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Über Christa Linossi

Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren. Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche. Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.

KEIMENA – documenta 14

Keimena ist ein wöchentliches Filmprogramm, das von dem griechischen Fernsehsender ERT ausgestrahlt und von der documenta 14 gestaltet wird. Jeden Montag um Mitternacht, bis zum 18. September 2017 Durch die Zusammenarbeit mit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt Griechenlands ERT versucht das Projekt die Reichweite der documenta 14 ins Zuhause der Zuschauer_innen zu erweitern und so neue und andere Öffentlichkeiten, Kontexte und Kontingenzen zu schaffen.

Nach den jeweiligen Ausstrahlungsterminen sind die Filme weitere sieben Tage auf webtv.ert.gr  von Griechenland aus verfügbar.

 

Im Januar zu sehen

Keimena #7

Montag, 30. Januar 2017, 24:00 Uhr
Manazil bela abwab (Houses Without Doors), 2016, Syrien/Libanon, 90 Min.
Regie: Avo Kaprealian
Einführungstext: Rasha Salti

Manazil bela abwab ist die persönliche Chronik des Überlebens einer syrisch-armenischen Familie in Aleppo zwischen den Jahren 2011 und 2014. Der Regisseur Avo Kaprealian dokumentiert vom Balkon des Wohnhauses seiner Familie aus, wie die Stadt in ein Schlacht- und Trümmerfeld verwandelt wird, und schafft auf diese Weise ein wirkmächtiges Porträt des Alltagslebens inmitten des Krieges.

Im Februar zu sehen

Keimena #8

Montag, 6. Februar 2017, 24:00 Uhr
Ku Qian (Bitter Money), 2016, Frankreich/China, 157 Min.
Regie: Wang Bing (Künstler der documenta 14)
Einführungstext: Daniela Persico

Ku Qian dokumentiert den rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel Chinas. Der Film folgt dabei Landarbeiter_innen, die in die Stadt Huzhou ziehen, um für die dortigen Textilfabriken zu arbeiten. Der Film setzt sich unmittelbar mit den Effekten des Kapitalismus im 21. Jahrhundert auseinander: Filmemacher Wang Bing dient als Zeuge der Veränderungen im Leben derjenigen, die unter den neuen ökonomischen Umständen zur Anpassung gezwungen werden.

Keimena #9

Montag, 13. Februar 2017, 24:00 Uhr
The Forgotten Space, 2010, USA, 112 Min.
Regie: Allan Sekula und Noël Burch
Einführungstext: Monika Szewczyk

The Forgotten Space wendet sich jenen vernachlässigten Orten industrieller Zonen zu, an denen die Globalisierung auf das Meer trifft: den Hafenvierteln. Dieser zwei Stunden lange Essayfilm stellt zwischen den Häfen der Welt und den Menschen, die dort arbeiten, Beziehungen her; dies macht ihn zu einer Art Detektivgeschichte über den Betrieb des globalen Kapitals, die uns, unter anderem, auch die gegenwärtige ökonomische Zwangslage Athens begreiflich machen kann.

Keimena #10

Montag, 20. Februar 2017, 24:00 Uhr
Rabo de Peixe (Fish Tail), 2015, Portugal, 103 Min.
Regie: Joaquim Pinto und Nuno Leonel
Einführungstext: Filipa Ramos

Dieser Film zeigt den Alltag und die alltäglichen Ambitionen und Schwierigkeiten der Fischer in Rabo de Peixe (zu deutsch „Fischschwanz“), einem traditionellen Fischerdorf auf einer kleinen Azoreninsel. Die schonungslos realistische Darstellung von Menschen und Orten wird von traumähnlichen Unterwasseraufnahmen kontrastiert, die diesem Dokumentarfilm eine zutiefst persönliche und poetische Stilsprache verleihen.

