Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren.
Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche.
Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.
Der große Erzähler Michael Köhlmeier befragt die Doppelsichtigkeit des WIR. Es ist dem ICH nahe, es erzählt ebenso Geschichten. Köhlmeier setzt dieses WIR bewusst in seine Geschichten in diesem Buch ein. Es ist immer zu hinterfragen, wie verstehen WIR als LESER seine Hinterfragung? Sein Nachdenken, über das WIR könnte, man auch so interpretieren: es steht für mehrere Personen, für einen Kreis von Menschen, in den die eigene Person, ebenso eingeschlossen ist. Das WIR kann dem einsamen ICH eine Heimat bieten und im Erklären, woher es kommt. Dieses WIR kann auch militärisch sein und keine Geschichten erzählen, aber es erzeugt jedoch Mythen, um Ideologien zu sanktionieren.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Wenn man ein Fan von Michael Köhlmeier ist und seinen Schreibstil schätzt. Auch wenn man kein Werk von Michael Köhlmeier kennt, aber gerne sich mit der Sprache auseinandersetzt, ist es empfehlenswert dieses Buch zu lesen.
DER AUTOR
Michael Köhlmeier 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er studierte Germanistik und Politologie in Marburg sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt. Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk.
lt. Pressemitteilung vom 17.06.2020 wird der steirische herbst’20 über die Bühne gehen. Titel: „Paranoia TV 24.09. – 18.10.2020“.
Paranoia TV Sujet: Grupa Ee
Der steirische herbst stellt das kuratorische Konzept und die Künstler*innenliste seiner 53. Ausgabe vor, bei der sich eine experimentelle Neuinterpretation des Festivals anbahnt. Im Einklang mit seinen Wurzeln in der Avantgarde wird der steirische herbst heuer in einer anderen neuen Form stattfinden. Diese Form wird, die von Angst und von einer geprägten Unsicherheit der heutigen Zeit aufgreifen.
Seit Anfang März 2020 ist nichts mehr so wie es war, der Corona-Virus hat in Form einer Pandemie weltweit zugeschlagen; Shutdown, Lockdown, wirtschaftliche Probleme usw. Viele europäische Länder sind jedoch noch immer auf der Alarmstufe 6 vertreten. Schön langsam stellt sich aber europaweit wieder eine Art Alltag ein. Kunst und Kultur kehren auch wieder schrittweise in das Leben der Menschen zurück. Der Spuk ist jedoch noch nicht vorbei, Abstandhalten und Disziplin sind nach wie vor gefragt, sowie Eigenverantwortung.
Besucher*innen werden in den Museen mit einem Leitsystem durch die Ausstellungen geführt. Auch der Theaterbetrieb wird langsam wieder hochgefahren, obwohl sich hier größere Probleme ergeben als in Museen und Galerien. Sitzabstand (hinten, vorne, seitlich 1m Abstand) Mundschutz?) Viele Menschen sind verängstigt, wenn nicht gar ein bisschen paranoid. Die Angst vor einer zweiten Welle fördert eine Abscheu vor öffentlichen Räumen – und vor dem Atem potenziell ansteckender Fremder. Noch grundlegender aber ist die Angst vor uns selbst: Jeder von uns könnte das tödliche Virus asymptomatisch verbreiten. Wir müssen aber lernen, mit dieser Angst umzugehen, der Virus wird uns so lange erhalten bleiben, bis wir die richtigen Medikamente und Impfungen besitzen und können nur hoffen, dass es sich nicht noch zu einem neuen gefährlicheren Virus verändert. Normalität im wörtlichen Sinne, wird noch lange nicht sein.
Kunst in unsicheren Zeiten Paranoia TV antwortet künstlerisch-kritisch auf die globale Pandemie und die durch sie verursachten Einschnitte – nicht nur in unser tägliches Leben, sondern auch im Hinblick auf die Durchführung von Kulturveranstaltungen.
Als dritte Ausgabe des steirischen herbst unter Intendantin Ekaterina Degot zeigt das Festival weiterhin ausschließlich neue Auftragswerke. Das experimentelle Format ermöglicht es, dass diese unabhängig von (potenziellen) „Lockdown“-Maßnahmen realisiert werden können.
