Der Autor
vermittelt anschaulich die verschiedenen Themen zu dem Supermolekül und lässt
daraus schließen wie wichtig es wäre, das fossile Zeitalter zu beenden und der
Schlüsseltechnologie dem Wasserstoff endlich zum Durchbruch zu verhelfen.
Man kann mit
diesem Supermolekül Brennstoffzellen für Autos entwickeln, aber es könnten auch
ganze Kraftwerke, Wohnhäuser mit Wärme und Strom versorgt werden. Ebenso wäre
es auch im Flugverkehr einsetzbar. Leider scheut die deutsche
Automobilindustrie noch Investitionen in dieses Molekül zu stecken und setzt lieber
mit Akku-Autos auf den falschen Trend. Aber auch die Politik hat sich von der
Fossil-Lobby hoffnungslos kapern lassen, um die Entstehung einer Wasserstoff-Gesellschaft
auszubremsen.
Dieses Buch
ist es wert zu lesen, weil……
Wie können wir
mit Wasserstoff die Zukunft erobern? Wasserstoff ist der Energieträger der
Zukunft den H² hätte das Zeug, der Menschheit eine Zukunft auf einem bewohnten
Planeten zu bescheren, ohne Abstriche bei Bequemlichkeiten und technischem
Fortschritt machen zu müssen.
Statement aus
Jules Verne: „Die geheimnisvolle Insel (1874)“ Das Wasser ist die Kohle der
Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom
zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und
Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“.
Dieses Buch
ist oder sollte ein Beitrag zum Thema „Mutter Erde“ sein. Es liest sich leicht
und verständlich und gleichzeitig erfährt man auch, wie es zukunftsorientiert
gehen könnte, damit unsere Kinder und Enkelkinder auch noch eine intakte „Mutter
Erde“ vorfinden können.
DER AUTOR:
Timm Koch hat
Philosophie an der FU und Humboldt Universität Berlin studiert, ist Autor und
schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen. Schon seit Jahren staunt er
darüber, wie die Potenziale des Wasserstoffs totgeschwiegen werden, während man
gleichzeitig Kriege um Erdöl führt, durch Fracking des Grundwassers ganzer
Landstrichte verseucht wird und die Fossilkartelle langsam, aber sicher des
kompletten Planeten verheizen. Mit diesem Buch will er für Aufklärung sorgen. Zuletzt
erschien im Westend Verlag von ihm »Herr Bien und seine Feinde«.
Warum Computerkriminalität uns alle betrifft und die digitale Welt ihre großen Schatten voraus wirft.
Der IT- und
Sicherheitsexperte Dr. Cornelius Granig erklärt in diesem Buch genau und
fundiert, wie das Darknet funktioniert und berichtet auch über dessen
Entstehung. Stellt spezielle Anwendungen und Techniken vor, vom illegalen
Glücksspiel bis hin zu den verschiedenen Kryptowährungen.
Informiert
den Leser aber auch über große Verbrechen und deren Opfer, von Datenlecks im
Gesundheitssystem, Angriffe auf Energie- und Telekomsektoren sowie
Desinformationen in der Politik.
Dieses Buch
ist es wert zu lesen, weil……
Der Autor führt Interviews mit Experten und mit Polizeibehörden, spricht über Strategien zur Bekämpfung von Computerkriminalität und will auch seinen Lesern zeigen, dass wir schon seit Jahrzehnten den digitalen Gefahren ausgesetzt sind, deren Dimension ständig größer wird.
Des Weiteren gibt es Informationen, wie sich Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen gegen die Attacken aus dem Netz schützen können.
Es ist auch ein gewisser Ratgeber und jeder der an der digitalen Welt teilnimmt, sollte dieses Buch lesen.
DER AUTOR:
Dr. Cornelius
Granig ist ein österreichischer Unternehmensberater und Journalist, der sich
beruflich seit vielen Jahren mit Cyber-Security, Compliance und
Korruptionsbekämpfung befasst. Er leitete in den letzten Jahren die IT- und
Sicherheitsabteilungen als Vorstand großer Banken und Versicherungen.
