ATELIER GRUBER GUSS

ATELIER GRUBER GUSS v.l.n.r. Tobias, Manuel und Wilfried Gruber / Foto: © Christa Linossi

Wie klingt für Sie meine Überschrift? Rätselhaft, spannend oder…?

Ich spanne Sie nicht länger auf die Folter! Ich besuchte das Atelier Gruber am Dürrnberg, hier handelt es sich um Kunst und Handwerk. Es sind drei Künstler, der Vater Wilfried mit seinen beiden Söhnen Tobias und Manuel. Sie arbeiten mit Bronze, Stein, Ton, und Holz. Aber auch Malerei wird in diesem Atelier praktiziert. Jedoch Schwerpunkt ihrer Arbeiten sind der Bronze Guss.

Foto: © Christa Linossi

Das Atelier Gruber befindet sich an einem Ort (Dürrnberg bei Hallein) wo die Kelten schon zu Hause waren und dort seit prähistorischer Zeit ihre Alltagsgegenstände, Schmuck usw. mit Bronzeguss herstellten. (am bekanntesten ist die 2.500 Jahre alte, keltische Schnabelkanne vom Dürrnberg, zu sehen im Keltenmuseum Hallein) seit dieser Zeit wird Metall nach dem Verfahren der verlorenen Form gegossen.

Tobias und Manuel hatten sich vor Jahren entschieden, ihren künstlerischen Schwerpunkt auf das Handwerk des Bronzegusses zu verlagern.

Zum Atelier wurde noch zusätzlich ein Raum geschaffen, um das Handwerk Bronzeguss auch ausführen zu können. Es entstand eine weitere Werkstatt mit einem Formen Ausbrennofen, einem Schmelzofen (der das Metall schmelzt) eine Nass- bzw. Erdgrube, für den ganzen Prozess benötigt man auch eine Kranvorrichtung, um die unterschiedlichen großen und schweren Formen bewegen zu können ob in den Brennofen oder in die Erdgrube. Des Weiteren werden auch ein Modellier- und Wachsarbeits- und Abformraum benötigt.

Das Künstler-Team lud mich ein, an so einem Guss-Prozess hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Es war spannend, den ganzen Prozess eines Bronzegusses von Anfang bis Ende hautnah miterleben zu dürfen. Das sichtbar werden und wie hoch dieser manuelle Arbeitsaufwand eigentlich ist, der dann jeden Bronzeguss zu einem einzigartigen Unikat macht. Die Präzision in der Oberflächenwiedergabe, die eine eigene Ästhetik der Bronze mit ihren mannigfachen Möglichkeiten der Patinierung, die Werthaltigkeit und Dauerhaftigkeit des Materials lassen sich anders nicht herausarbeiten.

Zuerst wird die Skulptur oder Figur als Wachsfigur angefertigt, dann wird sie in Schamott verpackt und dann kommt sie in den Brennofen, wo sie bei 450 Grad zwei Tage im Brennofen verweilt. Danach kommen die Schamott Formen in die Erdgrube, wo danach das 1100 Grad heiße geschmolzene Metall (Bronze) die in die Trichtervorrichtungen der Schamott Formen eingegossen wird.

Die Schmottformen in der Erdgrube, vorbereitet für den Guss / Foto: © Dorothee Knell

Hier bleiben die Formen ein- bis zwei Tage in der Erdgrube, dann werden sie wieder ausgegraben und ein Prozess, das Zerstören des Schamotts beginnt um die Bronzeskulptur oder Figur vom Schamott zu befreien und ans Tageslicht zu bringen. Dies geschieht mit einer Spitzhacke und der Schamott muss wieder heruntergeklopft werden. Eine verdammt anstrengende und staubige Arbeit.

Danach wird die herausgehauene Figur von Staub und Schamott fein säuberlich gereinigt. Dann werden noch die Trichter, wo die Bronze eingefüllt wurde) mit der Flex heruntergeschnitten und das Bronze Kunstwerk fein nachgearbeitet.

