„Ein Blick, der fesselt“: Jenny Saville erstmals in Österreich in der ALBERTINA

Jenny Saville
Gaze, 2021–2024
200 × 160 cm, Öl und Acryl auf Leinwand
Privatsammlung © Jenny Saville / Bildrecht, Wien 2025
Foto: Prudence Cuming Associates Ltd. Courtesy Gagosian

„Was macht ein Portrait so fesselnd, dass es sowohl zeitlos als auch modern wirkt?“

Eine hochinteressante Ausstellung zeigt die ALBERTINA!

Es handelt sich um Jenny Saville, geboren 1970 in Cambridge, England. Sie ist zurzeit die höchstbezahlte Lebende Künstlerin für ihr Werk „Propped“ welches 2018 bei Sotheyb’s in London verkauft wurde.

Saville zählt zu den wichtigsten VertreterInnen der Young British Artists und nahm als einzige figurative Malerin an der legendären Ausstellung Sensation in der Royal Academy of Arts 1997 London teil.

Entdeckt hatte sie der britische, der visionäre Sammler und Kunstförderer Carles Saatchi. Er kaufte mehrere Werke von ihr und nahm sie anschließend für 18 Monate unter Vertrag, um Saville zu unterstützen und ihre Bilder in der Saatchi Gallery in London auszustellen.

Die ALBERTINA veranstaltet nun die erste Einzelausstellung der bekannten britischen Künstlerin in Österreich und gibt einen retrospektiven Einblick in die künstlerischen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte. Zudem präsentiert die Schau in der historischen Pfeilerhalle von den 26 Werken auch vier neue, noch nie gezeigte Werke.

Jenny Saville (geb. 1970) setzt sich in ihrem Oeuvre seit mehr als drei Jahrzehnten mit der Tradition von Körperbildern auseinander, wobei ihre Figuren eine Position zwischen Idealisierung und Dekonstruktion einnehmen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den weiblichen Akt und das weibliche Porträt.

Jenny Saville
Chapter (for Linda Nochlin), 2016–2018
260,4 × 236,2 cm, Kohle auf Baumwoll-Canvas
Privatsammlung © Jenny Saville / Bildrecht, Wien 2025
Foto: Rob McKeever / Courtesy Gagosian

Dieser produktive kunsthistorische Austausch, ein zeitenübergreifender Dialog, bildet die Grundlage für die höchst originäre Kunst Savilles, der es gelingt, den Zeitgeist auf Leinwand und Papier auszudrücken. Dabei entwickelt sie – einer Bildhauerin vergleichbar – ihre Darstellungen, die sich durch eine dezidierte Körperlichkeit auszeichnen, meist aus abstrakten Farbfeldern, die von dünn aufgetragenen Aquarellflächen bis hin zu dick und pastos übereinandergelegten Farbschichten reichen.

Antike und christliche Ikonografien dienen ihr als Vorlage für die Auseinandersetzung mit Raum, Figur und Fläche. Daraus resultiert eine visuelle Formensprache, die stark im historisch Überlieferten verankert ist und die Saville für die Gegenwart neu konzipiert.

GAZE Blaue Augen

Jenny Saville
Gaze, 2021–2024
200 × 160 cm, Öl und Acryl auf Leinwand
Privatsammlung © Jenny Saville / Bildrecht, Wien 2025
Foto: Prudence Cuming Associates Ltd. Courtesy Gagosian

Ein eindringlicher, sensibler und unschuldiger Blick dominiert. Das Portrait zieht den Betrachter in eine stille, fast intime Kommunikation mit der Protagonistin. Die teilweise abstrakte Malerei und die breiten Pinselstriche betonen die Nähe und Lebendigkeit, Saville transformiert historische Ikonen zu lebendigen, monumentalen Reflexionen unserer Zeit.

Wie so oft macht die überlebensgroße Darstellung des Kopfes das Bild auf mehreren Ebenen erfahrbar: Der Betrachter kann sich in das Bild hineinversetzen: Aus der Ferne wirkt es wie ein herkömmliches Porträt, doch sobald man sich der Bildfläche nähert, entsteht durch das Geflecht von Pinselspuren und Farbauftrag der Eindruck von Unmittelbarkeit und gesteigertem Realismus – ein Genuss der Malerei an sich.

Die blauen Augen ziehen den Betrachter in einen Dialog, der berührt, nachdenklich stimmt und das Bild in seiner Einzigartigkeit unvergleichlich macht. Auch mich hat dieses Porträt in seinen Bann gezogen.

„Dieses Werk beantwortet die Frage: Was macht ein Portrait so fesselnd?“

Die Ausstellung bietet nicht nur einen retrospektiven Einblick, sondern lässt uns mit vier brandneuen Arbeiten Savilles Zeugen ihrer jüngsten kreativen Evolution werden – ein Geheimnis, das erst in der ALBERTINA enthüllt wird.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. Juni 2025

https://www.albertina.at/ausstellungen/jenny-saville/

SURVEYING DESIRE: Kunst zwischen Kapitalismus und Ökologie

Ausstellung SURVEYING DESIRE des Künstlerduos New Mineral Collective. Die aus Kanada stammende Künstlerin Tanya Busse und die litauische Künstlerin Emilija Škarnulytė Foto: © Christa Linossi 2025

Der Salzburger Kunstverein präsentiert die Ausstellung SURVEYING DESIRE des Künstlerduos New Mineral Collective. Die aus Kanada stammende Künstlerin Tanya Busse und die litauische Künstlerin Emilija Škarnulytė gründeten das Kollektiv im Jahr 2012. Mit Fotografie, Film und skulpturalen Installationen setzen sie sich kritisch mit der zeitgenössischen Landschaftspolitik auseinander.

