
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable. The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water



TerrassenTalk mit Dirigent Ingo Metzmacher und Regisseur Jan Lauwers

Der italienische Komponist Luigi Nono (1924-1990) ist einer der zentralen und prägenden Figuren der Musik der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Er war Kommunist, Intellektueller und außerordentlich charismatisch.
Dieses Jahr wird die Oper Intolleranza 1960 zu den Salzburger Festspielen aufgeführt. Premiere war am 15. August 2021. Dieses groß besetzte Stück ist über 60 Jahre alt und stellt gesellschaftliche Themen ins Zentrum.

Der Dirigent Ingo Metzmacher und Jan Lauwers, gaben Einblicke in die Inszenierung dieser Oper.
Warum die azione scenica von Luigi Nono ein Meisterwerk ist? „Intolleranza ist zeitlos und noch immer Gültigkeit hat. Sie wurde zwar 1960 geschrieben und aufgeführt – verbunden mit einem großen Skandal – ist aber für 2021 genauso relevant wie damals. Einiges fühle sich an wie ein Faustschlag ins Gesicht, dabei gebe es ebenso viele zarte, sensible Elemente in der Musik. Natürlich sei die 20-minütige Folterszene schockierend, aber die Form in Verbindung mit der Musik mache die Szene akzeptabel, so die Aussage von Jan Lauwers.

Auf der Bühne werden neben Tänzern, Sängern und Chor sind auch Musikerinnen und Musiker zu sehen. Die Felsenreitschule sei ein besonderer Ort, mit dem er wunderbar arbeiten könne, sagt Ingo Metzmacher. Er verteilt sein Orchester im Bühnenraum, so ist etwa der Orchestergraben ziemlich hochgefahren. „Es gehört ja bei dieser Oper alles zusammen.“ Die Bläser sitzen auf der linken Seite, die Streicher rechts, die Pauker spielen auf der Galerie, und im linken Eck der Bühne sitzen 12 Drummer. Dies ergibt im Gesamten einen irrsinnig schönen Klang und das macht mich glücklich, so Ingo Metzmacher. Interessant ist auch, dass am Anfang der Oper der Einleitungschor steht, dessen Klang die Zuschauer von hinten, von vorne von links und von rechts erreicht, auch teilweise durch Zuspielung und dann erst beginnt das Orchester zu spielen.
„Fast 200 Menschen sind auf der Bühne zu sehen: Tänzer, Sänger, Chor, Schlagwerker.“ (“SALZBURGER FESTSPIELE Auszug Pressetext zum TerrassenTalk …”) Das ist ein politisches Statement, dass auf dieser 48 Meter breiten Bühne all diese Menschen zusammenarbeiten nach der Corona-Pause“, sagt Jan Lauwers.“ Es gehe um Migration, um Bewegung, um Menschen, die auf dem Weg sind.
Wie emotional die Reise mit dieser Oper werden würde, habe er sich gar nicht ausmalen können, sagt der Regisseur. Er habe einen sehr multikulturellen Ansatz verfolgt, habe Künstler aus Sri Lanka, Südafrika und vielen weiteren Ländern auf die Bühne geholt. Gerade nach Bewegungen wie #blacklivesmatter und #metoo habe er als weißer Regisseur diese Ansätze aufnehmen müssen in seine Arbeit, wie er sagt.
Von seinem Sänger-Ensemble zeigt sich Dirigent Ingo Metzmacher sehr begeistert: Sean Panikkar (Un emigrante) habe den musikalisch schwierigsten Part, er habe einige hohe C’s zu singen und habe diese selbst bei den Proben immer mit Bravour ausgesungen. Sarah Maria Sun habe in ihrer Rolle als La sua compagna hingegen die schönste Musik von allen. „Sehr hohe Soprane haben bei Nono Tradition“, sagt er. „Ich liebe auch die Farbe des Chors. Es ist äußerst schwierig, diese Partie auswendig zu singen.“ Wer Teil des Chores und wer Teil der Tänzer ist, sei oft nicht so leicht auszumachen. Chorsängerinnen und –sänger seien es ja nicht unbedingt gewöhnt, zu tanzen, ergänzt Jan Lauwers. (“Aufwärmen für Nono zu Disco-Musik”) Doch sein Choreograph Paul Blackman habe eine sehr gute Idee gehabt: Aufwärmen zu Disco-Musik. „Das öffnet den Körper und hat dem Chor die Angst vor dem eigenen Körper genommen“, sagt er.
Jan Lauwers setzt im zweiten Teil der Inszenierung einen blinden Poeten ein. Warum? „Ich hoffe, dass man in dieser Figur Hoffnung findet“, sagt Lauwers. Ich wollte diese Figur bewusst einführen. Wir leben in einem Zeitalter der sozialen Medien, wo viel Vulgarität herrscht. Wir haben schlicht und einfach die Poesie im Leben verloren“. Die Zeiten haben sich zwar geändert aber im Grunde ist es nicht viel anders, wie damals. Was passiert in diesem Stück? Menschen sterben, Menschen werden gefoltert und ich wollte aber auch in all dem, die Hoffnung finden, denn es handelt sich um ein komplexes Stück.
Die Musik wurde mit viel Herzblut geschrieben und die Zeitlosigkeit und die Emotionen wurden bewahrt.
Intolleranza 1960 ist auf jeden Fall eine direkte Verbindung zur Gesellschaft. Es ist ein Meisterwerk und es ist zeitlos. Liebe, Hoffnung, Vertrauen, Liebe zu Kindern all das ist gültig für jede Rasse auf diesem Planeten, für jeden Menschen. Wenn wir auch Intolleranza 1960wie einen Faustschlag ins Gesicht empfinden, hat diese Oper ein sehr sensibles, zartes Element in sich, wenn wir der Musik zu hören. Die Lautstärke der Trommel und darauf antwortet ganz zart eine Flöte, das ist eine wichtige Dynamik, die ich hier einfangen will, so der Dirigent Metzenbacher.

