LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL

2024

Kongress-TheaterHaus-Bad-Ischl-Foto: © Wolfgang Stadler

Das Lehár Festival Bad Ischl ist das bedeutendste Operettenfestival Österreichs. In seiner Vielfalt und Qualität ist es weltweit einzigartig. Jeden Sommer wird einem internationalen Publikum musikalisches Unterhaltungstheater auf höchstem Niveau geboten.

Vom 6. Juli 2024 bis 25. August 2024 ist es wieder so weit. Österreichs größtes Operettenfestival mit musikalischem Unterhaltungstheater auf höchstem Niveau findet wieder in Bad Ischl statt.

Pressekonferenz der Veranstalter des Lehar Operetten Festivals Bad Ischl, im Presseclub Oberösterreich, in der Landstrasse in Linz, am 17.04.2024. Das Bild zeigt v.l.n.r.: Intendant Thomas Enzinger, Bürgermeisterin Ines Schiller, Präsidentin Brigitte Stumpfer Foto: © Rudi Gigler  

Tradition und Moderne: Die Wurzeln der Festspiele liegen in der langen Sommertheater-Tradition Bad Ischls. Sie reicht bis in die Zeit Kaiser Franz Josephs zurück. Heute präsentieren sie sich als moderne Veranstaltung, die ein internationales Publikum anzieht und gleichzeitig die Tradition der Operette hochhält.

Einzigartigkeit: Es gilt als das größte Operettenfestival Österreichs. In seiner Vielfalt und Qualität ist es weltweit einzigartig.

Das Festival bietet nicht nur die Hauptaufführungen, sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Es reicht von Konzerten bis hin zu Kabarett.

Hier finden Sie einige Höhepunkte des Festivals:

„MÄRCHEN IM GRAND HOTEL“ von Paul Abraham, Premiere am 6. Juli 2024

„DER BETTELSTUDENT“ von Carl Millöcker, Premiere am 13. Juli. 2024

„DER STERNGUCKER“ von Franz Lehár, Premiere am 9. August 2024.

Der große Komponist Franz Lehár war nicht nur ein gern gesehener Sommergast in Bad Ischl, er besaß auch eine Villa an der Traun, die nach seinem Tod in ein Museum umgewandelt wurde. Dieses Franz Lehár Museum wird nach einer umfassenden Generalsanierung Anfang Mai 2024 wieder eröffnet. Die Villa, die Franz Lehár 1912 erwarb und in der er viele seiner Operetten komponierte, wird ein umfangreiches Archiv beherbergen, das auch für Forschungszwecke zur Verfügung stehen wird.

THOMAS ENZINGER gilt als einer der renommiertesten Regisseure im Bereich des musikalischen Unterhaltungstheaters und ist Intendant des Lehár Festivals Bad Ischl.

Intendant Thomas Enzinger Foto: © Christa Linossi

Seine Inszenierungen wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter die Produktion „Der Graf von Luxemburg“ am Musiktheater Linz, die 2023 den Musiktheaterpreis als beste Operettenproduktion erhielt.

Mit über 100 Inszenierungen an renommierten Häusern inszenierte er neben Operette und Musical auch Oper und Schauspiel. Bevor er sich als Regisseur etablierte, war Enzinger viele Jahre als Schauspieler tätig. Neben zahlreichen Auftritten in Fernsehproduktionen war er unter anderem am Theater in der Josefstadt, im Kabarett Simpl und am Linzer Landestheater engagiert.

In Deutschland war er Mitbegründer eines erfolgreichen Operettenfestivals. Insgesamt 18 Jahre lang prägte Enzinger dieses Festival künstlerisch, bevor er 2017 als Intendant und Geschäftsführer das Lehár Festival Bad Ischl übernahm. Kaum jemand verfügt über einen so großen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Operette und schafft es mit seiner Handschrift, sowohl das klassische Operettenpublikum als auch neue Generationen zu begeistern. Sein künstlerischer Ansatz zeichnet sich durch den Spagat zwischen klassischer Operette und bissigem Volkstheater der Gegenwart aus, wobei er sowohl das klassische Operettenpublikum als auch neue Generationen begeistert.

Mit seiner Erfahrung und großen Leidenschaft setzte und setzt er sich dafür ein, dass die Operette in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt auch in der heutigen Zeit ihren berechtigten Platz in der Kulturlandschaft einnimmt und behält.

Tauchen Sie ein in die Welt der Operette und des Musicals

Lehár Festival Bad Ischl – 6. Juli bis 25. August 2024 (leharfestival.at)

Tate Modern startet neues Programm und die Repräsentation indigener Künstler!

Outi_Pieski_installation_photo.width-1440 Installationsansicht von Outi Pieski in der Tate St Ives, 2024. Foto © Tate (Oliver Cowling)

Im April 2024 kündigte die Tate eine neue Initiative an, um mehr Werke indigener Künstler in ihre Sammlung aufzunehmen. Aufbauend auf dem Erfolg der jüngsten Ankäufe und Deposit-Vereinbarungen zielt diese Strategie darauf ab, die Anzahl zeitgenössischer Künstler aus indigenen Gemeinschaften weltweit zu erhöhen, deren Werke in der Tate vertreten sind.

Das Programm beginnt mit einem vierjährigen Engagement der AKO Foundation (die AKO Foundation unterstützt gemeinnützige Zwecke, die die Bildung verbessern, die Künste fördern oder Klimaprobleme mildern) zur Finanzierung von Ankäufen nordeuropäischer Sami- und Inuit-Kunst. Damit knüpft die AKO Foundation an die großzügige Unterstützung an, die sie der Tate in den vergangenen Jahren gewährt hat, darunter für die Ausstellungen Olafur Eliasson (2019), Turner Prize (2021) und Surrealism Beyond Borders (2022) sowie für ein Veranstaltungsprogramm in der Tate Modern anlässlich der UN-Klimakonferenz COP26 im Jahr 2021.

Ähnliche Projekte zur Erforschung, Sammlung und Ausstellung von Werken anderer indigener Gemeinschaften werden folgen, unter anderem in Südasien, Ozeanien und Amerika. Diese Projekte werden die Arbeit der bestehenden Ankaufskomitees der Tate in diesen Regionen unterstützen und das Engagement der Tate für die Förderung der Kunst in ihrer ganzen Vielfalt stärken.

Karin Hindsbo, Direktorin der Tate Modern, sagte: „Wir erleben, wie zeitgenössische indigene Künstlerinnen und Künstler weltweit immer mehr Anerkennung finden. Die diesjährige Biennale in Venedig ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Die Tate widmet sich seit langem der Erweiterung des kunsthistorischen Kanons. Jetzt können wir diese Arbeit noch weiter vorantreiben. Ich freue mich besonders, dass Sámi- und Inuit-Künstler*innen aus Nordeuropa – ein Bereich künstlerischer Praxis, der mir sehr am Herzen liegt – bald erstmals in der immer vielfältigeren internationalen Sammlung der Tate vertreten sein werden“.