Ausstellung SURVEYING DESIRE Foto: © Christa Linossi 2025

Beim Betreten des Ausstellungsraums taucht man direkt in einen Farbenrausch aus Blau und Türkis ein – eine Farbkombination, die überraschenderweise positiv auf die Betrachter*innen wirkt. Der Boden des Raumes ist in einem intensiven Blau gehalten, während große, zart türkis beleuchtete Kugeln im Raum verteilt sind. Von der Decke hängen Seile, an dem kunstvoll gearbeitete Stäbe aus Untersberger Marmor befestigt sind.

An den Wänden großformatige Fotoarbeiten, die zusätzliche Einblicke in die skulpturalen Werke geben. Dennoch kann es herausfordernd sein, die Ausstellung ohne Hintergrundwissen vollständig zu verstehen. Die Bedeutung der Skulpturen und ihrer Symbolik bleibt zunächst oft unklar.

Ausstellung SURVEYING DESIRE Foto: © Christa Linossi 2025

Die aus Untersberg-Marmor gefertigten Stäbe sollen Akupunkturnadeln darstellen, die den Raum vertikal durchdringen, während die großen Kugeln an überdimensionale Badebomben erinnern. Was sind Badebomben? Diese festen Badezusätze lösen sich im Kontakt mit Wasser sprudelnd auf und färben das Wasser bunt. Die von den Künstlerinnen entworfenen „Badebomben“ für Ozeane, werfen jedoch auf, dass diese scheinbar harmlosen Produkte Spuren von giftigen Schwermetallen enthalten können. Insbesondere Titandioxid stellt eine Bedrohung für Meereslebewesen dar.

Damit machen die Künstlerinnen auf ökologische und geopolitische Narrative aufmerksam, die unseren Planeten betreffen. Die skulpturalen Stäbe, die ebenfalls Spritzen symbolisieren sollen, dienen als spekulative Instrumente der Kritik an der kapitalistischen Ausbeutung. Sie legen die „Narben“ der Ausbeutung offen und verweisen auf die Verletzlichkeit der Erde.

SURVEYING DESIRE (übersetzt: Das Verlangen erforschen) ist ein Aufruf, unsere kapitalistisch geprägten Wünsche neu auszurichten und die Maßstäbe unseres Weltbildes zu hinterfragen. Die speziell für den Salzburger Kunstverein geschaffenen Werke reflektieren ökologische und geopolitische Krisen und laden dazu ein, neue planetarische Narrative zu entwickeln. Es handelt sich um Werkzeuge, die den Mikrokosmos des menschlichen Körpers mit dem Makrokosmos der Erde verbinden.

Ausstellung SURVEYING DESIRE Foto: © Christa Linossi 2025

Zusätzlich findet sich in einer Ecke des Ausstellungsraums eine großformatige Screen-Installation, die ergänzende Videoinhalte zur Ausstellung zeigt. Diese audiovisuelle Präsentation vertieft die kritischen und künstlerischen Themen von SURVEYING DESIRE und bietet den Besucher*innen weitere Einblicke in die Arbeit des Künstlerduos.

Mit SURVEYING DESIRE schafft das Künstlerduo New Mineral Collective eine ästhetisch eindrucksvolle und zugleich tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Widersprüchen unseres Planeten – eine Ausstellung, die zum Nachdenken und Umdenken anregt.“

Die Ausstellung läuft noch bis zum 04.05.2025 im Salzburger Kunstverein Salzburg.

„Das verlorene Paradies: Die Tapisserien des Salzburger Doms hautnah erleben“

Die Ausstellung „Paradise Lost-Die Tabisserien des Salzburger Doms“ Foto: © Christa Linossi 2025

9.3. 2025 – 13. 10. 2025 | Nordoratorium

„Glauben Sie an das Paradies und die Folgen des Sündenfalls und haben Sie sich jemals gefragt, was das Paradies wirklich bedeutet – und welche Folgen der Sündenfall für uns alle hatte?“ Dann würde ich Ihnen empfehlen, die großartige Ausstellung im DomQuartier Nordoratorium anzusehen. Es bietet eine einmalige Gelegenheit, das gesamte Ensemble in allen Details aus nächster Nähe kennenzulernen.

Hintergrund der Tapisserien:

In der Brüsseler Manufaktur von Jan Aerts (tätig 1614–1635) entstanden die prachtvollen Tapisserien des Salzburger Doms. Er verwendete etwa 80 Jahre alte Bildvorlagen. Diese Vorlagen schuf der Maler Michiel Coxcie für die Tapisserien von Schloss Wawel in Krakau. Diese sechs Tapisserien wurden in langwieriger Handarbeit aus Wolle und Seide gewirkt. Sie zeigen Szenen zu Adam und Eva, Kain und Abel und gehören zum Domschatz. Ihre Qualität und kunstvolle Verarbeitung beeindrucken.

Tapisserie „Die Erschaffung Evas und das Verbot Gottes vom Baum der Erkenntnis zu essen“ Foto: © Christa Linossi 2025

Die Tapisserien stellen Schlüsselszenen aus dem Leben von Adam und Eva sowie Kain und Abel dar:

1. Gott entlässt Adam ins Paradies

2. Die Erschaffung Evas und das Verbot vom Baum der Erkenntnis zu essen

3. Adams und Evas Arbeit nach dem Sündenfall

4. Das Opfer von Kain und Abel

5. Kain erschlägt Abel

6. Gott verflucht Kain oder Kain flieht vor dem Zorn Gottes

Vier von sechs Tapisserien des Doms handeln vom verlorenen Paradies.

Die Ausstellung:

Die Darstellungen vom Paradies und dem Leben nach dem Sündenfall faszinieren durch ihre fantasievolle Erzählung und Detailfülle. Nun sind die sechs Bildteppiche erstmals einer eigenen Ausstellung gewidmet und können aus nächster Nähe betrachtet werden.

