Margret Greiner ist hier eine sehr gute Biografie in Romanform gelungen. Die Zeit der Wiener Werkstätte wird sehr gut recherchiert. Die Protagonistinnen und Protagonisten werden vorgestellt. Das Buch ist mit vielen historischen Fotos ausgestattet.
Worum geht es in diesem Buch?
Eurgenis Primavesi (1874-1962), genannt Mäda, und ihre Tochter Ekugenia Gertrude Franziska Primavesi (1903-2000), ebenfalls Mäda genannt, waren selbstbestimmte, eigenwillige Frauen, die sich der Kunst und dem Kunsthandwerk verschrieben hatten. Beide wurden von Gustav Klimt porträtiert.
Die Mutter warf nach dem Bankrott ihres Mannes Otto ihre Person und ihr Vermögen in die Waagschale und wurde selbst Leiterin der Wiener Werkstätte.
Die Tochter geht ihren eigenen Weg, widmet sich ebenfalls dem Kunsthandwerk, wandert aber nach dem 2. Weltkrieg aus, verbindet Kinderliebe mit der erfolgreichen Gründung und Leitung eines Kinderheims in Kanada.
Mäda und Mäda waren zwei außergewöhnliche Pionierinnen auf dem Weg zur Unabhängigkeit der Frau.
Dieses Buch ist es wert zu lesen?
Wer sich für den Jugendstil (Blütezeit ca. 1890-1910), die Wiener Werkstätte und Gustav Klimt interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben. Die Wiener Werkstätte produzierte hochwertige Produkte für alle Bereiche des täglichen Lebens: Möbel, Inneneinrichtungen, Porzellan, Glas, Schmuck und Mode.
Gründungsmitglieder waren Josef Hoffmann und Koloman Moser von der Wiener Werkstätte, die Design als Verbindung von Kunst und Handwerk im Alltag verstanden. Der bekannteste Vertreter des Wiener Jugendstils und Gründungspräsident der Wiener Secession war Gustav Klimt, der auch im Roman vorkommt.
Wiener Werkstätte aus Leidenschaft! Glanz und Elend, Erfolg und Ruin: Die spannende Geschichte der Primavesi-Frauen zwischen Ölmütz, Wien und Montréal – zwei Leben für die Kunst.
AUTOR:
Margret Greiner, Studium der Germanistik und Geschichte an den Universitäten Freiburg und München. Langjährige Lehrtätigkeit an deutschen Schulen in den Fächern Deutsch, Geschichte, Theater und Ethik. Die Autorin lebt in München. Schwerpunkt ihres literarischen Schaffens sind Romanbiografien.
Erschienen ist das Buch im Verlag Kremayr & Scheriau ISBN: 978-3-218-01304-8
hat mit seinen hyperrealistischen Bildern von verletzten Kindern auf den Fassaden des Rathauses und des Stadttheaters die Stadt GMUNDEN in Aufruhr versetzt!
Helwein-Plakate in der Innenstadt von Gmunden, am 29.01.2024. Das Bild zeigt ein Kunstwerk des Gottfried Helwein am Stadttheater in Gmunden Foto: Copyright Rudi Gigler
Szenenwechsel von der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 Bad Ischl in die Stadtgemeinde Gmunden, die auch eine der 23 Gemeinden der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 ist.
Gottfried Helnwein verwandelt das Gmunden Rathaus und das Stadttheater in eine Kunstinstallation. Er schockiert die Gmunden Bevölkerung mit seinen Bildern.
Helwein-Plakate in der Innenstadt von Gmunden, am 29.01.2024. Das Bild zeigt ein Kunstwerk des Gottfried Helwein am Rathaus in Gmunden Titel: Memory (Erinnerung) Foto: Copyright Rudi GiglerHelwein-Plakate in der Innenstadt von Gmunden, am 29.01.2024. Das Bild zeigt ein Kunstwerk des Gottfried Helwein am Stadttheater in Gmunden Titel: The Disasters of War (Die Schrecken des Krieges) Foto: Copyright Rudi Gigler
Der Stadtgemeinde Gmunden und den Salzkammergut Festwochen ist es gelungen, einen der erfolgreichsten österreichischen Künstler für das Projekt Salzkammergut2024 zu gewinnen. An zwei zentralen Gebäuden in Gmunden wurden großflächige, bewegte Installationen in Form von großformatigen Bildern angebracht. Zum einen am Rathaus und zum anderen am Stadttheater. Es handelt sich um zentrale Punkte, da jeder, der nach Gmunden kommt, an diesen Schnittpunkten vorbeimuss und jeder gezwungen ist, einen Blick darauf zu werfen, ob er will oder nicht.
