Faszination Krampus: Masken und Bräuche im Keltenmuseum

Ausstellung im Keltenmuseum Krampus & Co / Foto: © Christa Linossi 2024

Es ist wieder so weit: Der Advent steht vor der Tür. Das Keltenmuseum lädt zu einem faszinierenden Erlebnis ein. Der Krampus hat Einzug gehalten! Doch dieses Mal präsentiert er sich nicht in seiner schrecklichen Gesamtheit, sondern durch die kunstvollen Masken, die ihn verkörpern.

Das Keltenmuseum bietet in dieser neuen Sonderschau einzigartige Einblicke. Ein abwechslungsreiches Programm begleitet die kunstvolle Herstellung von Krampus- und Perchtenmasken. Von traditionellen Motiven bis hin zu modernen Interpretationen – die Ausstellung zeigt die ganze Bandbreite dieser beeindruckenden Maskenkunst.

Ausstellung im Keltenmuseum Krampus & Co / Foto: © Christa Linossi 2024

Brauchtum rund um Krampus & Co

Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts etablierte sich der Brauch des „Einkehrbrauch“. Der Heilige Nikolaus trat zusammen mit dem Krampus auf. Sie erschienen in den Häusern, begleitet von furchteinflößenden Gestalten, Teufeln und Tiermasken. Während Nikolaus die Kinder beschenkte, war es die Aufgabe des Krampus, sie zu bestrafen. Ferner existiert das Perchtenbrauchtum, bei dem die „Schiachperchten“ dem Krampus ähnlich sind. Anfangs wurden die Perchten von jungen, unverheirateten und wehrfähigen Männern getragen.

Viele Verbote und Gerichtsprotokolle wurden von 1662 bis 1792 verzeichnet. Diese Dokumente zeigen, dass die Salzburger Erzbischöfe die Maskierten als Kritiker, Unruhestifter und unsittlich Handelnde betrachteten. Beinahe in Vergessenheit geraten, erlebte das Brauchtum im 19. Jahrhundert eine Renaissance, allerdings ohne die einst strengen Regeln.

Ausstellung im Keltenmuseum Krampus & Co / Foto: © Christa Linossi 2024

Das Keltenmuseum möchte mit dieser Ausstellung das Handwerk erneut ins Zentrum rücken. Früher standen Krippenausstellungen im Vordergrund, doch dieses Jahr ist der Krampus an der Reihe. Der Schwerpunkt liegt auf dem Schnitzhandwerk und verweist somit auch auf die Bildhauerkunst-Tradition in Hallein und der umliegenden Region. Das Maskenschnitzen stellt ein blühendes Geschäft dar und bildet eine wirtschaftliche Grundlage für Bildhauerinnen und Bildhauer.

Ausstellung im Keltenmuseum Krampus & Co / Foto: © Christa Linossi 2024

Über 40 Masken wurden in den Ateliers von fünf Schnitzkünstlern gefertigt. Diese Künstler kommen aus dem Tennengau und Bayern. Diese Ausstellung demonstriert die Vielfalt der Maskenschnitzkunst.

Hallein und die Kunst des Schnitzens

Das Schnitzhandwerk hat in Hallein und im benachbarten Bayern eine lange Tradition. Bereits im Erzbistum schnitzten Bergknappen und Sudhausarbeiter diverse Gebrauchsgegenstände. Die Holz-Figuren-Schneide-Lehranstalt, die ab 1. Jänner 1871 als erste berufsbildende Schule der österreichisch-ungarischen Monarchie geführt wurde, hat diesen Handwerkszweig stark geprägt. Heute vermittelt der Ausbildungszweig Bildhauerei an der HTBLA Hallein als Fachschule und Meisterschule praxisbezogenes Handwerk.

Ausstellung im Keltenmuseum Krampus & Co / Foto: © Christa Linossi 2024

Aus besonderem Holz geschnitzt

Die Schnitzer verwenden gerne das butterweiche Holz der Weymouth-Kiefer – auch als Seidenkiefer oder Strobe (Pinus strobus) bekannt. Der immergrüne Nadelbaum ist der offizielle Staatsbaum der US-Bundesstaaten Maine und Michigan. Neben Zirbe und Linde ist das Holz der Weymouth-Kiefer ein perfektes Schnitzholz und kostet nur etwa ein Viertel von Zirbenholz. Außerdem hat es weniger Äste und damit eine glattere Oberfläche. Aus einem 40 cm breiten Stamm schnitzt zum Beispiel Andreas Rettenbacher (Bildhauer) vier Masken. Er bezieht das Holz der Weymouth-Kiefer aus dem Kobernaußerwald in Oberösterreich. Für die Herstellung einer Maske benötigen die Schnitzer etwa 25-30 Stunden. Da das fertige Werk bis zu 13 Kilo wiegen kann, ist dies auch eine körperliche Herausforderung bei Krampusläufen.

Die Ausstellung ist sehenswert

Falls Sie sich für Brauchtum interessieren, dann verpassen Sie nicht die Ausstellung „Krampuse & Co“ im Keltenmuseum. Ein Besuch im Keltenmuseum lohnt sich immer. Es gibt faszinierende Krampusmasken zu sehen. Außerdem finden Sie historische Exponate wie die verzierten Gewandspangen der Kelten. Hier gibt es viel zu entdecken!

Die Ausstellung läuft noch bis 2. Februar 2025

https://www.keltenmuseum.at/ausstellungen/

„Farbexplosion und künstlerische Tiefe: Christian Ludwig Attersee im Rampenlicht“

Künstler Christian Ludwig Attersee vor seinem Werk „Feuchte Stelle“ in der Galerie Frey in Salzburg/ Foto: © Christa Linossi 2024

Inmitten des künstlerischen Treibens in Salzburg bin ich kürzlich auf eine besondere Ausstellung in der Galerie Frey gestoßen. Die Galerie veranstaltete ein exklusives Kunst-Frühstück mit dem renommierten Künstler Christian Ludwig Attersee, der persönlich anwesend war und seine Werke präsentierte.

