Wenn der Berg spricht! Was verbirgt sich hinter dieser Aussage?

experimental photo work by © Christa Linossi 2024 From the series „The earth“

In der Stille der Höhen, wo seit Jahrhunderten nur der Wind zu hören ist, beginnen die Berge zu sprechen.

Einst standen die alten Riesen unerschütterlich in ihrer eisigen Pracht. Jetzt zeigen sie, dass sie bröckeln. Der Permafrost, der ihre Flanken wie ein schützendes Band umgab, gibt nach – und mit ihm die Stabilität, die wir für selbstverständlich hielten. Was einst fest und unverrückbar schien, ist einem gefährlichen Wandel unterworfen.

Eine Botschaft, die nicht überhört werden darf. Denn wenn der Berg spricht, dann ist es die Erde selbst, die uns warnt.

When the mountain speaks! What is behind this statement?

In the silence of the heights, where for centuries only the wind has been heard, the mountains begin to speak.

The old giants once stood unshakeable in their icy splendour. Now they are showing signs of crumbling. The permafrost that surrounded their flanks like a protective band is giving way – and with it the stability that we took for granted. What once seemed solid, and immovable is undergoing dangerous change.

A message that must not be ignored. Because when the mountain speaks, it is the earth itself that warns us.

LA CLEMENZA DI TITO von Wolfgang Amadeus Mozart Neuinszenierung

La clemenza di Tito 2024: Daniel Behle (Tito Vespasiano), Statisterie der Salzburger Festspiele
© SF/Marco Borrelli

Pressekonferenz (7. Mai 2024) mit Gianluca Capuanos (Musikalische Leitung) und Robert Carsen (Regie und Licht)

Die Neuinszenierung von Mozarts ‘La Clemenza di Tito’ bei den Salzburger Festspielen Pfingsten 2024 bringt eine zeitlose Geschichte um Macht, Vergebung und Menschlichkeit mit frischem Blick und innovativer Interpretation auf die Bühne.

Die Neuinszenierung der Oper “La clemenza di Tito” von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Salzburger Festspielen zu Pfingsten 2024 könnte daher ein spannendes Ereignis werden. Bemerkenswert ist, dass Gianluca Capuano (Musikalische Leitung) zum ersten Mal eine Mozart-Oper in Salzburg dirigiert. Insgesamt ist es seine sechste Opernproduktion. Die Oper, die als Mozarts letztes Werk gilt, wurde ursprünglich als Krönungsoper für Leopold II. konzipiert. Die Uraufführung fand am 6. September 1791 in Prag statt.

Gianluca Capuano sieht in “La clemenza di Tito” einerseits eine Hommage an die metastasianische Opera seria, andererseits aber auch moderne Elemente, die auf politische und gesellschaftliche Veränderungen verweisen.

Die musikalische Leitung hat Gianluca Capuano. Regie und Lichtgestaltung liegen in den Händen von Robert Carsen. Cecilia Bartoli übernimmt die Rolle des Sesto, die ursprünglich für einen Kastraten geschrieben wurde.

Es ist faszinierend zu hören, wie Capuano moderne Aspekte in der formalen Struktur und Harmonik der Oper erkennt, insbesondere im Finale des ersten Aktes, dass er als fast protoromantisch und zukunftsweisend beschreibt.

Regisseur Robert Carsen betont, wie sehr er in Salzburg die Möglichkeit schätzt, mit hochkarätigen Kolleginnen und Kollegen wie Cecilia Bartoli und hervorragenden Sängerinnen und Sängern über einen längeren Zeitraum konzentriert an einem Werk zu arbeiten. Auch für ihn liegt der Geist der Veränderung in der DNA des Werkes. Schon zu Mozarts Zeiten hätten sich Kontext und Fokus des Werkes stark verändert.

La clemenza di Tito 2024: Cecilia Bartoli (Sesto) © SF/Marco Borrelli
© SF/Marco Borrelli

Formal sei die Zahl der Figuren gegenüber dem ursprünglichen Entwurf um fast die Hälfte reduziert worden. Der thematische Schwerpunkt habe schon damals auf der Frage gelegen: Was macht eine gute Regierung aus? So sei er als Regisseur auch an das Stück herangegangen: „Für mich steht die Frage nach dem richtigen politischen Handeln im Vordergrund. Es geht um Macht, die Vitellia vor dem Hintergrund ihres eigenen Traumas für sich beansprucht. Sie will ihre verlorene gesellschaftliche Stellung durch die Heirat mit Titus zurückgewinnen“.

Die wichtigste Frage ist: Was erwarten wir von der Politik?“, sagt Carsen und verweist zum Beispiel auf die aktuelle politische Situation in Amerika. In Anspielung darauf ist Titus auch eine Figur, die dankbar für die Wahrheit ist, die ihr entgegengebracht wird, und – anders als im Zeitalter der sogenannten Fake News“ – einen verantwortungsvollen Umgang damit sucht.

am 07.05.2024 – während des TerrassenTalks im Haus für Mozart – Kulisse Salzburg, Festspielhaus, Salzburg, Österreich Foto: JAN FRIESE –

Diese Neuinszenierung verspricht sowohl musikalisch als auch szenisch eine aufschlussreiche Auseinandersetzung mit einem klassischen Werk zu werden. Der Regisseur Robert Carsen, ein erfahrener Opernregisseur, wird sicherlich das Zeitgenössische der Oper herausarbeiten.

Salzburger Festspiele Pfingsten

Die Premiere der Oper findet am 17. Mai 2024 im Haus für Mozart statt.

