KULTURHAUPTSTÄDTE EUROPA IM JAHR 2023

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Eine Initiative, die Kultur in den Mittelpunkt europäischer Städte stellt und von der EU unterstützt wird, um ein Jahr lang Kunst und Kultur zu feiern.

Die Städte Elefsina, Veszprém und Timisoara werden 2023 1 Jahr lang die Kulturhauptstädte Europas sein.

ELEFSINA, GREECE

Die Eröffnungsfeier von Elefsina beginnt mit „Mystery 0 Mysterien des Übergangs“ vom 04.02.2023 bis 05.02.2023

Die Hafen- und Industriestadt Elefsina (Eleusis) ist eine der ältesten Städte Attikas. Sie ist eine der fünf wichtigsten heiligen Städte der Antike, die Stadt der elefsinischen Mysterien und Geburtsort des Aischylos, Elefsina – dank seines natürlichen Hafens und seiner strategischen Lage, 21 km westlich von Athen, in der Thriassinischen Tiefebene, der nordwestlichsten Spitze des Saronischen Golfs – verwandelte sich ab dem 19. Jahrhundert in den produktiven Motor Griechenlands und eines seiner größten Industriezentren.

Inspiriert von der reichen Geschichte der Stadt bildet Eleusis 2023 ein integriertes Kunst-, Forschungs- und Bildungsprogramm mit dem allgemeinen Titel Mysteries of Transition, das sich auf die drei Achsen konzentriert: Menschen – Gesellschaft / Arbeit / Umwelt.

Kulturhauptstadt Europa Elefsina

Veszprém-Balaton

Veszprém und die Region Bakony-Balaton eröffnen am 21. und 22. Januar 2023 das Programmjahr der Kulturhauptstadt Europas mit einer spektakulären Feier und begleitenden kulturellen Veranstaltungen anlässlich des 200. Jahrestages der Geburt der ungarischen Nationalhymne und des Tages der ungarischen Kultur.

Veszprém ist eine der ältesten Städte Ungarns und befindet sich nördlich des Balatons Plattensee auf Hügeln und in Tälern, die den Bach Séd umgeben. Die Stadt wurde nach der Überlieferung auf fünf Bergen erbaut. 

https://veszprembalaton2023.hu/en

Timişoara

Die Eröffnungsfeier von Timisoara findet an einem Wochenende (vom 17.02. bis 19.022023) statt.

Timișoara ist eine Stadt im Westen Rumäniens, die besonders für ihre Sezessionsarchitektur bekannt ist. Am zentralen Platz, der Piața Victoriei, befinden sich zahlreiche barocke Gebäude sowie die Kathedrale der Heiligen drei Hierarchen (Catedrala Mitropolitană) mit ihren Mosaikziegeln und der Ikonengalerie. 

Wenn es um Timisoara geht, sind sich die Menschen einig, dass es eine andere Stadt ist. Ansonsten das ist offen, mutig und vielfältig. Eine Stadt, die nicht davor zurückschreckte, Gegenstrom zu sein und in Momenten der Gnade in sich selbst aktuell zu werden. Eine Stadt, die sich der Gegenkultur nicht schämte und sogar verstand, dass Multikulturalismus kein Begriff ist, der nur für Ethnien und Konfessionen gilt.

Als Timisoara bequem, selbstzufrieden und konformistisch in der Sprache wurde, geriet es ins Stocken. Mit dem Titel, aber auch mit der Eröffnung wollen wir, dass Timisoara diesen Geist feiert und wiedererlangt. In der Tat lassen Sie uns beweisen, dass er sich in den letzten Jahren gefunden hat. Dass es Mut und Offenheit hat, dass es, wie vor mehr als 100 Jahren, ein guter Gastgeber für Experimente und Zusammenarbeit ist, egal ob es sich um Kunst, Technologie, Architektur, Bildung oder allgemein um Kultur handelt.

SALZBURGER OSTERFESTSPIELE Salzburg Easter Festival 2023

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Die Berliner Philharmoniker kehren 2026 wieder nach Salzburg zurück!

1967 hat Herbert von Karajan die Osterfestspiele mit dem Residenzorchester Die Berliner Philharmoniker gegründet und dieses Orchester kehrt wieder an die Salzach zurück.

