Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren.
Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche.
Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.
Eine temporäre Mitarbeiterin wurde auf COVID 19 positiv getestet: „Eine temporäre Mitarbeiterin der Salzburger Festspiele, die am 18. Juni 2020 nach negativer Initialtestung den Dienst angetreten hat, wurde leider am (SF, 8. Juli 2020) positiv auf Corona getestet.
Einen Monat später:
Nun ist die Katze aus dem Sack. Die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler und Landeshauptmann Dr. Haslauer atmen erleichtert auf und freuen sich, dass die Salzburger Festspiele doch noch stattfinden dürfen.
Aufatmen konnte man nun Ende August und „100 Jahre Salzburger Festspiele“ 2020 werden in die Geschichte eingehen!
Nun atmen alle erleichtert auf, diese besonderen Festspiele in einem besonderen Jahr 2020, dass mit einem sehr durchdachten, klugen und trotzdem niemand überfordernden Sicherheitskonzept die Musik, das Theater, die Konzerte und Oper über die Bühne gebracht haben. Max Reinhardt wäre vermutlich Stolz auf das Direktorium der Salzburger Festspiele gewesen.
Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler: „, Dass die Salzburger Festspiele 2020 überhaupt stattfinden konnten, empfanden wir als das größte Jubiläumsgeschenk. Wir durften ein Zeichen für die Kraft der Kunst in kraftlosen Zeiten setzen und konnten den Gründungsgedanken aufs Sinnvollste wiederbeleben. Die Salzburger Festspiele wurden 1920 in einer Zeit größter Not als mutiges Projekt gegen die Krise gegründet. Max Reinhardt war davon überzeugt, dass nur die Kunst die vom Krieg gegeneinander gehetzten Menschen, ja Völker, wieder versöhnen könnte. – Die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Lebensmittel. Wir sind überglücklich, dass sich die Festspiele auch und gerade in der von Corona zutiefst verunsicherten Welt als Sinngeber und Arbeitgeber bewähren konnten“. sagt.
Markus Hinterhäuser: „So wird das Signal, das von Salzburg ausgeht, das stärkste, vitalste und wesentlichste sein, dass man an die Welt senden kann“.
So groß die Anspannung vor dem 1. August 2020 auch war, so erleichtert sind sie jetzt, alles gut über die Bühne gebracht zu haben. Aber eines darf man auch nicht vergessen auch das Verhalten des Publikums, das sehr diszipliniert und sehr bewusst die Sicherheitsmaßnahmen im Verlauf der Festspiele immer selbstverständlicher verinnerlicht hat, hat wesentlich dazu beigetragen, dass es zu keinem Corona-Fall kam.
Zahlreiche in den vergangenen 130 Jahren angedachte Festspielhausprojekte wurden nicht realisiert. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele hatten vier KünstlerInnen (aufgrund eines Wettbewerbes > Konzeption Norbert Mayr im Auftrag der Salzburger Festspiele) dieser nicht gebauten Architekturprojekte durch künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar gemacht: am Mönchsberg, im Schlosspark Hellbrunn, am Kapuzinerberg und im Mirabellgarten.
Esther Stockers Projekt hat mir am besten gefallen (ein Siegerprojekt)
Zu ihrem Projekt: Zerknüllt und weggeworfen. So liegen zurzeit am Mönchsberg zerknüllte Entwürfe eines Festspielhausentwurfes auf einer Wiese, unmittelbar des Schloss Mönchstein. Es ist eine Intervention der Künstlerin Esther Stocker, die das Mozart-Festspielhausprojekt am Mönchsberg 1890 (der Architekten Ferdinand Fellner (1847-1916) und Hermann Helmer (1849-1919) ins Visier genommen hat und somit eine dreiteilige Knitterskulptur für den Mönchsberg im öffentlichen Raum inszenierte. Sie machte die Entwürfe mit Texten aus dem Jahr 1890 sichtbar. Mit diesen Blättern, welche originale Auszüge aus der Schrift „Das Mozart-Festspielhaus in Salzburg“ darstellen, zitiert sie, um eine Verschiebung der Wahrnehmung herbeizuführen. Diese ersten Entwürfe des frühen Festspielhausprojektes – waren zum Scheitern verurteilt – bildete für die Künstlerin den Ausgangspunkt einer Intervention.
