Während wir noch auf den Frühsommer warten, blicken wir bereits in den Herbst – und mit ihm auf ein besonderes Ereignis: Jazz&TheCity 2025. Ein Festival, das jedes Jahr aufs Neue begeistert und daher schon jetzt im Fokus steht.
Vom 16. bis 19. Oktober 2025 verwandelt sich die Altstadt Salzburg wieder in eine pulsierende Festivalmeile. Jazz&TheCity – das Festival für Jazz, World und Electronic Music – lädt dazu ein, vier Tage lang Musik an unerwarteten Orten zu erleben und neue künstlerische Kollaborationen zu entdecken.
Ein neues Konzept für ein frisches Festival Jazz&TheCity 2025 präsentiert sich mit einer neuen künstlerischen Leitung und einem innovativen Kuratoren-Team. Unter dem Motto „The city sounds together“ entsteht ein facettenreiches Programm mit Schwerpunkten auf World Music, Crossover und lokalen Kooperationen.
Österreichische Szene trifft internationale Acts Die vitale österreichische Jazz-Szene erhält 2025 besonderen Raum. Kooperationen mit der Universität Mozarteum werden ausgebaut, sodass Lehrende und Studierende verstärkt auf den großen Festivalbühnen präsent sind. Zudem dockt Jazz&TheCity noch enger an die lokale DJ-Szene an – mit nahtlosen Übergängen von Konzerten zu ausgelassenen Dancefloor-Momenten.
Musik für alle – bei freiem Eintritt Seit über 25 Jahren ist Jazz&TheCity ein Fixpunkt im Salzburger Kulturkalender. Auch dieses Jahr sind nationale und internationale Gäste eingeladen, die Stadt vier Tage lang musikalisch zu erkunden – kostenlos, überraschend und inspirierend
Jazz&TheCity 2025 – vier Tage voller Sounds, Überraschungen und Begegnungen. Sei dabei, wenn Salzburg klingt!
Ich betrete das Künstlerhaus, hier gibt es eine neue Ausstellung zu besichtigen. MOON, SUN, MERCURY ich lasse mich überraschen.
Bevor ich den Ausstellungsraum betrete, fällt mir beim ersten Blick eine riesengroße farbige Leinwand ins Auge und schon stand ich überwältigt vor dem Gemälde. Eine 2 x 4 m große Leinwand, eine fragmentierte Geschichte von Widerstand, Propaganda und Überleben.
Diese Werke lassen sich dem Realismus zuordnen. Der Realismus strebt danach, die soziale Realität ohne Idealisierung oder Stilisierung möglichst genau darzustellen.
Mein Blick schweift quer über die Leinwand, fasziniert von der ausdruckstarken Farb- und Bildgebung. Es ist ein magischer Realismus, der nicht auf Flucht ist, sondern der Überlebensstrategie angesichts von Gewalt und systemischer Auslöschung. Des Weiteren entdecke ich eine Gruppe: eine revolutionäre Frau aus der kommunistischen Propaganda, die in der Haltung des Tarot-Magiers erscheint; Goethe, der als Leuchtturm gegen die reaktionäre Romantik beschworen wird. Giftige Pflanzen wie Alraune und Tollkirsche kommen ebenfalls vor.
Nach Rücksprache mit dem Künstler, erwähnte er, dass für ihn auch Paracelsus eine große Rolle spielt. Ein weiteres auffälliges Symbol springt mir ins Auge: eine Hand! Das Symbol der Hand der Fatima ist reich an Bedeutungen. In erster Linie gilt sie als mächtiger Talisman gegen den bösen Blick und negative Kräfte. Die fünf Finger werden als Symbol für Schutz, aber auch für Kraft, Macht und Segen interpretiert. Der Künstler erklärte mir, zu dieser Hand, dass es für ihn auch insofern eine Bedeutung hat: zu den Planeten und zwischen Himmel und Erde.
Mein Blick wandert von Leinwand zu Leinwand, verliert sich in den Farben und der Raum beginnt zu leben – nicht durch das, was gezeigt wird, sondern durch das, was ich darin entdecke.
Die Malerei wird zum Werkzeug und zur Waffe zugleich und legt offen, wie Geschichte geschrieben, verzerrt und manchmal auch zurückgewonnen wird. Der Maler ist in diese Geschichte verwickelt, gefangen zwischen den Kräften, die er sichtbar machen will, und jenen, die ihn unausweichlich einholen.