„Spannende Jahre liegen vor uns — bis 2025 wollen wir jedes Jahr ein anderes Spitzenorchester bei den Osterfestspielen begrüßen“, so Nikolaus Bachler, der 2022 die Künstlerische Leitung der Osterfestspiele Salzburg übernommen hat. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, das Gründungsorchester wieder an dieses ganz besondere Festival binden zu können — denn die Berliner Philharmoniker und Salzburg haben eine mehr als 40jährige gemeinsame Geschichte, die mit dem Chefdirigent Kirill Petrenko neu erblühen wird.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer gratulierte den Verantwortlichen der Osterfestspiele Salzburg, insbesondere Intendant Nikolaus Bachler, herzlich zur Verpflichtung der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko ab der Saison 2026. Die Rückkehr der Berliner Philharmoniker nach Salzburg ist ein Anknüpfen an eine bemerkenswerte künstlerische und kulturelle Erfolgsgeschichte.

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Die OSTERFESTSPIELE 2023 werden am 1. April mit dem Festival-Dirigent Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester Leipzig eröffnet. Erstmals in der Geschichte des Festivals erklingt Richard Wagners „Tannhäuser“. In einer Inszenierung von Romeo Castellucci geben gleich drei Solisten ihre Rollendebüts: Elīna Garanča (Venus), Marlis Petersen (Elisabeth) und Jonas Kaufmann (Tannhäuser). Auch die Orchester- und Chorkonzerte stehen unter der Leitung von Andris Nelsons und präsentieren Musik aus vier Jahrhunderten, von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann über Anton Bruckner und Johannes Brahms bis hin zu Thierry Escaich und Sofia Gubaidulina. Die Solisten sind hier Julia Kleiter, Gautier Capuçon und Christian Gerhaher.

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Andris_Nelsons_Nikolaus_Bachler_© Fritz_Beck

Nikolaus Bachler öffnet das Festival auch erstmals für andere Genres: So kommt mit »Träume« eine von Richard Wagners »Wesendonck-Liedern« inspirierte Kreation von Choreograph Emanuel Gat zur Uraufführung und treffen bei »Westbam meets Wagner« elektronische Beats auf die Meisterwerke des Komponisten aus Leipzig. 

https://osterfestspiele.at/programm/programm-2023

Der Film „STURM AM MANASLU“ Tiroler Himalaya-Expedition 1972

Regie: REINHOLD MESSNER

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Am 10.11.2022 fand die Welt-Premiere in Anwesenheit aller noch lebenden Expeditionsteilnehmer im Metropol Kino Innsbruck des Films „Sturm am Manaslu“ statt.

Ich besuchte den Film am 08. Jänner 2023 im DAS KINO in Salzburg, Reinhold Messner war anwesend und erzählte, wie der Film zustande kam. Bei diesem Film handelt es sich um ein offenes und selbstkritisches Filmdokument über die Macht der Natur und die Verantwortung beim Extrem-Bergsteigen.

Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner wagte sich an neues Film-Format des Geschichten erzählen, er lud die Überlebenden – Wolfgang Nairz, Oswald Ölz, Hansjörg Hochfilzer, Horst Frankhauser – die das Schicksal am Manaslu (1972) überlebten 50 Jahre später (2022) auf sein Schloss Juval ein und sie erinnerten sich an die tragischen Ereignisse und die schicksalhaften Tage, bei denen zwei Bergkameraden starben. (Andi Schlick und Franz Jäger kamen bei dieser Expedition ums Leben).

Reinhold Messner, Sturm am Manaslu, Premiere, Salzburg, Das Kino, © Manfred Siebinger