 Die Figuren, die meistens in mehrere Teile gegossen werden, müssen auch wieder zusammengefügt werden und dies geschieht mit einem Schweißgerät. Danach werden die Bronze Werke gereinigt und mit den Kunden gemeinsam patiniert. Das Patinieren der Bronze ist ein hochspannender Prozess, wo den Werken mit unterschiedlichen Chemikalien ein ganz individueller farblicher Akzent verliehen wird. Das ist eigentlich dann auch schon der letzte Schritt und die Figur kann seinem Besitzer übergeben werden.

Für mich war es ein sehr interessanter Prozess Einblick in diesen Arbeitszyklus und des Weiteren bekommt man auch Respekt vor Bronzeskulpturen, wenn man gesehen hat, welch manueller Arbeitsaufwand hier dahintersteckt, um solche Objekte herzustellen.

Das Team Gruber ist mittlerweile auch Österreichweit bekannt und immer mehr und mehr Künstler kommen zu ihnen, um ihre Skulpturen und Figuren gießen zu lassen. Sie arbeiten sehr exakt und sauber und das spricht sich natürlich herum.

Abgesehen vom Guss, ist auch das Team Gruber selbst künstlerisch sehr gut unterwegs und sie haben viele Auftragsarbeiten. Ein Blick in ihr Atelier lohnt sich immer wieder und es wird auch kein Geheimnis daraus gemacht, sondern nennen jeden herzlich willkommen, der ihr Atelier besuchen oder auch an ihren angebotenen Kursen teilnehmen will.

Atelier Gruber http://www.artside.at

BLACKOUT?

Experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „.Changes“

Definiere Blackout! Blackout zu Deutsch „Verdunkelung“ das in vielen Fachgebieten für einen temporären Ausfall von Funktionen verwendet wird.

Pandemie, Kriege und nun kommt zur Abwechslung noch das Blackout hinzu. Rund um den Globus werden nur mehr Negativ-Schlagzeilen „geprescht“. Was kommt als nächstes? Ein weiterer neuer Virus, ein Atomkrieg?

Warum wird die Menschheit im 21. Jahrhundert nur mehr mit NEGATIV-ZEILEN zugeschüttet. Was ist der Ausgangspunkt, wer will davon profitieren? Fragen über Fragen und wo sind die Antworten? Wäre es nicht einmal an der Zeit über Frieden, Zufriedenheit und wie gestalten wir die Welt POSITIV nachzudenken?

Experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „.Changes“

Meine neue Arbeit zeigt das BLACKOUT, aber ich lasse mich davon nicht einschüchtern, sondern blicke mit Zuversicht in die Zukunft!

SCHMIEDE 2022 SÜNDENBOCK

Rüdiger Wassibauer Gründer der SCHMIEDE HALLEIN / Foto: © Christa Linossi

Am 14. September 2022 öffnete die Schmiede Hallein bereits zum zwanzigsten Mal die Pforten und schloss am 23. September 2022 mit einem Abschlussfest ab. Die Schmiede Hallein ist ein Play Ground of Ideas und ist der ARS Electronica ähnlich, jedoch ist die Schmiede das größte prozessorientierte Festival und Spielplatz der Ideen für Forscher: innen, Wissenschaftler: innen, Künstler: innen, Medien Künstler: innen. Diese arbeiteten an dem Thema SÜNDENBOCK für 10 Tage auf der Perner Insel und stellten interessante Fragen und Antworten in den Raum.

Was war Anlass zum Thema:  SÜNDENBOCK? Es ist ein Spiel mit Zuschreibungen: Unschuldslamm und Sündenbock. Wer ist schuld oder unschuldig? Beides sind Projektionsflächen für die Menschheit. Die Idee stammt bereits aus den Pandemie-Jahren, wo dies so richtig ans Tageslicht kam, wer ist der Sündenbock und wer das Unschuldslamm. Es wurde daraus eine Gesellschaft, die sehr schnell mit wie richtig und falsch argumentiert wurde. Die SCHMIEDE stellte sich daher auch die Frage: „Wie haben historisch gesehen Gesellschaften vergleichbare Brüche gekittet: mit einem Sündenbock?“ Im Judentum beispielsweise ist der Sündenbock Teil eines gemeinschaftlichen Rituals.  