Das
interdisziplinäre Festival für zeitgenössische Kunst, das 1968 in einem herausfordernden
politischen und geografischen Kontext gegründet wurde; in einem Land, das viele
historische Leichen im Keller hatte, und in einer Stadt, die in einer
Grenzregion des Kalten Krieges lag, steht wieder in den Startlöchern und eröffnet
in Graz am 19. September 2019 seinen 52. steirischen herbst
Anna Clementi und Angela Wingerath bei Proben zu Zorka Wollnys Performance fürsteirischer herbst ’19, Berlin, 2019, Foto: Zorka Wollny
Nedko Solakov, “a lost cold war spy”, Skizze, 2019, courtesy the artist
Ekaterina Degot (1958, Moskau) ist Kunsthistorikerin, Forscherin und Kuratorin und wurde 2018 für fünf Jahre zur Intendantin und Chefkuratorin des steirischen herbst bestellt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf ästhetischen und gesellschaftspolitischen Fragen in Russland und Osteuropa vom 19. Jahrhundert bis zur postsowjetischen Ära.
2018 startete
Ekaterina Degot mit ihrem kuratorischen Team das Projekt VOLKSFRONTEN mit
den vielfältigen und ambivalenten Bedeutungen dieses Begriffs. Thematisiert
wurden die Geschichte und das aktuelle politische Klima in Österreich und
Europa. Somit schließt das Festival 2019 unmittelbar daran an und geht den
zerstörerischen Widersprüchen und dem unheimlichen Charme des Habsburgischen
Europa sowie seiner Bedeutung für den Rest der Welt tiefer auf den Grund. Das
Kernprogramm des steirischen herbst’19 trägt den Titel „Grand Hotel Abyss –
Grand Hotel Abgrund“.
Eine schlagende Metapher „Grand Hotel Abgrund“, so nannte der ungarische Philosoph Marxist Georg Lukács, nicht zuletzt wegen ihres teilweise großbürgerlichen Hintergrunds, die Intellektuellen und Kulturschaffenden des „Instituts für Sozialforschung“, jener berühmten „Frankfurter Schule“, welcher die gesellschaftskritische Sozialwissenschaft entscheidende Impulse verdankt.
Ian Hamilton Finlay, Neoclassicism Needs You, Postkarte, Ort und Jahr unbekannt, courtesy of the Estate of Ian Hamilton Finlay
Auszug aus
dem Pressetext „steirischer herbst‘19“
„Der
tägliche Anblick des Abgrunds, zwischen behaglich genossenen Mahlzeiten oder
Kunstproduktionen, kann die Freude an diesem raffinierten Komfort nur erhöhen.“
Lukács´ Bild entspricht der Selbstdarstellung von Graz und dem umliegenden
österreichischen Bundesland Steiermark als Genussregion, als kulinarische und
ästhetische Wohlfühlzone. Graz und die Steiermark gehören zu den zahlreichen
Blasen aus gehobener Gastronomie, Wellness und Bio-Komfort, die in Zeiten
zunehmender Ungleichheit entstehen – Orte, die maßgeschneidert sind für
Geschäftsreisende und Kulturtourist*innen, wo das Lob traditioneller Erzeugnisse
beängstigende, Krypto nationalistische Untertöne hat und der Abgrund der
radikalen gesellschaftlichen Exklusion, der Wirtschaftskrise und des
entfesselten militärischen Konflikts lauert und in Zeitlupengeschwindigkeit
näherkommt. Grand Hotel Abyss nimmt diese Situation als Ausgangspunkt für eine
umfassendere Betrachtung des Hedonismus in Zeiten der nahenden Apokalypse. Das
Festival blickt zurück auf seine Vorgeschichte in den turbulenten Tagen des
beginnenden Kalten Krieges, als britische Offiziere, darunter auch der junge
John le Carré, das Hotel Wiesler – das damals einzige wirkliche Grand Hotel der
Stadt – übernahmen und ihr Hauptquartier im Palais Attems aufschlugen, in dem
sich heute das Büro des steirischen herbst befindet. Das diesjährige Programm
erzählt Geschichten über die Wohlfühlpolitik des Nationalsozialismus, über