Reinhold Messner war schon immer ein Grenzgänger und er musste viele Schicksalsschläge hinnehmen, so den Tod seines Bruder Günther am Nanga Parbat 1970, wo sein inneres Gleichgewicht am Nanga Parbat abhandengekommen war. Trotz dieses Schicksalsschlages wagte er 1972 eine kleine Expedition unter der Führung von Wolfgang Nairz zu einer Reise zur schwierigen Südwand des Achttausenders Manaslu im Himalaya Gebiet. Bis auf Reinhold Messner ist die junge Mannschaft zum ersten Mal im Himalaya. Allein den Berg zu finden, stellte schon eine große Herausforderung dar. Karten gab es so gut wie keine. Die Wetterverhältnisse waren alles andere als SCHÖN und so kam es in der Nähe des Gipfels zu der Tragödie wo die beiden Bergsteiger Andi Schlick und Franz Jäger ihr Leben ließen. Dieser Film ist keine Heldengeschichte, sondern ein historisches Dokument, wo 50 Jahre später die fünf noch lebenden Alpinisten versuchten, die Geschehnisse zu reflektieren. Zusammengestellt aus Tonbandaufnahmen, die Wolfgang Nairz von den Funkgesprächen anfertigte, den rund 50 Fotos, die noch von der Expedition noch existieren, den Erinnerungen über die Ereignisse und den daraus resultierenden, von Schauspielern am Ortler nachgespielten Szenen ist diese Dokumentation oder Film – wie immer man es nennen will – als „Sturm am Manaslu“ entstanden.

Information zum Berg MANASLU, er bedeutet in Sanskrit „Berg der Geister“ oder „Berg der Seele“. Er ist ein Heiliger Berg der Einheimischen und liegt so versteckt im Nordosten des Marsyangdi-Tals in West-Nepal, dass es bis 1950 kein Foto von ihm gab.

Reinhold Messner, der die Erfahrungen machte, sich mit den Bergen auseinanderzusetzen, sieht das Bergsteigen als kurzfristiges Abstandnehmen vom Rest der Welt. Achtsamkeit für sich selbst und die Natur aber ist viel mehr, eine Haltung, die den Bergen ihre Erhabenheit belässt.

http://www.himalaya-info.org/PDF-Dateien/Manaslu%201972.pdf

Prädikat: Sehenswert der Film läuft in Salzburg im DAS KINO bis 18.01.2022 und österreichweit in den Kinos.

„WAS FÜR EIN JAHRHUNDERT“

von Kurt Steinitz

Worum geht es in diesem Buch?

Der Autor Kurt Seinitz legte mit diesem Buch einen Leitfaden durch „die Welt im Chaos“ im 21. Jahrhundert an und man kann getrost erwähnen „Was für ein Jahrhundert“.

Zum Beispiel 9/11 zu Beginn des Jahrhunderts, der Terrorangriff auf die New Yorker Zwillingstürme und die Welt kommt seit damals nicht mehr zur Ruhe. 2015 Flüchtlingsströme quer durch Europa, 2020 Beginn einer zweijährigen Pandemie Covid, 2022 der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.
Wer bisher geglaubt hatte, in unserem Jahrhundert wäre es nicht mehr möglich, dass ein durchgeknallter Machthaber, Europa in ein Schlachtfeld verwandelt, der wurde eines Schlechteren belehrt.

Kurt Seinitz stellte sich die Frage „Warum passiert, was passiert“? So auch sein Leitmotiv für das Buch. Seine fünfzigjährige Laufbahn, die er mit Weltenlenkern erlebte und dazu zählen auch seine persönlichen Anekdoten und Themen. Wie zum Beispiel „Jahrhundertwende und Zeitenwende“ geben ebenfalls Einblick in den „Globalaisierungsdreck“, wo nach der Pandemie Putin zuschlug. „Putin, Zerstörer einer Epoche“, „Ende der Globalisierung“, „Wie die Weltordnung verloren ging“, „Das amerikanische Zeitalter“, „Demokratie in Bedrängnis“, „Suche nach der neuen Ordnung“, diese und viele andere Themen beschreibt Seinitz in seinem Buch spannend und aufschlussreich.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer sich für politisches interessiert sollte dieses Buch bewusst lesen, warum? Es ist eine Welt, die in vollen Krisen schwimmt, Pandemie, Krieg, Klima. Die Frage ist, worin liegt der Schlüssel, um ihr wieder Stabilität zu geben?! Wo ist die Zauberformel? Unauffindbar? Vor der Zeitenwende galten Freiheit und Wohlstand als selbstverständlich. Daraus wurde jedoch ein böses Erwachen!

Prädikat: lesenswert oder wie Paul Lendvai sich über dieses Buch äußert: „Unabhängig, fesselnd, lesenswert!“

Paul Lendvai: = ein aus Ungarn stammende österreichischer Publizist und Moderator.