Dies veranlasste mich, diese künstlerische Arbeit unter die Lupe zu nehmen. Die Skulpturen wurden am Mönchsberg auf einer „Wiese“ aufgestellt, eben dort, wo seinerzeit dieses Festspielhaus gebaut hätte werden sollen. Nur, das Problem begann schon bei der Suche der Skulpturen, es gibt viele grüne Wiesen am Mönchsberg, Frage ist, welche soll es sein?
Nach Anruf im Pressebüro, wurde mir erklärt, Folder ist im Internet herunterzuladen und dort findet man die Koordinaten wie man zu den Objekten hinkommt. Nur was tun, wenn bei manchen Handybesitzern das App nicht vorhanden ist oder ein Kunstinteressierter lieber einen Folder in der Hand hat?
Der Folder allein bringt es jedoch auch nicht, da hier nur die Koordinaten angegeben sind und wer den Mönchsberg (Mönchsberg zieht sich auf einer Länge von etwa 1700 m vom Festungsberg in Richtung Nordwesten am linken Salzachufer bis Mülln) nicht kennt, sucht vielleicht lange.
Einfach weitersuchen? Na gut, mein Handy hat Gott sei Dank diese App, ist ja ein Apple iPhone. Aber es dauerte auch eine gewisse Zeit, bis ich am Ziel war. Für meine Leser: die Skulpturen liegen schräg gegenüber dem Schloss Mönchstein auf einer kleinen Hanglage. Vom Fahrweg, der hier vorbeiführt, sieht man zwar, dass dort am Hang etwas liegt, aber ob es Kunst oder sonstiges ist, ist im ersten Moment nicht erkennbar.
Eine Hinweistafel befindet sich am Wiesenrand und informiert über die Skulpturen. Die Arbeit ist wirklich gut und interessant, wie ein zerknülltes großes Papier (allerdings aus Aluminium) liegt es am Hang Rand, als nicht verwertbare Idee, etwas dahinter, liegt die zweite Skulptur, ebenfalls zerknittert und lieblos hingeworfen, wie ein Dichter, der seine Idee als unbrauchbar sah, das Papier zerknüllte und auf den Boden warf. Aber wo ist die dritte Skulptur? Auf dieser Skulptur befindet sich ein Plan, diese Skulptur hatte ich noch nicht gefunden, obwohl ich die Umgebung fotografierte.
Hier muss ich noch nachhacken. Beim zweiten Anlauf fand ich auch die dritte Skulptur, allerdings versteckt hinter einem Hügel und auch nur, weil ich einen anderen Weg gegangen bin. Dieser Weg wird eventuell vereinzelt von Besucher*innen in Anspruch genommen. An dieser Skulptur kam dann zufällig ein Pärchen vorbei, die ich geradewegs darauf ansprach, ob sie wissen, vor was sie stehen. Nein, war die klare Aussage, sie dachten es sei eine Plane, die irgendwie hier herumlag und sich im Wind bewege. Ich sagte Fehlanzeige, es handelt sich um ein Kunstwerk und ich klärte auf. Das Pärchen waren ebenfalls Künstler (Berliner), jedoch machten sie einen Kurzurlaub in Salzburg um Handkes Stück „Zdeněk Adamec“ zu sehen.
Nun wieder zur Künstlerin Esther Stocker. Sie hat sich hier Gedanken gemacht. Auf der Skulptur sind Texte der Auszüge aus der Schrift Das Mozart-Festspielhaus aufgedruckt. Die Platzierung dieser Wiese bzw. dieses Hanges musste bewusst gewählt werden, da hier tatsächlich das Mozart-Festspielhaus hätte entstehen sollen. Wer die Objekte „Feentempel“ bewusst sucht, wird sie finden, jedoch wenn die Künstler*innen darauf hoffen, dass es viele Besucher*innen sehen sollen, dann bezweifle ich es. Den wie bereits erwähnt, von der Straße aus, achten die Besucher überhaupt nicht darauf, was da oben auf dem Hang liegt, nicht einmal, wenn sie die Hinweistafel – jedoch ohne einen konkreten Hinweispfeil – lesen. (Ich beobachtete dies eine Zeitlang, lieber fotografierte man das Schloss Mönchsstein) Ich sprach auch Passanten an, viele kommen ja hier nicht unbedingt vorbei, ob ihnen hier was auffällt, nein meinten sie, die Tafel mit dem Vermerk „Feentempel“ okay und das war es schon. Als ich sie darauf ansprach, dass da oben ein Kunstwerk zu dieser Thematik steht, kam das große „Aha-Erlebnis“. Oder: Eine Münchnerin, die alle Jahre die Salzburger Festspiele besucht und sich auch sehr für die Zeitgenössische Kunst, während dieser Festspiele interessiert, teilte mir mit, dass sie sehr lange – trotz des Plan – suchen musste, bis sie all die Kunstwerke fand, im speziellen dies am Mönchsberg. Das war es dann auch schon wieder. Eigentlich schade, denn die Künstler*innen bemühten sich, etwas zu kreieren und dann dieser bittere Beigeschmack, Kunst nicht wirklich wahrnehmbar. Salzburg ist wie immer: ANDERS.
