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Über Christa Linossi

Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren. Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche. Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.

Contemporary Arts – KUNSTFESTIVAL PERSPEKTIVEN ATTERSEE

Dem Ort Attersee sowie der gesamten Region in Oberösterreich werden wieder inspirierende Impulse eingehaucht. Im Sommer 1900 entdeckte auch Gustav Klimt den Attersee als Refugium für die Sommerfrische, wo einige seiner berühmten Werke zustande kamen.

An diesem schönen See und der schönen Landschaft findet heuer zum 11. Mal das Kunstfestival Attersee dem gleichnamigen Ort Attersee statt.

© MONOCOLOR
Fotocredits: MONOCOLOR

2020 war ein kulturelles Tief. Aufgrund der Pandemie konnten keine Veranstaltungen stattfinden. 2021 entstehen neue Perspektiven und somit kann heuer das Festival zum 11. Mal über die Bühne gehen. Für den Ort Attersee und der gesamten Region sind es inspirierende Impulse aus der Welt der zeitgenössischen Kunst.

Eröffnet wird das Kunstfestival am 10. Juli 2021 mit der Vernissage MONOCOLOR Ausstellung und Performance. Der Künstler MONOCOLOR alias Marian Essl stellt zu seiner Arbeit eine Wechselbeziehung zwischen Klang, Bild und Raum mit dem Ziel, höchst immersive audiovisuelle Universen zu schaffen. MONOCOLOR bespielte mit seiner Videoarbeit Isomorph im Juni 2018, bereits die Fassade des „ALIEN“ KUNSTHAUS GRAZ.

© MONOCOLOR
Fotocredits: MONOCOLOR

Des Weiteren bietet das Kunstfestival, welches vom 10.07.2021 – 07.08.2021 bespielt wird, eine Vielfalt an zeitgenössischer Kunst. Zum Beispiel wird in dem einstigen Verkaufsraum der alten Dorffleischerei (Kaufhaus Baresch) mit einem Mode-Atelier Leben eingehaucht und in den Schaufenstern gibt es zeitgenössische Kunst zu sehen.

© moto djali
Fotocredits: Elsa Okazaki

Zur Eröffnung wird es auch zwei Konzerte in der Pfarrkirche Maria Attersee geben. Das eine ist ein Bajan Solokonzert mit Michael Wiesinger der sein Studium bei Prof. Grzegorz Stopa an der Hochschule für Musik in Detmold, Deutschland studierte und Dino Spiluttini zeitgenössisches Elektronikkonzert zum Besten geben wird. Dino Spiluttini ist Komponist und Produzent in Wien. Seine ausdrucksstarke Herangehensweise an zeitgenössischer Elektronik reagiert auf eine prekäre emotionale Dynamik und elegante Harmonie.

Fotocredits: Stephan Wiesinger
Fotocredits: Tine Marie Spiluttini

Leon Höllhummer wird eine Performance mit dem Titel „feat.Puke Puddle“ in der Atterseehalle zeigen. Er war Heilmasseur und hat in Form von visionsartigen „Bildern“ aus seiner Therapiesessions seine künstlerische Praxis entwickelt.

Weitere Veranstaltungen im Laufe des Festivals finden im Haus Bauer, sowie Gegner.Haus (das GEGNER.HAUS ist ein Leerstand in Abtsdorf am Attersee. Ein ehemaliger Gasthof und wird seit 2019 vom Künstler Thomas Gegner bewohnt. Seit 2020 finden hier regelmäßig Ausstellungen von Künstlern und Künstlerinnen aus Oberösterreich statt.) statt und im öffentlichen Freibad Sprinzensteinpark wird ein Freilichtkino eingerichtet, wo jeweils zwei Kurzfilme zu sehen sind. „A Proposal to project in Scope“ ein Film von Viktoria Schmid und “Die rote Schildkröte” von Michael Dudok.

Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Besuchen Sie die Region Attersee und genießen Sie gleichzeitig zeitgenössische Kunst.

