Das Coronavirus hat es in sich und die Pandemie kennt keine Grenzen. Sämtliche Veranstaltungen auch im Kulturbereich müssen abgesagt oder verschoben werden.
Somit sind auch die SALZBURGER FESTSPIELE PFINGSTEN von der Absage betroffen, wie bereits die Salzburger Osterfestspiele,
Die Intendantin der „Salzburger Festspiele Pfingsten“ Cecilia Bartoli drückt ihr Bedauern im nachstehenden Presse-Statement folgendermaßen aus:
„Es tut mir unendlich leid, dass wir aufgrund der gegenwärtigen Situation gezwungen sind, die diesjährigen Pfingstfestspiele in Salzburg abzusagen!
Ich hatte mich so darauf, die Proben mit dem fantastischen Salzburger Team und meinen Künstlerkollegen aufzunehmen und unser treues Publikum und Freunde zu treffen, die jedes Jahr nach Salzburg kommen – genau wie die, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei sein wollten! GESUNDHEIT GEHT VOR!
Zusammen mit dem Direktorium der Salzburger Festspiele sind wir jetzt schon dabei, an einer spannenden Zukunft zu arbeiten, und ich freue mich darauf, Sie alle sobald wie möglich wiederzusehen! Bis dahin passen Sie gut auf sich auf, bleiben Sie gesund und stark!
Ihre Cecilia Bartoli
Die Entscheidung über die Abhaltung der Pfingstfestspiele sollte erst am 15. April 2020 fallen. Jedoch bei der letzten (6.4.2020) Pressekonferenz gab der Bundeskanzler bekannt, dass alle öffentlichen Veranstaltungen bis Ende Juni behördlich untersagt sind.
Cecilia Bartoli ist voll der Ideen für Pfingsten 2021 und natürlich hoffen alle, das Direktorium und Cecilia Bartoli, dass die Sommerfestspiele stattfinden können. Was aber auch nur ein kleiner Hoffnungsschimmer ist.
im Lenbachhaus München vom 31. März 2020 – 26. Juli 2020
Dank der digitalen Welt ist es möglich eine Ausstellungseröffnung ohne Publikum – trotz der weltweiten Krise durch das Coronavirus – mit einer digitalen Begrüßung von Eva Huttenlauch der städtischen Galerie im Lenbachhaus zu erleben, .
Eva Huttenlauch ist Sammlungsleiterin für den Bereich „Kunst nach 1945“ am Lenbachhaus und Kuratorin der Ausstellung „Sheela Gowda. It.. Matters“, die bis 26. Juli 2020 im Lenbachhaus zu sehen ist. Sie hat sich über mehrere Jahre intensiv mit dem Werk von Sheela Gowda auseinandergesetzt. Bei einem Besuch in Bangalore, wo die Künstlerin lebt und arbeitet, ist der Großteil der Ausstellungskonzeption entstanden. Eine Produktion von Fortis Green Film+Medien
Das Lenbachhaus zeigt die erste museale Einzelausstellung der indischen Künstlerin Sheela Gowda. Wer ist diese Künstlerin? Sie wurde 1957 in Bhadravati geboren, sie lebt und arbeitet in Bengaluru/Indien. Die Künstlerin ist weltweit bekannt, man kennt sie von der documenta 12 (diese war die weltweit bedeutendste documenta Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst), 2008 Biennale de Lyon, 2009 Serpentine Gallery, London 2011 Musée d’Art Contemporain, Lyon und 2011 Centre Georges-Pompidou. 2014 bei der Biennale in São Paulo vielen anderen wichtigen Kunstausstellungen in der Welt.
Das Lenbachhaus München zeigt Sheela Gowda erstmalig als Gesamtshow ihrer Werke in einer historischen Breite, die so noch nie zu sehen war.
Regie, Montage, Produktion: Friedrich Rackwitz und Stephan Vorbrugg Kamera: Friedrich Rackwitz, Daniel Schönauer, Stephan Vorbrugg Musik und Sounddesign: Cornelia Böhm Produktion: Fortis Green Film+Medien Der Porträtfilm „Shedding Light“ gibt Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der in Bengaluru, Indien, lebenden Künstlerin Sheela Gowda (*1957) und ihr über 30 Jahre währendes Schaffen. Warum benutzt sie Kuhdung als künstlerisches Material, was bedeutet Menschenhaar in ihrer Kunst? Wie denkt sie über Arbeitsbedingungen und Produktionsmechanismen und welcher Zusammenhang zwischen dem Lokalen und dem Globalen stellt sich durch ihre Werke her?