Christian Ludwig Attersee „Feuchte Stelle“ Acryl & Leimfarbe auf Leinwand Foto: © Christa Linossi 2024

Diese Gelegenheit ermöglichte mir ein direktes Gespräch mit dem Künstler Christian Ludwig Attersee. Das Gespräch war voller spannender Einblicke in seine einzigartigen Arbeitsmethoden. Er zeigte sein tiefes Verständnis von Farben und Materialien. Besonders seine Erklärung der Unterschiede zwischen Öl- und Acrylfarben hinterließ einen bleibenden Eindruck. Sie eröffnete mir neue Perspektiven auf die Welt der Kunst.

Christian Ludwig Attersee „Schattensammler“ Acryl & Lack auf Leinwand Foto: © Christa Linossi 2024

Attersee erklärte mir, dass sich Ölfarben im Laufe der Jahre verändern und sogar brüchig werden können. Im Gegensatz dazu behalten Acrylfarben ihre Farbintensität auch nach vielen Jahren, genau wie am ersten Tag. Diese Beständigkeit ist einer der Gründe, warum Attersee ausschließlich mit Acrylfarben arbeitet. Es war faszinierend zu hören. Er setzt sich sorgfältig mit den Materialien auseinander. Er wählt die besten Werkstoffe für seine Kunst.

Christian Ludwig Attersee „Woran hängt man“ Acryl & Lack & Farbkreide auf Karton Foto: © Christa Linossi 2024

Ein weiteres faszinierendes Gesprächsthema war die Erwähnung einer speziellen Orangefarbe, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert existierte, aber heute nicht mehr nachgebildet werden kann. Trotz vieler Versuche, diese Farbe wiederherzustellen, waren alle Anstrengungen bisher vergeblich. Diese Farbe erinnert an ein herbstliches Blatt, das von der Sonne durchflutet wird. Sie leuchtet in einem einzigartigen Glanz, der sich irgendwo zwischen Orange und Gelb bewegt. Sie repräsentiert eine verlorene, aber wertvolle Nuance, die die Lebendigkeit der Natur widerspiegelt. Darüber hinaus ist Orange eine lebhafte und energiereiche Farbe, die eine bedeutende psychologische Wirkung und Bedeutung besitzt.

Faszinierend ist auch seine Vorgehensweise bei der Schaffung seiner Kunstwerke. Attersee berichtete, dass er seine Themen auf seinen Streifzügen entdeckt, die seine Neugier entfachen. Vor allem Wasser und Menschen, sowie Erotik, sind es, die ihn inspirieren. Entdeckt er solche Motive, weicht er vom bekannten Weg ab. Er begibt sich auf Erkundung unbekannter Pfade, ohne konkretes Ziel. So ist jedes seiner Kunstwerke einzigartig, kein Werk gleicht dem anderen. Diese spontane und offene Art der Entdeckung spiegelt sich in seiner Kunst wider. Sie schafft eine tiefe Verbundenheit mit der Welt um ihn herum.

Die Ausstellung „Kusslicht“ in der Galerie Frey in Salzburg ist eine hervorragende Gelegenheit. Besucher können die Werke von Christian Ludwig Attersee erleben und in seine künstlerische Welt eintauchen. Seine Arbeiten beeindrucken nicht nur visuell. Sie sind auch mit fesselnden Geschichten und Kontexten unterlegt. Diese Geschichten und Kontexte erwecken seine Kunstwerke zum Leben.

Erforschen Sie die Bildwelten von Christian Ludwig Attersee und nehmen Sie sich Zeit, seine Werke zu betrachten. In ihnen finden Sie zahlreiche Details, die Geschichten erzählen.

Christian Ludwig Attersee ist ein bedeutender österreichischer Künstler. Er war der große Einzelgänger der österreichischen Kunst der 60er Jahre. Er diente als Gegenpol zum Wiener Aktionismus.  Seit Attersees ersten Gegenstandserfindungen (1964-66) im Bereich der Erotik und des Alltags hat Attersee eigenständige Ideen entwickelt. Er hat einen Beitrag zur europäischen Pop Art geleistet.  Attersee gilt aber vor allem als einer der bedeutendsten Vertreter der gegenständlichen Malerei Europas der letzten 50 Jahre.

Er verbrachte seine Jugend in Aschach bei Linz und am Attersee in Oberösterreich. Er war einer der großen Segelsportler Österreichs. Daher das Pseudonym Attersee.

https://www.galerie-frey.com/exhibitions/kusslicht#kuenstler

http://www.attersee-christian-ludwig.at/de/biografie

Die Ausstellung läuft noch  bis 18.01.2025 in der Galerie Frey Salzburg

Lithografie und Solnhofener Schiefer: Tradition trifft Kunst

Für das 70jährigen Jubiläum der Grafischen Werkstatt im Traklhaus wurden künstlerische Fotografien der Werkstatt aufgenommen. 70 Jahre grafische Werkstatt Foto Christian Jammernegg

70 Jahre grafische Werkstatt Traklhaus: Ein Erbe der Kunst und Kreativität

Wie alles begann: Die grafische Werkstatt Traklhaus ist seit 70 Jahren ein zentraler Akteur in der zeitgenössischen Kunstszene. Sie hat eine lange Geschichte. Die Werkstatt engagiert sich für die Förderung und Präsentation neuer künstlerischer Talente. Dadurch hat sie sich als unverzichtbare Institution etabliert. Diese Werkstatt hat zahlreiche bedeutende Ausstellungen kuratiert. Sie hat viele Künstler unterstützt. Außerdem fungiert sie als lebendiger Ort des Austausches und der Inspiration. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die beeindruckende Geschichte und die anhaltende Relevanz dieser einzigartigen Einrichtung.

Die Künstler Gustav Kurt Beck und Slavi Soucek gründeten 1952 eine Galerie für zeitgenössische Kunst in Salzburg. Die „Galerie Kunst der Gegenwart“ sollte aktuelle Tendenzen in der bildenden Kunst ausloten. Sie sollte diese präsentieren und fördern. Außerdem sollte sie durch den Erwerb und Verlag von Grafiken eine repräsentative Sammlung aufbauen. Diese Vision blieb bestehen. 1954 richtete die Galerie eine „Graphische Versuchswerkstätte“ ein. Dies schuf eine Grundlage für Produktion und Edition.

