






Chat-Interview mit dem Fotokünstler Alexander Maria Lohmann
Bei der Vernissage Anfang Oktober 2021 in der Leica-Galerie, lernte ich den Fotograf Alexander Maria Lohmann kennen. Die künstlerischen Arbeiten von Alexander Maria Lohmann, überschreiten Grenzen unter widrigsten Bedingungen, um extreme Kontraste einzufangen. Seine Werke verleihen unglaubliche Kraft und Tiefe, er hält Stimmungen fest, verdichtet sie und stellt sie in einen neuen Kontext.

Linossiartstory: Ihre Ausstellung zeigt in der Galerie Leica in Salzburg zeigt eingefangene Fotografien (Syrien) extreme Kontraste und Grenzüberschreitungen zu dokumentarischer Rohheit, die Sie zu brechen versuchen, diese Aufnahmen stellen Sie dem Disneyland gegenüber. Was ist der Reiz darin?

Alexander Maria Lohmann: Mein Interesse galt immer schon den Kontrasten mit viel Emotionen auf dem Bild oder Bild Paar zu zeigen. In der Ausstellung der Leica-Galerie kommt diese Gegenüberstellung zwischen Disneyland und Syrien sehr stark zum Ausdruck.

Linossiartstory: Erzählen Sie uns ein paar Worte über sich und was bewog Sie Künstler zu werden.
Alexander Maria Lohmann: Ich bin ausgebildeter Fotograf und arbeitete in Tirol und Salzburg im Familienbetrieb. Nach meiner Lehre waren Auftragsarbeiten mein Schwerpunkt, im speziellen in der Hotellerie und auf diesem Gebiet, hatte ich die Chance weltweit unterwegs zu sein. Vor 13 Jahren begann ich mich mit Fotokunst auseinander zu setzen, dies wurde für mich ein wichtiger Bestandteil. Wirtschaftlich übernahm meine Tochter sämtliche Auftragsarbeiten und somit war ich hier auch nicht abhängig. Sie ist die vierte Generation in unserem Familienbetrieb. Somit ist der Familienbetrieb gesichert und ich kann mich vollkommen auf meine Kunst konzentrieren.
Linossiartstory: Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Alexander Maria Lohmann: Mein Großvater und Vater waren schon Fotografen und hatten ein Fotogeschäft in Obergurgl. So bekam ich als Fotografensohn die Fotografie schon in die Wiege gelegt. Es war auch logisch, dass ich das Geschäft eines Tages übernehmen sollte. Nach 13 Jahren als erfolgreicher Unternehmer ging ich jedoch dann einen anderen Weg und so begann meine Karriere als Kunstfotograf.
Linossiartstory: Was beeinflusst Sie und Ihre künstlerische Arbeit?
Alexander Maria Lohmann: Meine Vergangenheit und mein spannendes Leben, Kunst zu erschaffen, ist ein spannender und intensiver Fotoabzug, als der Moment, an dem das Foto entstanden ist.
Linossiartstory: Die Fotoarbeiten, die in der Leica Galerie ausgestellt sind, sind ausdrucksstark und regen zum Nachdenken an. Was war die Grundidee in ein Kriegsgebiet zu reisen und dort Aufnahmen zu machen, die eigentlich nur Zerstörung zeigen, aber kein Kriegsgeschehen? Keine Toten, keine Kriegsmaschinerie….

Alexander Maria Lohmann: Ich bewege mich sehr häufig in der industrialisierten westlichen Welt. Somit sind viele meiner Projekte ganz anders entstanden, Löwen im Coliseum, urbane Städte oder in Regenwäldern was noch nie zuvor betreten wurden. Es ist auch ein Ausbrechen aus unserer überzivilisierten Welt und so reise ich gerne in Länder und Regionen, die eigentlich keiner sehen will. Die Bilder von Bomben und Toten aus Kriegsgebieten sind Bilder, die wir aus den Medien kennen und genau dies ist für mich zu oberflächlich. Ich denke daher, wenn man Fotos ein paar Schritte neben der Bombe macht oder nach einem gewissen Zeitraum erst das Bild anfertigt, wird die wahre Situation präsent, in der sich auch Menschen befinden. Es sind die Überreste von dem, was sich Menschen einander antun. Es ist auch ein Respekt den Menschen gegenüber, diese Menschen nicht blutverschmiert zu fotografieren. Jeder Mensch hat eine Würde.

Linossiartstory: Eine Fotoarbeit regt insofern zum Nachdenken an, ein Verkaufsstand im Disneyland und ein Verkaufsstand vor einer Ruine in Syrien. Es ist dies der krasse Unterschied, von der abgehobenen künstlichen Welt in Paris und dem zerstörten Allepo.