Tauchen Sie ein, in die Ausstellung MOON, SUN, MERCURY. Bilden Sie sich selbst ein Urteil über den Akt der Gegen-Geschichtsschreibung. Es ist noch dringlicher, in antifaschistischer Ästhetik für eine Gegenwart zu denken. Der Kampf um Bilder, Narrative und Körper ist längst nicht beendet.
Kurzbiografie des Künstlers: Mikolaj Sobczak (*1989, Pounan) lebt und arbeitet zwischen Warschau und Düsseldorf. Sobczak arbeitet vor allem mit Malerei und Video, wobei er performative Elemente einbezieht und surreale, collagierte Erzählungen schafft, die die Geschichte mit queeren Aktivisten als zentralen Figuren neu erfinden.
MOON, SUN, MERCURY zeigt, dass Kunst nicht nur Abbild, sondern Widerstand ist – gegen das Vergessen, gegen die Auslöschung
Die Mozartwoche 2026 feiert Mozarts 270. Geburtstag und die Unsterblichkeit seines Genius Loci. Wenn Rolando Villazón sein Programm für die Mozart Woche 2026 präsentiert, dann spürt man, wie er für Mozart „BRENNT“.
Jede Mozartwoche ist eigentlich für sich bereits ein Fest für den Genius Loci, doch 2026 ist ein Jahr mit gleich zwei großen Mozart’schen Jubiläen. Mozarts 270. Geburtstag und das 70-jährige Jubiläum des Mozartfestivals, das 1956 gegründet wurde.
Mozart erblickte 1756 das Licht der Welt, doch erst mit seinem allzu frühen Tod im Jahr 1791 vollendet sich der Kreis – und er wird unsterblich.
Mozart: lux aeterna lautet das Motto dieser Jubiläums-Mozartwoche. Statement von Rolando Villazón, Intendant der Mozartwoche: „Aus diesem doppelten Anlass präsentieren wir eine Neuinszenierung. Es handelt sich um Mozarts vorletzte Oper „DIE ZAUBERFLÖTE“. Wir streben an, den Zauber und die Phantasie von Mozarts Meisterwerk wiederzugeben. Dabei verbinden wir es mit einer subtilen Hommage an den Komponisten und sein Hinübergleiten in die strahlende Unsterblichkeit. So bilden Magie und das 1791 den roten Faden zur Programmierung unserer Konzerte, Bühnenproduktionen, des Trazom-Formats und aller weiteren Veranstaltungen“.
Im Mittelpunkt der Mozartwoche 2026 steht – wie bereits erwähnt – die Neuproduktion von Mozarts beliebtester Oper: ‘Die Zauberflöte’. Rolando Villazón übernimmt die Inszenierung, während Robert González-Mojas das Mozarteum Orchester Salzburg dirigiert.
Rund um dieses Opernereignis kreist ein dichtes Programm mit mehr als 70 Veranstaltungen. Die Orchester- und Kammerkonzerte werden wie gewohnt hochkarätig besetzt sein.
Das Jubiläumsprogramm wird komplettiert durch das kunstvolle Marionettentheater mit Livemusik. Es beinhaltet auch Performance und Kino mit frühen Filmraritäten rund um Mozart. Hinzu kommen Lesungen, Künstlertalks, ein Pub Quiz, Familienkonzerte und vieles mehr.
Seit 1956 bringt das Festival die weltbesten Mozart-Interpret:innen nach Salzburg.
Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg: „270 Jahre Mozart, 70 Jahre Mozartwoche. Wie könnte man den Kosmos Mozart besser feiern als mit seiner unergründlichen und gleichzeitig zutiefst berührenden Zauberflöte“.
Sujet 2025 Lehár Festival -Orpheus in der Unterwelt Lehár
Das Warten hat ein Ende – das spektakuläre Programm für das legendäre LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2025 ist endlich da!
Vorhang auf für ein besonderes Jubiläum! 2025 feiert der legendäre Johann Strauss seinen 200. Geburtstag – und was könnte ihn besser ehren als seine faszinierende Operette ‘EINE NACHT IN VENEDIG’? Tauchen Sie ein in die pulsierende Atmosphäre Venedigs – Maskenbälle, Intrigen und mitreißende Melodien entführen Sie auf eine unvergessliche Reise!
