Neuinszenierung der Oper „Káťa Kabanová“

Es gibt bereits erste Einblicke in die Neuinszenierung der Oper KÁTA KABANOVÁ Regie: Barrie Kosky er wird in seiner Neuinszenierung von Leoš Janáčeks Káťa Kabanová den Gegensatz und die Spannung zwischen der Protagonistin und ihrer beengenden Lebenswelt verdeutlichen.

Wer ist Barrie Kosky? Er ist ein deutsch-australischer Opern- und Theaterregisseur, geboren 18.2.1967 in Melbourne. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Barrie Kosky / © Foto: Jan Windskzus

Nachstehend Ausschnitte aus dem Gespräch:

Regisseur Barrie Kosky im Gespräch mit den Salzburger Festspielen (15.2.2022)

Ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen, 2019 mit Offenbachs Orphée aux enfers, war ein rauschhafter, höllischer Spaß und wurde zu einem Triumph. Nun hat Sie Intendant Markus Hinterhäuser eingeladen, nach Salzburg zurückzukommen …

Und ich sagte sofort: „Ja, aber lass uns das Gegenteil von Orpheus machen!“ – Wir haben gemeinsam überlegt, was das Gegenteil sein könnte. Markus schlug schließlich vor: „Janáček!“, und ich antwortete: „Káťa!“ Die Oper steht seit Langem auf meiner Liste von Stücken, die ich inszenieren will – und zwar weit oben, unter der Kategorie „Juwelen“. Außerdem ist es für mich wichtig, immer wieder zwischen den Genres zu wechseln: Ich mache jetzt eine kleine Operetten-Pause.

Haben Sie einen besonderen Bezug zu Janáček?

Tatsächlich war Káťa die erste Janáček-Oper, die ich in meiner Heimat gesehen habe. (Ja, richtig, Janáček wird auch in Australien gespielt!) Ich erlebte die Oper als Fünfzehnjähriger in Melbourne und kann mich gut erinnern, wie sehr mich die Musik sofort begeisterte.

Was ist das Außergewöhnliche an dieser Musik?

Janáček ist nicht nur durch seine Art zu komponieren einzigartig im Opernrepertoire, er durchlebte auch ein sehr interessantes Kapitel der Musiktheatergeschichte. Er wurde 1854 geboren – ein Jahr nach der Uraufführung von La traviata und in der Zeit, als Wagner den Text von Rheingold fertigschrieb. Gestorben ist er wiederum 1928, ein paar Jahre nach der Premiere von Wozzeck und ein Jahr, nachdem Oedipus Rex uraufgeführt worden war. Er saß also zwischen diesen Göttern – zwischen Verdi und Wagner, im 20. Jahrhundert dann zwischen Berg und Strawinsky – und fand in dieser Gesellschaft zu seiner ganz eigenen Sprache. Er ist einer der Komponisten, bei denen man einen einzigen Takt hört und sofort weiß: Das ist Janáček. Zugleich hatte er ein unglaubliches Verständnis und Gespür für Musiktheater. Jenůfa, Makropulos, Totenhaus – seine Sujets und die Art und Weise, wie er sie in Musiktheater verwandelt, sind ungemein fesselnd. Dabei dauern seine Opern kaum länger als anderthalb Stunden. Sie sind wie ein Destillat, wie Hühnersuppe – man nimmt die Knochen und das Gemüse und kocht sie so lange, bis man diese konzentrierte, herrlich goldene Suppe hat: So geht Janáček mit der Musik und dem Drama vor. Er drückt daher oft in zwei Takten oder einer Phrase aus, wofür andere Komponisten zwei Seiten benötigen. Das ist bemerkenswert.

Und immer wieder stellt er Frauenfiguren ins Zentrum seiner Opern.

Einerseits hat Janáček Figuren wie das Füchslein, Jenůfa, Emilia Marty oder Káťa geformt, die im Musiktheater des 20. Jahrhunderts einzigartig sind und zu den faszinierendsten Frauenrollen aller Zeiten zählen. Andererseits hatte er im Privatleben ein echtes Problem mit Frauen, und sein Umgang mit ihnen war ziemlich grenzwertig und unkoscher …

Für Ihre Inszenierung von Janáčeks Oper Aus einem Totenhaus wurden Sie mit dem Faust-Theaterpreis ausgezeichnet. Was macht Janáček für einen Regisseur so interessant?

Die Herausforderung ist, dass alles nackt – im Sinne von exponiert – ist. Es gibt bei Janáček keine Möglichkeit, sich in der Musik oder in dem Drama zu verstecken. Es ist, als würde man unmittelbar in die Menschen hineinblicken: Man sieht nur Knochen, Muskeln und Blut. Der Gesang bildet die Haut, der Charakter auf der Bühne aber ist komplett nackt. Janáček hat eine unglaubliche Fähigkeit, Figuren in ihrer menschlichen Komplexität zu zeigen und sie in wenigen Phrasen zu charakterisieren, sodass man sofort versteht, mit wem man es zu tun hat. Und wie Mozart urteilt er dabei nicht. Niemand ist einfach gut oder böse; es ist alles Grauzone. Die Figuren sind alle in irgendeiner Weise beschädigt. Ich denke, diese Menschen gehen uns so nahe, weil wir uns in ihnen reflektiert sehen.

Jakub Hrůša wurde von Markus Hinterhäuser als Dirigent engagiert, er gibt damit sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.

Markus weiß, dass ich einen echten Partner im Graben brauche. Ich kann meine Inszenierung nicht losgelöst von der musikalischen Seite der Produktion machen. Jakub ist meiner Meinung nach momentan der beste Janáček-Dirigent der Welt und reicht mindestens an Charles Mackerras heran.

Sie inszenieren die Oper in der Felsenreitschule?

