomaten und Jahr für Jahr kamen immer mehr Gegenstände hinzu und nun ist das Projekt vorläufig mal eine komplexe Installation, was sich aber jederzeit wieder ändern kann.  

„Hero Match – We Play Change“. Chris Schratt Schmiede 2021 / Foto: Christa Linossi
Chris Schratt Schmiede 2021 Multimedia Station / Foto: Christa Linossi

„Im Kern ist die Schmiede ein kreativer Austausch. Es geht darum, Dinge zu tun.“ Eric Wahlforss – CTO SoundCloud