In ihrem viel beachteten Diptychon widmeten sie sich einem Gegenstand die Fahne und der Innenhof des Salzburg Museums bot dem Duett A E R E A einen perfekten Schauplatz.
Das Duett A E R E A von Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi betraten in Zeitlupe den Innenhof des Salzburg Museums und mit ihrer Fahne, dessen Funktion es von jeher war, Ideen von Zugehörigkeit und Trennung zu vermitteln und den Unterschied zwischen fiktiven „wir“ und einer Gruppe von „anderen“ zu markieren. Im Innenhof des Salzburg Museum angekommen, läuft im Hintergrund so eine Art akzentuierter Sound, der dem Zuschauer ein Szenario, von Geschichten erzählt und Mythen erschafft und Macht inszeniert.
Das kunstvolle Spiel mit den Fahnen und den Bewegungen dem Tänzer*in schaffen sie Szenarien, wo sich der Besucher*innen seinen Gedanken freien Lauf lassen und sich selbst in eine Geschichte flüchten kann. Der Gesichtsausdruck dieser Tänzer*in immer den jeweiligen Flaggenablauf angepasst, ist ausdrucksstark und faszinierend. Obwohl die Bewegungen in Zeitlupe stattfinden, ist eine bestimmte Dynamik in dieser Performance gegeben. Für mich symbolisierte der Fahnentanz auch eine Art Schlachtfeld, als sie sich auf den Boden legten und die Fahnen über ihre Körper schwenkten und sie bedeckte. Eigentlich müsste es einen erschaudern, tut es aber trotzdem nicht.
Die Bewegungsabläufe sind sehr gut inszeniert und immer im Gleichklang mit der Fahne. Man könnte es auch als ein choreographisches Kammerspiel bezeichnen. Ihre Performances sind ein geschicktes Verzahnen von Tanz und bildender Kunst und so kreieren sie ein faszinierendes Zusammenspiel von Kommunikation, Macht und Gewalt mit hybriden Figuren und Bildern zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Zuschauer waren von der Aufführung von A E R E A fasziniert und dankten dem Tänzer*in mit kräftigem Applaus, abgesehen vom Applaus war der Innenhof des Salzburg Museum die perfekte Kulisse für diese Performance.
Kurze Information zu dem Tänzer*in: Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi studierten in ihrer Heimatstadt Rom an der Akademie der Bildenden Künste und absolvierten anschließend die Stoà, eine Schule für rhythmische Bewegung und Philosophie. Sie leben und arbeiten seit 2010 in Berlin.
nein, hier handelt es sich nicht um die Komödie von William Shakespeare. Es handelte sich um die Eröffnungsfeier „Willkommen bei der Sommerszene. Willkommen beim heurigen Festival 2022“ in der Felsenreitschule der Salzburger Festspiele.
Die legendäre Felsenreitschule wurde zum Schauplatz für die Eröffnung der heurigen Sommerszene. Choreograph Moritz Ostruschnjak trug das Schild mit der Aufschrift „IT WON’T BE LIKE THIS FOREVER“ als Einleitung über die Bühne.
Der Tänzer Daniel Conant startete mit einem Schuhplattler der besonderen Art in das dreißigminütige Solo TANZANWEISUNGEN. Für mich kam es wie ein Stummfilm – mit durchtrainiertem Körper und Körperbeherrschung – vor. Daniel Conant der wie ein Sportler gekleidet war, gab einem das Gefühl, Zaungast bei einem Training Ablauf eines Sporttrainingsprogrammes zu sein. Ohne Musik und wie aufgezogen arbeitete sich der Protagonist unermüdlich durch den höchst diversen Bewegungskanon und nimmt Posen des Widerstands, des Kampfes und Sieges, der stilisierten Männlichkeit oder des Sports in schnellem Wechsel ein.
Um dem Tänzer auch einmal eine kurze Verschnaufpause einzuräumen, wurde die Musik von Simon and Garfunkel „The Sound of Silence“ eingespielt und zur Abwechslung stieg Nebel auf, so konnte der Tänzer für einen kurzen Augenblick im Nebel verschwinden (um vielleicht kurz zu Verschnaufen?)
Nach ein paar Minuten ging die „Trainingsshow“ wieder weiter und so gegen das Ende der Performance gab der Tänzer noch sein Ganzes, als würde er gerade über die Ziellinie seinen Sieg einfahren. Dazu heizte auch noch die Musik von DAF „Alles ist gut“ ein. Währenddessen wurde von Ostruschnjak ein weiteres Schild mit der Aufschrift „I WENT OUT FOR A BIT AND THEN I CAME BACK“ über die Bühne getragen.
Mein Feedback zu dieser Eröffnung fehlt etwas bescheiden aus. Ich war etwas enttäuscht über diese Inszenierung. Die Felsenreitschule als tolle Kulisse, wurde vielleicht bewusst gewählt, um dieses dreißigminütige Solo aufzuwerten.