Bei Káťa Kabanová denkt man gern zuerst an ein Familiendrama, ein Kammerspiel, und würde vielleicht eine kleinere Bühne erwarten. Ich glaube aber, dass gerade die Felsenreitschule der richtige Ort ist für den Schauplatz, dieses Dorf oder Städtchen, aber nicht als realistisches Setting. Ich beschränke mich in meiner Káťa im Wesentlichen auf Körper, Gesang, Text und Klang – und Licht.

Welche Rolle spielt dabei die Felsenreitschule als Ort?

Die enorme Wand der Felsenreitschule wirkt an sich schon erdrückend. In dieser Atmosphäre erleben wir die Ereignisse aus der Sicht Káťas, durch ihr alptraumartiges Gefühl, dass niemand mit ihr sprechen möchte. Das Gefühl des Eingesperrtseins wird aber nicht allein von Mauern oder von einem kleinen Raum verursacht. Jedes Wort, jede Bewegung muss dazu beitragen.

Das Schauspiel, das Káťa Kabanová zugrunde liegt, spielt in einem russischen Städtchen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, Janáčeks Oper wurde 1921 uraufgeführt. Wo liegen die Berührungspunkte mit unserer Gegenwart?

 Ich glaube, wir brauchen diese Stücke. Gerade jetzt. Sie haben nichts mit Ironie zu tun, und auch nichts mit politischer Dogmatik. Sie haben vielmehr mit dem Kern des Menschseins zu tun und stellen dabei wesentliche Fragen: Was ist mein Leben? Wie kann ich jemanden lieben? Was ist Liebe? Was ist das Beengende am bürgerlichen Leben? Káťa Kabanová wirft Themen auf, die uns sehr nahe sind, ohne mit dem Finger darauf zu zeigen.

Leoš Janáček (1854 – 1928)

Káťa Kabanová Oper in drei Akten (1921)

Libretto von Leoš Janáček nach dem Schauspiel Das Gewitter (1859) von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski in der tschechischen Übersetzung von Vincenc Červinka

Neuinszenierung

Premiere: So, 7. August 2022

5 weitere Vorstellungen: 11., 14., 21., 26. und 29. August 2022

Jakub Hrůša Musikalische Leitung

Barrie Kosky Regie

SALZBURGER KÜNSTLERHAUS – SALZBURGER KUNSTVEREIN 2022 – KÜNSTLERHAUS SALZBURG

Foto: © Salzburger Kunstverein
05.02.2022 – 13.03.2022
Stefan Kreiger. Hero Quest

Es ist wieder so weit, der Salzburger Kunstverein, stellte Anfang Februar 2022 sein Jahresprogramm vor.

Rückblickend zu 2021:

Das Team mit dem Direktor Séamus Kealy des Salzburger Kunstvereins, hat auch 2021 wieder einmal eine großartige Arbeit geleistet. Obwohl erneut eingeschränkt durch CORONA – konnte man mit einem spannenden internationalen Ausstellungsprogramm und vielfältigen Veranstaltungen und Kooperationen viel erreichen.

Direktor Séamus Kealy des Salzburger Kunstvereins/ Foto: Andrew Phelps

Vorschau auf 2022:

Das Ausstellungsprogramm 2022 besteht ein Stück weit aus Anpassen und Abwarten und reflektiert den kollektiven Zustand. Themen, die sich mit Migration und verbundenen Nostalgie für eine abhanden gekommene Heimat beschäftigen werden, ebenso politisierte Darstellungen von Weiblichkeit und Mutterschaft will man hier einfließen lassen, die als Resonanzboden für größere Themen wie gesellschaftliches Verhalten, Tabus und Geschlechterungleichgewicht dienen. In der Ringgalerie kann man 2022 den VR-Film „The Invisible Hand“ von Omer Fast und das Wandgemälde „Big Sky Blooming“ von Megan Rooney erleben. Ein weiteres Highlight ist der Digitale Catalogue den das Künstlerhaus über ihre Website dem Publikum anbietet. Ein dynamisches Mittel zur Dokumentation der Ausstellungen und zur Präsentation von diskursivem Material.

https://www.salzburger-kunstverein.at/digitorial

(C) Foto: Salzburger Kunstverein
02.02.2022 – 02.02.2023
Ulysses von James Joyce

Hörbuch der Aufnahme von 1982 von Raidió Teilifís Éireann (RTÉ); Irland
2. Februar 2022 bis 2. Februar 2023
 
Ulysses wurde von dem im Exil lebenden irischen Schriftsteller James Joyce geschrieben. Es wurde erstmals zwischen Anfang 1918 und Ende 1920 in der amerikanischen Zeitschrift The Little Review in Teilen veröffentlicht. Am 2. Februar 1922, dem 40. Geburtstag von James Joyce, wurde es in seiner Gesamtheit in Paris von Sylvia Beach veröffentlicht.

https://www.salzburger-kunstverein.at/ulysses_de

Jahresausstellung der Mitglieder des Salzburger Kunstverein:

IS IT ME? AM I THE DRAMA? So lautet der Titel 2022 der Jahresausstellung und gibt der Diversität der unterschiedlichen künstlerischen Positionen einen narrativen und performativen Raum, um in vielfältiger Weise Themen der Gegenwart zu besprechen.

Einmal jährlich widmet der Salzburger Kunstverein seinen Mitgliedern eine Ausstellung und davon wurden 20 Mitglieder (Künstler_Innen) von einer Jury ausgewählt. Diese 20 Künstler_Innen präsentieren zum Thema IS IT ME? AM I THE DRAMA? ihre Arbeiten. Kuratorin dieser Ausstellung ist: Karin Pernegger, die zusammen mit dem Künstler_Innen dieses Thema aufarbeitete.

