„Kunst als Zuflucht: Emotionen in Farbe – Wong trifft van Gogh in der Albertina“

Matthew Wong
Blue Rain, 2018
182,9 × 121,9 cm, Öl auf Leinwand
Collection of KAWS, promised gift to the Metropolitan Museum of Art, New York, inspired by Julia Chang © 2025 Matthew Wong Foundation / Bildrecht, Wien 2025
Foto: Matthew Wong Foundation

Zu dieser Ausstellung kam ich, als ich auf der Homepage der Albertina nach aktuellen Ausstellungen suchte. Mit Vincent van Gogh Malerei kam ich das erste Mal in Paris im Museum Collections du Musée d’Orsay in Berührung. Die faszinierende Verbindung zwischen den Werken von Matthew Wong und Vincent van Gogh zog mich sofort in ihren Bann.“

Vincent van Gogh
Feld mit Schwertlilien bei Arles, 1888
54 × 65 cm, Öl auf Leinwand
Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation) © Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation)

Die Arbeiten von Matthew Wong stellen einen faszinierenden Dialog mit den Arbeiten von Vincent van Gogh dar. Es verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Betrachtet man die Werke von Matthew genau, bemerkt man eine tiefe emotionale Resonanz. Diese wird durch die Verwendung von kräftigen Farben verstärkt. Auch expressive Pinselstriche tragen dazu bei. Beide Künstler nutzen tiefes Blau und Gold, um eine intensive Atmosphäre zu schaffen.“

Wong sog die ganze Spannbreite an historischer Kunst in sich auf. Auch zeitgenössische Kunst vermittelte er durch digitale Medien und Bildarchive wie ein Schwamm. Er bevorzugt imaginäre Landschaften. Zusätzlich zeigt er Interesse an Interieur-Darstellungen und der Verschränkung von Innen- und Außenräumen. Dies spiegelt das Bedürfnis wider, psychischen Dispositionen Ausdruck zu verleihen. https://matthewwongfoundation.com/biography.html

Wong setzt sich intensiv mit dem Expressionismus und den Positionen der Moderne auseinander, wie sie von Künstlern wie Henri Matisse und Gustav Klimt vertreten werden. Gleichzeitig lässt er sich von der östlichen Kunstgeschichte inspirieren, insbesondere von den Werken bedeutender chinesischer Künstler wie Shitao. https://www.metmuseum.org/perspectives/12-paintings-shitao-art-explained

Der chinesisch-kanadische Künstler ist ein Grenzgänger zwischen fernöstlicher und westlicher Kunst. Er ist gleichermaßen beeinflusst von van Gogh. Shitao hat für seine individuelle Entwicklung besondere Bedeutung. Wong, der im Alter von 35 Jahren den Suizid wählte, war ein später Autodidakt: Sein beeindruckendes Werk entstand im kurzen Zeitraum seiner acht letzten Lebensjahre. Der Künstler setzt sich mit Positionen der Moderne ebenso auseinander wie mit zeitgenössischen Spielarten der expressiven Kunst.

Die Malerei als Trost und Zufluchtsort ist ein zentrales Thema in den Werken von Matthew Wong und Vincent van Gogh. Beide Künstler fanden in der Kunst einen Weg, ihre inneren Kämpfe und Emotionen auszudrücken, und hinterließen ein beeindruckendes Erbe, das die Betrachter bis heute berührt.

Matthew Wong
Unknown Pleasures, 2019
165,1 × 165,1 cm, Öl auf Leinwand
The Museum of Modern Art, New York. Gift of Monita and Raymond Wong in memory of their son Matthew Wong, 2020 © 2025 Matthew Wong Foundation / Bildrecht, Wien 2025
Foto: The Museum of Modern Art, New York

Die Ausstellung ‚Matthew Wong – Vincent van Gogh: Letzte Zuflucht Malerei‘ in der Albertina in Wien bietet eine einzigartige Gelegenheit. Man kann die Werke zweier außergewöhnlicher Künstler erleben. Diese Künstler teilen trotz ihrer unterschiedlichen Epochen und Hintergründe eine tiefe emotionale Verbindung. Ihre Kunstwerke dienen als Trost und Zufluchtsort und hinterlassen ein bleibendes Erbe, das die Betrachter bis heute berührt.“

Die Ausstellung „Matthew Wong – Vincent van Gogh Letzte Zuflucht Malerei“ läuft noch zum 19. Juni 2025 in der ALBERTINA | Basteihalle

WIEN

https://www.albertina.at/ausstellungen/wong-van-gogh/

„Konfliktfelder“: Rauriser Literaturtage 2025 – Literatur im Spannungsfeld

Im Februar finden im Kulturbereich mehrere Pressekonferenzen statt, bei denen das Jahresprogramm 2025 vorgestellt wird. Auch die Rauriser Literaturtage, deren Programm auf fünf Tage ausgelegt ist, wurden vorgestellt. Es wurde ein umfassender Überblick über die bevorstehenden Veranstaltungen geboten.

Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll gab die Preisträgerinnen 2025 bekannt: Lilli Polansky wurde mit dem Rauriser Literaturpreis und Anna Neata mit dem Rauriser Förderungspreis ausgezeichnet.

Die diesjährigen Literaturtage stehen unter dem Motto „Konfliktfelder“ und bieten ein reichhaltiges Programm an Lesungen und Diskussionen. Die Veranstaltungen finden vom 19. bis 23. März 2025 in Rauris statt und umfassen öffentliche Lesungen, exklusive Schulveranstaltungen und Diskussionen mit Studierenden. Der Eintritt ist frei.

Was soll mit dem Thema „Konfliktfelder“ ausgedrückt werden? Wir leben in einer Zeit, in der die Hochliteratur wenig Anlass hat, harmonische Welten zu entwerfen. Die Bücher, die bei den 54. Rauriser Literaturtagen vorgestellt werden, beschäftigen sich mit einigen dieser aktuellen Konfliktfelder. Sie erzählen von den Auswirkungen des Krieges. Dies geschieht besonders unter dem Eindruck der blutigen Ereignisse in der Ukraine und im Nahen Osten. Sie berichten davon, was die Erfahrung des Krieges im Leben und in der Seele der Betroffenen anrichtet. Sie berichten von den Herausforderungen sozialer Migration. Sie sprechen von der Begegnung mit anderen Kulturen und von den Schwierigkeiten der Integration in die neue Umgebung. Auch die Gestaltung persönlicher Beziehungen unter dem Vorzeichen interkultureller Differenz wird thematisiert.