Luigi Nono der Komponist dieser Oper, meinte damals: „Mit offenen Ohren hören und es verändert das Denken“.
Die Oper dauert nur 1 Stunde und 25 Minuten, sie gibt sehr viele Informationen sowohl musikalische wie visueller Art, lassen Sie sich auf diese wunderbare Oper und Aufführung ein.

Thematischer Ausgangspunkt dieser Reise um die Welt ist diesmal die Forderung eines „New Digital Deals“.

Wir sind im 21. Jahrhundert angekommen und die Digitalisierung mit uns. Es ist eine Zeit, wo selbstfahrende Autos und Flugtaxis, bald Realität sind. Wir haben diese Technologie herbeigewünscht oder hatten auch Angst davor. Jedoch sind wir zu einem Zeitpunkt angelangt, wo es heißt, die Digitale Transformation und die Fundamente der digitalen Welt in Diskussionen neu zu denken.
Das Festival de Ars Electronica rückt näher, in 22 Tagen beginnt der Start. Es wird fasznierende Ausstellungen, inspirierende Talks und Konferenzen geben. Themenspezifische Führungen, Workshops und super Konzerte mit digitaler und/oder klassischer Musik. Diesmal findet die Ars Electronica nicht nur in Linz statt, sondern auch an 100 weiteren Locations rund um den Globus statt.

Das Electronica Festival wird wieder ein hybrider Event sein und der thematische Ausgangspunkt ist diesmal die Forderung nach einem „New Digital Deal“ der die Reise rund um die Welt antritt.

