Otto-Breicha-Preis für Fotokunst im Museum der Moderne Salzburg

Künstlerin Marina Faust und Direktor Sadowsky MDM bei der Preisübergabe 2020 / Foto: Wildbild

verliehen wurde der Preis an:

Marina Faust (1950 Wien) Sie ist die 17. Preisträgerin des seit 1983 vergebenen Fotopreises am Museum der Moderne Salzburg.

Marian Faust @ Museum der Moderne 2020 / Foto: wildbild

Der Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg wird in Erinnerung an den wohl wichtigsten Förderer zeitgenössischer Fotografie in Österreich alle zwei Jahre von der Familie Breicha gestiftet.

Begründung der Jury zur Vergabe des Otto-Breicha-Preises 2019 an Maria Faust:

„Das Werk von Marina Faust ist facettenreich und erstreckt sich mittlerweile über mehr als vierzig Jahre. Sie hat viel in Paris gearbeitet, aber immer Kontakt zu österreichischem Künstler*innen gehalten und gemeinsam mit ihnen performative Projekte realisiert. Aus ihren angewandten Arbeiten hat sie immer wieder eigenständige fotografische Arbeiten entwickelt. Für die Jury war es überzeugend, wie Marina Faust in den letzten Jahren neue ästhetische und materielle Formen für Arbeiten aus ihrem persönlichen Archiv geschaffen hat.“

Mariana Faust Otto-Breicha-Preis, Ausstellungsansicht @ Museum der Moderne 2020 /
Foto: Rainer Iglar

Das Rupertinum zeigt eine umfangreiche Ausstellung der Künstlerin. Mich persönlich haben die Arbeiten Pigmentdruck auf Seidenpapier beeindruckt.

Ein kurzes Gespräch mit der Künstlerin, wie die Herangehensweise an diese Arbeiten war, ihr Schwerpunkt liegt vorwiegend auf Fotografie, erklärte mir die Künstlerin folgendes: „Eigentlich wäre ich Malerin, Malerei faszinierte mich immer schon, aber wie es im Leben so oft ist, es kommt anders als man will, und so landete ich bei der Fotografie.

Zu den aktuellen Arbeiten Pigmentdruck auf Seidenpapier kam ich auf eine einfache Art und Weise. Ich sah bei Kindern, die aus bunten Bastelbögen Figuren rissen und diese in einer Art und Weise zu verschiedenen Objekten wieder zusammenfügten, kam mir die Idee, dies wäre ein Versuch wert, etwas neues zu gestalten,  so begann ich ebenfalls aus diesen farbigen Bastelbögen verschiedene Formen zu reißen, die dann letztendlich doch ein „Face“ ergeben sollten. Diese neu entstandenen Formen fotografierte ich und druckte sie entweder in Pigment- oder Inkjetdruck auf Seidenpapier aus. Auf diese Arte und Weise entstanden diese interessanten und neuen Arbeiten“.

Marina Faust Possible Candidate, 2017 Inkjetdruck auf Seidenpapier @ Marina Faust

Mir persönlich gefallen die Arbeiten sehr gut, weil es eine neue Art und Herangehensweise an Kunst in Form von doch von ausdrucksstarken „Faces“ sind. Das Seidenpapier in den verschiedenen Farben ergeben wieder die Kraft des Objektes.(Fakt ist: auch von Kindern kann man viel lernen). So sind Kunst und Fotografie für die Künstlerin nicht statisch, sondern flexibel und wandelbar.

Marina Faust Most Moonlight, 2020 Pigmentdruck auf Seidenpapier @ Marina Faust

Weiteres befasst sich die Künstlerin mit Traveling Chairs. Sie werden jetzt fragen was ist das? Hier experimentierte die Künstlerin mit Sesseln, auf die hohe Industrierollen montiert sind, sodass die darauf sitzende Person jeweils nicht mehr mit den Füßen den Boden erreichen kann und sie zur Fortbewegung auf die Hilfe anderer Personen angewiesen ist. Rollstühle in Form von Kunst? So entsteht auch eine spezifische Form der Abhängigkeit der „reisenden“ Person von der „schiebenden“.

Der Stuhl Traveling Chairs hier schiebt der Direktor Sadowsky eine Journalistin in der Ausstellung / Foto: Christa Linossi

Die Besucher*innen der Ausstellung sind somit eingeladen, mit den Traveling Chairs eine Reise durch die Stockwerke des Rupertinums zu unternehmen und so die Werke von Marina Faust aus einer ungewohnten Perspektive zu erkunden.