Heute, nach 70 Jahren, ist die grafische Werkstatt Traklhaus nicht nur ein Produktionsort für künstlerische Druckgrafik. Sie ist auch ein lebendiger Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte. Die Werkstatt ist eine feste Größe in der Kunstszene. Ihre historischen Wurzeln und ihr kontinuierliches Engagement für die Kunst haben dazu beigetragen. Ihre Rolle als Ausstellerin und Vermittlerin zeigt sich in ihrer Fähigkeit, bedeutende Ausstellungen und Künstlerprojekte zu unterstützen. Dies fördert ihre anhaltende Relevanz in der heutigen Kunstwelt.

Mein Interesse galt der Lithografie und dem Solnhofener Schiefer und so nahm ich an einem Workshop teil, um Erfahrungen zu sammeln in der Lithografie

Für das 70jährigen Jubiläum der Grafischen Werkstatt im Traklhaus wurden künstlerische Fotografien der Werkstatt aufgenommen. Der Lithografie Stein Solnhofer Schiefer / Foto: Christian Jammernegg

Ich habe selbst einen Kurs in der Druckwerkstatt besucht. Ich entschied mich für die Lithografie. Und zwar mit dem Lithografie Stein. Diese Erfahrung war für mich besonders bedeutsam, da ich die vielseitigen Bearbeitungsmöglichkeiten dieses Steins aus erster Hand erleben konnte. Der Kontakt zum Solnhofener Schiefer hat in mir eine tiefe Wertschätzung geweckt. Im Mittelalter wurde er als Farbreibstein verwendet. In der Gotik fand er bei Bildhauerarbeiten Einsatz. Dadurch habe ich die historischen und künstlerischen Aspekte dieser Technik schätzen gelernt. Jede Gravur und jede Ätzung fühlte sich wie eine direkte Verbindung zu den Künstlern der Vergangenheit an. Sie erinnerte mich daran, wie zeitlos und inspirierend die Kunst des Druckens ist. Für mich ist die Lithografie persönlich nicht nur eine Technik. Sie ist auch ein Mittel, um Geschichten zu bewahren. Dazu bewahrt sie Emotionen in einer greifbaren Form.

Arbeit: Christa Linossi, meine erste Lithografie erarbeitet mit dem Lithografie Stein Foto: © Christa Linossi 2024

Er bleibt ein Stein, der die schönsten und vielfältigsten Bearbeitungsmöglichkeiten bietet. Abgesehen von seinem Gewicht, hat er kaum Nachteile, außer dass es zunehmend schwieriger wird, ihn zu beschaffen. Uns interessiert vor allem seine „Oberfläche“, die wir auf verschiedene Weise für unsere Zwecke bearbeiten. Sein eigentlicher Name ist „Solnhofener Schiefer“, ein amorpher, heller, schieferartig gelagerter, reiner Kalkstein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Solnhofener_Plattenkalk (nähere Informationen zum Solnhofener Schiefer)

Schon im Mittelalter fand dieser Stein als „Farbreibstein“ in den Ateliers der Maler und Drucker Verwendung. Obwohl er eine spröde Härte aufwies, diente er den Bildhauern für ihre Arbeiten. In der Gotik jedoch setzte man Säure ein. Bestimmte Partien wurden durch Ätzverfahren vertieft. So konnte eine Lithografie entstehen.

Warum spreche ich von diesem Stein? Erstens, weil er in der Traklwerkstatt für Lithografie immer noch im Einsatz ist. Er stellt für mich einen besonderen Wert bei der Erstellung eines Druckes dar. Es müssen zahlreiche Vorbereitungsschritte unternommen werden, bevor man das fertige Ergebnis einer hochwertigen Lithografie in Händen halten kann.

Seit 1954 bewahrt die Werkstatt von jeder gedruckten Edition ein Exemplar auf. Diese Exemplare werden in das Archiv aufgenommen, das für umfangreiche Ausstellungsaktivitäten genutzt wird. Bis zu sechsmal jährlich dienen die Räumlichkeiten der Werkstatt auch für Präsentationen. Dabei werden sowohl Editionen und Mappenwerke als auch Einzelausstellungen oder thematische Schauen präsentiert.

Seit 70 Jahren spielt die grafische Werkstatt Traklhaus eine wesentliche Rolle in der Förderung und Darstellung zeitgenössischer Kunst. Gustav Kurt Beck und Slavi Soucek riefen sie ins Leben. Sie etablierte sich rasch als maßgebliche Stimme im Kunstbetrieb. Die Werkstatt hat nicht nur die Funktion, Kunstwerke herzustellen und herauszugeben. Sie ist auch ein Treffpunkt für den Austausch zwischen Künstlern und Kunstliebhabern. Mit einer Vielzahl von Ausstellungen und einem umfassenden Archiv bleibt sie ein zentraler Bestandteil der Kunstszene. Ich habe die Begeisterung für die Lithografie mit dem traditionellen Stein selbst erlebt. Diese Technik hebt die Vielfalt und den historischen Wert hervor.

http://www.lithowerkstatt.at/

Erleben Sie das Winter Varieté in Bad Ischl 2025

Pressekonferenz am 5.11.2024 in Bad Ischl mit Artist: Walter Holecek / Foto: © Christa Linossi 2024

Das Jahr 2024 neigt sich bald wieder dem Ende zu. Die Zeit wird ruhiger, der Advent steht vor der Tür, danach das Weihnachtsfest und schließlich der Jahreswechsel. Es ist die Zeit, in der wir uns besinnen und die kostbaren Momente des Jahres Revue passieren lassen.

Für mich und viele andere im Salzkammergut gehört das Internationale Winter Varieté in Bad Ischl zu diesen besonderen Momenten.

Haben Sie schon einmal die einzigartige Atmosphäre des Winter Varietés erlebt?

Schon seit vier Jahren begeistert dieses Event Jung und Alt und bringt die Magie der Varieté-Kunst nach Bad Ischl. Vom 6. bis 9. Februar 2025 (http://www.wintervariete.at) erwartet uns erneut ein faszinierendes Showprogramm, das alle, die für Varieté-Kunst offen sind, verzaubern wird.