Es ist beeindruckend, vor diesen riesigen Bildteppichen zu stehen, die vom Paradies und den Folgen des Sündenfalls erzählen. Die Fülle an Details, wie die Schlange, die Eva verführt und das Böse symbolisiert, regt immer wieder zum Nachdenken an. Der Adler wiederum verteidigt sein Nest gegen die Schlange und frisst sie. Er steht für Christus, den Überwinder von Sünde und Tod.

Tapisserie „Die Schlange und der Adler“ Foto: © Christa Linossi 2025

Die biblischen Geschichten von Adam und Eva und ihrer Söhne Kain und Abel erklären theologisch, warum die Schöpfung nicht nur gut und schön ist. Sie ist auch vom Kampf ums Überleben geprägt. Gewalt, Leid und Tod sind ebenfalls Teil davon. Was ist die Ursache dafür, wie kam das Böse in die Welt?

Die Früchte vom verbotenen Baum brachten Adam und Eva die Erkenntnis von Gut und Böse, aber auch die Sterblichkeit. Gott vertrieb das erste Menschenpaar aus dem Paradies, ehe ihm der zweite besondere Baum im Paradies, der Baum des Lebens, zur Unsterblichkeit verhelfen konnte.

Historischer Kontext:

Es gibt keine verlässliche Notiz, wann die Tapisserien in den Dom gelangt sind – vermutet wurde unter Fürsterzbischof Paris Lodron. Weder unter Schrattenbach noch Colloredo finden sich Erwähnungen der Tapisserien in Inventaren.

In der Vergangenheit wurden die Tapisserien nur zu besonderen Festlichkeiten im Langhaus des Doms aufgehängt, zuletzt auch anlässlich eines Konzerts der Salzburger Festspiele mit Nikolaus Harnoncourt 2012. Eine Hängung im Dom ist aus konservatorischen Gründen künftig nicht mehr vorgesehen.

Der Ausstellungstitel wurde dem berühmten, 1667 veröffentlichten epischen Gedicht des Engländers John Milton entlehnt. Der Dichter schildert ausführlich die dramatischen Ereignisse vom Erwachen Satans bis zur Vertreibung der Ureltern aus dem Paradies.

Fazit:

Mit ihrer unglaublichen Detailfülle und symbolischen Elementen – wie der Schlange als Verkörperung des Bösen und dem Adler als Symbol für Christus – regen die Tapisserien zu Reflexionen über die Ursachen von Leid und das Böse in der Welt an.

Die Tapisserien regen dazu an, über die Grundfragen der menschlichen Existenz und die Ursachen von Leid und Bösem nachzudenken.

Wenn Sie die Ausstellung auf sich wirken lassen, denken Sie an die unruhigen Zeiten, in denen wir leben. Taucht da nicht immer wieder die Frage auf: Was wäre aus der Menschheit und dem Paradies geworden, hätte Eva der Schlange nicht nachgegeben und Adam den Apfel gereicht?

„ESSTHETIK: Wo Gaumenfreuden und Kunst verschmelzen“

ESSTHETIK eat&meet Altstadt Salzburg Foto: (c)Uwe Brand_eat_meet2025

eat&meet: Das Kulinarikfestival in Salzburg

Kurz vor Frühlingsbeginn verwandelt sich die Altstadt Salzburg vom 7. bis 30. März 2025 erneut in ein kulinarisches Paradies. Unter dem Motto „ESSTHETIK – eine Frage des guten Geschmacks“ erwartet die Besucher ein 21-tägiges Festival voller Kunst, Design und Ästhetik, das auf Koch-, Ess- und Gesprächskultur trifft. 42 Partnerbetriebe und 92 Veranstaltungen laden dazu ein, die vielen Gesichter der Essthetik zu entdecken.

Gemeinsames Essen, kunstvoll arrangiert in gemütlicher Atmosphäre, kann Glücksgefühle auslösen und Beziehungen stärken. Kunst und Essen sind eng verbunden, und das Auge isst mit.

Marcus Gavius Apicius: Der Feinschmecker der Antike

Marcus Gavius Apicius (um 25 v. Chr. – vor 42 n. Chr.) war ein römischer Feinschmecker und Autor der ältesten erhaltenen römischen Rezeptsammlung „De re coquinaria“. Seine extravaganten Bankette und seine Leidenschaft für feine Zutaten und kunstvolle Zubereitungsmethoden bieten heute einen faszinierenden Einblick in die Kulinarik der römischen Elite.

Essen in der Kunst

Essen und Kunst sind von Ästhetik und Sinneseindrücken geprägt. Unsere Vorlieben für Töne, Farben, Formen, Konsistenzen und Gerüche beeinflussen sowohl unsere künstlerischen als auch kulinarischen Entscheidungen. Ein kunstvoll arrangiertes Gericht in einer geschmackvollen Umgebung kann wahre Glücksgefühle auslösen und das Essen zu einem Erlebnis machen.

Vom Bosna bis zum Steckerlfisch – Street Food trifft Street Art

Am Hanuschplatz das Graffiti Künstler Duo Jana&JS zu eat&meet, Foto: © Christa Linossi 2025

Vom 13. bis 15. März 2025 öffnete die Street Food Kitchen ihre Türen für alle. Street Food ist in Salzburg genauso bekannt wie die Mozartkugel. Doch während des eat&meet Festivals wurde es noch aufregender: Street Food trifft auf Street Art! Am ehemaligen Fisch Krieg am Ferdinand-Hanusch-Platz wurde gekocht, geschlemmt und gesprayt. Dank der Unterstützung der Stadt Salzburg wird der leere Fischmarkt zu einem lebendigen Treffpunkt für kulinarische und künstlerische Genüsse.