Helwein-Plakate in der Innenstadt von Gmunden, am 29.01.2024. Das Bild zeigt ein Kunstwerk des Gottfried Helwein am Stadttheater in Gmunden Titel: The Smile (Das Lächeln) Foto: Copyright Rudi Gigler
Es sind Arbeiten, die in der Bevölkerung sicher für viel Diskussionsstoff sorgen werden. Vielleicht auch massiv zum Nachdenken anregen. Wer die „Salzkammergutler“ kennt, weiß, dass in dieser Region sehr lebhaft diskutiert wird.
Die Auseinandersetzung mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt prägt das Werk des in Wien geborenen Künstlers Gottfried Helnwein zeitlebens. Er sieht darin ein wichtiges Thema der Aufarbeitung (weltweit werden Kinder ausgebeutet, missbraucht, misshandelt usw.). Hier kommt ihm die Kunst sehr entgegen. Er macht darauf aufmerksam, was weltweit immer noch mit Kindern geschieht. Er rüttelt mit seinen Installationen auf und bringt so die Betrachter dieser riesigen Installationen dazu, nicht wegzuschauen, sondern sich damit auseinanderzusetzen. Ob positiv oder negativ, jeder ist aufgefordert, sich sein eigenes Urteil zu bilden, ob es ihm gefällt oder nicht, und sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen.
„Meine Kunst fragt nicht, sie erklärt auch nicht. Gottfried Helnwein: “Meine Kunst ist ein Dialog“.
Besuch des Künstlers Gottfried Helnwein in Gmunden, am 30.01.2024. Das Bild zeigt den Künstler Gottfried Helwein während eines Interviews mit dem ORF, auf der Esplanade in Gmunden Foto: Copyright Rudi Gigler
Helnweins hyperrealistische Bilder, die stets auf fotografischen Vorlagen basieren, sind „bigger than life“ und beeindrucken durch ihre technische Perfektion. Durch die monumentalen Formate entzieht sich das Dargestellte einer greifbaren Realität.
„Mit Gottfried Helnwein konnte ein österreichischer Ausnahmekünstler von Weltruf, der in der internationalen Kunstszene hohes Ansehen genießt, gewonnen werden, seine Werke in Gmunden zu präsentieren“, so Bürgermeister Stefan Krapf. Wenige Monate nach der Ausstellung in der Albertina in Wien wird auch in unserem Museum K-Hof eine Ausstellung von Weltrang zu sehen sein. Helnweins Werke gehen unter die Haut, berühren die Seele und konfrontieren uns auch mit Themen, die oft gerne verdrängt und verleugnet werden: Sie zeigen schonungslos die Realität. Das ist das Ziel seiner Arbeit. Sein Gastspiel in Gmunden ist eine Sensation, ein großes Geschenk“.
Johanna Mitterbauer, kaufmännische Geschäftsführerin der Salzkammergut Festwochen Gmunden: „Mit seinem Werk, das unsere Wahrnehmung und unseren Blick für mehr Menschlichkeit öffnen kann, wollen wir gemeinsam mit der Stadtgemeinde Gmunden mutig in ein besonderes Kulturjahr 2024 gehen und einen Dialog anstoßen. Wir scheinen im Paradies zu leben. Die drängenden Fragen und Konflikte, die sich um uns herum auftun, nehmen wir oft gar nicht wahr“.
Besuch des Künstlers Gottfried Helnwein in Gmunden, am 30.01.2024. Das Bild zeigt v.l.n.r.: kaufmännische Leiterin der Salzkammergut Festwochen Gmunden, Johanna Mitterbauer, Künstler Gottfried Helnwein, Bürgermeister der Stadt Gmunden, Stefan Krapf vor dem Traunsee Foto: Copyright Rudi Gigler
Gottfried Helnwein wurde am 8. Oktober 1948 in Wien geboren. Von 1965 bis 1969 besuchte er die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, von 1969 bis 1973 studierte er Malerei in der Meisterklasse von Prof. Rudolf Hausner an der Akademie der bildenden Künste Wien. Anfang der 1970er Jahre begann Helnwein mit performativer Straßenkunst und Fotoaktionen im Atelier und im öffentlichen Raum, inspiriert von der amerikanischen Pop Art. Seine Werke – ob als Maler, Zeichner oder Bühnenbildner – zeichnen sich durch ihre Außergewöhnlichkeit, Eindringlichkeit und technische Brillanz aus und begründeten Helnweins Ruf als Künstler von internationalem Rang.