Die neue Show „Magische Momente“ bietet eine faszinierende Mischung. Sie enthält spektakuläre Artistik und weltklasse Magie. Beeindruckende Mental-Shows und akrobatische Höhepunkte sind auch dabei. Charmante Comedy und packende Showeinlagen runden das Programm ab.

Manuel Horeth wird 2025 in Bad Ischl das WinterVarieté moderieren.

Manuel Horeth der die Winter Varieté vom 06.02. bis 09.02.2025 in Bad Ischl moderieren wird. Foto: © Rudi Gigler 2024

Manuel Horeth gilt als Österreichs führender Mentalexperte. Zu seinem Engagement beim WinterVarieté in Bad Ischl äußert er: „Jeder Showact des WinterVarietés wird magische Momente schaffen. Doch auch wir können täglich durch mentale Stärke Magie in uns entfachen und Unglaubliches erreichen. Die Geheimnisse dahinter enthülle ich in der Show“, so der renommierte Mentalexperte und Bestsellerautor Manuel Horeth. (http://www.manuelhoreth.at)

Manuel Horeth ist nicht nur das Highlight; er führt als Moderator durch die Show. Hier sind die Künstler, die mit ihren Darbietungen die Show beleben und das Publikum begeistern werden. Diese Akrobaten sind weltweit in renommierten Shows aufgetreten, einschließlich des berühmten Cirque Du Soleil.

Hier die Künstler: innen, die den Abend in magische Momente verwandeln werden:

Maria Saurach der moderne Handstand-Akrobatik / Foto: © Christa Linossi 2024
  • Maria Sarach ist bekannt für ihre moderne Handstand-Akrobatik und stammt aus einer berühmten russischen Zirkusfamilie. Sie trat in berühmten Shows in Las Vegas, Cirque Du Soleil und auf der ganzen Welt auf.
  • Christoph Engels verkörpert Comedy in vielfältiger Form. Er ist gleichzeitig ein Gaukler und Draufgänger, ein Komiker und Komödiant, ein Experte für Kommunikation und ein Meister der Improvisation.
  • Sos & Victoria bieten Quick Magic Art und Quick Change Magie. „The New Generation of Quick-Change“ von SOS kombiniert moderne Illusionstechniken, Pyrotechnik, fesselnde Musik und eine dynamische Choreografie. Mehr als 50 Fernsehauftritte und 350 Shows pro Jahr, Guinnessbuch Weltrekord in zwei Kategorien
  • Das Duo Aquarius – Partnerakrobatik. Ihre Partnernummern offenbaren die perfekte Symbiose der beiden herausragenden Künstler des Duo Aquarius.
  • Jochen Schell – Avantgarde-Jongleur. Ein Ästhet, der Bilder kreiert, die den flüchtigen Moment überleben. Außergewöhnlich und einzigartig!
  • Finally:
  • Dasha und Vadym, ein Duo-Luftakrobatik-Team aus der Ukraine, begeistern weltweit mit ihren Adagio- und Luftakrobatik-Darbietungen. Mit Eleganz, Schönheit und technischer Fertigkeit verzaubern sie ihr Publikum. Ein Highlight ihrer internationalen Karriere was das Stück „Die Fledermaus“ im Teatro Alla Scala“ in Mailand, eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Sie waren der erste Luftartistik-Act jemals in dieser Oper. https://www.dasha-vadym.com/aerial

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Teil dieser spektakulären Show zu sein. Tauchen Sie ein in die „Magischen Momente“. Lassen Sie sich verzaubern. Es ist ein Erlebnis, das Sie so schnell nicht vergessen werden.

Welche magischen Momente haben Sie in Bad Ischl bereits genossen?

Pressekonferenz Winter Varieté am 5.11.2024 in Bad Ischl/ Artist: Walter Holecek, Foto: © Rudi Gigler 2024

Online Tickets http://www.wintervarieté.at oder in den Vorverkaufsstellen Bad Ischl

„Der härteste Berg der Welt“: Eine Buchvorstellung

November ist eine Zeit der Stille. Die Tage verkürzen sich, die Kälte zieht ein, und oft liegt der Nebel dicht. Am Abend schafft man sich eine gemütliche Atmosphäre zu Hause, genießt eine Tasse Tee und widmet sich einem guten Buch. Die perfekte Zeit, um zu lesen!

Als jemand, der die Berge liebt und sich in Höhenlagen von 1500-2000 Metern aufhält, griff ich zum Buch „Der härteste Berg der Welt“ von Hans Kammerlander und Walther Lücker. Der Titel lässt schon vermuten, dass es sich um Hans Kammerlander dreht, einen der herausragendsten Extrembergsteiger unserer Zeit. Seine Abenteuer und Erfahrungen auf den höchsten Gipfeln der Welt bieten nicht nur spannende Einblicke, sondern inspirieren auch zum Nachdenken über Courage, Durchhaltevermögen und die Grenzen der menschlichen Leistung.

Worum geht es in diesem Buch?

Hans Kammerlander sagte: „Kein anderer Achttausender hat mir so viel abverlangt, mit keinem anderen Berg habe ich so gekämpft wie mit dem K2.“ Am 31. Juli 1954 wurde der K2 zum ersten Mal bestiegen. Siebzig Jahre danach folgte der Extrembergsteiger Hans Kammerlander, begleitet vom Journalisten und Fotografen Walther Lücker, den Spuren des Mythos des gefährlichsten Berges der Welt. Von seiner Entdeckung bis hin zum modernen Alpintourismus mit Hightech-Ausrüstung ist die Geschichte des K2 eine Reihe von Triumphen und Tragödien.

Im Jahr 2001 erreichten der Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander und der französische Top-Alpinist Jean-Christophe Lafaille gemeinsam den Gipfel des K2.

In seinem Buch beschreibt Kammerlander seine außergewöhnlichen Erfahrungen als Höhenbergsteiger. Es geht nicht nur um seine vielen Erstbesteigungen der höchsten Berge, sondern bietet auch Einblicke in seine persönliche Entwicklung und die Leidenschaft, die ihn vorantreibt. Kammerlander berichtet von den körperlichen und geistigen Herausforderungen, mit denen er konfrontiert ist, und wie er an seinen Abenteuern gewachsen ist.