Eine Ausstellung, die auch andere Perspektiven zulässt.

https://www.museumdermoderne.at/de/ausstellungen-veranstaltungen/detail/marina-faust-otto-breicha-preis-fuer-fotokunst-museum-der-moderne-salzburg-2019/

EUROPA MELDE DICH ZURÜCK !

Cover K&S

Worum geht es in diesem Buch? 

Helmut Brandstätters Kenntnisse und Erfahrungen in Sachen Europapolitik spiegeln sich in diesem Buch wider. Sein Vorwort in diesem Buch bezieht sich auf das Corona-Virus, welches Europa und die Welt durcheinanderwirbelten. Das Virus kam, wo Europa bereits in einer schwierigen Lage war: Handelskrieg zwischen den USA und China, die EU schaut hilflos zu, leidet jedoch unter den Auswirkungen. Wir sind für die USA kein Partner mehr, sondern werden als Konkurrent auf dem Weltmarkt eingestuft. Dann kommen aufgrund der Pandemie (Corona-Virus) noch die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Probleme hinzu. Die wirtschaftlichen Auswirkungen Europas werden verstärkt im Jahr 2021 auftreten.

 Europa hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert (zwischen 1990 – 2020) 1989 war der Fall der Berliner Mauer, acht kommunistische Staaten traten 2004/2007 der Europäischen Union bei. 2008 die große Wirtschaftskrise nach den Lehman Crash. Der Rechtspopulismus tritt immer mehr und mehr in den Vordergrund, Rückfall in autoritäre und korrupte Strukturen. 2020 Ausbruch der Pandemie und hier stellte sich Brandstätter mit Berechtigung die Frage? „Schaffen wir es, gemeinsam aus der Krise zu kommen? Bekämpfung des Virus, Politiker, die den Rechtsstaat versuchen zu umgehen verstärkt auch im Westen? Droht Europa die Gefahr eines neuen Kriegs?“ Könnte das Friedensprojekt EUROPA in Gefahr sein? Brandstätter versucht mit seinem Buch zu vermitteln, dass es viele Probleme gibt und dies bereits abseits vor der COVID-19 Krise. Schon vor der Corona Krise wurden autoritäre Methoden des Regierens in Europa verstärkt sichtbar. Rechtsruck? Dieses Virus zeigt viele Tendenzen, die seinerzeit noch etwas im Hintergrund waren, auf und zeigen dem „Projekt EUROPA für FRIEDEN und FREIHEIT“ wo Gefahren drohen!

Das Buch wurde in 15 Kapiteln aufgegliedert.

Zitat von Hans-Dietrich Genscher 2015: „Unsere Zukunft ist Europa – eine andere haben wir nicht!“

Dieses Buch ist es wert zu lesen? 

Es gibt Einblick in die derzeitige Lage, in der sich Europa befindet. Wer sich für das Projekt „Europa für Frieden und Freiheit“ interessiert, sollte das Buch auf alle Fälle lesen. Manchmal wäre es aber auch gut, wenn es auch Personen lesen würden, die mit Politik und Europa nicht viel am Hut haben, um einfach mal hinter die Kulissen zu schauen und sich nicht immer von Falschmeldungen beirren zu lassen.  

Ein gemeinsames Europa ist heute wichtiger als je zuvor. Wir müssen unabhängig von den USA und China werden, die Pandemie hat es uns vor Augen gehalten, wie abhängig wir geworden sind.

DER AUTOR

Dr. jur. an der Universität Wien, 1982–1997 beim ORF in Wien, Bonn und Brüssel als Redakteur, Korrespondent, Hauptabteilungsleiter Politik und Zeitgeschehen und Moderator REPORT, 1997–2003 Chefredakteur und Geschäftsführer n-tv, Berlin, 2003–2005 Mitgründer und Geschäftsführer PulsTV. 2005–2010 Eigentümer einer Beratungs- und Kommunikationsagentur. 2010–2018 Chefredakteur, 2013–2019 Herausgeber des KURIER. Seit 2019 Abgeordneter zum Nationalrat für die NEOS.

Erschienen ist das Buch: im Kremayr & Scheriau 2020 1. Auflage / ISBN 978-3-218-01223-2