In der Kulturszene Salzburg wurde von der Wirtschaftskammer Salzburg ein neues Projekt für 5 Tage ins Leben gerufen. Das Neue Format nennt sich „Gallery WEEK_END Salzburg“. Es handelt sich hier um ein neues Veranstaltungsformat, das die qualitative Dichte der Galerien und Kunsträume dieser Stadt von nun an alljährlich in den Fokus rücken soll.
Den Besucher*innen bietet sich an fünf Tagen die Möglichkeit, aufgrund eines kompakten und abwechslungsreichen Programmangebotes in den Galerien und Ausstellungsräumen, die vielfältige Kunstszene vor Ort zu erkunden.
Da gibt es zum Beispiel DIE ART WALKS, wie betrachten und erleben die Besucher*innen die KUNST? Es gibt für Jedermann/Frau professionelle Führungen, die auf charmante Weise zu einem Spaziergang durch die Galerien stattfinden werden. Die Besucher*innen erfahren Wissenswertes über die Ausstellungsorte, die dort gezeigten Werke und die betreffenden Künstler*innen. Mit dieser ART TOUR, die in 8 Tour Einheiten aufgeschlüsselt ist, lernen Sie Salzburgs Galerien hautnah kennen.
Kleine Lautsprecher werden an unterschiedlichen Punkten in der Galerie aufgestellt. Die Programmmusik und Geräuschmusik, die in Verbindung mit der Natur steht, wird abgespielt. Assoziationen und Emotionen sollen geweckt werden. Adumbratio-293-2020-Mischtechnik-mixed-media-100x70cm
25 Galerien nehmen an diesem GALLERY WEEK_END SALZBURG teil.
Lassen Sie sich überraschen und inspirieren, seien Sie neugierig und lassen Sie sich auf einen Spaziergang durch die Welt der Kunst ein.
Eröffnung GALLERY WEEK_END
Juli 27 @ 18:00 – 20:00
Empfang vor dem Museumspavillon, offizielle Eröffnung, musikalische Umrahmung
Das Jedermann-Ensemble 2021 zusammen mit Schauspiel-Leiterin Bettina Hering. Foto: SF/Anne Zeuner
Beim ersten Presse-Terrassen Talks wurden die neuen Darsteller der Hauptrolle des Jedermann Lars Eidinger und die Buhlschaft Verena Altenberger vorgestellt. Es ist eine Neuinszenierung und spielt sich in etwa eine nicht genau beschreibbare Zukunft ab.
Verena Altenberger und Lars Eidinger. Fotos: SF/Anne Zeuner
2017 inszenierte Michael Sturminger zum ersten Mal den Jedermann am Domplatz. War seine Regie am Anfang stark auf das Hier und Jetzt bezogen, so verlegt er sie in diesem Jahr in eine nicht genau beschreibbare Zukunft mit Referenzen zur Vergangenheit. Aus der Wiederaufnahme, so sagt Bettina Hering, sei nun eine Neuinszenierung geworden. Die Idee, beim Jedermann etwas abzuschließen, sei für den Regisseur irrelevant. Man müsse das Stück frisch halten, auf Neubesetzungen eingehen, es sei ein permanenter Work in Progress. Die Bühne widerspiegelt diesen Gedanken und zugleich erinnere der Holzaufbau an die erste Bühne von Max Reinhard.
Lars Eidinger der in diesem Sommer den Domplatz als Jedermann betritt, sieht sich nicht als der sterbende reiche Mann des Untertitels, er tritt auf als Sinnbild der heutigen Gesellschaft. „Ich bin der privilegierte, toxische Mann und stelle mich selbst in Frage“, so der Schauspieler. Das Stück stehe einem Shakespeare in nichts nach und werde oft falsch verstanden. „Zu Unrecht!“ sagt Lars Eidinger. Sein Leben lang habe er es sich erträumt einmal den Jedermann zu spielen. Seit über drei Wochen laufen bereits die Proben. Das Ensemble erlebte am Vorabend des Terrassen Talks die erste Probe am Domplatz und Lars Eidinger fühle sich, dermaßen privilegiert und glücklich.