Performance und Choreografie von Moritz Ostruschnjak, ein international gefeiertes Solostück. Wo meines Erachtens Ostruschnjak Inszenierung nicht so aufregend war, während dem Tänzer Daniel Conant, der hier eine beachtliche sportliche und tänzerische Leistung vollbrachte, mehr Beifall gebühren sollte. TANZANWEISUNGEN war Österreich Premiere, den dieses Solostück wurde in Österreich noch nie gezeigt.
Moritz Ostruschnjak der jahrelang ein Teil der Sprayer-Szene angehörte, entwickelte über den Breakdance sein Interesse für den zeitgenössischen Tanz.
…und der beginnt am 18. Juni 2022, und die fünfzehnte Ausgabe der documenta fifteen wird eröffnet und gilt die als weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Sie dauert bis 25. September 2022 und ist an 32 Standorten in Kassel vertreten.
Die Künstlerische Leitung liegt bei der ruangrupa. Das Kollektiv aus Jakarta (Indonesien) hat der fünfzehnten Ausgabe der documenta die Werte und Ideen von lumbung zugrunde gelegt, dem indonesischen Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune. Auf Grundsätze wie Kollektivität setzt das künstlerische und ökonomische Modell von lumbung als gemeinschaftlichen Ressourcenaufbau und gerechter Verteilung und verwirklicht somit in allen Bereichen der Zusammenarbeit und der Ausstellungskonzeption. lumbung wird die gemeinschaftliche Praxis von ruangrupa und dem Künstlerischen Team, den lumbung member und lumbung-Künstler*innen und allen Teilnehmenden auf dem Weg zur documenta fifteen im Jahr 2022 sein.
Was bedeutet lumbung? Es ist die konkrete Praxis und aus dem Indonesischen übersetzt bedeutet es „Reisscheune“. In indonesischen ländlichen Gemeinschaften wird die überschüssige Ernte in gemeinschaftlich genutzten Reisscheunen gelagert und zum Wohle der Gemeinschaft nach gemeinsam definierten Kriterien verteilt. Dieses Prinzip steht für die Lebens- und Arbeitspraxis von ruangrupa und wird für ein interdisziplinäres und gemeinschaftliches Arbeiten an künstlerischen Projekten genutzt.
Was bedeutet ruangrupa? Ruangrupa (bedeutet frei übersetzt „Kunstraum“ oder „Raumform“) wurde 2000 in Jakarta, Indonesien, gegründet als ansässiges Kollektiv.Sie ist eine global ausgerichtete, kooperative und interdisziplinäre Kunst- und Kulturplattform, die über die 100 Tage der documenta fifteen hinaus wirksam bleiben wird. Der kuratorische Ansatz der auf ein anders geartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung zielt auf ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen ab.
Viele Begriffe aus unterschiedlichen Sprachen sowie Wortneuschöpfungen prägen das Vokabular der documenta fifteen. Zentrale Bestandteile der lumbung-Praxis sind der Aufbau sozialer Beziehungen und das Hinterfragen von (Macht-) Verhältnissen. Dazu gehört auch, die Verwendungsweise von Sprache zu reflektieren und sie als Werkzeug für die Entwicklung neuer Perspektiven und Ideen zu begreifen. Abgesehen davon ist die documenta fifteen vor der Eröffnung schon in Kritik geraten, da ihr Leitungskollektiv ruangrupa einen laschen Umgang mit der umstrittenen Israel-Boykott-Kampagne BDS pflege.
Eines ist gewiss, mit dieser documenta fifteen muss man sich Zeit nehmen und sich mit den Themen wirklich auseinandersetzen. Auch ich musste mich durch den Papierkram wühlen, um einen Durchblick zu bekommen. Die Zeiten, wo man nur eine Ausstellung besichtigen musste, sind schon lange vorbei. Es geht um politische, philosophische, ökonomische, ethnische Fragen etc. Die Welt verändert sich eben.
Khalil Rabah präsentiert im Großen Saal des Künstlerhaus Salzburg eine neue große Installation mit vielfältigen Formen performativer Aktionen, um die Geschichte von Auslöschung, Vertreibung und Marginalisierung zu hinterfragen.
Vorsicht, wenn Sie den Großen Saal betreten, Sie könnten enttäuscht sein! Ich war es am Anfang!
Als ich den Großen Saal betrat, sah ich, zwar ordentlich arrangierte alte Utensilien, wie alte Bilder, Koffer, Spielzeug, Brillengläser, Kochtöpfe, Plastiken, Kinderdreiräder und alte Rollschuhe, Lampen und Kronleuchter usw. okay dachte ich, sieht aus wie auf einem Flohmarkt, wo man das „Gerümpel“ vielleicht aus Verlassenschaften, oder aus seinem eigenen Keller wieder loswerden wollte und dies auf einen Flohmarkt – es gibt viele Flohmarkt-Liebhaber – abgab.