Es gab wieder interessante Objekte zu bestaunen und hier zähle ich ein paar

Highlights auf:

Manuel Tozzi: ROMANTISCHE MASCHINE / Manuel Tozzi ist bildender Künstler, der mit zeitbasierten Medien arbeitet, um Zeichnungen computergenerierte Animationen und Installationen zu er erstellen. Die ROMANTISCHE MASCHINE ist eine künstliche Intelligenz, die seit Februar 2021 literarische Texte aus der Romantik (1790 bis 1850) liest, um daraus neue Gedichte zu generieren.

Romantic Machine von Manuel Tozzi / Foto: © Gabriele Kriesch

Corrie-Francis-Parks, subnet Artist in Residence und eigentlich Sand-Künstlerin nützte das Salz der Alten Saline, dass sie gemeinsam mit Thom Parks in der Installation „The Saline Sea“ in Form von Urtierchen aus dem Ozean – der Österreich vor 250 Mio. Jahren bedeckt hatte – animierte. 

Künstler: Corrie-Francis-Park & Thom Park „The Saline Sea“ Foto: © Christa Linossi

Ein Publikumsmagnet war die digitale Face-Karaoke Maschine von Barbis Ruder und Litto aka Daniela Weiss. DIRTY DIGITAL DETOX war um eine interaktive Komponente erweitert worden, mit der das Publikum in die Charaktere INFLUENCA, ZERON und PRODUKTA schlüpfen, singen und nach Herzenslust grimassieren durfte.

Face-Karaoke Maschine von Barbis Ruder und Litto aka Daniela Weiss / Foto: © Gabriele Kriesch

Übergeben wurde auch das Salzburger Jahresstipendium für Medienkunst an die langjährige Schmiede-Teilnehmerin Korinna Lindinger.

Sie bekam € 10.000,00 für ihr Konzept „Figures of Speech – Objektivationen kindlicher Raumaneignung“. Mit dieser Summe wird Lindinger in den kommenden Monaten ihr Projekt umsetzen, das die Erfahrungen armutsbetroffener Kinder mit ihrem räumlichen und architektonischen Umfeld in Städten wie Salzburg und Wien thematisiert.

Rund 120 Teilnehmer: innen und Publikum kamen zusammen, um miteinander zu erleben, was vom 14. bis 23. September im inspirierenden Ambiente der Alten Saline entstanden ist. Die Schmiede schließt damit für ein Jahr die Tore bis es im Herbst 2023 – auf Grund der notwendigen Sanierung der Alten Saline unter geänderten räumlichen Bedingungen – wieder heißt: „Welcome to the Playground of Ideas“.

Video von Judith Holzer

Jazz & THE CITY 2022 in Salzburg

Es ist schon wieder so weit, Jazz & TheCity 2022 – Freispiel in der Salzburger Altstadt findet wieder statt.

Tina Heine Festivalleiterin, Andreas Gfrerer Obmann Altstadtverband Salzburg, Tobias Franek Gesellschafter & Entwickler, bitminds OG Foto: © Christa Linossi

Jazz&The City lädt vom 13. Bis 16. Oktober 2022 in das herbstliche Salzburg ein. Die Stadt ist wieder vier Tage lang Magnet für Künstler: innen und Stadtbesucher: innen aus aller Welt.

Salzburg wird wieder zur freien Spielwiese. Vor 20 Jahren begann es als Jazzreihe in den Salzburger Gaststätten, ist es heute zu einem großen Musikfestival mutiert. Internationale Jazzmusiker: innen treffen alljährlich auf die lebendige Szene Österreichs. Es gibt ein kreatives Festivalprogramm mit rund 100 Veranstaltungen an über 15 Locations und viele nationale und internationale Künstler: innen werden vier Tage lang die Salzburger Altstadt beleben.

Am Residenzplatz wird es wieder eine große Open Air Bühne geben. Veranstaltungsformate, wie Bild Date Konzert, Hidden Track Spaziergänge und ganze Häuser, die komplett frei ohne vorher festgelegtes Programm bespielt werden, sollen die Lust und Neugierde wecken, sich bei diesem Festival auf Unerwartetes einzulassen.