Alexander Maria Lohmann: Das schöne und spannende an diesem grausamen Spiel (Kriegszerstörung) ist, dass Stunden nach den Anschlägen weiter geht, es kann nur weitergehen und man macht aus der negativen wieder eine positive Situation entsteht.

Linossiartstory: Nehmen Sie auch an Symposien für Fotografie teil? Was bringt dies dem Fotografen/Künstler (Austausch, Erfahrung)
Alexander Maria Lohmann: Nein, ich denke, dass mir eine Syrien Reise weit mehr an Erfahrung geben kann, als ein Symposium bei dem tausend Menschen dasselbe hören.
Linossiartstory: Inwiefern ist die Vernetzung über Social Media heute für den Fotografen/Künstler wichtig?
Alexander Maria Lohmann: Sehr wichtig! Dennoch arbeite ich daran, dass ich dieser ganzen „unsinnigen und verblödeten Welt“ irgendwie entfliehen kann und dennoch erfolgreich bin und bleibe.
Linossiartstory:Welches deiner Projekte ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?
Alexander Maria Lohmann: Von vielen Reisen ist es Syrien. Nirgends sonst war der Schauplatz so unfassbar laut und nirgends sonst war es so ruhig wie in den zerbombten Ruinen. Deshalb auch der Titel „Screaming silence“
Linossiartstory: Was bedeutet für Sie Erfolg?
Alexander Maria Lohmann: Als Fotograf und Privat das machen zu können, was einem wichtig ist. Gesundheit ist ein wichtiger Faktor und Geld aufgrund der hohen Kosten (Reisen, Material)
Linossiartstory: Der Virus COVID 19 hat auch die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Ihnen ergangen und wie sieht die Zukunft aus.
Alexander Maria Lohmann: Ich bin froh, dass ich diese Pandemie wirtschaftlich gut überstanden habe, obwohl es ein harter Brocken war. Doch Covid hatte auch eine positive Seite: ich konnte mich der Malerei widmen, welche mir auch sehr am Herzen liegt.
Linossiartstory: Wo würden Sie am liebsten in Europa für immer Stationiert sein?
Alexander Maria Lohmann: Obergurgl ist für mich perfekt und sonst nirgends
Linossiartstory: Ihre Arbeiten waren auch schon in den USA und in Europa oft ausgestellt:
Alexander Maria Lohmann: Ja korrekt, und zwar: ART BASEL, Miami USA, A&D Gallery London, ART Innsbruck Österreich, Gallery Art Nou mil. Lenni Barcelona, ART FAIR Amsterdam, Red Bull Hangar-7 Salzburg, Kunsthalle Arlberg 1800, Arlberg und aktuell: Leica-Galerie in Salzburg.
Linossiartstory: Herr Lohmann es war nett mit Ihnen diesen Chat zu führen. Es war ein offener ausführlicher Chat, mit vielen interessanten Einblicken in Ihre Kunst. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen noch viele atemberaubende und interessante Abenteuer auf Ihrem weiteren Weg.
Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

Was hat das Bergfilmfestival auf meinem Kunstblog zu suchen? Sehr viel, ist es nicht immer wieder eine Gratwanderung am Gipfel und in der Kunst? Es ist eine Gratwanderung, mit allen Höhen und Tiefen.

2020 ist das Festival dem Corona-Virus zum Opfer gefallen, aber 2021 will man es mit einem gut durchdachten (Corona) Konzept über die Bühne bringen. Die Eröffnungsfeier findet am 10. November 2021 in Hallein im Stadtkino statt. Bei der Eröffnung gibt es den Vortrag mit Alexander Huber „Die Steile Welt der Berge“, den Alpinismus, wie ihn die bayrischen „Huber-Buam“ Thomas und Alexander verstehen, der Weg ist das Ziel.
So wird Alexander Huber bei der Eröffnung von den stärksten Momenten seines Kletterlebens, aber auch darüber, wie sich mit dem Alpinismus das Bild der Berge in den Köpfen der Menschen gewandelt hat, erzählen.

