AUS DEM SCHATTEN TRETEN!

Frauenwelttag am 08.03.2021

Zum Thema FRAUENWELTTAG, habe ich bei meinen Photoarbeiten die 2014 entstanden sind, interessante Arbeiten gefunden. Diese Arbeiten, die ich 2014 produzierte, haben heute genauso noch ihre Gültigkeit.

Frauen sollen sich SICHTBAR machen und aus dem Schattendasein heraustreten, das gilt im 21. Jahrhundert mehr als den je.  

Wir müssen nicht immer alles erklären, wir sind so mit unseren vielen Handlungen im täglichen Leben beschäftigt, dass wir auf uns selbst vergessen.

„DER SCHATTEN ALS HINDERNIS“ Arbeit von Christa Linossi aus dem Jahr 2014 © Christa Linossi
„AUS DEM SCHATTEN HERAUS“ Arbeit von Christa Linossi aus dem Jahr 2014 © Christa Linossi

KUNST UND NATUR IM EINKLANG!

DER ÖSTERREICHISCHE SKULPTURENPARK IN DER NÄHE VON GRAZ

Skulpturenpark_Foto: N._Lackner © Österreichischer Skulpturenpark

Lange wird es nicht mehr dauern und der Frühling zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite und dies bedeutet für den ÖSTERREICHISCHEN SKULPTURENPARK Öffnung am 27. März 2021.

ÖSP_PeterWeibel_Die Erdkugel als Koffer_Foto: NLackner © Österreichischer Skulpturenpark
Flugzeugteile und Hügelskulptur von Nancy Rubins im Österreichischen Skulpturenpark Foto: Alamy © Österreichischer Skulpturenpark

Für mich ist dieser Park ein besonderes Juwel, verbindet sich hier Kunst und Natur im Einklang. Allein beim Betreten des Parkes wird die Landschaft erfüllt mit einem einzigartigen Blütenduft. Diese Szenerie bildet einen inspirierenden Schauplatz für die Kunst und lädt zum Verweilen ein. Man taucht ein in das herrliche Ambiente dieses Skulpturenparks und genießt Landschaft und Kunst gleichermaßen.

Ein Garten von Menschenhand gestaltet und die natürlich wachsende Struktur geht mit Skulpturen, die unter freiem Himmel der Witterung ausgesetzt sind, eine einzigartige Beziehung ein. Ein Dialog zwischen Standort und Skulptur, wo Träume sichtbar und poetische Begegnungsräume sich treffen.

Terzic__Mario_Arche_aus_lebenden_Baeumen_Foto: Lackner © Österreichischer Skulpturenpark

Der Garten als vom Menschen gestaltete und doch natürlich wachsende Struktur geht mit Skulpturen, die unter freiem Himmel der Witterung ausgesetzt sind, eine einzigartige Beziehung ein. Dieser Dialog zwischen Standort und Skulptur macht ein besonderes künstlerisches Vokabular sichtbar – es werden Träume sichtbar und poetische Begegnungsräume geschaffen.

Yoko-Ono-Painting_to_hammer_a_nail_in_Cross_Version-01 © Österreichischer Skulpturenpark

Wo genau befindet sich dieser wunderbare Skulpturenpark? Er liegt sieben Kilometer südlich von Graz (Steiermark) und wurde im Jahr 2003 als Zentrum für zeitgenössische Skulptur etabliert. Der Landschaftsarchitekt Dieter Kienast hat diese faszinierende Parkanlage geplant. Es handelt sich hier um ein Areal von rund sieben Hektar und ist ein Entfaltungsraum für mehr als 75 Skulpturen.  Werke renommierter Künstler/innen aus Österreich – von Fritz Wotruba über Franz West bis hin zu Erwin Wurm, Heimo Zobernig und Michael Kienzer – kommunizieren hier mit Beispielen internationaler Bildhauerei, zum Beispiel von Jeppe Hein, Nancy Rubins, Tobias Rehberger, Bruno Gironcolioder Susana Solano. Jedoch nicht nur österreichische Künstler/innen sind hier vertreten. Auch international anerkannte Künstler/innen haben hier ihre Skulpturen plaziert. Zum Beispiel Yoko Ono (Ex-Beatles John Lennons Frau) oder das Künstlerehepaar Eva & Adele aus Deutschland, nur um ein paar Beispiele zu bringen. Des Weiteren wurde der Skulpturenpark vom Guardian einer der besten Skulpturenparks Europas ausgezeichnet!

