Die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele

Kristina Hammer © Christina von Prohaska

Nun ist die Katze aus dem Sack! Die neue Nachfolgerin von Rabl-Stadler steht fest und heißt Kristina Hammer

Rückblick: Helga Rabl-Stadler war 26 Jahre lang die Präsidentin der Salzburger Festspiele. Als sie den Job antrat, wurde auch sie ins kalte Wasser geworfen, es gab auch des Öfteren Probleme mit dem damaligen Intendanten Gerard Mortier.  Sie entwickelte sich jedoch zu einer Persönlichkeit, die geerdet war, machtbewusst und kunstliebend. Sie sprach Klartext und konnte auch diplomatisch schweigen und verstand es, große Sponsoren an Land zu ziehen.

2020 wäre ihre letzte Saison „100 Jahre Salzburger Festspiele“ gewesen, sie entschloss sich jedoch, noch ein Jahr dranzuhängen und ließ den Vertrag bis Ende 2021 verlängern.

2020 das Jahr der großen Pandemie, wo Wirtschaft und Kultur zum Stillstand kamen. Helga Rabl-Stadler mit ihrem großen Optimismus schaffte es, dass die „100 Jahre Salzburger Festspiele“ in abgespeckter Form doch stattfinden konnten. Teil I im Jahr 2020 und Teil II sollte 2021 über die Bühne gehen, den sie auch mit Bravour über die Bühne zog. Helga Rabl-Stadler war eine außergewöhnliche Präsidentin mit viel Charme und Charisma.

Helga Rabl-Stadler sie war die Präsidentin der Salzburger Festspiele / Foto: © SF Kanizaj

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo man eine ebenbürtige Nachfolgerin finden musste, die auch die Salzburger Festspiele in Zukunft geschickt leiten kann. Es wird eine schwierige Aufgabe sein und das dominierte ÖVP Kuratorium muss die richtige Entscheidung treffen. 32 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich für die Nachfolge beworben.

Die Nachfolge von Helga Rabl-Stadler als Präsidentin der Salzburger Festspiele ist entschieden: Die Schweizer Marketingexpertin Kristina Hammer wurde heute Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz vom Festspiel-Kuratorium als erstgereihte Kandidatin von insgesamt 32 Bewerberinnen und Bewerbern vorgestellt. Video © Land Salzburg

Am 24. November 2021 war es so weit, aus den 32 Kandidatinnen und Kandidaten ging eindeutig eine noch unbekannte Kristina Hammer als Nachfolgerin von Helga Rabl-Stadler hervor. Kristina Hammer wird somit ab 1. Jänner 2022 die neue Präsidentin der Salzburger Festspiele sein, ihr Vertrag läuft auf fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2026.

Was hat das Kuratorium von der Bewerbung von Kristina Hammer so überzeugt, dass sie zur Nachfolgerin gewählt wurde? Auszug aus der Presseaussendung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele nach der 263. Kuratoriumssitzung am 24. November 2021: „Die beeindruckende berufliche Karriere, das vorgestellte Konzept sowie ihre hohe internationale Expertise und Vernetzung haben das Kuratorium überzeugt, sich für Kristina Hammer auszusprechen“, betont Sektionschef Jürgen Meindl, Vorsitzender des Kuratoriums der Salzburger Festspiele, zur Stimmeneinhelligkeit des Gremiums im Bestellungsprozess. Mit der Entscheidung, Kristina Hammer zur neuen Präsidentin der Salzburger Festspiele zu bestellen, geht das Kuratorium einen bewussten Schritt zur weiteren Internationalisierung der Salzburger Festspiele, der Absicherung, Schärfung und des Ausbaues der besonderen Strahlkraft der Marke der Salzburger Festspiele und der Bereitschaft, neue Herausforderungen für die Salzburger Festspiele als weltbestes, klassisches Dreisparten-Festival in Angriff zu nehmen und zu meistern. Ihr erfolgreicher Berufsweg, ihre Integrationsfähigkeit, die lange Verbundenheit zu den Salzburger Festspielen sowie ihr kulturelles Engagement als Mitglied des Vorstandes der Freunde der Oper Zürich haben uns überzeugt“.

Es wird auf alle Fälle spannend, wie wird die Zusammenarbeit mit dem Intendanten Markus Hinterhäuser? Wird sie auch bestehendes Personal austauschen? Die bereits bewilligte große Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser stehen auf dem Plan, wie geht sie damit um?

Wird sie ebenfalls Charisma, Charme und Durchsetzungsvermögen haben? Fragen über Fragen, die wir Medien immer wieder aufgreifen werden.

Statement von Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Ich freue mich, dass wir mit Kristina Hammer eine würdige Nachfolgerin für Helga Rabl-Stadler gefunden haben, die mithelfen wird, die Salzburger Festspiele in ein neues Zeitalter zu führen“.  

Wir können nur hoffen, dass dieses Statement hält, was uns die Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer vermittelt.