Über.morgen Salzburg

Projekt des Kollektivs theaternyx* im Zusammenhang Sommerszene Salzburg Performing Arts Festival

SommerSzene2021-theaternyx@SommerSzene_BernhardMueller_
SommerSzene2021-theaternyx@SommerSzene_BernhardMueller_

„wir können nie genau wissen, was als nächstes passieren wird. Das liegt an uns. Die Zukunft ist nie ganz festgelegt, es gibt immer einen Spielraum, den kannst du gestalten“. (Claudia Seigmann theaternyx*)

SommerSzene2021-theaternyx@ Christa Linossi

Claudia Seigmann ist künstlerische Leiterin von theaternyx* und produziert seit knapp zwanzig Jahren zeitgenössisches Theater in Wien, Linz und Salzburg. Sie arbeitet multi-disziplinär im Schnittfeld von Theater, Performance und sozialer Praxis. Schauplatz für ihre Arbeiten sind primär der Stadtraum. So auch das Projekt für die Sommerszene Salzburg.

SommerSzene2021-theaternyx@ Foto: Christa Linossi

Als Stadtspiel nennt man die Performance „über. morgen Salzburg“, welches extra für Salzburg konzeptioniert wurde. Hier begegnen die Besucher*innen auf einem Audio Walk einem utopischen Salzburg im Jahr 2050 samt deren Einwohner*innen. Via Kopfhörer von einer Erzählstimme geleitet, hören und sehen sie den urbanen Raum, wie sie ihn noch nicht erlebt haben. Man muss sich auf Fälle öffnen für den Soundtrack der zukünftigen Stadt und sie befinden sich tatsächlich im Jahr 2050, es gibt Rückblicke wie war es vor 30 Jahren und wie es jetzt im Jahr 2050. Vieles wird sich ändern, wir werden eine andere Mobilität haben, die Städte werden grüner werden, die Gesellschaft an sich wird sich ändern. Ein Stadtspiel das auch zum Nachdenken anregt. Die „Zeitzeug*innen der Zukunft“ greifen entlang der Strecke – sie führt über vereinzelte Stadtteile, incl. einer Busfahrt – ortsspezifisch verankerte Themen auf, wie zum Beispiel: die Post-Arbeitsgesellschaft, ihre sozial-ökologische Absicherung, das bedingungslose Grundeinkommen, das zukünftige städtische Mobilitätsnetzwerk, Möglichkeiten lokaler demokratischer Teilhabe usw.

SommerSzene2021-theaternyx@ Foto: Christa Linossi

Interessant bei diesem Walk-city game war zu beobachten, wie verhalten sich die Menschen, die nicht an dem Walk-city game teilnahmen? Sehr interessant, vielen Personen konnten damit nichts anfangen, sie dachten eher an eine Reisegruppe (zurzeit sehr ungewöhnlich aufgrund der Pandemie) die durch die Stadt marschiert. Bei manchen rief es ein Schmunzeln hervor, als die Gruppe am Straßenrand aufgefädelt stand oder vor einer großen Auslagenscheibe ebenfalls in einer Reihe. Rätsel über Rätsel, aber es wagte keine Person sich zu fragen, was hier vorging.

SommerSzene2021-theaternyx@ Foto: Christa Linossi

„Um die Zukunft zu denken, brauchen wir Bilder, wie sie gelingen könnte. Der Audio Walk ist dafür ein Utopie Training.“ Theaternyx* und wird auch weiterentwickelt werden und in anderen Städten präsentiert, so Claudia Seigmann.

SommerSzene2021-theaternyx@ Foto: Christa Linossi

Ich empfehle, lassen Sie sich auf dieses Stadtspiel ein. Es besteht noch die Möglichkeit zu folgenden Terminen: 22., 23. & 24. Juni 2021

https://www.szene-salzburg.net/programm/theaternyx/210622-1800

„JEDERMANN“ in Neubesetzung!

Salzburger Festspiele vom 17.Juli 2021 – 31.August 2021

Salzburger Festspiele Altenberger_Eidinger_Foto: by_sf_anne-zeuner

Tobias Moretti, verließ nach vier Saisonen, die Titelrolle von Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Insgesamt stand Tobias Moretti 94-mal im „Jedermann“ der Salzburger Festspiele auf der Bühne.

Zeit aufzubrechen und die Rolle des „Jedermanns“ einem anderen Schauspieler zu überlassen. Lange wurde gerätselt wer dies übernehmen könnte. Für lange Zeit war auch Philipp Hochmair im Gespräch, 2018 sprang er doch bei den Salzburger Festspielen fünfmal für den erkrankten „Jedermann“ Tobias Moretti ein.