Wie viele Morde gab es in den letzten zehn Jahren in Salzburg?

insgesamt 10 Morde! Aber nicht in der Realität, sondern in der beliebten Krimi-Serie „DIE TOTEN VON SALZBURG“.      

Fanny Krausz_Erol Nowak_Michael Fitz_credit_Satel Film_Lisa Kutzelnig (8) 2024 Die Ermittlungen

Sie haben richtig gelesen: Seit zehn Jahren gibt es die Serie, in diesem Jahr wurde die elfte Folge von „Mord in bester Lage“ gedreht. Die Serie, die nun ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, hat es geschafft, die Zuschauer mit raffinierten Plots und unerwarteten Wendungen zu fesseln. Jeder Mordfall vor historischer Kulisse ist ein Puzzle. Stück für Stück setzen die brillanten Ermittler die Lösung zusammen. Mit der Ausstrahlung der elften Staffel erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Die Fans dürfen gespannt sein, welche Geheimnisse diesmal gelüftet werden.

Filmproduktion Die Toten von Salzburg Foto: Franz Neumayr 06.05.2024

Die Erfolgsserie geht weiter. Das echte Salzburg bleibt eine Stadt der Kunst, der Kultur und des friedlichen Zusammenlebens. Die einzigen Morde, die hier geschehen, stammen aus der Feder der Drehbuchautoren. Ein Beweis für die Kraft der Erzählkunst, die uns in eine Welt entführt, die uns so nah und doch so fern ist.

Ich sprach mit dem Regisseur (Erhard Riedlsperger) und dem Produzenten (Heinrich Ambrosch). Ich wollte wissen, wie viele Folgen noch gedreht werden. Beide haben mir gesagt, dass die Serie bei den Zuschauern sehr beliebt ist und es auch in Zukunft neue Folgen geben wird.

Für die aktuelle Serie wurde in der Franziskanerkirche, im Café Bazar und auf dem Friedhof St. Peter gedreht. Überraschend war auch die Zustimmung der Kirche zu den Dreharbeiten.

Ein kurzes Gespräch mit dem Schauspieler Erwin Steinhauer, der mir erzählte, dass er seit Beginn der Serie 2016 den Hofrat Alfons Seywald spielt. „Mord in bester Lage“ führt mich mitten ins Geschehen. Wie aktuell das Thema Wohnungsnot und hohe Immobilienpreise in der Mozartstadt ist, hat sich gerade bei den Gemeinderatswahlen gezeigt“.

Schauspieler Erwin Steinhauer alias Hofrat Alfons Seywald
Foto © Christa Linossi

Erwin Steinhauers Darstellung des Hofrats Seywald ist eine gelungene Mischung aus Professionalität, Intelligenz und einem Hauch von Geheimnis, etwa wenn er im Hintergrund die Fäden zieht und als kluger Stratege Zusammenhänge erkennt und geschickt agiert. Seine Rolle als erfahrener Beamter und Verwaltungsexperte spiegelt sich in seinem Auftreten wider.

Auch Michael Fitz ist von Anfang an dabei. Er spielt den Kriminalhauptkommissar Hubert Mur, einen geradlinigen und rationalen Ermittler aus Traunstein. Er wird als humorloser, unsensibler Einzelkämpfer dargestellt, der mit seinen eigenen Methoden ermittelt. „Mord in bester Lage“ „Hohe Zinsen und steigende Mieten machen den Traum von den eigenen vier Wänden für viele zu einer fast unüberwindbaren Hürde. Mord in bester Lage‘ konfrontiert uns mit der Frage, wie weit Menschen für Macht und Erfolg gehen würden. Gerade in Salzburg ist das ein brandaktuelles Thema. Wir wollen nicht nur eine spannende Geschichte erzählen, sondern auch zum Nachdenken anregen.

Schauspieler Michael Fitz (in einer lockeren Art und Weise) alias Kriminalhauptkommissar Hubert Mur,
Foto © Christa Linossi

Last not least:

v.li.n-re. Bürgermeister Bernhard Auinger und Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll :
Foto © Christa Linossi

Der Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger informierte sich über den Stand der Dreharbeiten von Satel Film: „Als zukünftiger Bürgermeister der Kulturstadt Salzburg bin ich sehr stolz darauf, dass die beliebte Krimireihe „Die Toten von Salzburg“ seit 2016 in unserer schönen Stadt gedreht wird. Als absoluter Krimifan freue ich mich schon sehr auf den elften Fall und bin gespannt auf die wie immer beeindruckenden Bilder“.   

Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll: „Das Land hat die Reihe bisher mit mehr als einer Million Euro unterstützt. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Wertschöpfung beträgt mit rund 6,7 Millionen Euro mehr als das Sechsfache. Dazu kommt eine unbezahlbare Zusatzwerbung für unser Bundesland mit mehr als 85 Millionen Zuseherinnen und Zuseher in Österreich und Deutschland. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“.

Ausstrahlungstermin im ORF ist voraussichtlich 2025.

Die neueste Folge der Krimireihe „Die Toten von Salzburg“ trägt den Titel „Mord in bester Lage“. Es ist der elfte Film der Krimireihe, die die Wohnungsnot und die hohen Immobilienpreise in Salzburg thematisiert. Die Dreharbeiten wurden kürzlich abgeschlossen.

Über Satel Film

Die Satel Film GmbH (gegr. 1971) ist eine der führenden österreichischen Filmproduktionsgesellschaften mit Sitz in Wien. Neben Kino- und Fernsehspielfilmen produziert das Unternehmen vor allem Fernsehserien und Dokumentarfilme. Zu den bekanntesten Produktionen zählen u.a. „Kottan ermittelt“, „Schlosshotel Orth“, die „Piefke Saga“, „Die Toten von Salzburg“, die Krimiserie „SOKO Donau“ und die Netflix/ORF-Serie „Freud“. Heinrich Ambrosch ist geschäftsführender Gesellschafter der Satel Film und im Vorstand des Verbandes der Österreichischen Filmproduzenten AAFP.

www.satel.at

When culture salts come into play!