Zu den ersten Werken, die aus dem neuen Fonds angekauft wurden, gehören Outi Pieskis hängende Webinstallation Guržot ja guovssat / Spell on You! 2020 und das Gegenstück Skábmavuođđu / Spell on Me! 2024, die sie während ihres Aufenthalts in den Porthmeor Studios in Cornwall geschaffen hat. Die Künstlerin hat beschrieben, wie der mühsame Akt des Webens dieser Installationen „auf Rituale, Opfer, Wiedergutmachung, Sühne und die widersprüchlichen Kräfte in samischen Gesellschaften verweist“.

Oben Outi Pieski, Foto Heikki Tuuli
Unten  Maree Clarke, Long Journey Home #10 2024.

Es ist das erste Mal, dass ein samischer Künstler in die Sammlung aufgenommen wird. Outi Pieskis erste Ausstellung in der TATE St.IVES CORNWELL ist bis zum 6. Mai 2024 zu sehen. Entdecken Sie Outi Pieskis Auseinandersetzung mit Identität, Kultur und Umwelt!

Outi Pieski ist eine samische Künstlerin. Sie lebt in Ohcejohka (Utsjoki), Finnland. Dies ist ihre erste große Ausstellung in Großbritannien.

In ihren Gemälden und Installationen setzt sich Pieski mit einer Vielzahl von Themen auseinander, unter anderem mit der Kultur und Identität der Samen, die in der Region Sápmi leben, die heute den nördlichen Teil Skandinaviens und die Halbinsel Kola in Russland umfasst.

In vielen ihrer Projekte integriert sie Duodji (traditionelle Handwerkstechniken der Samen) mit Materialien wie Holz und Textilien. Für Pieski ist Duodji auch eine Möglichkeit, die Verbindungen zwischen vergangenen und zukünftigen Generationen wiederzubeleben.

Mit dieser Ausstellung, die zum Nachdenken anregt, wirft Pieski wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Rückkehr der Ahnen, den Rechten indigener Völker und der Beziehung zwischen Menschen, Tier und Natur auf.

Die Ausstellung ist zu sehen in der Tate St Ives, Porthmeor Beach,
Cornwall TR26 1TG

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-st-ives/outi-pieski

Falls sie sich die Frage stellen, wer sind die SAMI? Es ist eines der ältesten Urvölker der Erde und das älteste in Europa, sind die Samen. Sie sind ein Nomadenvolk. Früher lebten sie hauptsächlich von der Jagd, dem Fischfang und dem Handel mit ihren Produkten. Das Rentier, das zunächst als Jagdbeute und später als Nutztier diente, hat das Bild dieser Volksgruppe wesentlich geprägt. „Sami“ ist auch der Name eines indigenen Volkes im nördlichen Fennoskandinavien.

SALZBURG ist wieder Drehort und

Schauplatz der Reihe „Die Toten von Salzburg“.

DIE TOTEN VON SALZBUG „Mord in bester Lage“ Drehstartfotos Foto: Neumayr/Christian Leopold 11.04.2024 CHRISTOPHER SCHÄRF (FRANCIS ZEFERER), EROL NOWAK (als DIETMAR GAHLEITNER), Regisseur Erhard Riedlsperger, FANNY KRAUSZ (als IRENE RUSSMEYER), MICHAEL FITZ (als HUBERT MUR), JUDITH ALTENBERGER (als VANESSA PÖTTLER),

Fans der bayerisch-österreichischen Krimi-Kooperative „Die Toten von Salzburg“ dürfen sich freuen. Für die elfte Folge „Mord in bester Lage (AT)“ stehen von Anfang April bis Mai 2024 unter anderem die Publikumslieblinge Fanny Krausz, Michael Fitz und Erwin Steinhauer vor der Kamera. Produziert wird die ORF/ZDF-Erfolgsserie von der Wiener Satel Film. Drehorte sind unter anderem die Franziskanerkirche, das Café Bazar und der Petersfriedhof in Salzburg.

DIE TOTEN VON SALZBUG „Mord in bester Lage“ Drehstartfotos Foto: Neumayr/Christian Leopold 11.04.2024 FANNY KRAUSZ (als IRENE RUSSMEYER) und MICHAEL FITZ (als HUBERT MUR)

Immobilienhaie aufgepasst! In der neuen Folge von „Die Toten von Salzburg“ wagen sich die Ermittler ins Haifischbecken der Salzburger Immobilienszene. Dort finden sie prompt die Leiche einer jungen Immobilienmaklerin. Den Mord aufzuklären ist nun die Aufgabe von Irene Russmeyer (Fanny Krausz) von der Salzburger Kripo, ihrem bayerischen Kollegen Hubert Mur (Michael Fitz) und Hofrat Seywald (Erwin Steinhauer).

Fanny Krausz_Erol Nowak_Michael Fitz Foto:_credit_Satel Film_Lisa Kutzelnig (7)

Inhalt „Mord in bester Lage (AT)“

Buch: Maria Hinterkoerner. Regie: Erhard Riedlsperger. Kamera: Kai Longolius

Die Immobilienmaklerin Noelle Imlauer (Laura Euler-Rolle) wird tot aufgefunden. Sie arbeitete für den Salzburger Immobilientycoon Francis Zeferer (Christopher Schärf). Am Abend zuvor waren beide noch beim Immo-Stammtisch im Café Bazar verabredet. Dort kam es auch zu einem überraschenden Wiedersehen mit ihrer ehemals besten Schulfreundin Vanessa Pöttler (Judith Altenberger). Die beiden haben sich seit ihrem Abitur vor fünf Jahren nicht mehr gesehen. Ihre Abiturfeier war damals überschattet vom tragischen Tod von Vanessas Vater, den sie miterleben musste. Der Bauleiter war auf einer Baustelle der Firma Zeferer tödlich verunglückt. Darüber ist Vanessa nie hinweggekommen, denn an einen Unfall glaubt sie nicht. Vor allem, weil sie glaubt, noch jemanden auf dem Gerüst gesehen zu haben, der ihren Vater vom Gerüst gestoßen hat. Vanessa hat Rache geschworen. Die Ermittler tauchen tief in die Salzburger Immobilienszene ein. Die mittlerweile inhaftierte ehemalige Landtagspräsidentin (Susanne Czepl-Zrost) gibt den Salzburger Kriminalbeamten Irene Russmeyer (Fanny Krausz), Hofrat Alfons Seywald (Erwin Steinhauer) und Hauptkommissar Hubert Mur (Michael Fitz) einen entscheidenden Hinweis. Die Ermittler stoßen auf ein Korruptionsnetzwerk.

Erfolgreicher Serienexport made in Austria!

Die „Toten von Salzburg“ wird von Heinrich Ambrosch produziert. Er ist Geschäftsführer der Satel Film. Ambrosch setzt auf ein bewährtes Team, das regelmäßig für Top-Quoten im In- und Ausland sorgt.

Statement Ambrosch: „Die Toten von Salzburg haben alle Erwartungen übertroffen. Die letzte Folge „Süßes Gift“ erreichte bei der Ausstrahlung im Jänner 2024 mit bis zu 770.000 Zusehern auf ORF 2 einen Rekordwert von 27 Prozent Marktanteil. Und mit 6,587 Millionen Zusehern im ZDF und einem Gesamtmarktanteil von 25,7 Prozent haben wir sogar den Tagessieg in Deutschland geholt“, freut sich Ambrosch. Die Sendeverantwortung liegt bei Sabine Weber (ORF) und Daniel Blum (ZDF). Produzentin und Green Producer ist Astrid Hauss (Satel Film).