Auszug aus dem getakten Programm: „Bei Ars Electronica Home Delivery ist die Woche eng getaktet: Am Montag, 9.8. präsentieren Veronika Liebl und Kristina Maurer Teil 5 der Reihe „User Manual for Digital Humanists“, in dem sie die diesjährigen Programmhöhepunkte aus dem Bereich Europäischen Plattform für digitalen Humanismus vorstellen. Christl Baur und Hannes Franks widmen die sechste Ausgabe von „Inside Festival“ dem Thema „Sound Experiments“ und zwar am Dienstag, 10.8. um 16:00. Am Mittwoch, 11.8. gibt es wieder Spannendes rund um den Stephansdom, diesmal unter dem Titel „Geschichte & Geschichten: Episode 6: Zahnweh und Weinmörtel“. Unter dem Titel „Robotinity“ findet am Donnerstag, 12.8. ein weiterer Teil aus der Reihe „Inside Festival“ statt und am Freitag, 13.8. zeigt Emiko Ogawa mit Jurymitgliedern aus drei Kategorien die Inspirationen des Prix Ars Electronica“.
„Ars Electronica Home Delivery“ ist ein wöchentliches Programm, das Guided Tours durch die Ars Electronica Ausstellungen, Ausflüge in die Ars Electronica Labs, Besuche im Machine Learning Studio, Konzerte mit Echtzeitvisualisierungen, Deep Space LIVE-Sessions, Workshops mit Engineers und Talks mit Artists und Scientists aus aller Welt sowie Angebote für Schulen, Universitäten und Unternehmen umfasst. „Ars Electronica Home Delivery“ will die künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Zukunft einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen.
Ars Electronica wo immer die Zukunft stattfindet, kann sich heuer wieder life präsentieren und wir dürfen gespannt sein, was die weitere Zukunft uns bringen wird.
Giacomo Puccini Oper TOSCA und das Kristall Atelier Salzburger Festspiele
Puccinis Oper Tosca ist ein in vielerlei Hinsicht herausragendes Werk, und die Präzision und Ökonomie, mit der der Komponist einen hochemotionalen Stoff in pure musikalische Spannung verwandelt, ist einzigartig.

Einzigartig sind auch die Kostüme für die Hauptdarstellerin Anna Netrebko als Floria Tosca.

Interessant wird es, wenn zwei weltbekannte Marken wie Swarovski und die Salzburger Festspiele zusammenarbeiten. Zum neunten Mal in Folge ist Swarovski stolzer Partner der renommierten Salzburger Festspiele und unterstreicht mit dieser Kooperation die große Bedeutung von Kunst und Musik.
Die Kostümbildnerin Renate Martin hat drei Kostüme für Anna Netrebko als Floria Tosca entworfen. Eines davon, das rote Konzertkleid, hat sie als „dezentes Feuerwerk“ erdacht. In der Mord-Szene an Barone Scarpia trägt Anna Netrebko das rote Kleid. Das Rot des Kleides findet sich auch im Bühnenbild wieder, sagt die Kostümbildnerin. Die Farbe habe mit Liebe zu tun, aber gleichzeitig mit der Tragik und Dramatik dieser Szene. Auf dem Satinkleid wurden 40.000 Swarovski-Kristalle in vier verschiedenen Rot-Tönen appliziert. Die Kristalle sind im Muster einer Spitze angeordnet. Über dem funkelnden Satin liegt eine schwarze Spitze, so dass der Rock viel Bewegung zulasse, erklärt Jan Meier, Kostümdirektor der Salzburger Festspiele. Er ist der Meinung „Dieses Kleid braucht gar nicht viele Kristalle, um zu leuchten und zu strahlen“ und trotzdem wurden 40.000 Swarovski-Kristalle verarbeitet.

Im Kleid wurden 30 Meter Stoff verarbeitet und dazu benötigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ca. 100 Werkstattstunden. Extra angefertigt wurde auch eine Handtasche, die mit ca. 9.400 Kristallen in den Farbtönen: Creme, Silber, Gold, Bronze und Schwarz bestickt wurde und dazu kommt noch ein Kopftuch, welches aus 576 Kristallen in schimmernden Schwarztönen besteht. Ein eigener Collier und die passenden Ohrringe durften ebenfalls nicht fehlen und wurden aus 1.224 Swarovski-Kristallen angefertigt.
„„Funkelnd, aber zurückhaltend“ sollte der erste Auftritt der Floria Tosca in der Kirchen-Szene sein.“ Sie trägt ein schwarzes Spitzenkleid, einen weißen Mantel und dazu die glitzernde Handtasche und ein Kreuz um den Hals, welches ebenfalls mit geschliffenen Swarovski-Beads besetzt sei. Das dritte Kostüm ist modern, und taff, sagt Jan Meier. Eine Lederjacke, kombiniert mit Swarovski-Sonnenbrille und -Uhr.