Verena Altenberger die heuer die Buhlschaft zu ihrem besten geben wird, meinte auf das Stichwort „Haare“? Es nerve sie nicht, sagt Verena Altenberger. Vor Kurzem hat sie sich für die Rolle einer Krebskranken eine Glatze rasiert. „Ich mag die Debatte“, sagt sie. „Denn es ist einfach völlig egal, wie die Haare der Darstellerin der Buhlschaft aussieht“. Die Buhlschaft habe sie nie als Klischee-Frau empfunden, das Emanzipatorische sei der Rolle eingeschrieben. Ihr erster Instinkt sei gewesen, das Leid dieser Frau darstellen zu wollen, die Abhängigkeit vom Jedermann zu zeigen und sie aus den Fesseln zu befreien. Etwa ab dem vierten Tag der Proben habe sich dieses Bild allerdings gewandelt. „Das war eine unnötige Suche, denn die beiden sind ein gleichberechtigtes Paar im Moment, in dem sie zusammen auf der Bühne stehen.“ Sie sei mittlerweile überzeugt, dass das Paar sich liebe.
Wird es auch als das Traumpaar gehandelt werden? Lassen wir sie erst einmal spielen und dann urteilen wir.
Sa 17. Juli – Do 26. August Domplatz, bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus
„Temporäre Kunstinterventionen entlang der Großglockner Hochalpenstraße“ von 2020 – 2022
Lichthoehe_Hoerl_Kozek_ Foto: Film, digitale Serienbildsequenzen 6K 12p, den Link zum Trailer des Films finden Sie unten – die Vollversion ab Frühjahr 2021 |
Die Großglockner-Hochalpenstrasse, an sich schon ein eigenes Kunstwerk verbindet sich mit zeitgenössischer Kunst. SERPENTINE – A TOUCH OF HEAVEN AND HELL, so der Titel dieses Kunstprojektes welches 2020 bereits gestartet ist und bis 2022 weitergeführt wird.
Dieses Kunstprojekt bezieht sich auf die mäandernde Fahrt über die vielen Kehren der Großglockner-Hochalpenstrasse und zeigt gleichzeitig die problematische Beziehung von Kunst Avantgarde und Massen-Tourismus. Den Massen-Tourismus findet auch auf der Großglockner Hochalpenstrasse statt.
Kritische Kunst beansprucht heute für sich, den Konsum und die Zirkulation der Bilder, wie sie von der Tourismuswirtschaft in Umlauf gebracht werden, mit ihren Interventionen „kritisch“ zu unterlaufen.
Teaser for the upcoming film LICHTHÖHE, presentation in spring/summer 2021 Konzept, Buch und Regie: Thomas Hörl, Peter Kozek Kamera, Licht und Bildregie: Victor Jaschke 2. Kamera, Lichtassistenz und Setfotografie: Francesca Centonze Field Recording: Victoria Ferreri, Thomas Hörl Ausstattung, Kostüm und Make-up: Thomas Hörl, Peter Kozek Ausstattungsassistenz: Vito Baumüller Produktionsassistenz: Victoria Ferreri Schnitt, Postproduktion: Victor Jaschke Sound Design: Alexander Martinz Performer*innen: Vito Baumüller, Francesca Centonze, Victoria Ferreri, Flame, Gisli, Christina Gruber, Thomas Hörl, Victor Jaschke, Peter Kozec
Ich will aber im speziellen auf das Künstlerduo Peter Kozek & Thomas Hörl eingehen. Mich faszinierte der inszenierte Film LICHTHÖHE. In diesem Kurzfilm werden die Schichten eines architektonisch-tektonischen Gesamtgebildes, in dem sich Erd- und Menschheitsgeschichte, Ehrfurcht und Konsum, Tradition und Ausnahmezustand überlagern, gezeigt. Die Überlegung war, wie kann man sich hier in ein skulpturales Projekt einschreiben? Es entstand daraus die Idee, einen Film zu drehen, der aufgrund des Straßenverlaufes selbst mit den verschiedenen