Stellen Sie sich vor, wie Sie inmitten von kunstvollen Graffitis einen köstlichen Bosna genießen oder einen frisch gegrillten Steckerlfisch probieren. Die Kombination aus Street Food und Street Art schafft eine einzigartige Atmosphäre, die sowohl den Gaumen als auch die Augen verwöhnt. Es war ein Fest für alle Sinne und ein Muss für jeden, der die kreative und kulinarische Seite Salzburgs erleben wollte.

Graffiti-Künstler, wie das Streetart-Duo Jana&JS, haben den Platz um den Fisch Krieg Hanuschplatz und die Rathausunterführung bei der Staatsbrücke mit ihren Kunstwerken gestaltet.

Rathausunterführung bei der Staatsbrücke mit ihren Kunstwerken zu eat& meet, Foto: © Christa Linossi 2025

Kurze Erläuterung zur Location Fisch Krieg am Hanuschplatz:

„Der Fisch Krieg am Hanuschplatz blickt auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück. 1926 errichtete die Stadt Salzburg ein kleines Fischmarktgebäude, das später von der Familie Krieg übernommen wurde. Nach der Insolvenz 2024 gibt es nun einen neuen Besitzer, der den Traditionsbetrieb wiederbeleben möchte.“

Fürsterzbischöflicher Augenschmaus im DomQuartier

„Das DomQuartier spiegelt die kulinarischen Genüsse und prachtvollen Bauwerke der Fürsterzbischofszeit wider. Bei eat&meet entführt eine Führung die Besucher in die Esskultur dieser Epoche, illustriert durch beeindruckende Gemälde und Räumlichkeiten. Ein Highlight war das Werk ‚Stillleben, Frühstück mit Champagnerglas und Pfeife‘ von Jan Davidsz. de Heem, das mit feinen Details und symbolischen Botschaften den barocken Vanitasgedanken darstellt. Abschließend verwöhnte das Restaurant Blaue Gans die Teilnehmer mit neu interpretierten Rezepten, wie einer barocken Pastete.“

Dinner in the Gallery – Galerie Frey

Esskultur es wird angerichtet, Galerie Frey im Ausstellungsraum, Foto: © Christa Linossi 2025

„In der Galerie Frey im Nonntal verschmelzen an mehreren Terminen Kunst und Kulinarik zu einem einzigartigen Erlebnis. Haubenkoch Aaron Priewasser aus der ‚Genusskrämerei‘ in Hallein kreiert im stilvollen Ambiente des Pop-up-Restaurants. Er serviert Gerichte, die von den ausgestellten Werken inspiriert sind. Motive, Farben und Stile der Künstler Gabriele Chiari, Csaba Fürjesi und Alexander Steinwendtner prägen sowohl die Kulisse als auch die fantasievollen Kreationen auf den Tellern. Sie laden zu einer persönlichen Interpretationsreise für alle Sinne ein.“.

eat & meet in der Galerie Frey, v.li.n.re.Haubenkoch Aaron Priewasser, Künstler Alexander Steinwendtner
Foto: © Christa Linossi 2025

Das Kulinarikfestival „eat&meet“

bietet eine einzigartige Gelegenheit, die vielfältigen Facetten von Kunst und Kulinarik in Salzburg zu erleben. Mit zahlreichen Veranstaltungen in verschiedenen Restaurants und Locations lädt das Festival dazu ein, den guten Geschmack in all seinen Formen zu entdecken und zu genießen. Ob Genussmensch, Kunstliebhaber oder beides – das eat&meet Festival wird für jeden zu einem unvergesslichen Erlebnis.“.

https://www.salzburg-altstadt.at/de/eat-meet

„Der verborgene Agent: Ein Bild mit Tiefgang“

Neue Arbeit als experimentelle Photografie / aus der Serie „BLICKRICHTUNG“ © Christa Linossi 2025

Meine neueste Arbeit ist ein Meisterwerk der experimentellen Fotografie und Grafik, das komplett ohne den Einsatz von KI entstanden ist. Das Bild zeigt eine geheimnisvolle Szene: Ein Mann, verborgen hinter einem Torbogen, fixiert mit intensivem Blick etwas jenseits des Betrachters.

Doch was fesselt seine Aufmerksamkeit so sehr? Sein angespannter Ausdruck lässt vermuten, dass er Zeuge eines bedeutenden Ereignisses ist oder einer tiefen inneren Auseinandersetzung. Beobachtet er eine geheime Zusammenkunft, die dem Lauf der Geschichte eine neue Richtung geben wird? Ist er vielleicht ein Geheimagent, der in einem Netz aus Intrigen und Geheimnissen verstrickt ist?

Der Betrachter wird eingeladen, die verborgene Geschichte zu ergründen und seine eigenen Interpretationen zu entwickeln. Was hat dieser Mann gesehen, das ihn so sehr in den Bann zieht?

QAGOMA 2025: Ein Fest der Kunst und Kultur Down Under

Michael Riley / Kamilaroi/Wiradjuri peoples / Australia 1960– 2004 / cloud (portfolio) (detail) 2000 / Inkjet print on banner paper / Ten sheets: various dimensions / Purchased 2002 / Collection: QAGOMA, Brisbane / © Michael Riley Estate

QAGOMA 2025 Program Highlights

Es ist wieder ein Blick außerhalb von Europa, und ich landete online in Australien, und zwar in der QUEENSLAND ART GALLERY | GALLERY OF MODERN ART (QAGOMA) in South Brisbane, Australien. Diese Galerie besuche ich des Öfteren online, und sie stellt immer wieder interessante Künstler:innen aus.