Auch das Objekt von Isa Rosenberger Portalrahmen am Rosenhügel – es sieht imposant aus und ist es auch – wenn man sich vorstellt, wie dort das Festspielhaus seinerzeit hätte sein sollen. Aber auch hier, sehen die Besucher*innen kein Kunstwerk darin, sondern einfach einen Rahmen, der vermutlich hierhergehört.
Hellbrunn, hier vermuteten manche vorbeigehende Besucher*innen es wird etwas Neues gebaut. Auch interessant? Aber wenn nur Latten aufgestellt sind und die Hinweistafel nicht wirklich ansprechend platziert, dann kann sowas schon vorkommen. Auch ein Mitarbeiter einer Baufirma, der die Verschallungsbretter für dieses Kunstwerk installierte, wurde des Öfteren angesprochen, was wird hier gebaut? Wird die letzte große Wiese in Hellbrunn nun auch in Baugrund umgewidmet?
Zum ersten Mal seit 1979 versucht ARS Electronica anstatt einer Linzer Festivalmeile – bisher fand das Ars Electronica Festival in Linz statt – ein Festival zu kreieren, das an 120 Orten weltweit stattfinden wird. Zwischen Tokio und Los Angeles werden Universitäten, Museen, Galerien, Vereine, Kommunen und Unternehmen hunderte Ausstellungen, Konferenzen, Performances, Konzerte und Workshops veranstalten, die sich an das Publikum vor Ort richten.
Ars Electronica formt daraus ein Festival im Netz, das all diese lokalen Aktivitäten und Perspektiven für eine internationale Community zugänglich machen wird. Es wird ein einzigartiges „Festival der 120“.
Auch in Linz wird Neuland beschritten, den die diesjährige Ars Electronica befindet sich nicht nur im Netz, sondern das Festival wird sich auch in Linz, in der neuen Location und des neuen Partners „Johannes-Kepler-Universität“ präsentieren.
In „Kepler’s Garden“ wird Kunst und Wissenschaft in den weitläufigen Parkanlagen und den markanten, neuen Gebäude des Uni-Campus zur Bühne, zum Forum und zum Labor.
„Kepler’s Garden“ hier werden nicht nur die besten Einreichungen zum diesjährigen STARTS Prize präsentiert, sondern auch viele andere Siegerprojekte. Außerdem wird „Kepler’s Garden“ zur Spielwiese für „create your world“, dem Zukunftsfestival für die nächste Generation.
Worum geht es heuer? Wenn die Besucher*innen nicht ins Museum der Zukunft kommen können, kommt das Museum der Zukunft eben zu dem Besucher*innen nach Hause. Ars Electronica Home Delivery macht es möglich. Ars Electronica bietet den Besucher*innen ein wöchentliches Programm mit Guided Tours durch die Ausstellungen, Ausflüge in die Labs, Konzerte mit Echtzeitvisualisierungen, Deep Space LIVE-Sessions, Workshops mit Engineers und Talks mit Artists und Scientists aus aller Welt.
„Warum will Ars Electronica in einer so schwierigen, instabilen Situation unbedingt ein Festival veranstalten?“ Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der Ars Electronica greift die ebenso berechtigte wie wichtige Frage auf: „Wir machen das, weil sich gerade jetzt – nicht trotz, sondern wegen Corona – unglaublich viele Menschen in aller Welt fragen, wie es mit uns weitergehen wird? Und weil ebenso viele Menschen zurzeit – nicht trotz, sondern wegen Corona – die Hoffnung haben, dass wir diesmal echte Veränderungen zu Stande bringen. Für all diese Menschen, für ihre Wünsche und Ideen zur Zukunft, will Ars Electronica seit über 40 Jahren Bühne, Forum, Labor und nicht zuletzt Unterstützerin und Mitstreiterin sein. Das ist unser Selbstverständnis und der einzige Grund, warum Ars Electronica wichtig ist – auch und gerade in einem so speziellen Jahr wie diesem. Nicht trotz, sondern eben wegen Corona.“
Ars Electronica 2020 ist eine Reise zur Vermessung der „neuen“ Welt und eine Reise durch „Kepler’s Gardens“ die nicht trotz, sondern wegen Corona stattfindet.