Die Operette „EINE NACHT IN VENEDIG“ vereint heitere Verwechslungskomik mit Gondelromantik und südländischem Flair. Es bleibt kein Auge trocken, wenn Baron und Schürzenjäger Guido von Urbino zu seinem legendären Maskenball lädt.
Darüber hinaus wird dem Publikum in diesem Jahr eine weitere Operette präsentiert: Franz Lehárs ‘DIE BLAUE MAZUR’, die dem Namenspatron des Festivals alle Ehre macht und darüber hinaus in der langjährigen Geschichte der Festspiele noch nie auf der Bad Ischler Bühne zu erleben war.
Freuen Sie sich auf ein besonderes Juwel unter den Lehár-Operetten, das mit klassischen Walzer-Melodien, spitzigen Buffo-Duetten und schwungvollen Tanzrhythmen überzeugt.
Offenbachs Meisterwerk ist erstmals mit dem genialen und urkomischen Herzstück der Operette ORPHEUS IN DER UNTERWELT zu erleben. Der Intendant Thomas Enzinger wird diese geniale Operette inszenieren. Wenn in der Hölle der berühmte Can-Can getanzt wird, dann sind Sie im Universum von ORPHEUS IN DER UNTERWELT. Die Persiflage auf einen Mythos des klassischen Altertums begeistert durch eine Fülle an bitterbösen Pointen und feine Satire.
Thomas Enzinger, Intendant, lädt heuer wieder in diesem Sommer zum großen LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2025 ein. Es geht wieder zurück an die Wurzeln der Operette und sie erleben die Ur-Operette von Jacques Offenbach ORPHEUS IN DER UNTERWELT- Dies ist nicht nur der Ausgangspunkt der Operettengeschichte, sondern auch zugleich eine der witzigsten und frivolsten Operetten, die je geschrieben wurden.
Tauchen Sie ein in einen unvergesslichen Festivalsommer in Bad Ischl in der schönsten Stadt Bad Ischl und erleben Sie mit Lehár und Strauß Operetten der Sonderklasse.
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren Neuproduktion, Regie: Elli Neubert, Musik: Matteo Haitzmann
Unlängst sah ich mir das Musiktheater Berge Flüstern Laut der Initiative Jung & Jede*r im Stadttheater Hallein an. Diese besondere Produktion wird mit einer mobilen, transportablen Bühne direkt in Schulgebäuden und Kulturzentren in Stadt und Land Salzburg aufgeführt.
Kurz vor Beginn der Aufführung um etwa 10:00 Uhr strömten die Klassen der Halleiner Volksschule ins Stadtkino. Es lag eine Mischung aus Aufregung und neugieriger Erwartung in der Luft – begleitet von fröhlichem Kindergeschnatter.
Endlich öffnete sich der Eingang zum Theater, und die Kinder stürmten hinein, alle bemüht, den besten Sitzplatz zu ergattern. Die Lehrkräfte hatten alle Hände voll zu tun, die kleinen Theaterbesucher zu ordnen.
Beim Betreten des Saals fiel mein Blick zuerst auf das Bühnenbild – und ich war sofort beeindruckt. Szenograf Jakob Boeckh hatte einen Berg auf die Bühne gezaubert, mit faszinierenden Lichtstimmungen, die ihn in magisches Ambiente tauchten. Der Untersberg, eine sagenumwobene Erhebung ist seit Jahrhunderten in Mythen und Legenden der Salzburger Region verankert.
Jakob Boeckh inszenierte zudem fabelhafte Puppen, die Performerin Franca Luisa Burandt mit meisterhafter Kunstfertigkeit zum Leben erweckte. Durch die Musik des Komponisten und Musikers Matteo Haitzmann entstand eine atmosphärische Welt, die seine Geigenklänge, seine Stimme und den einzigartigen Blockflötensound von Anne-Suse Enßle erfüllten.
Es geht um die mystischen Erzählungen rund um den Untersberg und die sagenhafte Welt der Salzburger Berge. Welche magischen Figuren treiben dort ihr geheimnisvolles Spiel? Welche Geschichten wurden über sie über Generationen hinweg bewahrt – und wie kann man sie heute erzählen?