sexuelle Praktiken der Zukunft, über die unmögliche Entscheidung zwischen
Faschismus und Nationalsozialismus, die Tirol in den 1930er-Jahren aufgezwungen
wurde, und über Handelssanktionen für landwirtschaftliche Produkte im heutigen
Russland – und es spult vor in eine dystopische Zukunft, in der die bestehenden
Kulturinstitutionen der Stadt in Cafés umgewandelt werden.“
Jakob Lena Knebl, Richard (2019), Foto: Christian Benesch
„Grand
Hotel Abyss“ eine
Fiktion? Der steirische herbst’19 wird zur Eröffnung am 19. September
2019 bei einer Abendveranstaltung überraschende Ereignisse liefern und sich
anschließend in der gesamten Stadt zu einem vierwöchigen, dicht gewobenen
kuratorischen Narrativ aus Performances, Bühnenproduktionen, Installationen und
Filmen von KünstlerInnen aus aller Welt weiterentwickeln.
Diesmal gibt es auch eine Kooperation mit dem Literaturhaus Graz und der steirische herbst’19 nutzt das Literaturhaus erstmals als Ausstellungsort. Konzipiert wird eine Installation von Ekaterina Degot und David Riff mit dem Titel „The Life and Adventures of GL“ welches einen künstlerisch-kuratorischen Blick auf die Fiktionen und Mythen um Georg Lukács und seine titelgebende Metapher des Hotels am Abgrund wirft. Des weiteres kooperieren beide Institutionen für ein dreitägiges Festival mit dem Titel „Weltmaschine Österreich“. Die „Weltmaschine Österreich“ ist die Erfindung des oststeirischen Bauern Franz Gsellmann. https://www.steiermark.com/microsites/gsellmann-weltmaschine
Eines ist
sicher, es wird wieder ein spannender „steirischer herbst‘19“ vom 19. September
bis 13. Oktober 2019 mit seinem „Grand Hotel Abyss“ in Graz und der Steiermark,
mit Parcours, Kunstwerken, Installationsprojekten und Filmproduktionen.
Vor 51 Jahren
gegründet, bietet das Festival immer wieder neuen Produktionen eine Plattform,
die öffentliche Debatten auf unterschiedliche Art und quer durch alle Disziplinen
und Medien zu provozieren und konturieren. Der steirische herbst der
sich immer wieder neu erfindet und die begrifflichen Grundlagen, was Kultur für
das Zeitgenössische bedeuten könnten, neu definiert. Graz die Kulturstadt der Avantgarde.
2019 wechselt
das OK Kulturquartier vom HÖHENRAUSCH zum SINNESRAUSCH (hier geht es um
Wahrnehmung)
Hauptaugenmerk
liegt auf Punkte, Linien und sphärische Blasen, die sich bewegen, spannen und
sich über ganze Räume stülpen. Ein Punkt geht spazieren, eine Linie gilt als
Leitfaden, die Sphäre der Sinne und alles ist in Bewegung.
VIDEO:Sinnesrausch / OÖ Kulturquartier /
Das sind
meine Highlights in dieser Ausstellung:
Der erste Raum dieser Ausstellung wird vom Künstler Achim Freyerbespielt und er bringt den Raum in seiner theatralen Installation „auf den Punkt“. Das Projekt nennt sich „Verschüttungen – die Dekade des Pythagoras, 2019“. Eine schwarze schräg gestellte Wand verweist auf Punkt-Elemente die auf die Namen Erde, Schwefel, Quecksilber, Mond, Feuer, Salz und Luft hinweisen. Inspiriert wurde er von Pythagoras (er befasste sich mit dem antiken griechischen Philosophen und Mathematiker), der mit zehn Punkten in Dreiecksformation sowohl das Dezimalsystem als auch die Welt hierarchisch-mathematisch definiert hat, inszeniert er räumliche „Verwehungen“ aus Punkt, Linie, Farbe und Täuschung. Auf die Frage hin ob die Erde (im Universum ebenfalls nur ein Punkt) für ihn als Ausgangspunkt für seine Arbeiten war. Exakt, es war der Ausgangspunkt für seine zahlreichen Arbeiten, die er immer weiterentwickelte.