signifikanten Orten in Verbindung tritt. Die Künstler befassten sich auch mit der Geschichte der Großglockner Hochalpenstrasse, wo sie verschiedene Ebenen entdeckten, unter anderem die Ursprünge der Tauern. Tauern heißt „Hoher Alpenübergang“ und vor 3.500 Jahren wagten bereits die Menschen den Weg über das 2.504 m hohe Hochtor. Kelten und Römer nützten die kürzeste Nord-Süd-Verbindung vorwiegend, um Handel zu treiben. Das war auch die Grundlage für den Film, wo Säumer und Pferde in dem Film vorkommen sollten, aber auch der moderne Verkehr. Gleichzeitig kommt aber auch die Beschäftigung mit Mythen, Sagen und Bräuchen nicht zu kurz. In Zusammenarbeit mit dem Kameraman Viktor Jaschke wurde 10 Tage lang am Großglockner gedreht. Der Film wurde teilweise am Tag und in der Nacht gedreht und künstlich wiederum in die Nacht versetzt. Warum? Man wollte den konventionellen schönen Werbeaufnahmen, die Jedermann/frau kennt, entgegenhalten. Des Weiteren kommt in dem Film, auch eine Performance vor, wo Darsteller*innen in bunten großen Reifröcken sich präsentieren.
Künstlerduo Peter Kozek & Thomas Hörl vor dem Kino-Container / Foto: Christa Linossi
Der Hintergrund stammt aus der Geschichte, wo die vornehmen Damen aus der Stadt, auch ihre Reifröcke auf dem Großglockner trugen. Irgendwie absurd, Reifrock am Großglockner Hochalpengebirge, aber zum damaligen Zeitpunkt war es eben anders.
Dies war auch ein Grund, diese Szene in den Film einzubauen. So entstand ein interessanter Film zwischen inszenierter Natur und Ingenieurskunst, mit der ästhetischen Erfahrung, in dem Vertrautem fremd und Fremdes vertraut wird.
LICHTHÖHE, der Titel der Arbeit ist ein Wortspiel, das Höhe mit Leichtigkeit verbindet.
Auch die anderen mitwirkenden Künstler brachten sich an diesen Orten mit ihren performativen Inszenierungen in Historischen und zeitgenössischen Rituale ein.
So zum Beispiel der Künstler Ralo Mayer der sich mit den Testfahrzeugen zukünftiger Modelle von namhaften Automobil-Konzernen auseinandersetzte. Es handelt sich um die sogenannten Erlkönige, wo zukünftige Modelle von namhaften Auto-Konzernen in den Extremsituationen der Großglockner Hochalpenstrasse auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft werden. Diese Modelle tragen eine spezielle Tarn-Tracht. Deren Muster sollen sie nicht in Unsichtbarkeit verstecken, sondern in aller Auffälligkeit zeigen: Die aufgeklebte Folie dient als Ablenkungsmanöver, das die konkreten Umrisse verschwimmen lässt.
„Eisbändiger“, wird zum Erlkönig Projekt Ralo Mayer / Foto: Christa Linossi59A2660_web_R_Mayer_by_Thaler einen Tag später strahlender Sonnenschein, während es bei der Pressekonferenz ein „mieses Wetter“ hatte
Auf diesen Ansatz passierte Ralo Mayers Projekt. Er stellte (Beginn 2020) zuerst entlang der Straße, ein Lager mit gebrauchten Autoteilen dieser „Erlkönige“ auf. 2021 wendet er jedoch das Prinzip auf einer blauen Rotations-Schneefräse „System Wallack“ an. Diese Schneefräse wurde vom Erbauer Ing. Wallack entwickelt und 1053/54 in Betrieb genommen. Diese Schneefräse der Naturbeherrschung durch Technik, der „Eisbändiger“, wird zum Erlkönig, deren Muster er aus ausgewählten historischen und aktuellen Abbildungen dieser Straße collagiert und in der Tarn-Tracht versteckt sind.