Künstlerin Chiharu Shiota „Wo sind wir jetzt?“ KZ-Gedenkstätte Ebensee Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 / Foto:  © Christa Linossi

Die Ausstellung der Künstlerin Chiharu Shiota in der KZ-Gedenkstätte Ebensee/ Salzkammergut wurde am 26. April 2024 der Presse vorgestellt. Chiharu Shiota, ihre Kunst ist mir nicht unbekannt, ich besuche immer wieder ihre Ausstellungen, die ausdrucksstark und erzählerisch sind.

Um Themen und Zusammenhänge der menschlichen Existenz geht es in den Installationen der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota. Ihre Ausstellung “Where are we now?” wird im Stollen des ehemaligen Konzentrationslagers Ebensee gezeigt. Aus roten Seilen und 25 überlebensgroßen Kleidungsstücken hat die Künstlerin hier eine Installation geschaffen.

Chiharu Shiota wurde 1972 in Osaka geboren und lebt heute in Berlin. Shiotas Arbeiten sind oft von persönlichen Erfahrungen oder Gefühlen inspiriert. Sie erweitern sich jedoch zu universellen menschlichen Fragen über Leben und Tod oder Beziehungen. Sie sucht nach dem Verständnis von Begriffen wie Erinnerung und Existenz. Dazu sammelt sie Alltagsgegenstände wie Schuhe, Stühle oder Kleidungsstücke und verbindet sie zu Fadenstrukturen. Die Fadenstruktur ist immer ein sattes ROT. Shiotas Installationen erzeugen ein Gefühl von „Anwesenheit in Abwesenheit“, während ihre Skulpturen unausgesprochene Gemütszustände darstellen.

Zurück in den Stollen der KZ-Gedenkstätte Ebensee! Hier stellt sich die Künstlerin die Frage: „Wo sind wir jetzt?“ Ist das nicht die Frage, die wir uns im 21. Jahrhundert immer wieder stellen?

KZ-Gedenkstätte Ebensee, dahinter die Ausstellung von Chiharu Shiota „Wo sind wir jetzt?“ KZ-Gedenkstätte Ebensee Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 / Foto:  © Christa Linossi

Die Geschichte Europas war immer wieder von Größenwahn und Fehleinschätzungen geprägt. Manchmal hat man das Gefühl, dass wir aus der Geschichte nichts gelernt haben und immer wieder auf Fehleinschätzungen und Größenwahn stoßen. Wann wachen wir endlich auf? Dass wir Demokratie und Frieden als Priorität begreifen und an die erste Stelle unserer Fragen stellen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!

Gerade dieser KZ-Gedenkstollen in Ebensee, der von Menschenverachtung, Ausbeutung und Ermordung unschuldiger Menschen für die Entwicklung neuer Waffen, von der grausamen Kollaboration von Wissenschaft und Technik mit Vernichtungsstrategien und Kriegen erzählt, sollte ein weiteres Mahnmal sein.

Der einzige Ausweg aus dieser Menschenverachtung, aus dieser verhängnisvollen Verbindung von Zerstörung und „Fortschritt“ ist die Erinnerung.

Aus diesem Grund hat die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 die japanische Künstlerin Chiharu Shiota eingeladen, eine Skulptur am Mahnmal zu gestalten. Die aus Japan stammende Künstlerin, deren Land im Zweiten Weltkrieg eng mit dem nationalsozialistischen Regime verbündet war, vernetzt Räume und Welten, schafft Bezüge zur Geschichte und zum Moment des Seins.

von li. n. re. Dr. Elisabeth Schweeger (Künstlerische Geschäftsführung Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024) Künstlerin Chiharu Shiota und Aki SUGAYA/Ms.
(Direktorin des Japanischen Informations- und Kulturzentrums,
Botschft von Japan in Österreich) Foto: © Christa Linossi
Künstlerin Chiharu Shiota und Aki SUGAYA/Ms.
(Direktorin des Japanischen Informations- und Kulturzentrums,
Botschft von Japan in Österreich) Foto: © Christa Linossi

In der Installation sind die Kleider zwischen roten Seilen gefangen. Wie ein Nebel verhüllen sie die Figuren und erinnern doch an die Existenz von Körpern und Menschen. Sie füllen den Raum mit einer nicht greifbaren Präsenz, schimmern durch ein Netz aus roten Seilen, die wie ein Symbol der Verstrickung und des unabdingbaren Miteinanders stehen. Es ist wie ein Hauch, ein Atem, nicht greifbar und doch da, eine Ahnung von der Zerbrechlichkeit des Menschen und der Fragilität seiner Würde. Ein Erkennen und Erfühlen, das den Besucher*innen Raum für die eigene Interpretation lässt. Die Installation erzeugt ein Gefühl von „Anwesenheit in Abwesenheit“.

Chiharu Shiota „Wo sind wir jetzt?“ KZ-Gedenkstätte Ebensee Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 / Foto:  © Christa Linossi

Chiharu Shiota über ihre Arbeit im Stollen der KZ-Gedenkstätte: „Für mich ist unsere Kleidung wie eine zweite Haut. Unsere dritte Haut ist das Gebäude, das uns vor der Welt schützt. Unsere Kleidung hat mit Schutz zu tun, aber auch mit Normen. Unser Inneres enthält auch Eigenschaften, die wir uns nicht ausgesucht haben. Familie, Religion, Kultur, all das sind Grenzen, innerhalb derer wir uns bewegen oder entscheiden, sie zu überschreiten. In der Installation sind die Kleider zwischen roten Seilen gefangen, die wie Nebel die Figuren umhüllen“.

