ARS ELECTRONICA SOLUTIONS

ist auf der weltgrößten Luft- und Raumfahrtmesse in Paris vertreten!

The „Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace“ (SIAE) in Paris, Le Bourget is one of the world’s largest and most renowned trade shows for the aerospace industry.
Photo: Isabel Schölmbauer / Ars Electronica Solutions

Ars Electronica ist weltweit bekannt und engagiert sich stark für die Zukunft. Diesmal gestaltet Ars Electronica den ESA Space Pavillon in Paris.

Eine der weltweit größten und renommiertesten Fachmessen der Luft- und Raumfahrtindustrie ist die „Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace” (SIAE) in Paris, Le Bourget. Auf 125.000 Quadratmetern präsentieren diesmal 2.453 internationale Aussteller*innen ihre Produkte und Innovationen, darunter auch die European Space Agency, kurz ESA.

Impressions of ESA Space Pavilion / Ars Electronica Solutions
Photo: Isabel Schölmbauer / Ars Electronica Solutions

Der Space Pavillon stellt die zentralen Aufgaben und Missionen der Europäischen Weltraumorganisation und wurde von Ars Electronica Solutions mitentwickelt. Die Präsentation kombiniert interaktive Elemente, Artefakte, Licht und Sound und eröffnet den Besucher*innen ein ebenso spannendes wie informatives Erlebnis. Die Internationale Pariser Luftfahrtausstellung findet vom 19. bis 25. Juni 2023 statt und ist zunächst für knapp 150.000 Fachbesucher*innen, ab dem 23. Juni 2023 dann auch für das breite Publikum geöffnet.

Impressions of ESA Space Pavilion / Ars Electronica Solutions
Photo: Isabel Schölmbauer / Ars Electronica Solutions

Von „Space Safety“ (Weltraumsicherheit, Sicherheitsanwendungen und Cybersecurity) über „Applications“ (Telekommunikation, Erdbeobachtung und Navigation) bis hin zu „Enabling and Support“ (Technologie, Raumtransport und Betrieb) – der Space Pavillon bietet Einblicke in den Kosmos der Europäischen Weltraumorganisation.

Die vom Ars Electronica Solutions Team konzipierte Science Experience“ stellt alle aktuellen und zukünftigen Missionen interaktiv dar. Die Besucher*innen kreieren und erleben farbige Licht- und Klangwelten, die in ein zentrales Element münden, das für zukünftige ESA-Ambitionen steht.

Impressions of ESA Space Pavilion / Ars Electronica Solutions
Photo: Isabel Schölmbauer / Ars Electronica Solutions

Highlight ist eine Linienanimation, die sich permanent durch den Raum bewegt und als programmiertes Vermittlungstool eingesetzt wird. Alle Auftragsarbeiten, die Ars Electronica Solutions für die ESA entwickelt und umsetzt, haben zum Ziel, Wissensvermittlung als immersives Erlebnis zu inszenieren. Sie sollen ein breites Publikum ansprechen, für komplexe Themen interessieren und die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für unsere Gesellschaft und Zukunft vermitteln.

Die Europäische Weltraumorganisation widmet sich der friedlichen Erforschung und Nutzung des Weltraums zum Wohle der Menschheit. Gegründet 1975, ist die ESA heute ein Zusammenschluss von 22 Staaten mit dem Ziel der Erweiterung der Grenzen von Wissenschaft und Technologie und der Förderung des Wirtschaftswachstums in Europa.

Ars Electronica Solutions konzipiert, gestaltet und realisiert interaktive und multisensorische Erlebnisse für temporäre und permanente öffentliche Ausstellungen, Markenlandschaften, Messen und Events. Seit Jahren arbeitet das Team für die ESA und wurde unter anderem mit der Konzeption und Umsetzung des interaktiven Besucherzentrums (Φ-Experience) am Earth Observation Site (ESRIN) in Frascati beauftragt.

Project Credits:
ESA (ESRIN): Ralph Danner, Robert Meisner, Michele Martino, Emmanouil Lagoudakis, Maurizio della Fornace, Carsten Scheler, Aldo Damiani, Ivano Fusco
DLR: Nils Sparwasser, Thorsten Andresen, Stefan Keim
Ars Electronica Solutions: Klaus Dieterstorfer, Stefan Dorn, Harald Moser, Patrick Müller, Andreas Pramböck, Gerald Priewasser-Höller, Dominik Trichlin, Markus Wipplinger
Extern: Garamantis Interactive Technologies, Ton & Bild, Thomas Ecker, Tischlerei Niedermayr, Glas&Co, Rupert Huber
Foto Credits: Mario Pietravalle, Ars Electronica/Harald Moser

Der Space Pavillon in Le Bourget ist ein weiterer Baustein im Bereich der interaktiven Wissensvermittlung mit dem Schwerpunkt Wissenschaftskommunikation (Science Experience). Dieser Bereich der Ars Electronica Solutions zeichnet sich durch eine starke Vernetzung mit wissenschaftlichen Institutionen aus.

Ars Electronica gestaltet einmal mehr die Zukunft mit!

70 Jahre „Schule des Sehens“

OK.oskar

Künstlerin Ad Minoliti Playboard, 2023 Foto: © Christa Linossi

Gründer OSKAR KOKOSCHKA von der SCHULE DES SEHENS in Salzburg, feiert heuer sein 70-jähriges Jubiläum. Wer war Oskar Kokoschka? Er war ein österreichischer Graphiker, Bildhauer und Schriftsteller, geboren 1886 in Pöchlarn, verstorben 1980 in Montreux. (Österreich)

Oskar Kokoschka Selbstbildnis von zwei Seiten, 1923 Kreidelithografie in vier Farben / Museum der Moderne Salzburg © Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien, 2018 Foto: Hubert Auer

Er wurde als Sohn einer Prager Goldschmiedefamilie geboren. Er war der zweite Sohn des Kaufmanns Gustav Kokoschka und der Försters Tochter Maria Romana. Er besuchte zunächst die k.u.k. Staatsrealschule in Wien und ab 1905 die Wiener Kunstgewerbeschule. In dieser Zeit begann er mit der Ölmalerei und nahm 1909 erstmals an der Internationalen Wiener Kunstschau teil. Neben der Malerei betätigte er sich auch als Schriftsteller.

Kokoschkas Werk ist von einem psychologischen Expressionismus geprägt. 1953 gründete er die „Schule des Sehens“, die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg – die älteste ihrer Art in Europa – und ließ sich am Genfer See nieder. Neben Egon Schiele, Richard Gerstl und Max Oppenheimer zählt er zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus in Österreich.

Zurück ins 21. Jahrhundert und zur Internationalen Sommerakademie Salzburg, die sich heuer anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der „Schule des Sehens“ zum Ziel gesetzt hat, unter dem Thema OK.oskar von April bis September 2023 in der Galerie Kunst im Traklhaus internationale Künstler*innen auszustellen, die sich aus feministischer, queerer, nicht-binärer Perspektive dem SEHEN heute in einem erweiterten Bildverständnis annähern.