Die Künstlerin Anna Meyer setzt sich mit den Landschaftsmalern des frühen 19. Jahrhunderts auseinander, die mit ihren idealisierten Darstellungen der Alpen maßgeblich dazu beigetragen haben den Berg-Tourismus ins Leben zu rufen. Anna Meyer bringt ebenso schöne Landschafts-Ölbilder auf den ersten Blick hervor, jedoch integriert sie mit ihren Original-Gemälden die typischen touristischen Display-Techniken entlang dieser Erlebnislandschaft mit ein. Der Aspekt der Angst kehrt mit diesen Bildern wieder in die Alpen zurück: Nicht mehr Dämonen lösen die Angst aus, sondern die Fahrt aufnehmenden Folgen der menschlichen Eingriffe in die Natur.
Landschafts-Ölbild von Anna Meyer vor der Kulisse dem Großglockner / Foto: Christa Linossi
Iris Andraschek und HubertLobnig stellen gebrauchte Autos entlang der Straße ab, die durch den spezifischen Standort und die liebevolle individuelle Gestaltung ihres Innen- und Außenraums Einblicke in Welten eröffnen, die die Künstlerin und der Künstler in der touristischen Erlebniswelt als verdrängt empfinden.
Gebrauchtwagen, Knüpf- und Webteppiche, Foto: Künstler Iris Andraschek und Hubert Lobnig
Das Projekt thematisiert die durch die Straßenführung inszenierte Landschaft als „Schwellensituation“, in der „Mobilität“ einerseits und „Bühne“ andererseits. Kunst im öffentlichen Raum, auf einer der beliebtesten Hochalpenstraße, eben der Großglockner-Hochalpenstrasse bis auf 3.700 m zu erleben, hat das gewisse ETWAS.
Mitwirkende Künstler*innen an diesem Kunstprojekt sind: Iris Andreaschek & Hubert Lobnig, Peter Kozek & Thomas Hörl, Ralo Mayer, Anna Meyer und Hannes Zebeding.
Wanderexperte Christian Heugl stellt 50 umweltfreundliche Routen vor, die per „Öffis“ gut erreichbar sind. Sie führen quer durch das Bundesland Salzburg und das angrenzende Salzkammergut. Das etwas andere Wandererlebnis beginnt in diesem Buch mit Bus- oder Bahn (gelegentlich auch mit dem PKW). So erleben sie von Anfang schon eine entspannte Anreise (keine Parkplatzprobleme), treffen eventuell auf Gleichgesinnte und können sich über die eine oder andere Wanderung austauschen. Die Touren sind so beschrieben, dass der Ausgangspunkt einer Tour nicht zwingend deren Endpunkt ist. Zahlreiche Routenvorschläge nutzen diesen Vorteil: zum Beispiel vom Rauriser Tal geht es ins Gasteiner Tal, Gasteiner Tal in das Grossarl Tal. So kann man auch von Mattsee aus über den Buchberg nach Obertrum wandern, von Elixhausen nach Anthering oder von Hof nach Faistenau. Viele Wege führen zu interessanten Zielen.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Wer gerne wandert und auch mit den Öffis unterwegs sein will, sollte dieses Buch unbedingt lesen und auch anwenden. Die Routen sind leicht verständlich beschrieben. Was hindert Sie noch daran?
DER AUTOR
Mag. Christian Heugl, geboren 1957 in Salzburg. Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Geschichte. Freier Journalist mit Schwerpunkt lokale Geschichte und Alpinismus.
Helga Rabl-Stadler Präsidentin der Salzburger Festspiele und Renate Stelzl, Organisatorin Foto:_by_SF_Anne Zeuner
2021 gibt es kein „zittern“ mehr, das Fest zur Festspieleröffnung kann über die Bühne gehen. 2020 musste dieses ja leider wie so manch anderer Programmpunkt wegen der Pandemie entfallen.