Martin Hasenöhrl Mitorganisator des Bergfestival ( im dreier Team: Martin Hasenöhrl, Thomas Neuhold, Bernhard Flieher) erwähnte, das absolut preisgekrönte Berg- und Abenteuerfilme aus zwölf Ländern, darunter fünfzehn Österreich-Premieren präsentiert werden. Insgesamt sind es 24 Filme aus 12 Ländern von Kanada bis Australien. Sein Statement: Pandemie hin oder her, es ist einfach wieder schön sich live bei den Veranstaltungen treffen zu können.
Beim diesjährigen Bergfestival werden heuer auch starke Frauen (die Frauenquote war in Vergangenheit sehr gering) ihre Stärken im Film und am Berg beweisen. Es werden beim Bergfestival nicht nur spannende Filme gezeigt, sondern es wird auch darüber gesprochen, gelesen, diskutiert und gefeiert . Einfach ein Allroundprogramm das Berg und Abenteuer betrifft.

So werden zum Beispiel Themen behandelt wie „20.000 Meter unter der Erde“ das brisante Thema von 2014 als ein Höhlenforscher Johann Westhauser am Untersberg/Salzburg, der durch einen Steinschlag in 1000m Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und tagelang in Lebensgefahr schwebte. Es war die spektakulärste Rettungsaktion, an der mehr als 700 Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien beteiligt waren. Millionen von Menschen verfolgten diese spektakuläre Rettung im Fernsehen und im Internet. Im Film kehrt Johann Westhauser an den Ort zurück, wo das Unglück seinen Lauf nahm, zur RIESENDINGHÖHLE am Untersberg.

Ein Film der Superlative ist „La Liste II – Alles oder nichts“ STEIL HINUNTER, SO SCHNELL, WIE’S GEHT. Zu den höchsten Gebirgen der Welt brachen Heitz und sein Partner Sam Anthamatten für ihre Versuche auf, sich von Gipfeln von über 6000 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen. Eine Entwicklung des Steilwandskifahrens mit atemberaubenden Bildern und Interviews sind Schwerpunkt dieses Films.

Mit dem Fahrrad von Wien nach Nizza, „Unter den schweren Tränen des Himmels“ ein Film mit Jana Kesenheimer. Daraus wurde der Film „Three Peaks & In Between“ der im Das Kino seine österreichische Kinopremiere erlebt. Es ist eine Strecke 2000 Kilometer, einmal über und entlang der Alpen mit drei Fixpunkten: die Edelweißspitze am Großglockner, den Col du Sanetsch und den Mont Ventoux. Geschlafen wird auf Holzbänken oder an Bushaltstellen. Nach sieben Tagen, einer Stunde und 17 Minuten war Kesenheimer in Nizza. Der Film wird deshalb spannend sein, weil eine Frau diese Strecke bewältigt. Die Frau das schwache Geschlecht, kann aber sehr stark sein.

Viel Spannung verspricht der Vortrag 5: Eiger-Odyssee durch die Eiger-Nordwand, ebenfalls mit einer Frau. Barbara Zangerl wird von den Medien schon einmal das Attribut „das ultimative Dark Horse im Klettern“ umgehängt. Barbara Zangerl und Jacopo Larcher gelang es in vier Tagen und Nächten in der Eiger-Nordwand die „Odyssee“ frei zu klettern. „Odyssee“ ist eine der neuesten Routen in jenem Teil des Eigers, der am stärksten überhängt.

Den Besucher*innen wird eine Vielfalt von Abenteuern und Bergerlebnissen diesmal präsentiert. So werden auch zwei neue Bücher vorgestellt: Andreas Praher „Österreichs Skisport im National-Sozialismus“ und das Buch von Peter Wörgötter „Fünfmal 8000. Mein Leben mit den Bergen“.

https://www.daskino.at/festivals/27-bergfilmfestival-2021/
So spannend wie Kunst, kann auch das Abenteuer Berg sein und es ist in beiden Bereichen immer wieder eine Gratwanderung.

Oslo eine dynamische und pulsierende moderne Großstadt hat ein neues Museum hinzubekommen. Das MUNCH Museum. Oslo gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Europas. Sie finden hier innovative Architektur, Museen und Vierteln über die pulsierende Mode-, Kunst und Musikszene.

Nun am 22. Oktober 2021 wurde das neue MUNCH Museum feierlich eröffnet. Dieses Museum ist auf großartige Kunsterlebnisse zugeschnitten. Das Gebäude wurde vom spanischen Architekturbüro Estudio Herreros entworfen.
Das neue Museum bietet auf 13 Etagen Kunst und Kultur und inspiriert alle, die Munchs Leben und Kunst hautnah miterleben wollen. Dieses Museum ist weltweit eines der größten Museen, die einem einzigen Künstler gewidmet ist, zur Eröffnung gibt es 7 Eröffnungsausstellungen mit insgesamt über 410 Munch-Werken. Das MUNCH beherbergt zusätzlich auch Sammlungen, die der Stadt Oslo von Rolf Stenersen, Amaldus Nielsen und Ludvig Ravensberg geschenkt wurden.