Freyer wurde
1934 in Berlin geboren, studierte Grafik und war Meisterschüler für Bühnenbild
von Bertold Brecht. Als bildender Künstler war er zweifacher documenta
Teilnehmer und ist auf vielen internationalen Ausstellungen vertreten. Achim
Freyer lebt und arbeitet in Berlin. https://www.achimfreyer.com/
William Forsythe, City of Abstracts, 200, Foto: Otto Saxinger
Eine sehr interessante Videoinstallation ist die Arbeit von William Forsythe mit dem Titel „City of Abstracts, 200“ Der Künstler 1949 in New York geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
William Forsthe konzipierte für das OK Kulturquartier eine interaktive
Videoinstallation und nähert man sich der interaktiven Installation, so wird
der Körper (BesucherInnen) auf eine Videowand projiziert und durch die Bewegung
entsteht ein Tanz in Form von Linien und abstrakten Formen. Die Installation
lädt dazu ein, mit ihr zu spielen und durch eigene Bewegungen des eigenen
Körpers eine gemeinsame, spontane Choreografie zu schaffen.
William Forsythes gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen
Choreografen und Tänzer. „Choreografische Objekte“ nennt er seine interaktiven Skulpturen,
welche die Grenzen zwischen den Disziplinen digitale Kunst, Installation,
Plastik, Performance und Tanz verschwimmen lassen.
Urgent.Agency, Common Clearings, 2019, Foto: Otto Saxinger
Urgent.Agency „Common Clearings, 2019“
Für die OK hat das Designstudio eine eigenartige Installation geschaffen.
Es handelt sich um rote Stoffbahnen die wie Vorhänge auf Trägern auf dem Dach
der OK installiert wurden und so schafft es eine Komposition mit wehenden und
sich optisch überlagernden Stoffbahnen eine Welt aus Farbe. Bewegt man sich selbst
durch die Stoffbahnen, ergibt dies ein eigenartiges Gefühl einer gewissen
Freiheit und doch wieder nicht. Man könnte auch darinnen verweilen, ein Buch
lesen, seinen Gedanken nachhängen oder…? Es ist wie eine Kollektive Lichtung
die sich auf die Suche nach einem gemeinsamen, freundlichen Ort, um sich im
übertragenen, aber auch wörtlichen Sinn zu (ver-)sammeln.
Urgent.Agency arbeitet als interdisziplinäres Designstudio in Kopenhagen
und Oslo. Zu den Projekten von Urgent.Agency gehören Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten, Strategie, Stadtplanung, Markenindentität, Grafikdesign,
Raumgestaltung, Bücher und Kommunikationsarbeit – oft auch in Kombination
untereinander. www.urgent.agency.
Gianni
Colombo Spazio Elastico, 1967-1968 Elastische Schnüre, Schwarzlicht, elektrische
Motoren Dimensionen variabel
Gianni Colombo, Spazio elastic, 1967-68, Foto: Otto Saxinger
Ein eigenartiges Gefühl löst ein weiterer Raum beim Besucher aus, man betritt
eine dunkle Kabine in der sich ein UV-Licht reflektierendes Raster aus Fäden,
das mechanisch betrieben und bewegt wird, zwischen Wand, Boden und Decke,
spannt. Dieses fluoreszierende Fadennetz verändert sich durch die Bewegung so dass
dieser Raum selbst in Bewegung gerät und somit „elastisch“ wird.
