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Über Christa Linossi

Ich bin freischaffende Künstlerin, Autorin und Kulturjournalistin. Meine Texte sind keine bloßen Berichte, sondern kleine Szenen, die das aktuelle Kunstgeschehen und die kulturelle Transformation literarisch inszenieren. Für meine Leserinnen und Leser bleibe ich stets am Puls der Zeit – nicht massenhaft, sondern intensiv. Mein Blog ist ein Kammerspiel der Kultur: ein Ort für Kunstaffine, die Tiefe suchen statt Oberfläche. Ich verstehe Kunst als „kulturelle Transformation“ – ein fortwährender Prozess des kritischen Weiterdenkens. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit unterschiedlichsten Kunstrichtungen und sehe im Potenzial der Kunst die Chance, Horizonte zu öffnen und Perspektiven zu verschieben.

2020 geht in die Geschichte ein und das Jahr neigt sich dem Ende zu……..aber wir blicken positiv in die Zukunft!

wünsche ich allen Leser und Leserinnen

LOCKDOWN 3 ZUCKERBROT UND PEITSCHE

Chaotic conditions aktuelle Arbeit © Christa Linossi 2020

Das alte Spiel „Schiffchen versenken“ hat ausgedient, das neue Spiel heißt ab sofort „Wirtschaft versenken“. Für all diejenigen, die dieses Spiel nicht kennen zur Information: https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffe_versenken#Charakter_und_Herkunft

Zur Zeit herrschen chaotische Zustände, kein richtiges Konzept, keine Informationen und von oben herab nur Drohgebärden – Zuckerbrot und Peitsche – und als Draufgabe immer wieder ein Lockdown. Mit Auf- und Zusperren, wird das Virus nicht verschwinden, wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben.

„STEIERMARK SCHAU“ UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM 2021

Am 11. Dezember 2020 wurde eine in einer Corona bedingten virtuellen Pressekonferenz das Programm für das Jahr 2021 präsentiert.

Präsentation des Jahresprogrammes 2021, v. l. n. r.: Alexia Getzinger (kaufm. Direktorin UMJ), Günter Riegler (Kulturstadtrat), Christopher Drexler (Kulturlandesrat) und Wolfgang Muchitsch (wiss. Direktor UMJ), Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

STEIERMARK SCHAU nennt das Universalmuseum Joanneum 2021 die große neue Ausstellung des Landes, die mit April 2021 an Start geht. Die erste Ausgabe wird eine umfassende Selbstreflexion der Steiermark sein. Zu den drei Standorten gehört DAS MUSEUM FÜR GESCHICHTE, DAS VOLKSKUNDEMUSEUM und DAS KUNSTHAUS GRAZ. Des Weiteren wird es einen mobilen Ausstellungspavillon mit der beeindruckenden Fläche von 800 Quadratmetern, der in Wien und an vier Standorten in der „Grünen Mark“ sich ebenfalls mit „dem Steirischen“ auseinandersetzen und zu sehen sein wird. https://www.museum-joanneum.at/ihr-besuch/programmuebersicht/steiermark-schau

Unbekannter Fotograf, Graz, Glacisstraße, Eugen Hauber blickt aus einer Dachluke, September 1926, Multimediale Sammlungen/UMJ Foto: Universalmuseum Joanneum
 

Es wird auch weitere 19 Sonderausstellungen und ein breites Themenspektrum geben. Hier zählen zu den Highlights eine Einzelausstellung der dänischen Künstlergruppe SUPERFLEX im Kunsthaus Graz. Diese dänische Künstlergruppe Superflex setzte in Graz im Kunsthaus bereits in insgesamt fünf Jahren mehrere Projekte um. 2017 machte „C.R.E.A.M.“ den Auftakt, es war der Fetisch-Bankomat im Herzen des Kunsthaus-Foyers. 2018 realisierte die Gruppe in Graz „Free Shop“ und 2019 „Number of Visitors“ und 2020 wurde „Lost Money“ umgesetzt. Den Abschluss bildet eine Einzelausstellung mit Arbeiten der Künstlergruppe im Jahr 2021. Also diese Gruppe hat sich schon in Graz etabliert und es ist keine UNBEKANNTE. Superflex sind eine dänische Künstlergruppe, die 1993 von Rasmus Nielsen (geboren 1969), Jakob Fenger (geboren 1968) und Bjørnstjerne Christiansen (geboren 1969) in Kopenhagen gegründet wurde. https://superflex.net/ https://www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz

Die Neue Galerie Graz führt ihren Künstlerinnen-Schwerpunkt des Jahres 2020 (Ladies First! Künstlerinnen in und aus der Steiermark 1850–1950) fort und widmet sich den „Aspekten des Weiblichen in der zeitgenössischen Kunst“. In der Alten Galerie wird man sich mit Kriegsdarstellungen aus der Frühen Neuzeit auseinandersetzen und im Naturkundemuseum präsentiert man „steirische Goldfunde“ und als Schwerpunkt wird „Klimawandel“ als brisantes Thema präsentiert. https://www.museum-joanneum.at/neue-galerie-graz

Auch das Schloss Eggenberg wird im Jahr 2021 wieder einige interessante Ausstellungen präsentieren. Zum Beispiel die Ausstellung „Der große Tod“ von Stefano della Bellas Allegori oder Jacques Callots berühmte Serie „Die großen Schrecken des Krieges (1633) 

Worum geht es hier? Es sind Szenen des Krieges und des Friedens: Ausbildung, Kriegsgründe und Propaganda, Schlachten und Belagerungen sind ebenso dokumentiert wie das Leben im Lager, Kriegsverbrechen und deren Bestrafung, die Ausbeutung der Zivilbevölkerung, der alltägliche Terror sowie die Masse der Verwundeten, Vertriebenen und Armen. Gezeigt werden hauptsächlich Druckgraphiken, mitunter auch Gemälde, Kleinplastiken, aber auch historische Bücher.
Des Weiteren zeigt man noch „Das Gold der Erzbischöfe“, „Gold, Gold, nur du allein…“ und last not least im Rahmen der Vermittlungsprojekte widmet man sich dem Thema „Klimawandel“. https://www.museum-joanneum.at/schloss-eggenberg-prunkraeume-und-gaerten/ihr-besuch/standortuebersicht


Ich stellte hier nur einen winzig kleinen Ausschnitt aus den 19 Sonderausstellungen vor. Klicken Sie einfach https://www.museum-joanneum.at/ rein und Sie können für sich entscheiden, welche Ausstellung für Sie interessant sein könnte.


Statements zum Programm 2021

Wissenschaftlicher Direktor des Joanneums, Wolfgang Muchitsch „Trotz der aktuellen Beschränkungen der Pandemie werden wir auch im Jahr 2021 mit 23 Sonderausstellungen wieder einen faszinierenden Einblick in die Leistungen unseres Universalmuseums bieten. Highlight ist sicherlich die erste STEIERMARK SCHAU, die in drei unserer Grazer Museen und in einem spektakulären mobilen Pavillon, der durch die Regionen der Steiermark tourt, zur aktiven Auseinandersetzung mit dem, Steirischen‘ einlädt.“

LARS EIDINGER als JEDERMANN

Salzburger Festspiele : Foto- Lars Eidinger © Nils Mueller

Noch wütet die Pandemie, jedoch the Show must go on und die Salzburger Festspiele geben die neuen Darsteller für den JEDERMANN 2021 bekannt, die Feier zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele wird aufgrund der Corona-Pandemie bis 31. August 2021 verlängert.

Tobias Moretti hat den Jedermann abgegeben und so musste man sich einen neuen Jedermann suchen und man fand ihn. Mit LARS EIDINGER als JEDERMANN beginnt auch eine neue Zeitrechnung von Hugo von Hofmannsthals gleichnamigen Drama auf dem Salzburger Domplatz.

Lars Eidinger ist ein unglaublich vielschichtiger Künstler, der auf der Bühne als Hamlet, Richard III. und Peer Gynt – um nur wenige zu nennen – seit vielen Jahren Theaterereignisse schafft. Lars Eidinger wird der Rolle des Jedermann ein ganz neues Leben einhauchen – wie alle großartigen Kollegen vor ihm in den letzten 100 Jahren. Seine große Qualität liegt in der Erarbeitung von äußerst komplexen Figuren: Sie sind direkt, radikal, liebenswürdig, charmant, verführerisch gewinnend und bohren sich in unser Bewusstsein und ins Unbewusste, sodass sie uns dauerhaft begleiten.