Die Ausstellung ist bis 30. September 2024 zu sehen und ist ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 in Kooperation mit dem Zeitgeschichte Museum und der KZ-Gedenkstätte Ebensee mit freundlicher Unterstützung des EU-Japan Fest Japan Committee.

KZ – Gedenkstätte Ebensee (memorial-ebensee.at)

https://www.chiharu-shiota.com

CHANGE VIEW

oder

DER ANDERE BLICK!

2_Marco da Silva Ferreira_Carcaça_© José Caldeira

In der Kunstszene stehen in diesem Jahr die nicht enden wollenden Kriege, die Migration, die Integration, die Armut und als zentrales Thema das KLIMA als Szenario des 21. Jahrhunderts im Vordergrund.

Angela Glechner (künstlerische Leitung & Geschäftsführung Szene Salzburg) Foto: © Christa Linossi

Das Programm der Sommerszene Salzburg für das Festival der darstellenden Künste vom 4. bis 16. Juni 2024 wurde kürzlich von Angela Glechner (künstlerische Leitung Szene Salzburg) vorgestellt.

Mitreißende Tanzstücke, eindrucksvolle Theaterabende, humorvolle Performances und eine unvergessliche Installation in der Kollegienkirche – dreizehn ausgewählte Produktionen laden zur Sommerszene ein.

Die Österreich-Premiere des portugiesischen Ausnahmechoreographen Marco da Silva Ferreira mit dem Stück „Carcaca“ bildet den Auftakt zur Eröffnung am 4. Juni 2024. Ein energiegeladenes Stück, in dem zehn Tänzerinnen und Tänzer sowie zwei Musiker das Publikum in eine mitreißende Stimmung versetzen und den Saal in ein brodelndes, vibrierendes Kollektiv verwandeln.

Was ist der Hintergrund? Der Mensch tanzt, seit es ihn gibt. Wie entsteht die Identität einer Gemeinschaft zwischen den Ereignissen der Vergangenheit und dem Willen, die Zukunft zu gestalten? Was ist Gegenstand des Vergessens und was des Wiederaufbaus? CARCACA, zu Deutsch Skelett, steht für Ende und Neubeginn zugleich und entfesselt eine entschlossene Bewegung in die Zukunft von Gemeinschaft und Freiheit.

Marco da Silva Ferreira wurde 1986 in Santa Maria da Feira, Portugal, geboren. Er ist ein bemerkenswerter Choreograf und Tänzer. Marcos choreografische Arbeit dreht sich um urbane Praktiken. Sie reflektiert die Essenz des Tanzes in der heutigen Welt. Sein Stil verbindet abstrakten Expressionismus mit einer starken autobiografischen Note.

Mothers – A Song For Wartime“ von Marta Górnicka ist ein weiteres internationales Gastspiel. Hier stellen sich 21 Frauen und ein Mädchen mit der geballten Kraft ihrer Stimmen vehement den zerstörerischen Kräften entgegen. Eindrucksvoll bringen sie ihre politischen Forderungen zum Klingen. Um zu benennen, wofür es keine Worte gibt, nutzen sie eindrucksvoll die Kraft ihrer Stimmen. Dabei wollen sie nicht als Opfer, sondern als Protagonistinnen ihrer Geschichten gehört werden.

Marta Górnicka (* 1975 in Włocławek, Polen) ist eine polnische Regisseurin und Sängerin. Sie absolvierte die Fakultät für Theaterregie an der Theaterakademie in Warschau und studierte an der Fryderyk-Chopin-Musikhochschule in Warschau sowie an der Staatlichen Schauspielschule in Krakau.

Eine der aufsehenerregendsten Kunstinstallationen in der Kollegienkirche dürfte ein weiterer Höhepunkt der Sommerszene sein. Die Sommerszene präsentiert GAIA des britischen Künstlers Luke Jerram. Die Kollegienkirche bietet die perfekte Kulisse für das riesige, dreidimensionale Abbild der Erdkugel mit einem Durchmesser von sieben Metern. Der Brite Luke Jerram schuf das rotierende Kunstwerk als Spiegel aktueller gesellschaftlicher Ereignisse. Die Installation zeigt detaillierte NASA-Aufnahmen der Erdoberfläche und ist 1,8 Millionen Mal kleiner als die reale Erde. GAIA erzeugt ein Gefühl des Overview-Effekts, den Astronauten erleben, wenn sie die Erde aus dem Weltraum betrachten. So entsteht ein Gefühl der Ehrfurcht vor unserem Planeten, ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge allen Lebens und ein neues Verantwortungsbewusstsein für den Schutz der Umwelt.

1_Luke Jerram_Gaia in der Frauenkirche Dresden_© Oliver Killig (1)

Luke Jerram ist ein britischer Künstler, dessen multidisziplinäre künstlerische Praxis die Schaffung von Skulpturen, Installationen und Live-Kunstwerken umfasst. Jerram ist seit mehr als 25 Jahren international tätig. Er fesselt das Publikum mit außergewöhnlichen Projekten, die Menschen auf der ganzen Welt begeistern und inspirieren.

Touring Earth artwork by Luke Jerram www.my-earth.org

Machen Sie sich selbst ein Bild von der Sommerszene 2024 in Salzburg – ich bin sicher, es wird wieder spannend.

https://www.szene-salzburg.net/sommerszene-2024-change-views

HOFFNUNG, die das Blatt wenden wird!