Swarovski verwandelt Anna Netrebkos Kostüme in bezaubernde Kunstwerke, die Poesie, Leidenschaft, Liebe und Drama in all ihren Nuancen verkörpern. Erhaben und gleichzeitig verspielt als impulsive und herausragende Kristall-Lifestyle-Marke, die Grenzen neu definiert.
Premiere von Giacomo Puccini TOSCA ist am 21. August 2021 in der Felsenreitschule Salzburg.
Besondere Ausflugsziele zwischen Salzburg und Passau

Worum geht es in diesem Buch?
Es gibt sie noch, die kleinen Paradiese in überschaubarer Nähe, mit kurzen Anfahrten, mit Möglichkeiten zum Wandern oder Radeln in der Natur oder zum Schwimmen. Die Landschaft im Dreieck zwischen Salzach und Inn, die sich zwischen Bayern und Österreich erstreckt, birgt einen Zauber, der sich nicht beim bloßen Durchfahren erschließt, sondern den man erkunden muss.
Die beiden Autoren haben in ihrem Buch somit die Gegend abgesteckt, die sie auf der bayrischen und österreichischen Seite entdeckt haben. Ein Landstrich, in dem eiszeitliche Gletscher Vertiefungen hinterlassen haben, die heute liebliche Seen sind – wie die Ober Innviertler Seenplatte oder Erhebungen mit wildreichen, ausgedehnten Wäldern. In diese Landstriche kann man sich verlieben, mit seinen Burgen und Schlössern, mächtigen bäuerlichen Anwesen und verschwiegenen Klausen. Es liegt auch vor der Haustüre vieler Metropolen zwischen München, Salzburg, Passau und Linz. Suchen sie sich aus dem Buch ihre Ziele und sie werden herzlichen Menschen begegnen, jede Menge Tiere, einer etwas anderen Agrarlandschaft mit weiten Graumohnfeldern und Elefantengras, mit Mooren, Madonnen und Mooswirtschaften.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Wenn sie ein besonderes Ausflugsziel suchen und einfach auch einmal etwas anderes erleben wollen. Es muss nicht immer die Ferne sein, wenn auch etwas Schönes in der Nähe zu entdecken ist. Die Orte sind gut beschrieben, mit Zeitangaben und was es in der Gegend zu entdecken gibt. Ein Reiseführer, wo man sich die Ziele einzeln herausfiltern kann oder wenn man Lust auf „MEHR“ hat, sich selbst Reiseziele zusammenstellen kann. Eine Kartenübersicht mit den Übersichtspunkten, die im Buch beschrieben sind, finden sie ebenfalls vor.
DIE AUTOREN
Klaus Bovers: Jahrgang 1940, ist gelernter Buchhändler. Nach vielen Jahren in München lebt und arbeitet er heute als Literaturagent im alten Markt Grassau. Über den Chiemgau und seine Menschen hat er mehrere Bücher veröffentlicht, er ist Autor beim Kultmagazin MUH und schreibt für Tageszeitungen.
Christine Paxmann: Jahrgang 1961, schreibt Sachbücher und Romane für Erwachsene und Kinder. Beim Wandern regionale Schätze zu entdecken ist eine ihrer Leidenschaften. Mit dabei sind immer Kamera und Hund. Und die Neugierde, Menschen nach den Besonderheiten ihrer Landschaft zu befragen.
Erschienen ist das Buch
2021 Verlag Anton Pustet, 5020 Salzburg ISBN 978-3-7025-0979-8
Der Taufkirchenweg Friaul