Bis jetzt habe ich drei Ausstellungen besucht, über die ich an dieser Stelle kurz berichten möchte.

Die Ausstellung wurde von Ad Minoliti (geb. 1980) aus Buenos Aires eröffnet. Sie verbindet Ideen aus Kunst und Subkultur, Wissenschaft und Ethik zu einer Reflexion über die moderne Weltgestaltung. Ad Minoliti findet visuelle Alternativen zu einer Welt, die in Gegensätzen codiert ist: Natur und Kultur, Mensch und Maschine, Mann und Frau. In Wandmalereien aus geometrischen Formen und in Gemälden, die an Weltraummissionen oder Kinderspielzeug erinnern. Die Ausstellung wird zum Spielbrett, auf dem sich die Bilder und ihre Bezüge wie Definitionen ständig verschieben.

AD Minoliti, Playboard, 2023 Foto: © Christa Linossi

Die Arbeiten von Ad Minoliti knüpfen an die Kritik des Malers Kokoschka an, mit einer Perspektive der „erweiterten Malerei“, die sich von der Fläche in den Raum ausdehnt. Ihre Werke sind expressiv und die kräftigen Farben betonen die Elemente, die sie in verschiedene quadratische und runde Formen verpackt.

Die zweite Ausstellung fand Mitte Mai statt. Sie wurde bis zum 11. Juni 2023 gezeigt. Es war die Ausstellung von Mette Sterres (*1983, Delft/Niederlande). Die Verflüssigung von Körpern und die Verbindung ihrer Erscheinung mit neuen Technologien, die sich kulturellen Vorstellungen widersetzen, ist bei ihr eine permanente Wiederaneignung und Aufwertung von Körpern in technisch-sozialen Kontexten.

Künstlerin Mette Sterres, Foto: © Christa Linossi

Die Künstlerin greift auf Ideen des Post-/Transhumanismus, des Queer/Feminismus und der Science-Fiction zurück. Sie macht deutlich, dass Körper schon immer mehr waren als nur substanzielle Masse (Fleisch).

Künstlerin Mette Sterres Werk:Voluminöse Körperanzüge, 3D-gedruckte Figuren  Foto: © Christa Linossi

Voluminöse Ganzkörperanzüge, 3D-gedruckte Figuren und die Verschmelzung unterschiedlicher Materialien wie Plastik und Öl mit dem menschlichen Körper zeigen eine Welt, in der Körper mit ihrer Umwelt in Beziehung gesetzt werden. Sie verweisen auf eine Zukunft jenseits des Anthropozentrismus.

Karol Radziszewski ist der dritte Teil der Ausstellungsreihe, die ich mir angesehen habe. Worum geht es in seiner Ausstellung? Es ist eine Spurensuche nach Georg Trakl und seinem Gedicht SEBASTIAN IM TRAUM. In Trakls Geburtshaus (heute Forschungs- und Gedenkstätte) spekuliert der Künstler über mögliche Geschichten und fehlende Artefakte im Archiv des österreichischen Dichters.

Künstler Karol Radziszewski, Foto: © Christa Linossi

Der Künstler rekontextualisiert seinen Film MS 101 (2012) über eine imaginäre (nur in der Vorstellung existierende, nicht reale) Begegnung des Dichters mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein und dessen Geliebten David Pinsent.

Der Philosoph Wittgenstein kam 1914 als österreichischer Soldat nach Krakau, wo er Trakl treffen wollte, der dort als Sanitätsleutnant stationiert war. Da dieser kurz vor seiner Ankunft im Lazarett starb, bleibt nur zu erahnen, welche Anziehungskraft der Begegnung zugrunde lag.

Bittere Vorwürfe machte sich Kokoschka auch selbst, als er vom Tod seines Freundes Trakl erfuhr, dass er ihm nicht öfter geschrieben hatte: „Ich weiß, dass es oft so eine kleine Stärkung ist, die einen Menschen, der am Rande seiner seelischen Kräfte ist, wieder aufrichtet und den Ausschlag geben kann, dass der Körper es noch aushält.

Künstler Karol Radziszewski Werke Trakl und Wittgenstein Foto: © Christa Linossi

Die Porträts dieser erfundenen Ménage-à-trois bilden zusammen mit der Ikone der Queer-Bewegung. Radziszewskis Arbeiten zeigen eine gewisse homoerotische Sichtweise. Die Porträts weisen auf eine expressive Malerei hin, die in kräftigen Farben gehalten ist. Was der Künstler auch gut rüberbringt, sind die Gesichtsausdrücke.

Künstler Karol Radziszewski Portrait David Pinsent Foto: © Christa Linossi

Der Künstler Karol Radziszewski (*1980, Białystok) widmet sich in seinen Recherchen und Arbeiten queeren Persönlichkeiten mit dem Ziel der Identifizierung von Leerstellen und Brüchen in kanonisierten Erzählungen, insbesondere in Osteuropa. Er ist auch als Herausgeber des DIK Fagazine (seit 2005) und als Gründer des Queer Archives Institute in Warschau (2015) bekannt. Die Ausstellung Sebastian im Traum in der Galerie Kunst im Traklhaus zeigt seine Arbeiten erstmals in Österreich.

SOMMERSZENE 2023

PERFORMING ARTS FESTIVAL          12.-24. Juni 2023 in Salzburg

Olivier Dubois_BODHI Project_Foto: © Bernhard Müller

Die Sommerszene Salzburg 2023 wurde am 12. Juni 2023 mit dem Tanzprojekt Olivier Dubois, der in COME OUT eröffnet.

Jedes Jahr werden nationale und internationale Künstler*innen nach Salzburg eingeladen, um dort ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren. Das Festival ist wieder mit 14 Produktionen vertreten und Salzburg wird wieder zu einer einzigen Bühne.

Aus den 14 Produktionen, die ich hier kurz beschreibe, wählte ich aus meiner Perspektive zwei Produktionen aus.

Den Auftakt gab, wie bereits erwähnt, Olivier Dubois, der in COME OUT ein physisches Get-together für 21 Tänzer*innen von SEAD.

Olivier Dubois_BODHI Project_Foto: © Bernhard Müller

Unvorbereitet sah ich mir dieses hypnotische Ballett für 21 Tänzer*innen an. Ich wusste nicht, worauf ich mich einließ. Die Sommerszene versprach ein choreografisches Meisterwerk zu werden.