Die drei Performer schufen gemeinsam mit dem Publikum ein multiperspektivisches Erzähllabor, in dem drei verschiedene Geschichten aufgespürt und ergründet wurden.
In den Wäldern und Bergen des Salzburger Landes begegneten wir:
dem Zauberer Jackl,
Frau Perchta,
den Untersberger Mandeln,
dem Moosweiberl,
und sogar der Wilden Jagd.
Was wäre, wenn Zauberer Jackl gar nicht nach Geld und Zaubermacht strebte, sondern nach Freundschaft und Zusammenhalt? Oder wenn das uralte Moosweiberl eine junge Alpensalamanderin kennenlernte – und sich in sie verliebte?
Die Wilde Jagd vom Untersberg, auch als Wilde Gjoad bekannt, ist ein jahrhundertealter Brauch im Salzburger Land. Zwölf sagenhafte Figuren sind Teil dieser wilden Schar, begleitet von Schweglern, Kraxenträgern und Fackelträgerinnen (Quelle: Salzburger Nachrichten).
Kundige Zwerge kennen die geheimen Eingänge in den Untersberg und gewähren den Mutigen einen Blick in seine innere Wunderwelt. Durch diese Inszenierung wurde die Legendenwelt der Berge für ein junges Publikum auf faszinierende Weise lebendig.
Die Reaktion des Publikums
Zwischendurch beobachtete ich die Kinder – ihre Begeisterung war deutlich zu spüren. Immer wieder sorgten spannende Szenen für Aufschreie und Lachen, und als die Wilde Jagd plötzlich in den Saal stürmte, wurde es richtig turbulent.
Am Ende der Vorstellung spendete das Publikum begeisterten Applaus. Ich fragte einige Kinder, was ihnen besonders gefallen hatte – und die Antwort war eindeutig: die Wilde Jagd, der Krampus und die geheimnisvollen Schattenbilder des Alpensalamanders.
Die Kinder wollten ihre Eindrücke immer wieder mit mir teilen, bis die Lehrerin sanft eingriff und sie erinnerte: „Jetzt müssen wir zurück in die Schule.“ Später versicherte sie mir, dass sie das Stück mit ihrer Klasse noch einmal nachbesprechen würde.
Fazit
Die Initiative Jung & Jede*r hat mit ihren Aufführungen für Schulklassen und ihrer Sommerproduktion bei den Festspielen ein Projekt geschaffen, das hervorragend angenommen wird.
Übrigens:
Premiere von BERGE FLÜSTERN LAUT:19. Juli 2025, 15:00 Uhr, Schauspielhaus Salzburg
Premiere von MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER:1. August 2025, 15:00 Uhr, Schauspielhaus Salzburg
Ein Besuch dieser Aufführungen lohnt sich – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.
Vom 10.Juni bis 22.Juni 2025 begeistert die SOMMERSZENE das Publikum in Salzburg erneut mit ihrem Performing Arts Festival und mit zahlreichen Highlights.
Das Motto 2025 lautet „REAL MAGIC“. Das Programm spannt bewusst einen weiten thematischen, stilistischen und ästhetischen Bogen, der sich an sechs verschiedenen Spielorten entfalten wird.
Dreizehn Tage lang werden zwölf ausgewählte Produktionen das Publikum mit magischen Kunsterlebnissen begeistern. Hier sind einige besondere Highlights aus dem vielseitigen Programm.
Ein interessanter Start dürfte die Klang- und Lichtinstallation EVANESCENT als Auftakt am 10. Juni 2025 sein. Das australische DUO ATELIER SISU wird den Innenhof der Residenz in ein Seifenblasen-Wunderland, das flüchtige Momente der Schönheit auf schillernde Weise einfängt, verzaubern. https://www.ateliersisu.com/
Ein weiteres Highlight ebenfalls mit Start am 10. Juni 2025 wird der marokkanischeChoreograph Taoufiq Izeddiou mit seinem 12-köpfigen Ensemble das SZENE THEATER zum Vibrieren bringen. In seinem aktuellen Stück erforscht er die kreative Dimension der Trance und ihre spirituellen Wurzeln. Taoufig Izeddion ist eine der zentralen Künstlerpersönlichkeiten, der nordafrikanischen Tanzszene und verweist in seinen Arbeiten immer wieder auf die wesentliche Bedeutung von Menschlichkeit.
