Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren.
Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche.
Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.
Im Mai 2019
feierte das Domquartier Salzburg sein 5-jähriges Bestehen und es wurde zu einem
der meistbesuchten Museen in Salzburg. Das DomQuartier ist mehr als nur ein
Museum, es erzählt auch Geschichte und setzt sich mit seinen großartigen
Sonderausstellungen immer wieder auch mit der Kunst BAROCK auseinander.
Da Salzburg
auch als „Rom des Nordens“ bezeichnet wird, ist es natürlich sehr naheliegend
das immer wieder in den Ausstellungen die bedeutendsten Künstler der Barockzeit
gezeigt werden. Ein großer Sammler war Kurt Rossacher (1918-1988) ein
gebürtiger Grazer, war ein
österreichischer Kunsthistoriker und Kunstsammler und Gründer des Salzburger
Barockmuseum (Mirabellgarten 1973) jedoch wurde die Sammlung Rossacher 2012 in
das Salzburg Museum integriert und das Barockmuseum geschlossen.
Rom die Geburtsstätte des Barocks und seit
Jahrhunderten das religiöse und kulturelle Zentrum Europas. In einer Sonderausstellung
werden im Nordoratorium des Salzburger Doms aus der Sammlung Rossacher (ca. 150
Arbeiten) wichtige Vertreter des Römischen Barocks gezeigt:
Allegorie der Justitia, Giovanni Battista Gaulli
Pietro da Cortona (1596-1669)
Alessandro Algardi (1598-1654)
Gianlorenzo Bernini (1598-1680)
Antonio Raggi (1624-1686)
Carlo Maratta (1625-1713)
Giovanni Battista Gaulli, gen. II Baciccio (1639-1709)
Benedetto Luti (1666-1724)
Gregorio Guglielmi (1714-1773)
Domenico Corvi (1721-1803)
Anton Raphael Mengs (1728-1779) Die barocke Kunstrichtung endet mit Anton Raphael Mengs.
Mariano Rossi (1731-1807)
Peter Paul Rubens (1577-1640) war ein Auftrag in Rom von besonderem Wert für seine weitere Laufbahn und er ist der große Vermittler italienischer Kunst in den Norden. Peter Paul Rubens wurde 1598 in die Malergilde von Antwerpen aufgenommen. 1600 ging er nach Italien, um dort Tizian und Veronese zu studieren. Es folgten Studien- und Arbeitsaufenthalte in Rom, Madrid, Genua und Mailand. 1608 kehrte er nach Antwerpen zurück.
Diese Sonderausstellung
mit Beispielen römischer Kunst ist mit dem Thema in der kommenden Ausstellung
in den Räumlichkeiten der Residenzgalerie abgestimmt. Die Schau „Goldene
Zeiten. Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts“ mit Meisterwerken aus dem
Sammlungsbestand der Residenzgalerie Salzburg und der Gemäldegalerie der
Akademie der bildenden Künste Wien wird am 3. August 2019 eröffnet.
Zwei Sonderschauen, welches das DomQuartier präsentiert, sind das Kernthema des Barocks und sind thematisch verbunden und treten miteinander in einen Dialog. Von der Residenzgalerie über die Dombogenterrasse in das Nordoratorium des Salzburger Doms wird der Gang zu einer spannenden Expedition durch die Barockzeit.
„Ein Entwurf stellt ein Projekt in der vollen Kühnheit der schöpferischen Phantasie dar“ Kurt Rossacher
Montag, 17. Juni
2019 wurde die Sommerszene 2019 im SZENE THEATER mit der Produktion RULE
OF THREE des belgischen Choreograph Jan Martens eröffnet.
RULE OF THREE – SommerSzene2019-Jan-Martens@SommerSzene_BernhardMueller
Ich habe mir
das Stück angesehen und war von der Inszenierung begeistert bis auf die
Schlussszene, dann musste ich feststellen, schade, es hatte einen etwas faden
Beigeschmack, der das Stück in der Qualität etwas fallen ließ. Warum?