Es gibt auch eine neue Buhlschaft, hier handelt es sich um die Schauspielerin Verena Altenberger, eine Salzburgerin die durch den Film „Die beste aller Welten“, bekannt wurde undfür die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Mit Lars Eidinger spielte sie bereits in David Schalkos M – Eine Stadt sucht einen Mörder.

Salzburger Festspiele: Foto-Verena Altenberger © Teresa Marenzi
 

Es gibt auch einige Änderungen bei den weiteren Darstellern hier ein

AUSZUG AUS DEM PRESSETEXT zu den anderen Rollen im Jedermann-Spiel:

Die große Edith Clever prägte, ähnlich wie Lars Eidinger, die Berliner Schaubühne künstlerisch über viele Jahre, und zwar unter der Intendanz von Peter Stein, mit ihrer Darstellung zahlreicher Rollen wie der Lotte in Groß und Klein von Botho Strauß oder der Klytaimnestra in der Orestie. Innerhalb des Jedermann-Ensembles, in dem sie die letzten vier Jahre Jedermanns Mutter gespielt hat, wandert sie und übernimmt den Tod.

Angela Winkler hat Bühnen- und Filmgeschichte geschrieben. Mit Peter Zadek, Robert Wilson und Klaus Michael Grüber hat sie außergewöhnliche Inszenierungen für die Bühne erarbeitet, mit Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff bereits in den 1970er Jahren das deutsche Filmschaffen mit Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Die Blechtrommel maßgeblich mitgestaltet. Angela Winkler spielt Jedermanns Mutter.

Mavie Hörbiger, die wir in den vergangenen vier Jahren als fulminante Werke erleben durften, übernimmt die Rolle des Teufels, der somit zum ersten Mal weiblich wird.

Das wunderbare Vetternpaar spielen auch im kommenden Festspielsommer Gustav Peter Wöhler und Tino Hillebrand.

Neu im Jedermann-Ensemble begrüßen wir den beeindruckenden jungen Schauspieler Anton Spieker, der in der Rolle von Jedermanns gutem Gesell seinen Einstand geben wird.

Jörg Ratjen, der nach seinem Engagement im Ensemble des Burg- und Residenztheaters seit 2013 ein zentraler Spieler am Schauspiel Köln ist, wird in der Rolle des armen Nachbarn zum ersten Mal zu sehen sein.

Der ausgebildete Artist, Balletttänzer und Schauspieler Mirco Kreibich, der lange Jahre Ensemblemitglied im Hamburger Thalia Theater war, übernimmt eine Doppelrolle und gibt zuerst als Schuldknecht und später als Mammon dem Jedermann Kontra.

An seiner Seite ist Anna Rieser, die ebenfalls aus Salzburg stammt und 2019 mit dem Nestroy als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet wurde, Des Schuldknechts Weib.

Die Werke werden vom gesamten Ensemble verkörpert und sind ein Synonym für die Spuren, die das eigene Tun in der Welt hinterlässt.

Kathleen Morgeneyer aus dem Ensemble des Deutschen Theater Berlin, die schon mehrfach in Salzburg gefeiert wurde, unter anderem als Nina in der legendären Inszenierung von Tschechows Die Möwe von Jürgen Gosch wie auch als Johanna in Schillers Jungfrau von Orléans, wird den Glauben spielen.

Aus dem Ensemble 013 wird das Ensemble 021, entsprechend der Jahreszahl dieser bevorstehenden Weiterentwicklung des Jedermann. Mit einer anderen musikalischen Besetzung interpretiert die Live-Band unter der Leitung von Robert Kainar die vielfach neuen Kompositionen von Wolfgang Mitterer.

Bettina Hering, Leitung Schauspiel

Die Spannung bleibt, vorerst wie hat sich die CORONA-Pandemie entwickelt, werden die Salzburger Festspiele wieder „normal“ stattfinden können und wie werden sich der neue Jedermann und die neue Buhlschaft inszenieren?

LOCKDOWN DREI IN SICHT!

während wir gerade wieder einen Lockdown halbwegs überstanden haben, lockt der XXXL Konzern seine Schnäppchen Jäger wieder in seine Location. Der Aufruf der Bundesregierung hat hier keine Wirkung gezeigt!

