
Im Kunstraum Traklhaus wurde kürzlich das Programm der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst 2026 präsentiert. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Stefan Schnöll und die interimistische Leiterin Martina Berger-Klingler stellten das diesjährige Motto vor: COMMON GROUND.

Ein Begriff, der vieles öffnen kann: gemeinsame Grundlagen, Räume des Einvernehmens, Orte, an denen Menschen trotz Unterschiedlichkeit aufeinander treffen können. Gerade in einer Zeit globaler Konflikte gewinnt dieser Gedanke an Bedeutung. Kunst kann – und konnte immer – ein Gegenpol sein: ein Spiegel, ein Resonanzraum, ein Wegweiser. Sie erinnert daran, dass Krisen bewältigbar sind und dass eine Welt des friedlichen Miteinanders möglich bleibt.
Kunst als COMMON GROUND – als gemeinsamer Boden für Denken, Austausch und Zukunft.
21 Kurse an historischen und inspirierenden Orten
Auch 2026 bietet die Sommerakademie wieder 21 Kurse an ihren traditionellen Standorten an:
- Festung Hohensalzburg
- Steinbruch Untersberg
Schmerzlich vermisst wird die Perner Insel in Hallein, die über viele Jahre ein besonderer Ort für zeitgenössische Kunst war.
Neue Kooperationen und Rückkehr ehemaliger Studierender
Ein spannender Akzent ist die erstmalige Kooperation mit Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika. Unter der Leitung von Taiwo Jacob Ojudum und Uche Emmanuel Enechukwu entsteht ein Kurs, der Performance, Tanz und Theater verbindet.
Auch Mirela Baciak kehrt zurück – einst Studentin und Assistentin, nun gemeinsam mit Denis Maksimov als Lehrende. Ihr Format der Lecture Performance nähert sich der künstlerischen Wissensvermittlung auf experimentelle Weise.
Im Steinbruch Untersberg widmet sich Benjamin Hirte der Relevanz und den Möglichkeiten von Stein als Material – ein Kurs, der den Ort selbst in die künstlerische Arbeit einbezieht.
Bemerkenswert ist zudem, dass mehrere ehemalige Studierende nun als Lehrende zurückkehren – ein Zeichen für die nachhaltige Wirkung der Sommerakademie.
Stipendien und Bewerbungen
Auch 2026 werden zahlreiche Stipendien vergeben. Die meisten decken die Teilnahmegebühr ab, einige beinhalten zusätzlich Reise- und Unterkunftskosten. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Fachjury.
- Bewerbungsschluss für Stipendien: 7. April 2026
- Reguläre Bewerbungsfrist: 1. Mai 2026
Die Sommerakademie steht allen Interessierten offen – ohne formale Abschlüsse. Über die Aufnahme entscheiden die jeweiligen Kursleitenden anhand der eingereichten Unterlagen. Alle Bewerbungen bis 1. Mai werden gleichbehandelt; spätere werden nach Kapazität berücksichtigt.
Weitere Informationen: www.summeracademy.at