SommerSzene 2019 Jan Martens – RULE OF THREE – @SommerSzene_BernhardMueller
RULE OF THREE (Übersetzt: Dreierregel oder Regel von Drei, die Dreierregel ist somit in jeder Lage des Lebens anzuwenden. Angewendet auch beim Survivaltraining) nennt Jan Martens sein aktuelles Stück, das seinen thematischen Ausgangspunkt bei der menschlichen Fähigkeit nimmt, blitzschnell von einem Moment zum nächsten zu springen. Der Saal des SZENE THEATER begann ohne Licht und der Raum war nicht erkennbar, ein Tänzer, dann tauchten zwei weitere Tänzer aus dem Nichts auf und dazu setzte lautstarke perkussive Musik des amerikanischen Komponisten NAH (live) ein. Das exzellente Tänzertrio (Julian Josse, Steven Michel, Courtney May Robertson) inszenierte sich zu einer perfekten Performance und lies sich von dieser Musik weiter antreiben. Der amerikanische Komponist NAH der mit live gespielten und vorprogrammierten Drums, Found Sounds und bearbeiteten Rock-, Hiphop- und Jazz Samples brachte den Saal zum Beben – nicht weil das Publikum tobte – sondern mit seinen kraftvollen Rhythmen, Lichteffekten und dynamischen Bewegungen des Tänzertrio. Eine Reise in das 21. Jahrhundert der Rastlosigkeit des urbanen Lebens, Nachtclubs Atmosphäre, das Pulsieren der Städte und die Erfahrung sich in der Fülle der Informationen durch die Digitalisierung sich zu verlieren, kamen hier zum Ausdruck.
SommerSzene 2019 Jan Martens – RULE OF THREE – @SommerSzene_BernhardMueller
Der Abschluss der Performance, endete mit den nackten Körpern des Tänzertrios. Keine Musik mehr, die Tänzer performten sich in Dreiecke, in liegenden ruhenden Körpern, klebten wieder einander und keiner des Publikums – es war verdammt ruhig im Publikum – kannte sich aus und man wartete wahrscheinlich darauf, was nun passieren würde, aber es passierte nichts. Meine Frage: wollte Jan Martens darauf hinweisen, wie der Anfang der Menschheit war? Nackt ins Leben getreten? Sich weiterentwickelte? Zurück zum Ursprung des Lebens? Worum ging es ihm in dieser Schlußszene, die für ihn so wichtig war?
Auf alle
Fälle war RULE OF THREE eine rebellische, leidenschaftliche Choreografie
mit einem perfekten Tänzertrio. Eine Konzert-Performance zwischen
Kurzgeschichtensammlung und zeitgenössischer Dramen und Alltagsereignissen des
21. Jahrhunderts.
So entwickelte sich die Festung Hohensalzburg im Laufe der Jahrhunderte.
Die Festung
Hohensalzburg ist ein echter Blickfang hoch über den barocken Türmen der Stadt
und diese Festung erzählt Geschichte! Das Festungsmuseum in Kooperation mit dem
Salzburg Museum setzt auf die Weiterführung der 2016 in der Neuen Residenz
eröffneten Ausstellung „Erzähl mir Salzburg!“ Im „Hohen Stock“ der
Festung folgt das neue inhaltliche Konzept dem Prinzip des Storytellings. 10
Räume ca. 1400 qm Ausstellungsfläche und jeder Raum erzählt eine Geschichte.
Die
Geschichte von Salzburg mit verschiedenen Aspekten eingebunden rund um die Festung
Hohensalzburg. Dabei stehen die Kunst, Kultur und Geschichte von Salzburg
weiterhin im Fokus.
Die Festung
zählt durch ihre herausragende Lage über der Altstadt und im Zentrum des
UNESCO-Weltkulturerbes zu den geschichtsträchtigsten und gleichzeitig touristischen
attraktivsten Orten Salzburgs.
Schwerpunkt
dieser neu gestalteten Ausstellungsräumlichkeiten ist das MITTELALTER und viele
Geschichten stammen aus dem Mittelalter. Informationen gibt es auch von den
Erzbischöfen geprägten Leben im mittelalterlichen Salzburg. Vor genau 500
Jahren (Juni 1519) wurde Matthäus Lang (Matthäus Lang von
Wellenburg (1519-1540) war humanistisch gebildet, aber ein absolutistisch
herrschender Landesfürst)
zum Erzbischof von Salzburg inthronisiert.
Die Baugeschichte der Festung Der Einführungsraum widmet sich mit einer filmischen Animation von Stefanie Hilgarth und Wolfgang Haas der Baugeschichte der Festung seit dem 11. Jahrhundert.
Die Salzburger Erzbischöfe Der Ausstellungsbereich informiert über die Geschichte der Salzburger Erzbischöfe und deren besonderen Status.
(Die Stadt) Salzburg im MittelalterMit einer Animation widmet sich der Ausstellungsbereich der Stadtansicht von Salzburg in der Schedelschen Weltchronik aus dem Jahr 1493.