Mein erster Gedanke bei diesem Ballett war zunächst die faszinierende Körperbeherrschung. Die Musik, ich glaube, es handelte sich um Elektro-Soundeffekte, die nach einer ½ Stunde den Nerv trafen, wummernd und immer im gleichen Rhythmus, dazu die immer gleichen Bewegungen der Balletttänzer*innen, die sich auch erst nach einer ¾ Stunde in andere Figuren bewegten. Man konnte seine Fantasie mit dieser Musik und den Tanzbewegungen spielen lassen. Man konnte alles Mögliche hineininterpretieren: Außerirdische, Roboter, Pflanzen oder Korallen, die sich immer im gleichen Rhythmus bewegten. Das ging eine ½ Stunde so, man wusste nicht, was ist die Botschaft? Dann kam eine unregelmäßige Dynamik ins Spiel, die Körper bewegten sich unterschiedlich in alle Richtungen. Es bildete sich auch eine Art Klumpen, der wie eine Kugel aussah. Dann bewegten sich die Körper wieder in die Ausgangsposition zurück, dazwischen ertönte Sprache und die Musik wurde extrem laut und der Rhythmus, wenn man das so sagen kann, nahm seinen Ausgangspunkt.

Nach der Aufführung musste ich erst im Programmheft nachlesen, worum es in diesem Tanzstück eigentlich ging: Ein zentrales Element des Stücks, das der Musiker Reich in den sechziger Jahren komponiert hatte, waren collagierte Sprachaufnahmen von jungen Afroamerikanern, die in einen Mord in Harlem verwickelt waren, der damals einen gesellschaftlichen Aufschrei auslöste.

In Erinnerung blieb aber eigentlich nur die Körperbeherrschung der Darsteller*innen, die dies in 50 Minuten durchzogen. Tanz zu verstehen ist oft schwierig, man muss sich wirklich mit der Materie auseinandersetzen, um die einzelnen Figuren zu verstehen. Nicht einfach!

Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt Olivier Dubois starke Impulse in der zeitgenössischen Tanzszene. Mit einem Schwerpunkt auf theatralischen Elementen und einer starken Bühnenpräsenz des Ensembles ist sein Repertoire stilistisch breit gefächert.

Miet Warlop GHOST WRITER Foto: © Reinout Hiel (1)

MIET WARLOP „GHOST WRITER AND THE BROKEN HAND BREAK”

Eine Inszenierung von Miet Warlop, die ich unbedingt sehen wollte, wählte ich aus dem Bühnenprogramm aus.  Es war eine Verschmelzung von Musik, Stimmen, Licht und Derwischtanz in GHOST WRITER and the BROKEN HAND BREAK. Es war eine hypnotische Show.

Leichter zu verstehen war für mich diese Tanzperformance. Es war eine Nachahmung der Tanzenden Derwische. Tanzende Derwische werden sie genannt, weil einer ihrer charakteristischen Riten, die Sema, aus kreisenden Bewegungen besteht, die einer bestimmten Symbolik folgen.

Miet Warlop GHOST WRITER Foto: ©-Boris-Bruegel-1

Miet Warlop ist international bekannt für ihr Stück GHOST WRITER and the BROKEN HAND BREAK. Mit diesem Stück entführte sie das Publikum in eine hypnotisierende Welt: eine westliche Version der Sufi-Derwische.

Drei Darsteller*innen drehten sich 45 Minuten lang unablässig im Kreis – eine Bewegung, die bei Sufi-Zeremonien einen Zustand religiöser Ekstase auslöst. Die titelgebende Handbremse, die nicht mehr funktioniert, kann ein klassisches Albtraummotiv sein: nicht anhalten können, auf eine Katastrophe zusteuern. Sie kann aber auch ein Synonym dafür sein, sich frei zu fühlen und sich ohne Hemmungen vorwärtszubewegen.

Miet Warlop GHOST WRITER Foto:_Reinout_Hiel

Ghost Writer and the Broken Hand Break ist ein schwindelerregendes Wahrnehmungsexperiment, ein Hybrid aus wirbelndem Tanz, Musik und Licht, das sich auf dem schmalen Grat zwischen Kontrolle und Kontrollverlust bewegt.

Miet Warlop hat multimediale Kunst an der Koninklijke Academie voor schone Kunsten in Gent studiert und arbeitet in Gent, Berlin und Brüssel. Ihr Ziel ist oft die Entführung des Publikums in surreale Welten und Experimente mit der Wahrnehmung.

Ich freue mich schon auf ein weiteres Spektakel der Sommerszene und das wird die Abschlussparade Salzburg am 24. Juni 2023 in der Salzburger Altstadt sein.

Marinella Senatore_Venedig Foto: © Andrea Samonà

Inszeniert von der italienischen Künstlerin Marinella Senatore mit dem Projekt THE SCHOOL OF NARRATIVE DANCE. Eine Stadt in Bewegung: In dem Gemeinschaftsprojekt THE SCHOOL OF NARRATIVE DANCE lädt die vielbeachtete italienische Künstlerin Marinella Senatore Tänzerinnen und Tänzer, Musikerinnen und Musiker, Chöre, Bands, Blaskapellen, Vereine und Einzelpersonen von jung bis alt ein, an einer Stadtchoreografie mitzuwirken.

Senatore geht es nicht nur darum, soziale Prozesse anzustoßen, sondern auch darum, Begriffe wie Öffentlichkeit und soziale Verantwortung in Frage zu stellen, alternative Erzählformen zu finden und letztlich durch gemeinsames Handeln ein kollektives Gedächtnis zu generieren.

Eine zentrale Figur der zeitgenössischen italienischen Kunst ist Marinella Senatore. Sie studierte an der Akademie der Schönen Künste in Neapel, am Konservatorium für Musik und an der Nationalen Filmschule in Rom.

Kurzer Rückblick zur SZENE Salzburg:

Seit mehr als 50 Jahren ist die SZENE Salzburg einer der wichtigsten Kulturveranstalter der Stadt. Das multifunktionale Haus am Anton-Neumayr-Platz bietet an mehr als 100 Tagen ein Programm, das zeitgenössischen Tanz, Sprechtheater, Performances, Kabarett, Konzerte, Lesungen usw. sowohl von internationalen als auch von lokalem Künstler*innen präsentiert. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die SZENE auch intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit in Kulturbetrieben.

https://www.szene-salzburg.net/programm

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes!

Salzburger Festspiele 2023

am 15.06.2023 – während der Pressekonferenz auf der Presseterrasse, Festspielhaus, Salzburg, Österreich Foto: JAN FRIESE –

Am 15. Juni 2023 präsentierte Bettina Hering, Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele, der Presse beim ersten Presseterrassengespräch das Ensemble sowie MICHAEL MAERTENS als JEDERMANN und VALERIE PACHNER als BUHLSCHAFT.

am 15.06.2023 – während der Pressekonferenz auf der Presseterrasse, Festspielhaus, Salzburg, Österreich Foto: JAN FRIESE –

Michael Maertens ist der neue JEDERMANN: Er hat bereits 30 Jahre Festspielerfahrung mit insgesamt 123 Auftritten und großen Respekt vor der Rolle. Maertens über seine Rolle als JEDERMANN: „Ich will die Rolle auf meine Art spielen. Ich will nichts von meinen Vorgängern kopieren. Ich möchte, dass die Leute sich zumindest ein paar Gedanken machen über Fragen wie: ‚Warum bin ich hier? Warum muss ich wieder gehen? Das ist ein Thema, das auch mich seit meiner Kindheit beschäftigt“.