Auch das 100-Jahr-Jubiläum, welches im Vorjahr stattfinden hätte sollen, wurde einfach um 1 Jahr verlängert und so konnte das „Virus“ machen was es will, es wurde umgangen und findet heuer statt.
„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ – So poetisch hat Pablo Picasso die tiefe Wahrheit in Worte gefasst. Mit dem Fest zur Festspieleröffnung will der Veranstalter Salzburger Festspiele Sie aus dem Alltag entheben und die kulturelle Durststrecke der letzten Monate vergessen machen.
Mit Vor- und Rücksicht auf alle maßgeblichen Sicherheitsbestimmungen, ist ein opulentes Programm mit einer Vielfalt geplant. Diesmal wird an einem Sonntag, (dem 18. Juli 2021) gefeiert, was den festlichen Charakter der Auftaktveranstaltung zu den Jubiläumsfestspielen ganz besonders betonen wird.
Was wird geboten? Musik, Schauspiel, Lesungen, Ausstellungen und Tanz zum Nulltarif an 24 Spielstätten: einen Tag lang sollen Salzburger und Festspielbesucher beim Fest der Festspieleröffnung auf den Festspielsommer eingestimmt werden.
Ein besonderes Highlight und eine besonders seltene Gelegenheit gibt es um 12 Uhr im Großen Festspielhaus: Dort gewähren Dirigent Teodor Currentzis und Regisseur Romeo Castellucci bei einer Bühnenorchesterprobe Einblicke in ihre Arbeit an der Neuproduktion von Mozarts Don Giovanni.
Des Weiteren bietet das Fest zur Festspieleröffnung besondere Möglichkeiten: So können Besucher*innen die verschiedensten Musikstile und Ensembles in der Altstadt erleben.
Wie jedes Jahr, wird es auch wieder das beliebte Salzburger Straßentheater stattfinden, diesmal in der Sigmund-Haffner-Gasse. Übrigens feiert das Salzburger Straßentheater feiert heuer sein 50. Jubiläum.
Für Kinder und Jugendliche gibt es beim Fest zur Festspieleröffnung ebenfalls einiges zu entdecken: wie etwa mit der Produktion „Hau drauf!“ aus dem Kinder- und Jugendprogramm de Salzburger Festspiele jung & jede*r erleben. Im Salzburg Museum gibt es eine Kreativwerkstatt und im Salzburg Museum können die Kinder beim Schattentheater mitmachen.
Auch der volkskulturelle Höhepunkt des Festes wird heuer wieder stattfinden: der Salzburger Fackeltanz, bei dem etwa 70 Paare der verschiedenen Brauchtumsgruppen aus Salzburg und dem Umland 13 Figuren zeichnen. Dabei erhellen sie mit ihren Fackeln das Dunkel der Nacht auf dem Residenzplatz.
Zählkarten und COVID-Informationen finden Sie auch unter www.salzburgerfestspiele.at . Die Zählkarten können dieses Jahr ausschließlich nur online bestellt werden.
Ihre Festspielkarte ist gleichzeitig auch ein Busticket (sie gelten in der Stadt Salzburg für O-Bus, Bus und S-Bahn im Salzburger Verkehrsverbund) so können Sie kostenlos, bequem und umweltfreundlich zu dem Fest zur Festspieleröffnung anreisen.
Dem Ort Attersee sowie der gesamten Region in Oberösterreich werden wieder inspirierende Impulse eingehaucht. Im Sommer 1900 entdeckte auch Gustav Klimt den Attersee als Refugium für die Sommerfrische, wo einige seiner berühmten Werke zustande kamen.
An diesem schönen See und der schönen Landschaft findet heuer zum 11. Mal das Kunstfestival Attersee dem gleichnamigen Ort Attersee statt.
2020 war ein kulturelles Tief. Aufgrund der Pandemie konnten keine Veranstaltungen stattfinden. 2021 entstehen neue Perspektiven und somit kann heuer das Festival zum 11. Mal über die Bühne gehen. Für den Ort Attersee und der gesamten Region sind es inspirierende Impulse aus der Welt der zeitgenössischen Kunst.