Ernährung und Kochen im Mittelalter Die eingerichtete Küche bildet den Rahmen für illustrierte Erläuterungen zur mittelalterlichen Gesellschaftsordnung und der Ernährungsgepflogenheiten der Bevölkerung.
Paracelsus und SalzburgDer Ausstellungsbereich widmet sich dem Wirken von Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus, in Salzburg und lädt ein zu einer Spurensuche, die Einblicke in sein Leben.
Waffen im MittelalterAls Einblick in ein Arsenal historischer Waffen thematisiert der Ausstellungsraum militärische und politische Konflikte.
Der Mönch von Salzburg und die Musik im MittelalterIm Zentrum des Ausstellungsbereiches steht das Werk des anonym gebliebenen Mönchs von Salzburg.
Die Kapelle Die Kapelle von Erzbischof Leonhard von Keutschach bildet den Präsentationsrahmen für eine zeitgenössische Arbeit von Gerold Tusch.
Wohnen und KunsthandwerkAusgewählte Möbel und Erzeugnisse des Kunstgewerbes liefern Einblicke in gehobene Alltags-, Wohn- und Festkulturen.
MünzschatzBei Grabungen in der ehemaligen Silberkammer im Hohen Stock wurde im Jahr 1997 ein verstreuter Goldschatz entdeckt.
Spielen und Spielzeug im MittelalterArchäologische Funde von mittelalterlichem „Spielzeug“
Archäologie – Spurensuche in der Vergangenheit Am Ort der archäologischen Ausgrabungen der 1990er Jahre liefert der Ausstellungsraum mit der Spitze des Festungsberges.
Das Team des
Salzburg Museum hat auch auf die Herkunft der BesucherInnen reagiert und so
wurden gezielte Medien- und Sprachangebote angewandt. So gibt es beispielsweise
Wandtexte in „Mandarin“. Des Weiteren wurde auch eine „Leichte und klare
Sprache“ verwendet, um allen BesucherInnen dabei zu helfen, sich rasch über das
Mittelalter in Salzburg zu informieren.
Die
Ausstellung wird zu einem spannenden Museumserlebnis für Jung und Alt.
Das
interdisziplinäre Festival für zeitgenössische Kunst, das 1968 in einem herausfordernden
politischen und geografischen Kontext gegründet wurde; in einem Land, das viele
historische Leichen im Keller hatte, und in einer Stadt, die in einer
Grenzregion des Kalten Krieges lag, steht wieder in den Startlöchern und eröffnet
in Graz am 19. September 2019 seinen 52. steirischen herbst
Anna Clementi und Angela Wingerath bei Proben zu Zorka Wollnys Performance fürsteirischer herbst ’19, Berlin, 2019, Foto: Zorka Wollny
Nedko Solakov, “a lost cold war spy”, Skizze, 2019, courtesy the artist
Ekaterina Degot (1958, Moskau) ist Kunsthistorikerin, Forscherin und Kuratorin und wurde 2018 für fünf Jahre zur Intendantin und Chefkuratorin des steirischen herbst bestellt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf ästhetischen und gesellschaftspolitischen Fragen in Russland und Osteuropa vom 19. Jahrhundert bis zur postsowjetischen Ära.
2018 startete
Ekaterina Degot mit ihrem kuratorischen Team das Projekt VOLKSFRONTEN mit
den vielfältigen und ambivalenten Bedeutungen dieses Begriffs. Thematisiert
wurden die Geschichte und das aktuelle politische Klima in Österreich und
Europa. Somit schließt das Festival 2019 unmittelbar daran an und geht den
zerstörerischen Widersprüchen und dem unheimlichen Charme des Habsburgischen
Europa sowie seiner Bedeutung für den Rest der Welt tiefer auf den Grund. Das
Kernprogramm des steirischen herbst’19 trägt den Titel „Grand Hotel Abyss –
Grand Hotel Abgrund“.
Eine schlagende Metapher „Grand Hotel Abgrund“, so nannte der ungarische Philosoph Marxist Georg Lukács, nicht zuletzt wegen ihres teilweise großbürgerlichen Hintergrunds, die Intellektuellen und Kulturschaffenden des „Instituts für Sozialforschung“, jener berühmten „Frankfurter Schule“, welcher die gesellschaftskritische Sozialwissenschaft entscheidende Impulse verdankt.