Worum geht es in diesem Buch?
„Cammino delle Pievi in Carnia” ist der Name von zehn Taufkirchen in der Region Friaul-Julisch Venetien südlich der Hauptkette der Karnischen Alpen und nordwestlich von Udine.
In diesem Buch geht es um eine Pilgerreise von „Taufkirchen“, die in der Region Friaul-Julisch Venetien liegen und die einst Wehrtürme waren und als Zeugen längst vergangener Tage hoch oben auf besonderen Kraftplätzen thronen. Die Autorin Birgit Kaltenböck hat sich hier auf eine besondere Pilgerreise eingelassen. Sie fand eine dünn besiedelte Landschaft vor, geprägt eher von Landflucht und sie fand die größten zusammenhängenden Waldgebiete Italiens vor. Der Taufkirchenweg hat schon zahlreiche Pilger*innen spirituell, kulturell und auch in sportlicher Hinsicht bereichert. Seit 16 Jahren gibt es diesen Pilgerweg „Cammino delle Pievi in Carnia“ und ist eine Alternative zum Jakobsweg. Nicht weit von der österreichischen Grenze entfernt bietet der Fernwanderweg in Friaul-Julisch Venetien – genauer gesagt in Karnien – auf etwa 270 Kilometern, gespickt mit 11 500 Höhenmetern, wunderschöne Landschaft, Orte voller Kultur und die geschichtsträchtigen Taufkirchen, genannt die „Pievi“. Birgit Kaltenböck beschreibt in diesem Buch ihre persönlichen Erfahrungen entlang des Weges. Sie beschreibt Kirchen und Museen, die sie persönlich beeindruckte. Lernte viele neue Menschen kennen und erfuhr so Geschichten von vielen Orten und Dörfern.
Das Buch ist in Etappen gegliedert, das heißt auch, sie müssen nicht den ganzen Pilgerweg gehen, sie können auch kurze Strecken herausfiltern. Insgesamt umfasst der Pilgerweg 12 Etappen und jede Etappe wird genau beschrieben. Des Weiteren finden sie auch Informationen zu Karten
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
In Zeiten wie diesen, sind die Menschen wieder gerne auch „Auf Schusters Rappen“ unterwegs. Es muss nicht immer der berühmte „Jakobsweg“ sein, der ohnehin schon überlaufen ist und meines Erachtens mit Pilgern nicht mehr so viel zu tun hat, sondern eher schon unter „Tourismus zu Fuß“ läuft. Da würde sich der „Cammino delle Pievi“ als gute Alternative anbieten.
DER AUTOR
Birgit Kaltenböck, geboren 1968 in Salzburg und Mutter einer erwachsenen Tochter, ist seit 1993 bei der Salzburger Woche tätig. Die Redakteurin geht gerne auf Menschen zu, liebt die Natur, die Fotografie und das Fernwandern. Dies alles vereint sie in ihrem ersten Buch über den „Cammino delle Pievi“.
Erschienen ist das Buch
2021 Verlag Anton Pustet, 5020 Salzburg, ISBN 978-3-7025-1008-4
Salzburger Festspiele und der Hauptsponsor AUDI machen es möglich

Zum nachträglichen Jubiläum „100 Jahre Salzburger Festspiele“ und „25 Jahre Partnerschaft mit AUDI“, laden die Salzburger Festspiele und AUDI zu einer virtuellen Zeitreise (welches im Jahr 2020 stattfinden hätte sollen, jedoch der Virus stoppte) ein.
Kreativität und Vorsprung – das treibt die Salzburger Festspiele und Audi gleichermaßen an. Die Kooperation begann 1994 mit einem Gastspiel in Ingolstadt und seit 1995 unterstützt die AUDI AG die Salzburger Festspiele als Hauptsponsor und trägt dazu bei, dass die Festspiele künstlerisches Niveau von Weltrang bieten können. 2006 wurde dann auch die „Audi Night“ ins Leben gerufen – ein gesellschaftlicher Höhepunkt zur Festspielzeit, der Kunden aus aller Welt nach Salzburg bringt.