Wie wichtig es ist, sich nicht von populistischen Verlockungen einfacher Extrempositionen verführen zu lassen. Stattdessen sollen auch widersprüchliche, ambivalente Haltungen zwischen eindeutigen, mit absoluter Gültigkeit vertretenen Erklärungsmustern zugelassen werden. Dies haben die Autorinnen und Autoren der Rauriser Literaturtage 2025 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Diese tiefere Erklärung des Mottos „Konfliktfelder“ verdeutlicht, wie die Rauriser Literaturtage 2025 als Forum für den Austausch und die Reflexion über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen dienen. Literatur wird hier als Medium genutzt, um komplexe Themen zu beleuchten und den Dialog über diese wichtigen Fragen zu fördern.

Es ist auch der tragische Verlust zweier ehemaliger Preisträger zu betrauern. Einer von ihnen ist Bodo Hell, Träger des ersten Rauriser Literaturpreises 1972. Er verschwand 2024 am Dachsteinmassiv spurlos. Die andere ist Ingrid Loitfellner-Moser, bisher einzige Rauriser Förderpreisträgerin 2006.

An Bodo Hell, der 13-mal nach Rauris kam, wird mit einer musikalischen Umrahmung der Lesungen durch künstlerische Weggefährten erinnert. https://linossiartstory.com/2024/10/30/hommage-an-franz-krahberger-und-bodo-hell/

Ein Schwerpunkt wird in der Ausstellung gesetzt. Die Arbeiten der Grazer Künstlergruppe G.R.A.M. machen „Konfliktfelder“ in und gesellschaftlichen Prozessen sichtbar. In der Serie „Hohes Haus“ hat G.R.A.M. internationale Pressef von Handgreiflichkeiten zwischen Abgeordneten ausgewählt. Sie hat die Raufereien mit ihren teils emotionalen Gesten und pathetischen Posen nachgestellt. https://kultur.graz.at/v/g.r.a.m..html

G.R.A.M.: © Gert Heide, Courtesy: Christine König Galerie

Lesungen der Rauriser Literaturtage 2025:

Lilli Polansky: Eröffnungsveranstaltung am 19. März im Mesnerhaus. Ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis

Ulrike Motschiunig: Exklusive Lesungen für die Schulen in Rauris am 20. März.

Markus Orths: Exklusive Lesungen für die Schulen in Rauris und Wörth am 20. März.

Ronya Othmann: Gespräch mit Studierenden der Universität Graz und gemeinsame Lesung mit Milica Vučković und Kurt Palm auf der Heimalm am 20. März.

Franzobel: Gespräch mit Studierenden der Universität Wien am 20. März.

Anna Neata: Lesung im Mesnerhaus am 20. März. Ausgezeichnet mit dem mit dem Rauriser Förderungspreis

Kurt Palm: Gemeinsame Lesung mit Ronya Othmann und Milica Vučković auf der Heimalm am 20. März und Gespräch mit Studierenden der Universität Innsbruck am 21. März.

Eva Maria Leuenberger: Gespräch mit Studierenden der Universität Klagenfurt am 21. März.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Rauriser Literaturtage 2025 ein vielfältiges und spannendes Programm bieten, das Literaturbegeisterte aus nah und fern anziehen wird. Die Mischung aus Lesungen, Diskussionen und besonderen Veranstaltungen verspricht inspirierende und bereichernde Tage für alle Teilnehmer.

www.rauriser-literaturtage.at

Salzburg Museum: Kunst und Kultur im Wandel 2025

Jahrespressekonferenz Salzburg Museum & Präsentation „Salzburg Museum – Gastspiel“ 2025 Schloss Leopoldskron Salzburg, 6.2.2025 Foto: wildbild, Herbert Rohrer

Auch während die Neue Residenz saniert und erweitert wird, verfolgt das Salzburg Museum hoch aktiv seinen Auftrag. Es ist das älteste und größte Museum für die Kunst- und Kulturgeschichte Salzburgs: Bewahren – Erforschen – Vermitteln. Während der umbaubedingten Schließung des Haupthauses wird ein vierter Faktor zentral. Dieser entspricht auch einem Ziel der Kulturstrategie der Stadt Salzburg: Kooperation.

Unser Haus ist innovativ und erfolgreich. Mit der Ausstellungsreihe „SALZBURG MUSEUM – GASTSPIEL“ kooperieren wir mit Partnerinstitutionen in Stadt und Land. Damit sind wir für das regionale und internationale Publikum präsent. Diese Initiative wird mittlerweile über Österreich hinaus als Best-Practice-Modell wahrgenommen“, so Martin Hochleitner.

Jahrespressekonferenz Salzburg Museum & Präsentation „Salzburg Museum – Gastspiel“ 2025 Schloss Leopoldskron Salzburg, 6.2.2025 Foto: wildbild, Herbert Rohrer

Somit stellte das Salzburg Museum im Schloß Leopoldskron ihr das Ausstellungsprogramm 2025 vor. Bei dieser Veranstaltung sprachen Martin Hochleitner, der Direktor des Salzburg Museums, und Peter Husty, der Chefkurator des Museums. Es war ein Rückblick auf das Jahr 2024 sowie eine Vorschau auf das Jahr 2025.