Ian Hamilton Finlay, Neoclassicism Needs You, Postkarte, Ort und Jahr unbekannt, courtesy of the Estate of Ian Hamilton Finlay
Auszug aus
dem Pressetext „steirischer herbst‘19“
„Der
tägliche Anblick des Abgrunds, zwischen behaglich genossenen Mahlzeiten oder
Kunstproduktionen, kann die Freude an diesem raffinierten Komfort nur erhöhen.“
Lukács´ Bild entspricht der Selbstdarstellung von Graz und dem umliegenden
österreichischen Bundesland Steiermark als Genussregion, als kulinarische und
ästhetische Wohlfühlzone. Graz und die Steiermark gehören zu den zahlreichen
Blasen aus gehobener Gastronomie, Wellness und Bio-Komfort, die in Zeiten
zunehmender Ungleichheit entstehen – Orte, die maßgeschneidert sind für
Geschäftsreisende und Kulturtourist*innen, wo das Lob traditioneller Erzeugnisse
beängstigende, Krypto nationalistische Untertöne hat und der Abgrund der
radikalen gesellschaftlichen Exklusion, der Wirtschaftskrise und des
entfesselten militärischen Konflikts lauert und in Zeitlupengeschwindigkeit
näherkommt. Grand Hotel Abyss nimmt diese Situation als Ausgangspunkt für eine
umfassendere Betrachtung des Hedonismus in Zeiten der nahenden Apokalypse. Das
Festival blickt zurück auf seine Vorgeschichte in den turbulenten Tagen des
beginnenden Kalten Krieges, als britische Offiziere, darunter auch der junge
John le Carré, das Hotel Wiesler – das damals einzige wirkliche Grand Hotel der
Stadt – übernahmen und ihr Hauptquartier im Palais Attems aufschlugen, in dem
sich heute das Büro des steirischen herbst befindet. Das diesjährige Programm
erzählt Geschichten über die Wohlfühlpolitik des Nationalsozialismus, über
sexuelle Praktiken der Zukunft, über die unmögliche Entscheidung zwischen
Faschismus und Nationalsozialismus, die Tirol in den 1930er-Jahren aufgezwungen
wurde, und über Handelssanktionen für landwirtschaftliche Produkte im heutigen
Russland – und es spult vor in eine dystopische Zukunft, in der die bestehenden
Kulturinstitutionen der Stadt in Cafés umgewandelt werden.“
Jakob Lena Knebl, Richard (2019), Foto: Christian Benesch
„Grand
Hotel Abyss“ eine
Fiktion? Der steirische herbst’19 wird zur Eröffnung am 19. September
2019 bei einer Abendveranstaltung überraschende Ereignisse liefern und sich
anschließend in der gesamten Stadt zu einem vierwöchigen, dicht gewobenen
kuratorischen Narrativ aus Performances, Bühnenproduktionen, Installationen und
Filmen von KünstlerInnen aus aller Welt weiterentwickeln.
Diesmal gibt es auch eine Kooperation mit dem Literaturhaus Graz und der steirische herbst’19 nutzt das Literaturhaus erstmals als Ausstellungsort. Konzipiert wird eine Installation von Ekaterina Degot und David Riff mit dem Titel „The Life and Adventures of GL“ welches einen künstlerisch-kuratorischen Blick auf die Fiktionen und Mythen um Georg Lukács und seine titelgebende Metapher des Hotels am Abgrund wirft. Des weiteres kooperieren beide Institutionen für ein dreitägiges Festival mit dem Titel „Weltmaschine Österreich“. Die „Weltmaschine Österreich“ ist die Erfindung des oststeirischen Bauern Franz Gsellmann. https://www.steiermark.com/microsites/gsellmann-weltmaschine
Eines ist
sicher, es wird wieder ein spannender „steirischer herbst‘19“ vom 19. September
bis 13. Oktober 2019 mit seinem „Grand Hotel Abyss“ in Graz und der Steiermark,
mit Parcours, Kunstwerken, Installationsprojekten und Filmproduktionen.
Vor 51 Jahren
gegründet, bietet das Festival immer wieder neuen Produktionen eine Plattform,
die öffentliche Debatten auf unterschiedliche Art und quer durch alle Disziplinen
und Medien zu provozieren und konturieren. Der steirische herbst der
sich immer wieder neu erfindet und die begrifflichen Grundlagen, was Kultur für
das Zeitgenössische bedeuten könnten, neu definiert. Graz die Kulturstadt der Avantgarde.
2019 wechselt
das OK Kulturquartier vom HÖHENRAUSCH zum SINNESRAUSCH (hier geht es um
Wahrnehmung)
Hauptaugenmerk
liegt auf Punkte, Linien und sphärische Blasen, die sich bewegen, spannen und
sich über ganze Räume stülpen. Ein Punkt geht spazieren, eine Linie gilt als
Leitfaden, die Sphäre der Sinne und alles ist in Bewegung.