Eine interessante Ausstellung wird im Kabinett präsentiert, und zwar handelt es sich um den Förderpreisträger Stefan Kreiger, der diesen Preis 2020 erhalten hatte, der hier seine neuesten Arbeiten zur Schau stellt.

Stefan Kreigers Arbeiten ein Fundus von Arbeiten, die in Zeichnung, Druckgrafik, Malerei oder Installation in einem nicht enden wollenden Prozess sind. Seine bildmächtigen Arbeiten zeigen einen intensiven Prozess leidenschaftlicher Malerei. Der Künstler arbeitet mühelos auf verschiedenen Ebenen und findet sich nicht mit schnellen Lösungen ab. Die narrativen Elemente und Figurationen bezieht er aus Science-Fiction, Superhelden- und Kriegs-Comics, aus Fantasy- und Computerspielen, aber ebenso aus Geschichte und Kunstgeschichte. Wer Kreigers künstlerische Entwicklung beobachtet ist vielleicht überrascht, wenn in Bildern Fragmente aus älteren Arbeiten auftauchen – er übermalt seine Leinwände wieder und wieder.

Stefan Kreiger  / Foto: © Christa Linossi

Stefan Kreigers Statement zu seinen Arbeiten: „Die Ausstellung speist sich vor allem aus Werken aus meinem Zyklus, die aus den letzten 10 Jahren stammten, die ich dann meistens übermalte, da sie mir nicht mehr dem Zeitgeist entsprachen bzw. schon lange nicht mehr ausgestellt wurden. Der Titel „Hero Quest“ ist ein Computerspiel, nach dem gleichnamigen Brettspiel, das sich an Fantasy-Rollenspiele anlehnt, wo es sich hier um eine der frühesten Softwareumsetzungen zur Rollenspielwelt „Warhammer Fantasy“ handelt.

Mit diesen Spielen bin ich aufgewachsen, es verweist auch auf den Heranwachsenden. Also konnte ich dieses Computerspiel in meine Kunst gut einbauen und somit vieles künstlerisch verarbeiten.

Besonders die Rollenspiele, faszinierten mich, immer auf der Jagd, die Welt zu retten und so ist es für mich auch in der Kunst, wo immer in irgendeiner Ecke wieder ein Abenteuer lauert, das aufgearbeitet werden kann oder soll. Ein Kreislauf, der sich zwar schließt, aber auch wieder öffnet, um das bearbeitete Werk wieder umzumontieren.

Die Arbeiten, meist figürlich und narrativ, bieten Handlungsstränge, beharren aber nicht darauf.

Stefan Kreiger (*1981, Salzburg) lebt und arbeitet in Salzburg. Studium der Kunstpädagogik und Malerei an der Universität Mozarteum (Salzburg).

www.stefan-kreiger.com

„FAUST“ Oper von Charles Gounod

Ich besuchte die Oper FAUST aus der Veranstaltungsreihe für Studierende des Departments für Oper und Musiktheater und des Departments für Gesang und dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum Salzburg

Oper FAUST der Schatten von Mephistopheles / © Foto: Christa Linossi

Zur Entstehung der Oper:

Diese frühe Faust-Fassung des Sturms und Drang-Dichters Johann Wolfgang von Goethe entstand unter dem unmittelbaren Eindruck der Hinrichtung der Frankfurter Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt (im Januar 1772) und Charles Gounod (französischer Komponist) wandelte „Faust“ in eine erfolgreiche Oper um. Diese Oper zählt zu seinen bekanntesten Werken. Von Johann Wolfgang von Goethe bleibt allerdings nur die Handlung übrig.

Worum geht es hier in der Oper FAUST, kurze Auszüge aus der Handlung:

Ein minimalistisches Bühnenbild in dessen Mitte Faust am Boden liegend und über seinen Kopf ein Laptop lag. Die Musik begann mit einem sanften Einstieg und doch theatralisch düster und doch nicht düstere Musik. Vereinsamt, überdrüssig der Suche nach Erkenntnis liegt Faust, zerfressen von Lebensekel – und von Selbstmordgedanken geplagt am Boden und so ruft Doktor Faust nach dem Satan. Méphistophélès taucht auf und beschließt mit Faust einen Pakt: Der Hunger von Faust nach Jugend und rauschhaften Liebesbegegnungen soll gestillt werden.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Marguerite, ein gläubiges Waisenmädchen, schenkt ihrem Bruder Valentin, der in den Krieg ziehen muss, ein geweihtes Amulett und Mephistopheles gesellt sich zum letzten Umtrunk der im Aufbruch befindlichen Soldaten und sorgt mit kleinen Teufeleien für Verwirrung. Mittlerweile zeigt die Verjüngungskur des Doktor Faust Früchte: Er wird umschwärmt – sein Begehren jedoch gilt Marguerite. Mephistopheles verschafft Faust Zugang zum Schlafgemach der Marguerite. Hier darf er einen Moment vorfreudigen Glücks verbringen. Währenddessen sinnt Marguerite der Begegnung mit dem edlen Fremden nach und entdeckt beim Zubettgehen den teuren Schmuck. Während sie sich damit schmückt, wird sie von Marthe Schwerlein – Marguerites Nachbarin und Schutzpatronin – überrascht, die ihr die Vorteile ihrer Situation dann erklärt.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Mephistopheles jedoch überrumpelt Marthe Schwerdtlein mit der Nachricht, dass ihr Ehegatte in Padua zu Tode gekommen sein und dort begraben liege.

Marguerite hat in der Zwischenzeit von Faust ein Kind empfangen. Ihre Umgebung straft sie mit Häme. Einzig Siébel versichert ihr weiterhin seine Zuneigung. Aber Marguerite liebt Faust noch immer, obwohl er sie verlassen hat.