Der Künstler EDVARD MUNCH: Er war ein norwegischer Maler und Grafiker, geboren am 12. Dezember 1863 in Ådalsbruk, Norwegen, gestorben am 23. Januar 1944, Oslo, Norwegen. Munch gehört zu den berühmtesten Künstlern der Jahrhundertwende. Das berühmteste Werk ist „Der Schrei“ und ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt. Mit den weiteren Werken wie „Madonna“ und „Die Sünde“ ging es vom Symbolismus zum Expressionismus über.

Der Symbolismus bezeichnet eine Kunstströmung der Malerei und Bildhauerei, die in sehr unterschiedlichste Stilrichtungen vertreten sind. Hochphase des Symbolismus war in der Zeit zwischen ca. 1880 und 1910. Die Kunst des Expressionismus zeichnet sich durch ihren freien Umgang mit Farbe und Form aus und die Farbgebung ist oft ungemischt und plakativ-provokant.

Das MUNCH Museum wird nicht nur Edvard Munch präsentieren, sondern wird auch mit Sicherheit ein Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen werden.
in der Galerie Ropac Salzburg
Arnulf Rainer, geboren am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien feiert am 8. Dezember 2021 seinen 92. Geburtstag. Dies ist ein Grund dem österreichischen Künstler eine Ausstellung zu widmen.

Die Galerie Ropac präsentiert historische Werke von Arnulf Rainer, die erstmals 1978 auf der 38. Biennale von Venedig gezeigt wurden. Es zeigt eine Auswahl von 35 Werken aus der Serie „SELBSTDARSTELLUNGEN“ Hand- und Fußmalerei inbegriffen, die er in seiner kompromisslosen Erkundung neuer Ausdrucksmöglichkeiten entwickelte. Es sind radikale künstlerische Konzepte, wodurch er zu einem der einflussreichsten Künstler der Nachkriegszeit avancierte.

Ab 1969 entstehen Rainers fotografische Porträts mithilfe eines Fotografen in sogenannten „Fotoséancen“ und umfassen in Folge oft auch die Bewegungen seines ganzen Körpers. Es ist eine Herangehensweise der Performance, die es Rainer ermöglichte, akzentuierte Selbstinszenierung, aber auch eine symbolische Veränderung, Verletzlichkeit und Selbstzerstörung zu praktizieren. Die Fotografien bearbeitete er anschließend auf unterschiedlichste Weise: teilweise wurden sie mit roter, schwarzer Farbe und einer Spur Gelb bearbeitet, die Übermalung drückt einen Zorn auf die Figur aus. Eine andere Arbeit, die Rainer mit nacktem Oberkörper zeigt, wird von schwarzen und roten kräftigen Strichen in eine Art Umkreisung gezwungen. Teilweise werden die Portraits mit Farbe so verändert, dass ein Ausdruck entsteht, der zu analysieren wäre. Auch Psychologie dürfte in seinen Arbeiten eine Rolle spielen.

Die Selbstdarstellungen dienen dem Künstler zur Erkundung existenzieller Überschreitungen und der Beschäftigung mit seinem eigenen Abbild.

Kurz über den Künstler: 1940-1944 besuchte er die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Traiskirchen in Niederösterreich und verlässt die Schule 1944, weil er gezwungen wurde nach der Natur zu zeichnen. Er beschließt von diesem Zeitpunkt an Künstler zu werden.
1950 gründete er zusammen mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Arik Brauer, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Josef Mikl die „Hundsgruppe“, mit denen er 1951 zum ersten und auch zum letzten Mal ausstellte.
1951 fährt er gemeinsam mit Maria Lassnig nach Paris, wo er auch die Künstler Pollock und Riopelle kennenlernt. Deren Stil fließt auch teilweise in seine Bilder ein. Otto Breicha (Kunsthistoriker und Publizist) nennt Arnulf Rainer einen „Möchtegernsurealisten“.
1953 beginnt bereits die Vorstufe für seine Übermalungen von fremden und eigenen Werken. Anstatt das zugrundeliegende Werk zu vernichten, entstanden die Übermalungen im Dialog mit den vorhandenen Motiven und werden durch sie inspiriert.
Nach seiner Teilnahme an der Biennale von Venedig wuchs Rainers internationales Ansehen und seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt.

Im Jahr 2006 wurde seitens der Stadt Baden der Entschluss gefasst, das architektonische Juwel des ehemaligen Frauenbades in Baden als Museum den in Baden bei Wien geborenen Künstler Arnulf Rainer zu widmen. 2009 wurde das auf höchstem technischem und ästhetischem Niveau adaptierte Arnulf-Rainer-Museum eröffnet.