Eröffnet wird das Kunstfestival am 10. Juli 2021 mit der Vernissage MONOCOLOR Ausstellung und Performance. Der Künstler MONOCOLOR alias Marian Essl stellt zu seiner Arbeit eine Wechselbeziehung zwischen Klang, Bild und Raum mit dem Ziel, höchst immersive audiovisuelle Universen zu schaffen. MONOCOLOR bespielte mit seiner Videoarbeit Isomorph im Juni 2018, bereits die Fassade des „ALIEN“ KUNSTHAUS GRAZ.
Des Weiteren bietet das Kunstfestival, welches vom 10.07.2021 – 07.08.2021 bespielt wird, eine Vielfalt an zeitgenössischer Kunst. Zum Beispiel wird in dem einstigen Verkaufsraum der alten Dorffleischerei (Kaufhaus Baresch) mit einem Mode-Atelier Leben eingehaucht und in den Schaufenstern gibt es zeitgenössische Kunst zu sehen.
Zur Eröffnung wird es auch zwei Konzerte in der Pfarrkirche Maria Attersee geben. Das eine ist ein Bajan Solokonzert mit Michael Wiesinger der sein Studium bei Prof. Grzegorz Stopa an der Hochschule für Musik in Detmold, Deutschland studierte und Dino Spiluttini zeitgenössisches Elektronikkonzert zum Besten geben wird. Dino Spiluttini ist Komponist und Produzent in Wien. Seine ausdrucksstarke Herangehensweise an zeitgenössischer Elektronik reagiert auf eine prekäre emotionale Dynamik und elegante Harmonie.
Fotocredits: Stephan Wiesinger
Fotocredits: Tine Marie Spiluttini
Leon Höllhummer wird eine Performance mit dem Titel „feat.Puke Puddle“ in der Atterseehalle zeigen. Er war Heilmasseur und hat in Form von visionsartigen „Bildern“ aus seiner Therapiesessions seine künstlerische Praxis entwickelt.
Weitere Veranstaltungen im Laufe des Festivals finden im Haus Bauer, sowie Gegner.Haus (das GEGNER.HAUS ist ein Leerstand in Abtsdorf am Attersee. Ein ehemaliger Gasthof und wird seit 2019 vom Künstler Thomas Gegner bewohnt. Seit 2020 finden hier regelmäßig Ausstellungen von Künstlern und Künstlerinnen aus Oberösterreich statt.) statt und im öffentlichen Freibad Sprinzensteinpark wird ein Freilichtkino eingerichtet, wo jeweils zwei Kurzfilme zu sehen sind. „A Proposal to project in Scope“ ein Film von Viktoria Schmid und “Die rote Schildkröte” von Michael Dudok.
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Besuchen Sie die Region Attersee und genießen Sie gleichzeitig zeitgenössische Kunst.
Tobias Moretti, verließ nach vier Saisonen, die Titelrolle von Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Insgesamt stand Tobias Moretti 94-mal im „Jedermann“ der Salzburger Festspiele auf der Bühne.
Zeit aufzubrechen und die Rolle des „Jedermanns“ einem anderen Schauspieler zu überlassen. Lange wurde gerätselt wer dies übernehmen könnte. Für lange Zeit war auch Philipp Hochmair im Gespräch, 2018 sprang er doch bei den Salzburger Festspielen fünfmal für den erkrankten „Jedermann“ Tobias Moretti ein.
Dann wurde das Geheimnis gelüftet und mit Lars Eidinger als „Jedermann“ beginnt nun eine neue Zeitrechnung von Hugo von Hofmannsthals gleichnamigen Drama auf dem Salzburger Domplatz. Neu ist auch die Buhlschaft, es ist Verena Altenberger, bekannt geworden im Film „Die beste aller Welten“ von Adrian Goigingers Film, in dem sie vielfach ausgezeichnet wurde.
