„FAUST“ Oper von Charles Gounod

Ich besuchte die Oper FAUST aus der Veranstaltungsreihe für Studierende des Departments für Oper und Musiktheater und des Departments für Gesang und dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum Salzburg

Oper FAUST der Schatten von Mephistopheles / © Foto: Christa Linossi

Zur Entstehung der Oper:

Diese frühe Faust-Fassung des Sturms und Drang-Dichters Johann Wolfgang von Goethe entstand unter dem unmittelbaren Eindruck der Hinrichtung der Frankfurter Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt (im Januar 1772) und Charles Gounod (französischer Komponist) wandelte „Faust“ in eine erfolgreiche Oper um. Diese Oper zählt zu seinen bekanntesten Werken. Von Johann Wolfgang von Goethe bleibt allerdings nur die Handlung übrig.

Worum geht es hier in der Oper FAUST, kurze Auszüge aus der Handlung:

Ein minimalistisches Bühnenbild in dessen Mitte Faust am Boden liegend und über seinen Kopf ein Laptop lag. Die Musik begann mit einem sanften Einstieg und doch theatralisch düster und doch nicht düstere Musik. Vereinsamt, überdrüssig der Suche nach Erkenntnis liegt Faust, zerfressen von Lebensekel – und von Selbstmordgedanken geplagt am Boden und so ruft Doktor Faust nach dem Satan. Méphistophélès taucht auf und beschließt mit Faust einen Pakt: Der Hunger von Faust nach Jugend und rauschhaften Liebesbegegnungen soll gestillt werden.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Marguerite, ein gläubiges Waisenmädchen, schenkt ihrem Bruder Valentin, der in den Krieg ziehen muss, ein geweihtes Amulett und Mephistopheles gesellt sich zum letzten Umtrunk der im Aufbruch befindlichen Soldaten und sorgt mit kleinen Teufeleien für Verwirrung. Mittlerweile zeigt die Verjüngungskur des Doktor Faust Früchte: Er wird umschwärmt – sein Begehren jedoch gilt Marguerite. Mephistopheles verschafft Faust Zugang zum Schlafgemach der Marguerite. Hier darf er einen Moment vorfreudigen Glücks verbringen. Währenddessen sinnt Marguerite der Begegnung mit dem edlen Fremden nach und entdeckt beim Zubettgehen den teuren Schmuck. Während sie sich damit schmückt, wird sie von Marthe Schwerlein – Marguerites Nachbarin und Schutzpatronin – überrascht, die ihr die Vorteile ihrer Situation dann erklärt.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Mephistopheles jedoch überrumpelt Marthe Schwerdtlein mit der Nachricht, dass ihr Ehegatte in Padua zu Tode gekommen sein und dort begraben liege.

Marguerite hat in der Zwischenzeit von Faust ein Kind empfangen. Ihre Umgebung straft sie mit Häme. Einzig Siébel versichert ihr weiterhin seine Zuneigung. Aber Marguerite liebt Faust noch immer, obwohl er sie verlassen hat.

Valentin kehrt aus dem Krieg zurück – Siébel versucht ein Zusammentreffen mit Marguerite zu verhindern. Das Böse gewinnt Überhand: Marguerite tötet ihr Kind.

Oper „Faust” Departments für Oper und Musiktheater Foto: ©  Universität Mozarteum

Faust, der zu Marguerite heimkehren möchte, trifft auf Valentin. Unter Zuhilfenahme mephistophelischen Beistands gelingt es Faust, den Widersacher zu erledigen. Mephistopheles feiert ein Fest der Hölle: die Walpurgisnacht und Marguerite erwartet den Henker.

FAUST wurde von dem koreanischen Tenor Daehwan Kim verkörpert. Mephistopheles wurde von dem aus Moskau stammenden Alexander Voronov mit seiner gewaltigen Bass Stimme dargestellt. Veronika Loy verkörperte Marguerite (Sopranistin). Die Oper wurde in französischer Sprache gesungen.

Diese Oper wurde mit wenig Aufwand aber einer großen Wirkung in die Szene gesetzt. Die Vertonung dieser dramatischen Dichtung hat das Sinfonieorchester der Universität Mozarteum sehr erfolgreich umgesetzt.  

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