Fehlanzeige! Hier handelt es sich um Kunst, Kunst die allerdings einen tiefem Hintergrund hat und diesen Hintergrund muss man im Begleittext lesen, um sich Klarheit zu verschaffen. Ohne Hintergrund Wissen kein Verständnis für diese Ausstellung. Diese Ausstellung ist tiefgründig, betrifft das Land Palästina und ist ein bahnbrechendes Projekt es fördert das Staunen, das Wissen und letztlich ein Gefühl der Wiederherstellung für und von Palästina. Rabahs Praxis zielt darauf ab, die vorherrschenden Narrative unserer Zeit in Frage zu stellen, insbesondere westliche Konzepte der Museologie und Ethnografie, und die unterschiedliche Poetik menschlicher Beziehungen innerhalb dieser Sphären zu erforschen.
RabahsThe Palestinian Museum of Natural History and Humankind ist seit 2003 eine fortlaufende Arbeit. Es handelt sich hier um ein Projekt, das einem Gesamtkunstwerk am nächsten kommt. Aus verlassenen Geschäften, Häusern und Industrieräumen wurden die verschiedenen gesammelten Objekte zusammengetragen und verändern somit ständig die Choreografie, wenn sie ausgestellt werden. Die Besucher_innen haben die Möglichkeit, sich mit dem, was sie sehen, eng zu verflechten, wobei jedes Objekt in einer anderen Sprache spricht.
Die inhärent unvernünftige Aufgabe enzyklopädischer Museen, den Anspruch zu erheben, über Geschichte universell sprechen zu wollen, das Scheitern eines solchen Aktes ist eine der durchlässigen Offenbarungen der Ausstellung. Das Projekt ist eine Struktur des Gefühls, der verstreuten Geschichte, und eine Einladung, ständig hin- und herzupendeln – zwischen dem Hier und Jetzt und der Ewigkeit.
Rabahs konzeptionelle Kunstpraktiken umfassen Multimedia-Installationen und Performances und erforschen häufig weitreichende philosophische Fragen der Zugehörigkeit, Vertreibung und Hybridität sowie dringende, konkrete Themen wie Asyl und Einbürgerung.
Khalil Rabah ist ein palästinensischer Konzeptkünstler, der 1961 in Jerusalem, Palästina, in einer Familie aus Ramallah geboren wurde. Er studierte Architektur und Bildende Kunst an der University of Texas in Arlington und lebte mehr als ein Jahrzehnt in den Vereinigten Staaten. Als Palästinenser, der in den 1980er Jahren in den Vereinigten Staaten lebte, musste sich der Künstler mit der Komplexität von Immigration und Vertreibung auseinandersetzen und mit einer neuen Kultur zurechtkommen, während seine eigene belagert wurde.
Es handelt sich hier um eine Ausstellung, die viele Fragen aufwirft.
Der 1. – 31. Mai 2022 gehörte Friederike Mayröcker. Jeden Tag eine Premiere und dies an verschiedensten Orten in Stadt und Land Salzburg. Mit jeweils einem Akt würdigten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler quer durch alle Sparten die eigenwillige „Grande Dame“.
Es war ein sehr interessantes Projekt mit eigenwilligen Aktionen, eben wie die „Grande Dame“ Friederike Mayröcker. Entstanden ist dieses Projekt von „ohnetitel“ – ein Netzwerk für Theater & Kunstprojekte, koproduziert von SZENE Salzburg.
Ich besuchte einige Aktionen – jeden Tag eine Premiere zu besuchen, ein Ding der Unmöglichkeit, da man ja auch noch was anderes zu tun hat. Die Premieren, die ich besuchte, waren gut und ich stelle sie hier kurz vor:
Auftakt und Eröffnung für das Projekt akte31–mayröcker war der
01. MAI 11:00 AKTE 1: INTERVIEWS MARIONETTENTHEATER
Der Besucher tauchte hier in die Sprach- und Gedankenwelt der Autorin Friederike Mayröcker – im Gespräch mit ihren eigenen Texten – und dazu einem behutsamen Fadenspiel zwischen Bühne und Backstage ein. Ihre eindrückliche Erscheinung machte dabei eine gute Figur …
Von und mit: Michaela Obermayr, Dorit Ehlers, Arthur Zgubic Gast: Yoko Yagihara
08. MAI 15:30 AKTE 8: STÖR- UND NEBENGERÄUSCHE GALERIE SOPHIA VONIER
In der Galerie Sophia Vonier inszenierte man eine Musik Performance. Der Klarinettist, Komponist und Zeichner Renald Deppe – er hatte jahrelang mit Friedrike Mayröcker zusammengearbeitet – hat zu Textfragmenten Mayröckers kalligraphische Partituren angefertigt, die einmalig live vertont wurden. Die Nebengeräusche waren auf alle Fälle gewöhnungsdürftig, die mit der Klarinette und dem Gesang wieder auf eine hörbare Welle gebracht wurde.