Der K2 flößt selbst den erfahrensten Bergsteigern Respekt ein. Die Faszination für die Achttausender hält unvermindert an, seit britische Landvermesser im 19. Jahrhundert damit begonnen haben, die höchsten Berge der Welt zu kartieren.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Das Buch ist ein Muss für jeden, der sich für Bergsteigen, Abenteuer und persönliche Herausforderungen begeistert. Hans Kammerlanders fesselnde Erzählkunst und die präzisen Beschreibungen seiner Expeditionen machen es nicht nur für Bergsteiger interessant, sondern auch für Leser, die Einblicke in die extremen Herausforderungen und die mentale Stärke gewinnen möchten, die nötig sind, um die höchsten Gipfel der Welt zu erklimmen. Es etabliert sich als das neue Standardwerk über den K2 und ist essenziell für jeden Bergliebhaber.

Der K2 erwies sich als problematisch. Das Jahr 1986 am K2 zeigte deutlich, wie schnell sich eine schreckliche Situation entwickeln kann, wenn zu viele Menschen gleichzeitig versuchen, den Gipfel zu erreichen. Das Chaos entstand, weil das Erreichen des Gipfels zum alleinigen Ziel wurde.

Das Buch war für mich fast wie ein Krimi zu lesen. Es ist gut strukturiert und in 15 Kapitel unterteilt, was es ermöglicht, interessante Informationen schnell zu finden. Es berichtet über den K2 von 1856 bis 2011, einen Berg, der immer noch majestätisch und imposant ist und es auch bleiben wird.

AUTOREN:

Hans Kammerlander, 1956 in Ahornach, Südtirol geboren, ist ein Extrembergsteiger und -skifahrer. Er bestieg die höchsten Gipfel der Welt, einschließlich zwölf Achttausendern. Er vollbrachte etwa 50 Erstbesteigungen und 60 Solo-Besteigungen. Zu seinen herausragenden Leistungen gehört die Doppelbesteigung der Achttausender Gasherbrum II und Hidden Peak im Alpinstil mit Reinhold Messner. Kammerlander ist ein Bestsellerautor und gibt Vorträge über seine Expeditionen. Er lebt in Ahornach, Südtirol.

Walther Lücker, 1957 in Frankfurt am Main geboren, arbeitete lange Zeit als Redakteur für die Frankfurter Rundschau und ist nun als freischaffender Journalist und Fotograf tätig. Er hat Hans Kammerlander auf zahlreichen Expeditionen, darunter auch am K2, begleitet und mit ihm mehrere erfolgreiche Bücher verfasst. Heute wohnt Walther Lücker in Sand in Taufers in Südtirol.

Erschienen ist Buch 2024 Benevento Verlag bei Benevento Publishing Salzburg-Wien einer Marke der Red Bull Media House GmbH, Wals bei Salzburg          ISBN: 978-3-7109-0198-0

Die Verzerrung zwischen Natur und Kunst

experimental photo work by © Christa Linossi 2024 from the series „Transfer of Ideas“ ohne KI

Meine neue Serie „Transfer of Ideas“ beschäftigt sich mit der Übertragung und Umwandlung von Konzepten und Ideen zwischen verschiedenen Medien und Disziplinen. Ich erschaffe durch die Verbindung von Fotografie und Grafikdesign eine visuelle Sprache, die die Schönheit der Natur sowie die Stärke der künstlerischen Interpretation zelebriert.

In meiner neuesten Fotoarbeit „Die Verzerrung zwischen Natur und Kunst“ habe ich die Elemente Fotografie und Grafik miteinander verschmolzen, um die komplexe Beziehung zwischen der natürlichen Welt und der menschlichen Kreativität zu erkunden. Es stellt die Arbeit in Frage, wie wir die Natur wahrnehmen und wie die künstlerische Interpretation durch den menschlichen Eingriff. Die Arbeit wurde ohne den Einsatz von KI erstellt!

Was sehen Sie in der Kombination von Fotografie und Grafik? Wie verändert die künstlerische Interpretation Ihre Wahrnehmung der Natur? Inwiefern beeinflusst der menschliche Eingriff die Darstellung der natürlichen Welt in der Kunst? Welche Emotionen oder Gedanken ruft dieses Werk bei Ihnen hervor?

Hommage an Franz Krahberger und Bodo Hell

In den ruhigen Stunden der Nacht, wenn Gedanken schweifen und Erinnerungen erwachen, erblicke ich die Schatten zweier unvergessener Seelen. Ihre Worte waren mehr als bloße Laute, sie waren das Echo ihres bemerkenswerten Daseins. Ihre Geschichten sind unvergessen, die Einzigartigkeit lebt in ihren Büchern weiter.

Lassen Sie mich mit einer Hommage an meinen Bruder Franz Krahberger beginnen, dessen literarische Laufbahn mit der Verleihung des Innsbrucker Literaturpreises in den 1960er Jahren für sein Stück „The Production“ (1969) begann und im Forum Stadtpark Graz uraufgeführt wurde.

In der kreativen Aufbruchstimmung der späten 60er Jahre entstand eine Bühne, die alles andere als gewöhnlich war. Sie sprengte die Grenzen des konventionellen Theaters. „The Production“ ist mehr als ein Theaterstück, es ist eine Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Es stellt den Alltag auf den Kopf und entführt das Publikum in eine bizarre Welt, in der Nachttöpfe in Serie produziert werden.

Dieses Theaterstück von Franz Krahberger war ein kontroverses Werk, das sowohl Aufmerksamkeit als auch Kritik erregte. Es wurde als ein Aktionsstück aufgeführt, das die Zuschauer mit ungewöhnlichen und provokanten Elementen konfrontierte.

Die Darstellung von Nachttöpfen in Fließbandarbeit war ein Symbol für die Industrialisierung und die entfremdenden Effekte der modernen Arbeitswelt. Das Stück wurde sowohl für seine innovativen Ansätze gelobt als auch für seine radikalen Methoden kritisiert. Es forderte die Zuschauer heraus, über die Rolle der Arbeit und die Mechanisierung des Lebens nachzudenken. Diese Art von Theater war in den 60er Jahren nicht unüblich, aber es war dennoch ein mutiges Experiment, das viele Diskussionen und Reflexionen auslöste.