….es wäre eine kleine barocke Kleinstadt, umgeben von einer schönen Landschaft am Alpenrand. Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss (Gründer der Salzburger Festspiele) ist es zu verdanken, dass am 22. August 1920 die Geburtsstunde der „Salzburger Festspiele“ war.
Ein Friedensprojekt, dass bis ins 21. Jahrhundert reicht und für die nächsten Jahrhunderte hoffentlich auch noch existieren wird und kann.
Diese Ausstellung dokumentiert 100 Jahre Festspielgeschichte. Von den Gründungsvätern bereits als Weltkunstzentrale auf österreichischem Boden in Kriegszeiten ersonnen, ist es tatsächlich zum wirkungsmächtigsten Klassikfestival der Welt gewachsen.
„Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal wurde 1911 in Berlin uraufgeführt, war jedoch nicht erfolgreich. Für Salzburg war dieses Stück eine Verlegenheitslösung, denn das ursprünglich vorgesehene Auftragswerk war nicht fertig geworden. Max Reinhardt bat den Salzburger Erzbischof Ignatius Rieder, das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ vor dem Dom aufführen zu dürfen. So wurde „Jedermann“ – Regie führte Max Reinhardt – im August 1920 erstmalig in Salzburg aufgeführt und aus der Verlegenheitslösung wurde es ein Jahrhundert Stück. Dies ist einmalig, denn es gab noch nie in der Kunstgeschichte, dass ein Stück so lange gespielt wurde wie „Jedermann“, nämlich fast 100 Jahre.
Obwohl „Jedermann“ 8 Jahre lang in der Zeit von 1938 bis 1946 nicht gespielt wurde, Max Reinhardt ging 1937 nach New York und 1938 wurde das Stück von den Nationalsozialisten gestrichen. Erst als 1946 Helene Thimig, die Witwe von Max Reinhardt, nach Salzburg/Österreich zurückkehrte – Max Reinhardt verstarb 1943 im amerikanischen Exil – steht seit 1946 das Stück Hofmannsthals JEDERMANN wieder auf dem Programm.
Zurück zur Landessausstellung, diese teilt sich in 4 Kapiteln und dokumentiert aufs Beste, was die Festspiele für die Stadt Salzburg, für Österreich und für die kunstinteressierte Welt bedeuten.
Im 1. Kapitel – „Großes Kino“ ist es eine filmische Annäherung, wo die Besucher*innen in der Säulenhalle filmisch willkommen geheißen und in die Geschichte der Salzburger Festspiele eingeführt werden.
Das 2. Kapitel – „Das Archiv“ – 100 Jahre Salzburger Festspiele in der Max Gandolph Bibliothek der Neuen Residenz verweist auf das Archiv der Salzburger Festspiele und damit auf die Sicherung, Dokumentation und Erforschung der eigenen Institutionsgeschichte hin. Dieses Kapitel erzählt 100 Jahre Festspielgeschichte von 1920 bis 2020.
Im 3. Kapitel – Im „Dialog“ den Salzburger Festspielen begegnen, umfasst das 3. Kapitel einen Rundgang, der im Dialog mit Institutionen wie dem Jüdischen Museum Wien, dem Theatermuseum Wien, dem Literaturarchiv Salzburg und den Wiener Philharmonikern sowie mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern (John Dock, Lionel Favre, Werner Feiersinger, Eva Schlegel, Yinka Shonibare) entstanden ist.
Das letzte 4.Kapitel – On Stage: „Das Museum als Bühne“ hier verwandelt sich die Kunsthalle des Salzburg Museum in eine Bühne. Sie dient während der gesamten Laufzeit der Ausstellung und besonders im Festspielsommer 2021 als Aufführungsort und bietet in der Gesamtkonzeption der Kunsthalle gleichzeitig eine Bühne für Festspielgeschichte(n).
2020 ein Jahr, das aufgrund des Corona-Virus in die Geschichte eingehen wird und die Festspiele auf ein reduziertes Maß zurückgeschraubt hat, wäre es erwähnenswert, dass es dies bereits auch im Kriegsjahr 1940 der Salzburger Festspiele, nur ein Rumpfprogramm gegeben hat. Die Spielzeit dauerte im Juli 1940 nur 14 Tage und bestand ausschließlich nur aus einem Konzertzyklus der Wiener Philharmoniker.