Mit CIE ANANIA DANSES LA TERRE EN TRANSE gastiert Taoufig Izeddion erstmals bei der SOMMERSZENE in Salzburg.
Am 16. Juni 2025 präsentiert der Niederländer Arno Schuitemaker mit seinem Bodhi Project WOVEN IN THE BONE in der SZENE Salzburg seine Tanzszene. In seinem Stück WOVEN IN THE BONE schafft Arno Schuitemaker zusammen mit dem BODHI PROJECT ein choreographisches Zeugnis des Überlebens. Tanz trägt Erinnerungen. Von Körper zu Körper weitergegeben, bewahrt er, was sonst zu verblassen droht. Doch festhalten ist nicht dasselbe wie am Leben erhalten. Er vereint in seiner Arbeit Tanz, Performance, bildende Kunst und Clubkultur – stets an der Schnittstelle von Intimen und Universellem. https://arnoschuitemaker.com/
Doris Uhlich wird erneut für Furore sorgen. Ihre Choreografie „Pudertanz“, die zur Eröffnung der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 aufgeführt wurde, sorgte bereits für Schlagzeilen – national wie international.
2025 wird sie mit zweit Aufführungen bei der SOMMERSZENE vertreten sein. Am 14. Juni 2025 bringt sie Bewegung ins Museum der Moderne Salzburg am Mönchsberg. Innerhalb und außerhalb der kahlen Betonschluchten geht es in einer speziell für den Ort entwickelten Performance die Treppen rauf und runter.https://www.dorisuhlich.at/de
Als Abschlussprojekt wird am 21. Juni 2025 Doris Uhlichs Kultstück MORE THAN NAKED in der SZENE neu aufgelegt. Die nackten Körper von 16 nackten Tänzer*innen werden mit ihrem Fleisch wackeln, schnalzen und schwabbeln lassen.
Dieses Kultstück hatte bereits 2014 in der Sommerszene eine Salzburg-Premiere erlebt – das Salzburger Publikum umjubelte damals das Stück und so wollte man es noch einmal 2025 dem Publikum präsentieren. Inzwischen sind 11 Jahre vergangen, wie wird dieses Stück 2025 beim Publikum ankommen? Auch wieder umjubelt? Oder eher abstoßend? Man darf gespannt sein, denn auch Gesellschaften ändern sich immer wieder.
Dies war nur ein kleiner Querschnitt aus den zwölf Produktionen der SOMMERSZENE 2025.
Werfen Sie einen Blick ins umfangreiche Programm und tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der SOMMERSZENE – Magie, Kunst und unvergessliche Momente erwarten Sie!
Die Salzburger Festspiele – Pfingsten stehen auch schon wieder in den Startlöchern. Vom 06. Juni bis 09. Juni 2025.
Die Salzburger Pfingstfestspiele eröffnen mit der Uraufführung eines Opern-Pasticcios, das Musik von Antonio Vivaldi mit Texten aus Ovids „Metamorphosen“ verbindet. Die Künstlerische Leiterin Cecilia Bartoli hat maßgeblich zur Wiederentdeckung von Vivaldis Opern beigetragen. Sie verwirklicht dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Regisseur Barrie Kosky und Dirigent Gianluca Capuano.
am 06.05.2025 – während eines Shootings, im Festspielhaus, Salzburg, Österreich Foto: JAN FRIESE –
Ein langer gehegter Wunsch von Cecilia Bartoli ging mit „Hotel Metamorphosis“ in Erfüllung – eine Zusammenarbeit mit Barrie Kosky, die über drei Jahre entwickelt wurde. Kosky beschreibt den kreativen Prozess als einen Moment der Inspiration: „Als ich Cecilia den Vorschlag für ein Pasticcio des 21. Jahrhunderts machte, fingen ihre Augen sofort an zu leuchten.“ Die Idee, existierende musikalische Fragmente neu zusammenzufügen und durch tänzerische Elemente zu erweitern, faszinierte ihn schon lange. So entstand ein neues Musiktheaterstück, das Barock und Moderne vereint.