Mitwirkende: Renald Deppe, Anna Hauf, Tobias Leibetseder
11. MAI 16:00-18:00 AKTE 11: IN UND UM GETREIDEGASSE
Viele Personen in der Getreidegasse – Touristen wie Einheimische – wussten im ersten Moment nicht was hier geschah. Eine durchsichtige Kugel, in dem ein Schreibtisch und eine Person befand, die aus Büchern von Mayröcker las und die Texte auch für Passanten hörbar machte. Eine stille – oder doch nicht – Installation für Gehende, Stehenbleibende und Zuhörende, wobei Gehende mehr waren als Stehenbleibende und Zuhörende.
Mitwirkende: Dominik Jellen, Cornelia Fischberger
14. MAI 16:00 AKTE 14: ICH NEHME ÜBERHAND! BUSHALTESTELLE KÜNSTLERHAUS
Diese Performance und Installation erfolgte an der Bushaltestelle vorm Künstlerhaus mit fragmentarischen Texten (gestaltet von Annette Rollny und Bernhard Müller), die persönlich geklebt und sukzessive weiterwuchern sollten oder auch nicht? So mancher Fahrgast, der an der Haltestelle wartete, konnte nicht viel damit anfangen oder registrierte die Installation gar nicht. Ich interviewte einen Jugendlichen an der Bushaltestelle und dieser meinte: wir Menschen sind träge geworden, wir schauen nur mehr auf unser Handy. Eine starke Aussage, soviel zur Registrierung einer Performance und Installation.
Mitwirkende: Bernhard Müller / Annette Rollny und CieLAROQUE Choreografie: Helene Weinzierl in Kooperation mit dem Performer*innen: Azahara Sanz Jara, Alberto Cissello, Luan de Lima
28. MAI 10:00-18:00 AKTE 28: MAYRÖCKERS KATZE ATELIER III, HALLEIN
Diese Performance im atelier III ist auch eine eigenartige Geschichte. Zuerst musste man das Haus, in dem sich die Atelierräumlichkeiten befanden, finden. Dort angekommen, stand man zwar in einem schönen hellen Atelierraum und kam sich etwas verloren vor. Aber man stand doch nicht lange im Raum, ein junger Mann begann das Gespräch und erklärte, worum es ging. Im Zuge einer Performance wurden mit handelsüblichen Tätowier Nadeln ausgewählte Katzenmotive, welche von der Autorin Friederike Mayröcker in ihrem Buch Blaue Erleuchtung gezeichnet hatte, per Hand auf die Haut fixiert. Jede*r konnte sich an diesem Tag das kostenfrei diese Katzen tätowieren lassen.
29. MAI 16:00 AKTE 29: CAFÉ MAYRÖCKER im PAN CAFÉ, HALLEIN
Das Publikum bekam, bevor die Lesung begann eine Speisekarte zur Verfügung gestellt, hier heraus ergab sich das Erzählmenü und folgendes wurde angeboten:
Diese Lesung im Pan Café war ein gelungener Beitrag zu Friederike Mayröcker. Die Theatermacherin Christa Hassfurther fängt mit Mareike Tiede die laute Zeit der 60er-Jahre ein, in der die Stille der F. Mayröcker hörbar wurde.
Die Theatermacherin Christa Hassfurther erzählte aus ihrer Studentenzeit in den 60iger Jahren und Mareike Tiede (Sprecherin und Sprachtrainerin) las aus Friederike Mayröckers Werken. Hassfurther und Tiede brachten aufgrund ihrer Sprachgewalt, die Erzählungen so gut rüber, sodaß es im Café absolute Stille herrschte und das Publikum den beiden mit Begeisterung zuhörten.
Am 31. Mai 2022 fand in der SZENE Salzburg eine lebendige Rückschau auf großer Leinwand zu den im Mai stattfindenden 31 Premieren. Zahlreiche Künstler*innen widmeten sich dem Werk und der Person Friederike Mayröcker, eine eigenwillige Grande Dame zeitgenössischer Literatur. Im letzten Akt hebt sich noch einmal der Vorhang für Mayröcker: es war ein Spaziergang durch die Projekte der letzten 30 Tage. Geblättert wurde in einem multimedialen Katalog, in dem die überraschenden Premieren an ungewöhnlichen Orten dokumentarisch festgehalten wurden. Es war ein Kaleidoskop an unterschiedlichen Zugängen zu dieser außergewöhnlichen Schriftstellerin.