VIDEO:Sinnesrausch / OÖ Kulturquartier /
Das sind
meine Highlights in dieser Ausstellung:
Der erste Raum dieser Ausstellung wird vom Künstler Achim Freyerbespielt und er bringt den Raum in seiner theatralen Installation „auf den Punkt“. Das Projekt nennt sich „Verschüttungen – die Dekade des Pythagoras, 2019“. Eine schwarze schräg gestellte Wand verweist auf Punkt-Elemente die auf die Namen Erde, Schwefel, Quecksilber, Mond, Feuer, Salz und Luft hinweisen. Inspiriert wurde er von Pythagoras (er befasste sich mit dem antiken griechischen Philosophen und Mathematiker), der mit zehn Punkten in Dreiecksformation sowohl das Dezimalsystem als auch die Welt hierarchisch-mathematisch definiert hat, inszeniert er räumliche „Verwehungen“ aus Punkt, Linie, Farbe und Täuschung. Auf die Frage hin ob die Erde (im Universum ebenfalls nur ein Punkt) für ihn als Ausgangspunkt für seine Arbeiten war. Exakt, es war der Ausgangspunkt für seine zahlreichen Arbeiten, die er immer weiterentwickelte.
Freyer wurde
1934 in Berlin geboren, studierte Grafik und war Meisterschüler für Bühnenbild
von Bertold Brecht. Als bildender Künstler war er zweifacher documenta
Teilnehmer und ist auf vielen internationalen Ausstellungen vertreten. Achim
Freyer lebt und arbeitet in Berlin. https://www.achimfreyer.com/
William Forsythe, City of Abstracts, 200, Foto: Otto Saxinger
Eine sehr interessante Videoinstallation ist die Arbeit von William Forsythe mit dem Titel „City of Abstracts, 200“ Der Künstler 1949 in New York geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
William Forsthe konzipierte für das OK Kulturquartier eine interaktive
Videoinstallation und nähert man sich der interaktiven Installation, so wird
der Körper (BesucherInnen) auf eine Videowand projiziert und durch die Bewegung
entsteht ein Tanz in Form von Linien und abstrakten Formen. Die Installation
lädt dazu ein, mit ihr zu spielen und durch eigene Bewegungen des eigenen
Körpers eine gemeinsame, spontane Choreografie zu schaffen.
William Forsythes gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen
Choreografen und Tänzer. „Choreografische Objekte“ nennt er seine interaktiven Skulpturen,
welche die Grenzen zwischen den Disziplinen digitale Kunst, Installation,
Plastik, Performance und Tanz verschwimmen lassen.
Urgent.Agency, Common Clearings, 2019, Foto: Otto Saxinger
Urgent.Agency „Common Clearings, 2019“
Für die OK hat das Designstudio eine eigenartige Installation geschaffen.
Es handelt sich um rote Stoffbahnen die wie Vorhänge auf Trägern auf dem Dach
der OK installiert wurden und so schafft es eine Komposition mit wehenden und
sich optisch überlagernden Stoffbahnen eine Welt aus Farbe. Bewegt man sich selbst
durch die Stoffbahnen, ergibt dies ein eigenartiges Gefühl einer gewissen
Freiheit und doch wieder nicht. Man könnte auch darinnen verweilen, ein Buch
lesen, seinen Gedanken nachhängen oder…? Es ist wie eine Kollektive Lichtung
die sich auf die Suche nach einem gemeinsamen, freundlichen Ort, um sich im
übertragenen, aber auch wörtlichen Sinn zu (ver-)sammeln.
Urgent.Agency arbeitet als interdisziplinäres Designstudio in Kopenhagen
und Oslo. Zu den Projekten von Urgent.Agency gehören Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten, Strategie, Stadtplanung, Markenindentität, Grafikdesign,
Raumgestaltung, Bücher und Kommunikationsarbeit – oft auch in Kombination
untereinander. www.urgent.agency.
Gianni
Colombo Spazio Elastico, 1967-1968 Elastische Schnüre, Schwarzlicht, elektrische
Motoren Dimensionen variabel
Gianni Colombo, Spazio elastic, 1967-68, Foto: Otto Saxinger
Ein eigenartiges Gefühl löst ein weiterer Raum beim Besucher aus, man betritt
eine dunkle Kabine in der sich ein UV-Licht reflektierendes Raster aus Fäden,
das mechanisch betrieben und bewegt wird, zwischen Wand, Boden und Decke,
spannt. Dieses fluoreszierende Fadennetz verändert sich durch die Bewegung so dass
dieser Raum selbst in Bewegung gerät und somit „elastisch“ wird.