Beiträge von rund vierzig Künstler*innen setzen sich direkt oder indirekt mit den Dringlichkeiten und Missständen unserer Zeit auseinander: die neuen Verwundbarkeiten in Bezug auf Alter und Geschlecht, die Komödien und Dramen der Häuslichkeit, die wiedergefundene Begeisterung für die klassische Oper, die Choreografie von Bewegungseinschränkungen, Klasse, Geld, Umarmungen, die Biopolitik der Ansteckung, die Selbstisolation des weißen Mannes in sterilen autonomen Zonen und die Hoffnung auf eine unerwartete Zukunft.
Ein virtueller Avatar erklärt von Sigmund Freud und wird durch die neuesten Deepfake-Techniken wieder zum Leben erweckt, das vielschichtige Universum, das Besucher*innen auf dieser Plattform im Herbst erwarten wird. Freud, der als Vater der Psychoanalyse gilt, war einer der ersten Denker, der über Paranoia und verwandte Begriffe schrieb, obwohl die Realität sich in vielen Fällen als radikaler als seine Theorien erwies.
Des weiteren werden auch Handys vor Paranoia TV nicht sicher sein: Kurz vor Festivalbeginn steht eine eigens entwickelte kostenlose App zum Download bereit. Sie bietet die Möglichkeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort in die Welt von Paranoia TV einzusteigen, um einen Überblick über das Programm zu erhalten, Beiträge zu lesen/hören/sehen oder sich per Eilmeldungen über die neuesten Entwicklungen zu informieren.
Ich bingespannt, seien SIE es auch!
Kuratorisches Team werden sein: Mirela Baciak, Ekaterina Degot (Intendantin und Chefkuratorin), Henriette Gallus, Dominik Müller, Christoph Platz, David Riff
SICH IN DER NATUR BEWEGEN – KANN AUCH HEILKRAFT BEDEUTEN!
Foto: Christa Linossi
Worum geht es in diesem Buch?
Wer in den Alpen und am Land lebt, weiß die Heilkraft der Alpen und der Natur zu schätzen. Immer mehr und mehr Menschen wird bewusst, dass der Mensch ohne Natur nicht sein kann, umgekehrt die Natur ohne Menschheit sehr wohl auskommen würde. In diesem Buch geht es im Großen und Ganzen um die Heilkraft der Natur. Wir merken es selbst am eigenen Leib, wenn wir wandern. Es tut uns gut – wir fühlen uns danach meist wohl, erholt und erfrischt. Hinter dieser subjektiven Wahrnehmung stecken jedoch klare, wissenschaftliche Fakten. Dieses Buch passiert auf wissenschaftliche Fakten und Studien. Es ist so aufgegliedert, dass es leicht verständlich ist, wie Natur auf unseren Körper wirken kann. Interessant, um ein Beispiel zu nennen, sind die Krimmler Wasserfälle, die wissenschaftlich und eine erforschte Heilquelle darstellt. Die Krimmler Wasserfälle sind der Asthmaspray der Natur. Natur hilft bei kardiovaskulären Krankheiten und Demenz, bei psychischen Problemen und Schlafstörungen, sie beschleunigt die Genesung, lindert Asthma, steigert die Leistung, lässt uns sogar länger leben.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Im Grunde genommen, sollte dieses Buch jeder lesen, der etwas für seine Gesundheit tun will. Es ist nie zu spät sich mit der Natur auseinander zu setzen und den ersten Schritt, der mit einer Wanderung beginnt, zu tun.
ÜBER DIE AUTOREN
Arnulf Hartl ist Leiter des Instituts für Ökomedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg und forscht zu der medizinischen und psychologischen Wirkung der Natur auf die Gesundheit des Menschen.
Christina Geyer, gebürtige Wienerin, lebt und arbeitet als freie Journalistin in der steirischen Nationalparkregion Gesäuse.