Während ein Großteil des Kulturbereiches, die Hotellerie und das Gastgewerbe weiterhin geschlossen bleiben müssen, wirbt ein Konzern mit seinen Angeboten wieder tausende Kunden in seine Location und ein Großteil der Bevölkerung wird dies wieder in Anspruch nehmen.

Anleitung: Zuerst zur Schnäppchenjagd, dann zum COVID 19 Test und danach in Quarantäne, das Schnäppchen hat sich dann ausgezahlt! Frohe Weihnachten!

siehe auch https://linossiartstory.wordpress.com/2020/11/09/kunst-und-kultur-wurden-neuerlich-geschlossen/

Antony Gormley – DER BLICK AUF EINEN BILDHAUER

2020 Stillstand für die Kunst, CORONA stoppte alles. Aber ich will Kunst auf meinem Blog vermitteln, so suchte ich in meinem Archiv nach interessanten Künstlern, deren Kunst es wert ist, sie wieder vor den Vorhang zu holen.

Heute geht es um den Künstler Antony Gormley

Antony Gormley, Horizon Field, August 2010 – April 2012; Eine Landschaftsinstallation im alpinen Hochgebirge Vorarlbergs, Österreich; Presented by Kunsthaus Bregenz; Standort: Lech, Kriegerhorn bei Hasensprung Nr. 17; Aufnahmedatum: 10.06.2010 – © Kunsthaus Bregenz, Antony Gormley; Foto: Antony Gormley

Graz wurde 2003 zur Kulturhauptstadt ernannt und hier entdeckte ich erstmals den Künstler Antony Gormley, der für die Kulturhauptstadt eine Installation mit Skulpturen aus lebensgroßen Abgüssen (massives Gusseisen) eines menschlichen Körpers inszenierte. Diese Körper hangen als menschliche Skulpturen kopfüber oder zusammengerollt am Boden liegend im hermetischen Hof des Kulturzentrum Minoriten in Graz. Das Thema „Himmelschwer“ – eine Transformation der Schwerkraft – wurde vom Künstler so konzipiert, dass es unvergesslich im Kopf des Betrachters hängen bleiben musste.

2012 stoß ich erneut wieder auf den Künstler Antony Gormley, der eine interessante LandArt Installation der anderen Art über ein Gebiet von 150 Quadratkilometer in den Bergen von Vorarlberg verteilt inszenierte. Ich berichtete über diese LandArt Installation damals bei dem Online-Magazin KULTURA-EXTRA https://www.kultura-extra.de/kunst/portrait/kurzportrait_antony_gormley.php

Antony Gormley I Horizon Field I Vorarlberg © Kunsthaus Bregenz
my Vorarlberg  Antony Gormley – Horizon Field

Seine Figuren, die aus Gusseisen sind, waren für mich immer wieder eine interessante Geschichte. So gesehen, machte das Kunsthaus Bregenz mit dem Künstler ein Projekt, das als einzigartiges Landschaftsprojekt in Erscheinung trat. 2010 wurde es realisiert, wobei die Vorbereitungszeit für das Projekt „Horizon Field“ bereits fünf Jahre in Anspruch nahm. „Horizon Field“ bestand aus einhundert lebensgroßen Skulpturen, welche über ein Gebiet von 150 Quadratkilometer in Vorarlberg in Bergen verteilt waren und eine horizontale Linie auf 2039 Metern über dem Meeresspiegel bildeten. Es erstreckte sich vom Bregenzerwald bis in das Arlberggebiet. Ein faszinierendes Schauspiel.

Da das Ganze temporär und ein Teil des künstlerischen Konzeptes war, wurden die Skulpturen nach einem gewissen Zeitraum wieder abgebaut. Sie sind leider nicht mehr sichtbar.

Es war eines der gelungensten LandArt-Projekte der seinesgleichen sucht.

Antony Gormley, der mich immer wieder – mittlerweile habe ich einige Ausstellungen von ihm gesehen – fasziniert, zählt für mich zu den wichtigsten und bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer-Künstlern weltweit.

Es ist immer wieder die menschliche Figur, die im Mittelpunkt seines Schaffens steht und ausgehend von seinem eigenen Körper, präsentiert er stets neue skulpturale Konstellationen als Einzelfigur oder in größeren Gruppen angeordnet. Gormley ist ein Suchender, der immer wieder nach neuen Formen sucht und sie wieder als ein neues Kunstwerk entstehen lässt.