My new work is dedicated to the human psyche in the 21st century. More and more people are becoming mentally ill. When the psyche collapses! What to do? Depression, alcoholism, bipolar disorder and schizophrenia are among the most common illnesses worldwide. They can be accompanied by changes in perception, thinking, feeling or even self-image (self-perception)…
Das SUDHAUS ist die zentrale Kunstausstellung der Kulturhauptstadt. Ein breites Themenspektrum, eingeleitet durch Dokumente der Regionalgeschichte, wird mit internationaler und überregionaler Beteiligung renommierter Künstler präsentiert.
Man nannte es das „weiße Gold“: Salz prägte die gesamte Region des Salzkammergutes. Bis heute ist es ein wichtiges Handelsgut, das manchen zu Wohlstand und anderen zu Reichtum verhalf.
Einer der zahlreichen internationalen Künstler, die für ein Projekt nach Bad Ischl eingeladen wurden, ist Motoi Yamamoto ein japanischer Künstler, der mit seinem Kunstwerk im SUDHAUS Bad Ischl Salzkammergut 2024 vertreten ist. Er wurde 1966 in Onomichi in der Provinz Hiroshima geboren. 1995 schloss er sein Studium am Kanazawa College of Art ab. Zurzeit wohnt er in Kanazawa, Präfektur Ishikawa.
Seine Arbeit im SUDHAUS Bad Ischl ist sehr interessant. Er arbeitet mit Salz und verwendet eine Art grafisches Muster. Man muss diese Art von Kunst auf sich wirken lassen. Im Hintergrund sieht man eine Art Berglandschaft in Weiß, sind das Berge mit Schnee oder Gletscher? Nein, das ist Salz. Es ist in Form eines Berges dargestellt. Es erstreckt sich in einer Art Labyrinth über die gesamte Fläche. Salz ist seit jeher eng mit dem Leben der Menschen in Ost und West verbunden. In Japan ist Salz ein unverzichtbarer Bestandteil von Bräuchen wie Beerdigungen.
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert beschäftigt sich Yamamoto nur mit einem einzigen Material – nämlich mit Salz.
Mit dem weißen Mineral, das wie Tinte aus einer Feder aus einem kleinen Fläschchen fließt, zeichnet der Künstler gegen das Vergessen wertvoller Erinnerungen an seine jüngere Schwester, die 1994 im Alter von 24 Jahren starb. Die Erinnerungen, die mit der Zeit verblassen, sind nicht an Fotos oder Texte gebunden, sondern an das weiße Salz, das in Japan wegen seiner Reinheit verehrt wird.
Statement von Motoi Yamamoto: „Zur Reinigung und Entschlackung mache ich Salzinstallationen und schaffe weiterhin Erinnerungen an meine Familie, die ich nicht vergessen möchte, um den Kern meiner Erinnerungen wieder tief in mir zu spüren. Ich brauche einige Tage bis mehrere Wochen, um diese riesigen Muster auf den Boden zu zeichnen. Am letzten Tag der Ausstellung zerstöre ich gemeinsam mit den Besuchern die Arbeit und bringe das Salz zurück ins Meer.
Auf dem Boden ergießt sich das Salz buchstäblich in großen, labyrinthischen Strukturen. Beim Zeichnen dieser komplexen Strukturen begibt sich Yamamoto auf eine Reise durch seine eigene Erinnerung, deren endgültige Form sowohl von Yamamotos geistiger und körperlicher Verfassung als auch von der Beschaffenheit des Bodens oder der Luftfeuchtigkeit am Ausstellungsort beeinflusst wird.
Viele seiner Werke sind Installationen. Sie bestehen aus riesigen, mit Salz gezeichneten Mustern. Er verbringt viele Stunden damit, auf den Boden zu zeichnen, vielleicht um seine Erinnerungen festzuhalten, die mit der Zeit verblassen. Seine Arbeit ist eine Art Selbstverteidigung gegen das Vergessen, und auf der Suche nach einer überzeugenden Form der Akzeptanz, um die Trennung zu verarbeiten, ist diese Art von Kunst für ihn genau das Richtige.