Durch die stete Verformung dieses Netzes aus Lichtlinien tauchen die
BetrachterInnen in einen sich unablässig neu definierenden Raum ein.
Gianni Colombo war einer der bedeutendsten Vertreter der kinetischen Kunst in Italien und Mitbegründer der Gruppo T deren Anliegen es war, tempo („T“), also die Zeit, aber auch das Publikum mittels Bewegung einzubinden. Mit seinem Ambiente – betretbaren Räumen mit schiefen Böden und Säulen -, Bariestesie (Treppen) oder den Spazi elastici konzentrierte sich Colombo ab 1964 zunehmend auf die räumliche Wahrnehmung. *1937 in Mailand/It, + 1993 in Melzo/I T, lebte und arbeitete in Mailand und Wien/AT http://www.archiviogiannicolombo.org/en/ Marino Apollonio Spazio ad Attivazione Cinetica, *1966 – + 2015
Ein
überdimensionales optisches Phänomen, das aus nächster Nähe zu betrachten und
zu nutzen ist, entfaltet seine optische Wirkung erst durch die
unterschiedlichen Blickwinkel.
Op-ART ist die in den 1950er-Jahre entstandene Kunstrichtung, die
optische Täuschungen durch musterähnliche Wiederholungen entstehen lassen. Marina
Apollonio zählt zu den Pionierinnen der Op-Art. Für den Sinnesrausch wurde
dieser konzentrische Kreis installiert, der die Perspektive von oben auf das Schwarz-Weiß
GEHALTETE GRAFISCHE Muster den Sehsinn herausfordert.
Beim Betrachten geraten die schwarzen Linien vor der leuchtend weißen
Grundfläche scheinbar in Bewegung. Die grafische Textur der Boden-Installation
aktiviert sich ins Räumliche und wirkt wie eine fließende, elastische Welle.
Mit einfachen Mitteln schafft die Künstlerin auch hier Strukturen, die sich vor den Betrachterinnen in dynamische Bilder verwandeln. Schwarz-weiß flimmernd, gipfelt die physikalische Wirkung des Bewegtbilds in Nachbildern, die direkt auf das Bewusstsein einwirken. Die italienische Künstlerin entwickelt elementare Formen, die sich gegeneinander verschieben und überraschende Bewegungs- und 3D-Effekte somit auslösen. *1940 in Triest/IT, lebt und arbeitet in Venedig/IT https://arthive.com/artists/78084~Marina_Apollonio/works
Die
BesucherInnen werden bei TUBE Linz zu Akteurinnen, die sich in einem Geflecht
aus Linien neue Perspektiven erschließen und in der gemeinsamen Bewegung
miteinander „vernetzen“.
Raumergreifend hat sich das Konstrukt aus Sicherheitsnetzen wie ein
Parasit in der Stahlstruktur des voestalpine open space eingenistet und
verwandelt ihn in ein sinnliches Erlebnis, das allerdings körperlichen Einsatz
verlangt: Hier darf geklettert werden! Tunnelartige Gänge führen zu organisch
anmutenden Kammern, Orten der Kontemplation, die das Gefühl des freien
Schwebens suggerieren. Hoch hinauf führen die grobmaschigen Schläuche und
eröffnen von dort wiederum unbekanntem, neuem Blickwinkel.
Numen/For Us ist ein Kollektiv, das in den Bereichen Konzeptkunst,
Szenografie, Industrie- und Raumgestaltung sowie Kunst arbeitet. Seit 2008 konzentriert
es sich auf die Konfiguration von Objekten und Konzepten ohne vordefinierte
Funktion, was hybriden und experimentellen Arbeiten.
*1998 gegründet, Sven Jonke Berlin/DE; Christoph Katzler Wien/AT und Nikola Radeljkovic ZagrebK/HR http://www.numen.eu/
Beginnen sie mit dem Punkt und spazieren sie mit ihm zur Linie und diese Linie führt wiederum als Leitfaden durch die Ausstellung. Die Ausstellung ist auf alle Fälle SEHENSWERT, sie bereuen es nicht, wenn sie sich diesem SINNESRAUSCH hingeben.
Titel meiner Arbeiten: Machtspiele – die dunkle Macht / Giochi di potere – il potere oscuro
Meine Arbeiten aus den Jahren 2016 befassten sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls mit Macht und dunkler Macht und ich würde meinen, sie passen aktuell zum derzeitigen Thema in der Welt und nun auch im kleinen Österreich. Es geht um nichts anderes mehr als um Machtspiele. Warum eigentlich? Muss Macht sein?