Jahrespressekonferenz Salzburg Museum & Präsentation „Salzburg Museum – Gastspiel“ 2025 Schloss Leopoldskron Salzburg, 6.2.2025 Foto: wildbild, Herbert Rohrer
Plakat der Ausstellung „Sound of Music“ im Schloß Leopoldskron Foto: (c) Christa Linossi 2025

Peter Husty präsentierte gleichzeitig die Ausstellung „Sound of Music Salzburg“. Diese wird im Schloss Leopoldskron bis Februar 2026 zu sehen sein. Es ist ein Highlight. Der Hollywood-Film „The Sound of Music” mit Julie Andrews begeistert weltweit. Er kam 1965 in die Kinos und wurde zum Welterfolg. 60 Jahre nach der Premiere des Klassikers ist die Begeisterung für den Film ungebrochen. Hunderttausende Gäste kommen jährlich nach Salzburg, um die Drehorte zu besuchen und auf den Spuren Julie Andrew’s zu wandeln.

Weitere Themen der Konferenz beinhalteten die Eröffnung der Ausstellungen,  wo ich einpaar interessante hervorheben will:  

  • Unbekannt Anonyme Blicke auf Salzburg im Fotohof
  • Rat & Bizarr Kunst trifft Kurioses aus dem Salzburg Museum Traklhaus
  • Bilderwende. Zeitenwende Geschichte der frühen Fotografie in Salzburg (Museum der Moderne)
  • Rudolf Hradil zum 100. Geburtstag (Galerie Welz)
  • Heroisch und verklärt Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur (DomQuartier / Nordoratorium)

weitere Ausstellungen entnehmen Sie bitte aus dem beigefügten Link: https://salzburgmuseum.at/vorschau/

Das Gastspiel-Programm wird von Vermittlungsangeboten in gewohnter und neuer Form begleitet. Die beliebten Museumsgespräche finden aktuell im Museum der Moderne Altstadt statt. Abends werden sie in der academy Bar im Andräviertel abgehalten. Im Festungsturm wurde der Bondy-Raum für Workshops umgestaltet, die Bibliothek im Wissenszentrum Alpenstraße erhielt eine Verjüngungskur für Aktiv-Projekte mit Schulklassen.

Das Jahresprogramm des Salzburg Museums zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig die Kunst- und Kulturszene in Salzburg bleibt. Auch während der Umbauarbeiten bleibt sie lebendig. Mit innovativen Kooperationen und einem reichhaltigen Vermittlungsangebot wird die Kulturgeschichte Salzburgs weiterhin lebendig und zugänglich gemacht. Das Salzburg Museum lädt somit alle Kunst- und Kulturliebhaber ein. Alle sind eingeladen, die spannenden Ausstellungen und Veranstaltungen im Jahr 2025 zu entdecken. Jeder sollte sie erleben.

www.salzburgmuseum.at

Internationale Sommerakademie Salzburg 2025: Diversität der Zukunft

Foto: (c) Christa Linossi 2025

Die Internationale Sommerakademie Salzburg für Bildende Kunst hat kürzlich ihr Kursprogramm für 2025 vorgestellt. Das Thema 2025 lautet: „Diversität der Zukunft“. Es werden Möglichkeitsräume eröffnet, die es Lehrenden und Studierenden ermöglichen, sich vollständig ihrem vielfältigen künstlerischen Schaffen und Denken zu widmen. Das Motto soll Hoffnung spenden in Zeiten der Ungewissheit und mögliche Zukünfte erkunden. Die eingeladenen Lehrenden umfassen renommierte Künstlerinnen und Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen. Dazu gehören Schreiben, Philosophie, Skulptur, Installation, Performance, Druckgrafik, Malerei, Fotografie und mehr.

Insgesamt werden heuer 20 Kurse stattfinden, davon sind 19 Kurse auf der Festung Hohensalzburg und 1 Kurs im Steinbruch Untersberg in Fürstenbrunn. 

Zukunft neu denken! Ich habe jetzt bewusst nur zwei Künstler: innen herausgefiltert, weil ich diese als interessant betrachte.

Christian Kosmas Mayer ist ein Künstler. Er ist Lehrender an der Internationalen Sommerakademie 2025. Vermutlich wird er seinen Studenten in seinem Kurs diese Frage stellen: „Wie wird sich die künstlerische Praxis verändern? Was passiert, wenn man versucht, die Zukunft mitzudenken? Was, wenn die Betrachter*innen unserer Werke noch gar nicht geboren sind?“ Er will damit eine Zeitkapsel entstehen lassen. Christian Kosmas Mayer bringt Erzählungen über historische Überreste und Darstellungen in seinen Werken hervor. Diese Werke bewahrt er, da sie oft kurz vor dem Verschwinden stehen oder bereits nicht mehr wahrnehmbar sind. https://tu-dresden.de/gsw/schauflerlab/schaufler-residency/kuenstler

Ein weiteres Beispiel einer Lehrenden an der Sommerakademie ist Ofri Cnaani. Sie ist Künstlerin und Forscherin. Cnaani arbeitet im Bereich Performance und Medien. Sie widmet sich performativen und spekulativen Methoden, die darauf abzielen, gemeinsame Räume neu zu imaginieren. Diese sind auf eine Zukunft gerichtet, die, plausibel oder sogar absurd sein kann. https://ofricnaani.com/

Zusätzlich zu den Kursen gibt es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Kooperationen mit Kunstinstitutionen in Salzburg. Die Kursorte werden während der Open Studios mit der Schlussausstellung der Klassen für alle Interessierten zugänglich gemacht.

Folgende Lehrende Künstler: innen, Kurator: innen, Kritiker: innen werden heuer die Studenten: innen unterrichten:

Fahim Amir, Walter Bruno Brix, Adriana Bustos, Neha Choksi, Ofri Cnaani, Rossen Daskalov, Julie Hayward, Thalia Hoffman / Manar Zuabi, Matylda Krzykowski, Christian Macketanz, Pablo Martínez-Zarate, Christian Kosmas Mayer, Irina Nakhova, Pascal Petignat, Elizabeth Pich, Sarker Protick, Curtis Talwst Santiago, Hannah Tilson / Otis Blease und Urbanthinktank_next

Ausblick Veranstaltungsprogramm 2025 und Kooperationen

Auch für dieses Jahr werden wieder vielfältige Kooperationen mit Kunstinstitutionen innerhalb der Stadt umgesetzt. 