In einem kurzen Gespräch mit den Kuratoren DORIT EHLERS und ARTHUR ZGUBIC erfuhr ich, was das Ziel dieser Veranstaltung war. 31 Tage Mayröcker, hier wollte man erreichen, dass das Publikum nicht gezwungen wurde sich die eine oder andere Premiere anzusehen (nicht kostenfrei), es sollte freiwillig passieren,(deshalb freier Eintritt) so wollte man Mayröcker der Bevölkerung etwas näherbringen. So eine Art Streuung und daher ist man mit der einen oder anderen Premiere auch aufs Land gegangen, um nicht nur in der Stadt zu agieren. Die Kuratoren sind zufrieden und haben ihr Ziel erreicht.
Es waren interessante 31 Tagespremieren und Friederike Mayröcker ist mit Sicherheit dem einen oder anderem im Ohr hängengeblieben. Die Veranstaltungen waren sehr gut ausgerichtet und man konnte sich, musste aber nicht sich mit Mayröcker auseinandersetzen. Ich fand die Veranstaltung für Prädikat wertvoll, leider konnte ich aus Termingründen nicht alle 31 Premieren miterleben.
Do you know that too…always a slap in the face, but hope dies last,
Again and again, you work on yourself, then again, an obstacle is thrown at your feet, you put it away and then the next obstacle flies back in front of your feet and again and again you fight, and you fight. The question is: how long do you want to fight? Throw the thought overboard, where it is not worth fighting.
zur Pressekonferenz ruft, folgen diesem Ruf alle Journalisten und Journalistinnen aus dem deutschsprachigen Raum.
Er stellte uns das umfangreiche Programm der Stiftung Mozarteum vor: Beginnen wird es mit dem MOZART + FEST vom 20. bis 23. Oktober 2022
Das Mozart+Fest im Oktober markiert einen Meilenstein in der 140-jährigen Geschichte der Stiftung Mozarteum Salzburg: Nach zwei Jahren Bauzeit wird das neue Foyer eröffnet und gleichzeitig ist die erste Etappe der Renovierung des Großen Saales abgeschlossen. Das neue Foyer wird zeitgemäß, filigran, luftig, hell und elegant die Besucher begrüßen und trotzdem ist das Moderne mit dem denkmalgeschützten Gebäude verbunden. Eine moderne, einzigartige Glas-Stahl-Konstruktion entstand mit einem großen offenen Konzerttrakt mit zwei neuen Foyers. Auch der erste Stock erstrahlt in neuem Glanz und dieses Große Foyer mit 170m² bietet ausreichend Platz für eine angenehme Pausensituation rund um die Veranstaltungen und erschließt das Konzertgebäude über eine breite Glasbrücke zum Bastionsgarten. Im Erdgeschoss entsteht auf 200m² das Stadtfoyer mit Zugang zur Bastionsmauer. Rundum erneuert so wird sich das Mozarteum sich im Herbst 2022 präsentieren.
Auch der große Saal, der seit über 100 Jahren mit seiner Akustik zu den besten und beeindruckendsten Konzertsälen Europas zählt, wird rund um erneuert.
Mit einer großen Ouvertüre wird das Mozarteum-Konzertgebäude eröffnet werden, mit Stars der Klassik wie Anne-Sophie Mutter, Leif Ove Andsnes, Lisa Batiashvili, Francois Leleux und natürlich darf Rolando Villazón nicht fehlen.
Das Mozart+Fest wird vom 20. bis 23. Oktober 2022 mit einem viertägigen hochkarätigen Musikfest gefeiert. Der glanzvolle Konzertreigen startet mit dem Ensemble L’Arpegiata unter der Leitung von Christina Pluhar. Mitglieder der Wiener Philharmoniker verbinden Beethoven mit seinem großen Vorbild Mozart und Hornistion Sarah Willis lässt zusammen mit dem Lyceum Mozartiano de La Habana das musikalische Eröffnungswochenende beschwingt ausklingen.
Führungen ermöglichen einen spannenden Einblick in die Welt des großen Komponisten im aufgefrischten altehrwürdigen Mozarteum und in beiden Mozart-Museen, Mozarts Geburtshaus und Mozart-Wohnhaus und so findet am 26. Oktober 2022 für Interessierte ein Tag der offenen Tür statt.
Es tut sich noch viel mehr: So finden für die kommende Konzertsaison 2022/23 17 Konzerte in sechs spannenden, teils neuen Formaten mit Fixsternen der Klassik statt und auch die zeitgenössische Musik „Im Dialog“ wird zurückkehren.
Viel versprechend wird auch die Mozartwoche 2023 von 26. Jänner bis 5. Februar in Salzburg sein. Das bedeutendste Mozart-Festival feiert das Wunderkind Wolfgang Amadé Mozart und den Meister elf Tage lang mit den weltbesten Mozart-InterpretInnen. Nach fünfjähriger Reise durch den Mozartschen Kosmos erreicht Rolando Villazón seinen Höhepunkt bei der Mozartwoche 2023.