Erschienen ist das Buch
2020 Bergwelten Verlag bei Benevento Publishing Salzburg-München eine Marke der Red Bull Media House GmbH, Wals bei Salzburg
Sie ist Musicaldarstellerin/Sängerin/Schauspielerin und Köchin/
Anfang März 2020 kam der Corona-Lockdown und die Kulturszene wurde hart getroffen, ab sofort keine Auftritte mehr und die momentane Schockstarre wie geht es weiter? Dieser Virus traf nicht nur die Kunstszene, sondern die ganze Welt und ihre Wirtschaft und keiner hat eine Ahnung, wie man die Pandemie in den Griff bekommen würde. Fragen über Fragen, wie wird sich das alles auswirken? Es war ein Krieg ohne Waffen. Lockdown im 21. Jahrhundert mit dem hat die Menschheit nicht gerechnet, ein Absturz ins Bodenlose? Aber es gab auch einen Hoffnungsschimmer! Wir leben Gott sei Dank schon im digitalen Zeitalter und dies hat vieles entschärft.
Die Kreativen ließen sich von dem Corona-Virus nicht unterkriegen und erfanden sich NEU und ließen ihre Ideen in die digitale Welt einfließen. So wie zB Susanne Seiml, als Musicaldarstellerin entwickelte sie in der Corona-Krise einen unterhaltsamen Kochkanal „Natürliche Süssi“, so nennt sie sich, sie ernährt sich seit drei Jahren zuckerfrei und überrascht mit viel Selbstironie und Kreativität. Süssi Koch- und Backworkshops kann man auch buchen und vielleicht wird man auch mit einer kleinen musikalischen Kostprobe überrascht. www.natürlichesüssi.at
LINOSSIARTSTORY: Wie ich aus Ihrem Lebenslauf entnehmen konnte sind Sie Sängerin, Schauspielerin/Musicaldarstellerin. Geboren in Linz und leben zwischen München und Wien? Wie Sie sich selbst beschreiben „…Bühnendarstellerin mit Leib und Seele“. Wie war Ihre Reaktion, als Sie von dem Corona-Lockdown erfuhren und auf einmal alles Stillstand?
SEIMEL: Zuerst konnte ich es einfach nicht fassen. Es war so unglaublich, dass man plötzlich unverschuldet ein Berufsverbot erteilt bekommt. Dann kam etwas Wut und danach erst mal nichts.
LINOSSIARTSTORY: Warum kamen Sie ausgerechnet auf den Kochkanal „Natürliche Süssi“? Dachten Sie, alle müssen nun zu Hause bleiben und Essen ist immer gut für „Leib und Seele“? Erzählen Sie uns, was Sie dazu veranlasst hat.
SEIMEL: Ich koche und backe gerne. Und da ich schon seit einigen Jahren ohne Industriezucker lebe, wollte ich erst mal die Zeit nutzen, um für mich etwas herum zu experimentieren. Dann kam mir eines Nachts die Idee, diese mit der Welt zu teilen. Zum Thema Backen mit Früchten gibt es nicht allzu viel Auswahl, so dachte ich mir, vielleicht bin ich nicht alleine auf der Suche nach passenden zuckerfreien Rezepten und da mir die Bühne fehlte, wurde YouTube zum Theater-Ersatz.
LINOSSIARTSTORY: Die KünstlerInnen in Österreich wurden von der Bundesregierung mehr oder minder im Stich gelassen, was Unterstützung betraf. Mag. Ulrike Lunacek, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, hat versagt und bis Mag.a Andrea Mayer als neue Staatssekretärin installiert wurde, ist schon viel den Bach hin unter geflossen. Lt. Bundesgesetzblatt waren die Kunst und Kultur hinter der Prostitution gereiht. Es wurde bewusst, einen Bundeskanzler und Vizekanzler interessiert Kunst und Kultur so gut wie gar nicht (dieses Dilemma gibt es schon seit 20 Jahren, durch die Corona-Krise ist es jetzt erst so richtig sichtbar geworden) Wie sahen oder sehen Sie diese Problematik
SEIMEL: Die Künstler in Österreich waren schon vor Corona auf sich Alleine gestellt. Wir sind keine richtigen Angestellten und keine echten Selbstständigen. Es war immer schon schwierig sich da durch den Versicherungs-, Steuer- und Organisationsdschungel zu kämpfen. Corona hat diese Problematik noch verschärft und an die Oberfläche gebracht. Dieses politische Schauspiel auf Kosten der Kultur hat mich sehr ernüchtert, enttäuscht und ein unverblümtes Bild über den Stellenwert meiner Branche offenbart. Es ist einfach traurig, ich und meine Kollegen hoffen nun sehr auf Taten von Mag. Andrea Mayer.