Arbeitsbedingungen, Produktionskreisläufe, urbane Infrastruktur, traditionelles und modernes Leben sind Themen in Sheela Gowdas Kunst. Sie spürt die Materialien auf, die diese Themen repräsentieren, und setzt sie in Werke mit narrativem und assoziativem Bezug um. Dabei erzählen die Materialien und ihr gestalterischer Einsatz Geschichten, die mit kultisch-spirituellem Gebrauch einerseits und mit dem wirtschaftlich-funktionalen Nutzen ihrer Verwertung anderseits zusammenhängen.
Das Alltagsleben der indischen Mittelschicht, Konflikte von Frauen im Arbeits- wie privaten Leben sowie über die Medien vermittelte Bilder politischer und sozialer Spannungen waren früh Gegenstand ihres gesellschaftskritischen Denkens. Ab 1992 setzte sie Kuhdung als gestalterisches Mittel zunächst für Bilder, dann auch räumlich-installativ ein, bevor sie sich anschließend neuen Materialien zuwendete, wie zum Beispiel Kumkum-Pulver, Kokosfasern, Haare, Nadeln, Fäden oder Steine.
Kuhdung als künstlerisches Material? Die im hinduistischen Indien als heilig verehrte Kuh wird von der derzeitigen Regierung als Mittel der Stimmungsmache instrumentalisiert, um einem Hindu-Nationalismus neue Nahrung zu geben, der in den frühen 1990er Jahren die politische Bühne betrat. Gowda verleiht dem allgegenwärtigen Dung von Kühen durch ihren künstlerischen Einsatz neue Brisanz.
Die Ausstellung findet in Verbindung mit dem Maria-Lassnig-Preiss statt, der 2019 an Sheela Gowda verliehen wurde.
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch mit einer Bildauswahl von Sheela Gowda sowie Texten von Eva Huttenlauch und Janaki Nair (deutsch/englisch) im Steidl Verlag.
Wenn die Corona-Krise wieder vorbei ist – man kann nur hoffen, dass es nicht mehr allzu lange andauert, dann freue ich mich, die Ausstellung live vor Ort zu sehen.
Nachdem ich jetzt über sehr viel Zeit verfüge, habe ich mein Atelier wieder etwas auf Vordermann gebracht und siehe da, ich fand einige Aktstudien von mir, die ich jetzt einfach zur Schau stelle.
Am 12. März 2020 hätte die ALBERTINA MODERN, Wien neues Museum für moderne Kunst eröffnet werden sollen. Aufgrund des CORONAVIRUS musste die Eröffnung abgesagt werden. Jedoch „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.
Hans Peter Haselsteiner, die Familie Essl und Klaus Albrecht Schröder kamen überein, nach der Zusammenführung mit der Sammlung Essl und den Sammlungen der Gegenwartskunst der ALBERTINA, ein eigenes Museum für moderne Kunst unter der Führung der ALBERTINA zu gründen.
Worum geht es bei diesem Museum konkret? Konkret geht es hier um das Künstlerhaus am Karlsplatz, welches 1865 errichtet und als Ausstellungshaus etabliert. Zudem wurde das 150 Jahre alte Ausstellungsgebäude nach den museologischen Vorgaben der ALBERTINA in Bezug auf Sicherheit, Beleuchtung und Klimatechnik modernisiert und baulich sowohl im Untergeschoß wie im Obergeschoß erweitert. Im Zuge der Sanierung des Künstlerhauses erfolgten zwei räumliche Erweiterungen. Sie betreffen einerseits die Überdachung des als „Staber-Loch“ bezeichneten Freiraumes neben dem U-Bahn-Abgang. Der nunmehr im ersten Untergeschoß gelegene Raum wird in Verbindung mit zuletzt ungenützten Kellerräumen als Ausstellungsraum von der ALBERTINA MODERN bespielt. Dank des Mäzenatentums von Hans Peter Haselsteiner erstrahlt nun das geschichtsträchtige Gebäude wieder in neuem Glanz.
