Portrait des Komponisten

ALEXANDER MARIA WAGNER

URAUFFÜHRUNGEN

Alexander Maria Wagner Komponist / Foto: © Christa Linossi

Er wagt den Schritt in die Luft – und sie trägt. Wie kann man diese Musik beschreiben, die vom ersten Moment an gefangen nimmt? Seine Musik hat etwas Zwingendes. Nicht strukturell zwingend oder verbissen, sondern zwingend den sonderbaren Wegen tief empfundener Poesie folgend“.

Viel besser könnte man die Kompositionen von Alexander Maria Wagner nicht beschreiben. So beschrieben hat ihn: Hans-Jürgen Fink www.kultur-port.de,

Alexander Maria Wagner (*31.03.1995) studierte Klavier und Komposition bei Franz Hummel, Tristan Murail, Reinhard Febel und Kenneth Hesketh. Am Salzburger Mozarteum, an welchem er Komposition studierte, arbeitete er mit dem renommierten Pianisten Pavel Gililov. Seit September 2019 setzt er seine Kompositionsstudien am Royal College of Music in London fort. Siehe auch: Biografie und Kurzporträt

An einem Sonntag, im April 2022 wurde in Anif von Anif.Kultur ein spezielles Konzert präsentiert, dass die Besucher*innen mit in den Bann zog.

Es war ein Konzert der besonderen Art das zeitgenössische, klassische Musik, rezitierende Einlagen, die die Grenzen von reinem Musikvortrag zu szenischem Vortrag bis hin zur Groteske, zerfließen ließ.  

 Kammerensemble mit den Künstler_Innen © Christa Linossi

Für das Konzert von Anif.Kultur wurden Werke von Alexander M. Wagner aus den vergangenen Jahren seines Schaffens zum Besten gegeben, es hat sich daraus eine veritable Stage-performance entwickelt, die selbst den Veranstalter Anif.Kultur überraschte. Wagner der auch als Pianist große Erfolge feierte, gibt als Komponist einen Einblick in sein vielseitiges Werk. Es geraten klassische Sinfonik, experimentelle Kammermusik und operettenhafte Bühnenmusik in ein eigensinniges und spannungsreiches Verhältnis.

Mit mächtiger Stimmlage las der Schauspieler Graham F. Valentine Drei „Gedichte aus Niemandsland“ von Alexander M. Wagner zur begleitenden Musik vor.

Der Schauspieler Graham F. Valentine / Foto: © Christa Linossi

Helen Brecht, Autorin und Librettistin aus Köln, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Alexander Maria Wagner verbindet, bot bei diesem Konzert eigenen Texte in einer Art Chansons, vertont und begleitet von Wagner am Klavier.

Alexander Maria Wagner Komponist & Pianist /Helen Brecht Autorin und Librettistin Foto:© Christa Linossi

Das Publikum zum Schmunzeln brachte jedoch der österreichische Komponist und Harmonikaspieler Lukas Metzenbauer, mit zum Teil schwarzhumorigen Texten von dem Autor Franzobel, „Man müssert“, „Ballade vom Wahnsinn“, „Gut bis auf’s Blut“, „Jahrmarkt-King“ und „Hamdraher“.

Harmonikaspieler Lukas Metzenbauer / Foto: © Christa Linossi

Es war ein gelungener Konzertabend und das Publikum bedankte sich mit einem riesigen Applaus.

Feinfühliger Dirigent der Kammermusikwerke war Cristian Spätaru, geb. 1993 in Chinisău (Moldawien). Im Kammerensemble glänzten mit ihrem Spiel: Florian Moser, Violine, Gustavo Vieira Rebelo, Viola, Felix Rosenboom, Violoncello, Leona Rajakowitsch, Flöte, Maurycy Hartmann, Klarinette, Simon Hladik Saxaphon und am Klavier, Shun Oi.

Es waren großartige Künstler dieses besonderen Konzertabends und alle teilnehmenden Künstler hätten für sich alleine einen Abend füllen können.

Anif.Kultur ist immer wieder sehr bemüht, jungen, aufstrebenden Künstler_Innen eine Bühne zu geben, um einen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Lebte doch der berühmteste Dirigent und Gründer der Salzburger Festspiele Herbert von Karajan (*1908 in Salzburg und +1989) in Anif.