LARS EIDINGER – „JEDERMANN“ DARSTELLER mit einer Leica M11 auf der Suche, nach Verborgenem!

Das „Black & White Thinking“, wie der Titel der Ausstellung, ist die Tendenz, in Extremen zu denken.

Schauspieler und „Jedermann“ Darsteller Lars Eidinger / Foto: © Christa Linossi 2022

ist auch unter den Fotografen-Künstlern angesiedelt. Die Leica Galerie Salzburg drückte im eine Leica M11 in die Hände und wollte zusehen was herauskommt!

Copyright Lars Eidinger/ Leica Galerie Salzburg

Es ist eine großartige Ausstellung mit interessanten Alltagsgeschichten herausgekommen. Lars Eidinger hat die Fotografie-Kunst mit einem ganz eigenen Fingerabdruck, dem Gespür für das soziale Ungleichgewicht und einem Hang zum Grotesken mit der Leica M11 einfach umgesetzt.

Copyright Lars Eidinger/ Leica Galerie Salzburg
Copyright Lars Eidinger/ Leica Galerie Salzburg

Nachdem die Nummer 11 sein Schicksal ist und ihn lebenslang schon in der Zahlen Skala begleitet, konnte nur gutes entstehen. Abgesehen davon ist er ein vielseitiger Künstler und hat keine Scheu, sich unter das Publikum zu mischen, ein Künstler zum Angreifen.

Copyright Lars Eidinger/ Leica Galerie Salzburg

Seine Bilder sind ein unverfälschtes Zeitdokument. „Meine Bilder stehen in der Tradition des Objet Trouvé. Die Motive finde ich so vor. Ich inszeniere oder manipuliere sie nicht. Sie sind allgegenwärtig, aber wenn man sich ihnen verschließt, bleiben sie im Verborgenen. Mich interessiert das Unsichtbare, das was sich hinter der Illusion verbirgt, das Verdeckte. Die Welt ist das Chaos. Das Nichts ist der zu gebärende Weltgott, wie es bei Georg Büchner heißt“. So der Schauspieler, Künstler und DJ Lars Eidinger.

Copyright Lars Eidinger/ Leica Galerie Salzburg

„For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so.“ Hamlet

Die Ausstellung ist sehenswert

Die Ausstellung ist in der Leica Galerie Salzburg noch bis September 2022 unter dem Titel „Black & White Thinking“ zu sehen.

151 Jahre Bildhauer Stadt Hallein

Wussten Sie, dass in Hallein nicht nur Salz abgebaut wurde, sondern es auch eine Bildhauer Stadt ist? Nein, dann haben Sie jetzt die Möglichkeit dazu. Die HTL Hallein feiert ihr 151-jähriges Jubiläum.

151 Jahre Bildhauerstadt Hallein / Foto: © Christa Linossi
Der „Salzachschiffer“ von Oliver Gogl, Thomas Lorber am Brückenpfeiler Kühbrücke Foto: © Christa Linossi

Interessant am Rande, dort wo Salz abgebaut wird, wurde, befinden sich auch die Bildhauer oder Holzschnitzer. Mit der Gründung der sogenannten „Schnitzer Schule“ durch die k. u. k. Monarchie vor knapp 150 Jahren wurde auch die Abteilung Kunst & Design installiert und ist somit die älteste Abteilung der HTL Hallein.

HTL HALLEIN / Foto: © Christa Linossi

In Hallein handwerkten schon die Kelten und später die Bergknappen. Die HTL Hallein entwickelte sich über viele Jahrzehnte als Fachschulausbildung nicht nur im Stein- und Bildhauerbereich, sondern auch im Metall- wie technischen Bereichen.

Tradition und Fortschritt bilden die Eckpunkte für DIE SCHULE DER VIELFALT!

Ferdinand Böhme „Maria mit Milchzitze“ 1998 Foto: © Christa Linossi

In der Vergangenheit ist die HTL Hallein nie so richtig im Blickfeld gestanden, aufgrund von engagierten Lehrern machte man Aufmerksam, dass diese Schule heuer ihr 151. Gründungsjahr feiert und so kam es zu dieser Sonderausstellung, was auch Einblick in die hohe Kunst der Bildhauerei gibt.

Jana Büttne „Awakening“ 2022 Foto: © Christa Linossi

Absolventen der Schule, legten sich ins Zeug und ließen schöne Kunstwerke entstehen. Die Kunst der jungen Bildhauer*innen sind zu sehen im Ziegel Stadl, Saline, und in der HTL Hallein, auch in der Brennerei Guglhof und eine Ausstellung findet in der Galerie Schloss Wiespach und im Kunstraum Pro Arte statt.