Ernst_Schwarz_Luftansicht © Österreichischer Skulpturenpark

https://www.museum-joanneum.at/skulpturenpark/skulpturen/plan-uebersicht

20 Jahre KarikaturMuseum Krems

Österreichs einziges Museum für Satire feiert runden Geburtstag

20 Jahre Karikaturmuseum Krems_Foto Christian Redtenbacher ©Kunstmeile Krems

2021 startet hoffentlich besser in die Saison als 2020!? Im Karikaturmuseum Krems gibt es auf alle Fälle was zu feiern, es feiert sein 20-jähriges Bestehen!

Erbaut wurde das Museum Krems 2001 nach den Plänen des Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl alias IRONIMUS, ein exzellenter Karikaturist. (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Peichl) Das Karikaturmuseum ist nicht nur für seine markante Außenfassade bekannt sondern es wurde auch mit einem freundlichen Gesicht ausgestattet und hat nebenbei eine Narrenkappe als Dach. Es ist das einzige österreichische Museum für satirische Kunst und ein Meilenstein im österreichischen Humor. Am 29. September 2001 wurde es mit der Schau „ALLES KARIKATUR“ eröffnet und galt von Beginn an als lebendiger Ort des Austauschs.

Manfred Deix und IRONIMUS, die Gründungsväter des Museums, Karikaturisten wie Erich Sokol, Gerhard Haderer sowie Bruno Haberzettl und prominente Gäste, etwa Thomas Gottschalk, Otto Waalkes oder Ursula Strauss, sorgten für bleibende Momente.

20 Jahre Karikaturmuseum Krems_Gustav Peichl-Manfred Deix © Kunstmeile Krems

Statement von Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich zum 20-jährigen Jubiläum: „Das Karikaturmuseum Krems ist ein Kulturjuwel Niederösterreichs. Als Oase des Humors verfügt es seit nunmehr 20 Jahren über die Kraft, den Alltag unserer Landsleute und internationalen Gäste aufzuheitern. Mit seinen Satire- und Karikatur Ausstellungen liefert das Museum immer wieder einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs“.

Krems – Karikaturmuseum – Otto Waalkes – Manfred Deix: Deix und Otto lernten sich vor 10 Jahren bei einer Gottschalk Late Night Talkshow in Köln kennen (Deix spielte dort mit seiner „Good Vibrations“ Band, in der Gardarobe veranstalteten die beiden Beatles und Beach Boys-Fans eine Jam-Session – sie versäumten beinahe ihren Auftritt). Otto: „danach entdeckten wir immer mehr gemeinsame Hobbies – wahrscheinlich werden wir nächste Woche heiraten“ Ins Karikaturmuseum kam Otto mit einer 9m langen Cadillac-Limousine, während der Führung durchs Museum zeichneten Deix und Otto Bilder für die Aktion Licht ins Dunkel (Otto a la Deix und umgekehrt), Otto verewigte seinen Handabdruck in Ton für die „Wall of Fun“ im Karikaturmuseum. 20 Jahre Karikaturmuseum Krems_Otto Waalkes-Manfred Deix_Foto Günter S Kargl ©Kunstmeile Krems

Immer wieder bewies dieses Museum, dass es selbst in der Kunstform der Satire neue Wege ging und geht mit den Ausstellungen „Alles klar Herr Kommissar mit Comics von Nick Knatterton und „Kottan2 von Peter Patzak sowie von Helmut Zenker. Gerhard Haderers großformatige Ölbilder wurden erstmalig in Krems einem Publikum zugänglich gemacht. Einen Ausflug in die japanische Manga-Kultur unternahm das Museum mit Österreichs bester Manga-Zeichnerin Melanie Schober ebenfalls.

