Antony Gormley – DER BLICK AUF EINEN BILDHAUER

2020 Stillstand für die Kunst, CORONA stoppte alles. Aber ich will Kunst auf meinem Blog vermitteln, so suchte ich in meinem Archiv nach interessanten Künstlern, deren Kunst es wert ist, sie wieder vor den Vorhang zu holen.

Heute geht es um den Künstler Antony Gormley

Antony Gormley, Horizon Field, August 2010 – April 2012; Eine Landschaftsinstallation im alpinen Hochgebirge Vorarlbergs, Österreich; Presented by Kunsthaus Bregenz; Standort: Lech, Kriegerhorn bei Hasensprung Nr. 17; Aufnahmedatum: 10.06.2010 – © Kunsthaus Bregenz, Antony Gormley; Foto: Antony Gormley

Graz wurde 2003 zur Kulturhauptstadt ernannt und hier entdeckte ich erstmals den Künstler Antony Gormley, der für die Kulturhauptstadt eine Installation mit Skulpturen aus lebensgroßen Abgüssen (massives Gusseisen) eines menschlichen Körpers inszenierte. Diese Körper hangen als menschliche Skulpturen kopfüber oder zusammengerollt am Boden liegend im hermetischen Hof des Kulturzentrum Minoriten in Graz. Das Thema „Himmelschwer“ – eine Transformation der Schwerkraft – wurde vom Künstler so konzipiert, dass es unvergesslich im Kopf des Betrachters hängen bleiben musste.

2012 stoß ich erneut wieder auf den Künstler Antony Gormley, der eine interessante LandArt Installation der anderen Art über ein Gebiet von 150 Quadratkilometer in den Bergen von Vorarlberg verteilt inszenierte. Ich berichtete über diese LandArt Installation damals bei dem Online-Magazin KULTURA-EXTRA https://www.kultura-extra.de/kunst/portrait/kurzportrait_antony_gormley.php

Antony Gormley I Horizon Field I Vorarlberg © Kunsthaus Bregenz
my Vorarlberg  Antony Gormley – Horizon Field

Seine Figuren, die aus Gusseisen sind, waren für mich immer wieder eine interessante Geschichte. So gesehen, machte das Kunsthaus Bregenz mit dem Künstler ein Projekt, das als einzigartiges Landschaftsprojekt in Erscheinung trat. 2010 wurde es realisiert, wobei die Vorbereitungszeit für das Projekt „Horizon Field“ bereits fünf Jahre in Anspruch nahm. „Horizon Field“ bestand aus einhundert lebensgroßen Skulpturen, welche über ein Gebiet von 150 Quadratkilometer in Vorarlberg in Bergen verteilt waren und eine horizontale Linie auf 2039 Metern über dem Meeresspiegel bildeten. Es erstreckte sich vom Bregenzerwald bis in das Arlberggebiet. Ein faszinierendes Schauspiel.

Da das Ganze temporär und ein Teil des künstlerischen Konzeptes war, wurden die Skulpturen nach einem gewissen Zeitraum wieder abgebaut. Sie sind leider nicht mehr sichtbar.

Es war eines der gelungensten LandArt-Projekte der seinesgleichen sucht.

Antony Gormley, der mich immer wieder – mittlerweile habe ich einige Ausstellungen von ihm gesehen – fasziniert, zählt für mich zu den wichtigsten und bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer-Künstlern weltweit.

Es ist immer wieder die menschliche Figur, die im Mittelpunkt seines Schaffens steht und ausgehend von seinem eigenen Körper, präsentiert er stets neue skulpturale Konstellationen als Einzelfigur oder in größeren Gruppen angeordnet. Gormley ist ein Suchender, der immer wieder nach neuen Formen sucht und sie wieder als ein neues Kunstwerk entstehen lässt.

Seine Materialien für seine Skulpturen können nicht unterschiedlicher sein. Er stellt sie aus Gusseisen, aus Drahtgeflechten oder anderen Materialien her.

Kunsthaus Bregenz. Wir haben Antony Gormley in London zu Horizon Field interviewt. Das Kunsthaus Bregenz bedankt sich bei seinen Partnern und Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung und die tatkräftige Mitarbeit und Einbringung von Sachleistungen bei der sehr komplexen Umsetzung des Projektes. The Kunsthaus Bregenz would like to thank its partners and sponsors for their generous financial support, their active cooperation, and the materials they donated to ensure the success of this highly complex project. Hauptsponsor (Main Sponsor): Hugo Boss. Partner-Sponsoren (Partner Sponsors): Hypo Landesbank Vorarlberg, Montfort Werbung, Uniqa, Vorarlberger Kraftwerke AG, Vorarlberg Tourismus.

https://www.antonygormley.com/sculpture/chronology

https://www.antonygormley.com/