Dann wurde das Geheimnis gelüftet und mit Lars Eidinger als „Jedermann“ beginnt nun eine neue Zeitrechnung von Hugo von Hofmannsthals gleichnamigen Drama auf dem Salzburger Domplatz. Neu ist auch die Buhlschaft, es ist Verena Altenberger, bekannt geworden im Film „Die beste aller Welten“ von Adrian Goigingers Film, in dem sie vielfach ausgezeichnet wurde.

Salzburger Festspiele Lars Eidinger_Foto: by_sf_anne-zeuner

Mit einem Blitzlichtgewitter wurden am Montag, 14.06.2021 „Jedermann“ Lars Eidinger und die „Buhlschaft“ Verena Altenberger in Salzburg empfangen und von Regisseur Michael Sturminger und Schauspielleiterin Bettiny Hering zusammen mit dem Direktorium der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser und Lukas Crepaz, als das neue Traumpaar auf der Presseterrasse präsentiert.

Verena Altenberger, die für ein Filmprojekt ihre Haarpracht fallen lassen musste, hat zurzeit ganz kurze Haare. Warum sollte man in unserer modernen Gesellschaft nicht auch einmal eine Buhlschaft mit kurzen Haaren darstellen. Muss es immer blond und wallend sein?

Salzburger Festspiele Verena Altenberger Foto: by_sf_anne-zeuner _

Mit Spannung blicken wir in Richtung „Jedermann“ 2021.

JANET CARDIFF – The Forty Part Motet

SommerSzene2021-JanetCardiff@SommerSzene_BernhardMueller

Die Sommerszene Salzburg ist in Bewegung und mit einem weiteren interessanten Projekt, nämlich mit der Installation „The Forty Part Motet“ in der Kollegienkirche – einer der schönsten Kirchen in Salzburg – kann die Szene damit punkten.

SommerSzene2021-JanetCardiff@SommerSzene_BernhardMueller

Die kanadische Künstlerin Janet Cardiff hat mit ihrem international gefeierten Projekt „The Forty Part Motet“ eine poetische Klanginstallation geschaffen.

Die Sommerszene präsentiert dieses Hörerlebnis im sakralen Raum der Kollegienkirche. Die Grundlage der Installation bildet ein vierzigstimmiges Chorstück, das aus vierzig Lautsprechern, die kreisförmig angeordnet sind, abgespielt wird.

Janet Cardiff hat die Stimmen der Motette Spem in Alium des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis einzeln aufgenommen und die Lautsprecher in der Kirche wurden so im Raum platziert, dass die Besucher*innen sich zwischen den einzelnen Stimmen bewegen können oder man sich auch in der Mitte der Lautsprecher setzen und so den Chorgesang als gesamtes Wahrnehmen.

SommerSzene2021-JanetCardiff@SommerSzene_BernhardMueller

Die Kollegienkirche ist ein absoluter Klangraum und somit entsteht für das Publikum wieder ein virtueller archektonischer Klangraum, der die Besucher*innen emotional überwältigt und sich gehen lässt.

Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen.

Der Eintritt ist frei und kann bis zum 25. Juni 2021 von 10:00 – 19:00 besucht werden.

https://www.szene-salzburg.net/programm

CieLAROQUE/helene weinzierl

Rhythmus und Rausch

SommerSzene2021-CielLaroque@SommerSzene_Foto: BernhardMueller

SommerSzene2021-CielLaroque@SommerSzene_Foto: Christa Linossi

Die Sommerszene 2021 wurde am 8. Juni 2021 in Salzburg eröffnet und bietet heuer neben hochkarätigen Produktionen der zeitgenössischen Tanz- und Performance-Szene eine Reihe von spannenden interaktiven und virtuellen Projekten an.

Ich besuchte am 9.6.2021 auf der Skulpturenterrasse des Museums der Moderne Mönchsberg die Sommerszene 2021 Arts Festival mit der Aufführung CieLAROQUE. RHYTHMUS UND RAUSCH.  Als choreographischer Schauplatz wurde erstmalig die Skulpturenterrasse verwendet und hat somit das Ganze bereichert. Für die neue Inszenierung zeichnet sich die Salzburgerin Helene Weinzierl und ihr 11-köpfiges Ensemble CieLAROQUE. RHYTHMUS UND RAUSCH. Für die elektronische Musik ist Oliver Storz zuständig, der schon seit Jahren die Musik für die Company komponiert und sich dafür verantwortlich zeichnet. CieLAROQUE. RHYTHMUS UND RAUSCH ist ein Stück in mehreren Blöcken, welches in 3 Jahren entstanden ist.