Seine Materialien für seine Skulpturen können nicht unterschiedlicher sein. Er stellt sie aus Gusseisen, aus Drahtgeflechten oder anderen Materialien her.

Kunsthaus Bregenz. Wir haben Antony Gormley in London zu Horizon Field interviewt. Das Kunsthaus Bregenz bedankt sich bei seinen Partnern und Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung und die tatkräftige Mitarbeit und Einbringung von Sachleistungen bei der sehr komplexen Umsetzung des Projektes. The Kunsthaus Bregenz would like to thank its partners and sponsors for their generous financial support, their active cooperation, and the materials they donated to ensure the success of this highly complex project. Hauptsponsor (Main Sponsor): Hugo Boss. Partner-Sponsoren (Partner Sponsors): Hypo Landesbank Vorarlberg, Montfort Werbung, Uniqa, Vorarlberger Kraftwerke AG, Vorarlberg Tourismus.

https://www.antonygormley.com/sculpture/chronology

https://www.antonygormley.com/

LIFE IS FULL OF CURVY…

Life is curvy / Current work of © Christa Linossi 2020

Meine Arbeit LIFE IS FULL OF CURVY… und wird zu einer Storytelling oder doch nicht?

Was will ich mit meiner Arbeit ausdrücken? Wir befinden uns zurzeit wie auf einer Formel I Strecke oder auf einer Bergrallye, die sehr kurvenreich sein kann. Manchmal werden wir abrupt abgebremst, dann geht die Show wieder weiter, auch Crashs sind programmiert dann müssen wir manchmal auf der Strecke bleiben. Aber das grüne Blatt gibt uns Hoffnung, dass es auch wieder eine bessere Zeit geben wird.   

DER SCHATTEN…..THE SHADOW…..

Der Schatten aus der Wurzel , aktuelle Arbeit von © Christa Linossi 2020
The shadow from the root

Wir Menschen haben alle Wurzeln in einer Familie, in seiner Herkunft. Doch immer noch werden Menschen entwurzelt, ob durch Krieg oder Vertreibung. Sie sind dann der Schatten, der aus dieser Entwurzelung heraussteigt.

We humans all have roots in a family, in its origins. But people are still being uprooted, whether through war or displacement. You are then the shadow that emerges from this uprooting.

Bitte warten …..Museen und Kulturbetriebe mussten schließen,

während dessen lockte ein XXXL Konzern seine Schnäppchen Jäger während der Lockdown light Phase am Wochenende zu sich! Hier hieß es dann allerdings, bitte warten…den es kamen zu Viele!

Zum Schnäppchen Shopen kamen 8.000 Besucher

Abgesehen von den tollen Angeboten die der Konzern bewirbt, muss man sich die Frage stellen, wie dämlich muss man sein, diesem Lockruf in einer Zeit wo bereits ein Lockdown light stattfindet, zu folgen. Vielleicht sollte man Patienten, die an COVIT-19 erkrankten, einmal zu Wort kommen lassen.

DAS CORONA VIRUS BREMST wieder KULTUR, KUNST UND WIRTSCHAFT!

KELTENMUSEUM HALLEIN würde gerne sein 50. Jubiläum feiern, jedoch das VIRUS stoppte es!

Vor 50 Jahren, am 17. Oktober 1970, wurde das Museum im adaptierten Salinenamtsgebäude, der „Neuen Pfleg“, eröffnet.

5_50 Jahre Keltenmuseum Hallein Außenansicht Keltenmuseum Hallein, 1970
© Keltenmuseum Hallein
4_50 Jahre Keltenmuseum Hallein Außenansicht der „Neuen Pfleg“ (Salinen-verwaltungsgebäude), um 1920 © Keltenmuseum Hallein
2_50 Jahre Keltenmuseum Hallein Außenansicht Keltenmuseum Hallein 2020
© Salzburg Museum/Bianca Würger

Das Keltenmuseum das 1970 gegründet und eröffnet wurde, war eine wegweisende Entscheidung der Stadtgemeinde Hallein. So konnte im Laufe der Jahrzehnte eines der größten Museen für keltische Kultur in Europa entstehen. Es ist international vernetzt und etabliert.