Im Kunstraum Traklhaus werden die Lehrenden Hannah Tilson und Otis Blease eine Ausstellung verwirklichen. Sie arbeiten in Kooperation mit der Grafischen Werkstatt im Traklhaus. Der Fotograf und Lehrende der Sommerakademie Sarker Protick ist mit einer Einzelausstellung im Fotohof vertreten. Der Zwergelgartenpavillon der Stadtgalerien wird vom Design-Architektur-Kollektiv Urbanthinktank_next bespielt. 

Des Weiteren finden drei Filmscreenings in Kooperation mit dem Salzburger Kunstverein statt. Außerdem gibt es eine Abendveranstaltung mit dem Museum der Moderne Salzburg und dem Künstler Christian Kosmas Mayer.

BEWERBUNGEN BIS 1. MAI 2025 https://summeracademy.at/de/bewerbung/ https://summeracademy.at/de/kurse/

Die Internationale Sommerakademie bietet zahlreiche Stipendien an. Die meisten decken die Teilnahmegebühr ab. Einige beinhalten auch Reise- und Unterbringungskosten. Die Vergabe der Stipendien erfolgt durch eine unabhängige Fachjury.

Stipendien Bewerbungsschluss: 1. April 2025

Reguläre Bewerbung Bewerbungsschluss: 1. Mai 2025

Die Bewerbung steht allen Interessierten offen, da keine Abschlüsse verlangt werden. Die jeweiligen Kursleitenden entscheiden anhand der eingereichten Unterlagen über die Aufnahme der Bewerber*innen. Alle Bewerbungen bis        werden gleichbehandelt. Spätere Bewerbungen werden nach Maßgabe der Kapazität gerne akzeptiert und in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. 

Kurze Zusammenfassung zum Thema DIVERSITÄT DER ZUKUNFT

Inhalt:

  • Das Motto „Diversität der Zukunft“ eröffnet Räume für vielfältiges künstlerisches Schaffen und Denken.
  • Kurse in verschiedenen Disziplinen: Schreiben, Philosophie, Skulptur, Installation, Performance, Druckgrafik, Malerei, Fotografie.
  • 20 Kurse insgesamt, davon 19 auf der Festung Hohensalzburg, 1 im Steinbruch Untersberg.
  • Ausgewählte Lehrende: Christian Kosmas Mayer und Ofri Cnaani mit ihren innovativen Ansätzen.

Kooperationen & Veranstaltungen:

  • Kooperationen mit Kunstinstitutionen in Salzburg.
  • Ausstellungen und Veranstaltungen an verschiedenen Orten wie dem Kunstraum Traklhaus, Fotohof und dem Zwergelgartenpavillon.
  • Drei Filmscreenings mit dem Salzburger Kunstverein und eine Abendveranstaltung mit dem Museum der Moderne Salzburg.

Internationale Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg – Sommerakademie Salzburg

Wer hat eigentlich die Internationale Sommerakademie Salzburg gegründet?

1953 von Oskar Kokoschka als „Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg gegründet, ist sie die älteste ihrer Art in Europa. Die Sommerakademie genoss bis in die 1980er und 1990er Jahre einen sehr hohen Stellenwert. Warum sie dann an Bedeutung verlor, könnte Gründe haben. Vom „Absturz wieder in die Höhe“ hat sich die Sommerakademie in den letzten zehn Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Jährlich besuchen etwa 300 Teilnehmende aus über 50 Ländern diese Kurse.

https://summeracademy.at/de/akademie/geschichte/

https://summeracademy.at/de/akademie/kunstlerinnen/

DomQuartier Salzburg: Jahresprogramm 2025 Enthüllt

terrasse-residenzplatz-domquartier © DQS

Das DomQuartier Salzburg stellte sein Jahresprogramm 2025 mit den neuesten Entwicklungen, Ereignissen und Highlights vor. Diese Pressekonferenz bot einen umfassenden Überblick über die geplanten Ausstellungen. Die Programme und Initiativen werden das kulturelle Erbe Salzburgs weiter bereichern.

Interaktive und barrierefreie Informationsstation:

Seit Frühjahr 2024 gibt es im DomQuartier eine interaktive 3D-Informationsstation. Sie visualisiert die bauhistorische Entwicklung des Residenz- und Dombereichs. Diese Station leistet einen wichtigen Beitrag zur Welterbe-Vermittlung.

Kurzer Einblick, was den Fischkalter betrifft:

Ab März 2025 wird der Fischkalter dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Dies bietet einen weiteren Schritt zu einem anschaulichen Erlebnis des Residenz- und Dombezirks. Zudem zeigt es seine Funktionen. Der Fischkalter ist ein charakteristisches Element einer Residenz. Hier war der Sitz der Hoffischerei. Alle Salzburger Fischer mussten ihren Fang bei Betreten der Stadt schriftlich bekannt geben und zuerst dem fürsterzbischöflichen Hof zum Verkauf anbieten – der Hof bezahlte allerdings weniger, als die Fischer auf dem Markt verlangen konnten. Im Fischkalter wurden die Fische aufbewahrt und frisch gehalten, denn in der Residenz mussten täglich hunderte Personen verpflegt werden. Der Fischkalter ist mit mehreren Becken aus Untersberger Marmor ausgestattet und stammt aus der Zeit des Fürsterzbischofs Max Gandolph Graf Kuenburg (1668–1687). Damit wird auch einer im Museumsleitplan Salzburg (Dieter Bogner) definierten Zielsetzung der Schaffung eines Gesamterlebnisses entsprochen.

Ausstellungen:

Im Jahr 2025 werden mehrere neue Ausstellungen eröffnet. Dazu gehört eine Sonderausstellung zu barocken Kunstwerken. Eine weitere ist eine interaktive Ausstellung zur Geschichte der Salzburger Fürsterzbischöfe. Außerdem wird eine Ausstellung zur österreichischen Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts gezeigt.