SommerSzene2021-CielLaroque@SommerSzene_Foto: Christa Linossi

Worum geht es hier in dieser Tanzszene? Helene Weinzierl untersucht die Frage in Rhythmus und Rausch, inwieweit zwischenmenschliche Nähe beziehungsweise die Reproduktion körperlicher Distanz, in einem performativen Setting Intimität schafft oder ob sich dadurch der Abstand zwischen Darsteller*innen und Publikum vergrößert?Diese Frage drängte sich gerade in der Pandemie auf, welche Formen zwischenmenschlicher Nähe in unserer Gesellschaft überhaupt möglich ist.

SommerSzene2021-CielLaroque@SommerSzene_Foto: Christa Linossi

Die Tänzer*innen bewegten sich nach „Electro-Music“ und versuchten eine Annäherung zwischen dem Publikum und ihnen. Teilweise war man als Besucher*in überfordert. Die Tänzer*innen kamen direkt auf einem zu und sprachen zu dir und wie reagierte man darauf? Man ist plötzlich überrascht und versucht die Frage zu beantworten. Somit näherten sich die Tänzer*innen sehr wohl dem Publikum, sie saßen auch teilweise unter dem Publikum, wo man nicht genau wusste, Performer oder Besucher?

Auf alle Fälle schafften die Performer*innen eine interaktive, partizipative Puzzlelandschaft, die sich im Laufe der Aufführung zu einem Chaos, einem energetischen Sog in ununterbrochener Bewegung voller körperlicher Intensität entwickelte.

SommerSzene2021-CielLaroque@SommerSzene_Foto: Christa Linossi

Interessant an dieser Performance ist, die Aussage der Körpersprache. Zeitgenössischer Tanz und Electro-Music ist sicherlich nicht jedermanns Sache, diese Aufführung jedoch war spannend, chaotisch und explosiv durch die Musik und ihren Bewegungen. Für diese Performance Art hätte es kein schöneres Ambiente wie die Skulpturenterrasse geben können.

Statement von Helene Weinzierl: „Ich denke, dass es Aufgabe der Kunst ist, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Ursachen aufzuspüren und den Status quo darzustellen. Wobei ich es vorziehe, den Zuseher*innen zu zeigen, was aus meiner Sicht ist. Über das Warum? Und Was dann? Und die anderen Fragen, die sich dann hoffentlich aufdrängen, nachzudenken, überlasse ich den Zuseher*innen.“ 

Lost Money/Handful KÜNSTLERGRUPPE –– SUPERFLEX 

Kunsthaus Graz 23.08.2020–20.03.2022

SUPERFLEX, Lost Money / Handful, 2020 Foto: Kunsthaus Graz/Martin Grabner

SUPERFLEX wurde 1993 von Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen in Kopenhagen gegründet. Ihre Projekte haben einen starken Bezug zu sozialem Engagement, alternativen Ökonomien und Selbstorganisation

Die dänische Künstlergruppe SUPERFLEX setzte in Graz und am Kunsthaus Graz in insgesamt fünf Jahren mehrere Projekte um. Den Auftakt machte „C.R.E.A.M.“ 2017, der Fetisch-Bankomat im Herzen des Kunsthaus-Foyers. 2018 realisierte SUPERFLEX in Graz „Free Shop “und 2019 „Number of Visitors”. „Lost Money/Handful“ wurde bereits 2020 eröffnet, jedoch kam es 2021 zu einem Vandalismus Schaden.

Das Kunstprojekt LOST MONEY/HANDFUL von SUPERFLEX ist Teil des Fünfjahresplans, den die Künstlergruppe für das Kunsthaus Graz entworfen hat. Die Installation wurde am Boden des Kunsthaus-Vorplatzes und im Inneren des Foyers Euro-Münzen verteilt und befestigt. Für Lost Money/Handful werden Münzen jeweils entsprechend der lokalen Währung ausgewählt und am Boden angebracht. Die Münzen verlocken dazu, stehenzubleiben und das vermeintlich verlorene Geld mitzunehmen. Sie sind allerdings fest in den Boden geschraubt und lassen sich nicht aufheben. So die Theorie.