Im Zentrum des Programms stehen wieder Inhaltliche und ästhetische Vielfalt der Bühnenkünste im Mittelpunkt. Mit insgesamt 14 Produktionen, davon sind 5 Uraufführungen und 5 österreichische Produktionen. Die Produktionen aus neun verschiedenen Ländern überwältigen mit fulminantem Tanz und bildstarken Inszenierungen. Die österreichischen Choreographen_innen, Performer_innen und Theatermacher setzen sich mit dem Stadtraum genauso auseinander, wie mit den Bühnen an verschiedenen Schauplätzen. Des Weiteren eröffnen sich auch neue Fragestellungen zu gesellschaftspolitischen und sozialen Themen.
Eröffnet wird die Sommerszene mit der Produktion RULE OF THREE choreographiert wird das Stück von dem international gefragten Choreographen Jan Martens. Lt. Pressetext „Das Stück ist eine ungebändigte Mischung zwischen Bewegungs- und Musik-Meditation und wechselt dabei zwischen Stille und Explosion, Exaktheit und Intuition, Gefühl und Verstand. Das exzellente Tänzertrio lässt sich dabei von der perkussiven Live-Musik des amerikanischen Komponisten NAH antreiben. Jan Martens gelingt ein rebellisches, leidenschaftliches und furioses Stück Choreografie, das sich irgendwo zwischen Konzert-Performance, Kurzgeschichtensammlung und Facebook-Pinnwand, zeitgenössischen Dramen und Alltagsereignissen positioniert“.
Dieser energetische Tanz und seine expressiven Gesten klingen vielversprechend.
Interessant dürfte auch die Inszenierung von dem Salzburger Choreograph und Regisseur Hubert Lepka werden. Hier handelt es sich um eine Uraufführung HERDE und STALL. Eine Handvoll Tänzer_innen und Schauspieler_innen hausen mit einer Handvoll Geißen, Kitzlein, Kalb und Geflügel in einem gemeinsamen Gehege. Sie bilden eine kleine Herde, zuerst als Probe im öffentlichen Raum bei der Pferdeschwemme, dann im Theater er SZENE. Die Pferdeschwemme wird an zwei Tagen zur öffentlichen Probebühne. Es ist ein markanter Punkt und natürlich auch ein touristischer Hotspot in der Salzburger Altstadt. Lepka ging es bei diesem Projekt um die Beziehung zwischen Menschen und Natur, Ackerbau und Viehzucht. Als Vorlage zu diesem Stück diente, die Erzählung aus dem Alten Testament von Abraham und dessen Sohn Isaak. Musikalischer Untermalung bedient man sich von Kirchenmusik und zeitgenössischer Elektronik.
Mit FOUND POEMS wird die in Wien beheimatete Choreographin und bildende Künstlerin Andrea Maurer poetische Kunst präsentieren. In Kurzlesungen (Dauer ca. 15 Minuten) wird sie Programmtexte zum Festival, als objet trouvés in buchstäblicher Zerlegungsarbeit zu miniaturhaften Text-Skulpturen umbauen. Dies kann passieren am Gehsteig, hinter einem Mauervorsprung, auf einer Treppe oder neben einer Sitzbank. Es wird eine Vorstellung in einer Programmtextzerlegungs-Intervention zwischen Dada, konkreter Poesie und Situationismus sein.
Was kommt auf Salzburg dem NEUTOR, dem in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, zu? Mit dem Titel Euch sprechen die Steine inszeniert der in Salzburg beheimatete Komponist Marco Döttlinger, eine Klanginstallation. Er wird den Fußgänger- und Fahrradtunnelweg des Neutores zum Schwingen bringen. Die Wörter Te saxa loquuntur (Dich sprechen die Steine) über dem Ostportal des Tunnels inspirierten ihn zum Titel. Konkrete Klänge, die vor Ort für diese Arbeit aufgenommen wurden, dienen dabei als Ausgangsmaterial. Mit konkreten Klängen und komponierten Instrumental-Passagen wird somit eine akustische Verdichtung geschaffen.
Wieder bespielt wird zum Festival auch der Bahnhofsvorplatz während der Sommerszene. Große fortbewegende Skulpturen aus Körpern und Objekte werden den Bahnhofsvorplatz in Besitz nehmen. Die Choreographin Ingri Fiksdal macht mit ihrer Reihe Diorama, in der sie eine spezifische Ansicht natürlicher und urbaner Landschaften in verschiedenen Städten und Kontexten inszeniert, erstmals auch in Salzburg Station. Es besteht aus formaler Ästhetik und gelungener Verschmelzung aus Tanz, Sound, Licht und Kostümen.