Ein architektonisches Juwel dieses ehemalige Frauenbad, erste urkundliche Erwähnung des Frauenbades war im Jahr 1357. Nach einem lokalen Stadtbrand 1812, bei dem die alte Frauenkirche und das Frauenbad zerstört wurden, wurde das Bad auf ausdrücklichem Wunsch des Kaisers sofortig wieder aufgebaut, und zwar basierend auf einem 1821 ausgeführten Entwurf von Carles de Moreau, einem der führenden Architekten des französischen Klassizismus.


Die 73. Frankfurter Buchmesse 2021, ist wieder Geschichte (20.-24.Oktober 2021). Dieses Jahr setzte die Frankfurter Buchmesse für die Kulturbranche ein wichtiges Zeichen in der Pandemie.

Durch ein umfangreiches Hygienekonzept konnte sich das Fach- und das Privatpublikum unter dem Motto „Re: connect“ sicher wieder begegnen. 36.000 Fachbesucher*innen aus 105 Ländern und 37.500 Leser*innen aus 85 Ländern hat die Frankfurter Buchmesse 2021 als eine der ersten großen Präsenzveranstaltungen der internationalen Buchbranche erreicht.

Statement von Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse: „Die 73. Frankfurter Buchmesse markiert nach 18 Monaten einen Neubeginn und hat angesichts der weltweit geltenden Reisebeschränkungen unsere Erwartungen weit übertroffen. Dies zeigt, wie resilient und kreativ unsere Branche ist. Viele Aussteller*innen und Fachbesucher*innen äußerten sich sehr zufrieden über die Qualität der Gespräche. Man konnte die Wiedersehensfreude in den Hallen förmlich spüren. Mit unserem digitalen Fachprogramm haben wir eine Brücke zu Teilnehmer*innen geschlagen, die in diesem Jahr nicht reisen konnten“.

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021, war heuer Kanada und es präsentierte sich unter dem Motto „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ mit seiner einzigartigen Vielfalt. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Gelegenheit hatten, unsere Literatur, Kunst und Kultur mit unseren deutschen Freunden und dem Rest der Welt zu teilen. Kanada ist ein Land mit vielen verschiedenen Stimmen, und wir sind uns sicher, dass unser Ehrengastauftritt diese Singular Plurality unseres Landes in den Fokus gerückt hat und die einzigartige Vielfalt, in der wir unsere Unterschiede annehmen und feiern. Mit dem Abschluss unserer zwei Ehrengastjahre beenden wir nun dieses unerwartet lange Kapitel der Frankfurter Buchmesse, und können es kaum erwarten zu sehen, was Spanien im nächsten Jahr für uns bereithält“ resümiert S.E. Steven Guilbeault, Minister für kanadisches Kulturerbe, den außergewöhnlichen Ehrengastauftritt Kanadas.
Alle Gespräche, die an den Messetagen auf der ARD-Buchmessen Bühne stattgefunden haben, sind in der ARD-Mediathek auch im Nachhinein verfügbar. Auch auf dem YouTube-Kanal der Frankfurter Buchmesse finden sich zahlreiche Inhalte der Messewoche für die Rückschau.

In einer feierlichen Zeremonie mit dem Buchmessedirektor Juergen Boos übergab Caroline Fortin, Vorsitzende des Ehrengastkomitees CanadaFBM 2020/21, die GastRolle an Maria José Gálvez, Generaldirektorin Books and Reading Promotion der spanischen Regierung.
Ich lernte Evi Schartner auf einer Vernissage in Salzburg kennen und wir diskutierten schon viel miteinander. Das letzte Mal, wo wir uns trafen, war in Filzmoos beim Bergfestival, wo Du auch daran beteiligt gewesen bist und ich beschloss, mit Dir ein Chat-Interview zu führen.
Zur Künstlerin: Evi Schartner

Linossiartstory: Deine Arbeiten befassen sich immer wieder mit der Natur und im Speziellem mit dem Baum. Was ist der Reiz darin?
Evi Schartner: Der Baum symbolisiert für mich den Ursprung des Lebens.
Linossiartstory: Erzähl uns ein paar Worte über Dich und was bewog dich Künstlerin zu werden.
Evi Schartner: Ich war schon immer anders. Ein normaler Job wäre für mich nie in Frage gekommen. Erstens komm ich nicht mit Routine klar und Zweitens brauch ich meine Freiheit und Unabhängigkeit.
Linossiartstory: Was beeinflusst Dich und deine künstlerische Arbeit?
Evi Schartner: Die Natur, das Leben, das spirituelle Dasein