Produziert wird nach strengen Richtlinien Die SATEL Film GmbH (gegründet 1971) ist eine der führenden österreichischen Filmproduktionsfirmen. Sie hat ihren Sitz in Wien. Neben Kino- und Fernsehfilmen werden vor allem TV-Serien und Dokumentarfilme produziert

KONZERTE, die wieder Tausende in ihren Bann ziehen werden!

In der Mozartstadt Salzburg und ihrer Umgebung ist die Salzburger Kulturvereinigung Hauptveranstalter und Gastgeber zahlreicher hochkarätiger Kulturveranstaltungen.

Ein Funke genügt, um ein Feuer zu entfachen. Dieser Funke kann auch die Leidenschaft für Kunst und Kultur entfachen.

Mit 24 Orchesterkonzerten im Großen Festspielhaus, Matineen, Kirchenkonzerten und 5 Veranstaltungen der Reihe MUSIK: CON TEXT wird auch in der Saison 2024/25 ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Zu den Höhepunkten zählen die beiden Veranstaltungen „Buchbinder spielt Mozart“ und „200 Jahre Bruckner“. Starpianist Rudolf Buchbinder und die Staatskapelle Dresden spielen im Großen Festspielhaus drei Konzerte für Orchester und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart.

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5, B-Dur
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern · Pietari Inkinen (Dirigent) Foto (c) _Andreas_Zihler (1)

Der 200. Geburtstag von Anton Bruckner steht ebenfalls im Mittelpunkt des Festivals. Aufgeführt werden Bruckners Vierte (großes Sinfonieorchester), denn mit seiner grandiosen „Vierten“ konnte Anton Bruckner 1881 in Wien endlich einen wirklichen Erfolg feiern. Bis heute ist sie neben der „Siebten“ seine meistgespielte Sinfonie. Das hochkarätige „Orchestra della Svizzera Italiano“, dessen Chefdirigent er seit 2015 ist, wird von Markus Poschner geleitet.

Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung von Pretari Inkinen spielt Bruckners Fünfte. Eine Klangarchitektur, eine Kathedrale in Tönen ist Bruckners gewaltige Fünfte. Interessant ist auch, dass der Komponist diese überwältigende Sinfonie nie vollständig mit Orchester gehört hat. Die Uraufführung der Symphonie Nr. 5 in B-Dur fand in Graz statt. Bei der Uraufführung, die in gekürzter Form gespielt wurde, konnte er nicht dabei sein. Warum nicht? Weiß niemand?

Das dritte Konzert und damit Bruckners Sechste. Sinfonie Nr. 6 in A-Dur dirigiert Thomas Hengelbrock. Er steht am Pult des Mozarteum Orchesters Salzburg. Mit Thomas Hengelbrock dirigiert also ein Interpret von internationalem Format dieses Konzert.

Ein weiterer Höhepunkt wird das Orgelkonzert mit Wayne Marshall in der Franziskanerkirche sein, das zum zweiten Mal stattfinden wird. Nach dem großen Erfolg im Jahr 2023 wurde beschlossen, Wayne Marshall erneut einzuladen, um auch im Jahr 2024 das Publikum mit seiner Orgelkunst zu verzaubern. Die Franziskanerkirche wird sich wieder mit kraftvollen Klängen und musikalischer Energie füllen.

Foto: (c) Salzburger Kulturvereinigung

Es handelt sich um den britischen Künstler Wayne Marshall. Als Organist, Dirigent und Pianist ist er weltweit für seine Musikalität und Vielseitigkeit bekannt. Mit seinem außergewöhnlich umfangreichen Orgelrepertoire wird er die spätgotisch-romanische Franziskanerkirche wieder mit kraftvollem Klang und musikalischer Energie erfüllen.

Dies war nur ein kleiner Einblick in die Vielfalt der Konzerte der Salzburger Kulturvereinigung in der Saison 2024/25. Wie reichhaltig und interessant das Programm auch in diesem Jahr wieder sein wird, davon können Sie sich auf der Homepage der Salzburger Kulturvereinigung überzeugen.

www.kulturvereinigung.com

Noch eine kurze Information zum Wechsel in der künstlerischen Leitung. Das Programm für die Saison 2024/25 wurde noch von Thomas Heißbauer zusammengestellt. Er ist noch bis Ende Juni 2024 künstlerischer Leiter. Sein Nachfolger wird der Geiger Benjamin Schmid. Er wird ab September 2024 das musikalische Programm gestalten. Die Saison 2025/26 wird dann seine Handschrift tragen.

Geiger Benjamin-Schmid ab September 2024 neuer künstlerischer Leiter
der Salzburger Kulturvereinigung (c) SKV-ebihara-photography

BRUNO GIRONCOLI – TONI SCHMALE zwei unterschiedliche BILDHAUER

Bruno Gironcoli Teller mit Kornähren, 2008 Aluminium 40 × 70 cm 
ALBERTINA, Wien – Sammlung Dagmar und Manfred Chobot
©Bruno Gironcoli
 
Toni Schmale fury, 2019 Sandgestrahlter Stahl, brüniert, geölt mit Castrol WX-30 100 × 30 × 70 cm
Installationsansicht Christine König Galerie, Wien, 2019
Foto: Philipp Friedrich Courtesy die Künstlerin
Bildrecht Wien, 2024

Die ALBERTINA MODERN präsentiert eine gemeinsame Ausstellung des österreichischen Künstlers Bruno Gironcoli (1936–2010) und der in Wien lebenden Bildhauerin Toni Schmale (*1980). Anlass der Schau ist eine umfangreiche Schenkung von Agnes Essl

Bruno Gironcoli (* 27. September 1936 in Villach, er starb Februar 2010 in Wien) war ein österreichischer Maler und Bildhauer. Er begann seine künstlerische Laufbahn mit einer Goldschmiedelehre in Innsbruck (1951-1956). Später studierte er an der Akademie für angewandte Kunst in Wien (1957-1959 und 1961-1962). Als Inspirationsquelle diente ihm das Werk Alberto Giacomettis in Paris.

International bekannt wurde Gironcoli 2003 als offizieller Vertreter Österreichs auf der Biennale in Venedig. Seine Skulpturen sind inspiriert von Alltagsgegenständen, Naturzitaten und baby- bzw. embryonalen Formen, die organisch anmutenden Objekte werden wieder mit Maschinen in Verbindung gebracht.

In seinem Werk spielen die Themen der Mutter, der Geburt, der Suche nach Glück, aber auch des Scheiterns eine wichtige Rolle. Auch der Tod und der Faschismus wurden in seinen Skulpturen immer wieder thematisiert.

Um zu einem Ergebnis zu kommen, muss man sich als Betrachter/in Zeit nehmen und die Skulpturen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Das ist das Besondere an Gironcolis Arbeiten.