Der Autor:

Kurt Seinitz wurde 1947 in Wien geboren. Nach seinen Studien der Publizistik sowie der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien fing er als Journalist bei der Zeitung „Express“ an. 1971 wechselte er ins Außenpolitik-Ressort der Kronen Zeitung, dass er 1974 übernahm. Als Ressortleiter schrieb er unzählige internationale Reportagen und trat dafür zahlreiche Reisen in jeden Winkel der Welt an.

Erschienen ist das Buch:

Im Verlag  www.edition-a.at ISBN 978-3-99001-601-5

WINTERFEST 2022/23

Le P’tit Cirk „Les Dodos“ aus Frankreich

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Seit 1. Dezember 2022 läuft das Festival für zeitgenössische Zirkuskunst in Salzburg und kann noch bis zum 8. Jänner 2023 besucht werden.

Fünf internationale Compagnien aus der Schweiz, Belgien, Frankreich, den USA, Österreich und Deutschland boten im Salzburger Volksgarten und in der SZENE ein gutes Programm.

Ich suchte mir eine Premiere aus und wählte das Programm von Le P’tit Cirk „Les Dodos“ aus Frankreich.

Les Dodos – LE P’TIT CIRK @L’Azimut

Die Hauptrollen spielten Gitarren mit den Akrobaten Alice Barraud, Pablo Escobar, Basile Forest, Louison Lelarge und Charly Sanchez.

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Die Bühne eher klein und umzüngelt vom Publikum – die Veranstaltung war ausverkauft – und Angstzustände waren unangebracht, den die Körper und Gitarren flogen über die Bühne und wenn man in der Schusslinie saß, spannend.

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Ich habe gar nicht gewusst, was man mit Gitarren alles anfangen kann. Circa 30 Gitarren waren mit im Spiel. Die Akrobaten standen auf ihren Gitarren, spielten vereinzelte Töne zusätzlich noch mit einem Fuß. Sie wurden übereinandergestapelt und die Akrobaten warfen sich drunter und drüber, ohne die Gitarren zu berühren. Die Aufführung hatte allerdings auch einen Hintergrund:

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„Les Dodos“, verdanken ihren Namen, dem ausgestorbenen Vogel, sie sind gleichzeitig bedroht von einer Welt, die ihnen ihre Individualität und Freiheit absprechen will. Gemeinsam entwickeln sie immer wieder absurde, akrobatische Überlebensmechanismen. Begleitet von Gitarre und Cello schwingen sich die vermeintlich fluglosen Vögel durch die Lüfte und beleben mit atemberaubender Akrobatik das Zelt in allen Dimensionen.

Als Besucher war man nah dabei, wenn die Dodos ihre Träume mit Händen und Füßen in einer packenden Performance verteidigten.

Das Publikum sparte zum Schluss nicht mit tosendem Applaus.

3 Aufführungen finden noch bis zum 8. Jänner 2023 statt.

Prädikat: Sehenswert

Das verblassen der Gedanken von 2022

2022 neigt sich dem Ende zu. In diesem Jahr ist es sehr turbulent zugegangen. Politische und wirtschaftliche Krisen prägten das Jahr. Ich lasse die negativen Gedanken in meiner Arbeit einfach verblassen und verschwinden.

Ich denke positiv und das sollte die Menschheit generell tun und mit positiver Zuversicht wieder in die Zukunft schauen. 2023 einfach mit POWER durchstarten.

2022 is coming to an end. This year has been very turbulent. The year was marked by political and economic crises. I just let the negative thoughts in my work fade and disappear.
I think positively and that’s what humanity should do in general and look to the future with positive confidence. Just get started with POWER in 2023.

THE DOUBLE YOU SERIES

GÜNTHER SELICHAR

Wo gesehen? Im Museum der Moderne Salzburg

Eine neue, eigens für das Museum der Moderne Salzburg entwickelte Arbeit von Selichar präsentiert sich seit kurzem an der seitlichen Fensterfront des Museums auf dem Mönchsberg vor dem Amalie-Redlich-Turm. Dieses Werk kann aus zwei Blickwinkeln erlebt werden: von der Außenseite, also der Skulpturenterrasse, und von der Innenseite des Museumsgebäudes, aus der Ebene 2. Die Arbeit mit dem Titel Who’s Afraid of Blue, Red and Green? ist eine knapp vier mal zehn Meter große Lochblechwand, die sich auf das Bildseitenverhältnis von Super Panavision 70 bezieht, jenes monumentalen Kinobreitwandformats, das zu den eindrucksvollsten audiovisuellen Erfahrungen in der Geschichte der Massenmedien zählt. Foto: © Christa Linossi