Ein weiterer interessanter Aspekt könnte am Ende der Ausstellung – die Ausstellung ist noch bis 30. Oktober 2024 im Sudhaus in Bad Ischl zu sehen – sein, wenn er vielleicht in Bad Ischl auftritt. Am letzten Ausstellungstag könnte er gemeinsam mit den Besuchern das Werk zerstören und das Salz dem Naturkreislauf (ins Meer) zurückgeben. Diese Art des Abschlusses praktiziert er immer wieder in vielen seiner großen Ausstellungen.
Am Samstag, den 20. Januar 2024 wurde die KULTURHAUPTSTADT SALZKAMMERGUT 2024 feierlich eröffnet – ganz ohne Wow-Effekt.
Die OPENING CEREMONY begann um 17:00 Uhr mit dem Einzug der Lichtmenschen“ (choreographiert von Isa Stein) auf die große Bühne. Sie stehen symbolisch für die 23 Gemeinden der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024.
Die Eröffnungsreden bildeten den Auftakt der Veranstaltung: Der Melina-Mercuri-Preis wurde von Martin Selmayr (Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien) an Bürgermeisterin Schiller und MEP Hannes Heide verliehen. Vizekanzler und Bundesminister für Kunst, Kultur, Öffentlichen Dienst und Sport Werner Kogler sowie Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und die Landeshauptmänner Thomas Stelzer (OÖ) und Christopher Drexler (Stmk) gaben ihre Statements zur Kulturhauptstadt ab.
Die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 wurde von Dr. Elisabeth Schweeger (künstlerische Leitung) eröffnet und nicht wie im Jahresprogramm angekündigt: Eröffnung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen! Auch dies lässt aufhorchen und wurde nicht begründet.
Dann hieß es: Bühne frei für die Kunst! Hubert von Goisern und der Chor der 1000 Stimmen verschmelzen im Einklang mit Kirchenglocken und Hubert von Goisern jodelt einmal solo und dann wieder mit den 1000 Chorstimmen zusammen. Eine eigentümliche Mischung aus traditionellem und modernem Klangmaterial wird zusammengeführt, aber ist nicht wirklich weltbewegend.
Dann kam Tom Neuwirth alias Conchita Wurst, (auch hier kann ich nicht sagen, dass es umwerfend war.) Aber es war gut zu hören, wie Tom Neuwirth sagte, dass bei den bevorstehenden Wahlen die Menschlichkeit nicht vergessen werden dürfe.
Die Modeschule Ebensee hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: eine Neuinterpretation der Tracht – und zwar aus weißem Papier. Schade, manche Modelle sahen ganz gut aus, aber es fehlte die Farbenvielfalt oder wurde bewusst weiß gewählt, wegen des Salzes?
Als letzte Performance trat die Choreografin Doris Uhlich mit ihrem Ensemble „Pudertanz“ auf. Sie tanzte mit ihrem Ensemble (4 Männer und 4 Frauen) nackt auf der Bühne. Körper, die in Puderwolken tanzen, Wellen schlagen, vibrieren, ihr Fett tanzen lassen. Sie feiern die Vielfalt des Körpers und die individuelle Schönheit. Für mich war es ein absolutes No-Go. Warum war es für mich ein No Go? Weil ich der Meinung bin, dass das nicht zu einem Kulturhauptstadtfestival im Rahmen einer Eröffnung passt. Ich bin mir sicher, dass es eine Provokation der Choreografin war.
Doris Uhlich & Ensemble (4) @ Daniel Mayer, courtesy Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024
Die Eröffnungsfeier war etwas holprig. Ich bin mir sicher, dass ich die Projekte, die über das ganze Jahr 2024 verteilt sind, kritisch hinterfragen werde.
Ein Projekt habe ich bereits am Eröffnungstag im SUDHAUS gesehen: Es ist die Arbeit des japanischen Künstlers Motoi Yamamoto, der sich schon sehr lange mit dem Thema SALZ auseinandersetzt. Weil ich finde, dass diese Art von Kunst eine Tiefenwirkung hat, widme ich einen eigenen Bericht.
Am Samstag, 20. Jänner 2024 wird die erste Kulturhauptstadt Europas im ländlichen Alpenraum eröffnet: Bad Ischl Salzkammergut 2024!