DomQuartier-Salzburg_Residenzgalerie- Hermansz. Van Rijn Rembrandt, Betende alte Frau © RGS/Ghezzi

Die Sonderausstellung der Residenzgalerie Salzburg will einer Epoche voller Veränderungen ein neues Gesicht geben. Es handelt sich um die österreichische Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts, welche mit einer Vielfalt an Stilen besticht. Die Porträtmalerei reicht von den antiken Idealen des Klassizismus. Sie umfasst intime und detailverliebte Bildnisse des Biedermeiers oder der Romantik. Sie geht bis zum wirklichkeitsnahen Realismus und spiegelt eine bewegte Zeit wider. Die Ausstellung verfolgt den Wandel dieser bedeutenden Gattung der Malerei bis zum Expressionismus und zeigt auch in Positionen des Historismus, des Symbolismus und des Jugendstils, wie sich der Blick auf die Gesellschaft im Laufe der Zeit wandelte.

Ich freue mich besonders auf eine Ausstellung. Sie ist von dem britischen Künstler Tony Cragg. Er will eigens neue Werke für die Prunkräume schaffen. Er wird sich mit den bereits vorhandenen künstlerischen Gestaltungen auseinandersetzen. Im Dialog mit den Prunkräumen entwickelt er Werke, die der Wahrnehmung dieses historischen Ortes neue Impulse verleihen. Die Ausstellung beginnt am 24. Juli 2025, worüber ich berichten werde.

Bildungs- und Vermittlungsprogramme, Veranstaltungen und Events:

Das DomQuartier setzt auch im kommenden Jahr auf umfangreiche Bildungs- und Vermittlungsprogramme, die Besuchern aller Altersgruppen spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur Salzburgs bieten. Führungen, Workshops und Vorträge werden das Programm bereichern und das Interesse an Kunst und Geschichte fördern.

Vielfältige Veranstaltungen und Konzerte:

Das DomQuartier bietet 2025 auch zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte, darunter eine neue Konzertreihe „Date with Mozart“ und das „Barockfest 2025“, das das barocke Erbe Salzburgs feiert.

Die kammermusikalische Konzertreihe „Date with Mozart. „Nachmittagskonzerte zum Verlieben in den Prunkräumen der Residenz“ startete diesen Januar. Jeden Donnerstag und Freitag finden um 16 Uhr 45-minütige Konzerte im Rittersaal statt. Interessiertes Publikum kann im Rahmen dieser Konzerte Musik von W. A. Mozart und seinen Zeitgenossen in fürsterzbischöflichen Diensten in jenen Räumen erleben, für die diese Musik komponiert wurde.

Das „Barockfest 2025“ wird ein Highlight sein, das das reiche, barocke Erbe der Stadt feiert. Das Konzept entstand in Kooperation mit der Salzburger Bachgesellschaft. Es umfasst Musik, Tanz und Spiel. Diese Elemente lassen eine vergangene Epoche wieder lebendig werden. Das Festival umfasst eine Reihe von Konzerten, Ausstellungen und Sonderveranstaltungen, die die Pracht und Opulenz der Barockzeit zum Leben erwecken.

Vivaldi und Casanova im Carabinierisaal – in Kooperation mit der Camerata Salzburg

Die Camerata Salzburg verzauberte bereits im Januar Groß und Klein im Rahmen des Generationenkonzerts mit einer Vivaldi-Soirée. Das nächste Generationenkonzert – Brahms-Serenade mit Giovanni Guzzo (Violine & Musikalische Leitung) findet am 3. Mai 2025 um 15 Uhr im Carabinierisaal statt.

Die musikalischen Veranstaltungen und Konzerte haben einen engen Bezug zu den Musikthemen des Hauses. Sie stehen auch in Verbindung mit den Musikern, die hier einst gewirkt haben. Die Konzertreihe ist dem Bildungsauftrag des DomQuartiers verpflichtet und dient der Festigung, Etablierung und Positionierung als historisch bedeutender Ort der Musik. Die Kooperationen mit führenden Salzburger Institutionen garantieren eine hohe künstlerische Qualität.

Zusammenfassung: Das Jahresprogramm 2025 des DomQuartiers Salzburg bietet eine Vielzahl von kulturellen Highlights:

  • Neue interaktive 3D-Informationsstation: Visualisiert die bauhistorische Entwicklung des Residenz- und Dombereichs.
  • Öffentliche Zugänglichkeit des Fischkalters: Ab März 2025 wird der Fischkalter dauerhaft zugänglich, ein historisches Element der Residenz.
  • Ausstellungen: Sonderausstellungen zu barocken Kunstwerken, Salzburger Fürsterzbischöfen und österreichischer Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts.
  • Tony Cragg Ausstellung: Der britische Künstler entwickelt neue Werke im Dialog mit den Prunkräumen.
  • Bildungs- und Vermittlungsprogramme: Umfassende Führungen, Workshops und Vorträge.
  • Veranstaltungen und Konzerte: Neue Konzertreihe „Date with Mozart“ und das „Barockfest 2025“ in Kooperation mit der Salzburger Bachgesellschaft. Kammermusikalische Konzerte und Generationenkonzerte mit hoher künstlerischer Qualität.
  • https://www.domquartier.at/ausstellungen/

Das Jahresprogramm 2025 des DomQuartiers Salzburg verspricht ein spannendes und abwechslungsreiches Jahr voller kultureller Höhepunkte. Ein Besuch lohnt sich immer wieder!

Ich werde Sie gerne weiterhin über die kommenden Projekte und Veranstaltungen informieren.

PICTURNING JUSTICE: Kunst und Gerechtigkeit im Salzburger Kunstverein

Salzburger Kunstverein KÜNSTLERHAUS Foto: Bryan Reinhart

Der Salzburger Kunstverein präsentierte sein Programm für 2025! „Kann Kunst die Welt verändern?“ Ich betrat mit dieser Frage im Hinterkopf das lichtdurchflutete Gebäude des Salzburger Kunstvereins. Ich war gespannt auf das neue Jahresprogramm 2025 mit dem vielversprechenden Titel PICTURNING JUSTICE. Es ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gerechtigkeit in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten. Wer hätte gedacht, dass Gerechtigkeit so viele Facetten haben kann? Ein universelles Thema, das in der Kunst neu zu entdecken gilt.