Sein 1989 erschienenes Buch „Humbolts Reise“ ist ein Roman, in dem viel Persönliches einfließt. Ein kurzer Auszug aus dem Buch:  

„Es geht auch um Kunst, alles ist zur Kunst geworden, alles, und die Flucht aus der Kunst ist ebenso Kunst. Die wildwüchsige Natur ist zu einer lächerlichen Farce gegenüber dem menschlichen Ordnungsgeist geworden. Die wildwüchsige Natur ist tot, träumt Humbolt in großen Lettern. Übrig bleibt der Dschungel menschlicher Empfindung“.

Auch sein weiteres Buch „Das Babylon-Projekt“ ist ein Buch, in dem er schon in den 1990er Jahren die Vision der digitalen Zukunft voraussagte, wie sie heute präsent ist. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wie mein Bruder – der 2016 verstarb, als der Beginn des digitalen Zeitalters weiter fortschritt – heute die Zukunft zwischen KI und Realität sehen würde.

Autor und Begründer des ejournals Foto:© aus privat Besitz Franz Krahberger

Kurze Biografie von Franz Krahberger: Geboren 1949 in Rottenmann, Steiermark, verstorben 2016 nach langer, schwerer Krankheit in Baden bei Wien. Ausbildung in Nachrichtentechnik und Elektronik an der TGM. Er war Schriftsteller, Theaterhörspiel- und Multimedia-Autor, Konzeptionist und Begründer des ejournals. Seit 1995 Entwicklung und Ausbau des Web-Journals „electronic Journal & Literatur primär“. 1998 Admontinisches Universum, ein barocker Hypertext, die Oberfläche der Universalbibliothek des Benediktinerstiftes Admont. Mit seinen zahlreichen Beiträgen im ejournal hat er sich selbst ein Denkmal gesetzt. Allfällige Nachrufe sind ohnehin im Netz aufzurufen.

http://www.ejournal.at/

http://www.ejournal.at/admont/

Bodo Hell, ein interessanter Schriftsteller, der seine eigene Sprache in seinen    Büchern fand. Er war nicht nur Prosaautor und Lyriker, sondern auch tief mit der Natur verbunden. Seit den 1970er Jahren war er im Dachsteingebiet jeden Sommer als Hirte mit Ziegen, Pferden und Kühen unterwegs.

Viele seiner Bücher entstanden während seiner Zeit auf der Alm. Er war ein Schamane des Sehens. Sein enormes Wissen bereicherte das Gesehene und wurde Teil eines spielerischen Schöpfungsaktes. Neben seinen literarischen Stationen nahm sich Bodo Hell einen Baum nach dem anderen vor. Er erzählte von realen, mythologischen und metaphorischen Bäumen. Nach dem Ahorn kam der Baum der Erkenntnis, und von da aus ging es weiter über Birke, Buche, Eibe, Eiche, Esche bis hin zu Weide und Zirbe, sein Buch „Begabte Bäume„.

Interessant ist auch sein Buch „Gang durchs Dorf: Fingerzeig“, in dem er Gebäude in einem Dorf fotografierte und mit einem Fingerzeig auf wichtige Gebäude hinwies. Zum Beispiel ein Wirtschaftsgebäude am östlichen Ortseingang oder die Pfarrkirche, die in keinem Dorf fehlen darf. Bei dieser Pfarrkirche war allerdings ein Straßenfahrzeug mit Mähwerk an einem hydraulischen Ausleger montiert, was das Bild der Pfarrkirche veränderte. Oder ein Winzerhaus an einer Durchgangsstraße. Dieser Band wurde von Franz Krahberger in der Provinzialbibliothek herausgegeben.

Bodo Hell und ich bei den Rauriser Literaturtagen 2023. Foto: ©  Christa Linossi 2023 (privat Besitz)

Bodo Hell wurde auch von der österreichischen sprachkritischen Literatur geprägt, insbesondere von Friederike Mayröcker, die ihm sehr nahestand. Es ging ihm nicht nur um das Erzählen von Geschichten, sondern um die Faszination, wie die Welt zur Sprache und diese zur Schrift wird – eine Faszination, die ihn bis zu seinem Verschwinden im Jahr 2024 nicht losließ. Seit dem 11. August 2024 wird der Schriftsteller in der Dachsteinregion vermisst, wo er sein halbes Leben verbracht hat, und jede Gefahr kannte. Es wird vermutet, dass er in eine Doline oder in ein Höhlensystem gestürzt ist, und es ist verdammt schwierig, ihn zu finden. Das Dachsteingebiet ist riesig. Sein Verleger meldete ihn als „verschollen“ und man gab die Suche wegen Aussichtslosigkeit auf. Trotz modernster Technik, Hubschraubereinsätzen und Suchtrupps am Boden blieb Bodo Hell verschollen.

Kurze Biografie Bodo Hell: 

Geboren 1943 in Salzburg, Studien in Salzburg und Wien. Er lebte als Dichter, Essayist und Künstler in Wien, im Sommer als Senner auf einer steirischen Alm am Dachstein. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (1972). Ende Märze dieses Jahres beschloss die steirische Landesregierung, Bodo Hell mit dem Literaturpreis des Landes Steiermark 2024 zu ehren. Im Oktober 2024 wurde der Preis im Kunsthaus Mürz in Mürzzuschlag verliehen, leider in Abwesenheit von Bodo Hell.

https://www.bodohell.at/

Franz Krahberger und Bodo Hell haben die Welt verlassen, doch ihre kreativen Geister leben weiter und werden durch die Seiten ihrer Bücher weiterleben, weiterhin zum Nachdenken anregen und die literarische Landschaft inspirieren.

Kunst und Vielfalt: Europe Summit 2024 in Salzburg

Wandteppich Werk von Künstlerin Iveta Vecenane, Lettland, Ausstellung: Europe Summit 2024 in Salzburg Foto: © Christa Linossi 2024

Was ist der Europe Summit?