Valentin kehrt aus dem Krieg zurück – Siébel versucht ein Zusammentreffen mit Marguerite zu verhindern. Das Böse gewinnt Überhand: Marguerite tötet ihr Kind.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Faust, der zu Marguerite heimkehren möchte, trifft auf Valentin. Unter Zuhilfenahme mephistophelischen Beistands gelingt es Faust, den Widersacher zu erledigen. Mephistopheles feiert ein Fest der Hölle: die Walpurgisnacht und Marguerite erwartet den Henker.

FAUST wurde von dem koreanischen Tenor Daehwan Kim verkörpert. Mephistopheles wurde von dem aus Moskau stammenden Alexander Voronov mit seiner gewaltigen Bass Stimme dargestellt. Veronika Loy verkörperte Marguerite (Sopranistin). Die Oper wurde in französischer Sprache gesungen.

Diese Oper wurde mit wenig Aufwand aber einer großen Wirkung in die Szene gesetzt. Die Vertonung dieser dramatischen Dichtung hat das Sinfonieorchester der Universität Mozarteum sehr erfolgreich umgesetzt.  

https://www.moz.ac.at/veranstaltungen

ONLINE – OFFLINE

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series…MYTH OF NETWORK

Gedanken zum Computer-Netzwerk

Wenn Emotionen im Netz (WhatsApp, Instagram, Facebook) eine Rolle spielen und dabei Menschenleben und die Menschenwürde an Wert verlieren, ist es an der Zeit, darüber sich Gedanken zu machen!

Thoughts on the computer network

When emotions play a role on the Internet (WhatsApp, Instagram, Facebook) and human lives and human dignity lose value, it is time to think about it!

SALZBURGER KULTURVEREINIGUNG

19. Pressekonferenz SALZBURGER KULTURTAGE 2022

Kulturvereinigung PK Salzburger Kulturtage 2022/2023 Foto: Neumayr/Leo 19.01.2022 Künstlerischer Leiter Thomas Heißbauer, Präsident Hans Schinwald, Intendant Salzburger Landestheater Carl Philip von Maldeghem,

Gleich 3 Jubiläums stehen heuer an:

50 Jahre Salzburger Kulturtage – das Musikfestival im Herbst 2022

75 Jahre Salzburger Kulturvereinigung

60 Jahre Orchester der Salzburger Kulturvereinigung

Mit dem Jubiläumsprogramm setzen die Salzburger Kulturtage erneut ein starkes Zeichen für musikalische Vielfalt und Virtuosität – und aus den Kulturtagen wird anlässlich des Jubiläums ein Herbstfestival von knapp vier Wochen. Von 28. September bis 23. Oktober 2022 kann das Salzburger Publikum insgesamt 20 Veranstaltungen – darunter eine neue Opernproduktion – an acht verschiedenen Spielorten erleben. Freuen Sie sich auf klassische Orchesterkonzerte im Großen Festspielhaus, auf Brass im Haus für Mozart, auf Tango in der Großen Universitätsaula und „a capella“ in der SZENE Salzburg, auf das traditionelle Konzert im Dom zu Salzburg, auf Klassik & Kulinarik im Kavalierhaus Klessheim sowie auf die neue Opernproduktion „Der Rosenkavalier“ in der Felsenreitschule in Kooperation mit dem Salzburger Landestheater.

Der Rosenkavalier Foto: © Christina Baumann-Canaval

Opernabende im Großen Festspielhaus war immer ein Fixpunkt am Programm bei den Salzburger Kulturtagen. 2012 wurde jedoch ein letztes Mal die Oper „Tristan und Isolde“ in Kooperation mit dem Landestheater gespielt.

Jedoch im 50. Jubiläumsjahr wird auch die langjährige Operntradition wieder aufgenommen. „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss) kommt unter der musikalischen Leitung von Leslie Suganandarajah und in der Regie von Roland Schwab in der Felsenreitschule zur Aufführung.

Während der Salzburger Kulturtage wird auch der Festakt „75 Jahre Salzburger Kulturvereinigung“ stattfinden. Das hochkarätige Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung des japanischen Maestro Yutaka Sado wird Tschaikowskys 6. Symphonie, die immer wieder ergreifende „Pathétique“ spielen. Zuvor erklingen jedoch die feinen Kammer-Klavierkonzerte des Genius loci W.A.Mozart in A-Dur KV 414. Am Flügel wird hier der Ausnahme-Virtuose, der charismatische Tastenzauberer Fazil Say, zu erleben sein.

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Foto: © Peter Adamik

Aufgrund des Virus und der noch immer geltenden Pandemie „NIX IST FIX“ welches auch für die Salzburger Kulturvereinigung gilt, kann man nur hoffen, dass die Salzburger Kulturtage im Herbst klaglos über die Bühne gehen können.

Die „Salzburger Kulturtage“ finden erst ab 28.9. – 23.10.2022 statt.

http://www.kulturvereinigung.com

RXCKHXUSE SALZBURG – ROCKHOUSE SALZBURG stellt den neuen

Xtra Ordinary Vol.25 Sampler und den HEIMO ERBSE PREIS 2022 Sieger Ro Bergmann vor.

Foto: RXckhXuse Rockhouse Salzburg

Am 21. Jänner 2022 wurde der Presse der 25. XtraOrdinary Vol.25 Sampler vorgestellt. Das sind 25 Jahre, 25 Ausgaben mit Hundertschaften an Songs aus Salzburgs Musikszene von Indie Pop und Reggae über Alternative Rock, HipHop und Mundartpunk bis Folk und all den Tönen dazwischen.