LINOSSIARTSTORY: Nun seit gut einem Monat wird die Wirtschaft und schön langsam auch die Kunst wieder hochgefahren. Wobei die Kunst wieder einmal als letztes Glied in dieser Kette ist. Wie sieht ihr nächstes Arrangement aus? Gibt es überhaupt eines?
SEIMEL: Alles wurde bis in den Herbst hinein abgesagt. So schnell kann dies auch nicht wieder hochgefahren werden, viele kleine Theater werden weiterhin im Stich gelassen und die Politik gibt das komplette Corona-Risiko an die Veranstalter ab. Dies bedeutet, dass es mindestens bis September keine Engagements geben wird. Wie es im Herbst weitergeht, steht in den Sternen. Es gibt Angebote von ‚vor Corona‘, aber viele Theater warten nun noch ab und so kann ich nur hoffen, dass sich bald alles zum Positiven wenden wird.
LINOSSIARTSTORY: Meine Leser würden auch interessieren; Wie fanden Sie zur Kunst, was stand am Anfang Ihrer Berufung als Künstlerin?
SEIMEL: Als ich 6 Jahre alte war, besuchte ich mit meinen Eltern das Musical Cats in Wien und an diesem Abend wusste ich, dass ich auch auf der Bühne stehen möchte. Es gab ab diesem Zeitpunkt keinen Plan B für mich und so habe ich damals angefangen Unterricht zu nehmen und alles daran gesetzt meinen Traum zu verwirklichen.
LINOSSIARTSTORY: Wie sehen Sie Ihr weiteres künstlerisches Schaffen, wohin geht die Reise?
SEIMEL: Es wird weitergehen, es wird was kommen und ich weiß, dass ich bald wieder auf einer Bühne stehen werde. Ich bin ein positiver Mensch und glaube fest daran, dass der erste Probentag kommen wird. Und ich freue mich jetzt schon sehr darauf!
LINOSSIARTSTORY: Welche persönlichen Ziele haben Sie?
SEIMEL: Ich möchte dieses Leben so gut als möglich nutzen, glücklich sein, liebe Menschen um mich haben, Dinge tun, die mir wichtig sind, mir jeden Tag in den Spiegel schauen können und stolz darauf sein wen ich da sehe. Immer wieder hinterfragen, ausloten und keine Angst davor haben neue Wege zu gehen. Das ist mein Lebensziel und wie das dann genau aussieht, tja, da lasse ich mich selbst überraschen. Bisher wurde es auf jeden Fall noch nie langweilig bei mir.
LINOSSIARTSTORY: Mit welchen drei Worten würden sie sich beschreiben?
SEIMEL: Reflektiert, bodenständig und verrückt
LINOSSIARTSTORY: Welche Bedeutung hat für Sie Status, Prestige, Anerkennung und Erfolg?
SEIMEL: Status und Prestige spielen in meinem Leben keine Rolle. Über Anerkennung und Erfolg freue ich mich, weil es ein Zeichen dafür ist, dass ich irgendwas richtig gemacht haben muss und darauf kann man stolz sein.
Danke für das nette Gespräch und die Einblicke in Ihr künstlerisches Leben. Alles Gute für die Zukunft!
LINZ UND DAS OK OÖ KULTURQUATIER schauen nach Vorne und erfinden sich NEU, den die Kunst kennt keinen Stillstand!