Durch die stete Verformung dieses Netzes aus Lichtlinien tauchen die
BetrachterInnen in einen sich unablässig neu definierenden Raum ein.
Gianni Colombo war einer der bedeutendsten Vertreter der kinetischen Kunst in Italien und Mitbegründer der Gruppo T deren Anliegen es war, tempo („T“), also die Zeit, aber auch das Publikum mittels Bewegung einzubinden. Mit seinem Ambiente – betretbaren Räumen mit schiefen Böden und Säulen -, Bariestesie (Treppen) oder den Spazi elastici konzentrierte sich Colombo ab 1964 zunehmend auf die räumliche Wahrnehmung. *1937 in Mailand/It, + 1993 in Melzo/I T, lebte und arbeitete in Mailand und Wien/AT http://www.archiviogiannicolombo.org/en/ Marino Apollonio Spazio ad Attivazione Cinetica, *1966 – + 2015
Ein
überdimensionales optisches Phänomen, das aus nächster Nähe zu betrachten und
zu nutzen ist, entfaltet seine optische Wirkung erst durch die
unterschiedlichen Blickwinkel.
Op-ART ist die in den 1950er-Jahre entstandene Kunstrichtung, die
optische Täuschungen durch musterähnliche Wiederholungen entstehen lassen. Marina
Apollonio zählt zu den Pionierinnen der Op-Art. Für den Sinnesrausch wurde
dieser konzentrische Kreis installiert, der die Perspektive von oben auf das Schwarz-Weiß
GEHALTETE GRAFISCHE Muster den Sehsinn herausfordert.
Beim Betrachten geraten die schwarzen Linien vor der leuchtend weißen
Grundfläche scheinbar in Bewegung. Die grafische Textur der Boden-Installation
aktiviert sich ins Räumliche und wirkt wie eine fließende, elastische Welle.
Mit einfachen Mitteln schafft die Künstlerin auch hier Strukturen, die sich vor den Betrachterinnen in dynamische Bilder verwandeln. Schwarz-weiß flimmernd, gipfelt die physikalische Wirkung des Bewegtbilds in Nachbildern, die direkt auf das Bewusstsein einwirken. Die italienische Künstlerin entwickelt elementare Formen, die sich gegeneinander verschieben und überraschende Bewegungs- und 3D-Effekte somit auslösen. *1940 in Triest/IT, lebt und arbeitet in Venedig/IT https://arthive.com/artists/78084~Marina_Apollonio/works
Die
BesucherInnen werden bei TUBE Linz zu Akteurinnen, die sich in einem Geflecht
aus Linien neue Perspektiven erschließen und in der gemeinsamen Bewegung
miteinander „vernetzen“.
Raumergreifend hat sich das Konstrukt aus Sicherheitsnetzen wie ein
Parasit in der Stahlstruktur des voestalpine open space eingenistet und
verwandelt ihn in ein sinnliches Erlebnis, das allerdings körperlichen Einsatz
verlangt: Hier darf geklettert werden! Tunnelartige Gänge führen zu organisch
anmutenden Kammern, Orten der Kontemplation, die das Gefühl des freien
Schwebens suggerieren. Hoch hinauf führen die grobmaschigen Schläuche und
eröffnen von dort wiederum unbekanntem, neuem Blickwinkel.
Numen/For Us ist ein Kollektiv, das in den Bereichen Konzeptkunst,
Szenografie, Industrie- und Raumgestaltung sowie Kunst arbeitet. Seit 2008 konzentriert
es sich auf die Konfiguration von Objekten und Konzepten ohne vordefinierte
Funktion, was hybriden und experimentellen Arbeiten.
*1998 gegründet, Sven Jonke Berlin/DE; Christoph Katzler Wien/AT und Nikola Radeljkovic ZagrebK/HR http://www.numen.eu/
Beginnen sie mit dem Punkt und spazieren sie mit ihm zur Linie und diese Linie führt wiederum als Leitfaden durch die Ausstellung. Die Ausstellung ist auf alle Fälle SEHENSWERT, sie bereuen es nicht, wenn sie sich diesem SINNESRAUSCH hingeben.