Stürzen wir uns für vier Tage in die Welt des Jazz und genießen dieses internationale Festival für Improvisation mit vielfältigem Programm.

https://www.salzburg-altstadt.at/de/salzburgjazz

photo graz 2022

Biennale der steirischen Fotokunst

Kulturvermittlung Steiermark
photo graz 022 : Kulturvermittlung Steiermark …

Alle zwei Jahre trommelt die Kulturvermittlung Steiermark steirische Foto-Künstler: innen, die sich mit Fotografie auseinandersetzen zusammen. Es ist eine Momentaufnahme der Fotoszene in Graz und in der Steiermark.

photo graz 2022 Ausstellungsansicht „Altes Kino“ in Leibnitz / Foto: © Christa Linossi

photo graz 2022 Biennale ist deshalb so interessant, weil es wirklich 3 Bereiche der Fotografie umfasst und den gesamten Amateur- wie Profibereich abdeckt. Es befinden sich darunter auch Profifotografen und Künstler: innen, die sich mit der Fotografie auseinandersetzen und einen künstlerischen Ansatz schaffen.

photo graz 2022 Ausstellungsansicht „Altes Kino“ in Leibnitz / Foto: © Christa Linossi

Ein spannendes Format – gegründet wurde es 2006 von Gerhard Gross Kulturvermittlung Steiermark, und ist mittlerweile die 9. Ausgabe – um an einem Ort die Momentaufnahme der Fotoszene in Graz und in der Steiermark sichtbar zu machen. Location für die Ausstellung in Leibnitz ist das ehemalige „ALTEN KINO“, welches für verschiedene Veranstaltungen umgebaut wurde.

Gerhard Gross Kulturvermittlung Steiermark (Gründer der Biennale photo graz) Foto: © Christa Linossi

So trägt auch die Ausstellung im Alten Kino Leibnitz Inhaltlich die Handschrift einer Jury aus drei internationalen Fotoexpert: innen. Taco Hidde Bakker (Amsterdem), Ruth Horak (Wien) und Klaus-Dieter Hartl (Leibnitz) die aus ca. 200 eingereichten Fotoarbeiten, 150 Beiträge nach qualitativen Gesichtspunkten auswählten.

photo graz 2022 Ausstellungsansicht „Altes Kino“ in Leibnitz / Foto: © Christa Linossi
Gustav Troger  steirischer Künstler mit seiner Performance photo graz 2022 09 24 Troger – Da Russ Da Da Foto: © Christa Linossi

Gustav Troger  steirischer Künstler mit seiner Performance photo graz 2022 09 24 Troger – Da Russ Da Da Foto: © Christa Linossi

Die Kulturvereinigung unternimmt daher alle 2 Jahre ein update mit dieser Fotobiennale und schafft damit eine eigene Bühne. Es ist kein Fotowettbewerb, wie es oftmals fälschlicher Weise verstanden wird, sondern zeigt einen repräsentativen Einblick in den Status quo der steirischen Fotoszene und der steirischen Amateur-, Profifotografen und Künstler: innen die in der Steiermark geboren wurden oder hier in der Steiermark leben und arbeiten.

Es ist eine Vielfalt von national- oder international tätigen Fotografen, die hier ihr technisches Knowhow einbringen und sich an eine thematische Annäherung wagen. Bei der Biennale sind drei Generationen von 1932-2003 vertreten. Dies allein ergibt schon eine interessante Spannung.

Die Ausstellung läuft noch bis 5. November 2022 in Leibnitz „ALTES KINO“ Steiermark.

http://photo-graz.kulturvermittlung.org/primcell.php?ses=7680y3610q&lang=dt&bas=&rel=18&main=pgs&year=22&link=7&id=47

http://photo-graz.kulturvermittlung.org/

https://youtu.be/-OqEp_bsqsY

Kunsthistoriker HARALD KREJCI wird 2023 neuer Direktor im Museum der Moderne Salzburg

Es gab zwar noch keine offizielle Pressekonferenz, aber dafür gab das Land Salzburg die Information frei; der neue Direktor für das Museum der Moderne in Salzburg steht nun fest.