Michael Kienzer, Abhängen, 2010 / 2020 Foto: Otto Saxinger Chillen
Linz ist bekannt für seinen HÖHENRAUSCH. Der letzte Höhenrausch war 2018, im Vorjahr war es der SINNESRAUSCH. (Es rauschte über den Dächern von Linz) Heuer hätte der HÖHENRAUSCH wieder stattfinden sollen, jedoch der berühmte VIRUS CORONA hat weltweit allen einen Strich durch die Rechnung gemacht und in der Pandemie waren wir alle verdammt, endlich mal zu sich zu kommen. Gesellschaftlich, wirtschaftlich und natürlich auch im künstlerischen Bereich.
Der HÖHENRAUSCH kommt wieder, aber ein Jahr später. Der Corona Virus konnte die moderne Kulturhauptstadt Linz nicht aus der Bahn werfen, nein, man blickt mit Zuversicht nach Vorne und das ist herausgekommen: (Auszug aus dem Pressetext)
User comments / Wolfgang Dorninger, Kuckuck chipt’s laut aus …, 2020 Foto: Fadi Dorninger
„Das Höhenrausch-Dach wird zum Wolkenkuckucksheim – einem künstlerischen Sehnsuchtsort nach antikem Vorbild. Den Besucher*innen bietet sich ein sinnliches Erlebnis mit Augenzwinkern – zwischen Himmel und Erde, zwischen Realität und Phantasie. Flanieren, Nachdenken, Entspannen, die Verwandlungsfähigkeit der Kunst mit Fernblick genießen und Abstand zum Gewohnten gewinnen, um in Corona-Zeiten wieder zu sich selbst zu kommen.
Täglich von 16.00 bis 23.00 Uhr können die Gäste in Hängematten chillen, die Seele lüften, auf dem Passage Dach spazieren und dabei den Geräuschen der New Yorks lauschen, das fliegende Schiff auf dem Höhenrausch-Turm besuchen, im Kirschgarten wandeln oder einfach nur in der Springinkerl-Bar auf der raiffeisen kunst garage abhängen. Kunstfilme, die man nur selten im Kino sieht, werden abends auf der großen Open Air Leinwand im voestalpine open space gespielt. Bildgewaltig, aber ohne konventionelle „Geschichte“ zeigen sie Ausschnitte unserer Wirklichkeit oder schaffen aus gefundenem Material Neues.In Kooperation mit dem Stifterhaus finden jeden Freitag Luftschlosslesungen junger Autor*innen statt.
Clemens Bauder & Gregor Graf, Zur schönen Aussicht, 2017 Foto:Clemens Bauder/Gregor Graf
Eröffnet wird das chillige Projekt ab 3. Juli 2020 und dauert bis 15. September 2020. Wir dürfen gespannt sein, wie das Chillen im Abstand von 1,5 m sein wird und das über den Dächern von Linz. Ich werde mir auf alle Fälle die Vorbesichtigung (für Presse und Medien) ansehen und werde darüber ausführlich berichten. Bis dahin heißt es noch: „Bitte warten…“
100 Jahre Salzburger Festspiele • 1. – 30. August 2020
Nun ist die Katze aus dem Sack. Die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler und Landeshauptmann Dr. Haslauer atmen erleichtert auf und freuen sich, dass die Salzburger Festspiele doch noch stattfinden dürfen.
Allerdings gibt es hier aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen hohe Auflagen und sie dürfen auch nur in gekürzter Form stattfinden.
Dazu Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Wir sind sehr erleichtert, dass durch diese Verordnung mehr Klarheit für alle Kulturveranstalter geschaffen wurde. Das macht Festspiele, die künstlerisch und wirtschaftlich Motor unserer Region sind, doch möglich. Das gibt aber glücklicherweise auch den vielen kleineren Initiativen eine Chance, die die kulturelle Vielfalt unseres Bundeslandes ausmachen.“
Nun wie wird sich das Programm zusammensetzen? Wie viele Aufführungen will man durchboxen? Hier ein kleiner Querschnitt: Das Jubiläumsprogramm kann 2020 nicht verwirklicht werden, aber man ist versucht, ein künstlerisch sinnvolles und wirtschaftlich vertretbares Programm zu realisieren. Alle Produktionen des Jubiläumsprogramm, die 2020 nicht zur Aufführung kommen, sollen 2021 gezeigt werden. Das 100 Jahr Jubiläumsprogramm soll mit der Eröffnung der Landesausstellung Ende Juli 2020 beginnen und erst im Jahr 2021 mit August enden.