Auch der Weltstar Mordillo war 2015 mit seiner ersten Ausstellung in Österreich vertreten. Auch Janosch reiste eigens aus Teneriffa an und auch der französische Künstler Achdé ritt zum Start seiner Lucky Luke-Schau 2013 nach Krems. So gesehen ist das Karikaturmuseum auch international ein geachteter Partner und ein europäisches Kompetenzzentrum für satirische Kunst.

Gottfried Gusenbauer, künstlerischer Leiter des Karikaturmuseum Krems richtet den Blick auch auf die digitale Gegenwart „In unseren Ausstellungen zeigten wir internationale Größen wie Mordillo, Achdé oder den bekannten Disney-Zeichner Carl Barks. Genauso durften wir heimische Meister/innen wie Manfred Deix, Erich Sokol oder Marie Marcs bei uns willkommen heißen. Jedoch sind wir auch für NEUES offen, willkommen auch in der digitalen Welt“.

20 Jahre Karikaturmuseum Krems_Gottfried Gusenbauer_Foto Lukas Beck © Kunstmeile Krems

https://www.karikaturmuseum.at/de

think positive

WAS BLEIBT IST DAS ICH / aktuelle Arbeit © Christa Linossi 2021
Ciò che rimane è ME

ICH die aussagende Person, die auf sich selbst verweist. Auch als aktiver Träger des Denkens oder Handelns. ICH bin SELBSTBEWUSST, ICH bin STARK, ICH….

WAS GIBT ES NEUES…

im MUSEUM DER MODERNE SALZBURG

Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg, Frontansicht / Foto: Marc Haader

2021 im Februar wird auch das Museum der Moderne Salzburg wieder seine Pforten öffnen. Es werden auch wieder interessante Ausstellungen präsentiert. Vorgestellt wurde das Jahresprogramm bei der Pressekonferenz Ende Jänner 2021.

Thorsten Sadwosky Direktor des Museums / Foto: Land Salzburg / Neumayr-Leopold

Zwei Highlights, die ich für Interessant empfinde, stelle hier schon vorab einmal kurz vor:

Für den Sommer 2020 wäre die Ausstellung „End of Empire“ des britischen Künstlers Yinka Shonibare schon geplant gewesen. Corona hat es nicht zugelassen und so findet, so können wir nur hoffen, die Ausstellung dieses Jahr statt. Shonibare ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Großbritanniens und eine zentrale Stimme der postkolonialen Diskussion.

Yinka Shonibare wurde am 9. August 1962 in London geboren und ist ein britisch-nigerianischer Künstler. Bekannt wurde er vor allem durch die Arbeit mit Dutch Way bedruckten, farbenprächtigen Baumwollstoffen. (Dutch Wax sind in den Niederlanden bedruckte Baumwollstoffe, die beidseitig farbenprächtig gemustert sind und in vielen Teilen Westafrika und anderen Teilen des afrikanischen Kontinents sind die gemusterten Stoffe ein unverwechselbarer Bestandteil der afrikanischen Kultur und Identität geworden). Shonibare setzt somit für seine Künstlerischen Arbeiten Dutch Wax als Material ein. Seine Analyse des viktorianischen Lebensstils ist von ironischen Brechungen und politisch aufgeladenen Selbstinszenierungen gekennzeichnet. Er beschäftigt sich intensiv mit kulturellen Identitäten, den kolonialen Verstrickungen des britischen Empire mit dem „Rest der Welt“ und der Frage nach dem „Bild des Anderen“. Die retrospektive Ausstellung wird rund 60 Arbeiten der letzten 30 Jahre zeigen. Ausstellungsbeginn voraussichtlich: 22. Mai bis 12. September 2021