Linossiartstory: Deine Arbeiten sind ausdrucksstark. Wie würdest Du denken, wenn man dir anbietet, deine Arbeiten im öffentlichen Raum in den City-Light-Säulen zu präsentieren oder doch lieber nur in einer Galerie? Mit welchen Materialien arbeitest Du?
Evi Schartner: Ich würde mich freuen J Außerdem denke ich, dass meine Arbeiten den Menschen viel positive Energie schenken, denn auch Wälder beruhigen und geben uns positive Energie und Kraft. Stichwort: Waldbaden.
Ich arbeite mit 30 Jahre altem handgeschöpften Papier aus dem Himalaya und wasserlöslichem Farbpigment. Manche meiner Bögen sind Einzelstücke und somit ist jedes meiner Bilder ein Unikat.

Linossiartstory: Ein Werk – welches du bei Montain-Art ausgestellt hattest, gefiel mir sehr gut. Es geht um die Arbeit „Comic Tweety“. Bei genauer Betrachtung verwandeln sich Äste in ein Spinnennetz, die Farben sind ausdrucksstark und als Gag, befindet sich im Bild die berühmte Comic Figur „Tweety Bird“. Was war der Auslöser, diese Figur in die künstlerische Arbeit einfließen zu lassen?
Evi Schartner: Der Auslöser war Liebeskummer. Das Bild habe ich dem Herrn via Mail geschickt. Man muss den Titel lesen, um zu verstehen!
Linossiartstory: In welchem Genre und Material fühlst Du dich mehr zuhause?
Evi Schartner: Malerei, Landschaftsmalerei
Linossiartstory: Gibt es Materialien, mit denen Du besonders gerne arbeitest oder mit denen du zurzeit viel herumexperimentierst?
Evi Schartner: Papier und Aquarell. Aquarell wurde lange Zeit als Hausfrauenkunst abgetan. Zu Unrecht; Man kann es auch experimentell nutzen und großartige Werke damit kreieren.
Linossiartstory: Nimmst Du auch an Künstler-Symposien teil. Was bringt dies dem Künstler (Austausch, Erfahrung)
Evi Schartner: Ich habe an 2 Artist in Residenz Programmen teilgenommen. Einmal vom Bundesministerium für Kunst und Kultur finanziert. Das war eine großartige Erfahrung. Austausch mit Künstlern und andere Kulturen bringen einen immer weiter. Man entwickelt einen anderen „point of view“
Linossiartstory: Inwiefern ist die Vernetzung über Social Media heute für den Künstler wichtig?
Evi Schartner: sehr wichtig! Fast jeder ist heutzutage auf Social Media Plattformen, das ist das neue Fernsehen bzw. die neue Zeitung. Allein meine Artshirts habe ich ausschließlich über Social-Media-Kanäle erfolgreich verkauft und promotet.
Linossiartstory:Welches deiner Projekte ist Dir am meisten in Erinnerung geblieben und weshalb?
Evi Schartner: Die Vier Jahreszeiten. Weil eine Menge Arbeit dahintersteckte und sie allein schon durch ihre Größe imposant wirken.
Linossiartstory: Was bedeutet für Dich Erfolg?
Evi Schartner: Das zu tun was man liebt
Linossiartstory: Der Virus COVID 19 hat auch die Kunstszene lahmgelegt, wie ist es Dir ergangen und wie sieht die Zukunft aus.
Evi Schartner: Ich fand Covid für mich als eine sehr positive Zeit, ich konnte zu mir kommen und an neuen Projekten feilen… Wir werden sehen, welche Werke daraus entstehen, derzeit bin ich so mit Malkursen eingeteilt, dass das Malen leider zu kurz kommt
Linossiartstory: Wo würdest Du am liebsten in Europa für immer Stationiert sein?
Evi Schartner: Irgendwo in den Bergen, wo ich meine Ruhe habe
Linossiartstory: Danke für das nette Chat-Gespräch und alles Gute für die Zukunft.
Jazz & The City ist schon wieder Vergangenheit.

OH WHAT A NIGHT! Vergangenen Donnerstag, 14. Oktober 2021 wurde in der SZENE Salzburg wieder das Jazz & The City-Festival mit einem fulminanten Konzertreigen eröffnet.
Die SZENE Salzburg war auch wieder einer der zentralen Spielorte des Festivals und so fand auch hier die Eröffnung mit dem Residenzorchester der Elbphilharmonie mit Schauspieler Charly Hübner statt. Des Weiteren mit dem Ensemble Resonanz mit Schubert und Nick Cave, interpretiert von Schauspieler Charly Hübner, als bewährtem Rezitator und unkonventionellem Gesangsinterpreten. Zwei der Jazzmusiker, die beim Haus-Ensemble der Hamburger Elbphilharmonie Gäste waren, spielten auch an den anderen Tagen eine zentrale Rolle.