Nun ist es soweit, in dieses geschichtsträchtige Gebäude zieht die ALBERTINA MODERN ein, bzw. ist schon eingezogen. ALBERTINA MODERNA für moderne Kunst, als zweiter Standort der ALBERTINA. Dieses Museum, beherbergt über 60.000 Werke von 5.000 Künstlerinnen und Künstlern und wird eines zu den großen Museen für die Kunst der Gegenwart zählen. Eröffnet wird die ALBERTINA MODERN mit der Ausstellung THE BEGINNING, Kunst in Wien 1945 bis 1980: es ist die erste Epochenübersicht über die österreichische Kunst in den wichtigen drei Jahrzehnten nach 1945. Die Ausstellung fokussiert damit die für die internationale Gegenwartskunst prägende Epoche bis 1979 und präsentiert die wichtigsten Positionen österreichischer Kunst an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus.
Inv. Nr. 1548; Essl Museum; Künstler: Friedensreich Hundertwasser, Titel: Sonne für die, die auf dem Lande weinen / Du soleil pour ceux qui pleurent en campagne (313); Eitempera, Wasserfarbe, Öl und Sand in Öl auf Japanese preparation (Papierstücke zusammengeklebt); befestigt auf Holzrahmen), 1957/1959, HoR 119 cm, BoR 92 cm, Repro: Mischa Nawrata
Es wird spannend, aber leider müssen wir uns noch etwas gedulden, noch hat das Coronavirus die Überhand über unsere Gesellschaft.
Ein Virus schafft es, die Welt zu verändern. Weltweite Corona-Angst! Österreich setzte drastische Maßnahmen und fuhr die Wirtschaft bis auf ein Minimum herab.
Europa und der Rest der Welt im Ausnahmezustand und im Stillstand! Ich würde es als Entschleunigung bezeichnen. In Vergangenheit wurde sehr viel über Entschleunigung gesprochen, jetzt findet Entschleunigung statt. COVID-19 machte es möglich. (Coronavirus-Virionen sind kugelförmig mit Durchmessern von ungefähr 125 nm)
Auch Europas Kunst wurde stillgelegt. In den letzten Tagen erhielt ich laufend Infos von Museen, Galerien und Kulturveranstaltungen (In- und Ausland) wegen Coronavirus geschlossen.
Auch die Kulturhauptstädte Galway und Rijeka (https://rijeka2020.eu/en/) haben alle Veranstaltungen geschlossen, aber man hat die Möglichkeit wie zum Beispiel in Galway Galway 2020 Kulturhauptstadt Europas präsentiert https://galway2020.ie/en/projects/savage-beauty/ jetzt als Online – Kunsterlebnis von finnischen Lichtkünstler Kari Kola erstellt. Das Kunstwerk verwandelt Irlands Connemara-Berge mit Farbe und Licht in das größte ortsspezifische Lichtkunstwerk, das jemals geschaffen wurde.
Auch die Osterfestspiele in Salzburg mussten abgesagt werden und noch viele andere Kulturelle Veranstaltungen in Stadt und Land Salzburg und auch im übrigen Österreich.
Während dessen dachte ich, dass das Jahr 2020 (die Zahl klingt so positiv) ein sehr positives und erfolgreiches Jahr wird. Leider begann es schon mit Negativschlagzeilen mit dem Coronavirus in China und im asiatischen Raum wo X-Tausende betroffen waren und sind, dann vor Europas Toren wieder eine Flüchtlingswelle, Klimaschutz usw. und dann schwappte auch der Coronavirus nach Europa. COVID-19 hat alles in den Schatten gestellt, es geht jetzt weltweit um die Gesundheit der Menschheit.
Vielleicht hat dieser Virus auch etwas Positives und die Menschheit besinnt sich wieder verstärkt auf innere Werte.
In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung erstmals Arbeiten von Michael Horowitz gezeigt. Es ist eine Auswahl aus seiner Schaffensphase.