„TELL ME WHAT YOU SEE“ Skrein Photo Collection

Wer ist Christian Skrein? Er wurde 1945 in Wien geboren. Michelangelo Antonionis Film BLOW UP kam in den 1966 Jahren ins Kino und mit ihm der Mythos des Starfotografen, des Shooting-Stars nach dem Vorbild des Chronisten des Swinging London der 60er Jahre, David Bailey und des kamerabewerten Jet-Playboys Gunther Sachs. In jeder größeren Stadt des Westens gab es einen Szenestar des Lichts und in Wien war es Christian Skrein, der im FORMAT vom 22.02.2008 behauptete, das jüngste Mitglied der Wiener Gruppe gewesen zu sein. Er begann in den 1960er Jahren als Bildreporter und fotografierte für die Zeitschrift Vogue und hatte so Zugang zu heute international renommierten Künstlern, lichtete die Rolling Stones in der Wiener Stadthalle, die Beatles in Obertauern und Sean Bond Connery irgendwo in Österreich ab. Für Skrein setzte sich virtual GI Commander und Pritzker Preisträger Hans Hollein einen US-Stahlhelm auf und zog sich eine Airforce Lederjacke an. Den Uebermalungsartisten Arnulf Rainer fotografierte er in Walter Pichlers Galaxy 1 Stuhl. Skrein selbst zeigte sich im Chicago Style der frühen 30er Jahre oder oft auch hüllenlos. Skrein war ein Fotoprofi und kein Aufreisser, der die Kamera nur zum Anbandeln vorgeschoben hat.

Die Sammlung Skrein nimmt eine Vorreiterrolle bei der Rezeption von Amateurfotografie ein, umfasst aber zugleich hochkarätige künstlerische und dokumentarische Aufnahmen. Themen wie die Reportage Fotografie, begründet auch in Christian Skreins eigener fotografischer Praxis, kennzeichnen den Blick des Sammlers ebenso wie ein Faible für Kuriosa. Diesem Materialschatz nähern sich Ausstellung und Publikation auf erzählerische Weise, denn nur so machen die heterogenen Bilder, die alle einen hohen Qualitätsanspruch haben, die Herangehensweise des Sammlers nachvollziehbar. Geordnet werden die Bilder mit assoziativen Begriffen. Ausstellungsbeginn voraussichtlich: 12. Juni bis 17. Oktober 2021

Des Weiteren werden dann noch folgende Künstler*innen im Museum der Moderne und Rupertinum präsentiert:

„Teasing Chaos“ David Tudor / Mönchsberg 3. Juli 2021 – 9. Jänner 2022 David Tudor (1926 Philadelphia, PA, US – 1996 Tomkins Cove, NY, US) war in den 1950er-Jahren einer der führenden Pianisten und Interpreten zeitgenössischer Musik.

„The Disappointed Tourist“ Ellen Harvey / Mönchsberg 2. Oktober 2021 – 13. Februar 2022 Ellen Harvey (1967 Farnborough, GB) erforscht im Medium der Malerei u. a. das Phänomen der ästhetischen Nostalgie (warum ist das Vergangene das Schöne?), das unsere Wahrnehmung von und unseren Umgang mit Natur und Landschaft beeinflusst.

„Deep Time“ Marion Kalter / Rupertinum 23. Oktober 2021 – 27. Februar 2022 Wenn Marion Kalter (1951 Salzburg, AT) von Fotografie spricht, dann spricht sie eigentlich von Menschen.

„Das grafische Werk“ Heimo Zobernig/ Rupertinum 23. Oktober 2021 – 27. Februar 2022 Generali Foundation Studienzentrum Presented by Künstlerbücher, Kataloggestaltung und Grafikdesign sind ein zentraler Teil der künstlerischen Praxis von Heimo Zobernig (1958 Mauthen, AT).

„Gordon Matta-Clark“ 6. November 2021 – 27. März 2022 / Mönchsberg Presented by In Kooperation mit CCA – Canadian Centre for Architecture, Montréal Gordon Matta-Clark (1943 – 1978, New York, NY, US) zählt mit seinem radikalen gesellschaftskritischen und innovativen Werk zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Kunst im Lift MönchsbergAufzug

Peter Land, The Staircase (1998)  bis 1. Februar 2021

Carola Dertnig, Strangers (2003) 2. Februar – 3. Mai 2021

Ferhat Özgür, The Will or The Ten Commandments (2009) 4. Mai – 2. August 2021

Robert F. Hammerstiel, I want you to want me I (2006) 3. August – 2. November 2021

Kurt Kren, 31/75 Asyl (1975) 3. November 2021 – 31. Jänner 2022

https://www.museumdermoderne.at/

ALBERTINA Museum Wien 2021

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

2020 ist unerwartet anders verlaufen und so blickt man mit Zuversicht auf die ALBERTINA Ausstellungen für das Jahr 2021. Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder hat mit einem Kurator*innen Team ein vielseitiges Programm für die ALBERTINA und die ALBERTINA MODERN vorbereitet.