Kunsthistoriker Harald Krejci wird 2023 Neuer Direktor für Museum der Moderne Salzburg, Foto: Copyright Ingo Pertramer

Es handelt sich um den 52-jährigen Kunsthistoriker Harald Krejci. Der gebürtige Linzer, der zuletzt als Leiter der Hauptabteilung Kurator*innen und Chefkurator im Belvedere in Wien tätig war, wird mit 1. Jänner 2023 seine neue Stelle in Salzburg antreten. Er folgt auf Thorsten Sadowsky, der das Museum seit 2018 geleitet hat. Es gab 24 Bewerbungen von interessanten Persönlichkeiten und Experten, und Harald Krejci hat das „Rennen“ gewonnen.

Er soll neben kuratorischer Expertise und Führungserfahrung auch Visionen und Ideen für ein zukünftiges Museum mitbringen. Seinen Schwerpunkt wird er auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit fokussieren und vor allem, das Haus zu einem starken kommunikativen Ort mit internationaler Reichweite zu machen.

Statement von Krejci: „Ich freue mich sehr auf die spannende Aufgabe in Salzburg und darauf, meine Erfahrungen für die wesentliche Weiterentwicklung des Museums der Moderne einbringen zu können“, so der designierte Direktor.

Lassen wir Harald Krejci im Museum der Moderne in Salzburg einmal ankommen und sind gespannt, ob er es schafft, dass Museum in die Zukunft des 21. Jahrhunderts zu führen.

ROCKHOUS SALZBURG HERBST/WINTER 2022

Nach einem erfolgreichen Sommer will das Rockhouse auch im Herbst optimistisch durchstarten. Der Herbst/Winter Saison 2022 wartet mit vollem Highlight und Newcomer: innen auf.

Foto: Rockhouse
Das Team „ROCKHOUSE“ Wolfgang Descho (Rockhouse Geschäftsführer), Susanna Kuschnig (Rockhouse Öffentlichkeitsarbeit), Wolf Arrer (Rockhouse Programmleitung)

Auftakt für die Herbstsaison macht die australische Band SONS OF THE EAST am 29.9.2022. Es ist ein AUSTRALIA MEETS AUSTRIA. Diese Band ist kontinuierlich auf dem Weg nach oben.

Sons of the East ist eine dreiköpfige Indie-Folk-Band aus Sydney, bestehend aus Jack Rollins, Nic Johnston und Dan Wallage. Die Mitte 2011 gegründete Band hat an mehreren Orten in ganz Sydney und entlang der Ostküste von NSW gespielt und scheint überall, wo sie auftritt, ein Publikum anzuziehen. Ihre originelle Mischung aus Keys, Gitarre, Banjo und Gesangsharmonien haben dazu geführt, dass sie eine starke Fangemeinde aufgebaut haben, die ständig wächst.

Die Songs des sympathischen Indie Folk Trios. Ein sehr schöner Song ist von Sons Of TheEast – „You Might Think“ https://youtu.be/SaJ2VMWbM7c

Kurz vor ihrem Auftritt in Salzburg wird das langerwartete Debüt-Album „Palomar Parade“ erscheinen.

Als Vorgruppe zu SONS OF THE EAST tritt Kim Churchill, ein australischer Folk-, Rock- und Blues-Sänger, aus Canberra, Australien im Rockhouse auf. Seine Musik geht ebenfalls in die Richtung Alternative/Indie. Entspannte Musik mit einem Hauch Romantik oder wo man einfach in die Musik abtauchen kann.