Die Landesausstellung im „Salzburg Museum – Großes Welttheater“ ist auf alle Fälle sehenswert und bietet einen guten Einblick in 100 Jahre Salzburger Festspiele und läuft bis 31. Oktober 2021
Erschienen ist auch ein Buch: „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ ISBN: 9783701735044 erschienen im Residenzverlag
Herausgeber des Buches:
Martin Hochleitner > ist Kunsthistoriker und seit 2012 Direktor des Salzburg Museum. Zuvor leitete er von 2000 bis 2012 die Landesgalerie Linz. Er unterrichtet seit den 1990er-Jahren an verschiedenen Universitäten und erhielt 2013 den Österreichischen Staatspreis ars docendi für exzellente Lehre
Margarethe Lasinger > studierte Germanistik sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und war als Redakteurin, Lektorin und Ausstellungskuratorin tätig. Seit 1997 ist sie den Salzburger Festspielen verbunden und leitet die Abteilung Dramaturgie und Publikationen.
Vor 50 Jahren am 5. September 1970 verunglückte beim Training zum Grand Prix in Monza mit seinem Lotus-Rennwagen JOCHEN RINDT tödlich. Sein Punktevorsprung war damals jedoch schon so groß, dass ihn auch sein stärkster Kontrahent, Jacky Ickx, nicht mehr einholen konnte. Da lag der erst 28-jährige Rindt in der Rangliste vorn, Sechs Grand-Prix-Siege und vier Le-Mans Erfolge markieren die kurze Karriere des extravaganten Publikumslieblings dessen Karriere mit einem tödlichen Unfall in Monza abrupt beendet wurde. Posthum wurde er nach seinem Tod am 4. Oktober 1970 zum Formel 1 Weltmeister der Saison 1970 ernannt.
Ferdi Kräling dessen Karriere als Rennsportfotograf unlösbar mit Rindts Aufstieg verknüpft ist, setzt dem deutschösterreichischen Rennfahrer Jochen Rindt, der als „der erste Popstar der Formel 1“ in den 60er Jahren in den Sportschlagzeilen für Furore sorgte, ein fotografisches Monument.
Dieser Band zeigt die großen Momente der Formel 1 in einem Buch, die spektakulärsten Strecken, die besten Fahrer, die erfolgreichsten Teams, ein Formel-1-Bildband mit über 180 atemberaubenden Fotos der heißesten Rennen. Dieses Buch, das zu seinem 50. Todestag in dritter, überabeiteter Auflage erscheint, versammelt die spektakulärsten Etappen aus Jochen Rindts professionellem und privaten Leben.
Der Journalist Herbert Völker, der Rindt ebenfalls gut kannte, hat zu dem Bildband die Texte verfasst, kenntnisreich und eigenwillig im Stil. Das passt zu dem Rennfahrer, dessen Stil keine Nachfolge gefunden hat, weil er so unnachahmlich war.
Man ist von dem Band gefesselt und dem Wahnsinn einer Grand Prix-Legende. Nach Jochen Rindts Tod hat sich vieles im Rennsport verändert. Es begann der Denkprozess die Rennen sicherer zu machen. Niki Lauda gehörte zu den Rennfahrer-Experten, die den Rennsport komplett veränderten.
Wer Motorsport liebt, wird zu diesem Buch greifen und beim einen oder anderen werden Erinnerungen an diesen Rennfahrer wieder lebendig werden. Aber auch für die Generationen danach, ist es Wert dieses Buch zu lesen. Wie halsbrecherisch man in den 60iger Jahren unterwegs war und dieser Sport trotzdem ein großes Publikum hatte.
Die AUTOREN
Ferdi Kräling (*1940 in Winterberg-Siedlinghausen im Sauerland) ist ein deutscher Fotoreporter, der hauptsächlich als Fotograf von internationalen Rennserien wie Formel 1, Rallye WM, Sportwagen-Weltmeisterschaften bekannt war.
Mit Texten von Herbert Völker und den außergewöhnlichen Fotobeiträgen von McKlein und Milan Schijatschky
Erschienen ist das Buch:
„Jochen Rindt“ Der erste Popstar der Formel 1 , 3., erweiterte Auflage, (ISBN 978-3-667-11866-0) Delius Klasing Verlag, Bielefeld Erhältlich im Buchhandel oder unter www.delius-klasing.de
TIPP:
2021: Die Stadt Graz gedenkt der Rennsportikone Jochen Rindt mit einer großen Ausstellung „Jochen Rindt – die Grazer Jahre“ im Graz Museum mit zwei originalen Rindt-Fahrzeuge, eines davon ist der Ford GT 40 mit dem Rindt 1966 das Rennen in Le Mans bestritt, weitere Objekte seiner Jugend und seines Rennsportlebens werden im Graz Museum ausgestellt werden. Die Ausstellung hätte heuer schon über die Bühne gehen sollen, jedoch des CORONA-Virus wurde dies auf das Frühjahr 2021 verschoben.