Gironcolis Werke faszinieren die Betrachter/innen durch ihre gigantische Größe und beeindruckende Wirkung. Mit seiner eigenständigen Auffassung von Großplastik hat er die traditionelle Auffassung von Skulptur revolutioniert und die zeitgenössische Kunst in Österreich nachhaltig geprägt.

Die Albertina Modern zeigt jedoch einen anderen Gironcoli. Ausgangspunkt ist ein Zyklus von 155 Zeichnungen, gestiftet von Agnes Essl. Die in sich geschlossene Serie entstand in den 1980er Jahren über einen Zeitraum von sechs Jahren und zeigt den Künstler, wie wir ihn kaum kennen.

Die Farbstiftzeichnungen sind einzigartig. Sie unterscheiden sich deutlich von den bekannteren Werken Gironcolis. In feinster Ausführung strahlen sie eine unglaubliche Plastizität aus. Sie sind nicht einfach Entwürfe für zukünftige Skulpturen. Sie erforschen deren Mögliche und unmögliche Zustände und Funktionen – unabhängig von Zeit und Raum.

Bruno Gironcoli Ohne Titel, 1980-1985
Bleistift und Farbstift auf Papier 20 × 30 cm
ALBERTINA Wien – Schenkung von Agnes Essl
©Bruno Gironcoli
 
Bruno Gironcoli Ohne Titel, 1980-85 Bleistift und Farbstift auf Papier 30 × 40 cm
ALBERTINA, Wien – Schenkung von Agnes Essl 
© Bruno Gironcoli

Toni Schmale wurde 1980in Hamburg geboren. Nach einer Karriere als Profifußballerin von 1994 bis 2002 studierte sie zunächst Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2009 wechselte sie an die Akademie der bildenden Künste Wien. Dort studierte sie bis 2013 Performative Kunst bei Carola Dertnig und Performative Skulptur bei Monica Bonvicini. Sie erhielt unter anderem den Msgr. Otto Mauer-Preis, den Baltic 6 Artists’ Award und den Outstanding Artist Award für Bildende Kunst. Ihre Skulpturen stehen in der Tradition der Minimal Art mit ihrer klaren Formensprache. Sie verbindet diese jedoch mit einer körperbetonten, leidenschaftlichen und humorvollen Herangehensweise. Heute lebt und arbeitet Toni Schmale in Wien. Auch die eindrucksvollen Arbeiten von Toni Schmale wecken Assoziationen über den Zweck und den Umgang mit ihnen. Die Intention der Künstlerin ist es, uns durch eigene Gedanken und Überlegungen an Inhalt und Bedeutung heranzuführen. Titel, Form und Material ihrer Skulpturen weisen meist in verschiedene Richtungen und suggerieren eine Handlung oder menschliche Interaktion – eine Interaktion, die bei Gironcoli bis zur Verschmelzung von Menschen und Technik reicht.

Toni Schmale waltraud, 2016      lap, 2013 Feuerverzinkter Stahl, pulverbeschichteter erhitzter und gewachster Stahl, Foto: Toni Schmale Courtesy die Künstlerin Bildrecht Wien, 2024

Auf den ersten Blick sieht diese Arbeit wie ein Stuhl aus, aber man kann viel mehr in sie hineininterpretieren. Es könnte auch eine Abstiegsvorrichtung sein, mit der Schiffe große Höhenunterschiede in Wasserstraßen überwinden können? Oder ein Rollentrainer, der mit einem Gewichtheber gekoppelt ist. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Was es wirklich ist, sagt die Künstlerin Nein, das verrät sie leider auch nicht. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien? Lauf, was immer Sie darin sehen. Spannend ist es auf jeden Fall, und der Blickwinkel macht es noch spannender. 

Toni Schmale          
Pulverbeschichteter Stahl RAL 9005,170 × 110 × 80 cm    Foto: Sofia Goscinsk        Courtesy die Künstlerin   Bildrecht Wien, 2024   
                                                                                      

In beiden künstlerischen Positionen werden Gegensätze – das Bekannte und das Erdachte, das Künstliche und das Lebendige – zu neuen Bedeutungsträgern verbunden. Die Werke entziehen sich einer konkreten Festlegung, einer eindeutigen Interpretation und werfen uns durch die Fragen, die wir an das Objekt stellen, letztlich auf uns selbst zurück.

Die Ausstellung ist bis 28. Juli 2024 in der ALBERTINA MODERN zu sehen.

https://www.albertina.at/en/albertina-modern/exhibitions/bruno-gironcoli-toni-schmale

Die Technologie des 21. Jahrhunderts blickt zurück in die Steinzeit?

Vor etwa 7 Millionen Jahren begann die Entwicklung des Menschen in Afrika. Die digitale Transformation ist geprägt von der besonderen Beziehung zwischen Menschen und Technik. Der menschliche Körper ist entwicklungsgeschichtlich immer noch ein Produkt der Steinzeit. Anthropologen sagen sogar, dass wir durch und durch Steinzeitmenschen geblieben sind. Wir haben uns allenfalls an die viel komplexere Welt angepasst, in der wir heute leben. Die Steinzeit steckt uns noch in den Knochen!

experimental photo work by © Christa Linossi 2024 From the series “ Künstliche Welt des 21. Jahrhunderts“

The technology of the 21st century looks back to the Stone Age? Human development began in Africa around 7 million years ago. The digital transformation is characterised by the special relationship between humans and technology. In terms of evolutionary history, the human body is still a product of the Stone Age. Anthropologists even say that we have remained Stone Age people through and through. At best, we have adapted to the much more complex world we live in today. The Stone Age is still in our bones!

Vielfalt als Schönheit

…zu sehen in der Albertina Modern bis zum 18. August 2024

Sungi Mlengeya Wallow, 2022 Acryl auf Leinwand 150 × 140 cm
Privatsammlung
© Sungi Mlengeya, Foto: Courtesy of Afriart Gallery

Worum geht es in dieser Ausstellung?

The Beauty of Diversity bewegt sich im Spannungsfeld eines etablierten Kunstverständnisses und seiner Erneuerung. Die Ausstellung entfaltet ihre Dynamik in der Gegenüberstellung von renommierten KünstlerInnen, die den Kanon immer wieder herausfordern wollten und dennoch kanonisiert wurden, mit Neuentdeckungen und jenen, die Sehgewohnheiten irritieren, gegen den Strom schwimmen, an den Grundfesten der Hochkultur rütteln, die Norm brechen und damit eine Ästhetik der Vielfalt begründen.

Die Ausstellung Die Schönheit der Vielfalt oder The Beauty of Diversity zeigt die Vielfalt der Sammlungen der Albertina. Sie definiert den Reichtum einer Sammlung durch ihre Heterogenität. Zudem wird die Notwendigkeit unterstrichen, Frauen, LGBTQIA+ KünstlerInnen, People of Color, indigenen Positionen und AußenseiterInnen Sichtbarkeit zu verschaffen.

Zwei Werke aus der Ausstellung The Beauty of Diversity haben mich sehr fasziniert, das war zum einen die Arbeit von Sungi Mlengeya und Gelitin (Gelitin, bis Ende 2005 Gelatin).