Folgende Ausstellungen, die demnächst aktuell stattfinden – wenn Museen und Galerien ihre Pforten wieder öffnen dürfen – finde ich spannend und interessant.  

FACES DIE MACHT DES GESICHTS Ausstellungsbeginn 12. Februar bis 24. Mai 2021

Worum geht es bei dieser Ausstellung? Es werden Porträts aus der deutschen Zwischenkriegszeit präsentiert. Ausgangspunkt ist Helmar Lerskis, der mit seiner herausragenden Fotoserie Verwandlungen durch Licht (1935/36) das Porträt in den Vordergrund rückt.

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Helmar Lerski Verwandlungen durch Licht, 604, 1935–1936/ Silbergelatinepapier /
ALBERTINA, Wien © Nachlass Helmar Lerski – Museum Folkwang, Essen

Auszug aus dem Pressetext: „In den 1920er- und 30er-Jahren erneuern Fotografinnen und Fotografen radikal das Verständnis des klassischen Porträts: Ihre Aufnahmen dienen nicht mehr der Darstellung der Persönlichkeit eines Menschen, sondern fassen das Gesicht als nach ihren Vorstellungen inszenierbares Material auf. Über das fotografierte Gesicht werden sowohl ästhetische Überlegungen der Avantgarde als auch gesellschaftliche Entwicklungen der Zwischenkriegszeit dargestellt. Experimente mit neuer Formensprache, das Verhältnis zwischen Individuum und Typ, feministische Rollenspiele und politische Ideologien treffen aufeinander und erweitern damit das Verständnis der Porträtfotografie“.

august_sander_handlanger_1928_c_die_photographische_sammlungsk_stiftung_kultur_-_august_sander_archiv-_koeln_bildrecht-_wie / August Sander Handlanger, 1928
Silbergelatinepapier © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; BILDRECHT, Wien, 2020

Die künstlerische Porträtfotografie ist auch ein fotografisches Herausarbeiten des charakteristischen Wesens einer Person. Die Porträtfotografie ist mit unter auch die Fortsetzung der Porträtmalerei, mit technischen Mitteln. Betrachtet man die Bilder genau, kann man genau herausfiltern, was ist der Ausdruck des Gesichtes? Traurig- oder Fröhlichkeit, Hass oder Zorn oder Nachdenken? Wie kann ein Gesichtsausdruck auf den Betrachter wirken? Viele Fragen und auch Antworten!?

XENIA HAUSNER. TRUE LIES Ausstellungsbeginn 30.April bis 25.Juli 2021

Xenia Hausner stammt aus einer Künstlerfamilie. Sie ist die Tochter des österreichischen Malers Rudolf Hausner. Rudolf Hausner ist Mitbegründer der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ und gehört zu den herausragenden österreichischen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er 1957 mit dem entstandenen ADAM-BILD, welches er immer wieder variierte. Xenia Hausners Arbeiten haben ebenfalls eine ausdrucksstarke Kraft und es ist durchaus möglich, dass sie ihrem Vater viel über die Schulter geschaut hat.

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Xenia Hausner Adler und Engel, 2005 Courtesy Xenia Hausner © Bildrecht, Wien, 2020

Auszug aus dem Pressetext: „Die Figuren lösen sich von der ursprünglichen Person und nehmen eine eigene Rolle in Hausners Geschichten ein, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen. In Fragment haften Montagen konfrontiert uns die Künstlerin mit den Widersprüchen, die in uns angelegt sind, mit Facetten, die wir nicht nach außen kehren. Gerade die Fiktion ermöglicht ihr, mit geschärftem Blick dem wahren Kern nachzuspüren und in ihren Bildern offenzulegen. Während die Kunstgeschichte vom männlichen Blick geprägt ist, verfolgt Xenia Hausner ihre Spurensuche in einer rätselhaften Gegenwelt – sämtliche Themen werden anhand von Frauen erkundet, die alle Rollen einnehmen können und so den männlichen Part meist mitverkörpern“.