SUPERFLEX, Lost Money / kunsthausgrazFoto: martingrabner_

Jedoch in der Praxis bewiesen Unbekannte bereits kurz nach der Montage das Gegenteil. Gewaltsam entfernten sie über Nacht drei der vier Münzen, die vor dem Kunsthaus installiert waren. Nur eine ließen sie deutlich beschädigt zurück. Nicht nur die Täter*innen, auch die Motive sind unbekannt. Da es sich um einen sehr niedrigen Geldbetrag (Münzen im Wert von 2 €, 1 €, 50 c und 5 c) handelt und die Münzen nach der Entfernung unbrauchbar gewesen sein müssen, vermutet SUPERFLEX, dass es sich dabei eher Vandalismus als um Diebstahl handelte.

Die jetzt wieder vollständige Installation LOST MONEY/HANDFUL ist Teil des Fünfjahresplans, den die Künstlergruppe für das Kunsthaus Graz entworfen hat und der ab 26.11.2021 mit der Ausstellung Sometimes As A Fog, Sometimes As A Tsunami seinen Abschluss findet.

Die Künstler nehmen den Konflikt als eine Form der Interaktion an und begrüßen diese Gelegenheit, um einige Fragen aufzuwerfen: Ist dieser Akt eine Kritik an Symbolen des Kapitalismus und der ökonomischen Ungleichheit? Ist es eine Kritik an der EU, die auf den Prinzipien des freien Marktes basiert? Oder ist es eine Kritik an der Kunst als Eventfaktor?

Auf jeden Fall zeigt die Aktion die beeindruckende Wirkung des Werkes. „Der Akt kann als Gesprächsanbahnung zu einer Reihe von Themen über Ökonomie, Kunst und natürlich SUPERFLEX selbst dienen“, finden die Künstler.

www.kunsthausgraz.at

Caught in the Illusion

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions ..

Caught in the Illusion. We have a goal, this goal seems distant
and becomes an Illusion again

NEUGESTALTETE PANORAMA-TOUR Festung Hohensalzburg

Wen die Salzburger Burgen und Schlösser Betriebsführung zur Pressekonferenz ruft, dann gibt es Neuigkeiten.

In der Corona-Zeit war es auf der Festung Hohensalzburg in ihrer 1.000-jährigen Geschichte so ruhig wie noch nie. Die Salzburger Burgen und Schlösser (SBSB) haben die Pause genützt und in den Türmen und Wehrgängen des Salzburger Wahrzeichens mit Hochdruck gearbeitet, um den beliebten Rundgang durch Salzmagazin, Reckturm und Wehrgänge neu zu gestalten.

Die Festung Hohensalzburg präsentiert nun die Panorama-Tour in neuem Licht.


Video von Salzburger Burgen und Schlösser

Zu den Highlights der Panorama-Tour zählt ein großes Salzmodell der Altstadt und eine ausgeklügelte Spieluhr, mit dem Besucher den Salzburger Stier zum Erklingen bringen können.

Die Panorama-Tour wurde von über eine Million Menschen besucht (in Nicht Corona-Jahren). Hier zog es die Besucher auch auf den Reckturm, der mit seiner Aussichtsplattform zu den Highlights des Wahrzeichens gehört. Nun wurde der Rundgang neu konzipiert und mit viel Liebe zum Detail modernisiert. Die Panorama-Tour führt vom Salzmagazin über das Verlies auf die Aussichtsplattform des Reckturms. Von dort folgen die Besucher dem Wehrgang bis zum berühmten Salzburger Stier.

Es ist ein abwechslungsreicher Streifzug durch die Geschichte Salzburgs. Bei der Umsetzung arbeitete das Team der SBSB mit der Kölner Szenografin Stephanie Fähnrich zusammen. Fähnrich hat sich darauf spezialisiert, historische Räume und Fakten auf Spannende und unterhaltsame Weise zu inszenieren. Es gibt neben dem prachtvollen Ausblick auf Salzburg auch kunstvolle Einblicke in die Stadt- und Festungsgeschichte, verborgene Legenden und einzigartige Schätze wie dem Salzburger Stier. Je nach Raum transformiert sich ein zentrales Element zu einer erzählerischen Landschaft.