Das Institut der Regionen Europas (IRE) organisiert alle zwei Jahre den Europäischen Gipfel der Regionen und Städte. Bei diesem Ereignis treffen sich gewählte Vertreter aus regionalen und lokalen Körperschaften, um über die Hauptprobleme der Europäischen Union zu beraten.

Der 20. Europe Summit wurde erneut in Salzburg vom 20. bis 22. Oktober 2024 abgehalten. Der europäische Kongress, mit mehr als 60 Rednern aus ganz Europa, stand unter dem Motto „EU: Ohne Reform keine Zukunft“ und fand im Salzburger Congresshaus statt. Traditionell wurde im Rahmen dieser Veranstaltung auch eine Künstlerin aus einem europäischen Land präsentiert: dieses Jahr die lettische Künstlerin Iveta Vecenāne..

Europa schöpft seine Stärke aus der Vielfalt – der Vielfalt der Sprachen, Kulturen und Traditionen. Aus dieser Vielfalt entstehen neue Ideen und Innovationen. Europas Kraft liegt darin, diese faszinierende Vielfalt innerhalb seiner Einheit nicht nur zu bewahren, sondern sie auch zu fördern und zu erweitern.

Vorsitzender des IRE Salzburg, Franz Schausberger, eröffnete die Ausstellung der Künstlerin Iveta Vecenane Foto: © Christa Linossi 2024

Im Gleichen Geiste wurde Kunst während des Salzburg Europe Summits präsentiert. Die Ausstellung wurde am 20. Oktober 2024 in Gegenwart der Botschafterin der Republik Lettland, Guna Japina, sowie der Künstlerin Iveta Vecenāne vom Vorsitzenden des IRE Salzburg Franz Schausberger eröffnet.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Zoran Šijakovic, IRE-Sonderberater für Regionalkultur.

Eröffnung der Ausstellung mit den Vertretern der Kultur Lettland und der Künstlerin Foto: © Christa Linossi 2024

Die Künstlerin Iveta Vecenāne

Iveta Vecenāne, geboren 1962 in Riga, Lettland, ist eine talentierte lettische Künstlerin. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Kunstschule Riga und der Lettischen Akademie der Künste und ist seit 1986 als Künstlerin aktiv.

Vecenāne ist besonders für ihre Gobelins und Seidenwandteppiche bekannt. Ihre Arbeiten faszinieren durch die Verbindung traditioneller Techniken mit modernem Design. Charakteristisch für ihre Werke sind die sorgfältigen Details und die Auswahl an hochwertigen Materialien.

Wandteppich Werk mit der Künstlerin Iveta Vecenane Foto: © Christa Linossi 2024

Iveta Vecenane empfindet seit ihrer Kindheit eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Das Weben von Tapisserien bildet den Kern ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Textilkunst beinhaltet Wandteppiche und Seidenmalerei.

Wandteppiche Ansicht in der Ausstellung, Werke von der Künstlerin Iveta Vecenane Foto: © Christa Linossi 2024

Das klingt wirklich beeindruckend. Vecenāne scheint eine Künstlerin zu sein, die mit ihren Arbeiten eine tiefe Verbindung zur Natur und ihren Betrachtern schafft. Dass die Rückseiten ihrer Wandteppiche ebenfalls eine eigene Dynamik besitzen, zeugt von meisterhaften Beherrschung ihres Handwerks und einer außergewöhnlichen künstlerischen Vision. Es muss ein faszinierendes Erlebnis sein, ihre Werke in Person zu betrachten.

Ihre Werke werden weltweit in verschiedenen Galerien und Ausstellungen gezeigt. Sie hat für ihre außergewöhnlichen Designs bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Bei dieser Ausstellung in Salzburg wurden etwa 20 wunderschöne Wandteppiche ausgestellt.

Jedes Land, einschließlich Lettland, zeichnet sich durch eine einzigartige Kultur, Symbole und Bräuche aus. Die facettenreiche lettische Kultur und ihre Traditionen haben Lettland zu dem geformt, was es heute ist. Kunst und Kultur tragen zur Erweiterung des Verständnisses und Wissens über ein Land bei.

In diesem Jahr wurde bewusst eine Künstlerin aus einem Land gewählt, das in einer geopolitisch sehr sensiblen Region Europas liegt. Lettland, ein Mitglied der Europäischen Union seit 2004, befindet sich zwischen Estland und Litauen und hat Grenzen sowohl zu Russland als auch zu Belarus. Kulturell ist Lettland stark von Nordeuropa beeinflusst, wobei die heutige lettische Kultur vielfältige Verbindungen zu Schweden und Finnland aufweist, aber besonders zum norddeutschen Kulturkreis gehört.

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Elif Shafak: Literatur als Hoffnungsträger auf der Buchmesse 2024

Frankfurter Buchmesse 2024, Impression, Willkommen auf der Frankfurter Buchmesse 2024
freier Fotograf Holger Menzel

Die 76. Frankfurter Buchmesse, die vom 16. bis 20. Oktober 2024 stattfindet, hat in Frankfurt erneut ihre Tore geöffnet. Sie befasst sich mit den aktuellen Themen der internationalen Verlagsbranche sowie mit den gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit.

Bei der Eröffnungspressekonferenz in Frankfurt stellte Buchmesse-Direktor Juergen Boos das neue Konzept vor: „Die Frankfurter Buchmesse befindet sich ständig im Wandel. Wir nehmen aktuelle Marktentwicklungen auf und bringen sie nach Frankfurt. In diesem Jahr präsentieren wir den Verlagen und Besuchern den Bereich New Adult. Dieser Bereich ähnelt mehr einer Convention als einer traditionellen Messe und ist ein von Fans geleitetes Ereignis, das sich um Autogramme, Selfies mit Autorinnen und Autoren sowie Stars aus speziellen Genres dreht. Für diese Lesefreude und das Fandom haben wir die neue Halle 1.2 als angemessene große Bühne geschaffen.“

v.l.n.r. Direktor Juergen Boos, Autorin Elif Shafak, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs Frankfurter Buchmesse 2024, Eröffnungspressekonferenz im Pavillion 2024 der 76. Buchmesse in Frankfurt/Main Copyright Frankfurter Buchmesse Fotograf Marc Jacquemin

Die britisch-türkische Schriftstellerin Elif Shafak, die als Gastrednerin auftrat, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und erhielt großen Applaus bei der Eröffnungspressekonferenz der 76. Frankfurter Buchmesse.