Neu an der Sache ist, den neuen Xtra Ordinary Vol. 25 Sampler gibt es jetzt als Quartett zum Kartenspielen inklusive Download Code zum Anhören. 37 Songs von Indie über HipHop bis Psych., Alternative und Synthpop erwarten die HörerInnen. Es ist wurde wie ein Konglomerat an Talent, Spielfreude und Kreativität zu der 25. Ausgabe der Xtra Ordinary Compilation zusammengesetzt. Die jährliche Werkschau der Szene gibt einen guten Querschnitt der MusikerInnen im letzten Jahr. Jede Karte liefert amüsante Einsichten zu den jeweiligen Künstlerinnen. So kann man sich die Pandemiezeit auch verkürzen. Ein Kartenspiel der Extraklasse.

Des Weiteren wurde der Sieger des Heimo Erbse Preis 2022 vorgestellt. Dieser Preis wird jährlich für die besten Rock-Pop Nachwuchskünstler vergeben. Der Preis ist mit € 3.000 dotiert.

Der Heimo Erbse Preis Gewinner 2022 / Foto: Ro_Bergmann_Credit_Kerstin_Musl

Diesen Preis erhielt 2022 der Nachwuchskünstler Ro Bergmann. Wer ist der Musiker Ro Bergmann? Er ist Jahrgang 1969 in Salzburg geboren und aufgewachsen und ist Selbstständiger Journalist. Musik macht er schon seit 2005. Gehör bei größerem Publikum fand der österreichische Singer/Songwriter allerdings erst knapp 10 Jahre später, mit seinem Track „Best Time“ dem er dem Skirennläufer Marcel Hirscher widmete. Statement von Marcel Hirscher: „Musik ist eine meiner Leidenschaften und Ro hat meinen Geschmack perfekt getroffen“ so seinerzeit Hirscher gegenüber der Presse.

Ro Bergmann / Rockhouse Salzburg

Der Song von Ro Bergmann – mit diesem Song gewann er auch den Heimo Erbse Preis 2022 – mit dem Release seiner EP „HI LO“ schlug er bereits 2021 hohe Wellen in der Musikszene. Ro Bergman kämpft mit sich selbst und er kämpft sich zurück. Er singt darüber, stolpert darüber, steht wieder auf und macht einen noch besseren Song daraus. Er lässt uns teilhaben an seinen Höhen und Tiefen (»Hi Lo«). DEN HEIMO ERBSE PREIS hat Ro Bergmann absolut verdient.

Ro Bergmann
Ro Bergmann

Das Release wird ab 31.01.2022 auf Spotify, iTunes und allen gängigen Streaming-Plattformen zu hören sein.

RXCKHXUSE SALZBURG – ROCKHOUSE SALZBURG

RXCKHXUSE Salzburg / Foto: (c) Rockhouse Salzburg

Unlängst führte ich ein kurzes Chatinterview mit dem Geschäftsführer Wolfgang Descho vom ROCKHOUSE zur Gründungsgeschichte:

Wolfgang Descho Geschäftsführer RXCKHXUSE Salzburg Foto: Wolfgang Descho

Linossiartstory:

Sie haben 1993 das Rockhaus gegründet bzw. ins Leben gerufen. Was war die Grundidee in Salzburg ein Rockhaus zu gründen? Wo hier nur Klassik gefragt ist?

Wolfgang Descho:

Die Salzburger Pop- und Rockszene wurde in den 80iger Jahren nicht einmal ignoriert. Im Sternbräu trafen sich einige Salzburger Musiker, darunter Josh Oppacher, der später so um 1990 mit „Nimm mich mit zur Donau“ einen Hit landete. Mit Michl Matschedolnig und mir waren auch junge Vertreter der neuen Musikszene dabei. Schnell wurde klar: In Salzburg gibt es kaum Proberäume und fast gar keine Auftrittsmöglichkeiten für die heimische Rock- und Popszene. Ähnlich wie die Kollegen in Linz (daraus wurde später der Posthof) und Wien (daraus resultierte das Rockhaus Wien – heute Planet Music) forderten wir ein Rockhouse für Salzburg. Ein erstes großes Ereignis wurde mit dem 3 Tages Fest „Mad(e) in Salzburg“ im Keller des Volksheim in der Elisabethstraße (heute befindet sich das JAZZIT darin) veranstaltet. 19 Bands erspielten in 3 Tagen 26 Anzeigen wegen Ruhestörung…abgesehen davon, war das Fest ein Riesenerfolg, 3 Tage ausverkauft, erstmals wurde die Musikszene in Salzburg so richtig wahrgenommen.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass das Rockhouse ein Veranstaltungsort, ein kreatives Arbeitshaus und ein Treffpunkt der Szene werden soll. Ursprünglich verbanden wir uns noch mit der ARGE RAINBERG Bewegung, nach „Verkleinerung“ des Projektes in das „Kulturgelände Nonntal“ entschieden wir uns eigenständig für ein Rockhouse zu kämpfen.

Linossiartstory:

Was ist das Konzept dafür, dass das Rockhaus sich 28 Jahre sehr gut gehalten hat? Das Rockhaus hat Lokal wie International einen sehr guten Ruf und viele Musiker starteten hier ihre Karriere.

Wolfgang Descho:

Das Konzept ist sehr einfach: Einerseits die Kombination des kreativen Arbeitsraums (Proberäume, Workshopraum) mit der Möglichkeit der direkten Umsetzung (Veranstaltungssaal) und der Präsentation der nationalen und internationalen Musikszene auf 2 Bühnen gepaart mit einer großartigen Bar (Treffpunkt). Somit ist es genauso das House der heimischen Musikszene wie es auch für die Musikinteressierten Zuhörer ist.

Wichtig ist dabei auch die professionelle wie auch menschliche Haltung aller Mitarbeiter. Unser Motto lautet ganz einfach, sowohl zum/r MusikerIn als auch zum Gast: „You’re welcome“. Ebenso wichtig ist die gute Infrastruktur. (Technik muss qualitativ hochstehend sein, gutes Catering.)