Die Buhlschaft übernimmt der Filmstar Valerie Pachner. Bereits 2016 hatte Valerie Pachner ihr erstes internationales Filmengagement. Mit Hollywood-Regielegende Terrence Malick drehte sie A HIDDEN LIFE (Ein verborgenes Leben) sie spielte die weibliche Hauptrolle der Franziska Jägerstätter an der Seite von August Diehl als NS-Widerstandsheld Franz Jägerstätter. 2019 feierte der Film seine Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes. Er erhielt hervorragende Kritiken. Im Sommer 2023 wird die preisgekrönte Schauspielerin Valerie Pachner nach Österreich und auf die Theaterbühne zurückkehren, um ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen zu geben: in der außergewöhnlichen Doppelrolle als Buhlschaft und als Tod in JEDERMANN.

am 15.06.2023 – während der Pressekonferenz auf der Presseterrasse, Festspielhaus, Salzburg, Österreich Foto: JAN FRIESE –

Regisseur Michael Sturminger will und wird den JEDERMANN völlig neu inszenieren. Er will ihn ins 21.Jahrhundert führen! Alles wird anders, die Bühne, die Kostüme, die Gedanken usw. und man darf gespannt sein, wie viel Hofmannsthal noch bleiben wird?

Michael Sturminger
© Salzburger Festspiele / Anne Zeuner

Michael Sturminger: „Es ist ein riesiges Vergnügen und eine unglaubliche Situation, dasselbe Stück dreimal neu inszenieren zu dürfen.“ Dabei sei auch seine eigene Sichtweise in Bewegung gekommen und habe sich verändert: „Das Stück ermöglicht ganz verschiedene Zugänge. Was Max Reinhardt unter den Begriffen Glaube oder Geliebte verstanden hat, hat sich in 100 Jahren verändert. Das Stück lässt sehr viele unterschiedliche Perspektiven zu, das macht es in seiner Abstraktion so faszinierend.“

Für mich stellt sich auch die Frage, dass wir in diesem Jahr das Max Reinhardt Gedenkjahr haben, 150. Geburtstag und 80. Todestag des Regisseurs und Mitbegründers der Festspiele. Wäre es da nicht eine Überlegung wert gewesen, einen Teil der Uraufführung aus dem Jahr 1920 in die Neuinszenierung mit einzubeziehen?  Damit würde dem Regisseur Max Reinhardt (sowie der FAUST) eine weitere Hommage im Rahmen der Salzburger Festspiele zuteil.

Ein kurzer Rückblick:

Geburtsstunde der Salzburger Festspiele

Am 22. August 1920 war es so weit. Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Inszenierung von Max Reinhardt wurde vor dem Dom aufgeführt, wo die Festspiele noch heute stattfinden. Der österreichische Schauspieler Alexander Moissi zählte – auch über den deutschsprachigen Raum hinaus – zu den bekanntesten Schauspielern seiner Zeit. Das machte ihn 1920 zum idealen ersten Jedermann im „Geburtsjahr“ der Salzburger Festspiele.

SÜSSES GIFT

„Die Toten von Salzburg“ ist eine Produktion von SATEL Film

v.l.n.r. Waltraud Langer, Landesdirektorin des ORF Salzburg, Susanne Czepl Zrost Salzburger Schauspielerin, Regisseur Erhard Riedlsperger, Wolfgang Oliver, Fanny Krausz, Michael Fitz, Erwin Steinhauer, Johannes Zirner,Produzent der Reihe Heinrich Ambrosch, Karl Fischer, Sabine Weber (ORF)Die Film Crew „Die Toten von Salzburg“ Foto: © Rudi Gigler

Die Stadt Salzburg ist nicht nur für ihre Schönheit und ihre Geschichte bekannt, sondern auch als idealer Schauplatz für Filmaufnahmen und somit auch für eine weitere Produktion der SATEL Film in Zusammenarbeit mit dem ORF und dem ZDF für die Krimiserie „DIE TOTEN VON SALZBURG“. Die 10. Folge „Süßes Gift“ wird im Jänner 2024 ausgestrahlt werden.

Die zehnte Episode „Süßes Gift“ und die Dreharbeiten dauerten von April 2023 bis Ende Mai 2023. Sie handelt von der süßen Mozartkugel und der gefährlichen Energiewende.

Kurzinhalt von Folge 10. „Süßes Gift“

Die Geschichte der 10. Folge „Süßes Gift“ hat ein Thema zum Inhalt, das uns mittlerweile alle angeht: Die Versorgung mit klimaneutralem Biogas und damit das Gelingen der Energiewende.

Es geht um die süße Mozartkugel und die Energiewende – die am Ende doch nur ein gefährliches politisches Komplott ist. Errichten soll die Anlage der umtriebige Bauunternehmer Nussbaumer. Doch dann der Schock: Der Chauffeur des bayerischen Energieministers fällt tot aus der Staatskarosse! Vergiftet, ausgerechnet mit den berühmten süßen Marzipankugeln der Mozartstadt.

Regisseur Erhard Riedlsperger und seine Film Darsteller*innen „Die Toten von Salzburg“ Foto: © Rudi Gigler

Das ganze Projekt droht zu scheitern. Nun ist es an den Ermittlern Fanny Krausz (Irene Russmeyer, Kripo Salzburg), Michael Fitz (Hauptkommissar Hubert Mur) und Erwin Steinhauer (Hofrat Alfons Seywald), sich an die Fersen des Täters zu heften, eine Spur, die sie bis zu einem aserbaidschanischen Gasprinzen führt“.

Um die Spannung zu erhalten, wird noch nicht mehr verraten.

Schauspielerin Fanny Krausz und Schauspieler Michael Fitz/ Foto: © Christa Linossi

Das Thema Energiewende beschäftigt nicht nur die Schauspieler Fanny Krausz und Michael Fitz abseits der Kamera. Fitz: „Meine Generation hat sich zu lange aus dem Thema herausgehalten und die Jungen müssen es jetzt ausbaden. Ankleben an der Straße würde ich mich allerdings nicht, da ich es nicht für einen adäquaten Weg halte, demokratische Wünsche auf diese Weise durchzusetzen! Ähnlich argumentiert auch Krausz: „Es muss sich etwas ändern, immer nur zu sagen, dass es nichts bringt, ist zu wenig und alt. Deshalb fahre ich viel Rad, nehme öffentliche Verkehrsmittel statt Auto und kaufe nachhaltige Produkte“, sagt Krausz.

Schauspielerin Fanny Krausz Foto: © Rudi Gigler
Schauspieler Michael Fitz, der immer einen guten bayrischen Schmäh drauf hat Foto: © Christa Linossi

Dass „Die Toten von Salzburg“ nach der strengen Richtlinie „UZ 76“ des Österreichischen Umweltzeichens für „Green Producing“ umgesetzt wurde, passt da gut ins Bild.