Das Werk ist eine moderne Pasticcio-Inszenierung, die über 40 Vivaldi-Stücke mit fünf ausgewählten Geschichten aus Ovids „Metamorphosen“ kombiniert. Die barocken Arien spiegeln menschliche Emotionen wider – Freude, Trauer, Liebe, Wut – und werden in einer neuen dramaturgischen Form auf die Bühne gebracht.
Neben Cecilia Bartoli gehören zu den Interpret:innen Philippe Jaroussky, Lea Desandre, Varduhi Abrahamyan sowie Schauspielerin Angela Winkler. Die Musik wird von Les Musiciens du Prince – Monaco gespielt. Zudem fließen Chor- und Tanzelemente mit ein.
Mit diesem Pasticcio erfüllt sich Bartoli einen langgehegten Traum: eine eigene Vivaldi-Inszenierung auf der Bühne. Ihr Album von 1999 leitete eine Vivaldi-Renaissance ein. Jetzt wird sein musikalisches Erbe in einer neuen dramaturgischen Form erlebbar gemacht.
„HOTEL METAMORPHOSIS“ öffnet die Tore zu einer Welt, in der Musik zur Metamorphose wird – ein sinnliches Erlebnis zwischen barockem Glanz und moderner Inszenierung.“
Der Titel trägt bereits viel in sich – doch was will ich mit meiner künstlerischen Arbeit vertieft ausdrücken?
Die Geometrie gibt Halt, ihre Linien schaffen Ordnung – und doch auch wieder nicht. Sie sind berechenbar, ein Gerüst, ein Rahmen für das Denken. Doch was passiert mit uns zwischen Himmel und Erde?
Inmitten dieser Klarheit fließt der Körper: sanft und lebendig. Eine weibliche Figur, ein Ausdruck, ein Blick, der die festen Linien halten will.
Über ihr ziehen die Wolken – formlos und frei, erschaffen sich neu mit jeder Bewegung. Sie sind keine feste Größe, sondern ein flüchtiges Spiel aus Licht und Veränderung. Sie spiegeln den Moment, das Werden und Vergehen.
Es stellt sich die Frage: Ist es die Geometrie, die den Blick lenkt? Sind es die Wolken, die zum Träumen einladen? Oder ist es der weibliche Akt, der verführt?
Die Kaiservilla ist ein berühmtes Wahrzeichen von Bad Ischl und die Stallungen zählen zu den Nebengebäuden der Villa. Der Name „Stallungen“ deutet bereits auf die historische Nutzung des Gebäudes hin. Denn damals waren dort Pferde untergebracht, auch die Lieblingspferde der Kaiserin Elisabeth.
Seit dem 21. Jahrhundert dienen die Stallungen als Veranstaltungsort, insbesondere für Kunstausstellungen. Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2024 des Salzkammerguts stellte Ai Weiwei seine Werke ‚With Wind‘ und ‚Weiße Helme‘ in den Stallungen aus. Er ist einer der bedeutendsten Künstler der zeitgenössischen Kunstszene. (Ai Weiwei: | linossiartstory)
2025 zeigt die Galerie Petra Seiser die international bekannte Künstlerin Esther Stocker mit ihren zerknitterten, abstrakten Objekten in den Stallungen der Kaiservilla in Bad Ischl.
Das Statement der Künstlerin zu ihren Arbeiten in den Stallungen: „Der Kontrast zwischen dem historischen Raum und Kunst aus der Gegenwart ist spannend. Dieser Gegensatz zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Die unterschiedlichen Größen der Werke sorgen durch ihre ähnliche Optik für Spannung und Einheit zugleich – eine klassische Hierarchie fehlt. Alle Arbeiten liegen am Boden, als wären sie scheinbar zufällig in den Raum hineingerollt oder hineingeworfen worden.“
Esther Stocker ist Meisterin der Geometrie. Ihre Werke zeichnen sich durch abstrake Geometrien in Schwarz-Weiß aus, die bewusst Brüche aufweisen. Die Werke in den Stallungen wurden extra für diesen Raum geschaffen und wurden bewusst mit zerknitterter Optik und Raster bestimmt. Sie sollen ein Zusammenspiel aus Kontrolle und Kontrollverlust symbolisieren – ein rationales System gegen ein irrationales „zerknittertes“.