Ute Wilfing „Massenmanipulation“ 1989 Foto: © Christa Linossi

Viele bedeutende Bildhauerische Objekte von berühmten Künstlern, die ebenfalls in der HTL als Schüler begannen oder dort ein Lehramt innehatten sind in der Stadt Hallein zu sehen. Zum Beispiel: vom Bildhauer Josef Zenzmaier „Bronzemädchen“ am „Pflegerplatz“ vor dem Keltenmuseum oder von Bernhard Prähauser der „Salzträger“ an der Anton-Neumayer-Brücke. Der „Salzachschiffer“ von Oliver Gogl, Thomas Lorber am Brückenpfeiler Kühbrücke. Auch der mittlerweile weltberühmte Gilbert (Gilbert & George – zu besichtigen im Keltenmuseum), der ursprünglich aus St.Martin in Thurn in Südtirol stammt, war vor seiner Weltkarriere Schüler der Bildhauerschule Hallein.

Ferdinand Böhme „Ganga“ 2019 Foto: © Christa Linossi

Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie die Stadt Hallein, das Keltenmuseum und die Ausstellungen der insgesamt 78 Bildhauer*innen mit ca. 243 Objekten. Sie werden es nicht bereuen, die Ausstellung verdient das Prädikat: „Sehenswert“.

Dauer der Ausstellung: bis 25. August 2022

Foto: © Christa Linossi

Jeweils: Dienstag bis Sonntag, 13:00 – 19:00 Uhr (Montag geschlossen)

SALZBURGER FESTSPIELE 2022 – in unruhigen Zeiten wie diesen – ist eröffnet!

„Die Kunst ist eine Sprache, die Verborgenes aufdeckt, Verschlossenes aufreißt, Innerstes fühlbar macht, die mahnt – erregt – erschüttert – beglückt“ Zitat: Nikolaus Harnoncourt 1995

Die Salzburger Festspiele wurden am Dienstag, 26.07.2022 feierlich eröffnet.

Der Schriftsteller / Festredner: Ilija Trojanow
Foto: © Thomas Dorn

Festredner der diesjährigen Salzburger Festspiele war ILIJA TROJANOW. Der Titel der Festrede lautete: „Der Ton des Krieges, die Tonarten des Friedens“.

Intendant Markus Hinterhäuser sah – angesichts der aktuellen Weltsituation“ in Ilija Trojanow einen idealen Festredner. Er ist im besten Sinne eine Weltensammler – so auch der Titel seines bekannten, 2006 veröffentlichen Romans.

Trojanow begibt sich immer wieder auf die Suche – ständige Bewegung zwischen Sprachen, Kulturen und Epochen – nach komplexen Wahrheiten und Weltsichten, nach Wegen, Freiheit zu erfahren und zu einer humanen Übereinkunft zu gelangen. Gleichzeitig ist er Mahner für Toleranz und Diskurs, zählt zu einen den bedeutendsten und engagiertesten Schriftstellern unserer Zeit.

Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, 1971 Flucht aus Bulgarien, Asyl in Deutschland, aufgewachsen in Nairobi, studierte Jura, Ethnologie und Havarie in München. 1989 gründete er den Marino Verlag für Bücher über Afrika. Als Autor, Übersetzer und Publizist lebte Ilija Trojanow von 1998 bis 2003 in Bombay, von 2003 bis 2006 in Kapstadt. Seit 2008 ist er in Wien und Stuttgart zu Hause.

Eröffnungsansprache von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen anlässlich der Salzburger Festspiele 2022. Video: Salzburger Festspiele 2022

Die Festspiele sind somit eröffnet, die Premieren der Opern, Schauspiel und Konzerte finden bereits täglich statt. Auftakt der Festspiele ist wie jedes Jahr: Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes JEDERMANN. Dieses Schauspiel wird im Jahr 2023 einen neuen JEDERMANN und eine neue BUHLSCHAFT benötigen. Lars Eidinger und Verena Altenberger werden sich verabschieden und nicht mehr zur Verfügung stehen. Lars Eidinger hat ein Angebot aus den USA bekommen und Verena Altenberger will sich dem Theater zu wenden.

Nun bekommt die Rotation wer wird der neue JEDERMANN sein? Der schon lange als „Jedermann“ gehandelte Schauspieler Philipp Hochmair? Wird er es diesmal schaffen? Wer die Buhlschaft verkörpern wird, hier ist noch nicht wirklich etwas durchgesickert.

Es bleibt spannend. Spannend deshalb auch, wie kommt die neue Präsidentin Dr. Kristina Hammer bei der Gesellschaft und bei der Presse an?

https://www.salzburgerfestspiele.at/