Produzent Heinrich Ambrosch sagt dazu: Wir setzen auf Ökostrom, verzichten auf Dieselgeneratoren und ziehen Bahnreisen dem Flugzeug vor, sofern das gewünschte Ziel mit der Bahn in weniger als fünf Stunden erreichbar ist. Alle Bereiche wie Baumaterialien, Bühnenbild und Requisiten, Kostüm und Maske, Technik, Catering und Übernachtung werden auf Nachhaltigkeit geprüft und Kolleginnen, Schauspielerinnen, Agenturen und Partner ermutigt, die gemeinsamen Ziele zu erreichen“.

Auch die Filmindustrie wird umweltfreundlicher!

Die Sendeverantwortung liegt bei Sabine Weber (ORF) und Daniel Blum (ZDF). Produzentin und Green Producer ist Astrid Hauss (Satel Film). „Die Toten von Salzburg“ ist eine Produktion der Satel Film in Zusammenarbeit mit ORF und ZDF, gefördert vom Fernsehfonds Austria, dem Land Salzburg und der Stadt Salzburg.

Über SATEL Film

Die SATEL Film GmbH (gegründet 1971) ist eine der führenden österreichischen Filmproduktionsfirmen. Sie hat ihren Sitz in Wien. Neben der Produktion von Kinofilmen und TV-Spielfilmen ist das Unternehmen vor allem in der Produktion von TV-Serien und Dokumentarfilmen tätig. Zu den bekanntesten Produktionen zählen „Kottan ermittelt“, „Schlosshotel Orth“, die „Piefke-Saga“, „Die Toten von Salzburg“, die Krimiserie „SOKO Donau“ und die Netflix/ORF-Serie „Freud“. Heinrich Ambrosch ist geschäftsführender Gesellschafter der SATEL Film und Vorstandsmitglied des Verbandes Österreichischer Filmproduzenten (AAFP).

Am Rande sei noch die Sache mit dem Schauspieler Florian Teichmeister erwähnt, die auch das gesamte Filmteam schockiert hat. Nach Rücksprache mit dem Schauspieler Fitz, der viel mit Teichmeister gedreht hat: Der hatte überhaupt keine Ahnung, was da im Hintergrund vor sich ging. Sand ins Getriebe kam erst, als die Medien über den Vorfall berichteten. Vergangene Serien, in denen Teichtmeister mitwirkte, dürfen nicht mehr wiederholt werden, es ist natürlich auch ein enormer finanzieller Schaden entstanden.

Erstmals mussten sie auch ohne den entlassenen Schauspieler Teichtmeister auskommen, der wegen des Besitzes von Pädophilenaufnahmen angezeigt worden war. Dafür wurden die Rollen der Salzburger Kripo-Ermittlerin Irene Russmeyer, gespielt von Fanny Krausz, und des bayerischen Hauptkommissars Mur gespielt von Michael Fitz, aufgewertet.

EIN WEG IN BILDERN

         Künstler Manfred Bockelmann

Manfred Bockelmann Arbeit „LJL 12“ Kohle & Acryl auf Leinwand Foto: © Christa Linossi

Es war ein Dienstag im Juni 2023, als die Ausstellung des Künstlers Manfred BockelmannBruder des weltberühmten Musikers und Sängers Udo Jürgens – in der Galerie Frey in Salzburg eröffnet wurde.

Der Sturz Bockelmanns vor einigen Monaten, als die Ausstellung bereits geplant war, führte zu einer Verschiebung, und in diesen Tagen konnte die Präsentation der interessanten Arbeiten in Anwesenheit des Künstlers endlich über die Bühne gehen.

Der Künstler, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, wurde 1943 in Klagenfurt geboren und wuchs auf dem elterlichen Bauernhof in landschaftlich reizvoller Umgebung auf. Er studierte Freskomalerei, Grafik und Fotografie in Graz und begann 1966 in München eine erfolgreiche Karriere als Fotograf für große Illustrierte. 1966 wechselte er nach Wien, um seine Studien an der Akademie der Bildenden Künste abzuschließen.

Künstler Manfred Bockelmann Foto: © Christa Linossi

1971 Begegnung mit Friedensreich Hundertwasser in Zürich. Aus dem Dialog der beiden entstand das Kunstbuch „Hundertwasser Regentag“ – eine Synthese aus Fotografie und Malerei – nach einer gemeinsamen Reise auf Hundertwassers Kutter.

Aufgrund des Erfolges dieses Bildbandes gestaltete Manfred Bockelmann ein weiteres Kunstbuch über den Maler Rudolf Hausner „Adam“, eine fotografische Psychoanalyse. 1974 begann er, sich auf die Malerei zu fokussieren. Der Fotoapparat wurde zum Skizzenblock seiner Malerei. Das Landschaftsmotiv stand fortan im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Fotografie und Malerei stehen in seinem Werk bis heute gleichberechtigt nebeneinander.

Ich hatte auch die Gelegenheit, mit dem Künstler ein paar Worte über seine ausgestellten Werke zu wechseln, die mich besonders beeindruckt haben.

Manfred Bockelmann Arbeit „Wurzelstock“ Kohle auf Leinwand Foto: © Christa Linossi

Da ist zum Beispiel die Arbeit – eine seiner frühesten Arbeiten – ein Wurzelstock, hier erklärte er mir, diese Arbeit nenne er Katastrophe! Warum? Seine Aussage, der Baum, eine robuste Pflanzenart, die fest in der Erde verwurzelt ist und weit in den Himmel ragen kann, wird vom Menschen gefällt, oder durch einen starken Sturm kann der Baum auch entwurzelt werden. In der vorliegenden Arbeit ist der Baum jedoch durch den Menschen gefällt worden. Die Wurzel an der Oberfläche zeigt die Zerstörung, die Vergänglichkeit und die Hervorhebung der leicht zu übersehenden Schönheiten unserer alltäglichen Umgebung. 

Ein anderes Werk, das mich fasziniert hat, sind seine Blätter, die lose von den Bäumen auf den Boden fallen und dort als Blätter liegen bleiben. In Gärten und Parks wird dieses Laub oft als störend empfunden. Wenn es jedoch blau gefärbt wird, erhält es ein eigenes Wesen und eine starke, immaterielle Körperlichkeit.

Manfred Bockelmann Arbeit “ “ Kohle & Acryl auf Leinwand Foto: © Christa Linossi

Für den Künstler Bockelmann steht Blau in diesem Zusammenhang für Vertrauen, Heilung, Unendlichkeit und Göttlichkeit. Das Vergehen und Verwelken sollen jedoch nicht melancholisch empfunden werden, sondern durch die künstlerische Verwandlung als ein von Poesie begleiteter Prozess.

Manfred Bockelmann Arbeit „LJ 5“ Kohle & Acryl auf Leinwand Foto: © Christa Linossi

Eine sehr interessante und sehenswerte Ausstellung und ein Künstler, der sich mit der Natur beschäftigt und auch in Zukunft noch viele interessante Arbeiten zu Papier bringen wird. „Ein Künstler setzt sich nicht zur Ruhe, er arbeitet, solange er kann“. (Aussage des Künstlers) Ein kluger Satz, den sich so mancher merken sollte.

http://manfred-bockelmann.de/

https://www.galerie-frey.com/

Im 21. Jahrhundert angekommen:

FAUST, die unendliche Dramaturgie!