Ihr Statement:

„Literatur kann ein Akt der Hoffnung sein!“ „Wir leben in einer seltsamen Zeit“, bemerkt Shafak, in der die Welt einerseits von Kriegen zerrissen wird und wir andererseits unserer Heimat, der Erde, Gewalt antun.

In ihrer Aussage hob sie die Bedeutung der Literatur für die Weisheit hervor und äußerte Kritik an der gegenwärtigen Informationsgesellschaft: „Wir leben in einer Welt, die überflutet ist mit Informationen, doch es mangelt an Wissen und noch mehr an Weisheit.“ Sie warnte davor, dass wir anerkennen müssen, nicht alles zu wissen, trotz der ständigen Flut an Informationen aus den sozialen Medien – Informationen, für deren Überprüfung uns die Zeit fehlt.

Wann haben wir zuletzt gesagt: „Ich weiß es nicht“? Dieser Ansatz war ein wichtiger Aspekt der Philosophie und Kommunikation. Wahres Wissen erfordert Zeit: „Wir brauchen langsamen Journalismus, wir brauchen Bücher.“ Und als Autorin betont sie: „Für Weisheit ist Literatur notwendig.“ Nicht, dass sie behaupten möchte, Autoren seien weiser, „aber beim Schreiben von Büchern verbinden wir uns mit etwas, das älter ist als wir selbst.“

Shafak interessiert sich für Öko-Feminismus und möchte dadurch auch Marginalisierten eine Stimme verleihen. Literatur hat das Potenzial, Menschen ihre Menschlichkeit zurückzugeben und Würde dort wiederherzustellen, wo sie fehlt. Die Darstellung der türkischen Geschichte ist überwiegend männlich geprägt, während bei Frauen oft ,,Stille herrscht“. Literatur kann ein Akt der Hoffnung und des Widerstands sein.

Shafak schlug den Bogen zurück zum Anfang: „Wir leben in einem Zeitalter der existierenden Angst“. Hier stellt sich die Frage, wie können und wie sollen wir weitermachen? Ihre eigenste Angst sei die Abwesenheit von Emotion und hier wäre das Schlimmste, wenn das Zeitalter der Angst zum Zeitalter der Apathie (Zustand der Gleichgültigkeit) werden würde. Literatur sei daher ein wichtiges Gegenmittel und die Macht der Schriftsteller: innen sei es, Schönheit, Solidarität, Partnerschaft und Liebe zu vermitteln!

Für ihre beeindruckende Rede erhielt sie enormen Applaus im vollbesetzten Pavillon. Juergen Boos ließ die Worte von Elif Shafak noch einige Zeit im Raum wirken, bevor er die Journalisten aufforderte, ihre Fragen zu stellen.

 „Die Frankfurter Buchmesse hat schon immer einen literarischen Diskursraum für die Welt bereitgestellt. Mit ‚Frankfurt Calling‘ organisiert die FBM jetzt ein kulturpolitisches Programm in Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen, investigativen Medien und einer Vielzahl literarischer Stimmen. Wir greifen damit die Debatten unserer dynamischen Gegenwart auf und entwickeln sie weiter“, erklärt Torsten Casimir, Sprecher der Frankfurter Buchmesse.

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Winter_Fest 2024: Ein Zirkusfest voller Magie in Salzburg

Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat Einzug gehalten und im Hochgebirge schon reichlich Schnee hinterlassen. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Advent und Winter stehen vor der Tür – und das WINTERFEST der zeitgenössischen Circuskunst ist wieder eröffnet.

Das WINTERFEST, das 2001 von Georg Daxner gegründet wurde, blickt auf eine lange Tradition zurück. Nachdem Georg Daxner im Jahr 2014 bei einer Bergtour tragisch verstarb, übernahm Robert Seguin, ein Franzose, die Leitung dieses zeitgenössischen Zirkuskunstfestivals und führt es mit Leidenschaft fort.

Winterfest 2024 Trailer © Video Trailer Winterfest

Das Festival für zeitgenössische Zirkuskunst startet dieses Jahr am 27. November 2024 und endet am 6. Januar 2025. Der Volksgarten in Salzburg verwandelt sich erneut in eine verzauberte Zirkuswelt. Geplant sind 73 Aufführungen an drei verschiedenen Orten, präsentiert von vier international anerkannten Zirkuskompanien.

Was bietet diesmal der Circushimmel vom 27.11.2024 bis 06.01.2025?

Der NoFit State Circus aus Wales präsentiert mit „Sabotage“ ein stürmisches Zirkusspektakel, das durch rohe Emotionalität und packende Live-Musik überzeugt. Die Weltklasse-Akrobaten von FLIP Fabrique zeigen ihre neueste Produktion „Blizzard“ und bieten einen humorvollen Winter-Survival-Guide im Stil von Québec. Der französische Cirque Pardi! inszeniert im eigenen Zelt „Low Cost Paradise“, die B-Seite des Paradieses, und entfacht vor einer detailreichen Filmkulisse ein Feuerwerk aus Akrobatik, Musik und Tanz. Schließlich zeigt „Reclaim“ vom Théâtre D’Un Jour, dass ein kleineres Zelt nicht zwangsläufig eine kleinere Show bedeutet: Dieses rituelle, geheimnisvolle Zirkuserlebnis wird von den intensiven Klängen eines Cellos begleitet.

Circus Vision findet jeweils vom 05.12. – 08.12.2024. Im Format Circus Vision zeigen spannende Artists ihre aktuellen Kreationen aus Österreich jeweils mit 5 Aufführungen in den Spielstätten Toihaus Theater, SZENE Salzburg.

Auch dieses Jahr wird das Winterfestival von international anerkannten Zirkuskompanien geprägt, die ihre neuesten Shows in Salzburg präsentieren. Die Zuschauer werden in eine faszinierende, farbenfrohe Welt entführt – mal still und bezaubernd, mal laut und spektakulär.

https://www.winterfest.at/

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