Hintergrund zu Gerechtigkeit und Justitia

Das Thema GERECHTIGKEIT als Schlagwort: Gibt es überhaupt Gerechtigkeit? Kämpfen wir nicht täglich mit Gerechtigkeit und müssen immer wieder erfahren, dass es auch im 21. Jahrhundert noch keine vollkommene Gerechtigkeit gibt? Wie werden wir dieses Problem lösen können? Fragen über Fragen tauchen immer wieder auf.

Gerechtigkeit: Justitia, mit verbundenen Augen, einem Schwert und einer Waage in den Händen, blickt uns entgegen. Eine Frage stellt sich auch für mich: Wie kam es dazu? Warum wurde die Göttin der Gerechtigkeit einst mit weit geöffneten Augen in Albrecht Dürers Kupferstich SOL JUSTITIAE dargestellt? Warum wurde die Augenbinde erst viel später hinzugefügt?! War es eine satirische Bemerkung über die Korruption der Rechtssysteme? Oder sollte die Justiz die Augen vor Ungerechtigkeit verschließen? Oder bedeutet die Augenbinde das Symbol der Unparteilichkeit?

Was werden die Ausstellungshighlights im Künstlerhaus sein?

Die Ausstellung bietet Werke von renommierten nationalen und internationalen Künstlern, die sich intensiv mit Fragen der Gerechtigkeit auseinandersetzen. Hierzu zählen Werke der Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst. Zum Beispiel die Künstlerin Dana Kavelina (*1995, Melitopol, UA) beleuchtet die Realitäten der Zwangsrekrutierung in der Ukraine und verbindet somit Geschichten über die Ausbeutung von Menschen und Tieren. Dies ist jetzt nur ein Beispiel.

Salzburger Kunstverein, Foto: Künstlerin Dana Kavelina

Insgesamt wird es 11 Ausstellungen mit Künstler: innen geben, die im Großen Saal oder im Studio präsentiert werden. Welche Ausstellung ein großes Highlight werden wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht erkennen!

Ich werde die einzelnen Ausstellungen besichtigen und über diejenigen, die ich für interessant oder sogar als Highlight empfinde, explizit berichten.

Kooperationen:

Mit der HTBLuVA Salzburg, Bereich Grafik- und Kommunikationsdesign und Medien (Multimedia-Interaktionsdesign) ARTgenossen, Universität Mozarteum Salzburg, Salzburg Museum-Gastspiel

Fixer Bestandteil:

Die Internationale Sommerakademie Salzburg wird im Sunset Kino wieder Filme präsentieren.

Fazit

Das Programm BILDER DER GERECHTIGKEIT im Salzburger Kunstverein verspricht ein intensives und vielfältiges Erlebnis. Kunstwerke, interaktive Elemente und ein umfassendes Begleitprogramm werden kombiniert. Auf diese Weise wird das Thema Gerechtigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Es wird auch reflektiert. Besucher sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen in den Diskurs einzubringen.

http://www.salzburger-kunstverein.at

„ALBERTINA 2025: Ralph Gleis übernimmt das Ruder – Aufbruch in eine neue Ära“

© Albertina, Wien (Foto: Harald Eisenberger)
Foto © Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com

Klaus Albrecht Schröder verabschiedete sich nach 25 Jahren an der Spitze der Albertina. Er hinterließ eine bemerkenswerte Ära der Erneuerung und Expansion.

Das Jahr 2025 steht für Veränderungen, so auch in der Albertina, wo man „Neu denken und neu entdecken“ möchte. Am 1. Januar 2025 übernahm Dr. Ralph Gleis als Generaldirektor die Leitung der Albertina.

Statement und Zitat von Dr. Ralph Gleis:

„Die ALBERTINA hat einen Wandel vom Grafikkabinett zum vielbesuchten Ausstellungshaus vollzogen. Heute wollen wir es zu einem international beachteten, zeitgemäßen Museum machen. Das Haus hat durch seine Sammlungen und das exzellente Team ein enormes Zukunftspotential, das noch ausgeschöpft werden muss.

Durch innovative Ansätze wollen wir die ALBERTINA gemeinsam neu denken. Kunst soll neu erlebbar gemacht und die Institution international vernetzt werden. Kunst ist immer ein Spiegel der Gesellschaft: Ich möchte mit unseren Ausstellungen aktuelle Fragen diskutieren und Menschen neugierig machen. Vor allem aber sollen unsere Ausstellungen Freude bereiten: Gemeinsam wollen wir Kunst neu entdecken!“, so Gleis.

Weitere Ziele, die Gleis nannte, umfassen die Etierung einer Sammlungsstrategie für das 21. Jahrhundert sowie die Entwicklung einer modernen Sammlungsstrategie, die die digitale Transformation sowie ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit betont.

Im Rahmen seines „Nowness“-Programms 2025 hat Ralph Gleis ein breitgefächertes Ausstellungsprogramm zusammengestellt. Dieses Programm wird sowohl der grafischen Sammlung von Weltrang gerecht als auch den umfangreichen Sammlungen von Malerei, Skulptur, Fotografie und Architektur.

Wird Dr. Ralph Gleis die ALBERTINA auch weiterhin in die Zukunft führen?

Biografie Dr. Ralph Gleis: Geboren 1973 in Münster, studierte Dr. Ralph Gleis Kunstgeschichte, Geschichte und Soziologie und promovierte 2008 an der Universität zu Köln mit einer Dissertation über Anton Romako. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von Berlin über Antwerpen nach Bonn und schließlich nach Wien, bevor er 2017 die Leitung der Alten Nationalgalerie in Berlin übernahm. Ab dem 1. Januar 2025 beginnt er seine neue Aufgabe als Generaldirektor der Albertina.

Chemnitz 2025: Kulturhauptstadt Europas und Unentdeckte Schätze

Kulturhauptstadt Europas 2025 CHEMNITZ Hartmannfabrik Foto:© Peter Rossner
 

In drei Tagen, am 18. Januar 2025, fällt der offizielle Startschuss für ein weiteres Kulturhauptstadtjahr, und diesmal ist Chemnitz an der Reihe. Die drittgrößte Stadt Sachsens präsentiert sich unter dem Motto „C THE UNSEEN“. Zusätzlich zeigen sich 38 Kommunen und Gemeinden aus Mittelsachsen, dem Erzgebirge und Zwickau. Sie präsentieren sich auf eine Weise, wie Sie es noch nie gesehen haben.