QAGOMA hat ihr Programm für 2025 vorgestellt, das herausragende Ausstellungen und Künstler umfasst. Zu den Highlights zählen:

Archie Moore / Kamilaroi/Bigambul peoples / Australia b.1970 / kith and kin (installation view, Australia Pavilion, Venice Biennale 2024) 2024 / Photograph: Andrea Rossetti / Image courtesy: The artist / © Archie Moore
  • Archie Moore: Der Kamilaroi/Bigambul-Künstler präsentiert sein preisgekröntes Venedig-Biennale-Projekt „kith and kin“. Moore, ein australischer Multimedia-Künstler der Aborigines, gewann mit dieser Installation den Goldenen Löwen für die beste nationale Beteiligung. Seine Werke thematisieren die Identität der Aborigines, die Geschichte Australiens sowie Fragen der Verständigung und des Rassismus. Moore arbeitet in verschiedenen Medien, darunter Papierskulpturen, Videokunst, Klangkunst und mehr.
  • Olafur Eliasson: Der isländisch-dänische Künstler zeigt eine dynamische Ausstellung mit neuen und bestehenden Werken. Highlights sind „The Cubic Structural Evolution Project“ (2004), eine Lego-Stadt, und „Riverbed“ (2014), eine felsige Landschaft mit Wasserquelle.
  • Wonderstruck: Eine Ausstellung, die von Ende Juni bis Anfang Oktober 2025 läuft und Werke von Yayoi Kusama, Nick Cave, Patricia Piccinini und anderen zeigt. Diese Ausstellung erkundet Themen wie kollektive und persönliche Erfahrungen von Staunen und Wunder.
Olafur Eliasson / Denmark b.1967 / Riverbed (installation view, GOMA) 2014 / Water, rock (volcanic stones [blue basalt, basalt, lava], other stones, gravel, sand), wood, steel, plastic sheeting, hose, pumps / Dimensions variable / Purchased 2021. The Josephine Ulrick and Win Schubert Charitable Trust Collection: The Josephine Ulrick and Win Schubert Charitable Trust, Queensland Art Gallery | Gallery of Modern Art / Collection: QAGOMA, Brisbane / © 2014 Olafur Eliasson / Photograph: N Harth © QAGOMA
Patricia Piccinini / Australia b.1965 / The Observer (installation view) 2010 / Silicone, fibreglass, steel, human hair, clothing, chairs / 220 x 140 x 48cm / Purchased 2018. Queensland Art Gallery | Gallery of Modern Art Foundation / Collection: QAGOMA, Brisbane / © Patricia Piccinini / Photograph: N Harth © QAGOMA

Das Programm zeigt Werke von lokalen und internationalen Künstlern. Besucher erleben beeindruckende große Installationen und faszinierende kleine Schätze.

Weitere Ausstellungen sind „Under a Modern Sun: Art in Queensland 1930er-1950er Jahre“ sowie Einzelausstellungen der Künstler Danie Mellor und Pat Hoffie aus Queensland.

Das Jahr 2025 verspricht ein unvergessliches Erlebnis für Kunstliebhaber weltweit zu werden. Mit einem atemberaubenden Programm, das sowohl lokale Talente als auch internationale Stars präsentiert, lädt QAGOMA Besucher ein, in die faszinierende Welt der Kunst einzutauchen. Ob durch die kraftvollen Werke von Archie Moore, die visionären Installationen von Olafur Eliasson oder die wunderbaren Kreationen in der Ausstellung „Wonderstruck“ – diese Galerie setzt neue Maßstäbe für künstlerische Exzellenz und kulturelle Vielfalt. Lassen Sie sich dieses außergewöhnliche Jahr voller Inspiration und Staunen nicht entgehen!

Weitere Informationen finden Sie auf der QAGOMA Website https://www.qagoma.qld.gov.au/whats-on/

„Eine Welt des Miteinanders – Zukunft gestalten: Die Dachstein Dialoge 2025“

12.10.2023, Ramsau am Dachstein, Steiermark, Österreich (Austria): Die Neustattalm besteht aus mehreren Almhütten Ramsauer Landwirte. Sie befindet sich am Fuße der Dachstein-Südwand. Von dort hat man direkten Blick auf Torstein, Mitterspitz und Hohen Dachstein. Im Bild: die Neustattalm an einem schönen Oktobertag im Herbst 2023. Fotocredit: Martin Huber

Der Dachstein, der Hauptgipfel des Dachsteingebirges, hat die Form eines Doppelgipfels. Mit 2995 Metern ist er der höchste Gipfel der österreichischen Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Der Berg ist bekannt für seine markanten Südwände aus Dachsteinkalk. Er hat Gletscher wie den Hallstätter und Schladminger Gletscher. Der Berg bietet auch malerische Wanderwege. Das Hochplateau Ramsau bietet schöne Wanderwege, und der anspruchsvolle Dachstein-Rundwanderweg führt in acht Etappen rund um das Massiv.

Es wird ein Festival für Toleranz und Dialog sein!

Dieses beeindruckende Naturdenkmal bildet die Kulisse für die Dachstein Dialoge 2025, die vom 19. bis 25. September stattfinden. Unter dem Motto „Wer gehört zu uns?“ bietet dieses internationale Festival für Toleranz rund 20 Veranstaltungen, die Räume für Begegnung und Austausch öffnen. In verschiedenen Formaten wie Gesprächsrunden, Theaterstücken, Vorträgen, Konzerten und Schulprojekten in Filzmoos und Ramsau am Dachstein geht es um Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Gemeinschaft, Gesellschaft, Migration, Andersartigkeit, Selbstbilder, Projektionen, Solidarität und Inklusion.