2021-04-22_FestungHohensalzburg_Rundgang_12

Ein Begleitheft ersetzt den Audioguide. Dies war eine bewusste Entscheidung, da sehr wenige Besucher den Audioguide benutzten, griff man zu einem Booklet in mehreren Sprachen für Erwachsene und Kinder. Auch das Wissen kommt nicht zu kurz, es wird spielerisch erlebbar gemacht. Es wurden liebevoll gestaltete mechanische Guckkästen, an denen Kinder spielerisch in die Geschichte des Bauwerks und die Salzburger Sagenwelt eintauchen können.

Spektakulärer Auftakt im Salzmagazin ist ein aufwändig gestaltetes 3D-Modell der Salzburger Altstadt. Beeindruckend ist nicht nur die Detailtreue, sondern auch die Entstehungsgeschichte der Modelllandschaft: Aus Satellitenbildern und Luftaufnahmen wurde ein digitales Modell erzeugt, das als Grundlage für die gefräste Landschaft diente. Für das kristalline Glitzern der Bauten sorgt eine dünne Salzschicht, die für staunende Gesichter sorgt und zugleich verdeutlicht, dass sich Salzburgs Reichtum über Jahrhunderte auf das Weiße Gold gründete.

2021-04-22_FestungHohensalzburg_SalzStadtkulisse_222

Ein weiteres Highlight der Tour erwartet die Besucher im Inneren des Reckturmes. Früher befand sich hier das Verließ der Festung, dass im Gegensatz zu den historischen Fakten lange Zeit als Folterkammer präsentiert wurde. Bei der Neugestaltung wurde es wieder zum Verließ umfunktioniert. Mit Metallkonstruktionen und künstlerischen Schatteneffekten wird die historische Bedeutung und der Schrecken früherer Tage visualisiert.

2021-04-22_FestungHohensalzburg_Verlies_18

Der Sehnsuchtsort so nennt die SBSB den höchsten Punkt des Turmes. Über eine Wendeltreppe (Drehwurm inbegriffen) erreicht man die Aussichtsplattform am Reckturm. Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick in die Bergwelt von Salzburg und Bayern. Es ist aber auch ein Ausblick auf die Salzburger Altstadt.

Ausblick von der Aussichtsplattform am Reckturm_in die Bergwelt Salzburgs / Foto: Christa Linossi
Ausblick von der Aussichtsplattform am Reckturm_auf die Stadt Salzburg / Foto: Christa Linossi

Der Salzburger Stier, der zur Spieluhr wird, ist das Finish in diesem Rundgang. Für Besucher ist es nun möglich, die verschiedenen Melodien der historischen Walzenorgel selbst zum Klingen zu bringen. Dafür sorgt eine ausgeklügelte Spieluhr, die mit einer mechanischen Kurbel in Gang gesetzt wird.

2021-04-22_FestungHohensalzburg_Rundgang_107

Jedoch der echte „Salzburger Stier“ selbst, bleibt davon unberührt. Sein Gebrüll ertönt nach wie vor täglich um sieben Uhr morgens und sieben Uhr abends in der Altstadt.

2021-04-22_FestungHohensalzburg_Rundgang_157

https://www.salzburg-burgen.at/de/

DIVERSITY UNITED der Countdown läuft!

Das künstlerische Gesicht Europas

MARZIA MIGLIORA
Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek.
Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel
MARZIA MIGLIORA
Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek.
Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel

Schön langsam kommt auch International die Kunstszene wieder auf Schiene.

Wie zum Beispiel DIVERSITY UNITED – zeitgenössische Kunst aus Europa wäre die Eröffnung ursprünglich für 4. Mai 2021 angekündigt gewesen. Unser berühmter COVID Virus machte einen Strich durch die Rechnung.

Der Countdown läuft, am 8. Juni 2021 wird die Ausstellung „DIVERSITY UNITED“ im Flughafen Tempelhof mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet.