Gerfried Stocker (Künstlerischer Geschäftsführer von Ars Electronica), Markus Hinterhäuser (Intendant der Salzburger Festspiele), Margarethe Lasinger (Leitung Dramaturgie und Publikationen · Festspielarchiv), Peter Freudling (Lead Designer & Artist Ars Electronica Futurelab)
© SF/Neumayr/Leopold

Anlässlich des 150. Geburtstages des Regisseurs und Festspielmitbegründers Max Reinhardt realisieren die Salzburger Festspiele im Frühjahr und Sommer 2023 Veranstaltungen, die Reinhardts letzte Salzburger Inszenierung, Goethes FAUST (1933-1937) – und damit auch die historischen Zäsuren 1933 und 1937/38 – in den Mittelpunkt stellen.

Im Herbst 2023 gedenkt die Theaterwelt des 150. Geburtstages und 80. Todestages. Max Reinhard wird als der erste moderne Regisseur bezeichnet, als Theatermagier verehrt und als Inbegriff eines Impresarios von internationaler Zugkraft beschrieben, dessen Wirken von Berlin und Wien über Salzburg bis in die Vereinigten Staaten ausstrahlte.

Max Reinhardt bei Proben in der Faust-Stadt, 1936
© ASF/Photo Ellinger

Bereits am 24.5. und 25.5.2023 beschäftigte sich ein zweitägiges Symposium auf Schloss Leopoldskron mit Reinhardts Regiebuch zu Goethes FAUST, dessen Rezeption und den Charakteristika seiner FAUST-Inszenierungen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums steht das Regiebuch zu Max Reinhardts FAUST. Es geht um die wissenschaftliche Erschließung klassischer Texte und um Fragen der Kanon Bildung. Eine dreiteilige Ausstellung zu Beginn der Festspiele stellt Reinhardts FAUST in den politischen, gesellschaftlichen und theatergeschichtlichen Kontext.

FAUST – Gartenszene · Paula Wessely und Ewald Balser, 1933
© ASF/Photo Ellinger

In Zusammenarbeit mit zwei der wichtigsten Reinhardt-Archive – dem Theatermuseum Wien und der Wienbibliothek – wird sein Regiewerk anhand von Probennotizen, Modellen, Skizzen, Plänen, Briefen, Zeitungsartikeln, Karikaturen und Erinnerungsstücken nachgezeichnet.

FAUST Stadt : Photo Ars Electronica Futurelab

Anlässlich des Jubiläums wird im Rahmen der Salzburger Festspiele und in Kooperation mit dem ARS ELECTRONICA FUTURELAB, das letzte Salzburger Werk des Regisseurs neu interpretiert. Ab August 2023 gehen bei FAUST 2023 Theater und neueste Technologie eine innovative Symbiose ein. Virtual Reality ist der Schlüssel. Es wird ein besonderes Projekt, das analoge, szenische und virtuelle Realitäten in einer performativen Führung zusammenführt.

Auf Basis von Plänen, Fotos und anderen Dokumenten aus dem Archiv der Salzburger Festspiele wurde die Fauststadt rekonstruiert. Eine Vielzahl von Fotos wurde perspektivisch entzerrt und teilweise mit KI-Unterstützung qualitativ verbessert. Die Grundlage für die VR-Rekonstruktion bildete ein 3D-Laserscan der Felsenreitschule.

Das VR-Erlebnis ist eingebettet in eine Führung aus mehreren Perspektiven, die von Schauspielstudierenden der Universität Mozarteum Salzburg gestaltet wird. Dabei werden unterschiedliche Medien eingesetzt. Die Besucher*innen bewegen sich also auf den unterschiedlichsten Wahrnehmungsebenen und tauchen am originalen Schauplatz in die VR-Welt ein. Auf wundersame Weise verschränken sich analoge, szenische und virtuelle Realitäten.

FAUST Stadt: Photo Ars Electronica Futurelab.jpg

Statement von Gerfried Stocker (Künstlerischer Geschäftsführer ARS ELECTRONICA): „Für uns eröffnet die Zusammenarbeit mit dem Team der Salzburger Festspiele eine außergewöhnlich gute Gelegenheit, die Möglichkeiten neuer Technologien auszuloten und weiterzuentwickeln. Es geht darum, ‚Virtuelle Realität‘ als Gestaltungsmittel zu begreifen und einzusetzen, um einem heutigen Publikum historisch relevante Szenarien näherzubringen. Ich bin sicher, dass die Aura des realen Raumes verbunden mit den Darstellungsmöglichkeiten im virtuellen Raum ein sehr eindrucks- und wirkungsvolles Erlebnis für die Besucher*innen sein wird“.

Mit einer Virtual-Reality-Anwendung erweckt das Ars Electronica Futurelab Reinhardts FAUST-Inszenierung zu neuem Leben: Über eine VR-Brille betreten die Besucher*innen die zauberhafte Wirklichkeit des Theaters – eine Rekonstruktion der Faust-Stadt in der Felsenreitschule, direkt vor Ort auf der Bühne.

Max Reinhardt hätte diese moderne Technik sicher auch zu nutzen gewusst.

FANTASTIC SURREALISTS

Halle für Kunst in Graz, hatte sich zum Ziel gesetzt, dem fantastischen Surrealismus erneut Raum zu geben.

Gezeigt werden folgende Künstler*innen die sich mit dem Phantastischen Surrealismus auseinandersetzten: Eva Aeppli, Walter Behrens, Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Helmut Leherb, Anton Lehmden, Kurt Regschek, Curt Stenvert

Eva Aeppli, Bella, 1970
Figur in Samtkleid mit Holzstuhl
126 × 52 × 136 cm
Courtesy / Foto © mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln, erworben 1978

Ein neuer Blick auf das Phantastische und seine verdrängten Welten in der Ausstellung „Fantastic Surrealists“.

Der Phantastischen Realismus ist neben dem Wiener Aktionismus der wohl bekannteste genuine Beitrag Österreichs zum internationalen Kunstgeschehen der letzten Jahrzehnte, die sich beide aus ganz unterschiedlichen Gründen gegenläufig zur gleichzeitig wirkungsmächtigsten Entwicklung, dem Abstrakten Expressionismus, entwickelt haben.  

Um den Phantastischen Realismus ist es vergleichsweise ruhig geworden, während der Surrealismus und seine diversen Nachwirkungen – vor allem nach der letzten Biennale in Venedig – wieder stärker in den Blickpunkt gerückt sind.

Dies zeigt sich wohl am deutlichsten an der informellen Gruppe der Phantastisch-Realistischen Realisten, deren Schaffensperiode in etwa von den 50er bis in die 80er Jahre reicht, in denen sie nicht nur den Diskurs der Zeit maßgeblich prägten, sondern auch viele Schlüsselpositionen in den kulturellen Institutionen des Landes einnahmen und auch in vielen Sammlungen des Landes vertreten sind.