Philipp Blom, der künstlerische Leiter der Dachstein Dialoge, betont die Bedeutung solcher Veranstaltungen in Zeiten zunehmender Polarisierung und gefährdeter Demokratien. Mit Stimmen aus Literatur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sollen die Dialoge zum Diskurs eines möglichen Miteinanders anregen.

Ein besonderes Highlight des Festivals ist das internationale Stipendiat:innen-Programm, das junge Historiker:innen aus Konfliktgebieten in die Region einlädt. Dieses Programm zielt darauf ab, eine intellektuelle, berufliche und persönliche Erfahrung zu schaffen. Diese Erfahrung befähigt die Teilnehmer:innen, sich mit einem Ansatz auf Menschenrechten, Gleichheit, Respekt und faktenbasierter Argumentation zu entwickeln. Das Ziel ist, sie zu Vermittler:innen unabhängiger und faktenbasierter Geschichte zu machen.

Die Dachstein Dialoge setzen ein Zeichen, das weit über die Region hinauswirken soll. Sie sehen in die Zukunft, lernen aus der Vergangenheit und gestalten so die Gegenwart. Begegnungen, Impulse und kulturelle Erlebnisse im Rahmen von Diskussionen, Vorträgen und Konzerten schaffen neue Perspektiven und fördern ein respektvolles Miteinander.

Der Dachstein ist der höchste Gipfel der österreichischen Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Künstler haben ihn immer wieder in ihre Kunstwerke integriert. Als Bad Ischl-Salzkammergut die Kulturhauptstadt 2024 war, schuf Bill Fontana eine Klanginstallation. Er ist ein amerikanischer Künstler, der „Silent Echoes: Dachstein“ zwischen der Pariser Kathedrale Notre Dame und den Eishöhlen des Dachsteins inszenierte. (https://linossiartstory.com/2024/09/08/silent-echoes-klangkunst-am-dachstein-mit-bill-fontana/)

Ein weiteres Highlight war 2010, als der Künstler Ai Weiwei einen 4 Tonnen schweren Steinbrocken aus dem Erdbebengebiet der Provinz Sichuan auf den 2.995 Meter hohen Dachsteingipfel fliegen ließ und ihn dort integrierte .( https://www.kultura-extra.de/kunst/feull/regionale10_ai_weiwei.php) Der österreichische Schriftsteller Bodo Hell, der 40 Jahre seine Sommer auf der Alm im Dachsteingebiet als Hirte verbrachte, wurde 2024 vom Dachsteinmassiv verschluckt. Der Dachstein ist also immer wieder präsent.

Das gesamte Programm wird Anfang Juni 2025 im Rahmen einer Präsentation und auf http://www.dachstein-dialoge.at bekanntgegeben.

Anton Einsle im Fokus: 12 beeindruckende Objekte im DomQuartier Salzburg Schenkung von Anna Szalay: Ein kulturelles Erbe

Residenzgalerie Salzburg, Inv.-Nr.671 Einsle Anton Einsle – Selbstporträt

Die Residenzgalerie DomQuartier präsentierte am 26. Februar 2025 bei einer Pressekonferenz eine beeindruckende Sammlung von 12 außergewöhnlichen Objekten des Künstlers Anton Einsle.

Hintergrund und Schenkung

DomQuartier Schenkung für die Residenzgalerie Foto: Neumayr/Leopold 25.02.2025

Die Schenkung von Anna Szalay ist ein bedeutender Beitrag zur Kunstszene und bereichert die Sammlung der Residenzgalerie erheblich. Ihr großzügiges Geschenk ist nicht nur eine Hommage an das künstlerische Erbe ihres verstorbenen Gatten. Es ist auch ein bedeutender Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes. Die Sammlung stammt aus der Familie ihres verstorbenen Mannes Roman Szalay, der ein direkter Nachkomme des Künstlers Anton Einsle war.

Wer war Roman Szalay?

Roman Szalay war ein Unternehmer, ein herausragender Bergsteiger und Spitzensportler. Er führte über 100 Erstbesteigungen in den Ostalpen durch, darunter am Großglockner und im Wilden Kaisergebirge. Zudem nahm er an mehreren Olympischen Spielen teil. Seit 1954 war Anna Szalay mit dem mittlerweile verstorbenen Unternehmer verheiratet und an Kunst interessiert und engagierte sich sehr aktiv für die Kulturförderung. Nach dem Tod ihres Mannes bewahrte sie die Werke über Jahrzehnte hinweg mit großer Sorgfalt. Nun finden sie in der Residenzgalerie Salzburg ein würdiges Zuhause.

Über den Künstler Anton Einsle (30.01.1801-10.03.1871 Wien)

Residenzgalerie Salzburg, Inv.-Nr. 671 Einsle, Anton Einsle mit Originalrahmen

Anton Einsle war ein bedeutender Künstler, dessen Werke durch ihre Detailgenauigkeit und künstlerische Tiefe beeindrucken. Geboren am 30. Januar 1801 in Wien, studierte Einsle an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde von Hof und Adel stark gefördert. Er war ein versierter Porträtmaler des 19. Jahrhunderts und kaiserlicher Hofmaler, der unter anderem Kaiser Franz Josef rund 30-mal porträtierte. Einsles Werke zeichnen sich durch ihre Lebendigkeit und die Fähigkeit aus, das innere Wesen der porträtierten Personen einzufangen. Er schuf auch ein Bildnis der jungen Kaiserin Elisabeth. Einsles Auftraggeber schätzten seine fein ausgearbeiteten Gemälde, die die porträtierten Personen in zurückhaltender, ausgesprochen lebendiger und sehr vornehmer Art darstellen.