„C THE UNSEEN“ – das Motto von Chemnitz 2025 – ist Einladung und Versprechen zugleich. Ziel ist es, die wertvollen, ungesehenen und unentdeckten Seiten der Region aufzudecken. Der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ rückt Menschen, Orte und Aktivitäten ins Rampenlicht. Diese haben bisher touristisch wenig Aufmerksamkeit erhalten. Sie bekommen die Chance, sich zu präsentieren und neue Gäste willkommen zu heißen.

Die sächsische Großstadt Chemnitz trägt den Titel gemeinsam mit 38 Kommunen aus dem Erzgebirge, Mittelsachsen und dem Zwickauer Land. Unter dem Motto „C THE UNSEEN“ enthüllt Chemnitz 2025 unbekannte Aspekte einer ostdeutschen Stadt. Diese Region ist von Wandel, Widerstandskraft und Neuerfindung geprägt. Die Wurzeln der zukunftsorientierten europäischen Identität von Chemnitz liegen in der reichen Vergangenheit.

Mehr als 1000 Veranstaltungen warten, darauf, entdeckt zu werden.

Das Eröffnungsprogramm am 18. Januar 2025 gibt einen ersten Einblick in das Kulturhauptstadtjahr. Auf drei Bühnen in der Stadthalle Chemnitz gibt es ein „Programm-Schaufenster“. Über 60 der insgesamt 160 Kulturhauptstadtprojekte stellen sich mit kurzen Einzelpräsentationen vor.

Kulturhauptstadt Europas 2025 CHEMNITZ/ Chemnitz Stadthalle und Congress Hotel in der Innenstadt ©
Ernesto Uhlmann

Zum Festakt im Opernhaus der Städtischen Theater Chemnitz begrüßt Oberbürgermeister Sven Schulze Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er empfängt auch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und den EU-Kommissar für Generationen, Jugend, Kultur und Sport, Glenn Micallef. Zudem sind Claudia Roth, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, anwesend. Weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft nehmen ebenfalls teil. Den Melina-Mercouri-Preis erhalten Andrea Pier und Stefan Schmidtke, Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH. Der nach der ehemaligen griechischen Kulturministerin und Initiatorin des Kulturhauptstadtprogramms benannte Preis wird von der Europäischen Kommission an Chemnitz verliehen.

Am gesamten Wochenende bieten Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion mit ihren 38 Kommunen und Gemeinden ein vielfältiges Rahmenprogramm. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Kulturhauptstadtjahr. https://opening.chemnitz2025.de/de/news/die-eroeffnung-der-kulturhauptstadt-europas-2025

So transformiert KI meine Kunstwerke

Ich wagte ein weiteres Experiment mit der KI im künstlerischen Bereich. Ich beauftragte die KI, eine meiner Grafiken in ein neues Objekt umzusetzen. Genaue Dateneingabe ist erforderlich. Das unten angeführte Werk diente als Grundlage für den Auftrag an die KI.

Es ist faszinierend, was man aus einem bereits vorhandenen Werk, das in Handarbeit entstanden ist, herausholen und umwandeln kann.

Allerdings steht für mich fest, dass Handwerk vor Technik kommt. Ich werde sicher noch einige Versuche mit der KI starten. Es ist unheimlich und spannend zugleich. Die Zukunft KI hinterlässt bereits ihre Spuren.

Kunst und Frieden im 21. Jahrhundert

Meine neueste Grafikarbeit aus der neuen Serie „KI“ © Christa Linossi 2025

Weltfrieden?  

Wenn wir die Weltpolitik im 21. Jahrhundert betrachten, muss ich feststellen, dass FRIEDEN nicht gerade das Gebot der Stunde ist, aber gerade jetzt wäre WELTFRIEDEN angesagt! Aber wie sieht die KUNSTWELT im 21. Jahrhundert und vor allem im Jahr 2025 aus?

Das 21. Jahrhundert ist bereits 25 Jahre alt, und es hat sich viel getan. Die Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind nicht mehr wegzudenken.

„Künstliche Intelligenz an sich ist weder gut noch böse. Sie ist ein Werkzeug, das von Menschen entwickelt und genutzt wird. Es liegt in der Verantwortung der Menschen, wie sie diese Technologie einsetzen. Die Geschichte zeigt uns, dass technologischer Fortschritt immer von menschlichen Entscheidungen und Handlungen begleitet wird. Wenn wir KI verantwortungsvoll und ethisch einsetzen, kann sie uns helfen, viele Herausforderungen zu bewältigen und unsere Lebensqualität zu verbessern. Doch wenn sie missbraucht wird, kann sie auch Schaden anrichten.“

Künstliche Intelligenz in der Kunst?

Zu Hinterfragen ist auch, wieviel Künstliche Intelligenz von Künstler: innen eingesetzt wird. Dies wirft sehr viele Fragen auf: Urheberrechte, wieviel eigene Idee ist in dem digitalen Kunstwerk noch vorhanden? Usw. Es ist auf alle Fälle eine Herausforderung, das Werkzeug richtig einzusetzen, egal ob in der KUNST oder in unserer WELTANSCHAUUNG, wie Politik, Menschenrechte usw.

Ich habe mich auf die Suche gemacht. Ich möchte Ihnen einige interessante Ausstellungen die 2025 startfinden vorstellen. Diese halte ich für sehr gut oder gut.

