LARS EIDINGER als JEDERMANN

Salzburger Festspiele : Foto- Lars Eidinger © Nils Mueller

Noch wütet die Pandemie, jedoch the Show must go on und die Salzburger Festspiele geben die neuen Darsteller für den JEDERMANN 2021 bekannt, die Feier zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele wird aufgrund der Corona-Pandemie bis 31. August 2021 verlängert.

Tobias Moretti hat den Jedermann abgegeben und so musste man sich einen neuen Jedermann suchen und man fand ihn. Mit LARS EIDINGER als JEDERMANN beginnt auch eine neue Zeitrechnung von Hugo von Hofmannsthals gleichnamigen Drama auf dem Salzburger Domplatz.

Lars Eidinger ist ein unglaublich vielschichtiger Künstler, der auf der Bühne als Hamlet, Richard III. und Peer Gynt – um nur wenige zu nennen – seit vielen Jahren Theaterereignisse schafft. Lars Eidinger wird der Rolle des Jedermann ein ganz neues Leben einhauchen – wie alle großartigen Kollegen vor ihm in den letzten 100 Jahren. Seine große Qualität liegt in der Erarbeitung von äußerst komplexen Figuren: Sie sind direkt, radikal, liebenswürdig, charmant, verführerisch gewinnend und bohren sich in unser Bewusstsein und ins Unbewusste, sodass sie uns dauerhaft begleiten.

Es gibt auch eine neue Buhlschaft, hier handelt es sich um die Schauspielerin Verena Altenberger, eine Salzburgerin die durch den Film „Die beste aller Welten“, bekannt wurde undfür die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Mit Lars Eidinger spielte sie bereits in David Schalkos M – Eine Stadt sucht einen Mörder.

Salzburger Festspiele: Foto-Verena Altenberger © Teresa Marenzi
 

Es gibt auch einige Änderungen bei den weiteren Darstellern hier ein

AUSZUG AUS DEM PRESSETEXT zu den anderen Rollen im Jedermann-Spiel:

Die große Edith Clever prägte, ähnlich wie Lars Eidinger, die Berliner Schaubühne künstlerisch über viele Jahre, und zwar unter der Intendanz von Peter Stein, mit ihrer Darstellung zahlreicher Rollen wie der Lotte in Groß und Klein von Botho Strauß oder der Klytaimnestra in der Orestie. Innerhalb des Jedermann-Ensembles, in dem sie die letzten vier Jahre Jedermanns Mutter gespielt hat, wandert sie und übernimmt den Tod.

Angela Winkler hat Bühnen- und Filmgeschichte geschrieben. Mit Peter Zadek, Robert Wilson und Klaus Michael Grüber hat sie außergewöhnliche Inszenierungen für die Bühne erarbeitet, mit Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff bereits in den 1970er Jahren das deutsche Filmschaffen mit Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Die Blechtrommel maßgeblich mitgestaltet. Angela Winkler spielt Jedermanns Mutter.

Mavie Hörbiger, die wir in den vergangenen vier Jahren als fulminante Werke erleben durften, übernimmt die Rolle des Teufels, der somit zum ersten Mal weiblich wird.

Das wunderbare Vetternpaar spielen auch im kommenden Festspielsommer Gustav Peter Wöhler und Tino Hillebrand.

Neu im Jedermann-Ensemble begrüßen wir den beeindruckenden jungen Schauspieler Anton Spieker, der in der Rolle von Jedermanns gutem Gesell seinen Einstand geben wird.

Jörg Ratjen, der nach seinem Engagement im Ensemble des Burg- und Residenztheaters seit 2013 ein zentraler Spieler am Schauspiel Köln ist, wird in der Rolle des armen Nachbarn zum ersten Mal zu sehen sein.

Der ausgebildete Artist, Balletttänzer und Schauspieler Mirco Kreibich, der lange Jahre Ensemblemitglied im Hamburger Thalia Theater war, übernimmt eine Doppelrolle und gibt zuerst als Schuldknecht und später als Mammon dem Jedermann Kontra.

An seiner Seite ist Anna Rieser, die ebenfalls aus Salzburg stammt und 2019 mit dem Nestroy als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet wurde, Des Schuldknechts Weib.

Die Werke werden vom gesamten Ensemble verkörpert und sind ein Synonym für die Spuren, die das eigene Tun in der Welt hinterlässt.

Kathleen Morgeneyer aus dem Ensemble des Deutschen Theater Berlin, die schon mehrfach in Salzburg gefeiert wurde, unter anderem als Nina in der legendären Inszenierung von Tschechows Die Möwe von Jürgen Gosch wie auch als Johanna in Schillers Jungfrau von Orléans, wird den Glauben spielen.

Aus dem Ensemble 013 wird das Ensemble 021, entsprechend der Jahreszahl dieser bevorstehenden Weiterentwicklung des Jedermann. Mit einer anderen musikalischen Besetzung interpretiert die Live-Band unter der Leitung von Robert Kainar die vielfach neuen Kompositionen von Wolfgang Mitterer.

Bettina Hering, Leitung Schauspiel

Die Spannung bleibt, vorerst wie hat sich die CORONA-Pandemie entwickelt, werden die Salzburger Festspiele wieder „normal“ stattfinden können und wie werden sich der neue Jedermann und die neue Buhlschaft inszenieren?