Zum ersten Mal in der Geschichte findet die Kulturhauptstadt 2024 in einer inneralpinen, ländlich geprägten Region statt. Die Bannerstadt Bad Ischl und 22 weitere Gemeinden in Oberösterreich und der Steiermark entwickeln eine Kulturregion, die sich neu erfindet: Kunst, Kultur, Wirtschaft und Tourismus werden zusammengeführt.
Die ganze Stadt – und die ganze Region – wird zur Bühne!
Am Samstag, 20. Jänner 2024 ab 11 Uhr wird in der Fahnenstadt Bad Ischl und der ganzen Region mit Hubert von Goisern und dem Chor der 1000, Tom Neuwirth aka Conchita Wurst, Doris Uhlich und dem Gastspiel der Komischen Oper Berlin mit der Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will“ von Oscar Straus (Regie: Barrie Kosky) gefeiert und getanzt. Zahlreiche Kunstperformances und Installationen u.a. von Katharina Cibulka, Ruth Schnell | Martin Kusch, Camo & Krooked, die erste Club Night des New Salt Festivals, ein Konzert hosted by Anton Bruckner 2024 und viele weitere Veranstaltungen sind bei freiem Eintritt zu erleben.
Die zentrale Ausstellung „sudhaus – kunst mit salz & wasser“, kuratiert von Gottfried Hattinger, wird bereits am Nachmittag eröffnet.
Die Eröffnungsfeierlichkeiten enden am Sonntag, den 21. Januar 2024 mit einem Katerfrühstück, dem ersten Weltsalon „Europa im Umbruch“ mit Aleida Assmann, Nava Ebrahimi und Fiston Mwanza Mujila mit Herfried Münkler und dem „Großen Welt-Raum-Weg“.
Tanz auf dem blauen Vulkan? Warum blauer Vulkan? Ich würde den Vulkan auch Erde nennen. Die Erde ist doch der blaue Planet, oder? Wir Frauen tanzen immer
auf diesem Vulkan oder auf dieser Erde. Wir haben Fortschritte gemacht, aber noch nicht genug. Die Gewalt hat im Jahr 2023 zugenommen, wie soll es weitergehen, wo ist die Harmonie, wo ist der Frieden, den wir uns so sehr wünschen?
Das Jahr 2023 neigt sich schon wieder dem Ende zu.
Ein spannendes, abwechslungsreiches, schönes Jahr mit vielen interessanten Themen, Diskussionen und Neuigkeiten neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu nehmen: Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2024.
Ist Ihnen die Zeit auch zu schnell vergangen? Anfang November hatten wir noch Temperaturen um die 25 Grad. Seit ein paar Tagen hat der Winter mit Väterchen Frost Einzug gehalten und wir befinden uns schon wieder in der Adventszeit. Die Christkindlmärkte haben wieder ihre Pforten geöffnet und laden zum gemütlichen Beisammensein an den verschiedenen Glühweinständen ein.
Das beliebte „Salzburger Adventsingen“ findet wieder im Großen Festspielhaus in Salzburg statt. Das diesjährige Adventsingen steht unter dem Motto „Fürchte dich nicht! Die Sehnsucht des Menschen, frei von Angst zu sein, ist ein Urmotiv. Es ist auch ein Motiv, das tief in der jüdisch-christlichen Tradition unserer Region verankert ist. Es ist auch die erste Botschaft der Engel an die Hirten von Bethlehem: „Fürchtet euch nicht! So erzählt es uns die Weihnachtsgeschichte, wie sie uns der Evangelist Lukas überliefert hat.
Es ist auch ein Salzburger Adventsingen mit neuen Denkanstößen. Es trägt in sich die ungebrochene Kraft der Hoffnung auf Frieden unter den Menschen auch in unruhigen Zeiten. Mit Kompositionen aus der Feder von Shane Woodborne, Musik von Tobi Reiser und vielen Schätzen alpenländischer Volksmusik.
Ich möchte aber auch eine Person hervorheben, die für das Bühnenbild verantwortlich ist. Sie sorgt dafür, dass das Adventssingen auch sehr stimmig ist und dass das Publikum in die Aufführung mit einbezogen wird.