Titel meiner Arbeiten: Machtspiele – die dunkle Macht / Giochi di potere – il potere oscuro
Meine Arbeiten aus den Jahren 2016 befassten sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls mit Macht und dunkler Macht und ich würde meinen, sie passen aktuell zum derzeitigen Thema in der Welt und nun auch im kleinen Österreich. Es geht um nichts anderes mehr als um Machtspiele. Warum eigentlich? Muss Macht sein?
Im Zentrum des Programms stehen wieder Inhaltliche und ästhetische Vielfalt der Bühnenkünste im Mittelpunkt. Mit insgesamt 14 Produktionen, davon sind 5 Uraufführungen und 5 österreichische Produktionen. Die Produktionen aus neun verschiedenen Ländern überwältigen mit fulminantem Tanz und bildstarken Inszenierungen. Die österreichischen Choreographen_innen, Performer_innen und Theatermacher setzen sich mit dem Stadtraum genauso auseinander, wie mit den Bühnen an verschiedenen Schauplätzen. Des Weiteren eröffnen sich auch neue Fragestellungen zu gesellschaftspolitischen und sozialen Themen.
Eröffnet wird die Sommerszene mit der Produktion RULE OF THREE choreographiert wird das Stück von dem international gefragten Choreographen Jan Martens. Lt. Pressetext „Das Stück ist eine ungebändigte Mischung zwischen Bewegungs- und Musik-Meditation und wechselt dabei zwischen Stille und Explosion, Exaktheit und Intuition, Gefühl und Verstand. Das exzellente Tänzertrio lässt sich dabei von der perkussiven Live-Musik des amerikanischen Komponisten NAH antreiben. Jan Martens gelingt ein rebellisches, leidenschaftliches und furioses Stück Choreografie, das sich irgendwo zwischen Konzert-Performance, Kurzgeschichtensammlung und Facebook-Pinnwand, zeitgenössischen Dramen und Alltagsereignissen positioniert“.
Dieser energetische Tanz und seine expressiven Gesten klingen vielversprechend.
Interessant dürfte auch die Inszenierung von dem Salzburger Choreograph und Regisseur Hubert Lepka werden. Hier handelt es sich um eine Uraufführung HERDE und STALL. Eine Handvoll Tänzer_innen und Schauspieler_innen hausen mit einer Handvoll Geißen, Kitzlein, Kalb und Geflügel in einem gemeinsamen Gehege. Sie bilden eine kleine Herde, zuerst als Probe im öffentlichen Raum bei der Pferdeschwemme, dann im Theater er SZENE. Die Pferdeschwemme wird an zwei Tagen zur öffentlichen Probebühne. Es ist ein markanter Punkt und natürlich auch ein touristischer Hotspot in der Salzburger Altstadt. Lepka ging es bei diesem Projekt um die Beziehung zwischen Menschen und Natur, Ackerbau und Viehzucht. Als Vorlage zu diesem Stück diente, die Erzählung aus dem Alten Testament von Abraham und dessen Sohn Isaak. Musikalischer Untermalung bedient man sich von Kirchenmusik und zeitgenössischer Elektronik.
Mit FOUND POEMS wird die in Wien beheimatete Choreographin und bildende Künstlerin Andrea Maurer poetische Kunst präsentieren. In Kurzlesungen (Dauer ca. 15 Minuten) wird sie Programmtexte zum Festival, als objet trouvés in buchstäblicher Zerlegungsarbeit zu miniaturhaften Text-Skulpturen umbauen. Dies kann passieren am Gehsteig, hinter einem Mauervorsprung, auf einer Treppe oder neben einer Sitzbank. Es wird eine Vorstellung in einer Programmtextzerlegungs-Intervention zwischen Dada, konkreter Poesie und Situationismus sein.