Sungi Mlengeya wurde 1991 in Daressalam, Tansania, geboren. Sie ist Autodidaktin und arbeitet hauptsächlich mit Acryl auf Leinwand. Ihre Bilder sind frei, minimalistisch und zeigen einen originellen Umgang mit dem negativen Raum.

Das Faszinierende an ihren Arbeiten sind die dunklen, minimalistisch inszenierten Figuren. Sie erinnern an die Frauen, die sie umgeben.

Die meisten ihrer Werke bestehen aus dunklen Figuren in minimalen Schwarz- und Brauntönen vor einem makellos weißen Hintergrund, so auch das Werk, das die ALBERTINA MODERN von ihr zeigt. Ihre Figuren sind Andeutungen mit Gesichtern, Händen und Füßen. Mit dem richtigen Blickwinkel kann der Betrachter den Körper als Ganzes erkennen.

Sungi Mlengeya Wallow, 2022 Acryl auf Leinwand 150 × 140 cm
Privatsammlung © Sungi Mlengeya, Foto: Courtesy of Afriart Gallery

Sungi Mlengeya ist eine sehr interessante Künstlerin. Wegen der Ausstellung in der Albertina habe ich mir ihre Homepage angesehen. Homepage https://sungimlengeya.com/  https://sungimlengeya.com/2023 Im Jahr 2020 wurde Sungi von Apollo 40 Under 40 Africa (internationales Kunstmagazin), einer Auswahl der inspirierendsten jungen Künstler der afrikanischen Kunstwelt, geehrt.

Vier Künstler, die mir sofort aufgefallen sind, bilden die Gruppe Gelitin. Ich verfolge sie seit Jahren. Ihre Arbeit, die in der ALBERTINA MODERN zu sehen ist, MONA LISA (entstanden 2020 Plastilin, Paraffin, Bienenwachs und Pigmente auf Holz 70 × 45 × 10 cm) zeigt eine andere Mona Lisa (Gelitin Geheimnis und nicht das Geheimnis Leonardo da Vinci Mona Lisa) die entstellte Frau mit riesigen verkrüppelten Augen, die Nase entstellt und seitlich aus dem Kopf ragend, der Mund eine Öffnung wie der Eingang zu einem Tunnel.

Denn den Rest kann man sehen, wie man will. Es könnte auch ein Misthaufen sein, in dem die Mona Lisa steckt! Was hat sich die Gruppe Gelitin dabei gedacht? Müssen wir das wissen? Nein! Jeder soll sich selbst ein Bild machen.

Gelitin (Gelatine) ist dafür bekannt, dass es Aufsehen erregen kann. So wie 2003 in Salzburg: (Museumsdirektorin Agnes Husslein ließ 2003 den „Arc de Triomphe“ der Künstlergruppe Gelatin vor dem Rupertinum und dem benachbarten Festspielhaus errichten. Das erregte die Gemüter. Die Stadt Salzburg. Der Bürgermeister der Stadt Salzburg sah sich veranlasst, die Skulptur bis zu ihrem vollständigen Abbau schnellstmöglich zu verhüllen und einzuhausen.) Ein Akt der Verhüllung, zuerst das weiße Tuch, dann die leuchtend gelbe Bretterverschalung. Die Direktorin des Museums, Agnes Husslein, hatte am Ende das Nachsehen. Sie hatte den Mut, die Skulptur in Salzburg auszustellen. Sie scheiterte an der Stadt.)

Gelatin Arc de Triomphe
Rupertinum, Salzburg, Austria 2003: Foto: © Rupertinum MdM Salzburg 2003

Auch wenn sie immer wieder für Aufregung sorgen, bleiben die Gelitin eine interessante Künstlergruppe. https://www.gelitin.net/projects

Darüber hinaus gliedert sich die Ausstellung in die im Folgenden beschriebenen Bereiche:

Raum 2 siehe PUPPENSPIELE: Puppen aus weichem Stoff, Spiel- und Bastelmaterialien wie Knete und Plastilin erinnern an das sichere, umsorgte und behütete Reich der Kindheit, an eine heile Welt.

Raum 3 Empowerment: Selbstbestimmung ist eine zentrale Forderung der feministischen Bewegung. Strategien der Selbstermächtigung, die es in der Kunst seit jeher gibt, fungieren als aktivistisches Sprachrohr, um die Bedingungen von Interessengemeinschaften und diskriminierten Gruppen zu verbessern.

Raum 4 Art brut: Die Vorstellung, dass Kunst Rückschlüsse auf die psychische Disposition der AutorInnen zulässt und dass Bilder etwas über die Gesundheit oder gar Krankheit derer aussagen, die sie produzieren, muss in Frage gestellt werden.

Raum 6 Black Art Matters Nach großen Unruhen formierte sich 2013 in den USA die Bewegung Black Lives Matter. Ein Jahr später erreichte sie weltweit ihren Höhepunkt. Anlass waren zahlreiche Demonstrationen gegen die Tötung von AfroamerikanerInnen, insbesondere durch weiße Polizeibeamte.

Raum 8 Obsessionen: Die Obsession kann als ein individueller Mythos verstanden werden, eine innere Kraft, die das Selbst immer wieder überrascht. Obsessive Kräfte führen zu triebhaften Ausbrüchen, ungeahnten Intensitäten und inneren Zwängen.

Groteske Figuren: Die Hochkultur hat sich vom Grotesken, Unreinen und Abgründigen abgewandt. Sie hat sich dem rechten Maß und der harmonischen Vollendung verschrieben und vermeidet Regellosigkeit und Abweichung von der Norm.

Raum 9 Hybride Formen: Hybridität ist der Schlüsselbegriff zur Beschreibung kultureller Vielfalt, Multimedialität und Heterogenität.

Raum 10 Traum und Trauma: Das Dunkle und Ungeordnete, das Formlose und Chaotische, so die Urmetapher der Kunst, steht am Anfang jeder ästhetischen Produktion.

Raum 13 Inklusion: Die Inklusion von KünstlerInnen aus Kontinenten wie Australien, Afrika, Asien und Südamerika nimmt in der Gegenwartskunst einen hohen Stellenwert ein und wird in den letzten Jahren verstärkt vorangetrieben.

Die Ausstellung entwickelt eine vielschichtige Ästhetik, die die Idealität eines klassischen Stil- und Formwillens konterkariert. Sie erkundet die Schönheit des Grotesken, des Unreinen und Verdrängten, des an den Rand Gedrängten und des von der Norm Abweichenden.

KünstlerInnen aus Australien, Afrika, Asien und Südamerika wird in der Schau ein hoher Stellenwert eingeräumt. Sie relativieren eurozentrisches Denken und Handeln bzw. westliche Kunst und Kultur. AutodidaktInnen zeigen einen ausgeprägten Willen zu dem, was sie tun müssen. Durch ihr Bekenntnis zur inneren Notwendigkeit der Kunst beweisen sie Authentizität.

https://www.albertina.at/en/albertina-modern

Roy Lichtenstein in der Albertina

Der wohl berühmteste Maler der POP-ART neben Andy Warhol!