Salzburger Adventsingen 2023 in Großen Festspielhaus Salzburg
„Fürchte dich nicht“
Bühnenübersicht
Foto: Franz Neumayr 24.11.2023 Probenfoto
Seit 2001 gestaltet der Bühnenbildner Dietmar Solt mit einem bewährten Team das Bühnenbild und die Lichtprojektionen des Salzburger Adventsingens im Großen Festspielhaus. Ihm steht nur die kleine Bühne im Orchestergraben zur Verfügung. Die große Bühne befindet sich hinter dem Eisernen Vorhang. Diese Bühne ist 40 Meter breit und wird links und rechts von den jeweils 10 Meter breiten Chorgassen begrenzt. Doch als versierter Bühnenbildner lässt er seine internationale Erfahrung, in die jährlich neu zu gestaltende Bühne für das Adventsingen einfließen.
Das „Salzburger Adventsingen“ im Großen Festspielhaus ist in seiner schlichten, aber tiefgründigen Darstellung des Adventsgeschehens einzigartig und Vorbild für viele Adventsingen im gesamten deutschsprachigen Raum.
Das Salzburger Adventsingen 2023 findet bis zum 17. Dezember 2023 im Großen Festspielhaus Salzburg statt. Die Aufführungen finden an den drei Adventwochenenden statt.
ORF-AUSSTRAHLUNG Der ORF wird heuer zum zweiten Mal das Salzburger Adventsingen im Fernsehen übertragen, und zwar an folgenden Sendeterminen: ORF 2, Freitag, 8. Dez., 15.55 Uhr – eine leicht gekürzte Version von 60 Min. Spieldauer ORF III, Sonntag, 10. Dez., 18.30 Uhr – das Originalwerk mit einer Spieldauer von ca. 1 Std. 40 Min.
Geht es Ihnen auch so wie mir? Die Zeit tickt und tickt. Das Jahr 2024 rückt immer näher und damit auch der Countdown für die „Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024“. Noch 52 Tage und es ist so weit! Am 20. Jänner 2024 wird in Bad Ischl die erste der drei Kulturhauptstädte Europas 2024 eröffnet. Am 26. Jänner 2024 folgt Tartu in Estland und am 8. Februar 2024 Bodo in Norwegen.
Zum ersten Mal seit 40 Jahren widmet sich eine Europäische Kulturhauptstadt dem Wandel eines ländlichen Raums in den Alpen. Eine besondere Herausforderung von europäischer Dimension, der durch die Zusammenarbeit von Kultur, Politik und Wirtschaft Rechnung getragen wird. Im oberösterreichischen Gmunden fand dieser Tage im November die letzte Pressekonferenz für 2023 statt. Im Beisein von Kunst- und Kulturstaatssekretärin Mag. Andrea Mayer und den Landeshauptleuten Mag. Thomas Stelzer (Oberösterreich) und Landeshauptmann Mag. Christopher Drexler (Steiermark) gaben die Organisatoren in Gmunden einen Ausblick auf das Eröffnungsprogramm und den soeben erschienenen Programmkatalog für alle Veranstaltungsorte in den 23 Gemeinden des Salzkammerguts.
Eineklare Botschaft kam von Dr. Elisabeth Schweeger (Künsterlisches Management): „Kultur ist Motor und Treiber für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung im Salzkammergut. Kultur bietet innovative Lösungsansätze, denkt interdisziplinär, inklusiv, schafft internationalen Austausch und Vernetzung. Die österreichische Kulturhauptstadt 2024 verfolgt ein breites Kulturverständnis, das Synergien für alle Bereiche schafft – unter anderem für Wirtschaft, Arbeit, Freizeit und Mobilität“.
v.l.n.r. LH Mag. Mag. Christopher Drexler/ LH Mag. Thomas Stelzer/ Kulturstaatssekretärin Mag. AndreaMayer/ 2023_11_27_PK_K24_HausSalzkammergut_FOTO: PiaFronia_web-23.jpg
Landeshauptmann Drexler: „Dass mit dem Salzkammergut 2024 erstmals eine inneralpine ländliche Region Kulturhauptstadt Europas wird, ist ein Meilenstein und eine große Chance für die Kultur- und Regionalentwicklung, auch und gerade für die steirischen Gemeinden des Salzkammergutes. Die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 ist jung, zeitgemäß und stellt ganz entscheidende Fragen unserer Zeit in den Mittelpunkt.
Die Steiermark ist mit Altaussee, Bad Aussee, Bad Mitterndorf und Grundlsee prominent vertreten. Die vier steirischen Gemeinden werden ein besonders starker Teil der Kulturhauptstadt sein und nachhaltige Impulse für die gesamte Region setzen“. Bereits im Jahr 2003 war Graz Kulturhauptstadt Europas.
