Der Film „STURM AM MANASLU“ Tiroler Himalaya-Expedition 1972

Regie: REINHOLD MESSNER

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Am 10.11.2022 fand die Welt-Premiere in Anwesenheit aller noch lebenden Expeditionsteilnehmer im Metropol Kino Innsbruck des Films „Sturm am Manaslu“ statt.

Ich besuchte den Film am 08. Jänner 2023 im DAS KINO in Salzburg, Reinhold Messner war anwesend und erzählte, wie der Film zustande kam. Bei diesem Film handelt es sich um ein offenes und selbstkritisches Filmdokument über die Macht der Natur und die Verantwortung beim Extrem-Bergsteigen.

Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner wagte sich an neues Film-Format des Geschichten erzählen, er lud die Überlebenden – Wolfgang Nairz, Oswald Ölz, Hansjörg Hochfilzer, Horst Frankhauser – die das Schicksal am Manaslu (1972) überlebten 50 Jahre später (2022) auf sein Schloss Juval ein und sie erinnerten sich an die tragischen Ereignisse und die schicksalhaften Tage, bei denen zwei Bergkameraden starben. (Andi Schlick und Franz Jäger kamen bei dieser Expedition ums Leben).

Reinhold Messner, Sturm am Manaslu, Premiere, Salzburg, Das Kino, © Manfred Siebinger

Reinhold Messner war schon immer ein Grenzgänger und er musste viele Schicksalsschläge hinnehmen, so den Tod seines Bruder Günther am Nanga Parbat 1970, wo sein inneres Gleichgewicht am Nanga Parbat abhandengekommen war. Trotz dieses Schicksalsschlages wagte er 1972 eine kleine Expedition unter der Führung von Wolfgang Nairz zu einer Reise zur schwierigen Südwand des Achttausenders Manaslu im Himalaya Gebiet. Bis auf Reinhold Messner ist die junge Mannschaft zum ersten Mal im Himalaya. Allein den Berg zu finden, stellte schon eine große Herausforderung dar. Karten gab es so gut wie keine. Die Wetterverhältnisse waren alles andere als SCHÖN und so kam es in der Nähe des Gipfels zu der Tragödie wo die beiden Bergsteiger Andi Schlick und Franz Jäger ihr Leben ließen. Dieser Film ist keine Heldengeschichte, sondern ein historisches Dokument, wo 50 Jahre später die fünf noch lebenden Alpinisten versuchten, die Geschehnisse zu reflektieren. Zusammengestellt aus Tonbandaufnahmen, die Wolfgang Nairz von den Funkgesprächen anfertigte, den rund 50 Fotos, die noch von der Expedition noch existieren, den Erinnerungen über die Ereignisse und den daraus resultierenden, von Schauspielern am Ortler nachgespielten Szenen ist diese Dokumentation oder Film – wie immer man es nennen will – als „Sturm am Manaslu“ entstanden.

Information zum Berg MANASLU, er bedeutet in Sanskrit „Berg der Geister“ oder „Berg der Seele“. Er ist ein Heiliger Berg der Einheimischen und liegt so versteckt im Nordosten des Marsyangdi-Tals in West-Nepal, dass es bis 1950 kein Foto von ihm gab.

Reinhold Messner, der die Erfahrungen machte, sich mit den Bergen auseinanderzusetzen, sieht das Bergsteigen als kurzfristiges Abstandnehmen vom Rest der Welt. Achtsamkeit für sich selbst und die Natur aber ist viel mehr, eine Haltung, die den Bergen ihre Erhabenheit belässt.

http://www.himalaya-info.org/PDF-Dateien/Manaslu%201972.pdf

Prädikat: Sehenswert der Film läuft in Salzburg im DAS KINO bis 18.01.2022 und österreichweit in den Kinos.

„WAS FÜR EIN JAHRHUNDERT“

von Kurt Steinitz

Worum geht es in diesem Buch?

Der Autor Kurt Seinitz legte mit diesem Buch einen Leitfaden durch „die Welt im Chaos“ im 21. Jahrhundert an und man kann getrost erwähnen „Was für ein Jahrhundert“.

Zum Beispiel 9/11 zu Beginn des Jahrhunderts, der Terrorangriff auf die New Yorker Zwillingstürme und die Welt kommt seit damals nicht mehr zur Ruhe. 2015 Flüchtlingsströme quer durch Europa, 2020 Beginn einer zweijährigen Pandemie Covid, 2022 der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.
Wer bisher geglaubt hatte, in unserem Jahrhundert wäre es nicht mehr möglich, dass ein durchgeknallter Machthaber, Europa in ein Schlachtfeld verwandelt, der wurde eines Schlechteren belehrt.

Kurt Seinitz stellte sich die Frage „Warum passiert, was passiert“? So auch sein Leitmotiv für das Buch. Seine fünfzigjährige Laufbahn, die er mit Weltenlenkern erlebte und dazu zählen auch seine persönlichen Anekdoten und Themen. Wie zum Beispiel „Jahrhundertwende und Zeitenwende“ geben ebenfalls Einblick in den „Globalaisierungsdreck“, wo nach der Pandemie Putin zuschlug. „Putin, Zerstörer einer Epoche“, „Ende der Globalisierung“, „Wie die Weltordnung verloren ging“, „Das amerikanische Zeitalter“, „Demokratie in Bedrängnis“, „Suche nach der neuen Ordnung“, diese und viele andere Themen beschreibt Seinitz in seinem Buch spannend und aufschlussreich.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer sich für politisches interessiert sollte dieses Buch bewusst lesen, warum? Es ist eine Welt, die in vollen Krisen schwimmt, Pandemie, Krieg, Klima. Die Frage ist, worin liegt der Schlüssel, um ihr wieder Stabilität zu geben?! Wo ist die Zauberformel? Unauffindbar? Vor der Zeitenwende galten Freiheit und Wohlstand als selbstverständlich. Daraus wurde jedoch ein böses Erwachen!

Prädikat: lesenswert oder wie Paul Lendvai sich über dieses Buch äußert: „Unabhängig, fesselnd, lesenswert!“

Paul Lendvai: = ein aus Ungarn stammende österreichischer Publizist und Moderator.

Der Autor:

Kurt Seinitz wurde 1947 in Wien geboren. Nach seinen Studien der Publizistik sowie der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien fing er als Journalist bei der Zeitung „Express“ an. 1971 wechselte er ins Außenpolitik-Ressort der Kronen Zeitung, dass er 1974 übernahm. Als Ressortleiter schrieb er unzählige internationale Reportagen und trat dafür zahlreiche Reisen in jeden Winkel der Welt an.

Erschienen ist das Buch:

Im Verlag  www.edition-a.at ISBN 978-3-99001-601-5