Die Festival-BesucherInnen wurden mit einer Vielfalt an Konzerten überrascht.
Mit dem Motto „Let’s Do It“ machte ich mich auf den Weg und besuchte einige Konzerte, obwohl das Programm chaotisch war. Man brauchte eine APP, den das Folder-Programm war teilweise unbrauchbar, die Konzerte fanden entweder gar nicht statt oder es gab Änderungen, die man wiederum nur in der APP abfragen konnte.
Für das Chaos wurde ich trotzdem belohnt, ich besuchte das Konzert in der Christus Kirche mit der aus Chiago stammenden Sängerin Chanda Rule und der Sweet Emma Band. Mit ihrem wunderbaren Set zwischen Soul und Spiritual Jazz brachte sie eine großartige Stimmung in die Christus Kirche. Man konnte sich nicht satthören, die Kirche war sehr gut besucht und die Leute lebten mit der Musik mit. Eine exzellente Sängerin inclusive der Band, die sie musikalisch begleitete.


Auf der Open-Air Bühne am Residenzplatz gab ich mir das Konzert von dem heftig losrockenden Groove des Trios TMT exlosive mit der Gitarristin Monika Roscher, dem intensiven Jazz des so noch nie dagewesenen Trios; Drummer Gard Nilssen, Saxofonist Kjetil Traavik Moster und Organist Kit Downes. Sie heizten dem Publikum mit einem mitreißenden Auftritt ein.


Ein weiteres Highlight war die Gruppe Shake Stew die eigentlich am Residenzplatz auftreten hätte sollen. Hier wurde dann umdisponiert und das Konzert fand im Stiegl-Keller statt. Beginn wäre 21:00 Uhr gewesen, doch aufgrund einer Vorband, die zu lange spielte, verzögerte sich das Ganze um eine ½ Stunde. Der Auftakt der Band war fulminant, der Stiegl-Keller vibrierte und war komplett voll. Das Negative daran: es wurde geraucht, schlechte Luft und die Besucher trugen zum Großteil keine FFP2 Masken und vor dem Stiegl-Keller wartete ein großer Besucheransturm, die alle die Band Shake Stew sehen wollten.


Das Wetter sorgte diesmal auch für angenehmen Sonnenschein und am Abend verträgliche Temperaturen. Die NachtschwärmerInnen kamen sicher auf ihre Rechnung und im Großen und Ganzen war Jazz & The City okay, obwohl es in der Vergangenheit schon viel besser gewesen ist. Die Corona 3G-Regeln wurde überall überprüft.
Dank der Sponsoren konnten die Konzerte wieder bei freiem Eintritt besucht werden.
Pressekonferenz am 13.10.2021 der drei Premium-Skiregionen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Schmittenhöhe in Zell am See und Kitzsteinhorn Kaprun.


Was hat dies auf meinem Blog verloren? Werden Sie sich fragen? Eigentlich gar nichts, aber ich kam zum Entschluss doch darüber zu schreiben. Warum? Weil es in den Skigebieten nicht nur Après-Ski im Winter und im Sommer auf den Almhütten gibt, sondern auch die Kunst im ländlichen Raum Präsent ist. Abgesehen davon, machen auch Künstler*innen Sport in freier Natur.
Es gibt aber auch unter den Kreativen viele, die sich mit dem Sommer- und Wintersport auseinandersetzen. Also warum auch nicht einmal mit den Skiregionen. Die Schmittenhöhe in Zell am See ist schon einmal ein Beispiel dafür. Kunst am Berg – was recht einfach klingt, ist in Wahrheit sehr viel mehr, als der schlichte Name vermuten lässt. Auf der Schmitten in Zell am See erwarten sie LandART Objekte, die bei Symposien entstanden sind, es ist somit auch der größte europäische Freiluftkunstraum. Die raumgreifenden Kunst-Installationen auf dem Berg, legen den Schwerpunkt auf der harmonischen Integration in die vorhandene Landschaft. Die unterschiedlichen LandART Skulpturen, wobei jedes die Absicht hat den Blick auf die Natur zu schärfen, sind speziell für die jeweiligen Plätze konzipiert und wurden direkt vor Ort realisiert. Die LandART kann man im Sommer erwandern und im Winter mit den Skiern erfahren. https://www.schmitten.at/de/Sommer-Bergerlebnis/Wandergebiet-Schmittenhoehe/Speicherseen-Kunstwanderung