Die Bezeichnung Phantastischer Realismus geht auf den Kunstkritiker Johann Muschik zurück, der sie als Unterscheidung und Betonung einer Eigenart der Wiener Strömung im Gegensatz zum internationalen französischen Surrealismus einführte.

Neben den Begründern der Phantastischen Realisten, Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden und anfangs Helmut Leherb, werden bisher nicht oder nur teilweise in diesem Kontext wahrgenommene Künstler*innen berücksichtigt.

Wenn Sie die Ausstellung betreten stößt man sofort auf eine große Tischvitrine, in der acht Blätter aus dem Zyklus „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Hutter, Foto:  
© Christa Linossi

Beim Betreten des Ausstellungsraumes stößt man sofort auf eine große Tischvitrine, in der acht Blätter aus dem Zyklus „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Hutter, einem der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, ausgestellt sind. Ursprünglich war Hutter 1970 mit dem Entwurf eines Bühnenbildes für Mozarts „Zauberflöte“ an der Oper Graz beauftragt worden. Da dieser Entwurf das Budget gesprengt hätte, konnte er nicht realisiert werden.

Ein Blatt aus dem Zyklus „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Hutter, Foto:  
© Christa Linossi

Darüber hinaus ist im Hintergrund eine Figur in einem Samtkleid mit einem Holzstuhl zu sehen. Die Figur deutet in gewisser Weise ein Skelett an. Diese Skulptur stammt von der 2015 verstorbenen Künstlerin Eva Aeppli, die der Nachwelt ein vielschichtiges Werk hinterlassen hat, das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden ist und Figuren in unterschiedlichen medialen Umsetzungen in den Mittelpunkt stellt. Der seelische Abgrund, der den Einzelnen im Krieg und seinen Folgen erfasste, findet sich bei Aeppli ebenso wie bei den Phantasten.

Figur in einem Samtkleid mit einem Holzstuhl Künstlerin Eva Aeppli Foto: © Christa Linossi

Sehr interessant ist auch ein Werk von Ernst Fuchs, bei dem es sich um ein Ölgemälde handelt, das sich durch eine sehr eigenwillige Farbgebung auszeichnet. Ein übernatürliches Wesen, das in den abrahamitischen Religionen als Diener oder Begleiter Gottes in verschiedenen Erscheinungsformen auftritt, ist sein „Cherub zwischen Tag und Nacht“ (1974).

Ernst Fuchs, Cherub zwischen Tag und Nacht, 1974
Courtesy Ernst Fuchs, Privatstiftung, Wien, © Ernst Fuchs Werkvermittlung

Mit dem Bild „Der Abend, 1960“ ist auch mein Lieblingsmaler Rudolf Hausner vertreten. Rudolf Hausner ist eine der zentralen Figuren der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Die Arbeit „Der Abend“ befindet sich heute im Besitz der Artothek des Bundes. Sie ist als Leihgabe im Mumok Museum der Modernen Stiftung Ludwig Wien zu sehen. Das Werk zeigt vier geometrische Körper vor einem blau-rot-orangen Hintergrund, der durch eine Horizontlinie in zwei Flächen geteilt wird. Das gesamte Werk wirkt wie eine Lichtstudie des Künstlers. Er greift damit einen der klassischen Topoi (feste Formel, festes Schema) der Malerei auf.

Rudolf Hausner, Der Abend, 1960
Tempera, Harzölfarbe auf Papier auf Holz
52 × 92 cm
Courtesy / Foto © mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Artothek des Bundes seit 1962

Arik Brauer, der zum Kern der Phantastischen Realisten gehört, war schon vorher als gegenständlicher Maler tätig. Typisch für Brauer ist sein Werk „Equilibrist, 1973“. Brauer suchte das „Phantastische“ in seinen Motiven oft, aber nicht ausschließlich in der Darstellung des Natürlichen oder in der Verschränkung von Natur und Kultur. Die Gouache „Equilibrist, 1973“ bezeichnet einen Gleichgewichtskünstler im Allgemeinen und einen Seiltänzer im Besonderen. Der Zirkus als Halbwelt der Illusion.

Arik Brauer, Equilibrist, 1973
Gouache auf Papier
18,7 × 14,8 cm
Courtesy Sylvia Kovacek GmbH, Wien

In den Anfangsjahren und beim großen Durchbruch der Phantasten war auch Helmut Leherb (ursprünglich Leherbauer) aktiv beteiligt. Aus den Pariser Jahren stammt auch die Arbeit „Taubenpalast“ von 1970. Im Zentrum des Bildes steht ein weiblich anmutendes Gesicht, dessen Stirn zu den Seiten in ausgebreitete Flügel und nach oben in einen Vogelkopf übergeht. Auf dem Vogelkopf thront eine Thora mit einem Kreuz, das wie ein Wesen geflochten ist. Das Kreuz ist in der Tat von rosafarbenen, organisch anmutenden Fetzen umgeben, die zum Teil an die Lebewesen des Meeres erinnern.

Helmut Leherb „Taubenpalast“ von 1970 Foto:  
© Christa Linossi

Das Ambiente dieser Ausstellung, die in Rot mit violetten Vorhängen an den Rändern gehalten ist, ist ebenfalls interessant. Es ist als eine Art Bühne gedacht.

Die Ausstellung ist sehenswert!

https://halle-fuer-kunst.at/

Salzkammergut 2024

„auf dem weg zur kulturhauptstadt“

Im Juni 2023 präsentierte nun das Team der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 in Graz mit Elisabeth Schweeger als Artistic Director und Manuela Reichert als Business Director gemeinsam mit Projektträgern und Gästen im Rahmen einer Pressekonferenz im Volkskundemuseum am Paulustor in Graz die Themen und ausgewählte Projekte.

PK_Kultuhauptstadt-in Graz v.l.n.r. / Manuela Reichert a Business Director / steirischer Landeshauptmann Christophe Drexler /Elisabeth Schweeger als Artistic Director Foto: © J.J.Kucek

Eröffnet wurde die Pressekonferenz vom steirischen Landeshauptmann Christophe Drexler, der das Engagement seines Bundeslandes für das Gelingen der Kulturhauptstadt Europas, die erstmals in einem ländlich-alpinen Raum und bundesländerübergreifend stattfindet, besonders hervorhob.

PK_Kultuhauptstadt-in Graz / steirischer Landeshauptmann Christophe Drexler,Foto: © J.J.Kucek

23 Gemeinden des Salzkammergutes in den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark stellen sich der Herausforderung, durch das Zusammenspiel von Kunst, Kultur, Wirtschaft und Tourismus zu beweisen, dass der ländliche Raum für die Anforderungen der Zukunft gewappnet ist und hier gleichberechtigt neben dem urbanen Raum steht.

Gemeinsam mit Bad Ischl Salzkammergut werden Tartu (Estland) und Bodø (Norwegen) die Kulturhauptstadt Europas 2024 ausrichten.