Aber es gibt noch eine Menge Bands, die im Herbst im Rockhouse auftreten werden, wie zum Beispiel: die Band „BERGE“, es ist eine Band, die mit ihren Konzerten die Menschen bewegen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Die Sängerin VÈRONIQUE GAYOT & Band die mit knackigen Gitarren-Riffs und temperamentvolle Drums einer ordentlichen Portion Reibeisen-Stimme begegnen. Siehe einfach: https://www.rockhouse.at/Veranstaltungen

Wie es zu einem Herbstprogramm gehört, findet natürlich auch die 29th Rockhouse Party am 8.10.2022 statt. Mit einem ausführlichem Live- und DJ-Programm. Den Auftakt gibt die Band Camo & Krooked, eine internationale Drum&Bass-Horizont Band, die nach 5 Jahren Pause wieder österreichischen Clubboden betritt. Mavi Phoenix präsentiert sein aktuelles Album „Marlon“, der österreichisch-portugiesische Rapper Skinny B, einer der spannendsten Newcomer Szene, ist erstmals live in Salzburg zu Gast. Es ist mit Sicherheit eine bunte Birthday Party und das restliche Programm der Saison wird ebenfalls bunt weitergehen.

Man darf nach 2 Jahren Pandemie oder ohne Beschränkungen sich endlich wieder der Musik widmen.

Wounds become scars!

experimental photo work by © Christa Linossi 2022 – From the series „the Heart is broken..“Wounds become scars!“

When you keep tripping over your own mistakes and forgot that love blinds you too, but you don’t want to admit it when your heart is broken too. Wounds arise and they become scars that you see. The reality is hidden. You feel love is just an illusion and you don’t want to let it go.

BASQUIATS BILDSPRACHE in der ALBERTINA Wien

Jean-Michel Basquiat

Jean-Michel Basquiat
Untitled (Infantry), 1983
Acryl auf Leinwand
Nicola Erni Collection, Reto Pedrini Photography © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Die Albertina zeigt den bis heute berühmtesten afro-amerikanischen Superstar Jean-Michel Basquiat und es ist die erste Retrospektive in Österreich. Er wurde nur 27 Jahre alt und reiht sich nahtlos in die Riege jener verstorbenen Genies ein, die ihre Nachwelt von Grund auf verändert haben: Jean-Michel Basquiat ist der erste afro-amerikanische Künstler, der sich trotz vehementer Gesellschaftskritik in einem ausschließlich von Weißen dominierten Feld durch setzte und Weltruhm erlangte. Er setzte Zeichen und seine unverwechselbare Kritik gegen eine radikale Anklage gegen Besitz- und Machtverhältnisse gegen Ausbeutung und Kolonialismus, Rassenunruhen, Polizeigewalt und Unterdrückung.

Jean-Michel Basquiat
Self Portrait, 1983
Öl auf Papier und Holz
Collection Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg · Seoul | Photo: Ulrich Ghezzi | © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Basquiats schaffte in einer kurzen Zeitspanne, in den den Jahren 1980-88 so viele Werke, die ihm von Sammlern und Galeristen aus den Händen gerissen wurde und er kaum mehr mit dem Zeichnen nachkam. Sein kurzes Leben war gezeichnet von Rassenunruhen, dem Kampf um Gleichberechtigung bis hin zur Black-Power-Bewegung. Seine Heimatstadt New York ist in den 1970er und 1980ern Jahren in einer Finanzkrise, der Times Square, als heruntergekommenes Viertel, geprägt von Kriminalität, Porno-Shops und Massagesalons. Heute ist der Times Square das Aushängeschild und Touristenattraktion zu gleich.

Jean-Michel Basquiat
La Hara, 1981
Acryl und Ölkreide auf Holz
Courtesy of Arora Collection © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Folgendes Statement gibt der renommierte Basquiat Spezialist und Kurator der Ausstellung Dieter Buchhart ab:

„Alles Geplante und akribisch Organisierte in der Kunst wird bei ihm hinweggefegt: auch das ein Sinnbild seiner Kritik an der bestehenden Gesellschaftsordnung und zugleich ein Reflex der zerstreuten, ja in Stücke zersplitterten Wahrnehmung auf der Straße, von tausenden von Eindrücken, die auf uns hereinstürzen. Basquiat nimmt auf, was ihm in den Straßen New Yorks begegnet: Namen und Zeichen, Figuren und Bilder. „Jean-Michel Basquiat war radikal in seiner Kunst. Fragen von Identität, Diaspora, Sklaverei und Alltagsrassismus finden sich in einer einzigartigen Stilistik wieder, welche es Basquiat ermöglichte, die Vergangenheit mit seiner Gegenwart, bis in unsere Zeit hineinzuverbinden. Seine Copy-Paste-Technik nahm unsere heutige Form des Arbeitens und Kommunizierens in einer digitalen Welt vorweg. Er kreierte Wissensräume aus Zeichen, Symbolen, Worten und Figuren, schlichtweg aus allem, was ihn umgab, seien es Rezeptionen der Geschichte, der Kunstgeschichte, wissenschaftliche Fakten, Comics, Hitchcock Filme, Fernsehsendungen, Erzählungen, Musik, Sport oder auch Zeichen und Symbole von Menschen in Obdachlosigkeit“.