Linossiartstory:

Jedoch kam 2020 die Pandemie und alles wurde heruntergefahren, jedoch auch dies überlebte das Rockhaus und was ist hier Ihr Konzept gewesen!

Wolfgang Descho:

Von heute auf morgen ist praktisch das (Kultur-) Leben weggebrochen. Wir haben von Anfang an uns mit der neuen Situation auseinandergesetzt und die Pläne neu gesetzt. Intern wurden alle notwendigen Wartungen und Reparaturen vorgezogen und erledigt. Mittelfristig notwendige Investitionen v.a. im Technikbereich wurden, soweit finanziell machbar, ebenso vorgezogen. In de Rockhouse Bar wurde, dank der großen Unterstützung der Brau UNION die komplette Kühlanlage erneuert und ebenfalls länger dauernde Umbauten und Erneuerungen in Angriff genommen.

Um das Programm nicht abreißen zu lassen, wurden die technischen Voraussetzungen für Streaming Konzerte geschaffen. Die erste Rockhouse Club Session (Live-Streaming Konzert) Mitte Mai 2020 war dann ein äußerst wichtiger Meilenstein, dem noch sehr viele Live Streams folgten. Ebenso wichtig waren die Rooftop Konzerte mit Mynth, Frame, Please Madame und Amelie Tobien. Das Feedback des „Publikums“ online war grandios und hat uns bestärkt und gestärkt. Die Begeisterung und Erleichterung der MusikerInnen, der Techniker und aller Involvierten war unglaublich! Für die Rockhouse Club Sessions wurde die Fa. Attic mit einer bronzenen Venus ausgezeichnet.

Die Planungen lieben immer weiter und zwangsweise passten wir diese jeweiligen Gegebenheiten und Verordnungen an. Im Schnitt landeten wir dabei bei Plan B bzw. Plan C usw. Dadurch konnten wir dann aber auch sofort wieder mit Veranstaltungen beginnen, sobald es wieder erlaubt war. Der Anfang war sehr beschwerlich, weil die vielen Verordnungen kaum ein wirklich freies Konzert möglich machten. Aber laut Salzburger Nachrichten: „konnte man im Rockhouse auch im Sitzen tanzen…“

Ein weiterer wichtiger Aspekt war und ist, dass das Rockhouse auch eine starke Bindung zur heimischen (Musik-)Szene hat und es ist deswegen für uns auch nicht neu (viele) regionale Acts im Programm, neben dem internationalen Angebot, zu haben.  

Durch ein sehr gutes Covid Präventionskonzept war es auch möglich bis auf den Beginn der Pandemie den Probebetrieb aufrecht zu erhalten. Das Rockhouse ermöglicht durch eine sehr strenge Umsetzung des Covid Konzeptes auch einen möglichst sicheren Besuch der Veranstaltungen.

Linossiartstory:

Herr Descho es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in das RXckhXuse Rockhouse. Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft, weiterhin viele gute Musiker: innen und ein Publikum, dass es zu schätzen weiß, dass es ein Rockhouse in Salzburg gibt.

https://www.youtube.com/channel/UCxhmQ5onTa2x5BCmwO1x38A

https://www.rockhouse.at/Veranstaltungen

ALBERTINA WIEN präsentiert MICHELA GHISETTIS

(Albertina Platz 1, Wien)

AUSSTELLUNG LÄUFT BIS 20. März 2022

Einblick in die Ausstellungshalle der ALBERTINA I/ Foto: Robert Bodner

Eine hoch interessante Ausstellung zeigt zurzeit die ALBERTINA in Wien. Es ist eine Präsentation und die erste umfassende museale Retrospektive von Michela Ghisettis. Es handelt sich hier um Werke zwischen den Polen der Abstraktion und der Figuration. Des Weiteren fließen in die Arbeiten von Michela Ghisettis biografisch-emotionale und philosophisch-kunsttheoretische Elemente ineinander.

Es handelt sich um Kernthemen ihres facetteneichenen Oeuvres der Frau in unserer heutigen Gesellschaft zu Fragen wie Integration und Diversität.

Wer ist diese Künstlerin Michela Ghisettis?  Michela Ghisetti wurde 1966 in Bergamo geboren und lebt und arbeitet seit 1992 in Wien. Ghisetti studierte an der Accademia Carrara di Belle Arti (Bergamo) und an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Gunter Damisch.

Einblick in die Ausstellungshalle der ALBERTINA I/ Foto: Robert Bodner

Ihre Arbeiten reichen von abstrakten Gemälden bis zu großformatigen fotorealistischen Portraits und zu den unterschiedlichsten Skulpturen.

Die Arbeiten „Triptychon“ 1. Und 2. Teil, gefallen mir besonders gut. Es sind fotorealistische Portraits und bei schnellem Hinblick, vermutet man eine Fotografie. Dem ist es aber nicht so.

Michela Ghisetti 2012 AFUA (Triptycon/erster Teil) Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Beim Betrachten der Arbeiten aber erkennt man, hier ist Malerei im Spiel oder doch nicht? Malerei ist hier nicht im Spiel, sondern die Portraits wurden mit Farbstiften gezeichnet. Jeder Strich mit dem Farbstift sitzt exakt und bringt das Gesicht sehr stark zum Ausdruck. Die Haare ebenfalls exakt gezeichnet und so gezeichnet, als würde es sich Strähne um Strähne handeln, die locker vom Kopf fallen. Etwas irritierend die weiße Hand. Aber es könnte ein Hinweis auf Integration und Migration deuten? Die hyperrealistischen Porträts könnten auch eine Hommage an Vermeer als Verbindung zu diesem großen Künstler sein.

Michela Ghisetti 2012 AFUA (Triptycon/erster Teil) Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Die Skulptur „Unus Mundus“, die eine überdimensionale Halskette – bestehend aus zwei Ketten – darstellt ist eine spannende Arbeit. Sie ist ausgerichtet wie eine Perlenkette, eine aus schwarz und farbig getupften, die andere aus blasstürkisen Glaskugeln.