Roy Lichtenstein
Studie zu Figuren in einer Landschaft, 1977
Öl und Acryl auf Leinwand
Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark Long-term loan: Museumsfonden © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024
Foto: Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark

Mit einer großen Retrospektive feiert die ALBERTINA den Meister der Pop Art Roy Lichtenstein (1923-1997, New York) anlässlich seines 100. Geburtstages.

Er gilt heute neben Andy Warhol und Jackson Pollock als einer der drei populärsten und bekanntesten amerikanischen Künstler. Darüber hinaus wurde er zum einflussreichsten Pionier der Appropriation Art und zum Wegbereiter der Verschmelzung von High und Low Art in der zeitgenössischen Kunst. 

Bereits 2011 widmete die ALBERTINA Roy Lichtenstein eine Ausstellung. Roy Lichtenstein. Black & White 1961 – 1968 konzentrierte sich auf eine außergewöhnliche Gruppe von 59 Zeichnungen aus der Zeit der Pop Art. Sie wurden bisher nur selten gezeigt. Sie dokumentierten Lichtensteins eigenständigen Beitrag zum Medium der Druckgrafik und die Rolle der Zeichnung für die Entwicklung seines Stils. Die Ausstellung 2011 entstand in Zusammenarbeit mit der Morgan Library & Museum, New York.

Anlässlich seines 100. Geburtstags im Jahr 2024 widmet die Albertina Roy Lichtenstein erneut eine große Retrospektive!

Roy Lichtenstein
Ertrinkendes Mädchen, 1963
Öl und Acryl auf Leinwand
The Museum of Modern Art, New York, Philip Johnson Fund (by exchange) and gift of Mr. and Mrs. Bagley Wright © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024
Foto: The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence

Wer war Roy Lichtenstein? Roy Lichtenstein wurde am 27. Oktober 1923 in New York als Sohn deutsch-jüdischer Eltern geboren.  Von 1937 bis 1940 besuchte er die New Yorker Kunstgewerbeschule. 1961 gelang ihm mit dem Bild Look Mickey der Durchbruch, sein Stil wurde zum Industrial Style des gedruckten Comics.

Lichtenstein, der in kräftigen, klaren Farben malte und sich bewusst industrieller und kommerzieller Produkte wie Comics und Werbung bediente, versuchte so, Kunst und Konsumgüter zu verbinden. Lichtenstein bediente sich bewusst der „Ben-Day“-Technik, einer an die Drucktechnik angelehnten Technik, bei der eine Serie von Punkten auf Papier reproduziert wird. Er zeichnete von Hand ein Bild aus einem Cartoon, der ihn inspirierte, projizierte es großflächig auf eine Leinwand und füllte die Formen mit farbigen Ben-Day-Punkten aus.

Roy Lichtenstein
Wir standen langsam auf, 1964
Öl und Acryl auf Leinwand
MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST, Frankfurt, Ehemalige Sammlung Karl Ströher, Darmstadt (DE) © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024

Roy Lichtenstein antwortete 1963 auf die Frage „Was ist Pop Art?

„Die Verwendung der Werbegrafik als Inhalt der Malerei. Es war schwierig, ein Bild zu finden, das mir abstoßend genug erschien, um die schamlosesten und bedrohlichsten Merkmale unserer Kultur zu thematisieren: Dinge, die wir ablehnen, die aber übermächtig sind, wie Werbeplakate und Comics“.  <

Lichtensteins Kunst ist keineswegs belehrend, aber auch nicht affirmativ. Sie reflektiert eine ambivalente Haltung gegenüber der Bildmaschinerie der Werbeindustrie, deren Ästhetik Lichtenstein bereits in den 1960er Jahren in das Feld der Kunst und des Museums holte. 

„Mir geht es darum, eine Art Anti-Sensibilität zu porträtieren, die die Gesellschaft durchdringt. Die Werbung bestimmt einen großen Teil unserer Kommunikation. Unser gesamtes Umfeld scheint von dem Wunsch beherrscht zu sein, Produkte zu verkaufen. Das ist die Landschaft, die ich darstellen möchte. Es geht mir nicht darum, die Gesellschaft zu belehren oder unsere Welt zu verbessern“, sagt Lichtenstein.

Roy Lichtenstein
Studie zu Figuren in einer Landschaft, 1977
Öl und Acryl auf Leinwand
Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark Long-term loan: Museumsfonden © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024
Foto: Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark

Das Faszinierende an den Werken von Roy Lichtenstein ist die ZEICHNUNG. Sei es die Anlehnung an die Drucktechnik, die er als Zeichnung in Punkte verwandelt, seien es atmosphärische Elemente und Formenvielfalt, die seine kompositorischen Zutaten sind.  Oder ein Gesichtsausdruck, dargestellt als Werbeikonen, deren Blick sich dem Betrachter zuwendet. Verschiedene Details, die sich wie gedrehte Elemente in den Vordergrund zu schieben versuchen, dazwischen wieder Elemente der Szenerie, das Wasser, auf dem ein Boot sichtbar zu werden scheint. Eine Krawatte, die exakt an ein elementares Hemd gebunden ist. Wasser usw. Es genügt, sich auf die Suche zu machen, mit scharfem Blick in das Bild einzutauchen und der Fantasie freien Lauf zu lassen.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall.

Roy Lichtenstein « ALBERTINA Museum Wien

HUBERT SATTLER (1817-1904)

„HEILIGE ORTE“

Ausstellung im DomQuartier Salzburg „Heilige Orte Ansichten von Hubert Sattler (1817-1904) Salzburg Museum Gastspiel Foto: © Christa Linossi 2024

Eine hochinteressante Ausstellung zeigt das DomQuartier Salzburg, Nordoratorium in Kooperation mit dem Salzburg Museum. „Heilige Orte – Ansichten von Hubert Sattler“.

Die Ausstellung im Nordoratorium des DomQuartier bildet den Auftakt zur Reihe „Salzburg Museum – Gastspiel“ während der baubedingten Schließung der Neuen Residenz.

Ausstellung im DomQuartier Salzburg „Heilige Orte Ansichten von Hubert Sattler (1817-1904) Salzburg Museum Gastspiel Foto: © Christa Linossi 2024

Hubert Sattler reiste bereits als junger Mann zehn Jahre lang mit seinem Vater Johann Michael Sattler (von dem das berühmte Gemälde „Panorama der Stadt Salzburg“ stammt) durch Mitteleuropa. Ab 1842 bereiste er als selbständiger Reisemaler unter anderem den östlichen Mittelmeerraum und Mittelamerika und brachte zahlreiche Skizzen aus den damals entlegensten Gegenden der Welt mit. Seine Kosmoramen – griechisch cosmos für Welt und orama für Anblick – setzte er im Atelier in meisterhafte großformatige Ölgemälde um.

Die Ausstellung Heilige Orte – Ansichten von Hubert Sattler (1817-1904) zeigt entlang der Reiserouten ausgewählte Kosmoramen und erstmals auch Zeichnungen, die vor Ort entstanden sind. Im Mittelpunkt stehen Kultstätten verschiedener Religionen von der Antike bis ins 19.Jahrhundert.