Landeshauptmann Stelzer: „Wir sind uns bewusst, dass unser ganzes Land mit der Kulturhauptstadt im kommenden Jahr im Mittelpunkt der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit stehen wird. Das Kulturhauptstadtjahr im Salzkammergut, das das Land Oberösterreich gemeinsam mit den 23 Gemeinden, der Steiermark und dem Bund umsetzt, ist eine einmalige Chance, aus dieser Zusammenarbeit innovative Impulse für die Zukunft zu gewinnen. Impulse, die zeigen, wie mit Kunst und Kultur eine Region vorangebracht und zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Das ist auch der Grund, warum das Land Oberösterreich dieses Projekt unterstützt. Wir freuen uns auf 2024“. Auch die Stadt Linz war bereits im Jahr 2009 Kulturhauptstadt Europas.
Kurze Ansprache von der KulturstaatssekretärinMag. Andrea Mayer (Kunst- und Kulturstaatssekretärin BMKÖS) „Ich freue mich auf ein fulminantes künstlerisches Programm, das auch viele wichtige gesellschaftliche Fragen aufwirft. Ich wünsche mir, dass dieses Kulturhauptstadtjahr ein Forum wird, das weit über die unmittelbare Kulturszene hinaus in die Gesellschaft hineinwirkt. Die bisherigen Diskussionen um Programm und Ausrichtung zeigen deutlich, wie sehr das Thema die Menschen bewegt – und das ist gut so! Ich bin der Überzeugung, dass die Kulturhauptstadt Europas über die Region hinaus eine große Chance für ganz Österreich ist, sich von seiner besten Seite zu zeigen: Als weltoffenes Land, als guter Gastgeber für ganz Europa und als Kulturnation im besten Sinne, die Tradition und zeitgenössische Strömungen nicht als Gegensätze, sondern als sich gegenseitig ergänzende und bereichernde Positionen begreift“.
Die Veranstaltungsorte sind über die gesamte Region Salzkammergut verteilt. Bespielt werden ungewöhnliche und neue Orte, temporär genutzte Räume, der öffentliche Raum selbst sowie Galerien und sogar Gasthäuser. Die verschiedenen Programmangebote beinhalten künstlerische Positionen renommierter, hochaktueller, österreichischer und internationaler Künstler*innen zu ökologischen Fragestellungen im Angesicht des Klimawandels, zur Transformation von Lebensräumen und Lebensformen, zu Resilienz und Nachhaltigkeit. 7000 Jahre Salzgewinnung, u.a. in Hallstatt (UNESCO Weltkulturerbe), haben Landschaft und Menschen geprägt. Zahlreiche Symposien und Workshops vermitteln Wissen und laden zum Austausch ein.
Damit teilen sich die Bundesländer Steiermark und Oberösterreich 2024 erneut die Kulturhauptstadt Europas.
ERÖFFNUNGSFEIER:
Am 20. Jänner 2024 wird in der Bannerstadt Bad Ischl und der gesamten Region u.a. mit dem Chor der 1000 und Hubert von Goisern getanzt und gefeiert. Mit zahlreichen Kunstperformances, Installationen und vielen weiteren Events wird die ganze Stadt zur Bühne.
An dieser Stelle möchte ich bereits auf ein großes Highlight von Salzkammergut 2024 hinweisen:
AI WEIWEI – RESURGENT ECHOS im Juni 2024 in Bad Ischl
Es ist ein Dialog mit der Geschichte und der Kultur von Hallstatt. Was trennt und was verbindet unsere Kultur und Geschichte mit jener der frühchinesischen Dynastien? Im Kaiserpark in Bad Ischl kommt es zu einer spannenden Begegnung zwischen dem Marmorschlössl und einem original chinesischen Tempel.
Warum Ai WeiWei? Er gilt als der bedeutendste chinesische Künstler der Gegenwart. Mit seinem Projekt „fairytale“, dem Publikumsmagneten der documenta 2007 in Kassel, hat er sich international einen Namen gemacht: 1001 Chinesinnen und Chinesen ließ er für „fairytale“ einfliegen, sie wurden Teil der Ausstellung und ihre Erfahrungen Teil der Kunst.
2010 wurde am Hohen Dachstein (Ramsau/Steiermark) ein Stein aus China von Ai WeiWei inszeniert und integriert.
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