Beim Betreten des Raums erschließt sich die Bedeutung der Objekte nicht sofort. Man muss sich mit dem Raum und den Skulpturen auseinandersetzen. Mein erster Eindruck war ein Wirrwarr unterschiedlich großer, zerknitterter Skulpturen – bis ich erkannte, dass es in Wirklichkeit um Wahrnehmung und Beziehungen ging. Die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Oberfläche wird aufgehoben und veränderte den Raum.
Der Raum umhüllt den Betrachter, fordert ihn heraus und spielt so mit seinen Erwartungen. Die Pferdehalterungen an den Wänden irritieren zunächst – einst dienten sie den dort untergebrachten Pferden, heute bilden sie einen unerwarteten Bezug zu den Objekten am Boden. Es geht auch um Gravitation, sie ist vorhanden oder auch nicht? Was ist Gravitation? Die Gravitation, auch Massenanziehung oder Gravitationskraft, ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Sie äußert sich in der gegenzeitigen Anziehung von Massen und nimmt mit zunehmender Entfernung der Massen wieder ab.
Esther Stocker gilt als Meisterin der Geometrie. Sie setzt diese gezielt in ihren Werken ein. Stockers Werke zeichnen sich durch abstrakte Geometrien in Schwarz-Weiß aus, die bewusst Brüche aufweisen. Auch die Werke in den Stallungen werden durch zerknitterte Optik und Raster bestimmt. Sie sollen ein Zusammenspiel aus Kontrolle und Kontrollverlust symbolisieren – ein rationales System gegen ein irrationales „zerknittertes“.
Die Illusion der Zweidimensionalität gehört ebenso wie Raster und Strukturen zum grundlegenden künstlerischen Repertoire von Esther Stocker.
Sie spielen sowohl in ihren Bildern als auch in ihren räumlichen Arbeiten eine essenzielle Rolle. Oberflächenstrukturen sind auch für die menschliche Raumwahrnehmung von großer Bedeutung. Menschen sind dreidimensionale Wesen, die in einer dreidimensionalen Umgebung leben und sich in ihr bewegen. Alles, was wir sehen, wird vom menschlichen Wahrnehmungssystem stets einer räumlichen Deutung unterzogen.
Esther Stocker geboren 1974 in Silandro, Italien. Studium von 1994 bis 1997 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Im Jahr 1996, studierte sie an der Accademia di Belle Arti di Brera in Milano. Von 1990 bis 2000 besuchte sie das Art Center College of Design in Pasadena, California. Ein weiterer längerer Auslandsaufenthalt war 2002/03 in Chicago, Illinois. Esther Stocker lebt und arbeitet in Wien.
Die Ausstellung in den Stallungen der Kaiservilla in Bad Ischl läuft noch bis 27.04.2025.
Die Kaiservilla bleibt ein faszinierender Schauplatz für zeitgenössische Kunst. Nach Esther Stockers eindrucksvoller Ausstellung wird ab Mai der renommierte Künstler Erwin Wurm mit seinen Werken zu sehen sein. Seine Werke werden sowohl im Park der Kaiservilla als auch in ausgewählten Gebäuden präsentiert.
Führungswechsel bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden
Ende 2025 findet ein Führungswechsel bei den Salzkammergut Festwochen statt.
Portraits des künstlerischen Leiters der Salzkammergut Ferstwochen Gmunden, Dr. Christian Hieke, im Festwochenbüro am Graben, in Gmunden, am 21.03.21. Das Bild zeigt ein Portrait des Christian Hieke.
Der derzeitige künstlerische Leiter Christian Hieke wird mit Ende des Jahres die künstlerischen Agenden der Salzkammergut Festwochen Gmunden abgeben und
„Wer ist Rafael Fingerlos?“
Rafael Fingerlos ist ein erfahrener Bariton und ein international geschätzter Künstler.
Er kommt aus dem schönen Lungau in Salzburg und ist bereits international sehr bekannt. Ab 2026 wird er dann die künstlerische Führung in Gmunden übernehmen und dies auch mit hoher Qualität, wie sein Vorgänger, weiterführen. Er ist ein kreativer Kopf, spannender Sänger seiner Generation und darf bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Beheimatet ist er in der Oper sowohl auch im Konzertbereich.