Die Ausstellung Günther Selichar: Schirmherrschaft im Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg schlägt einen Bogen von frühen Arbeiten zu aktuellen Werken. Selichar analysiert die Wechselwirkung zwischen Menschen und medialer Maschine und mit seiner reduzierten und minimalistischen Arbeitsweise fügt der Künstler der Geschichte der Abstraktion einen wesentlichen medialen Aspekt hinzu.

Arbeit von Günther Selichar Bildfrequenzen Foto: © Christa Linossi

Günther Selichar (*1960 in Linz) ist Fotograf, Medienkünstler und -theoretiker und arbeitet seit mehr als 35 Jahren an Themen, die sich mit der Vermittlung, Technik, Wahrnehmung und Präsentation von Bildern befassen.

Günther Selichars Fensterfront für das Museum der Moderne Foto: © Christa Linossi

Eine neue, eigens für das Museum der Moderne Salzburg entwickelte Arbeit von Selichar präsentiert sich seit kurzem an der seitlichen Fensterfront des Museums auf dem Mönchsberg vor dem Amalie-Redlich-Turm. Dieses Werk kann aus zwei Blickwinkeln erlebt werden: von der Außenseite, also der Skulpturenterrasse, und von der Innenseite des Museumsgebäudes, aus der Ebene 2. Die Arbeit mit dem Titel Who’s Afraid of Blue, Red and Green? ist eine knapp vier mal zehn Meter große Lochblechwand, die sich auf das Bildseitenverhältnis von Super Panavision 70 bezieht, jenes monumentalen Kinobreitwandformats, das zu den eindrucksvollsten audiovisuellen Erfahrungen in der Geschichte der Massenmedien zählt. Die drei medialen Grundfarben Blau, Rot und Grün, denen wir im Werk von Selichar immer wieder begegnen, bilden die Basis aller Monitorbilder.

Ich betrat den Ausstellungsraum, ohne mich vorher zu informieren, auf was ich mich hier einlasse. Zuerst hatte ich die Vermutung es handelt sich um eine Ausstellung, die eine Überstellung zwischen Malerei und digitaler Medienkunst ist. Jedoch dies stellte sich als Fehlanzeige heraus.

Günther Selichar The Double You Series / Foto:  © Christa Linossi

Es geht bei dieser Ausstellung rein um das Medium Fotografie digital, analog in einer anderen Auflösung. Selichar befasst sich wie oben bereits kundgetan mit der Wahrnehmung und den neuen technischen Möglichkeiten. Er filtert aus den Aufnahmen Schrift und schwarze digitale Oberflächen heraus und macht sie somit sichtbar. Er beschäftigt sich auch mit den journalistischen W-Fragen:

Wer              who

Was             What

Wo               Where

Wie, warum How why

Wann           When

Günther Selichar vor THE DOUBLES YOU SERIES Foto:  © Christa Linossi

Mit diesen Worten spielte er und so entstand ein Katalog, der auf alle Fälle gewöhnungsbedürftig ist. Wenn man den Katalog aufschlägt, wird man kein Vorwort, keine Erklärungen vorfinden, sondern man finde Wort-Fragmente vor wie zum Beispiel: „visted, indirect routes t derstand why the term“ usw. dann befinden sich Fotografien, die das Wort What? Zum Beispiel sichtbar machen.

Für Laien ist dieser Katalog unverständlich, es sind Wortspiele, die er herausgearbeitet hat, sichtbar von Druck, Größe und die er auf einem digitalen Raster in einer großen Arbeit erscheinen lässt.

Da im Katalog jede Erklärung fehlt, was ich als Manko sehe, darf man nicht davon ausgehen, dass dies gleich ein jeder auf Anhieb versteht.

