KUNST schreit auf!!!

KUNST zeigte schon immer, was in Politik und Gesellschaft schiefläuft oder gelaufen ist.

Zurzeit geht es um die KLIMASITUATION und die Gruppe „Letzte Generation“ will mit ihren Aktionen in Museen aufmerksam machen. Ein berühmtes Klimt Gemälde „Tod und Leben“ wurde mit einer schwarzen Flüssigkeit auf das Gemälde geschüttet. Diese Aktionen sind nicht unbedingt der richtige Weg, um ein Umdenken in der breiten Öffentlichkeit zu erreichen. 

Anders sehen Aktionen aus, wo Künstler ihre eigenen Werke zerstören und somit auch AUFMERKSAMKEIT erzielen. Beispiel wie Banksy, einer der berühmtesten Graffiti Maler, der bei einer Versteigerung sein Bild „Girl with Balloon“ schredderte. Er ist der Künstler, der immer wieder auf Politische und Gesellschaftliche Probleme hinweist. Oder der Künstler Gustav Metzger – Vertreter der Aktionskunst, der seinerzeit gegen nukleare Waffen demonstrierte – der in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg die so genannte „autodestruktive Kunst“ schuf und in seinen Gemälden Säure versteckte, die dann langsam die Leinwand zerfraß.

Video über die Übermalung des Kunstwerkes „5 vor 12“ von Hermann Präg. Filmaufnahme von Ulrike Schmid und dem Künstlerkollektiv „RatAess“

Eine interessante Aktion fand bei der Vernissage der Mitgliederausstellung „ALLE“ – wo 149 Künstler: innen das gesamte Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis in Bregenz bespielen und ihre Werke präsentieren – statt.

Der Künstler Hermann Präg zerstörte mit einem Spray während der Vernissage sein Kunstwerk „5 vor 12“. Der Titel des Werkes von Präg weist schon daraufhin, dass es schon zu spät ist und Politik und Gesellschaft alles daransetzen müssten, um endlich etwas zu bewegen, um das Ruder noch herumzureißen.

Der Künstler Hermann Präg der sein Werk „5 vor 12“ bei der Vernissage übermalte. Foto: © Ulrike Schmid

Die Zerstörung seines Bildes sei Ausdruck von Ohnmacht, sagt der Künstler zu seiner Aktion. Diese Aktion reiht sich zwar thematisch in die Proteste der Aktivisten der vergangenen Wochen ein, ist aber doch ganz anders, denn der Künstler zerstörte sein eigenes Kunstwerk.

Auf alle Fälle hat Hermann Präg mit seiner Aktion während der Vernissage großes Aufsehen erregt. Sogar der ORF Vorarlberg-heute übertrug diese Aktion (nachzusehen in der ORF TVThek) Der Direktor Thomas Trummer vom Kunsthaus Bregenz nahm ebenso Stellung zu dieser Aktion und erwähnte in seinem Statement: „Dass die Museen nun zum Schauplatz werden, ist zwar eigenartig und man hat das Gefühl, man schlägt den Sack und nicht den Esel, aber trotzdem spürt man auch, wie bedeutend und wichtig Kunstwerke sind und dass sie großes Aufregen erzeugen können und auch wollen“.    

https://praeg-lichtkunst.at/

Wer SUCHET, der FINDET!

Wen, werden Sie fragen? Gefunden wurde der neue JEDERMANN und die neue BUHLSCHAFT für die Salzburger Festspiele 2023

Nachdem Lars Eidinger und Verena Altenberger sich von den Salzburger Festspielen verabschiedet haben und 2023 nicht mehr zur Verfügung stehen, musste man sich auf die Suche machen, um die Titelrollen des JEDERMANN wieder neu zu besetzen.

Heute wurde es bei der Pressekonferenz im Künstlerhaus in Wien bekanntgegeben, wer den Jedermann und die Buhlschaft spielen wird.

Den JEDERMANN 2023 wird der Schauspieler Michael Maertens verkörpern. 1963 in Hamburg geboren, studierte er an der Otto Falckenberg Schule in München und 1989 ans Hamburger Thalia Theater. 2014 wurde er auf der Berlinale mit dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet. Maertens wurde zudem 2016 mit dem Gordana Kosanović-Schauspielerpreis für besondere schauspielerische Leistungen und dem Deutschen Comedypreis in der Kategorie „Beste TV-Komödie“ (Vorsicht vor Leuten) ausgezeichnet. Zuletzt spielte er in Salzburg 2017 den „Narr“ in Aribert Reimanns Lear (Regie: Simon Stone) in der Felsenreitschule.

Die BUHLSCHAFT 2023 wird die junge Schauspielerin Valerie Pachner spielen. Sie wurde 1987 in Wels, Oberösterreich, geboren. Sie lebte nach ihrem Schulabschluss ein Jahr in Honduras und belegte danach in Wien das Studium der Internationalen Entwicklung. Parallel dazu studierte sie Germanistik und die Leidenschaft zur Schauspielerei wurde immer stärker und so absolvierte sie von 2009 bis 2013 das Max Reinhardt Seminar. Sie wurde 2016 für ihre Darstellung der Wally Neuzil in Egon Schiele: Tod und Mädchen 2016 mit dem österreichischen Filmpreis und den Romy als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Erstmals bei den Salzburger Festspielen war Valerie Pachner 2018 im Rahmen einer Lesung mit Prosa von David Grossman zu Gast.

2023 wird die Medienwelt wieder genau hinsehen, wenn es am Domplatz / Großes Festspielhaus wieder heißt:

Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Premiere: 21. Juli 2023, 21.00 Uhr

13 weitere Vorstellungen bis 29. August 2023 https://www.salzburgerfestspiele.at/