Jean-Michel Basquiat
Flesh and Spirit, 1982/83
Acryl, Ölkreide und Papier-Collage auf Leinwand, zwei Paneele
Parker Foundation, Photo: Courtesy of Fredrik Nilsen. On loan from the Parker Foundation © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

1982 traf Basquiat das erste Mal auf sein Vorbild Andy Warhol. Er war für ihn Mentor, Freund und Vaterfigur zu gleich. Andy Warhol ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ikone der Pop-Art. Er ist ein gefeierter Superstar, der den Zenit seiner Karriere allerdings schon überschritten hat. Warhol ist jedoch von dem aufstrebenden und dynamischen Basquiat sofort fasziniert. Dessen Jugendlichkeit und die sprühende Lebensenergie faszinierte. Zwischen Warhole und Basquiat entwickelte sich auch eine enge Freundschaft. Warhol unterstützt Basquiat und fördert seinen rasanten Aufstieg in der New Yorker Kunstszene.

Jean-Michel Basquiat
Untitled, 1983
Siebdruck auf Leinwand
Nicola Erni Collection, Reto Pedrini Photography © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Nach dem Tod von Warhol, stürzt sich Basquiat in die Arbeit und lässt eine Menge neuer Arbeiten entstehen. Er malt unermüdlich und verbringt einen großen Teil der Zeit allein in seinem Atelier. Bitterer Beigeschmack am Rande, war sein Drogenproblem, gegen das er immer wieder versucht anzukämpfen. Auch eine Entzugsklinik konnte ihm nicht helfen, der Versuch scheiterte. 1988 versuchte er sein Drogenproblem selbst in die Hand zu nehmen und übersiedelte nach Hawaii, da es dort fast unmöglich war, an Drogen zu kommen. Er kehrte jedoch nach einer Zeit wieder zurück nach New York und dort starb er dann an einer Drogenüberdosis und verliert somit den Kampf gegen die Sucht im Alter von nur 27 Jahren.

Sein kritischer Umgang und kompromisslose Stellung gegen Ausbeutung, Konsumgesellschaft, Unterdrückung, Rassismus und Polizeigewalt, spiegeln sich immer wieder in seinen Arbeiten wider. Er war ein Bahnbrecher, der nach den Jahren von Abstraktion, Minimalismus und Konzept-Kunst die Wiedergewinnung der gegenständlichen Kunst mit seinen unvergleichlichen und ausdrucksstarken Bildern und Zeichnungen betrieben hat. Sein künstlerisches Vermächtnis ist ungebrochen radikal und aktuell wie zu seinen Lebzeiten.

Mit Basquiat Bildern muss man sich einlassen und darf sie nicht nur im Vorübergehen an sich vorbeiziehen lassen. Den dann versteht man sie nicht, man muss sich einlassen, um die Arbeiten zu verstehen und dann weiß man, was er damit ausdrücken will, nämlich Ausbeutung, Konsumgesellschaft, Unterdrückung, Rassismus und Polizeigewalt. Ein Lernprozess für den Betrachter.

Die Ausstellung hat Tiefenwirkung und ist absolut sehenswert. Die Ausstellung läuft noch bis zum 08.01.2023 in der Albertina.  https://www.albertina.at/ausstellungen/basquiat/

MOUNTAIN-ART project 2022

Zum Zweiten Mal wurde das kleine Bergdorf Filzmoos als Bergkunst-Festival MOUNTAIN-ART project präsentiert.