Wäre Corona nicht dazwischengekommen, wären 200 Vorstellungen an 44 Tagen an 16 Spielstätten geplant gewesen. Nun wird es „nur“ 90 Vorstellungen an 30 Tagen auf höchstens 6 Spielstätten geben. Wie dieses Programm aussehen wird, wie man es trotz hoher Auflagen umsetzen wird, man darf gespannt sein. Anfang Juni 2020 wird die Umsetzung bzw. das Programm vom Intendant Markus Hinterhäuser im Detail vorgestellt.
Fragen werden aber weiterhin aufgeworfen. Wie viele Gäste können aus dem Ausland überhaupt anreisen und wollen sie anreisen? Durch das modifizierte Programm mit völlig neuen Terminen und einer deutlich reduzierten Anzahl an Vorstellungen zwingt die Festspiele nun zur Rückabwicklung des gesamten Verkaufs (180.000 Karten im Wert von 24,5 Mio. Euro wurden bisher bereits verkauft) Bei der Vergabe der neuen Karten, werden natürlich jene Vorrang haben, die ursprünglich bereits Karten besaßen. Das heißt? Salzburger Kartenkäufer werden sich wahrscheinlich spärlich darunter befinden.
Auf alle Fälle war es ein Schachzug der Festspielpräsidentin, die sich aufgrund Corona nochmals ein Denkmal setzen konnte. (Ursprünglich wäre sie 2020 mit Ende der Festspiele zurückgetreten, jetzt verlängert sich der Rücktritt um 1 Jahr)
Bleiben wir am Ball, es könnte doch noch spannend werden!
…sie finden nicht statt, sie finden statt, dieses Spielchen dürfte sich noch bis Juni 2020 durchziehen.
Heuer würden die Salzburger Festspiele, dass 100jährige Jubiläum feiern, Corona hat aber anders entschieden. Jedoch Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) will die Salzburger Festspiele auf alle Fälle im August – zwar in einer deutlich abgespeckten Form – trotzdem stattfinden lassen. „Jedermann“ muss auf alle Fälle am Programm stehen, so seine Ansage. Eines ist jedoch sicher, das geplante große Programm zum 100-Jahr-Jubiläum muss auf 2021 verschoben werden.
Das Direktorium der Salzburger Festspiele, Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser und Kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz, werden Stellung nehmen, wenn es ab Juni schrittweise zu maßgeblichen Lockerungen der Vorschriften für Kulturveranstaltungen kommen sollte.
Was allerdings möglich sein wird, kann erst nach Vorliegen der Verordnung ausgelotet werden. Denn das Sprichwort „Der Teufel steckt im Detail“ trifft auf die jetzige Situation besonders zu. Es muss insbesondere geklärt werden, unter welchen Bedingungen szenische Proben und Auftritte von Orchestern und Chören, Sängern und Schauspielern ermöglicht werden.
Auf alle Fälle – wenn die Festspiele stattfinden sollten – wird es ein neu zusammengestelltes Programm für den Sommer geben und dieses Programm soll im Juni 2020 veröffentlicht werden.
„Die Bregenzer Festspiele“ wurden abgesagt. (Obwohl dies auch ein großer Wirtschaftsfaktor für das „Ländle“ ist. Aber das Argument vom Festspielpräsident Hans-Peter Metzler, mit 1.000 Besuchern – die erlaubt wären – sei dies keine Perspektive für die Festspiele, da die Seebühne für 7.000 Besucher konzipiert ist.
Wenn man die „Jedermann Bühne“ in Salzburg betrachtet, ist diese auch für 2000 Besucher konzipiert und bei diesen Abstandsregelungen würden ca. nur 500 Besucher Platz finden. Für mich stellt sich des Weiteren auch die Frage: „Werden Gäste auch aus dem Ausland anreisen wollen?“ Wenn Corona in Österreich auch eingedämmt ist, der Virus (weltweit) bleibt vorhanden.