Ein kurzer KLAPPENTEXT auf der Rückseite des Buches:

„THE Double You Series basiert auf der gleichnamigen Werkgruppe von Günther Selichar, die in den Jahren 2020 bis 2022 entstanden ist. Statt Text enthält das Künstlerbuch Bilder von Wörtern. Es handelt sich um Farbabbildungen von vier verschiedenen Monitoren mit verschiedenen Pixelformen und um Scans aus unterschiedlichen gedruckten Publikationen mit diversen Schriftarten. Zu lesen sind die Fragen „Who?“, „What?“, „Where?“, „When?“ und „Why?“. Sie strukturieren die Recherchearbeit von Journalisten*innen und den Aufbau ihrer Texte. Der Medienkünstler und -theoretiker schlägt mit seinen Textdarstellungen einen Bogen von frühen gedruckten Bildschirmen. Das Buch regt an, über Fakten nachzudenken, die mittlerweile häufig von Narrativen abgelöst werden.“

Günther Selichar digitale Ausschnitt-Arbeiten Foto: © Christa Linossi

Günther Selichar ist aber auch kein unbekannter Künstler. Camera Austria, Graz widmet ihm genauso eine Ausstellung SUB|TEXTE  die bis zum 19.02.2023 noch zu sehen ist. Camera Austria ist im Kunsthaus Graz „Alien“ angesiedelt.          

DAS KINO in Salzburg zeigte im Rahmen der Ausstellung „Günther Selichar. Schirmherrschaft“ (MdM Salzburg) eine vom Künstler Günther Selichar kuratierte Filmreihe zum Thema „Massenmedien“ – ein Kernthema seiner künstlerischen Auseinandersetzung.

Die Ausstellung zu besuchen, zahlt sich aus, sie tauchen einfach in eine andere Welt der digitalen Kunst ein.

https://www.museumdermoderne.at/ausstellungen/detail/guenther-selichar-schirmherrschaft/

DIE SALZBURGER FESTSPIELE

Foto: © Christa Linossi

Bei der Jahrespressekonferenz der Salzburger Festspiele wurde im Haus für Mozart das Programm für 2023 präsentiert.

Wie immer, wenn die Salzburger Festspiele zu einer Pressekonferenz einladen, dann kommt die Nationale wie Internationale Presse live oder schaltet sich im Livestream zu, um zu hören, was wird 2023 präsentiert.

von li nach re kaufm.Direktor Lukas Crepaz, Schauspielchefin Bettina Hering, Präsidentin Dr. Kristina Hammer, Intendant Markus Hinterhäuser, Leiter der Konzertabteilung Florian Wiegand FOTO:© Christa Linossi

Die neue Präsidentin Dr. Kristina Hammer eröffnete die Pressekonferenz mit den Worten: „Im Namen von unserem Intendanten Markus Hinterhäuser, dem kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz, unserem Leiter der Konzertabteilung Florian Wiegand und natürlich auch unsere Schauspielchefin Bettina Hering dürfen wir sie herzlich zur Programmpräsentation 2023 begrüßen.“ „Wir blicken auf einen künstlerisch und wirtschaftlich außerordentlich erfolgreichen Festspielsommer 2022 zurück. Mit einer Auslastung von 96% konnten wir trotz Pandemie, Krieg und Wirtschaftskrise, fast nahtlos an das bisherige Rekordjahr 2019 anschließen. Es wurde doch einmal mehr deutlich, wie groß die Sehnsucht nach Kunst und Kultur gerade in diesen schwierigen Zeiten ist, und diese Sehnsucht lässt sich nirgendwo schöner stillen als hier in Salzburg“.

Die Salzburger Festspiele werden auch heuer an Max Reinhardt, dem großen Theatermacher und Mitbegründer der Salzburger Festspiele, dessen 150. Geburtstag und 80.Todestag 2023 ist, Festspiel-Projekte realisieren.

In einer seiner berühmten Rede von Max Reinhardt über den Schauspieler: „Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen“.

Das Programm der Salzburger Festspiele 2023

Die Abbildungen im Jahresprogramm wurden für 2023 von Antony Gormley (*1950) gestaltet. Antony Gormley ist weltweit für seine Skulpturen, Installationen und Kunstwerke im öffentlichen Raum bekannt, die die Beziehung des menschlichen Körpers zum Raum ausloten. In seinen Werken thematisiert er grundsätzliche Fragen des Verhältnisses zwischen Menschen, Natur und Kosmos. Immer wieder versucht Gormley dabei den Kunstraum als einen Ort zu verstehen, an dem neue Haltungen, Gedanken und Gefühle entstehen können.