Imagefilm der Stiftung Mozarteum
Kurzer Einblick in die Biografie von Rolando Villazón: 1972 in Mexico City geboren, begann er seine musikalischen Studien am nationalen Konservatorium seines Heimatlandes. International machte er sich 1999 als mehrfacher Preisträger beim Oper Alia-Wettbewerb einen Namen. 2017 wurde er zum Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum Salzburg. Seit 2019 ist Rolando Villazón Intendant der Mozartwoche und gestaltet das weltweit wichtigste Mozart-Festival für fünf Jahre, bis 2023. 2021 wurde Rolando Villazón auch noch zum Künstlerischen Leiter der Stiftung Mozarteum ernannt. Somit übernahm er die Gesamtverantwortung für den laufenden Konzertbetrieb und sämtliche künstlerische Aktivitäten der Stiftung Mozarteum.
Wolfgang Amadé Mozart fasziniert die Menschen in aller Welt seit mehr als 250 Jahren durch seine Werke und seine Persönlichkeit. Bei Rolando Villazón könnte man sagen, er verkörpert Mozart und trägt viel dazu bei, dass diese Musik in seiner Gesamtheit weiterlebt.
als es die Dichter und Denker auf die Schweizer Gipfel zog BERGE
Foto: Christa Linossi
Worum geht es in diesem Buch?
Der Schriftsteller und Journalist Andreas Lesti begab sich in die Schweiz und unternahm eine magische Reise als Gratwanderung auf den Spuren der Dichter und Denker, zwischen Krankheit, Alpinismus und Luxushotels. In die Schweizerbergen, St. Moritz, Sils Maria, Davos, Zermatt zog es schon seit fast 200 Jahren die wichtigsten Intellektuellen hin: von Friedrich Nietzsche (Biologe) über Richard Wagner und Thomas Mann bis Theodor W. Adorno (Philosoph). Aber warum und was machte diese Orte in den Schweizer Bergen so besonders? War es die gesunde Bergluft (In diesen Orten entstanden die Sanatorien für TBC-Patienten) oder die traumhaften Kulissen, die dem Besucher bzw. dem Kranken aus seiner Krise halfen?
Thomas Manns „Zauberberg“ lockte den Autor Lesti deshalb nach Davos, weil in dem Roman, dessen Hauptfigur vor 100 Jahren sieben Jahre lang nicht mehr aus den Schweizer Bergen wegkam. Der Grund dafür war damals wie heute der gleiche: eine Atemwegserkrankung. Damals hieß sie Tuberkulose, heute Covid-19. Damals wie heute ist nicht viel Unterschied, eine seltsame Gleichzeitigkeit: auf der einen Seite die Lungenkrankheit und ihre Opfer, auf der anderen Seite der Skisport und seine Freuden. Das Geschehen von damals ist dem Geschehen von heute nicht unähnlich: Während Österreich, Deutschland und Italien Lehren aus Ischgl und jenem Freitag, dem 13./2020, alle Skigebiete geschlossen waren, ließen die Schweizer die Bergbahnen trotz Pandemie geöffnet. Es gibt einen Holzschnitt, worauf vor 100 Jahren Philipp Bauknecht die Situation auf den Punkt brachte: „Hochsaison in Davos, und zeigt Gleichzeitigkeit: ein Haus, in dessen Untergeschoss ein Arzt Patienten behandelt, während im Obergeschoss ausgelassen gefeiert wird“. Es könnte auch auf den März 2020 datiert sein und „Hochsaison in Ischgl“ heißen. Lesti landete bei seiner Spurensuche der Schweizerberge auch auf jener Berghütte am Fuße des Matterhorns, von deren Terrasse aus Adorno (Philosoph) zwei Tage vor seinem Tod ein letztes Mal auf diesen „Inbegriff des Naturschönen“ geblickt hat.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Es ist eine Spurensuche, die vor 100 Jahren sich in den Schweizerbergen abspielte. Man erfährt, wie Davos zu einem berühmten Kurort wurde. Wie damals die Lungenkrankheit behandelt wurde. Ursache und Wirkung? Dieses Buch liest sich leicht und gibt einen Einblick wie es seinerzeit war.
DER AUTOR
Andreas Lesti, geboren 1975 in Augsburg, ist Journalist und Germanist und lebt seit einigen Jahren im bergfernen Berlin. Doch seine Recherchereisen, etwa für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«, die »Neue Zürcher Zeitung« oder »GEO Saison«, führen ihn regelmäßig in die Alpen.