Die Ausstellung „DIVERSITY UNITED“ zeigt das künstlerische Gesicht Europas. 90 Künstler:innen, 34 Länder, 1 Kontinent im Dialog – „Diversity United“ ist ein künstlerisches Stimmungsbild der europäischen Gegenwart. Die Ausstellung versammelt Malerei, Skulptur, Video und New Media, Fotografie, Installation, Zeichnung und Objektkunst von rund 90 jungen und etablierten Künstler:innen aus 34 Ländern, die verschiedene Generationen, Geschlechter und Regionen abbilden. Sie stehen mit ihren Werken für die enorme Vielfalt und Vitalität der zeitgenössischen Kunstszene Europas, von Portugal bis Russland, von Norwegen bis in die Türkei.

MARZIA MIGLIORA
Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek.
Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel
MARZIA MIGLIORA
Fil de Sëida, 2016 Ein-Kanal-HD-Farbvideo mit Ton, 4 Min. 21 Sek.
Courtesy the artist und Lia Rum- ma Gallery, Mailand/Neapel

Zu den Kuratoren gehört auch Walter Smerling (Sprecher des Kuratoriums/Vorsitzender Stiftung für Kunst und Kultur, Bonn). Warum erwähne ich dies? Walter Smerling hat in Salzburg die Salzburg Foundation ins Leben gerufen und über 10 Jahre jährlich international renommierte Künstler eingeladen. Statement seinerzeit von Walter Smerling: „Wir wollen nicht darauf warten, dass die Menschen zur Kunst kommen, sondern die Kunst zu den Menschen bringen. Das zwingt uns dazu, nachzudenken, Stellung zu beziehen, uns eine Meinung zu bilden. Natürlich gefällt das nicht jedem. Objektive Schönheit gibt es nicht. Schönheit findet in der individuellen Wahrnehmung statt und Kunst im öffentlichen Raum fordert uns in besonderem Maße dazu auf, Schönheitsbegriffe neu zu durchdenken, denn wir können vor ihr nicht die Augen verschließen.“ 

http://www.stiftungkunst.de/kultur/diversityunited/

ZURÜCK IN DIE BERGE

Worum geht es in diesem Buch?

Es ist eine aktualisierte Neuauflage des ersten Buches von Reinhold Messner. Vor mehr als 50 Jahren ist dieses Buch bereits erschienen. Kurz nach der Tragödie am Nanga Parbat 1970, wo Reinhold Messners Bruder Günther starb. Schon damals war die Erschließung der Alpen abgeschlossen, die höchsten Gipfeln erobert. Ist das Bergsteigen damit sinnlos geworden? Messners Text sind aktueller denn je. Bergtouren, die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen und die damit einhergehende Entschleunigung machen den Blick auf das Wesentliche frei. Ein Gedicht zum Nachdenken finden sie ebenfalls in diesem Band.

Auszug: „Ohne die Seile, die krummen Haken, die wenigen Freunde, kehr ich zurück in die Mitte der Stadt, dorthin, wo die Arbeit mich mitreißt, die ich für Tage vergaß.“

Reinhold Messner führt uns mit seinen Gedichten, Aufzeichnungen und Beobachtungen in die Berge zurück.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Statement von Messner: „Die Natur ist immer wieder neu, unerschöpflich, kreativ, sie eröffnet uns dauernd besondere Entdeckungen, schenkt uns Herausforderungen verschiedenster Art.“

Wer Reinhold Messner kennt und mag, interessiert sich auch für seine Bücher. Seine Bücher sind immer wieder lesenswert und geben auch viele Tipps, die man im täglichen Leben umsetzen kann.

DER AUTOR

Reinhold Messner

Reinhold Messner, geboren 1944 in Brixen (Südtirol) ist der berühmteste Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit. Er bestieg als erster Mensch alle vierzehn Achttausender und durchquerte zusammen mit Arved Fuchs die Antarktis zu Fuß. Er gründete auch die Stiftung MMF, die das Leben der Bergvölker sichern soll. Er widmet sich nun auch dem Bergfilm als Autor, Regisseur und Produzent. https://www.reinhold-messner.de/

Erschienen ist das Buch

1.Auflage © Bergwelten Verlag bei Benevento Publishing Salzburg – München eine Marke der Red Bull Media House GmbH, Wals bei Salzburg

ISBN: 978-3-7112-0024-2

Das Buch ist in jedem gut sortierten Buchhandel erhältlich oder über https://www.bergweltenbuch.com/