Die Salzburger Festspiele 2023 werden mit 179 Aufführungen in 43 Tagen an 15 Spielstätten sowie 34 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung&jeder*r“ präsent sein.

Die Oper MACBETH von Giuseppe Verdi (ursprünglich ein Drama von William Shakespeare) und andere Opern 2023 werden wieder vor den Vorhang geholt. In MACBETH wandte sich Verdi zum ersten Male der Vertonung eines Dramas von William Shakespeare zu; die Lebensfülle der Werke des englischen Dramatikers fesselte ihn besonders. 1847 fand die Uraufführung in Florenz statt. Im Frühwerk MACBETH begegnet man düsteren Schattenseiten, den Stadien der Verdunkelung.

In die Dunkelheit der Unterwelt begibt sich auch ORFEO in Glucks Oper. In der „commedia lirica“ FALSTAFF entfesseln Verdi und Shakespeare in einer behäbigen und rückständigen Welt ihre jeweiligen Komödien. Mozarts LE NOZZO DI FIGARO kreiert einen gänzlich neuen Weltentwurf im Geiste der Humanität. Weitere Opern am Spielplan: DIE GRIECHISCHE PASSION von Bouslav Martinû. In konzertanter Aufführung sind: Henry Purcell THE INDIAN QUEEN, Vincenzo Bellini I CAPULETI E I MONTECCHI, und Hector Berlioz LES TROYENS.

Durch konsequente Neubefragung all dieser Werke zeigt sich die ungebrochene Vitalität der Oper. Auf diese wunderbare Weise, wie es nur die Kraft der Kunst vermag, treten sie in Konversation miteinander und halten aus unterschiedlichsten Perspektiven den bewegenden Themen unserer Zeit einen Spiegel vor – einer Zeit, die aus den Fugen geraten ist.

Auch das Schauspiel wird nicht zu kurz kommen. Seit über einem Jahrhundert stellen Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt auf dem Domplatz die Frage nach der Endlichkeit menschlichen Strebens und zum dritten Mal entwirft Regisseur Michael Sturminger den JEDERMANN mit einem neuen Ensemble. Es werden insgesamt 6 (incl. Jedermann) Schauspielaufführungen geboten, sowie Lesungen, Film-Reihen und Schauspiel-Recherchen.

Auch die KONZERTREIHE hat ihren Schwerpunkt bei den Salzburger Festspielen 2023 wieder. Seit 1921 stellen Konzerte eine wichtige Programmsäule der Salzburger Festspiele dar, und sie entfaltenden zu jeder Zeit ein klangliches Kaleidoskop an Stilen, Repertoires und Gattungen.

Nikolaus Harnoncourts Zitat: „Die Kunst ist eine Sprache, die Verborgenes aufdeckt, Verschlossenes aufreißt, Innerstes fühlbar macht, die mahnt – erregt – erschüttert – beglückt. Die Kunst als Sprache, die alles kann, wenn sie nur will und wenn man sie lässt“.

http://www.salzburgfestival.at

„SCHATTENSPIEL“

„Die Toten von Salzburg“ ist eine Produktion von SATEL Film

Barton, Aulitzky, Fitz, Riedlsperger, Krausz, Steinhauer, Waibel, Hatzl, Langbein, Trixner, Bruder Karl Copyright SATEL Mike Vogl

Salzburg ist nicht nur durch seine Schönheit und Historie bekannt, sondern ist auch ein idealer Schauplatz für die Filmkulisse und so für eine weitere Produktion von SATEL Film in Zusammenarbeit mit ORF und ZDF zu der Krimireihe „DIE TOTEN VON SALZBURG“.

Seit 2016 eilt die von der Wiener SATEL Film für den ORF und ZDF produzierte Krimireihe „Die Toten von Salzburg“ von Rekordquote zu Rekordquote. Mit der Erstausstrahlung der 9. Folge „SCHATTENSPIEL“ am Dreikönigstag, dem 6. Jänner 2023 um 20.15 Uhr auf ORF 2, wird diese Erfolgsgeschichte nun vorgesetzt.

Die Fans der Krimiserie „Die Toten von Salzburg“ dürfen sich auf die neue Folge „Schattenspiel“ am Dreikönigstag, 6. Jänner 2023 freuen.