Erschienen ist das Buch
2022 in Bergwelten Verlag bei Benevento Publishing Salzburg – München erschienen. ISBN 978-3-7112-0029-7
Der Starbiograph Walter Isaacson ist wieder am Puls der Zeit und schrieb eine hochspannende Wissenschaftsgeschichte „DER CODEBREAKER“, die brisanten moralischen Fragen dieser bahnbrechenden Erfindung nichts außer Acht lässt.
Was macht die Natur, wenn ein neuer Feind auftaucht? Sie findet eine neue Strategie. Die beiden Forscherinnen, die Amerikanerin Jennifer Doudna und die Französin Emmanuelle Charpentier, entdeckten im Bereich der Biochemie eine bahnbrechende Erkenntnis und konnten durch die Verteidigungsstrategien der Natur auf grundlegendster Ebene, eine Zelle entdecken und nachbauen Das Ergebnis heißt „CRISPR“. Diese Genschere kann den genetischen Bauplan punktgenau ändern. Was bedeutet CRISPR? (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repats) CRISPR/CAS9 wird als Gen-Schere bezeichnet. Es stammt ursprünglich aus Bakterien, denen es zur Immunabwehr gegen Viren dient. Die Bakterie wird von einem Virus attackiert und verteidigt sich, indem sie ihre genetische Struktur ändert. Diesen Mechanismus nachzuweisen und beschreiben zu können, treibt seit Jahrzehnten viele Wissenschaftler zu Feldrecherche in der Natur und in die Labore. In diesem Buch erzählt Walter Isaacson ihre Geschichten, ihre Erfolge und begibt sich auch persönlich in Labor, um ein solches Experiment durchzuführen. Jennifer Doudna, stellte sich immer wieder die Frage aller Fragen „Was ist die Natur und wie funktioniert sie“ eine Antwort darauf zu finden, steht im Zentrum des Interesses. Dafür bekam sie zusammen mit Emmanuelle Charpentier 2020 den Chemie-Nobelpreis. Die beiden sind die Entdeckerinnen der Genschere CRISPR/CAS9 und revolutionierten damit das Bearbeiten von Genen.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Wer sich für eine Erfolgsgeschichte im Bereich der Wissenschaft interessiert, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Man taucht ein in die Wissenschaft und Anfängen wie funktioniert die Technologie des Gen-Editierens. Es sind die Moralische und ethische Fragen, die bei der Genforschung bedacht werde, müssen, aber so kann die Genschere auch in der Virus-Bekämpfung eingesetzt werden. Es handelt sich von der Sternstunde der Forschung und so blicken sie den berühmten Wissenschaftlerinnen über die Schulter!
DER AUTOR
Walter Isaacson, geboren 1952 in New Orleans, Journalist (CNN, Time Magazine), Vorsitzender des Broadcasting Board of Governors in der Ära Obama, wurde als Biograf von Apple-Gründer Steve Jobs zum international gefeierten Bestsellerautor. Sein Interesse gilt der Innovation und dem genialen Funken, der Erfinder und Geistesgrößen seit jeher befeuerte.
Die Eröffnung des 14. Literaturfest Salzburg wurde in der SZENE Salzburg mit viel Publikum am 18. Mai 2022 eröffnet und endete am 22. Mai 2022 mit viel Applaus.
Das Literaturfest wurde heuer von drei Autor*innen und drei Musiker*innen eröffnet und es folgten viele Veranstaltungen rund um die SPRACHE / LITERATUR.
Bei der Eröffnungsfeier trat der Schauspieler und Sänger Gerald Votava (Gitarre) mit Walther Soyka (Knopfharmonika) und Maria Petrova (Schlagzeug) auf. Gerald Votava vertonte einige der letzten Gedichte von Christine Nöstlinger, die sie in ihrem Leben geschrieben hat. Mit Hingabe und feiner Melancholie sang Gerald Votava diese vertonten Gedichte und wurde von Walther Soyka und Maria Petrova begleitet.
Aus ihren Büchern lasen folgende Autoren bei der Eröffnung:
Franz Hohler, der Schweizer Schriftsteller und auch sehr bekannt als Kabarettist. 2008 wurde für sein Lebenswerk mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. Franz Hohler las aus seinem Buch „Der Enkeltrick“. Franz Hohlers Erzählungen handeln oft von merkwürdigen Begebenheiten. Es war eine Lesung wo viel heiteres und viele zum schmunzeln veranlasste und sich so mancher dachte, dieses Buch „Der Enkeltrick“ muss ich haben. Das Publikum bedankte sich mit einem großen Applaus.
Dana Grigorcea, ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin. Sie las aus ihrem Roman »Die nicht sterben« Schaurig, tiefgründig, archaisch: Ein atemberaubend atmosphärischer Roman über Rache und Extremismus und die Sehnsucht nach der starken Hand, nach einem gestrengen, grausamen Richter – wie Dracula. Dana Grigorcea wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.