Was kommt auf Salzburg dem NEUTOR, dem in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, zu? Mit dem Titel Euch sprechen die Steine inszeniert der in Salzburg beheimatete Komponist Marco Döttlinger, eine Klanginstallation. Er wird den Fußgänger- und Fahrradtunnelweg des Neutores zum Schwingen bringen. Die Wörter Te saxa loquuntur (Dich sprechen die Steine) über dem Ostportal des Tunnels inspirierten ihn zum Titel. Konkrete Klänge, die vor Ort für diese Arbeit aufgenommen wurden, dienen dabei als Ausgangsmaterial. Mit konkreten Klängen und komponierten Instrumental-Passagen wird somit eine akustische Verdichtung geschaffen.
Wieder bespielt wird zum Festival auch der Bahnhofsvorplatz während der Sommerszene. Große fortbewegende Skulpturen aus Körpern und Objekte werden den Bahnhofsvorplatz in Besitz nehmen. Die Choreographin Ingri Fiksdal macht mit ihrer Reihe Diorama, in der sie eine spezifische Ansicht natürlicher und urbaner Landschaften in verschiedenen Städten und Kontexten inszeniert, erstmals auch in Salzburg Station. Es besteht aus formaler Ästhetik und gelungener Verschmelzung aus Tanz, Sound, Licht und Kostümen.
Ein weiteres dialogisches Format ist SEHEN UND SPRECHEN oder WATCH & TALK bei dem sich Künstler_innen, Expert_innen und Publikum im Anschluss an die Vorstellungen im SZENE Theater über Inhalt, Form, Arbeitsweise, Ästhetik und Kontext der Stücke austauschen können.
Neu ist auch, ein STAMMTISCH, der an 4 Abenden stattfinden wird. Zwei Gastgeber_innen erwarten SIE und SIE können sich mit den Künstler_innen und Expert_innen aus unterschiedlichen Bereichen über Kunst, Alltag, Kultur und Gesellschaftspolitik diskutieren.
Termine:
Good to Know
Die Programmpräsentation Good to Know der Sommerszene bietet allen Interessierten die perfekte Gelegenheit, um sich einen detaillierten Überblick über die eingeladenen Stücke zu verschaffen. (Di 21. Mai, 19.00 Uhr, SZENE Theater, Eintritt frei, Anmeldung: info@szene-salzburg.net)
Die Sommerszene ist mit Sicherheit heuer sehr spannend, brechen sie aus dem Alltag aus und tauchen sie in eine andere Welt ein und holen für sich das Beste heraus.
HALTUNG als Buchtitel? Was will der Autor damit ausdrücken? Innere Grundeinstellung die jemanden Denken und Handeln prägt? Oder meint er Körperhaltung?
Weder das eine noch das andere: Reinhold Mitterlehner, der diesen Weg ging, sachorientiert, gerade und ohne machtpolitische Verbiegungen – kurz, wie man eine HALTUNG kultiviert und lebt – erzählt er uns in diesem Buch. Weiterlesen →
Der Titel des Buches verrät es schon. Es geht ums Pilgern. Pilgern ist wieder in Mode gekommen und es ist auch eine Suche um seine innere Mitte zu finden. Den im GEHEN kann man sich entschleunigen, den Gedanken freien Lauf lassen und sie reduzieren. Der Laptop und der Terminkalender bleiben zu Hause, keine E-Mails, keine Nachrichten und das Handy setzt man nur im Notfall ein. Wie beschreibt der Autor den Zustand: „Pilgern ist eine Expedition ins Unbekannte der eigenen Seele, ein Abenteuer, bei dem jeder sich selbst und gleichzeitig auch die Welt entdecken kann“. Des Weiteren schreibt der Autor noch: „Der Pilgerweg ist ein Vehikel, ein Werkzeug, um seinen Lebensweg zu gehen und, mehr noch, ihn zu verstehen – bei Nacht und Tag, bei Chaos und Klarheit, in Monotonie und überschäumender Vielfalt, in Zweifel und Gewissheit“. Weiterlesen →
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