Um das 25-jährige Jubiläum als Hauptsponsor nachträglich zu feiern, lädt AUDI Festivalbesucher*innen zu einer ereignisreichen Fahrt durch die Salzburger Festspiel Geschichte ein. Im Fond eines AUDI e-tron fahren die Festspielbesucher*innen mehrere Orte an, die für die Festspiele eine besondere Rolle gespielt haben.
AUDI erweckt im Auto Geschichten zum Leben. Für Salzburg entwickelte AUDI und die Salzburger Festspiele eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert zurück zu Mozart. Sie werden mit einem Pferdefuhrwerk durch die Stadt geführt, sitzen aber bequem in einem AUDI des 21. Jahrhunderts. Hier kommt die neu entwickelte Technologie von AUDI zum Einsatz, die die Passagiere über eine Virtual-Reality-Brille in das dreidimensionale 18. Jahrhundert entführt und in Echtzeit die Fahrzeugbewegung in das Erlebnis integriert.

Holoride ist ein Angebot, dass allen Interessierten während des Festspielsommers gratis zur Verfügung steht und Themen um Technik, Mobilität, Nachhaltigkeit und Kultur vereint.

Wagen Sie den Sprung und erleben Sie die virtuelle Zeitreise der Salzburger Festspiele. Es ist ein einmaliges Erlebnis, dass Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Universität Mozarteum Salzburg

Die Geschichte des Mozarteums reicht bis ins Jahr 1841 zurück und wurde von herausragenden Persönlichkeiten wie Bernhard Paumgartner, Clemens Krauss, Paul Hindemith, Carol Orff, Nikolaus Harnoncourt und Sándor Végh geprägt. Als Musikschule wurde das Mozarteum vom Salzburger Dom-Musik-Verein gegründet. Im Jahr 1914 wurde es Konservatorium, 1953 Akademie, 1970 Hochschule für Musik und darstellende Kunst und schließlich 1998 Universität.

All jährlich finden zwischen Juni und September Veranstaltungen statt. Studierende und Lehrende stellen sich der Öffentlichkeit in zahlreichen Konzerten, Theater-, Tanz- und Opernproduktionen sowie Ausstellungen, Symposien und Tagungen vor und bereichern das Salzburger Kulturleben.
PRE-COLLEGE IN CONCERT
Ziel des Lehrganges ist es, im Sinne der Begabtenfindung und Begabtenförderung talentierte Jugendliche frühzeitig zu erfassen und sie sowohl im Zentralen Künstlerischen Fach als auch in einem breiten musikalischen Umfeld bestmöglich zu fördern und sie auf eine spätere künstlerische Laufbahn hinzuführen.

Ich besuchte zwei Konzerte. „CARMINA BURANA“ war eines davon, welches im SZENE Theater Salzburg aufgeführt wurde. Das Konzert war sehr schön und ein Zusammenspiel zwischen den Instrumenten und dem Chor. Es ist eines der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts: Carl Orffs „Carmina Burana“. Jörn Andresen, Professor für Chorleitung verstärkt die Chorarbeit der Universität Mozarteum außerhalb der Universität, mit dem Ziel, den MozarteumUniChor für alle Studierenden in Salzburg zu öffnen. Die „Carmina Burana“ ist als Education-Projekt angelegt. Carl Orff schuf mit „Carmina Burana“ eines der bekanntesten und meistzitierten Chorwerke des 20. Jahrhunderts. Der Erfolg der szenischen Kantate beruht einerseits auf ihren fantasievollen Texten und den leichten Thematiken, die dem Mittelalter elegant und zeitlos neues Leben einhauchten.