Salzburger Festspiele Lars Eidinger_Foto: by_sf_anne-zeuner
Mit einem Blitzlichtgewitter wurden am Montag, 14.06.2021 „Jedermann“ Lars Eidinger und die „Buhlschaft“ Verena Altenberger in Salzburg empfangen und von Regisseur Michael Sturminger und Schauspielleiterin Bettiny Hering zusammen mit dem Direktorium der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser und Lukas Crepaz, als das neue Traumpaar auf der Presseterrasse präsentiert.
Verena Altenberger, die für ein Filmprojekt ihre Haarpracht fallen lassen musste, hat zurzeit ganz kurze Haare. Warum sollte man in unserer modernen Gesellschaft nicht auch einmal eine Buhlschaft mit kurzen Haaren darstellen. Muss es immer blond und wallend sein?
Die Sommerszene Salzburg ist in Bewegung und mit einem weiteren interessanten Projekt, nämlich mit der Installation „The Forty Part Motet“ in der Kollegienkirche – einer der schönsten Kirchen in Salzburg – kann die Szene damit punkten.
Die kanadische Künstlerin Janet Cardiff hat mit ihrem international gefeierten Projekt „The Forty Part Motet“ eine poetische Klanginstallation geschaffen.
Die Sommerszene präsentiert dieses Hörerlebnis im sakralen Raum der Kollegienkirche. Die Grundlage der Installation bildet ein vierzigstimmiges Chorstück, das aus vierzig Lautsprechern, die kreisförmig angeordnet sind, abgespielt wird.
Janet Cardiff hat die Stimmen der Motette Spem in Alium des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis einzeln aufgenommen und die Lautsprecher in der Kirche wurden so im Raum platziert, dass die Besucher*innen sich zwischen den einzelnen Stimmen bewegen können oder man sich auch in der Mitte der Lautsprecher setzen und so den Chorgesang als gesamtes Wahrnehmen.
Die Kollegienkirche ist ein absoluter Klangraum und somit entsteht für das Publikum wieder ein virtueller archektonischer Klangraum, der die Besucher*innen emotional überwältigt und sich gehen lässt.
Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen.
Der Eintritt ist frei und kann bis zum 25. Juni 2021 von 10:00 – 19:00 besucht werden.
SUPERFLEX, Lost Money / Handful, 2020 Foto: Kunsthaus Graz/Martin Grabner
SUPERFLEX wurde 1993 von Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen in Kopenhagen gegründet. Ihre Projekte haben einen starken Bezug zu sozialem Engagement, alternativen Ökonomien und Selbstorganisation
Die dänische Künstlergruppe SUPERFLEX setzte in Graz und am Kunsthaus Graz in insgesamt fünf Jahren mehrere Projekte um. Den Auftakt machte „C.R.E.A.M.“ 2017, der Fetisch-Bankomat im Herzen des Kunsthaus-Foyers. 2018 realisierte SUPERFLEX in Graz „Free Shop “und 2019 „Number of Visitors”. „Lost Money/Handful“ wurde bereits 2020 eröffnet, jedoch kam es 2021 zu einem Vandalismus Schaden.
Das Kunstprojekt LOST MONEY/HANDFUL von SUPERFLEX ist Teil des Fünfjahresplans, den die Künstlergruppe für das Kunsthaus Graz entworfen hat. Die Installation wurde am Boden des Kunsthaus-Vorplatzes und im Inneren des Foyers Euro-Münzen verteilt und befestigt. Für Lost Money/Handful werden Münzen jeweils entsprechend der lokalen Währung ausgewählt und am Boden angebracht. Die Münzen verlocken dazu, stehenzubleiben und das vermeintlich verlorene Geld mitzunehmen. Sie sind allerdings fest in den Boden geschraubt und lassen sich nicht aufheben. So die Theorie.