 

Keimena #11

Montag, 27. Februar 2017, 24:00 UhrLoubia Hamra (Bloody Beans), 2013, Algerien/Frankreich, 88 Min.
Regie: Narimane Mari (Künstlerin der documenta 14)
Einführungstext: Olivier Marboeuf

Loubia Hamra ist das traumähnliche Porträt einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten von einem Gewaltkonflikt heimgesucht wird. Statt sich auf ein historisches Narrativ zu verlassen, zeigt dieser von Publikum und Kritik gefeierte Film ein spielerisches, surreales Reenactment des algerischen Unabhängigkeitskriegs, das von einer Gruppe ortsansässiger Kinder in Szene gesetzt wird.

Das Programm der Keimena-Reihe sind experimentelle Dokumentar- und Spielfilme, deren Ansätze gesellschaftliche, politische und poetische Anliegen betreffen. Die Konzepte, Themen und Positionen sind übergreifende kuratorische Visionen die mit der documenta 14 im Dialog stehen.

Es handelt sich um Filme, deren Entstehungsdaten bis in die 1970er Jahre zurückreichen, ebenso wie neue Filmarbeiten, die von der documenta 14 in Auftrag gegeben wurden. Es sind Reflexionen zeitgenössischer Themen, die in Zeiten ökonomischer Härte und gesellschaftlicher Unruhe in Griechenland wie auch anderswo relevant sind.

 

 

 

FRANZ WOLF – DER BILDER-MALER

Franz Wolf – Österreichischer Künstler, der sich  gerne selbst  als Bilder-Maler bezeichnet

Foto ©Christa Linossi: Franz Wolf

Foto ©Christa Linossi: Franz Wolf

Kurzes Statement zum Künstler:

Franz Wolf wurde 1954 in Vorarlberg geboren und beschäftigt sich schon seit 1969 intensiv mit der Zeichnung. Er übersiedelte in den 70iger Jahren nach Berlin, studierte zwischen 1980 und 1985 an der Universität der Künste in Berlin mit Schwerpunkt Akt und Malerei. 1999 ging er nach Österreich zurück und lebt und arbeitet seit diesem Zeitpunkt in Grödig bei Salzburg. Weiterlesen

2017 startete aus der Pol Position in das Rennen

6 Tage alt ist das neue Jahr, aber noch ist es ruhig in der Kunstszene. Jedoch die ersten Termine für die nächsten Kunst-Pressekonferenzen flattern schon in mein Outlook. Weiterlesen

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu – das war 2016

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Raymond Pettibon „Homo Americanus“

MUSEUM DER MODERNE SALZBURG

Zeigt

RAYMOND PETTIBON  „HOMO AMERICANUS“

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Raymond Pettibon, No Title (homo americanus), 2015. Pen and ink on paper 26 x 18 15/16 inches (66 x 48.1 cm), Courtesy David Zwirner, New York. © Raymond Pettibon

Ein amerikanischer Künstler zu Gast im Museum der Moderne Salzburg. Wer ist Raymond Pettibon, werden sich die BesucherInnen fragen.

Raymond Pettibon ist Amerikaner und wurde 1957 in Tucson, Arizona geboren und im Alter von fünf Jahren übersiedelte er mit seiner Familie nach Hermosa Beach, einem Vorort von Los Angeles. Studierte Betriebswirtschaft an der University of California in Los Angeles und wechselte sein Studium, wo er 1977 den Grad Bachelor of Fine Arts erreichte.  Raymond Pettibon zeichnete während des Studiums bereits politische Karikaturen. 1978 publizierte er einen umfangreichen Comic Strip „Captive Chains“. Seit 1986 folgten zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Institutionen in den USA und Europa. Darüber hinaus beteiligte sich Pettibon 2002 an der documenta 11 und 2007 an der Biennale Venedig.

Die Ausstellung, eine Kooperation mit den Deichtorhallen Hamburg/Sammlung Falckenberg und umfasst mehr als 500 Zeichnungen, dazu Plattenhüllen, Flyer, Fanzines und Filme. „Ziel dieses Projektes ist es, das umfangreiche Werk erstmals zu strukturieren und als einen komplexen Zusammenhang zu zeigen“, erklärt der Gastkurator der Ausstellung Ulrich Loock.