Jörn Andresen realisierte mit Studierenden der Klavier- und Schlagzeugklasse, Gesangssolist*innen und dem Mozarteum vocal Ensemble die „Carmina Burana“ am 25. und 26. Juni 2021 in drei Konzerten in der SZENE Salzburg. „Das große Plus von Carl Orff: die körperliche Rezeptionsmöglichkeit klassischer Konzertmusik. Das kann junge Leute auch heute noch begeistern“, so Jörn Andresen, der die Begeisterung für Chormusik mit „Carmina Burana“ und auch mit seinen zukünftigen Projekten vermitteln möchte. Langfristig ist ein universitätsübergreifender Studierendenchor für Salzburg geplant und damit eine Öffnung des Chorwesens für alle interessierten Studierenden.
Das zweite Konzert, welches ich besuchte, war das „Young Excellence in Concert“ wo drei junge Solist*innen vorgestellt wurden. Der erste Solist war der 11jährige Shang-En Hsieh, Konzert für Klavier und Orchester Nr.14 in A-Dur, KV 414 ein Allegro, Andante und Rondo von Wolfgang A. Mozart zum Besten gab. Dieses Konzert war sehr beeindruckend, der junge Pianist beherrschte das Klavier perfekt und spielte diese drei Stücke auswendig und mit einer Hingabe, dass Mozart ihm sicher auch gerne zugehört hätte. Shang-En ist Teil des Hochbegabungsförderprogramms des Leopold-Mozart-Instituts der Universität Mozarteum Salzburg, wo er von Prof. Andreas Weber in Klavier unterrichtet wird. Des Weiteren studiert er zudem Violine bei Prof. Igor Petrushevski vom Richard Wagner-Konservatorium. Nach Ende der Vorstellung wollte ich den jungen Pianisten fotografieren, da wurde mir klar, auf der einen Seite bereits die große Arroganz (begann mit 5 Jahren Klavier zu lernen und sechs Monate später war er in der Lage, Mozarts Klaviersonate in C-Dur KV 545 zu spielen. Er gewann viele Preise und nimmt an internationalen Wettbewerben teil) und auf der anderen Seite doch noch das Kind.

Der nächste Solist war Damodar Das Castillo, der 2007 in Manila, Philippinen geboren wurde. Er ist der 1. Preisträger des Jugendmusikwettbewerbs Ludwig in Berlin 2020 in der Altersgruppe 2. Er spielte auf seinem Violoncello das Stück „Pezzo capriccioso op. 622“ von Pjotr. I. Taschikowski. Was ebenfalls beeindruckend war. Damodar ist seit 3 Jahren Student am Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg bei Barbara Lübke-Herzl. Seine Studien werden unterstützt von Patron Group Chairman Ernesto T. Echauz der Standard Insurance Co., Inc. Philippinen.

Die dritte Solistin im Bunde war Zhonghan Chen, die 2003 in Shanghai geboren ist. 2013 wurde sie an der Musikgrundschule aufgenommen, die dem Shanghai Conservatory of Music angegliedert ist. 2019 wurde si am Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg aufgenommen. Sie gewann einige Preise. Sie nahm an einer Europatournee mit Konzerten im Berliner Konzerthaus, in der Snape Maltings Concert Hall in London und beim Italien Bolzano Festival teil.

Bei dem Young Excellence in Concertspielte sie mit ihrer Violine aus Wolfgang A. Mozart ein Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 in A-Dur, KV 219 drei Stücke: „Allegro aperto“, „Adagio (KV261) und „Rondeau“.
Mit internationalem Austauschkonzerten und gemeinsamen Projekten pflegt die Universität Mozarteum weltweite Beziehungen zu befreundeten Musik- und Kunsthochschulen.
GALLERY WEEK_END SALZBURG
27-31 JULY 2021
In der Kulturszene Salzburg wurde von der Wirtschaftskammer Salzburg ein neues Projekt für 5 Tage ins Leben gerufen. Das Neue Format nennt sich „Gallery WEEK_END Salzburg“. Es handelt sich hier um ein neues Veranstaltungsformat, das die qualitative Dichte der Galerien und Kunsträume dieser Stadt von nun an alljährlich in den Fokus rücken soll.

Den Besucher*innen bietet sich an fünf Tagen die Möglichkeit, aufgrund eines kompakten und abwechslungsreichen Programmangebotes in den Galerien und Ausstellungsräumen, die vielfältige Kunstszene vor Ort zu erkunden.
Da gibt es zum Beispiel DIE ART WALKS, wie betrachten und erleben die Besucher*innen die KUNST? Es gibt für Jedermann/Frau professionelle Führungen, die auf charmante Weise zu einem Spaziergang durch die Galerien stattfinden werden. Die Besucher*innen erfahren Wissenswertes über die Ausstellungsorte, die dort gezeigten Werke und die betreffenden Künstler*innen. Mit dieser ART TOUR, die in 8 Tour Einheiten aufgeschlüsselt ist, lernen Sie Salzburgs Galerien hautnah kennen.