LONDON: Tate Modern – „Anthony McCall, Festes Licht

Tate Modern London (noch bis 27. April 2025)

Eine faszinierende Ausstellung, in der Lichtstrahlen durch einen dünnen Nebel projiziert werden und große dreidimensionale Formen im Raum erzeugen, die sich langsam verschieben und verändern. Während du dich durch diese durchscheinenden Lichtskulpturen bewegst, erschaffst du neue Formen und entdeckst deine eigenen faszinierenden Perspektiven. Der Künstler Anthony McCall, bekannt für seine innovativen Lichtinstallationen, bewegt sich zwischen Skulptur, Kino, Zeichnung und Performance. Seine bahnbrechende Arbeit „Line Describe a Cone“ aus dem Jahr 1973 definierte die Möglichkeiten der Skulptur neu.

 Anthony McCall (geb. 1946) ist ein in Großbritannien geborener und in New York lebender Künstler, der für seine „Solid-Light“-Installationen bekannt ist, eine Serie, die er 1973 mit „Line Describe a Cone“ begann, in der sich eine volumetrische Form aus projiziertem Licht langsam im dreidimensionalen Raum entwickelt.

Weitere Informationen und ein Video zur Ausstellung findest du hier.

https://youtu.be/YlWNc7T0kKg https://www.tate.org.uk/art/artists/anthony-mccall-7491

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/anthony-mccall

ESSEN und DRESDEN: William Kentridge – Listen to the Echo

Museum Folkwang in Essen und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)  (4. September 2025 bis 18. Januar 2026)

William Kentridge ist ein Großmeister der Gegenwart – der südafrikanische Zeichner, Videokünstler und Regisseur kann dieses Jahr einen runden Geburtstag feiern. Gerade mit dem „Internationalen Folkwang-Preis“ ausgezeichnet, legt er zum Siebzigsten selbst Hand an für eine Doppelausstellung in Dresden und Essen. Ein hervorragender Künstler, der es immer wieder versteht, den Betrachter mit interessanten Werken zu überraschen.

William Kentridge ist ein südafrikanischer Künstler. Kentridge wuchs mit litauisch-jüdischen Wurzeln in Südafrika auf. Seine Eltern vertraten als Rechtsanwälte vor allem Schwarze in Gerichtsprozessen während der Apartheid. 

https://www.skd.museum/ausstellungen/william-kentridge/

Als ich die Arbeiten von William Kentridge zum ersten Mal in Salzburg im Museum der Moderne 2017 sah, war ich beeindruckt von der tiefen Emotion, die in jedem Werk steckt. Daher ist seine Ausstellung definitiv ein Muss!

AMSTERDAM: Anselm Kiefer

Stedelijk Museum & Van Gogh Museum Amsterdam (7. März bis 9. Juni 2025)

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte veranstalten das Van-Gogh-Museum und das Stedelijk Museum Amsterdam gemeinsam eine große Ausstellung über einen der bedeutendsten Künstler unserer Zeit: Anselm Kiefer.

Am Tag vor dem 80. Geburtstag des Mythenmeistermalers gratuliert ihm die Stadt Amsterdam mit der Doppelausstellung „Sag mir, wo die Blumen sind“. Das Stedelijk zeigt seinen Gesamtbestand an Werken von Anselm Kiefer, und im Van-Gogh-Museum treffen seine Stroh-auf-Leinwand-Kompositionen aufpassende Bilder von van Gogh wie „Weizenfeld mit Krähen“.

Anselm Karl Albert Kiefer (* geboren 1945 in Donaueschingen) ist ein deutscher und seit 2018 auch österreichischer Maler und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg.

https://www.vangoghmuseum.nl/en/visit/whats-on/exhibitions/anselm-kiefer-sag-mir-wo-die-blumen-sind

WIEN: Egon Schieles letzte Jahre

Leopold Museum Wien (28. März bis 13. Juli 2025) noch keine näheren Informationen

Als Egon Schiele im Herbst 1918 an der Spanischen Grippe starb, war er erst 28 Jahre alt und seine Schaffenskraft in voller Blüte. Wenn nun in Wien der Fokus auf seine letzten Jahre fällt, sind viele berühmte Werke zu sehen – auch wertvolle Leihgaben wie die „Sitzende Frau mit hochgezogenem Knie“ aus der Prager Nationalgalerie.

Egon Schiele war ein österreichischer Maler des Expressionismus. Neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zählt er zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne. 

MÜNCHEN: Philippe Parreno – Voices

Haus der Kunst München (13. Dezember 2024 bis 25. Mai 2025)

Bei „Voices“ verwandelt Philippe Parreno ganze Räume des Hauses der Kunst mit einer vollständig KI-gesteuerten Ausstellung. Parreno hat das Ausstellungserlebnis revolutioniert, indem er Galerien in choreografierte Räume verwandelt, die sich wie ein Drehbuch entfalten. Seine Ausstellungen sind immersive Reisen, bei denen parallele Realitäten miteinander verbunden sind und eine Reihe unerwarteter, voneinander abhängiger Ereignisse schaffen, die die Wahrnehmung von Raum, Zeit und Grenzen verändern.

Philippe Parreno (*1964 in Oran, Algerien) ist ein französischer Künstler und Filmemacher. Er schafft Installationen, Filme, Zeichnungen und Texte, die meistens in Abhängigkeit zum Kontext und Ort ihrer Präsentation konzipiert sind. Er lebt in Paris.

https://www.hausderkunst.de/eintauchen/philippe-parreno-voices

Weitere Highlights 2025 werden die Kulturhauptstädte Europas Chemnitz und Nova Gorica sein. Über die werde ich noch gesondert berichten.

https://chemnitz2025.de/programm/

Nova Gorica und Gorizia, die grenzüberschreitende Kulturhauptstadt Europas 2025 | I feel Slovenia

Wussten Sie, dass jährlich weltweit über ca. 3000 neue Kunstausstellungen eröffnet werden? Einige davon haben das Potenzial, die Wahrnehmung der Kunst grundlegend zu verändern.

Daher auch meine Frage? „Kann die Kunst des 21. Jahrhunderts ohne die Einflüsse der künstlichen Intelligenz bestehen? Diese Frage stellt sich angesichts der wachsenden Präsenz von KI in kreativen Prozessen immer dringlicher“!

Ich bin gespannt, welche Ausstellung Sie am meisten interessieren wird. Lassen Sie es mich wissen.

Zitat von Pablo Picasso: „Die Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen“.