Norbert Gstrein, ist ein österreichischer Schriftsteller, geboren in Tirol. Für seinen Roman „Der zweite Jakob“ erhielt er sogar drei Literaturpreise: 2021 den Düsseldorfer Literaturpreis, den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Buchpreis. Er las aus seinem jüngst erschienenen, trickreichen Roman „Der zweite Jakob“ Norbert Gstrein schreibt einen Roman, der mitreißende, große Kunst ist und es handelt von dem Schauspieler Jakob „Natürlich will niemand sechzig werden.“ Damit beginnt Jakobs Lebensgeständnis.
Die eine oder andere Veranstaltung des Literaturfestes lockte, so begab ich mich auf die Suche, was noch interessant sein könnte und wurde fündig:
„ENDLICH VERGESSEN“ ist jetzt nicht mein Motto, sondern dies ist ein Ausspruch eines Buches von Yvonne Zitzmann, die im Gespräch mit Teresa Präauer, Passagen aus ihrem Buch las und einen Einblick in ihrem Roman im Dialog mit Präauer führte und so sichtbar machte, was der Hintergrund dieses Titels auf sich hatte. Dieser außergewöhnliche Debütroman „TAGE DES VERGESSENS“ beruht auf Berichten über Forschungen in der DDR und wirft medizinische, ethische und letztlich auch gesellschaftliche Fragen auf.
Ein kurzer Auszug: „Eine außereheliche Affäre, die Last frühen Ruhms, die Schuldgefühle eines KZ-Überlebenden – glücklich ist, wer vergisst! Sieben Personen melden sich als Probanden für ein neues Medikament, das das gezielte Vergessen der eigenen Vergangenheit ermöglichen soll. Doch bereits nach wenigen Tagen läuft die Studie aus dem Ruder…“
Bei diesem Roman (es ist eine fiktive Geschichte) stellt sich auch die Frage, würden wir so eine Pille wirklich benötigen? Würden wir gerne alles „Vergessen wollen“? Ich denke, nein, den Erinnerungen haben auch was Positives und dienen der Weiterentwicklung. Es war eine Lesung, die auch zum Nachdenken anregte.
Mein Drang nach Literatur führte mich auch in DAS KINO, wo zurzeit die Stefan-Zweig-Filmreihe präsentiert wird. Ich suchte mir den Film GRAND BUDAPEST HOTEL aus. Worin geht es um diesen Film? Ging es um Stefan Zweig? Es ergibt keine Verfilmung eines bestimmten Textes von Stefan Zweig, sondern es entstand ein kunstvolles Erzählgeflecht aus dem Geiste seiner Literatur, die sich der US-amerikanische Wes Anderson (*1969, Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur) zu Nutze machte und daraus den Film „Grand Budapest Hotel“ (2014 erschien der Film) drehte. Wes Andersons Werke sind Kult. „Grand Budapest Hotel“ ein faszinierender Film mit vielen überraschenden Wendungen und raffinierten Anspielungen.
20th Century Studios DE
Man könnte den Film auch als Teil einer Satire sein mit schrillen Farben, exzentrischen Kostümen und majestätischen Gebäuden.
Das Literaturfest Salzburg endete mit einem Lyrikmatinee im Marionettentheater Salzburg und wurde von den Flöten-Improvisationen von Norbert Trawöger (= künstlerischer Direktor des Bruckner Orchesters Linz) getragen, die er als „Luftikusse“ betitelte.
Wenn Ulrike Almut Sandig ihre Gedichte liest, schwingt Poesie mit, begleitet wurde sie von Trawögers Flöten-Improvisationen. Schlicht, fantastisch und liedhaft erzählend so brachte sie ihre Lesung an das Publikum. Auch als Prosa-Autorin machte sie sich einen Namen. Mit ihrem sicheren Sprechrhythmus gewann sie den internationalen Lyrikpreis Meran sowie den Roswitha-Literaturpreis 2021. Ulrike Almut Sandig ist die wandlungsfähigste und vielfältigste Schriftstellerin, die die deutschsprachige Gegenwartsliteratur derzeit hat.
Sarah Berger eine deutsch-rumänische Schriftstellerin, Fotografin und Performancekünstlerin las Alltagsnotizen aus Match Deleted Tinder Shorts. Tinder Shorts sind ein von der Autorin erfundenes Genre sehr kurzer Texte über die Liebe in Zeiten des Datings, alte und neue Probleme mit Sprache, Nähe, Erwartungen und Projektionen.
Das Literaturfest mit seinen spannenden Lesungen, Filmen, literarischen Spaziergängen ist wieder Geschichte. Es war eine interessante Zeitreise des 21. Jahrhunderts durch die Literatur und dessen Sprache.
Irgendwann haben alle wieder ihr Ziel erreicht, selbst die, die keins hatten. (Zitat von Jovana Reisinger. Spitzenreiterin)
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