Gezeigt werden ihre ersten frühen Arbeiten aus den 1990er-Jahren bis zu Xenia Hausners jüngsten bewegenden Exiles-Serie. Man darf gespannt sein.

xenia_hausner_kopfschuss_c_bildrecht / Xenia Hausner Kopfschuss, 2002-2004
Acryl auf Hartfaser © Bildrecht, Wien, 2020

AMERICAN PHOTOGRAPHY Ausstellungsbeginn 16. Juni bis 29. August 2021

Klingt auch vielversprechend. Es handelt sich um Aufnahmen der amerikanischen Weite, der Alltagskultur, sozialer Landschaften und urbaner Metropolen.

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Stephen Shore West 9th Avenue, Amarillo, Texas, October 2, 1974 Silberfarbstoffbleichverfahren
ALBERTINA, Wien © Stephen Shore

Auszug aus dem Pressetext: „Überhöhte, idealisierte Abbildungen der Landschaft werden von bis dahin als nicht darstellungswürdig erachteten, alltäglichen Motiven abgelöst. Auf Roadtrips entstandene Serien setzen sich kritisch mit der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Fotografinnen und Fotografen nutzen vorwiegend eine spontane, schnappschussartige Bildsprache, um die Dynamik der Großstadt einzufangen. Im Gegensatz dazu dienen aufwändig inszenierte, filmische Tableaus der Verhandlung von fotografischer Wirklichkeit und Illusion sowie gesellschaftlichen Entwicklungen“.

MUNCH UND DIE FOLGEN Ausstellungsbeginn 18. Februar bis 19. Juni 2022

Wer kennt Edvard Munch nicht? Edvard Munch in Norwegen geboren, entstammte einem Geschlecht von evangelischen Pfarrern und Lehrern und hatte eine ziemlich armselige Jugend. Sein Vater war Arzt in Oslo, seine Mutter starb, als er 5 Jahre alt war. Er leidet auch unter der streng christlichen Gesinnung seines Vaters, hatte Angstattacken und einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Seine armselige Jugend, die Krankheiten, unter die er litt, verarbeitete er auch in vielen seiner Werke, die authentisch und zu seiner Aussage passen: „Man kann nicht ewig Frauen malen, die stricken, und Männer, die lesen: ich will Menschen malen, die atmen, fühlen, lieben und leiden.“

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Edvard Munch Madonna, 1895/1902 Farblithographie mit Lithokreide, -tusche und Nadel in Schwarz, Oliv, Blau und Rot / Japanpapier ALBERTINA, Wien © ALBERTINA, Wien


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Edvard Munch Selbstporträt (mit Knochenarm), 1895 Selbstporträt (mit Knochenarm), 1895 Lithographie mit Lithokreide, -tusche und Nadel in Schwarz ALBERTINA, Wien © ALBERTINA, Wien

Sein berühmtestes Werk „Der Schrei“. „Der Schrei“ zeigt eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen den Kopf presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt.

Auszug aus dem Pressetext: „Die ALBERTINA widmet Edvard Munch und von ihm inspirierten KünstlerInnen im Frühjahr 2022 ihre Hauptausstellung. Munch und die Folgen präsentiert ca. 60 Meisterwerke Edvard Munchs (1863–1944) gemeinsam mit Größen des 20. Jahrhunderts wie Andy Warhol oder Georg Baselitz und wichtigen zeitgenössische KünstlerInnen wie Marlene Dumas, Peter Doig, Miriam Cahn und Tracey Emin. Edvard Munchs zutiefst pessimistische und melancholische Weltanschauung – der Mensch ist letztendlich völlig allein – definiert die Wahrnehmung seiner Arbeit bis heute. Ebenso einflussreich sind seine Experimente mit Drucktechniken und Farbe, die nicht nur die Geschichte der Malerei geprägt haben, sondern auch weiterhin in zeitgenössischen künstlerischen Praktiken zu finden sind – genau wie seine ikonischen Werke wie der Schrei und die Madonna. Munch und die Folgen konzentriert sich in erster Linie auf Munchs späteres Werk und seine Relevanz“.

Blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns auf den Besuch in der ALBERTINA 2021 https://www.albertina.at/

Einfach zum Nachdenken….

Prophezeihung der Cree-Indianer

Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Arbeit zum Thema Klima und Umwelt / Aktuelle Arbeit © Christa Linossi

Not Vital. IR – Einzelausstellung im Museum der Moderne in Salzburg

Bevor der neuerliche Lockdown am 26. Dezember 2020 wiederbegann, besuchte ich noch die Ausstellung NOT VITAL.IR im Museum der Moderne Salzburg.

Non Vital vor seiner Arbeit Camel (2018) vor dem Museum der Moderne Salzburg, Foto: © Museum der Moderne Salzburg / Foto: Rainer Iglar

Es ist die erste museale Einzelausstellung in Österreich des Künstlers Not Vital. Wer ist der Künstler? Er ist Schweizer und wurde am 15. Februar 1948 in Sent im schweizerischen Unterengadien geboren. Seine Bereiche Grafik, Malerei, Bildhauerei und Architektur. Vitals Werke – in verschiedenen Techniken und gattungsübergreifend – werden in bedeutenden Museen und Galerien wie auch im öffentlichen Raum weltweit gezeigt.

Museum der Moderne Salzburg widmet dem Künstler eine Einzelausstellung wo 21 Skulpturen, drei sowohl raum- als auch wandgreifende Installationen und 144 Zeichnungen präsentiert werden. Der Titel der Ausstellung IR, stammt aus dem Rätoromanischen und bedeutet: „gehen“. Damit ist ein wesentliches Prinzip der künstlerischen Praxis von Not Vital benannt, die auf der fortwährenden Spannung von Aufbruch (Fortgehen), Rückkehr (Heimkehren) und erneutem Aufbruch beruht.

Obwohl er ein internationaler Künstler ist, ist er mir bisher noch auf keiner Ausstellung, weder in London, Paris, München oder sonst wo aufgefallen, oder ich war gerade zum falschen Zeitpunkt in London oder Paris, wo er ausgestellte. Egal, seine Arbeiten, die ich nun erstmalig im Museum der Moderne sah, sind spannend und interessant zugleich. Einige Arbeiten werde ich hier beschreiben. Es ist meine Sichtweise:

Wie ich es immer tue, ich schlendere zuerst einmal durch die Ausstellungshallen, verschaffe mir einen Überblick und dann bleibe ich bei den spannenden und interessanten Objekten hängen.

Bei Not Vital fand ich die großen Skulpturen nicht so aufregend. Groß und überdimensional. Die kleineren stachen mir viel mehr ins Auge. Wie zum Beispiel diese Skulptur die aus mehreren Schuhen – genau betrachtet aus 5 – bestand.

Non Vital „Scarpa per 5 piedi (Schuh für 5 Füße) Manulli Collection Museum der Moderne Salzburg / Foto: Christa Linossi

 Ein interessantes übereinander aber in verschiedene Richtung gestapelt. Was will der Künstler damit ausdrücken? Vielleicht deutet es hin: einmal in diese Spur, dann auf eine andere Spur, einmal links und rechts gehen. Und wie oben bereits angedeutet heißt die Ausstellung ja IR „gehen“. Also hat dies auch mit gehen zu tun. Der Künstler selbst nennt dieses Objekt „Scarpa per 5 piedi“ (Schuhe für 5 Füße). Also 5 Füße und jeder hat nur einen Schuh. Wie meint der Künstler es nun wirklich, der Mensch hat jeweils 2 Füße, also wären es Schuhe für nur 4 Füße und was ist mit dem 5. Fuß? Ging ein Fuß verloren? Verletzt? Abgetrennt?

Oder eine andere Skulptur:

Non Vital „Scarpa per orecchio (Schuh für 1 Ohr) Manulli Collection Museum der Moderne Salzburg / Foto: Christa Linossi

Der Schuh mit dem Ohr? Sollte es eine Verbindung von Hören und Gehen darstellen? Das Ohr beim Fuß?