HOPE – who will turn the tide ist das Motto von Ars Electronica 2024, einem weiteren Schritt in Richtung Zukunft 2040.

Hoffnung und Optimismus sind nicht der Glaube, dass alles schon irgendwie gut wird, sondern das Vertrauen in unsere Fähigkeit, Einfluss zu nehmen und Verbesserungen herbeizuführen.

Homodyne / Erick Aguirre (MX), Kevin Blackistone (US), Jiaji Cheng (CN), Danica Golić (RS), Kathrine Hardman (US), Eunji Ji (KR), Polina Kliuchnikova (RU), Kateryna Pomeichuk (UA) Photo: Markus Schneeberger

Wir dürfen Hoffnung nicht als passive Haltung verstehen, sondern als aktive Kraft. Sie motiviert uns, trotz aller Widrigkeiten weiterzumachen.

Eine Auseinandersetzung mit den psychologischen oder gar evolutionären Grundlagen des Prinzips Hoffnung ist nicht das Anliegen des Festivals Ars Electronica. Es wird auch keine Reflexion über unser ständiges Schwanken zwischen Hoffnung und Pessimismus geben.

Im Rahmen der Pressekonferenz und Präsentation des Ars Electronica Festival 2024 wurden von Gerfried Stocker folgende Statements abgegeben.

Gerfried Stocker, Artistic Director of Ars Electronica / Gerfried Stocker ist seit 1995 der künstlerische Leiter und Geschäftsführer von Ars ElectronicaEr hat maßgeblich zur Entwicklung der Ausstellungsstrategien des Ars Electronica Centers beigetragen und war für den Aufbau des Ars Electronica Futurelab verantwortlich Foto: © Christa Linossi

„HOPE“ als Festivalthema ist keine resignative Aussage, dass uns nichts anderes übrigbleibt, als zu hoffen, dass irgendjemand oder irgendetwas unsere Probleme lösen wird. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass es tatsächlich viele Gründe zur Hoffnung gibt. Im Untertitel „who will turn the tide“ geht es nicht darum, wie die Wende erreicht werden kann, sondern wer die treibenden Kräfte dafür sind.

Ziel des Festivals ist es, möglichst viele Menschen ins Rampenlicht zu rücken, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und mit ihren Aktivitäten – so groß oder klein sie auch sein mögen – einen ganz konkreten Anlass zur HOFFNUNG geben.

1979, also vor genau 45 Jahren, wurde die Ars Electronica in Linz/Österreich von den Gründungsvätern Hannes Leopoldseder, Hubert Bognermayr, Herbert W. Franke und Ulrich Rützel ins Leben gerufen. Es war die Geburtsstunde jenes erfolgreichen Denkmodells, das die Ars Electronica immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt.

Es ist gerade das Festival der Kunst in Verbindung mit Technologie und Gesellschaft, der Alternativen und neuen Perspektiven, die sich daraus ergeben, wenn auch mit den Mitteln der Kunst und dem Blick der Künstler*innen auf die gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte und auf die technologischen Fragestellungen und Entwicklungen.

Technologie ist nicht die Lösung unserer Probleme, aber wir werden viel Technologie brauchen, um unsere Probleme zu lösen. Dies erfordert jedoch ein anderes Verständnis von Technologie und unserer Verantwortung im Umgang mit Technologie.

Darüber hinaus wird sich das Festival HOPE einer weiteren wichtigen Frage und Aufgabe eines Festivals in herausfordernden Zeiten stellen: als klare Ansage gegen die dummen, kurzsichtigen Pseudokonzepte und Scheinargumente populistischer Politik, gegen das sinnlose Geschrei aus den massenmedialen Sümpfen (analog wie digital) ebenso wie gegen sinnstiftendes Schönreden und Ignorieren.

Die POSTCITY ist auch heuer wieder das Festivalgelände. Die Linzer Innenstadt wird wieder zur Festivalmeile. Ein Programm der Superlative wie zum Beispiel Events & Konzerte – vom Pre-Opening-Walk bis zum Abschlusskonzert wird die Besucher: innen ebenfalls wieder erwarten.

Wir dürfen gespannt sein, wie hier wieder ein zukunftsweisender Meilenstein gesetzt wird. Erst staunt man, was weltweit schon alles passiert, dann keimt die HOFFNUNG,die das Blatt wenden wird – HOP -who will turn the tide.

La Biennale di Venezia 2024      60th International Art Exhibition Stranieri Ovunque – Foreigners Everywhere

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Die 60. Kunstbiennale von Venedig ist eröffnet. Die Eröffnungsfeier fand in der Ca’ Giustinian in Venedig statt. Dort fand auch die Preisverleihung statt.

Unter dem diesjährigen Motto „STRANIERI OVUNQUE – FOREIGNERS EVERWHERE – AUSLÄNDER ÜBERALL“ präsentiert die Biennale Werke, die sich mit den Themen Migration und marginalisierte Gruppen auseinandersetzen. (Was bedeutet marginalisiert? Marginalisierung bezeichnet die Verdrängung von Individuen oder Bevölkerungsgruppen an den Rand der Gesellschaft).

Kurator der Biennale ist Adriano Pedrosa. Er ist der erste Lateinamerikaner und der erste ietaus der südlichen Hemisphäre, der diese prestigeträchtige Ausstellung leitet. Kraftvoll ist auch der Titel der diesjährigen Ausstellung, der die aktuellen Szenarien und möglichen Universen eröffnet, an deren Horizont sich die kuratorischen Überlegungen entfalten, aus der Ferne scharf gesehen, bei näherer Betrachtung voller komplexer Kontraste. Adriano Pedrosa entwirft für die Biennale eine Ausstellung, die seine persönliche Haltung des Studiums und der Forschung widerspiegelt, in der das Vorurteil des bereits Bekannten keine Rolle spielt.