Ein sonniger Sommertag und es bot sich ein Spaziergang in die Vergangenheit an. Eintauchen in Landschaft und in alte Bauernkulturen. Im Freilichtmuseum kann man unbeschwert durch fünf Gaue – Flachgau, Tennengau, Pongau, Pinzgau und Lungau – wandern.
Zuerst führte es mich in den Flachgau zum „Bauernpetergut“ Dieses Gebäude entstand um 1571/1818. Bei diesem Haus handelt es sich um ein in Blockbauweise gezimmertes Wohnhaus. Im „Bauernpeterhaus“ ist auch ein historischer Gendarmerieposten aus der Zeit um 1900 untergebracht. Es zeichnet auch ein getreues Bild von den ärmlichen Lebens- und Arbeitsumständen der Gendarmen. Zum Wohnhaus gehörten auch noch eine Stallscheune, Getreidekasten und ein Brechlbad.
Was ist ein Brechlbad? Dieser Begriff taucht bei sämtlichen Bauernhäusern immer wieder auf. Im bayerischen und österreichischen Raum war das Brechelbad ein Gebäude, welches zur Gewinnung von Flachsfasern dienten. Badstube und Brechstube sind in einzelnen Regionen ebenfalls eine gebräuchliche Bezeichnung dafür.
Weiter ging ich zum „Lärchenhaus“ /St. Martin am Tennengebirge, erbaut um 1505, welches auch für eine Filmkulisse zum Film „Das finstere Tal“ verwendet wurde. Hier handelt es sich um einen Pinzgauer Paarhof. Im Erdgeschoß befindet sich eine geräumige Stube mit anschließender Schlafkammer der Eltern. Eine Rauchküche gibt es ebenfalls, die allerdings erst um 1615 dazu gebaut wurde. Im Obergeschoß befinden sich die Kammern der Knechte und Mägde.
Nun im Lungau gelandet, befindet sich das Neumann-Haus Göriach/Hintergöriach, erbaut um 1566. Es ist das erste Bauernhaus im Land Salzburg, das für ein zukünftiges Freilichtmuseum 1969 abgetragen wurde. Der Neumannhof in seiner heutigen Größe stammt aus dem Jahre 1566. Ursprünglich bestand das Wohnhaus aus einem Vorhaus und einer großen quadratischen Rauchstube mit offenem Herd und Backstube.
Vor dem Haus entdeckte ich die die Grasmähmaschine. Ein Balkenmäher für Pferdezug. Man kann es sich schwer vorstellen, würde man mit diesem Gerät heute noch große Flächen mähen.
Interessant ist auch die Wäschetrocknungsanlage, für damalige Zeit wahrscheinlich schon sehr fortschrittlich, brachte man doch viele Wäschestücke auf kleiner Fläche unter. Es ist ein Gestell zum Trocknen von Wäsche mit einer Handkurbel zum Hinaufziehen der Leine. Dieses Gestell ist locker 2,5 m hoch.
Wenn man oft hört, die „gute alte Zeit“, ich könnte mir gut vorstellen, dass der Mensch aus dem 21. Jahrhundert sicher keine Sehnsucht mehr hat in dieser Zeit zu leben und auf seinen modernen Komfort zu verzichten. Wenn man die Räumlichkeiten genau betrachtet, einfachste Verhältnisse, winzig kleine Räume mit kleinen Fenstern, wenig Licht. Als Küche diente die Rauchkuchl mit ihrem aufsteigenden Rauch, der sich an Decke und Wände haftete und den Raum noch dunkler erscheinen ließ. Im Winter waren auch die meisten Räume nicht beheizt und meistens gab es nur in der Stub’n einen Ofen.
Um schneller durch das Gelände zu kommen, kann man auch die Museumseisenbahn benützen. Die Strecke ist 1,7 km lang und man fährt vom Bahnhof „Flachgau“ (Museumseingang) bis zur Endstation „Pongau“. Außer man will schon etwas früher aussteigen, dann bietet sich hier die Mittelstation „Tennengau“ an.
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