SUPERFLEX, Lost Money / kunsthausgrazFoto: martingrabner_
Jedoch in der Praxis bewiesen Unbekannte bereits kurz nach der Montage das Gegenteil. Gewaltsam entfernten sie über Nacht drei der vier Münzen, die vor dem Kunsthaus installiert waren. Nur eine ließen sie deutlich beschädigt zurück. Nicht nur die Täter*innen, auch die Motive sind unbekannt. Da es sich um einen sehr niedrigen Geldbetrag (Münzen im Wert von 2 €, 1 €, 50 c und 5 c) handelt und die Münzen nach der Entfernung unbrauchbar gewesen sein müssen, vermutet SUPERFLEX, dass es sich dabei eher Vandalismus als um Diebstahl handelte.
Die jetzt wieder vollständige Installation LOST MONEY/HANDFUL ist Teil des Fünfjahresplans, den die Künstlergruppe für das Kunsthaus Graz entworfen hat und der ab 26.11.2021 mit der Ausstellung Sometimes As A Fog, Sometimes As A Tsunami seinen Abschluss findet.
Die Künstler nehmen den Konflikt als eine Form der Interaktion an und begrüßen diese Gelegenheit, um einige Fragen aufzuwerfen: Ist dieser Akt eine Kritik an Symbolen des Kapitalismus und der ökonomischen Ungleichheit? Ist es eine Kritik an der EU, die auf den Prinzipien des freien Marktes basiert? Oder ist es eine Kritik an der Kunst als Eventfaktor?
Auf jeden Fall zeigt die Aktion die beeindruckende Wirkung des Werkes. „Der Akt kann als Gesprächsanbahnung zu einer Reihe von Themen über Ökonomie, Kunst und natürlich SUPERFLEX selbst dienen“, finden die Künstler.
MARZIA MIGLIORA Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek. Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel
MARZIA MIGLIORA Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek. Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel
Schön langsam kommt auch International die Kunstszene wieder auf Schiene.
Wie zum Beispiel DIVERSITY UNITED – zeitgenössische Kunst aus Europa wäre die Eröffnung ursprünglich für 4. Mai 2021 angekündigt gewesen. Unser berühmter COVID Virus machte einen Strich durch die Rechnung.
Der Countdown läuft, am 8. Juni 2021 wird die Ausstellung „DIVERSITY UNITED“ im Flughafen Tempelhof mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet.
Die Ausstellung „DIVERSITY UNITED“ zeigt das künstlerische Gesicht Europas. 90 Künstler:innen, 34 Länder, 1 Kontinent im Dialog – „Diversity United“ ist ein künstlerisches Stimmungsbild der europäischen Gegenwart. Die Ausstellung versammelt Malerei, Skulptur, Video und New Media, Fotografie, Installation, Zeichnung und Objektkunst von rund 90 jungen und etablierten Künstler:innen aus 34 Ländern, die verschiedene Generationen, Geschlechter und Regionen abbilden. Sie stehen mit ihren Werken für die enorme Vielfalt und Vitalität der zeitgenössischen Kunstszene Europas, von Portugal bis Russland, von Norwegen bis in die Türkei.
MARZIA MIGLIORA Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek. Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/NeapelMARZIA MIGLIORA Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek. Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel
Zu den Kuratoren gehört auch Walter Smerling (Sprecher des Kuratoriums/Vorsitzender Stiftung für Kunst und Kultur, Bonn). Warum erwähne ich dies? Walter Smerling hat in Salzburg die Salzburg Foundation ins Leben gerufen und über 10 Jahre jährlich international renommierte Künstler eingeladen. Statement seinerzeit von Walter Smerling: „Wir wollen nicht darauf warten, dass die Menschen zur Kunst kommen, sondern die Kunst zu den Menschen bringen. Das zwingt uns dazu, nachzudenken, Stellung zu beziehen, uns eine Meinung zu bilden. Natürlich gefällt das nicht jedem. Objektive Schönheit gibt es nicht. Schönheit findet in der individuellen Wahrnehmung statt und Kunst im öffentlichen Raum fordert uns in besonderem Maße dazu auf, Schönheitsbegriffe neu zu durchdenken, denn wir können vor ihr nicht die Augen verschließen.“
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