Die Biennale ist eine internationale Veranstaltung mit zahlreichen offiziellen Beteiligungen aus vielen Ländern. Die Biennale selbst bietet seit jeher eine Plattform für die Präsentation ausländischer Werke aus aller Welt. In dieser reichen Tradition wird die 60. Internationale Kunstausstellung der Biennale di Venezia, die Biennale Arte 2024, eine Feier des Fremden, des Fernen, des Außenseiters, des Queeren und des Indigenen sein.

Archie Moore enthüllt im australischen Pavillon sein atemberaubendes Kunstwerk, das einen 65.000 Jahre alten Stammbaum der Menschheit darstellt.

Der australische Künstler Archie Moore (Mitte) mit seinem Goldenen Löwen für den besten nationalen Pavillon bei der Venedig-Biennale Foto: © Courtesy La Biennale di Venezia

Der australische Pavillon ist mir sofort ins Auge gefallen. Er wurde von dem australischen Künstler Archie Moore gestaltet, der auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für den besten nationalen Pavillon ausgezeichnet wurde. Die Jury lobte das Werk für seine starke Ästhetik, seinen lyrischen Inhalt und seine Fähigkeit, an den gemeinsamen Verlust einer verborgenen Vergangenheit zu erinnern.

KITH AND KIN von Archie Moore ist der erste Preis in der Geschichte, der an einen australischen Künstler geht.

Der Stammbaum bedeckt die 5 Meter hohen und 60 Meter langen Wände des Pavillons Foto: Zur Verfügung gestellt Biennale Venedig © Andrea Rossetti

In seinem Werk KITH AND KIN verwandelt Moore den australischen Pavillon in eine riesige Ahnentafel. Sie umfasst 65.000 Jahre. Moore betont unsere gemeinsame Abstammung und Menschlichkeit, indem er Menschen, Orte und Zeiten miteinander verbindet.

Archie Moores Verwandtschaft bringt 65.000 Jahre Ahnengeschichte auf die Weltbühne Zur Verfügung gestellt Biennale Venedig © Andrea Rossetti

Moore selbst stammt von den Stämmen der Kamilaroi und Bigambul ab. Seine Arbeiten spiegeln oft seine persönliche Geschichte und die seiner Vorfahren wider. Sein künstlerischer Ansatz zeichnet sich durch eine starke Ästhetik und lyrische Tiefe aus, die den Betrachter dazu einlädt, sich mit den komplexen Schichten von Geschichte und Identität auseinanderzusetzen.

Archie Moore kommentierte die Preisverleihung wie folgt: Das Wasser, das durch die Kanäle von Venedig in die Lagunen und dann in die Adria fließt, erreicht schließlich die Ozeane und umhüllt den Kontinent Australien – es verbindet uns alle hier auf der Erde. Er betonte die Verantwortung, die wir alle für alles Leben haben und auch in Zukunft haben werden.

Dies sind ein bemerkenswerter Erfolg und eine Anerkennung der langen Geschichte und Kultur der Aborigines.

Archie Moore ist ein bedeutender australischer Aborigine-Künstler, der für seine vielschichtigen Werke bekannt ist, die sich mit der Identität, der Geschichte und dem Erbe der australischen First Nations auseinandersetzen. Er wurde 1970 in Toowoomba, Queensland, geboren und gehört den Stämmen der Kamilaroi und Bigambul an.

Moore ist bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Australiens und deren sozialen und politischen Folgen für die indigenen Völker des Landes. Seine Werke reflektieren häufig die Komplexität kultureller Identität und die Herausforderungen, mit denen die Aborigines in der modernen australischen Gesellschaft konfrontiert sind.

Künstler*innen, die selbst Ausländer*innen, Immigrant*innen, Expatriates, Diasporaner*innen, Emigrant*innen, Exilant*innen oder Flüchtlinge sind – insbesondere solche, die sich zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden bewegt haben – stehen daher im Fokus der Biennale Arte 2024. Migration und Dekolonisierung sind zentrale Themen.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Biennale von Venedig 2024

Die Biennale Venedig 2024 ist ein faszinierendes Kunstereignis. Sie feiert die kreative Vielfalt und die tiefgründigen Botschaften von Künstlern aus aller Welt. Vor der historischen Kulisse Venedigs haben die Werke der Künstler die Kraft, uns zu inspirieren. Sie regen zum Nachdenken an und erweitern unseren Horizont. Möge diese außergewöhnliche Ausstellung weiterhin die Grenzen der Kunst ausloten und die Menschheit verbinden.

https://www.labiennale.org/en

LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL

2024

Kongress-TheaterHaus-Bad-Ischl-Foto: © Wolfgang Stadler

Das Lehár Festival Bad Ischl ist das bedeutendste Operettenfestival Österreichs. In seiner Vielfalt und Qualität ist es weltweit einzigartig. Jeden Sommer wird einem internationalen Publikum musikalisches Unterhaltungstheater auf höchstem Niveau geboten.

Vom 6. Juli 2024 bis 25. August 2024 ist es wieder so weit. Österreichs größtes Operettenfestival mit musikalischem Unterhaltungstheater auf höchstem Niveau findet wieder in Bad Ischl statt.