Elisabeth Schweeger berichtete über 180 bereits fixierte Projekte, von denen mehr als 85 % von lokalen und regionalen Projektträgern wie Künstler*innen, Vereinen, Institutionen und Unternehmen umgesetzt werden.

Elisabeth Schweeger als Artistic Director Foto: © J.J.Kucek

Vier Projektträger*innen und das Projektteam präsentierten vier ausgewählte Projekte aus den Programmlinien „Macht und Tradition“ mit dem Schwerpunkt Revitalisierung von Museen und Erinnerungskultur sowie „Kultur im Fluss“ mit den Bereichen Musik, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Projekte für die nächste Generation (Next Generation You) und Diversitätsthemen u.a. aus dem Projekt „Salzkammerqueer“. 2009 wurde das Projekt „Salzkammerqueer“ durch das Programm „Kultur im Fluss“ gefördert.

Die Provenienz Forscherin Monika Löscher und Monika Klengel vom Theater am Bahnhof sprachen über „Die unerhörten Dinge – eine andere Art der Provenienzforschung“. Claudia Unger, Direktorin des Volkskundemuseums Graz, stellte die Ausstellung „Konrad Mauthner“ in ihrem Haus als assoziiertes Projekt vor.

Der Gletscherforscher Klaus Reingruber gab im Gespräch mit Christina Jaritsch, deren Projekt in der Ausstellung im Sudhaus zu sehen sein wird, einen Ausblick auf die ökologischen Themen der nächsten Pressekonferenz am 19. Juni in Wien. Ökologie, Nachhaltigkeit, Architektur und nachhaltiges Bauen in der Region sowie die Optimierung des Tourismus und Projekte der bildenden Kunst in Bahnhöfen bzw. entlang von Bahnstrecken stehen im Mittelpunkt der dort vorgestellten Programmlinien.

Jahrhundert kultivierte Sommerfrische ist eine der wichtigsten Lebensadern des Salzkammergutes. Sie ist Sehnsuchtsort für viele Reisende. Wie in allen Regionen Europas sind auch im Salzkammergut die Nebenwirkungen einer von landschaftlichen Ikonen inspirierten Tourismusindustrie mancherorts nicht zu übersehen.

Mit den Programmlinien SHARING SALZKAMMERGUT – DIE KUNST DES REISENS und GLOBALLOKAL – BAUEN DES NEUEN wird nun der Beweis angetreten, dass die Region auch mit Kunst und Kultur das ganze Jahr über attraktiv ist.

Start = Link zur Homepage von salzkammergut 2024

Ein großer Schauspieler ist für immer von der Weltbühne abgetreten:

Peter Simonischek

Peter Simonischek Aufführung „Jedermann“ (23.07.2007) Foto: © Rudi Gigler

NACHRUF ZUM TOD VON PETER SIMONISCHEK

Wie eine Bombe schlug die Nachricht vom Tod eines der besten Schauspieler Österreichs ein.

„Einer der ganz großen Schauspieler ist von uns gegangen. Peter Simonischek war fast ein Jahrzehnt lang ein unvergleichlicher Jedermann. Mit seiner einzigartigen Bühnenpräsenz füllte er die beeindruckenden Dimensionen des Domplatzes mit Leichtigkeit, mit jeder Zelle seines Körpers war er dieser Jedermann. Peter Simonischek war mit einem Übermaß an Qualität gesegnet, er war das, was man im besten Sinne des Wortes einen Publikumsliebling nennt – und das völlig zu Recht“, so Intendant Markus Hinterhäuser in einer ersten Stellungnahme.

Peter Simonischek, geboren 1946 in Graz, verbrachte seine Gymnasialzeit im Internat des Stiftsgymasiums in St. Paul im Lavanttal, wo er bereits mehrmals im Schülertheater auftrat.

Während der Gymnasialzeit wuchs Simonischeks Interesse an der Schauspielkunst und er inskribierte heimlich – sein Vater wollte, dass er Medizin studiert – an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz. Nach Abschluss seines Studiums war er zunächst am Stadttheater St. Gallen, in Bern, am Staatstheater Darmstadt und am Schauspielhaus Düsseldorf engagiert.

Von 1979 bis 1999 war er Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne unter der Intendanz von Peter Stein. Seit der Spielzeit 1999/2000 war Peter Simonischek Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.

Im Jahr 2002 übernahm Peter Simonischek in der Neuinterpretation des Gründungsstücks der Festspiele durch Christian Stückl die Rolle des JEDERMANN. Acht Jahre lang und 91-mal, so oft wie kein anderer, verkörperte er den reichen Mann auf dem Domplatz. Simonischek interpretierte die Rolle als brutalen Kapitalisten und scheiternden Machtmenschen. Damit wurde Peter Simonischek zu einem der besten JEDERMANN-Darsteller, und es hat – seit den sechziger Jahren und nach 2009 – keinen Besseren mehr gegeben. Er beherrschte die Riesenbühne souverän, kraftvoll und rücksichtslos.

Peter Simonischek Aufführung „Jedermann“ (23.07.2007) Foto: © Rudi Gigler

In seiner Abschiedsrede an das Jedermann-Ensemble sagte Simonischek 2009: „er habe sich bereits mit acht Jahren in den Jedermann verliebt: „Da gab es in unserem Schullesebuch ein Foto von einem Schauspieler, der an einer gedeckten Tafel stand, einen Blumenkranz in den Haaren hatte, mit strahlender Miene einen Becher hochhielt und scheinbar eine launige Rede hielt. Über seine Schulter schaute der Tod mit nacktem Schädel und Gerippe. Der Bekränzte in Siegerpose schien den Gesellen hinter sich noch nicht zu bemerken, während die schöne Frau an seiner Seite schon entsetzt auf die Erscheinung starrte. Ein Bild von hoher Dramatik und metaphorischer Kraft, dass mich als Kind faszinierte und das ich immer wieder ansehen musste. Als Bildunterschrift stand: Hugo von Hofmannsthal, Jedermann, Attila Hörbiger und Judith Holzmeister am Domplatz in Salzburg.“

Im Jahr 2012 kehrte er als Kurfürst in Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg auf die Festspielbühne zurück. 2016, zu seinem 70. Geburtstag, übernahm er die große Altersrolle des Prospero in Shakespeares „Sturm“ auf der Perner Insel.

Salzkammergut Festwochen (13.07.2022) Peter Simonischek liest aus „Die kleine Komödie“ von Arthur Schnitzler, das Bild zeigt den Schauspieler Peter Simonischek während seiner Lesung im Stadttheater Gmunden Foto: © Rudi Gigler

Ein großer Schauspieler hat die Weltbühne für immer verlassen, die Salzburger Festspiele trauern und „die schwarze Fahne, die ab heute am Festspielhaus wehen wird, ist auch ein Zeichen der Trauer und der Dankbarkeit für das, was Peter Simonischek bei den Salzburger Festspielen geleistet hat“, erklärte das Festspiel-Direktorium.