An dem Mountain-Art Project waren 22 Künstler: innen beteiligt und brachten die Kunst in die Berge. Was man wörtlich nehmen kann, sie brachten die „Kunst in die Berge“. Warum betone ich dies so wörtlich? Weil die Kunst, bis auf wenige, sich nicht mit der Landschaft vor Ort auseinandersetzten, sondern ihre Werke in ihren Ateliers oder wo immer auch entstehen ließen, sie nach Filzmoos brachten.

2021 hat man zum ersten Mal mit diesem Projekt begonnen, wo dann tatsächlich auch Arbeiten, die sich mit der malerischen Landschaft, welche eingebettet zwischen majestätischen Bergen, sanften Almwiesen und rauschenden Wildbächen, entstanden sind.

Das Mountain-Art Project 2021 war wirklich sehenswert, was ich für heuer leider nicht bestätigen kann. Es war kein „Wow-Effekt“ dabei. Ich war eher enttäuscht, da es kein Aufstieg, sondern eher ein Abstieg wurde.

Ich konnte keine weitere Entwicklung dieses Projektes feststellen. Frustrierend war, dass sich kein Künstler vor Ort mit dieser wunderschönen Landschaft auseinandersetzte und es in den Arbeiten auch nicht erkennbar war.

Wobei Filzmoos mit dem Slogan „Bergkunst-Festival MOUNTAIN-ART project“ sich als größte Kunstgalerie in den Alpen benennt. Für mich stellt sich auch die Frage, was will man wirklich? Die größte Kunstgalerie oder Künstler: innen die tatsächlich vor Ort arbeiten sollen? Was ich auch immer wieder in Frage stelle, warum werden keine LandArt-Künstler eingeladen, die vor Ort sicher interessante Objekte ins Leben rufen würden. Für mich bleiben viele Fragen offen und ich finde, man sollte, wenn man schon mit Kunst werben will, ein Konzept ins Leben rufen, dass auch tatsächlich mit dieser Landschaft zu tun hat.

Ich habe trotz dieser Enttäuschung drei Künstler: innen herausgesucht, die an diesem Projekt teilgenommen haben:

Evi Schartner mit ihren „Füchsen“ / Foto: © Christian Schartner

Zum einen die Künstlerin Evi Schartner, die immer wieder interessante Arbeiten liefert. Diesmal mit dem Titel „Catch me if you can“. Diese Arbeiten verleiten einem immer zum Schmunzeln und betrachtet man die Arbeit ganz genau, kommen viele interessante Details zum Vorschein. Bild 2: Ihre Bäume, ein Markenzeichen von ihr und dann baute sie einen Drachen mit ein.  Bei Bild 1, kommt der Kater vor, der wiederum sich auf den Tweety Bird stürzen will. Fantastisch, diese Verbindungen und neben den beiden Comic Figuren der Drache. Das kräftige Rot im Hintergrund gibt der Arbeit noch mehr Aussagekraft.

Evi Schartner mit der Arbeit „Catch me if you can“. Foto: © Schartner

Interessant sind auch die Arbeiten von Stefan Dokoupil, der einen Bogen zwischen Natur, Architektur und Minimalismus spannt. Eine Arbeit gefällt mir besonders gut, es ist ein minimalistischer Steg, der im Space aus dem Nichts aufzutauchen scheint. Oder die Arbeit wo eine Allee ins Nichts zu führen scheint.

Fotoarbeit von Stefan Dokupil / Foto: Christa Linossi
Fotoarbeit von Stefan Dokupil / Foto: Christa Linossi

Die dritte im Bunde ist Andrea Pichler, die abstrakte Acrylmalereien ausstellte, wobei eine Arbeit besonders imposant wirkte. Betrachtet man die Arbeit, könnte man meinen, ein Wildbach, der von dem Berg hinunterknallt und mit Wucht in dem Gletschersee seinen Ausgang hat.

Andrea Pichler abstrakte Acrylmalerei / Foto: Christa Linossi

Bis 25. September 2022 kann man sich die Arbeiten der Künstler:innen in Filzmoos ansehen.

www.filzmoos.at/bergkunst