Dieses Objekt liegt wie auf einen Tisch drapiert, aber befindet sich jedoch nur als überdimensionale Halskette in der Ausstellung am Boden. Wie muss man sich fühlen, diese Skulptur, die einer Halskette ähnelt am Boden liegen zu sehen? Kommt man sich als Mensch, ganz klein vor und würde man in diesem Moment gerne ein Riese sein, um die Kette an sich nehmen zu können? Dieses Verhalten des Einzelnen könnte aber auch eine Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Drücken die Perlen oder Glieder nicht auch einen Zusammenhalt für eine starke und vereinte Gemeinschaft der Gesellschaft aus oder deuten auf eine globale Welt hin?

© Michela Ghisetti UNUS MUNDUS 2019 Foto: Karin Hackl

Die Arbeit mit dem Titel „Magic Carpet Right Love“ finde ich auch ausdrucksstark. Was will die Künstlerin uns mit diesem Titel mitteilen?  Ich als Betrachterin dieser Arbeit würde eher an einen „Traumfänger“ denken. Warum „Traumfänger“? Beim „Traumfänger“ werden Federn verwendet und so sehe ich in dieser Arbeit auch Federn, die jedoch durch eine abstrakte Linie an beiden Enden sich wie ein Fächer (oder Feder) auseinander gehen, die Träumerisch mysteriös im Nichts scheinbar schweben. Die Vielfalt an Farben erübrigen ihr weiteres. Im Hintergrund die feinen Fäden, ebenfalls in einer Farbenvielfalt, die hier den Anschein vermitteln, als handle es sich um einen feinen Teppich aus Liniengeflecht, der sich an die Wand schmiegt.

Michela Ghisetti MAGIC CARPET RIGHT LOVE 2015 / Albertina Foto: © Michela Ghisetti

Diese Ausstellung ist sehenswert und die Künstlerin die stets neue Inhalte und mit unterschiedlichsten Materialien arbeitet, gibt den Betrachter: innen die Möglichkeit deren Grundlagen zu hinterfragen.

https://www.albertina.at/ausstellungen/michela-ghisetti/

ARGEkultur ALLES BLEIBT ANDERS

Zur Pressekonferenz vom 12. Jänner 2022 der ARGEkultur

NIX IS FIX…UND ALLES BLEIBT WEITERHIN ANDERS

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen. Sie tritt als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur auf.

ARGEkultur Foto: (c) ARGEkultur
Foyererweiterung_Planung_Präsentationvogel1 © Felix Ludwig

Auch ARGEkultur wurde durch die Pandemie und der noch immerwährenden Pandemie „schaumgebremst“. Daher auch der Titel NIX IS FIX…UND ALLES BLEIBT WEITERHIN ANDERS!

MotzART FESTIVAL_2022_Sujet_Grafik © Helmut Hütter_Annette Rollny

ARGEkultur will allen Kunst- und Kulturinteressierten trotzdem Lust machen auf alles, was da an Kunst kommen könnte und sicher kommen wird, es kommt auf die Pandemie an und die lässt sich im Moment nicht ausblenden, aber ARGEkultur spekuliert trotzdem.

Folgende Projekte, die in der ARGEkultur und darüber hinaus entstanden sind und auch weiterhin entstehen werden sind auf einem guten Dutzend ungewöhnlicher Theater-, Tanz- und Performance-Projekte wie zum Beispiel das stART-Projekt PLAYLIST SALZBURG, DIGITAL SPRING oder zum Themenschwerpunkt FIGHT THE RIGHT und fehlen darf nicht das OPEN MIND Festivals, das uns zuruft BERÜHRT EUCH! und genau auf dieses Thema will ich etwas näher eingehen:

OPEN MIND Festival BERÜHRT EUCH! (sollte im November 2022 stattfinden) ist in einer Pandemie ein „heikles Thema“. Die Politik redet uns doch seit 2020 ins Gewissen, wir müssen Abstand halten (Elefantenbaby), dann wieder Lockerungen und dann wieder Abstand, keine Feste feiern, so wenig wie möglich reisen usw. Wie soll diese Gesellschaft den in Zukunft wirklich aussehen?  Seit beinahe zwei Jahren liegt ein unsichtbares Virus in der Luft! Und die Frage nach Berührung oder Berührungslosigkeit scheint im Hinblick auf die Bekämpfung der Pandemie bis auf weiteres noch nicht entschieden zu sein.

Berührung wurde zu einem knappen Gut, wo körpernahe Dienstleistungen eingeschränkt oder teilweise verboten wurden. Berührung ist verdächtig, potenziell gefährlich, ansteckend, tödlich. Gleichzeitig wissen wir aber auch, wer nicht berührt wird, neigt zur emotionalen Degenerierung, erkrankt leichter an Depressionen oder Autoimmunerkrankungen.

Die italienische Philosophin Donatella Di Cesare hat es in ihrem Buch „Souveränes Virus? Die Atemnot des Kapitalismus“ auf einen Punkt gebracht: „Das Virus hat die Unbarmherzigkeit des Kapitalismus ans Licht gebracht und macht offenkundig, dass der Mensch sich in seiner Verletzlichkeit unmöglich selbst retten kann – wenn nicht durch wechselseitige Hilfe. Die Corona-Pandemie zwingt uns dazu, eine neue Weise des Lebens in Gemeinschaft zu denken.“

So das Thema: Berührt euch? – Wenn die Sache mit der Berührung politisch und gesellschaftlich nicht doch ein wenig komplexer und brisanter wäre…

Wie also Umgehen mit Berührung und Berührungs-Verbot? Es ist auch eine künstlerische Herausforderung und es ist ein klarer Auftrag an die Kunst und Berührung muss als performative Praxis endlich ernst genommen und im Rahmen von Kunst thematisierbar und erfahrbar gemacht werden. Ebenfalls wird sich das OPEN MIND Festival mit der Fragestellung nach digitaler Berührung befassen – ausgehend vom neuen Digitalen Foyer als Ort, der nur noch die Körper braucht, die ihn betreten, angebunden an den DIGITAL SPRING. Eine intensive Auseinandersetzung, künstlerisch als auch wissenschaftlich, intellektuell mit Theater-Performances, Diskursformaten, Workshops und Musik.