Jedoch was wäre das Keltenmuseum ohne „Die Dürrnberg Forschung – Archäologie einer eisenzeitlichen Salzmetropole“

Ein kleiner Rückblick: Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. begann der prähistorische Salzabbau am Dürrnberg. In der sogenannten Eisenzeit – vor rund 2.600 Jahren – besiedelten dann die Kelten den Dürrnberg.

Die Dürrnberg Forschung ist somit ein wichtiger Fixpunkt im Keltenmuseum.

[1]Bereits vor 200 Jahren wurde mit archäologischen Ausgrabungen am Dürrnberg begonnen und der in Hallein geborene Jurist, Land- und Schiffsrichter Johann Seethaler (1762*-+1848) legte bereits 1831 Beschreibungen und Zeichnungen konkreter Grabanlagen vor. Das Manuskript Seethalers erlangte leider über die engeren lokalen Grenzen hinaus keine nennenswerte Beachtung.

Die moderne Beschäftigung, mit der hallstatt- und latènezeitlichen Vergangenheit der alpinen „Salzmetropole“ wird durch die Dürrnberg Forschung am Keltenmuseum Hallein vorangetrieben, die auf einem stabilen wissenschaftlichen Fundament früherer Forschergenerationen aufbauen kann.

Die Intensität der archäologischen Forschung auf dem Dürrnberg wurde allerdings erst Ende der 1980er Jahre vorangetrieben.1984 wurde das Österreichische Forschungszentrum Dürrnberg (ÖFD) gegründet.

[2]Der Dürrnberg bei Hallein zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten archäologischen Fundorten Europas. Mit 400 aufgedeckten Gräbern bzw. Grabkomplexen, in die im Laufe von etwa 350 Jahren weit mehr als 1000 Tote gebettet wurden, bietet somit der Dürrnberg eine beachtliche Vielfalt an Phänomenen der Hallstatt- und Latènezeitlicher Bestattungssitten.

Eines der jüngsten Siedlungsareale des Dürrnbergs, wurden durch großflächige Grabungsmaßnahmen im Jahr 2015 auf dem Hochbichl dem jetzigen Standort der Emco Privatklinik, Pfostengruben, Trockenmauersetzungen und Schichtablagerungen gefunden, die eine intensive Besiedlung vor allem in der Spätphase des Bergbaues nahelegen.

Links die SIE – einfach zum Nachlesen – vielleicht auch noch interessieren könnten zum Thema DÜRRNBERGFORSCHUNG/KELTENMUSEUM:

https://linossiartstory.wordpress.com/2019/11/10/spektakularer-fund-im-depot-des-keltenmuseum-eines-unscheinbaren-keramikfragment-welches-zu-einer-trinkschale-gehorte-die-vor-2500-jahren-von-griechenland-nach-durrnberg-hallein-gelangte/

https://linossiartstory.wordpress.com/2016/11/12/die-antike-schnabelkanne-vom-duerrnberg-keltenkunst/

Leider hatte das CORONA VIRUS dem Jubiläumsjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht, als Höhepunkt sollten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellen Forschungsergebnisse zur Geschichte und Archäologie der Kelten in 30-minütigen Vorträgen. Ursprung und Herkunft, Alltag und Aussehen, Religion und Mythos der Menschen im Herzen Europas im letzten Jahrtausend vor Christi Geburt.

Der Dürrnberg bei Hallein gilt in mehrfacher Hinsicht als einer der bedeutendsten Fundorte der Eisenzeit in Mitteleuropa. Sein einzigartiger Bestand an archäologischen Quellengattungen aus Bergbauanlagen, Siedlungen und den annähernd 400 bislang bekannten Gräbern der Hallstatt- und Latènezeit bietet Informationen zu einer Vielzahl kulturgeschichtlicher Fragen.

1989 nach fast über 2 ½ Jahrtausenden Salzabbau, wurde der Bergbau von den Salinen Austria stillgelegt und die Mine wird nur noch als Schaubergwerk betrieben.

Das Keltenmuseum Hallein ist eines der größten Museen für keltische Geschichte und Kunst in Europa. Auch die Urgeschichte Salzburgs und die Stadtgeschichte Halleins werden hier lebendig.

https://www.keltenmuseum.at/


[1] Holger Wendling „200 Jahre Archäologie auf dem Dürrnberg“

[2] Ursula Schachinger/ Holger Wendling Numismatik einer Salzmetropole