Als ich mir die Arbeiten im Museum der Moderne ansah, war mein erster Gedanke COMIC und doch wieder nicht, die harten Kontraste seiner in der Mehrzahl schwarzweißen Tuschzeichnungen erinnern eher an den Film „noir“. Zu Beginn seiner Karriere hat Pettibon tatsächlich Standbilder von Videobändern abgezeichnet und daher  stellte ich mir die Frage, wie reiht man Pettibon nun wirklich ein? Ich kam zu dem Entschluss, einfach in das Medium ZEICHNUNG, da sich seine grafischen Zeichnungen auf Monochrome Malerei (Tinte auf Papier, Bleistift oder gelegentlich Aquarell) beschränken. Jedoch um wieder auf Comic zu kommen, verdankt Pettibons die Bildsprache dem Formenrepertoire der Comics und Cartoons, aus dem er sich ebenso bedient wie bei William Blake und,  vor allem, aus dem großen Fundus der erzählenden Literatur. Denn das Charakteristische seiner Bilder ist die Verbindung von Bild und Schrift. Die Texte stammen aus seiner eigenen Phantasie oder sind direkte und indirekte Zitate aus Werken der Literatur.

Pettibon schafft ein persönliches Universum mit ein paar wiederkehrenden Themen, Charakteren und Symbole. Seine Arbeiten die teilweise in Abschnitten eingeteilt ist, hat für mich auch den Charakter eines gezeichneten Tagebuches. Eine schier unüberschaubare Fülle von Bildern und Buchstaben bedrängt den Betrachter. Pettibon macht sich so den gesamten Ausstellungsraum zu eigen, der er in ein narratives Labyrinth das sich in seiner persönlichen Obsession verwandelt.

 

Die Ausstellung ist interessant und läuft noch bis 12. Februar 2017.

Portrait eines österreichischen Künstlers der Karriere in den Niederlanden macht

Chat mit dem Künstler Heribert Wagner

Karel Gustav van Aalst (Art promotor and advisor, freelance journalist, art curator, editor, lebt ebenfalls in Maastricht/Niederlande) machte mich auf den Künstler Heribert Wagner aufmerksam. Heribert Wagner der seit 1978 in den Niederlanden lebt, hat sich in der Niederländischen Szene bereits einen Namen als Maler, Geiger und Komponist gemacht. Sein Atelier liegt bei Rotterdam, wo er konstant an neuen Gemälden arbeitet und diese auch in Verbindung mit Kompositionen bringt. Dies war der Startschuss für ein Chat Interview. Weiterlesen

Salzburger Festspiele 2017

Was bringt und bedeutet das Jahr 2017 für die Salzburger Festspiele?

Markus Hinterhäuser, Helga Rabl-Stadler © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Markus Hinterhäuser, Helga Rabl-Stadler
© Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Helga Rabl-Stadler und Markus Hinterhäuser (beginnt seine Intendanz 2017) – sind schon erfahrene Festspieler und haben sich vorgenommen, die großen Gedanken der Gründerväter Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt weiterzuspinnen. Festspiele sollen staunenswerte künstlerische Konstellationen schaffen, die nicht bloß Zeitvertrieb und Spetakel versprechen, sondern sollen auch Aufforderung zum Nachdenken sein.

Unterstützt werden sie von Bettina Hering und Florian Wiegand. Bettina Hering ist die neue Schauspielchefin und sie will mit Stücken, die noch nie bei den Festspielen zu erleben waren, und mit besonderen Schauspielerpersönlichkeiten neugierig machen. Florian Wiegand ist bereits seit fünf Jahren ein fantasievoller Konzertgestalter der Salzburger Festspiele, der im Direktorium einen neuen Ideen- und Diskussionspartner in Sachen Musik hat.