25 Galerien nehmen an diesem GALLERY WEEK_END SALZBURG teil.
Lassen Sie sich überraschen und inspirieren, seien Sie neugierig und lassen Sie sich auf einen Spaziergang durch die Welt der Kunst ein.
Eröffnung GALLERY WEEK_END
Juli 27 @ 18:00 – 20:00
Empfang vor dem Museumspavillon, offizielle Eröffnung, musikalische Umrahmung

Nähere Informationen über Galerien, Veranstaltungen finden Sie unter
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Beim ersten Presse-Terrassen Talks wurden die neuen Darsteller der Hauptrolle des Jedermann Lars Eidinger und die Buhlschaft Verena Altenberger vorgestellt. Es ist eine Neuinszenierung und spielt sich in etwa eine nicht genau beschreibbare Zukunft ab.

2017 inszenierte Michael Sturminger zum ersten Mal den Jedermann am Domplatz. War seine Regie am Anfang stark auf das Hier und Jetzt bezogen, so verlegt er sie in diesem Jahr in eine nicht genau beschreibbare Zukunft mit Referenzen zur Vergangenheit. Aus der Wiederaufnahme, so sagt Bettina Hering, sei nun eine Neuinszenierung geworden. Die Idee, beim Jedermann etwas abzuschließen, sei für den Regisseur irrelevant. Man müsse das Stück frisch halten, auf Neubesetzungen eingehen, es sei ein permanenter Work in Progress. Die Bühne widerspiegelt diesen Gedanken und zugleich erinnere der Holzaufbau an die erste Bühne von Max Reinhard.
Lars Eidinger der in diesem Sommer den Domplatz als Jedermann betritt, sieht sich nicht als der sterbende reiche Mann des Untertitels, er tritt auf als Sinnbild der heutigen Gesellschaft. „Ich bin der privilegierte, toxische Mann und stelle mich selbst in Frage“, so der Schauspieler. Das Stück stehe einem Shakespeare in nichts nach und werde oft falsch verstanden. „Zu Unrecht!“ sagt Lars Eidinger. Sein Leben lang habe er es sich erträumt einmal den Jedermann zu spielen. Seit über drei Wochen laufen bereits die Proben. Das Ensemble erlebte am Vorabend des Terrassen Talks die erste Probe am Domplatz und Lars Eidinger fühle sich, dermaßen privilegiert und glücklich.
Verena Altenberger die heuer die Buhlschaft zu ihrem besten geben wird, meinte auf das Stichwort „Haare“? Es nerve sie nicht, sagt Verena Altenberger. Vor Kurzem hat sie sich für die Rolle einer Krebskranken eine Glatze rasiert. „Ich mag die Debatte“, sagt sie. „Denn es ist einfach völlig egal, wie die Haare der Darstellerin der Buhlschaft aussieht“. Die Buhlschaft habe sie nie als Klischee-Frau empfunden, das Emanzipatorische sei der Rolle eingeschrieben. Ihr erster Instinkt sei gewesen, das Leid dieser Frau darstellen zu wollen, die Abhängigkeit vom Jedermann zu zeigen und sie aus den Fesseln zu befreien. Etwa ab dem vierten Tag der Proben habe sich dieses Bild allerdings gewandelt. „Das war eine unnötige Suche, denn die beiden sind ein gleichberechtigtes Paar im Moment, in dem sie zusammen auf der Bühne stehen.“ Sie sei mittlerweile überzeugt, dass das Paar sich liebe.
Wird es auch als das Traumpaar gehandelt werden? Lassen wir sie erst einmal spielen und dann urteilen wir.
Sa 17. Juli – Do 26. August Domplatz, bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus
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