Pressekonferenz der Veranstalter des Lehar Operetten Festivals Bad Ischl, im Presseclub Oberösterreich, in der Landstrasse in Linz, am 17.04.2024. Das Bild zeigt v.l.n.r.: Intendant Thomas Enzinger, Bürgermeisterin Ines Schiller, Präsidentin Brigitte Stumpfer Foto: © Rudi Gigler  

Tradition und Moderne: Die Wurzeln der Festspiele liegen in der langen Sommertheater-Tradition Bad Ischls. Sie reicht bis in die Zeit Kaiser Franz Josephs zurück. Heute präsentieren sie sich als moderne Veranstaltung, die ein internationales Publikum anzieht und gleichzeitig die Tradition der Operette hochhält.

Einzigartigkeit: Es gilt als das größte Operettenfestival Österreichs. In seiner Vielfalt und Qualität ist es weltweit einzigartig.

Das Festival bietet nicht nur die Hauptaufführungen, sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Es reicht von Konzerten bis hin zu Kabarett.

Hier finden Sie einige Höhepunkte des Festivals:

„MÄRCHEN IM GRAND HOTEL“ von Paul Abraham, Premiere am 6. Juli 2024

„DER BETTELSTUDENT“ von Carl Millöcker, Premiere am 13. Juli. 2024

„DER STERNGUCKER“ von Franz Lehár, Premiere am 9. August 2024.

Der große Komponist Franz Lehár war nicht nur ein gern gesehener Sommergast in Bad Ischl, er besaß auch eine Villa an der Traun, die nach seinem Tod in ein Museum umgewandelt wurde. Dieses Franz Lehár Museum wird nach einer umfassenden Generalsanierung Anfang Mai 2024 wieder eröffnet. Die Villa, die Franz Lehár 1912 erwarb und in der er viele seiner Operetten komponierte, wird ein umfangreiches Archiv beherbergen, das auch für Forschungszwecke zur Verfügung stehen wird.

THOMAS ENZINGER gilt als einer der renommiertesten Regisseure im Bereich des musikalischen Unterhaltungstheaters und ist Intendant des Lehár Festivals Bad Ischl.

Intendant Thomas Enzinger Foto: © Christa Linossi

Seine Inszenierungen wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter die Produktion „Der Graf von Luxemburg“ am Musiktheater Linz, die 2023 den Musiktheaterpreis als beste Operettenproduktion erhielt.

Mit über 100 Inszenierungen an renommierten Häusern inszenierte er neben Operette und Musical auch Oper und Schauspiel. Bevor er sich als Regisseur etablierte, war Enzinger viele Jahre als Schauspieler tätig. Neben zahlreichen Auftritten in Fernsehproduktionen war er unter anderem am Theater in der Josefstadt, im Kabarett Simpl und am Linzer Landestheater engagiert.

In Deutschland war er Mitbegründer eines erfolgreichen Operettenfestivals. Insgesamt 18 Jahre lang prägte Enzinger dieses Festival künstlerisch, bevor er 2017 als Intendant und Geschäftsführer das Lehár Festival Bad Ischl übernahm. Kaum jemand verfügt über einen so großen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Operette und schafft es mit seiner Handschrift, sowohl das klassische Operettenpublikum als auch neue Generationen zu begeistern. Sein künstlerischer Ansatz zeichnet sich durch den Spagat zwischen klassischer Operette und bissigem Volkstheater der Gegenwart aus, wobei er sowohl das klassische Operettenpublikum als auch neue Generationen begeistert.

Mit seiner Erfahrung und großen Leidenschaft setzte und setzt er sich dafür ein, dass die Operette in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt auch in der heutigen Zeit ihren berechtigten Platz in der Kulturlandschaft einnimmt und behält.

Tauchen Sie ein in die Welt der Operette und des Musicals

Lehár Festival Bad Ischl – 6. Juli bis 25. August 2024 (leharfestival.at)

Tate Modern startet neues Programm und die Repräsentation indigener Künstler!

Outi_Pieski_installation_photo.width-1440 Installationsansicht von Outi Pieski in der Tate St Ives, 2024. Foto © Tate (Oliver Cowling)

Im April 2024 kündigte die Tate eine neue Initiative an, um mehr Werke indigener Künstler in ihre Sammlung aufzunehmen. Aufbauend auf dem Erfolg der jüngsten Ankäufe und Deposit-Vereinbarungen zielt diese Strategie darauf ab, die Anzahl zeitgenössischer Künstler aus indigenen Gemeinschaften weltweit zu erhöhen, deren Werke in der Tate vertreten sind.

Das Programm beginnt mit einem vierjährigen Engagement der AKO Foundation (die AKO Foundation unterstützt gemeinnützige Zwecke, die die Bildung verbessern, die Künste fördern oder Klimaprobleme mildern) zur Finanzierung von Ankäufen nordeuropäischer Sami- und Inuit-Kunst. Damit knüpft die AKO Foundation an die großzügige Unterstützung an, die sie der Tate in den vergangenen Jahren gewährt hat, darunter für die Ausstellungen Olafur Eliasson (2019), Turner Prize (2021) und Surrealism Beyond Borders (2022) sowie für ein Veranstaltungsprogramm in der Tate Modern anlässlich der UN-Klimakonferenz COP26 im Jahr 2021.

Ähnliche Projekte zur Erforschung, Sammlung und Ausstellung von Werken anderer indigener Gemeinschaften werden folgen, unter anderem in Südasien, Ozeanien und Amerika. Diese Projekte werden die Arbeit der bestehenden Ankaufskomitees der Tate in diesen Regionen unterstützen und das Engagement der Tate für die Förderung der Kunst in ihrer ganzen Vielfalt stärken.