Anton Einsle bewies bereits sehr früh sein zeichnerisches Talent und begann mit 13 Jahren ein Graveurstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Josef Klieber. Mit 16 Jahren erhielt er den Gundel-Preis. Ab 1820 widmete er sich der Malerei und studierte Historienmalerei bei Josef Redl. Erste Porträtaufträge in Öl und Miniaturen gehen auf das Jahr 1827 zurück. Im gleichen Jahr erhielt er den Lampi-Preis, übersiedelte nach Prag und war ab 1832 in Budapest, bevor er 1838 nach Wien zurückkehrte. Stilistisch entwickelte sich der Künstler vom klassischen Bildideal hin zu einer natürlicheren Darstellung, die behutsam die Physiognomie der Porträtierten widerspiegelt. Neben Porträts seiner Zeitgenossen schuf Einsle auch historische, mythologische und christliche Sujets.

Die Residenzgalerie Salzburg verfügt über eine bemerkenswerte Sammlung österreichische Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts. Anton Einsle als Hofmaler Kaiser Franz Josephs war darin bis dato nicht vertreten.

Die Schenkung von Anna Szalay ist ein bedeutender Beitrag und es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Kunstwerke eines großen Meisters zu bewundern. Man kann die Großzügigkeit von Anna Szalay würdigen.

Schenkung und Restaurierung: Das Konvolut der Schenkung umfasst zwölf Werke. Diese Werke waren ihrem Alter entsprechend verschmutzt. Sie wiesen zudem verschiedene Schäden auf. Die Werke wurden einer umfangreichen Reinigung, Konservierung und Restaurierung unterzogen.

Aktuelle und zukünftige Ausstellungen: Die Gemälde Apostel und David mit dem Haupt Goliats sind noch bis 12. Mai 2025 in der aktuellen Bestandspräsentation „Ausgewählte Werke“ in der Residenzgalerie Salzburg ausgestellt.

Apostel, Werk von Anton Einsle Residenzgalerie Salzburg Foto: © Christa Linossi 2025

Die Gemälde Anton Einsle, Beatrix Einsle, Des Künstlers Tochter Anna und Maria werden ab 6. Juni 2025 in der Sonderausstellung „Face to Face. Österreichische Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts“ in de Residenzgalerie Salzburg zu sehen sein.

Würdigung

Anna Szalay, die Büste von Anton Einsle, ist die Schwiegermutter von Anna Szalay Foto: © Christa Linossi 2025

Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Kunstwerke eines großen Meisters zu bewundern und die Großzügigkeit von der bereits 95-jährigen Dame Anna Szalay zu würdigen.

Künstlerische Techniken von Anton Einsle

  • Ölmalerei: Einsle war bekannt für seine Porträts in Öl, die durch ihre Detailgenauigkeit und Lebendigkeit beeindruckten. Er verwendete feine Pinselstriche, um die Texturen und Nuancen der Haut und Kleidung seiner Modelle darzustellen.
  • Miniaturmalerei: Neben großformatigen Porträts schuf Einsle auch Miniaturen, die durch ihre Präzision und Detailtreue auffielen.
  • Historienmalerei: Einsle studierte Historienmalerei und schuf Werke, die historische, mythologische und christliche Sujets darstellten.

Die Porträts von Anton Einsle strahlen eine Lebendigkeit aus. Sie fangen das wahre Wesen der dargestellten Personen ein. Diese Merkmale offenbaren die zeitlose Kunstfertigkeit dieses außergewöhnlichen Meisters.

Elisabeth Fuchs: Leidenschaft und Innovation in der Philharmonie

Chefdirigention und Gründerin der Philharmonie Salzburg Foto: (c) Erika Mayer

Philharmonie Salzburg lud zur Pressekonferenz am 21. Februar 2025 ein und stellte ihre neue „Heimstätte für Musikbegeisterung“ vor. Chefdirigentin Elisabeth Fuchs lud dazu Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Bürgermeister Bernhard Auinger sowie ihr 15-köpfiges Ensemble der Philharmonie Salzburg ein.

Pressekonferenz Philharmonie Salzburg mit: li. n.re. Bürgermeister Bernhard Auinger, Elisabeth Fuchs und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer Foto: © Christa Linossi 2025

Elisabeth Fuchs und ihre Leidenschaft: Wenn man Elisabeth Fuchs zuhört, erlebt man ihre unerschütterliche Leidenschaft. Sie brennt für die Musik und ihre Philharmonie Salzburg. Seit der Gründung der Philharmonie Salzburg 1998 brennt sie unaufhörlich für die Sache MUSIK.

Präsentation des neuen Proberaums: Ende April 2025 wird der neue Proberaum der Philharmonie Salzburg (Haus der Philharmonie Salzburg) bezugsfertig sein, finanziert von Stadt und Land Salzburg zu gleichen Teilen.

Vergangenheit: Die Philharmonie Salzburg hatte seit den 90er Jahren nie ein festes Zuhause und musste ständig in verschiedenen Locations proben. Jetzt hat dieses Provisorium ein Ende. Eine ehemalige Theaterlocation wurde adaptiert, um der Philharmonie Salzburg ein dauerhaftes Zuhause zu bieten.

Beteiligte und Vorstellung: Auf der Bühne bzw. am Podium waren Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Bürgermeister Bernhard Auinger, Chefdirigentin Elisabeth Fuchs und ein 15-köpfiges Ensemble der Philharmonie Salzburg anwesend. Anschließend wurde das Konzertprogramm der Saison 2025/26 vorgestellt.

Auszug des Konzertprogramms der Saison 2025/26:

Es ist ein Highlight: “A Symphonic Tribute to The BEATLES on tour! Jubiläumskonzert 60 Jahre HELP! in Obertauern“.