Reisen war lange Zeit ein Privileg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts öffnete sich die Welt den Menschen zumindest virtuell: Guckkästen, Panoramen und Kosmoramen ermöglichten die Begegnung mit dem Fremden. Hubert Sattler verstand seine Bilder vor allem als Lehrmittel und versuchte dies in seinen Begleittexten durch genaue topographische und historische Angaben zu unterstreichen.

Die weite Welt des Hubert Sattler und seine erste Reise begann 1842 im östlichen Mittelmeerraum und dauerte über 7 Monate. Seine Reise führte ihn über die Donau und das Schwarze Meer nach Konstantinopel (heute Istanbul, Türkei) und weiter nach Palästina (heute Israel). Er reiste hauptsächlich mit dem Schiff, unterbrochen von kurzen Landstrecken.

Die zweite Reise führte Hubert Sattler im Herbst 1844 von Triest (Italien) nach Alexandria. Im Winter besuchte er Ägypten und die Halbinsel Sinai. Seine Reiseroute führte ihn über Ancona in Italien, Korfu, Patras, Piräus und Syra in Griechenland sowie Smyrna (heute Izmir, Türkei) nach Ägypten, wo er zahlreiche Studien und Skizzen antiker Stätten anfertigte.

Die dritte große Reise fand in den Jahren 1850-1853 statt und führte ihn in die Vereinigten Staaten von Amerika, auf die Antillen und nach Mexiko. So bildet der Maya-Tempel von Tulum, malerisch über dem Meer an der Karibikküste der Halbinsel Yucatán gelegen, den Abschluss der heiligen Stätten durch Kulturen und Jahrhunderte.

Hubert Sattler, Der Tempel El Castillo bei Tulum (Mexiko), 1856 Foto: sattler-tulum-domquartier

Bei der Betrachtung der Gemälde Hubert von Sattler fällt die Sorgfalt und topographische Genauigkeit auf, mit der er seine Motive bis ins kleinste Detail festhielt. Seine wirklichkeitsgetreuen Architekturdarstellungen, die durch kompositorische Zutaten wie Figurengruppen, Vegetation und Wolkenformationen durchaus auch atmosphärische Momente zulassen, sind von hoher Qualität.

Zum Beispiel das Bild „Mekka mit Heiliger Moschee und KAABA (Saudi-Arabien)“. Welche Präzision in der Wiedergabe jedes Details! Dort, wo der sternförmige Zugang zur Kaaba führt, nähern sich vermutlich einzelne Betende. Die Stadt und ihre Umgebung hat er sehr realistisch zu Papier gebracht.    

Hubert Sattler, Mekka mit Heiliger Moschee und Kaaba (Saudi-Arabien), 1897 Foto: thumbs_mekka-sattler-salzburg

Oder die Skizze „Ruinen des Venustempels in Baalbek (Libanon) 1842 Graphit, aquarelliert. Diese Skizze ist eine ausgezeichnete Zeichnung, die wieder bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist.

Hubert Sattler, Ruinen des Venus-Tempels in Baalbek (Libanon), 1842 Foto: tempel-sattler-salzburg
Hubert Sattler, Katharinenkloster im Sinai (Ägypten), 1845 Foto: kloster-sattler-salzburg-348×800

Hubert Sattler war nicht nur ein hervorragender Zeichner, sondern auch ein Maler, dessen daguerrotypische Präzision der malerischen Wiedergabe der aufkommenden Fotografie nahekam. Hubert Sattler hat als Maler eine besondere Methode entwickelt, das Ferne zu vergegenwärtigen, näher zu bringen, ohne ihm den Zauber des Erträumten, des Wunschbildes zu nehmen. 

Heiligen Blut mit Großglocknermasiv von Hubert Sattler Foto: © Christa Linossi 2024

Prädikat: die Ausstellung ist sehenswert und läuft noch bis 06. Jänner 2025

„DIE WELT BEYM KREUTZE JESU“

PASSIONSKONZERT am 22.03.2024  in der Wallfahrtskirche Großgmain

Am Karfreitag 1813 wurde sie in der Innsbrucker Servitenkirche nach über 200 Jahren wahrscheinlich zum letzten Mal als Grabmusik aufgeführt.

Wir hören hier zum ersten Mal ein Werk, das die Melodien der berühmtesten Arien aus der Oper „Don Giovanni“ enthält. Es wird W. A. Mozart zugeschrieben und schlummerte zweihundert Jahre lang in einem Klosterarchiv. Es wird vermutet, dass Pater Philipp Benitius Mayr, ein Ordensbruder der Serviten, der Autor des Textes war.

Ich bat Hans-Josef Knaust – Leiter des Passonskonzert – zum Gespräch!

Hans-Josef Knaust – Leiter des Passionskonzertes in Großgmain 2024 Foto:© Christa Linossi 2024

Linossiartstory: Herr Knaust, Sie werden am 22. März 2024 in der Wallfahrtskirche Großgmain (Salzburg) das Passionskonzert „Die Welt beym Kreutze Jesu“ zur Aufführung bringen.

Hans-Josef Knaust: Nach mehreren Anläufen, die wegen der Pandemie scheiterten, habe ich nun die Möglichkeit, das Werk an meinem Lieblingsort für Passionsmusik, der Wallfahrtskirche Großgmain, aufzuführen. 

Linossiartstory: Ist dokumentiert, dass dieses Grablied „WELT AM KREUTZE JESU“ tatsächlich in der Innsbrucker Servitenkirche uraufgeführt wurde?

Hans-Josef Knaust: Sie lässt sich insofern nachweisen, als für die Aufführung am Karfreitag des Jahres 1813 eigens ein Textheft mit dieser Jahreszahl herausgegeben wurde, was mit dem Osterbesuch des bayerischen Kronprinzen zusammenhängt, dem man sicherlich eine würdige Karfreitagsmusik bieten wollte. Die Originalstimmen des Werkes befinden sich im Archiv des Servitenklosters.

Linossitartstory: Was hat Sie an diesem Passionskonzert so fasziniert? Liegt die Faszination darin, dass es seit über 200 Jahren in der Innsbrucker Servitenkirche schlummert?

Hans-Josef Knaust: Die Faszination liegt darin, wie die uns vertraute Musik Mozarts aus Don Giovanni mit dem 1813 verfassten Passionstext für uns Interpreten – vor allem aber für die Zuhörer – eine völlig neue Ausdrucksdimension erreichen kann.

Linossiartstory: Warum wurde ausgerechnet der dramatische Inhalt von Mozarts Oper „Don Giovanni“ in diesem Oratorium auf die spirituelle Ebene des Passionsdramas gehoben? Wäre nicht auch eine andere Operndramaturgie möglich gewesen? Ist die Entscheidung des Serviten P. Philipp Benitius Mayr für „Don Giovanni“ nach 200 Jahren noch nachvollziehbar?