Foyererweiterung_Planung_Präsentationground © Felix Ludwig

Viele Premieren werden auch 2022 weiter auf dem Spielplan der ARGEkultur sowie eine Vielzahl an Koproduktionen, Veranstaltungen, Gastspielen und Festivals aus dem Theater-, Tanz- und Performance-Bereich stehen. Es werden sich auch die Früchte der Arbeit aus dem vergangenen Jahr zeigen. Des Weiteren gibt es auch überregionale Produktionszusammenhänge wie zum Beispiel die Produktion ZELL-ARZBERG.EIN EXZESS (Februar 2022) in der Regie von Franz-Xaver Mayr zwischen Salzburg und Klagenfurt. KLEINGARTENVEREIN ZUKUNFT (März 2022) von Maria Sendlhof zwischen Salzburg und Wien oder BIG BANG (Dezember 2022) von kollektiv KOLLINSKI zwischen Salzburg und Graz.

KLEINGARTENVEREIN ZUKUNFT_Maria Sendlhofer Foto © Bettina Frenzel

Der durch die Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub, die Beschäftigung von Tanz-, Theater- und Performance-Künstler: innen mit Digitalität macht sich ebenso zunehmend bemerkbar. Wie folgende Projekte GERMAN HORROR DAEMONIUM (März 2022 Gastspiel wird auf alle Fälle stattfinden) von cobratheater. cobra,

GERMAN HORROR DAEMONIUM_cobratheater.cobra_Foto © Dante Nicolai Lümmen

ARME LEUTE (VON HEUTE) (März und April 2022) von Theater der Mitte PLANET 09 (Juni 2022)von Schwarz/Schäfer/Seraphin oder BIG BANG (Dezember 2022) von kollektiv KOLLINSKI sind jeweils an der Schnittstelle von Performance, Medienkunst und Gaming angesiedelt und integrieren allesamt analoge wie digitale Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum.

ARGEkultur wird auch sehr viele Musik-Veranstaltungen (soweit es die Pandemie zulassen wird) durchführen. Im Herbst mit mit dem biennalen stART PLAYLIST SALZBURG Projekt (Musik), dessen Ausgang zum jetzigen Zeitpunkt noch ganz und gar ungewiss – und dies absichtlich – ist.

Die ARGEkultur ist immer wieder einen Besuch wert https://www.argekultur.at/

https://www.argekultur.at/projekte/2022/

DIE INTERNATIONALE HEISSLUFTBALLON-SZENE AUS EUROPA gibt sich wieder ein Stelldichein in dem schönen Bergdorf FILZMOOS

Hammerwiese in Filzmoos, Foto: Tourismusverband Filzmoos

Mitte Jänner findet alle Jahre das große Event der Internationalen Heißluftballon-Szene statt. Diesmal ist es schon das 43. Internationale Heißluftballon Event, das die geografische Lage von Filzmoos nützt, mit einem traumhaften, geschützten Startplatz vor der Kulisse der majestätischen Bischofsmütze stattfindet.

Die Atmosphäre des Dorfes und die Offenheit der Bewohner, die den Ballonfahrern jedes Jahr das Gefühl geben, „heim“ zu kommen, trägt auch dazu bei und machen das Flair und die Attraktivität des „Ballondorfes“ Filzmoos aus.

winter-thomas-wirnsperger-filzmoos-tourismus

Somit hat CORONA keine Chance, den das Event findet unter strengsten Auflagen trotzdem statt.  

Heißluftballon-Fahrt: Video: Tourismusverband Filzmoos

„Filzmoos ist in der Internationalen Heißluftballon-Szene mehr als ein Geheimtipp und hat sich im Laufe der Jahre zum größten winterlichen Treffpunkt von Luftfahrern im Alpenraum entwickelt“, freut sich Tourismus-Chef Peter Donabauer.

Somit ist Filzmoos für die Internationale Heißluftballon-Szene im Jänner ein fixer Treffpunkt geworden. Hier treffen sich die Ballonteams aus ganz Europa und dieses Jahr findet der Treffpunkt vom 22. Bis 29. Jänner 2022 statt.

Einziger Wehrmutstropfen ist die Absage „NACHT DER BALLONE 2022“ die aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Lage in Salzburg abgesagt werden musste. Es war das Highlight, wenn in Filzmoos bei Dunkelheit die bunten Ballons leuchteten und tausende von Besucher:innen dem Schauspiel folgten.

das war die 40.Internationale Heißluftballonwoche in Filzmoos: Video: Tourismusverband Filzmoos

Jedoch werden heuer neben den täglichen Starts der Heißluftballone mit Fahrten in die umliegenden Täler auch sportliche Ziel- und Wettfahrten auf dem Programm stehen. Auch Besucher:innen können Ballonfahrten unternehmen.

Sollte die Frage gestellt werden, was macht der Bericht „“Internationale Heißluftballon-Szene in Filzmoos“ auf meinem Kunstblog? Sehr viel, hier kommt die Fotografie ins Spiel und Fotografie fällt ebenfalls in den Bereich der KUNST!

Sollten Sie Lust auf die internationale Szene der Heißluftballonfahrer bekommen hier finden Sie den Link: www.filzmoos.at/ballon