Diese Skulpturen sind alle aus der Serie „Scarpa per…2001“

Non Vital Camelköpfe (IR Ausstellungsübersicht) 2020 © Foto Museum der Moderne Salzburg / Foto: Rainer Iglar

Warum hat der Künstler am 3.3.2005 300 Kamelköpfe (Gips) aus Moskau in der Kunsthalle in Bielefeld an die Wand geworfen? Was hatte diese Aktion auf sich? Ich recherchierte; Not Vital ist auch ein Nomadenkünstler, dessen anthropologischer Wissensdurst ihn scheinbar unruhig um die Welt reisen lässt, um die Eindrücke verschiedener Kulturen in seinen Skulpturen zu verarbeiten. So errichtete er zum Beispiel in der Wüstenstadt Agadez (5 Jahre lang) zusammen mit den einheimischen Tuareg Gebäude und Skulpturen und da die Stadt Agadez ein altes Handelszentrum und das Tor zur Wüste und seit Jahrhunderten Treffpunkt nomadischer Völker und Karawanen ist. Die dreihundert Kamel-Keramikköpfe aus Gips, die ebenfalls in diesem Zeitraum hier entstanden sind, wurden zweimal in Moskau gezeigt und vor Beginn der Bielefelder Ausstellung warf er sie gegen die Wand. Sein Argument: „Die Erde gibt, die Erde nimmt“ und so geht auch das Kunstobjekt seinen irdischen Gang. 

Die nachstehende Skulptur, erweckte ebenfalls mein Interesse. Um welches Tier handelt es sich? Ich vermute um ein Kamel. Ist ein Teil des Kamel noch in der Wüstenstadt Agadez und der andere Teil schon in der Wüste? Eine andere Erklärung wäre noch: bei dieser Arbeit könnte man auch vermuten, dass er die Grenzen zwischen abstrakter und figurativer Form in einer besonderen engen Beziehung zum Material wie Gips herstellt.

Not Vital, ohne Titel (von Hinten) 1999, Hydrocal 84 x 15 x 40 cm Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, London-Paris-Salzburg © Not Vital, Foto: Ulrich Ghezzi

Walk Through: Not Vital and Thorsten Sadowsky
Thaddaeus Ropac Video in Kooperation mit dem Museum der Moderne Salzburg
Join us on Friday 4 December, 5 pm CET (4 pm UK time / 11 am EST / 8 am Pacific time) for a walk through the upcoming exhibition ‚NOT VITAL. IR‘ at Museum Der Moderne Salzburg with the artist Not Vital and the Museum Director’s Thorsten Sadowsky.

Es lohnt sich, die Ausstellung anzusehen. Leider zurzeit wegen des Lockdowns nicht möglich. Aber die Ausstellung läuft noch bis 13. Juni 2021

https://www.museumdermoderne.at/de/besuch/

AUSGEBREMST…….

aktuelle Arbeit „Ausgebremst..“ zum Thema „MACHT“ © Christa Linossi 2021

…wer nicht freiwillig mitmacht, wird ausgesperrt!

Als Künstlerin – der Kunst- und Kulturbetrieb wurde bis auf weiteres heruntergeschraubt – will ich mit meiner künstlerischen Arbeit*, darauf hinweisen, dass es sich schon längst nicht nur mehr um die Pandemie des Virus COVID 19 handelt, sondern es ist der Tag der Populisten, die auf ein einzelnes Ziel abzielen, nämlich das Ziel der MACHT.

Massiver Eingriff in Grund- und Freiheitsrechte, jeglicher Kompromiss wird abgelehnt, Wissenschaftler kritisieren immer wieder die Corona-Politik, werden aber nicht wirklich ernst genommen.

* meine aktuelle Arbeit – zeigt ein Gesicht und deutet auf eine Spaltung in der Gesellschaft hin

2020 geht in die Geschichte ein und das Jahr neigt sich dem Ende zu……..aber wir blicken positiv in die Zukunft!

wünsche ich allen Leser und Leserinnen