Hans-Josef Knaust: Die Oper „Don Giovanni“ wurde um 1800 sicherlich als moralisierendes Drama wahrgenommen (Neuinterpretationen des Stoffes wie die von A. Camus u.a. waren sicher noch nicht im geistigen Umlauf). ); insofern bot sich dem Verfasser mit Hilfe der faszinierenden Musik Mozarts die Gelegenheit, aus dem fragwürdigen Handeln Don Giovannis (er vergewaltigt seine Tochter Donna Anna und tötet ihren Vater Komtur) ein dramaturgisches Exempel zu statuieren: Der sündige Mensch, der angesichts des Karfreitagskreuzes die Erlösungstat Jesu leugnet, ist wie Don Giovanni zur Höllenfahrt verdammt.

Allerdings schließen sich alle Protagonisten des Passionsdramas nach anfänglichem Zweifel (Geist des Judentums) der kirchlichen Lehre an.

Linossiartstory: Der Servite P. Philipp Benitius Mayr schuf fünf allegorische Figuren:

DIE KIRCHE

DER ENGEL

DER GEIST DER HEIDEN

DER GEIST DES PROPHETEN

DER GEIST DES JUDENTUMS

Was hat den Textdichter und den musikalischen Bearbeiter bewogen, die Dramatik der Mozartischen Vorlage – den letzten Kampf um Gerechtigkeit zwischen Don Giovanni und dem Komtur sowie den anderen Opferfiguren – auf diese von ihm geschaffenen allegorischen Figuren zu übertragen?

Hans-Josef Knaust: Die aufgebotenen allegorischen Figuren finden sich in den bildlichen Darstellungen zeitgenössischer Heiliger Gräber wieder (vgl. Abbildung des Hl. Grabes in der Innsbrucker Jesuitenkirche); so werden allgemein bekannte Bildnisse und Figurinen durch leibhaftige Sängergestalten zum Leben erweckt – was auf die zeitgenössischen Zuhörer einen überwältigenden Eindruck gemacht haben muss – nun wird das an Dramatik kaum zu überbietende Werk Mozarts herangezogen, das in seiner Übertragung auch Leid durch Kreuz und Tod und die damit einhergehende Trauer auszudrücken vermag (vgl. Donna Annas Klage über den Tod des Vaters etc.).

Linossiartstory: Herr Knaust, was genau ist der Servitenorden und seit wann gibt es ihn, können Sie das kurz erklären?

Hans-Josef Knaust: Der Servitenorden wurde Anfang des 13. Jahrhunderts in Florenz als Ordo Servorum Mariae – OSM gegründet und widmete sich der Unterstützung der Armen; die für uns wichtige Klostergründung in Innsbruck wurde um 1613 von die Mantuaner Familie der Gonzaga betrieben – von Innsbruck wurden weitere Klöster u.a in Wien und in Deutschland gegründet; bis heute ist das Servitenkloster in Innsbruck für den gesamten Orden von zentraler Bedeutung.

Darüber hinaus legten die Serviten in Innsbruck größten Wert auf eine hervorragende Kirchenmusik zu den Hochfesten (dies bezeugt das große Quellenrepertoire des Klosters); damit nicht genug setzten sich begabte Musiker des Ordens für die musikalische Erziehung und Förderung der Jugend in Stadt und Land ein.

Linossiartstory: Lassen Sie uns noch einmal auf das Konzert mit der Passion zurückkommen. Was ist das Besondere an der Aufführung dieses Passionsoratoriums?

Hans-Josef Knaust: Wie oben schon angedeutet, fasziniert uns heutige Hörer das Spannungsverhältnis zwischen Mozarts genialer Musik und dem in barockem Gestus gehaltenen Passionsdrama. Kann Mozarts Musik durch den Passionstext zu neuen Ausdrucksdimensionen vordringen? Befruchten sich Text und Musik gegenseitig oder stehen sie in ihrer Wirkung im Gegensatz zueinander? Diese Fragen wird sich der Zuhörer nach dem Passionskonzert selbst beantworten müssen – im Probenprozess konnten wir jedenfalls für uns alle erstaunliche Wirkungen wahrnehmen (und das mit Sängern, die den „Don Giovanni“ im Original schon mehrfach auf der Bühne gesungen haben…).

Linossiartstory: Was war für Sie ausschlaggebend, dieses Oratorium gerade in Großgmain (Salzburg) aufzuführen? Hätte es nicht auch in der Kollegienkirche oder in einer anderen Kirche, z.B. Maria Plain, stattfinden können?

Marienwallfahrtskirche Großgmain Foto: © Christa Linossi 2024

Hans-Josef Knaust: Die Wallfahrtskirche Großgmain ist aufgrund ihrer barocken Theaterarchitekur wie geschaffen für Oratorium und dramatisiertes Passionsingen – wir haben das Parkett (den üblichen Platz der Gemeinde), den ersten und zweiten Rang mit der Orgel – der Altarraum erhebt sich mittels Stufen über das Kirchenraumniveau; den würdigen Abschluss bildet der erhöhte Hochaltar; nicht ohne Grund nahmen von Großgmain die inzwischen allgegenwärtigen Passionssingen ihren Anfang in den 1970er Jahren durch Persönlichkeiten wie Cesar Bresgen und Harald Dengg; diese erkannten sowohl die geniale Architektur wie auch die damit einhergehende großartige Akustik.

Linossiartstory: Wie werden Sie dieses Passionskonzert dirigieren und inszenieren? Welche Stimmen kommen zum Einsatz? Wie groß ist das Orchester und wird es auch einen Chor geben?

Hans-Josef Knaust: Insgesamt plane ich eine konzertante Aufführung mit kleinen dramaturgischen Gesten – in den Ensembles (Duette, Terzette etc.) werden die Stimmen in ihren Dialogen aufeinander eingehen – auch die Einsätze sowie die Auf- und Abgänge sind von mir konzipiert.

Die Soli sind durch das Werk vorgegeben: der Sopran übernimmt die Rolle der „Kirche“, der Alt das „Heidentum“, der Tenor den „Engel“, die Bässe I und II den „Geist der Propheten“ und den „Geist des Judentums“.

Als wirkungsvoller Abschluss tritt der Chor zu den Solisten hinzu mit der apokalyptischen Aussage: „Alles wanket fliehet, bis es uns zu Jesu ziehet“.

Linossiartstory: Stimmen Sie mir zu, wenn ich sage, dass Mozart nicht nur mit Werken wie der „Die Zauberflöte“, „Eine kleine Nachtmusik“ oder dem „“Requiem“ Weltruhm erlangte, sondern auch in der Kirchenmusik seine Spuren hinterlassen hat?

Hans-Josef Knaust:

Natürlich – die Kirchenmusik war für Mozart gleichbedeutend in Qualität und Wert (manche Mozartforscher wie Alfred Einstein schätzen die Kirchenmusik in Bedeutung und Qualität sogar höher ein – siehe Requiem c-Moll Messe etc.)

Linossiartstory: Sehr geehrter Herr Hans-Josef Knaust, vielen Dank für das sehr interessante Gespräch. Ich wünsche Ihnen weiterhin viele interessante musikalische Projekte.

Hans-Josef Knaust – Start (knaust-salzburg.org)

Innovative Musikprojekte Salzburg – IMP Salzburg – Zeitgenössische Musik (imp-salzburg-concerts.at)