Jahrespressekonferenz Salzburger Festspiele 2017 Bettina Hering (Leitung Schauspiel), Markus Hinterhäuser (Intendant), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin), Florian Wiegand (Leitung Konzert) © Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

Jahrespressekonferenz Salzburger Festspiele 2017 Bettina Hering (Leitung Schauspiel), Markus Hinterhäuser (Intendant), Helga Rabl-Stadler (Festspielpräsidentin), Florian Wiegand (Leitung Konzert)
© Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

In allen Zeiten stellte sich die Kunst den großen Fragen des Seins und der Allmacht des Todes. So werden sie damit auch eine große Tradition der Salzburger Festspiele wieder aufnehmen und geben der bildenden Kunst den entscheidenden Raum im Festspielsommer 2007. So wurden bei den Vorbereitungen zur Publikation des Jahresprogramms 2017 Inspirationen aus Arbeiten der bedeutenden französisch-amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois herangezogen. In ihren Arbeiten ging es immer wieder um Liebe, Hass, Gewalt, Abhängigkeit und Aufbegehren und genau das sind Themen, die dem diesjährigen Festspielprogramm zugeordnet werden.

Max Reinhardt formulierte einmal, für das Gelingen eines Fest-Spiels braucht es aber auch das neugierige Gegenüber, „denn nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum müssen die Besten sein, wenn das vollkommene Wunder entstehen soll, dessen Theater an glücklichen Abend fähig ist“.

Noch ein kurzer Überblick über die Aufführungen 2017:

Aufgeführt werden 2017:

Oper: 40 Vorstellungen, davon sind fünf Neuinszenierungen, zwei konzertante Aufführungen, drei halbszenische Aufführungen und eine Wiederaufnahme der Salzburger Festspiele Pfingsten

Schauspiel: 54 Vorstellungen , davon vier Neuinszenierungen, Neueinstudierung von JEDERMANN*vier Schauspiel-Recherchen, drei Lesungen und eine Konzertperformance

Konzerte: 79 Konzerte, davon: 72 Konzerte, 4 Meisterklassen, 3 Sonderkonzerte Jugend

Kinderprogramm: 21 Aufführungen im Kinderprogramm, 8 Vorstellungen der Kinder-Opern, 8 Einführungsworkshops Spiel und Spaß und 5 öffentliche Abschlussaufführungen Operncamps

JEDERMANN 2017

Den neuen Jedermann spielt Tobias Moretti und die Buhlschaft Stefanie Reinsperger

Stefanie Reinsperger und Tobias Moretti © Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

Stefanie Reinsperger und Tobias Moretti
© Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

Mit Spannung sehen wir den Festspielen 2017 entgegen.

MUSEUM DER MODERNE SALZBURG ERHÄLT NUN ENDLICH EIN KUNSTDEPOT!

Spatenstich für das neue Kunstdepot des Museum der Moderne Salzburg

Wer hätte es geglaubt, das aus dem Kunstdepot doch noch was wird. Ich nicht, aber nun ist der Spatenstich vollzogen und es darf gebaut werden.

Kunstdepot Museum der Moderne Salzburg © IPC Architektur ZT GmbH

Kunstdepot Museum der Moderne Salzburg © IPC Architektur ZT GmbH

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Die antike Schnabelkanne vom Dürrnberg – Keltenkunst

KELTENKUNST 3D

Die antike Schnabelkanne vom Dürrnberg und warum sie für Wissenschaftler so interessant ist!

 

Foto: © Dürrnbergforschung, Thorsten Rabsilber

Foto: © Dürrnbergforschung, Thorsten Rabsilber

Die antike Schnabelkanne vom Dürrnberg rückt wieder in das Zentrum der Wissenschaftler. Obwohl die Dürrnberger Schnabelkanne bereits ihren festen Platz in der Ausstellung des Keltenmuseum Hallein und in der europäischen Archäologie der Eisenzeit hat, will man neuen Geheimnissen der Kanne auf die Spur kommen. Weiterlesen

Die Natur als Künstler

Wanderung auf dem „Keschtnweg“ – Eisacktaler Kastanienweg

Im Herbst auf dem Keschtnweg zwischen Brixen und Bozen zu wandern und die Natur in ihren schönsten Farben zu erleben, ein unvergessliches Erlebnis.

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Foto: 2016 © Christa Linossi

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Foto: 2016 © Christa Linossi

Foto: 2016 © Christa Linossi

Foto: 2016 © Christa Linossi