Ein weiteres dialogisches Format ist SEHEN UND SPRECHEN oder WATCH & TALK bei dem sich Künstler_innen, Expert_innen und Publikum im Anschluss an die Vorstellungen im SZENE Theater über Inhalt, Form, Arbeitsweise, Ästhetik und Kontext der Stücke austauschen können.
Neu ist auch, ein STAMMTISCH, der an 4 Abenden stattfinden wird. Zwei Gastgeber_innen erwarten SIE und SIE können sich mit den Künstler_innen und Expert_innen aus unterschiedlichen Bereichen über Kunst, Alltag, Kultur und Gesellschaftspolitik diskutieren.
Termine:
Good to Know
Die Programmpräsentation Good to Know der Sommerszene bietet allen Interessierten die perfekte Gelegenheit, um sich einen detaillierten Überblick über die eingeladenen Stücke zu verschaffen. (Di 21. Mai, 19.00 Uhr, SZENE Theater, Eintritt frei, Anmeldung: info@szene-salzburg.net)
Die Sommerszene ist mit Sicherheit heuer sehr spannend, brechen sie aus dem Alltag aus und tauchen sie in eine andere Welt ein und holen für sich das Beste heraus.
SALZBURGER
MUSEUMSWOCHENENDE am 18. Und 19.Mai 2019
Interessieren Sie sich für Museen? Ja, dann sollten Sie den Termin am 18.Mai und 19.Mai 2019 in Salzburg wahrnehmen.
Zum 5. Mal laden Museen und Sammlungen in Stadt und Land ein, die Kunst- und Kulturschätze, welche die Salzburger Museen in Stadt und Land zu bieten haben, kennenzulernen. Geboten
werden von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr spannende Sonderprogramme und
Veranstaltungen bei FREIEM EINTRITT.
Zwei besondere
Tage in 54 Museen mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Die Vielfalt und der
Ideenreichtum der einzelnen Häuser zeigen sich heuer wieder in dem
reichhaltigen Angebot für Jung und Alt.
Am Samstag, 18. Mai 2019 werden als Auftakt des Salzburger
Museumswochenende die Tore der neun Museen in der Stadt Salzburg sowie das
Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain geöffnet.
Am Sonntag, 19. Mai 2019 werden 43 Regionalmuseen in allen
Bezirken, Einblicke in ihre Kulturschätze und Kulturleben gewähren. Am
stärksten vertreten sind der Flachgau mit 14 und der Pongau mit 12
Einrichtungen, gefolgt vom Tennengau und dem Pinzgau mit je 7 Museen und dem
Lungau, mit 3 Institutionen.
Eine
Museums-Roas im Flachgau und ein Kultour-Sonntag im Tennengau kann ebenfalls zu
einem spannenden Erlebnis werden. Die „Museums-Roas“ im nördlichen Flachgau
bietet einen kostenlosen nostalgischen Shuttle-Service im stilechten
Oldtimer-Bus Mercedes O 321 H zwischen den Stille-Nacht-Museen in Arnsdorf und
Oberndorf, dem Torf-Glas-Ziegel-Museum Bürmoos und dem Hochzeitsmuseum im
Hellbauerhaus Göming an. Im Tennengau findet der „Kultour-Sonntag“ statt, zu
dem sich 6 Museen zusammengeschlossen haben. Der Pinzgau wird mit einem
Sonder-Dampfzug der Pinzgauer Lokalbahn zwischen Zell am See und Krimml – teilnehmende
Museen in Kaprun, Niedernsill, Uttendorf, Mittersill und Bramberg – die
Besucher zu den Museen bringen. Nähere Informationen zu den teilnehmenden
Museen und zum Programm erhalten Sie unter www.museumswochenende.at
Der etwas
andere Familienausflug – wäre, dass nicht etwas? Gleichzeitig dabei die
Kulturschätze von Stadt und Land kennenzulernen.
HALTUNG als Buchtitel? Was will der Autor damit ausdrücken? Innere Grundeinstellung die jemanden Denken und Handeln prägt? Oder meint er Körperhaltung?
Weder das eine noch das andere: Reinhold Mitterlehner, der diesen Weg ging, sachorientiert, gerade und ohne machtpolitische Verbiegungen – kurz, wie man eine HALTUNG kultiviert und lebt – erzählt er uns in diesem Buch. Weiterlesen →
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