  • Im März 1965 kamen die Beatles nach Obertauern, um Szenen für ihren Film „Help“ zu drehen. 60 Jahre später feiert Obertauern dieses historische Ereignis. Monika Ballwein tritt mit der Philharmonie Salzburg auf. Das Orchester steht unter der Leitung von Elisabeth Fuchs. Sie bringen die größten Hits der Beatles in einer grandiosen Open-Air-Kulisse wieder zum Leben. Termin: 28. März 2025, 16:00 Uhr, Gamsleitenparkplatz am Skilift Gamsleiten 1, Obertauern.

Nachsatz: „Dieses Highlight hat mich besonders angesprochen, da ich ein großer Beatles-Fan bin und ihre Musik einen wichtigen Teil meiner Jugend geprägt hat. Für uns war es eine Revolution – lange Haare, großartige Musik und ein Aufbruch in eine neue Ära. ‚Peace‘ und ‚Make Love, Not War‘ waren unsere Schlagworte.“

Klassik im Freien: Einzigartige Erlebnisse mit der Philharmonie Salzburg

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  • Waldkonzerte im Gasteiner Tal: Die Philharmonie Salzburg verwandelt das Angertal in einen Open-Air-Konzertsaal. Umgeben von frischer Luft und beruhigenden Klängen des Waldes erleben Sie Klassik in einer unverwechselbaren Atmosphäre. Ein kurzer Spaziergang durch die grüne Idylle führt zu einem musikalischen Erlebnis der besonderen Art.
  • Klassische Genüsse in luftigen Höhen: Auf den Almen von Bad Hofgastein, vor der imposanten Kulisse der Alpen, präsentieren Ensembles der Philharmonie Salzburg, sie spielen meisterhafte klassische Werke. Diese finden in gemütlichen Berghütten statt. (https://www.philharmoniesalzburg.at/konzerte/konzerte-im-gasteiner-tal-uebersicht/?portfolioCats=21)
  • Ein weiterer Klassiker: Ein großes Orchesterkonzert auf 2.066m Seehöhe! Ein einzigartiges Konzerterlebnis mit B. Smetana „Die Moldau“, A. Dvorak „Symphonie Nr. 9, e-Moll, op.95, „Aus der neuen Welt“ und E. Elgar „Konzert für Violoncello und Orchester, e-Moll, op.85 mit Ferran Bardolet (Violoncello) und Elisabeth Fuchs (Dirigentin). Termin: 18. Juli 2025. (Konzerte im Gasteiner Tal – Philharmonie Salzburg)

Nachsatz: Klassik in die Natur zu bringen, finde ich persönlich eine großartige Idee. Warum sollte klassische Musik nur in Konzertsälen stattfinden? In der Natur klingt Klassik vielleicht noch besser und bietet zugleich die Möglichkeit, die Natur zu genießen, eine Wanderung zu machen und sich bei guter Musik zu erholen. Viele Berufskollegen von Elisabeth Fuchs mögen dies verurteilen – sei es aus Neid oder weil sie nicht vom Konservativen abweichen wollen. Doch wer nicht wagt, gewinnt auch nicht.

Sabina Hank Symphonic – Ein Abend mit Sabina Hank & für Sabina Hank

  • Die vielfach ausgezeichnete Jazz-Pianistin, Sängerin und Komponistin Sabina Hank war ein gefragter Gast bei internationalen Jazzfestivals und arbeitete mit Musikgrößen wie Willi Resetarits, Benjamin Schmid, Reinhold Bilgeri, Josef Hader und Bob Mintzer zusammen. Leider geriet die freischaffende Musikerin aufgrund persönlicher Schicksalsschläge und der Covid-Pandemie in die Insolvenz. Um ihr einen persönlichen und musikalischen Neuanfang zu ermöglichen, plant Elisabeth Fuchs mit ihrem Orchester ein besonderes Fundraisingkonzert. Termin: 16. November 2025, Große Universitätsaula Salzburg.

Weitere Schwerpunkte von Elisabeth Fuchs

Es ist ihr ein besonderes Anliegen, Kinder und Jugendliche zu fördern. Deshalb gibt es auch dieses Jahr wieder den Talente-Wettbewerb „Zeig dein Talent“. Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren aus ganz Österreich und dem angrenzenden Bayern können am dritten Talente-Contest der Kinderfestspiele und der Philharmonie Salzburg teilnehmen. Diese Veranstaltung steht unter der Leitung von Elisabeth Fuchs. Ihr Können können sie in den Kategorien Tanz, Gesang, Instrument, Band, Ensemble, Schauspiel, Poetry Slam und Rap präsentieren. Dies erfolgt vor einer fachkundigen Jury und bei der Finalshow auch vor dem staunenden Publikum.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.zeigdeintalent.at.

Viele weitere interessante Programme finden Sie im Programmheft der Philharmonie Salzburg unter https://www.philharmoniesalzburg.at/konzerte-ph-2/

und www.kinderfestspiele.com.

Zusammenfassung

Es ist ein interessantes und umfangreiches Programm. Ich habe Ihnen nur einen kleinen Auszug herausgefiltert, den ich persönlich, aber vielleicht auch für Sie interessant fand. Elisabeth Fuchs ist eine Powerfrau, die immer wieder neue Wege geht. Ob diese Wege immer Anklang finden, ist eine andere Geschichte. Sie versucht jedenfalls, auch die einfachen Menschen zu erreichen, denn nicht jeder ist ein Klassik-Experte! https://www.philharmoniesalzburg.at/

Kosmische Perspektive: Ein Blick aus dem Himmel

experimental photo work by ohne KI ! © Christa Linossi 2025 from the series „THE VIEW“

In der unendlichen Weite des Himmels, wo das Blau die Seele beruhigt, wacht ein Auge über die Welt. Es sieht alles, es versteht alles. Der Blick von oben, ein stiller Zeuge der Geheimnisse des Lebens.