Wer ist Michael Horowitz? Seine Vorfahren stammten aus Galizien, sie flüchteten nicht in Richtung Westen, sondern nach Osten und überlebten in Shanghai den Zweiten Weltkrieg. Der Vater von Michael Horowitz, Oscar, wurde nach seiner Rückkehr aus der Emigration und seinem Einsatz in der französischen Fremdenlegion ein bekannter österreichischer Theaterfotograf und legte somit den Grundstein für die Begeisterung seines Sohnes zu dieser Kunstform. Oscar Horowitz schätzte man sehr in Wien für seine Fotos aus den Wiener Theatern.
So ist es naheliegend, dass sein Sohn auch Fotograf wurde. Wie heißt es so schön: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.
Michael Horowitz ist ein Wiener Journalist, Fotograf, Verleger und Autor (geb. 1950). Bereits ab 1966 während seiner Schulzeit ist er als Fotograf tätig. Horowitz schrieb mehr als 20 Bücher, darunter Biografien über H.C. Artmann, Otto Schenk und Helmut Qualtinger, um einige zu nennen.
Mit Franz Prassl – ebenfalls Journalist – war er in Folge als Pressefotograf rund um die Welt tätig. 2014 erhielt er die „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold“. Bekannt wurde er im speziellen durch die Gründung des Kurier Magazin „Freizeit“, dessen Chefredakteur er von 1989 bis 1994 war. Des Weiteren gründete er den Gourmet-Guide „Tafelspitz“.
Nun zu seinen Arbeiten in der ALBERTINA, es handelt sich hier um eine monografische Ausstellung. Schwerpunkt dieser Ausstellung sind Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Er fertigte auch bis Ende der 1980er Jahre zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an.
Wie seine einzigartigen Aufnahmen der Wiener Kunstszene eindrucksvoll belegen, hat Michael Horowitz ein besonderes Talent, Vertrauen aufzubauen und so entstanden umfangreiche Serien in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger,(https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Helmut_Qualtinger) mit dem er gemeinsam im Wiener Gemeindebau, aufgewachsen ist. 1969 dokumentiert er bereits als 18-jähriger in New York das Leben und Werk der österreichischen Pop-Art-Ikone Kiki Kogelnik (https://www.galerie-albertina.at/kuenstler/13641/kiki-kogelnik/) .
Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz Einfühlungsvermögen, seine Sichtweise und seine klare Bildsprache und den Blick für ausdrucksstarke Momente aus. Seine Fotos von Künstlern wie Thomas Bernhard, Oskar Werner, Sir Petr Ustinov oder Andy Warhol werden europaweit in Büchern und Magazinen veröffentlicht.
Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Fotografien, die Michael Horowitz auf den Straßen Wiens oder im Auftrag von Magazinen anfertigt. Sie zeigen die Bestrebungen unterschiedlichster Akteure, die Enge der Nachkriegsgesellschaft aufzusprengen und hinter sich zu lassen. Die Aufnahmen bieten einen Eindruck der Aufbruchsstimmung, die zu dieser Zeit in Wien herrscht und einen Wandel hin zu einer weltoffeneren Stadt mit sich bringt.
Michael Horowitz beobachtet die Dargestellten genau und hält sie mit großer Empathie und einem Gespür für ausdrucksstarke Momente in einer klaren Bildsprache fest. Die so entstandenen Fotografien zweier Dekaden liefern ein Bild berühmter Menschen, die auch heute noch mit Österreich in Verbindung gebracht werden.
Horowitz hat den Blick, das Objekt im richtigen Augenblick einzufangen und auf den Auslöser zu drücken. Viele Personen, die vor seiner Linse gelandet sind, leben nicht mehr.
Für Michael Horowitz ist es eine große Ehre schon in der ALBERTINA ausgestellt zu werden. Ein Freund von ihm meinte: „Es kann doch nicht sein, dass du in der ALBERTINA schon ausgestellt wirst?“ Bemerkung: normal werden hier zum Großteil nur mehr Gemälde von bereits verstorbenen großen Künstlern gezeigt.
Gezeigt werden zu folgenden Saaltexten die dazugehörigen Fotos bzw. Arbeiten von Michael Horowitz:
Proteste nach dem Kirchweger-Attentat
Kiki Kogelnik in New York
Die Muehl-Kommune
Die Gugginger Künstler
Andy Warhol in Wien
Eine Ausstellung, die es sich lohnt sich anzusehen.
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