Nicht nur die Schmittenhöhe in Zell am See hat ihre Kunst, nein, auch in Saalbach Hinterglemm setzt man sich mit Kunst im ländlichen Raum auseinander. Vier Künstler schufen hier in Saalbach eine Holzmanufaktur. Diese vielseitigen Arbeiten und der Kraft von heimischen Hölzern, entfalten in Massivholzmöbeln ihre Schönheit. Glemmart Kollektiv steht für kreatives, handwerksübergreifendes Schaffen für Holz. https://www.glemmart.com/


Dann gibt es jährlich das HOLZSYMPOSIUM Streetart-Festival rund ums Holz. Viele Holzkünstler aus dem gesamten Alpenraum nehmen daran teil, sägen, hobeln, schnitzen und es fallen definitiv auch Späne und sie lassen die unterschiedlichsten Kunstwerke entstehen. https://www.saalbach.com/de/service/stories/holzsymposium_m_2417
Als Ausgleich dann auf das Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn. Direkt an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern lässt sich am Kitzsteinhorn die ganze Vielfalt eines alpinen Sommers oder Winter erleben, Wandern und Mountainbiken, Skifahren und dies bei einer traumhaften Aussicht hoch oben in der Gipfelwelt der 3000er. https://www.kitzsteinhorn.at/de

Nun ist es auch möglich Digital durch alle drei Skigebiete: Neue App „ALPIN-CARD Navigator“ sich durch die drei Premium-Skiregionen zu navigieren. Ob diese App im Sommer beim Wandern auch funktionieren wird, ist noch eine andere Geschichte.
CONGARILLA (Österreich) & MAMADOU DIABATE (Burkina Faso)
Im Oktober 2021 fand – man glaubt es kaum – in der kleinen Gemeinde Gampern (Gampern ist eine Gemeinde in Oberösterreich mit 2961 Einwohnern) ein Drummer Konzert mit afrikanischer Rhythmik im 4kanter Veranstaltungsraum statt.

Dieses Konzert entstand daraus, weil es eine musikalische Freundschaft zwischen Congarilla Bandleader Pepi Kramer und Mamadou Diabate besteht. 2007 gab es bereits ein Konzert dieser beiden Bandleader im Jazzit in Salzburg. Diese Kombination kam beim Publikum auf mehreren Konzerten immer gut an und es bildete sich zu einer Einheit. Es ist eine groovig-rhythmische Mischung mit einem stark afrikanischen Einfluss.

Mamadou stammt aus einem Musikerclan in Burkina Faso (Afrika) und durch Andre Heller kam er nach Österreich. Heute spielt er mit dem Balafon und der Ngoni mit den verschiedensten Musikern aus aller Welt. Während das rhythmische Konzept von Congarilla eine erdige Mischung aus afro-brasilianisch-kubanischer Rhythmik mit einer oberösterreichischen Seele ist, harmoniert es zu dem afrikanischen Rhythmus ganz gut dazu.

Als Einführung vor dem Konzert gab es einen Dok-Film die „Die Reise nach Kalankasso“. Die Musiker der Congarilla Band mit Mamadou Diabate traten 2011 eine gemeinsame Reise in seine Heimat nach Westafrika an. Dies ist jetzt 10 Jahre her und man traf sich nun im 4kanter in Gampern wieder zum Konzert.
Die Dokumentation dieser Reise zeigte uns wieder, wie arm dieses Land ist und wie fröhlich die Bevölkerung trotz aller Armut sein kann. Wo Musik ist, bewegen sich die Menschen im Rhythmus und strahlen eine Lebensfreude aus. Ständig improvisieren war an der Tagesordnung, denn diesen Luxus, den wir führen – wie zum Beispiel Strom – was für uns selbstverständlich ist, das gibt es in Westafrika nicht und so wurde man immer wieder aufs Neue überrascht, wenn die Technik nicht so oder gar nicht funktionierte. Aber es war kein Problem, man improvisierte und im Improvisieren ist der Afrikaner wahrscheinlich Weltmeister. Horchen Sie in das Video hinein und lassen Sie sich inspirieren von den rhythmischen Trommelschlägen.

Es war ein Konzert der Extraklasse, der Saal bebte mit den heißen Trommelrhythmen. Man spürte das afrikanische Lebensgefühl, ein Gefühl, dass uns Europäern schon lange verloren gegangen ist.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.