Salzburg ist anders und so findet das Direktorium den Schritt richtig, die Festspiele vorzeitig nicht abgesagt zu haben und den 30. Mai 2020 als Zielpunkt für die Entscheidung zu treffen. Es geht hier nicht nur um die Festspiele, sondern im Hintergrund auch um den Wirtschaftsfaktor Tourismus. Salzburg lebt vom Tourismus und den Salzburger Festspielen. Wenn es auch heißt „Die Festspiele sind guten Mutes, dass sie trotz Corona für die Kraft der Kunst auch in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen können“.
Arbeiten aus der Serie „Face in the Water“ Wasser ist Leben, eines unserer wichtigsten Elemente, ohne Wasser kein Leben. Wasser kann aber auch Spuren verwischen!
Vor 100 Jahren wurden die Salzburger Festspiele (1920) in einer ebenso schwierigen Zeit gegründet (100 Jahre später Ausbruch des Corona-Virus in Form einer Pandemie) Dann im Jahr 1945 nach dem zweiten Weltkrieg, wo so ziemlich alles zerstört wurde, wurden die Salzburger Festspiele als Ziel des Friedens, trotz aller Schwierigkeiten aufgeführt. Im Jubiläumsjahr 2020 hat das Corona-Virus und die Pandemie alles zum Shutdown geführt und man ist sich nicht sicher, ob die Salzburger Festspiele heuer zum Jubiläumsjahr überhaupt durchgeführt werden können. Der Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, will jedoch die Festspiele, wenn auch in einer abgespeckten Form durchziehen. Er ist der Meinung, „diese Festspiele sind unsere DNA und somit ein Stück unserer Identität“. Ende Mai 2020 fällt die Entscheidung!
Abgesehen davon, ist im Anton Pustet Verlag zur 100 Jahrfeier der Salzburger Festspiele ein Buch mit dem Titel „FESTSPIEL DIALOG“ erschienen.
Uni Prof DDr. Michael Fischer war glühender Europäer und Kunstmensch und sein Engagement für die Festspiele war integraler Bestandteil seines Lebens. Im Frühjahr 1993 wurde von DDr. Michael Fischer und Gerhard Mortier die Idee geboren, einen Festspiel-Dialog als Kommunikationsangebot in der Mitte der Festspiele zu verankern. 20 Jahre lang haben Künstler, Philosophen, Musikwissenschafter, Soziologen, Kulturjournalisten, Naturwissenschaftler Dialoge mit dem Publikum geführt. Es waren 20 Jahre lang wissenschaftliche Auseinandersetzungen und Inspirationsquellen für hunderte von Zuhörerinnen während der Salzburger Festspiele.
DDr. Fischer wollte diesbezüglich immer schon einen Band aus diesen Dialogen herstellen, doch dazu kam es leider nicht mehr, DDr. Fischer verstarb 2014.
Um den Band doch noch zu realisieren, nahm seine Frau Ilse Fischer die Sache in Angriff und in Zusammenarbeit mit der Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler ist dieser wunderbare Band entstanden.
Ein passender Band zur 100 Jahr Jubiläumsfeier der Salzburger Festspiele – ob sie nun stattfinden oder nicht – ist ein Werk, dass für Kulturinteressierte, die Literatur, Musik und Theater schätzen, von Wert sein kann.
Bei den ersten Dialogen stellten DDr. Fischer und Mortier die provokante Frage: „Warum Utopien, die scheitern?“ oder eine weitere Dialog Frage „Festspiele – Trendsetter oder Traditionshüter“?
Erschienen ist der Band im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0974-3
Dieser Band, präsentiert eine Sammlung spannender Beiträge aus 20 Jahren Festspiel-Dialoge. Beiträge u.a. von Aleida und Jan Assmann, Karl Heinz Bohrer, Elisabeth Bronfen, Massimo Cacciari, Antonia Eder, Michael Fischer, Volker Gerhardt, Eric. J. Hobsbawm, Rolf Hochhuth, Konrad Paul Liessmann, Wolf Lepenies und Birgit Recki
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