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Kurzinhalt von Folge 9. „Schattenspiel“

Das Salzburger Kapuzinerkloster hat sich der Welt geöffnet: Selbstfindungsseminare sollen weltliche Finanzen in die Klostermauern bringen und eine archäologische Grabung soll die letzte Ruhestätte einer sagenumwobenen Bajuwarenherzogin samt wertvoller Beigaben freilegen. Doch anstatt eines Schatzes kommt das Skelett eines im zweiten Weltkrieg abgestürzten, britischen Piloten zum Vorschein. Die Verletzung am Schädel ist ein Einschussloch – er wurde hingerichtet. Und dann wird auch noch tags darauf die Leiche von Bruder Gereon im Grabungsschnitt entdeckt. Der junge, dogmatische Mönch hatte sich gegen eine Grabung im Kloster ausgesprochen. Da Hauptermittler Palfinger auf Kur ist, liegt es an Bezirksinspektorin Irene Russmeyer, ihrem bayrischen Kollegen Hubert Mur sowie Hofrat Seywald, das Kriegsverbrechen in der Vergangenheit und den Mord an Bruder Gereon aufzuklären…Es liegt nun an der Bezirksinspektorin Irene Russmeyer (Fanny Krausz), Kriminalhauptkommissar Mur (Michael Fitz) und Hofrat Seywald (Erwin Steinhauer) die Morde im Salzburger Kapuzinerkloster aufzuklären.

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Drehbuch: Maria Hinterkörner, Regie: Erhard Riedlsperger, Kamera: Kai Longolius

Diese Krimireihe ist ein Phänomen im deutschsprachigen Raum. Mit einem Marktanteil von 31 Prozent auf ORF 2 feierte die Folge 7 „Treibgut“, bei der Erstausstrahlung im August letzten Jahres einen Riesenerfolg im Hauptabendprogramm. Die Chancen für „SCHATTENSPIEL“ stehen ebenfalls gut zum Straßenfeger zu werden.

Über SATEL Film

Die SATEL Film GmbH (gegr. 1971) ist eine der führenden österreichischen Filmproduktionsgesellschaften mit Sitz in Wien. Neben Kino- und Fernsehspielfilmen produziert das Unternehmen vor allem Fernsehserien und Dokumentarfilme. Zu den bekanntesten Produktionen zählen u.a. „Kottan ermittelt“, „Schlosshotel Orth“, die „Piefke Saga“, „Die Toten von Salzburg“, die Krimiserie „SOKO Donau“ und die Netflix/ORF-Serie „Freud“. Heinrich Ambrosch ist geschäftsführender Gesellschafter der SATEL Film und im Vorstand des Verbandes der Österreichischen Filmproduzenten AAFP.

WINTERSONNWENDE?

Foto: . (© Kulturhof)  

Ja, es gibt auch eine Wintersonnenwende und genau diese Wintersonnenwende wird im Kulturhof Stanggass / Bischofswiesen / Berchtesgadner Land am Thomastag, Mittwoch, 21.12.22 gefeiert.

Am Aussichtspunkt „Highlight“ wird ein Sonnwendfeuer entfacht werden, dazu gibt es Punsch, Glühwein und Stockbrot.

Was ist ein Stockbrot??  Als Stockbrot wird eine Brotsorte bezeichnet, bei der der Teig, häufig ein Hefeteig, um einen Stock gewickelt und über der Glut eines offenen Feuers gebacken wird. Klingt doch interessant? Oder? Genau dass wird zu dieser Wintersonnenwende angeboten.

Aber dies ist noch nicht alles!

Sepp Höllbacher liest Rauhnacht-Geschichten und wird von den Musikanten der Drogzapfn Buam begleitet. Das Programm startet um 17.00 Uhr mit Geschichten für Kinder, ab 18.00 Uhr gibt es Geschichten für Erwachsene.

. Foto: (© Kulturhof)  

Außerdem gibt es einen kleinen Verkaufsstand von Weihrauchprodukten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung findet nur bei geeignetem Wetter statt (nicht bei Regen). Weitere Infos unter https://www.kulturhof.bayern/events/winter-sonnwende

Es ist mit Sicherheit eine „bayrische“ gemütliche „Gschicht“.