Karriere und internationale Bühnen
Seine Auftritte waren bereits auf den international wichtigen Bühnen, um einige zu nennen: Wiener Staatsoper, Teatro alla Scala in Mailand, Semper Oper Dresden, Teatro Colón in Buenos Aires, Elbphilharmonie in Hamburg, Bregenzer Festspiele und natürlich auch die Salzburger Festspiele.
Neben seiner erfolgreichen Sängerkarriere entwickelte Rafael Fingerlos auch eine starke Affinität zur Kreativen Programmgestaltung und künstlerischen Leitung.
Rafael Fingerlos „Seit mich mein künstlerischer Weg auf die wichtigen europäischen Bühnen und Festivals geführt hat, war ich vom Wunsch beseelt, irgendwann einmal eine große Oper in meiner Heimat aufführen zu können. Ich bringe nicht die Menschen zur Oper, sondern ich bringe die Oper an die Menschen“.
Innovator und Impulsgeber:Sein Projekt OPER LUNGAU mit Durchschlagskraft
Es gelang ihm 2023 und er inszenierte die OPER LUNGAU „Così fan tutte von Mozart“. Eine Liebeserklärung an den LUNGAU! Es war eine Motivation etwas Unmögliches möglich zu machen! Rafael Fingerlos ist nicht nur Opernsänger, nein, er ist auch Unternehmer und „Kultur in Werkstatt“ Initiator welches er gemeinsam mit Stefan Ritzer aus Tamsweg betreibt.
Unter dem Label ‚Kultur in der Werkstatt‘ fanden bereits Kabarett, Musik, Theater und Lesungen statt. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Philipp Hochmair, Rudi Wilfer und Rafael Fingerlos. Die Idee war, die Produktionshalle der Schlosserei Stefan Ritzer GmbH nicht nur als Veranstaltungsort zu nutzen, sondern auch die Belegschaft aktiv in die Gestaltung der Oper einzubinden. Dies wurde als Weltpremiere gefeiert, da es zuvor keine Operninszenierung gab, bei der Mitarbeitende einer Firma so intensiv beteiligt waren. Stefan Ritzer, der Geschäftspartner von Rafael Fingerlos, betonte, dass die Werkstatt ein Ort ohne Zugangsschwellen sein sollte. Dies spiegelte sich auch in den erschwinglichen Kartenpreisen wider. Diese Offenheit und die Möglichkeit, Teil eines kulturellen Großprojekts zu sein, stießen bei den Mitarbeitenden und der lokalen Bevölkerung auf große Begeisterung.
Die künstlerische Leitung dieser Oper übernahm Rafael Fingerlos und sein Freund und Geschäftspartner Stefan Ritzer übernahm die Veranstaltung, Finanzierung und Organisation und stellte die Location, nämlich sein Firmengelände der Schlosserei Stefan Ritzer GmbH in Steindorf bei Mauterndorf (Lungau) zur Verfügung.
Das Projekt war eine Weltpremiere und begeisterte das Publikum. Rafael Fingerlos und Stefan Ritzer erzielten damit einen großen Erfolg, der weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung fand.
Zukunftsvision für die Festwochen
Rafael Fingerlos ist nicht nur ein herausragender Opernsänger, sondern auch ein kreativer Denker, der auch ohne Scheu aufs Land geht, um der Landbevölkerung Klassik schmackhaft zu machen.
Rafael Fingerlos zählt somit zu den facettenreichen Köpfen der heimischen Kunst- und Musikszene. Seine langjährige Erfahrung als Interpret und kreativer Gestalter fließt nun in seine neue Aufgabe als künstlerischer Leiter für Musik der Salzkammer Festwochen Gmunden ein.
Man darf jetzt schon gespannt darauf sein, was sich dieser kreative Kopf als Impulsgeber und visionärer Gestalter einfallen lassen wird. Mit seiner Vision und Kreativität wird er die Salzkammergut Festwochen in eine neue Ära führen und dabei kommende Generationen inspirieren.
Kurze Bibliografie: Rafael Fingerlos (* 31. August 1986 in Tamsweg) ist ein österreichischer, international tätiger Opern- (Bariton) und Konzertsänger.Fingerlos stammt aus Mariapfarr (Lungau) im Land Salzburg und lebt aktuell in Wien.
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