Karin Hindsbo, Direktorin der Tate Modern, sagte: „Wir erleben, wie zeitgenössische indigene Künstlerinnen und Künstler weltweit immer mehr Anerkennung finden. Die diesjährige Biennale in Venedig ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Die Tate widmet sich seit langem der Erweiterung des kunsthistorischen Kanons. Jetzt können wir diese Arbeit noch weiter vorantreiben. Ich freue mich besonders, dass Sámi- und Inuit-Künstler*innen aus Nordeuropa – ein Bereich künstlerischer Praxis, der mir sehr am Herzen liegt – bald erstmals in der immer vielfältigeren internationalen Sammlung der Tate vertreten sein werden“.

Zu den ersten Werken, die aus dem neuen Fonds angekauft wurden, gehören Outi Pieskis hängende Webinstallation Guržot ja guovssat / Spell on You! 2020 und das Gegenstück Skábmavuođđu / Spell on Me! 2024, die sie während ihres Aufenthalts in den Porthmeor Studios in Cornwall geschaffen hat. Die Künstlerin hat beschrieben, wie der mühsame Akt des Webens dieser Installationen „auf Rituale, Opfer, Wiedergutmachung, Sühne und die widersprüchlichen Kräfte in samischen Gesellschaften verweist“.

Oben Outi Pieski, Foto Heikki Tuuli
Unten  Maree Clarke, Long Journey Home #10 2024.

Es ist das erste Mal, dass ein samischer Künstler in die Sammlung aufgenommen wird. Outi Pieskis erste Ausstellung in der TATE St.IVES CORNWELL ist bis zum 6. Mai 2024 zu sehen. Entdecken Sie Outi Pieskis Auseinandersetzung mit Identität, Kultur und Umwelt!

Outi Pieski ist eine samische Künstlerin. Sie lebt in Ohcejohka (Utsjoki), Finnland. Dies ist ihre erste große Ausstellung in Großbritannien.

In ihren Gemälden und Installationen setzt sich Pieski mit einer Vielzahl von Themen auseinander, unter anderem mit der Kultur und Identität der Samen, die in der Region Sápmi leben, die heute den nördlichen Teil Skandinaviens und die Halbinsel Kola in Russland umfasst.

In vielen ihrer Projekte integriert sie Duodji (traditionelle Handwerkstechniken der Samen) mit Materialien wie Holz und Textilien. Für Pieski ist Duodji auch eine Möglichkeit, die Verbindungen zwischen vergangenen und zukünftigen Generationen wiederzubeleben.

Mit dieser Ausstellung, die zum Nachdenken anregt, wirft Pieski wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Rückkehr der Ahnen, den Rechten indigener Völker und der Beziehung zwischen Menschen, Tier und Natur auf.

Die Ausstellung ist zu sehen in der Tate St Ives, Porthmeor Beach,
Cornwall TR26 1TG

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-st-ives/outi-pieski

Falls sie sich die Frage stellen, wer sind die SAMI? Es ist eines der ältesten Urvölker der Erde und das älteste in Europa, sind die Samen. Sie sind ein Nomadenvolk. Früher lebten sie hauptsächlich von der Jagd, dem Fischfang und dem Handel mit ihren Produkten. Das Rentier, das zunächst als Jagdbeute und später als Nutztier diente, hat das Bild dieser Volksgruppe wesentlich geprägt. „Sami“ ist auch der Name eines indigenen Volkes im nördlichen Fennoskandinavien.

SALZBURG ist wieder Drehort und

Schauplatz der Reihe „Die Toten von Salzburg“.

DIE TOTEN VON SALZBUG „Mord in bester Lage“ Drehstartfotos Foto: Neumayr/Christian Leopold 11.04.2024 CHRISTOPHER SCHÄRF (FRANCIS ZEFERER), EROL NOWAK (als DIETMAR GAHLEITNER), Regisseur Erhard Riedlsperger, FANNY KRAUSZ (als IRENE RUSSMEYER), MICHAEL FITZ (als HUBERT MUR), JUDITH ALTENBERGER (als VANESSA PÖTTLER),

Fans der bayerisch-österreichischen Krimi-Kooperative „Die Toten von Salzburg“ dürfen sich freuen. Für die elfte Folge „Mord in bester Lage (AT)“ stehen von Anfang April bis Mai 2024 unter anderem die Publikumslieblinge Fanny Krausz, Michael Fitz und Erwin Steinhauer vor der Kamera. Produziert wird die ORF/ZDF-Erfolgsserie von der Wiener Satel Film. Drehorte sind unter anderem die Franziskanerkirche, das Café Bazar und der Petersfriedhof in Salzburg.

DIE TOTEN VON SALZBUG „Mord in bester Lage“ Drehstartfotos Foto: Neumayr/Christian Leopold 11.04.2024 FANNY KRAUSZ (als IRENE RUSSMEYER) und MICHAEL FITZ (als HUBERT MUR)

Immobilienhaie aufgepasst! In der neuen Folge von „Die Toten von Salzburg“ wagen sich die Ermittler ins Haifischbecken der Salzburger Immobilienszene. Dort finden sie prompt die Leiche einer jungen Immobilienmaklerin. Den Mord aufzuklären ist nun die Aufgabe von Irene Russmeyer (Fanny Krausz) von der Salzburger Kripo, ihrem bayerischen Kollegen Hubert Mur (Michael Fitz) und Hofrat Seywald (Erwin Steinhauer).

Fanny Krausz_Erol Nowak_Michael Fitz Foto:_credit_Satel Film_Lisa Kutzelnig (7)

Inhalt „Mord in bester Lage (AT)“

Buch: Maria Hinterkoerner. Regie: Erhard Riedlsperger. Kamera: Kai Longolius

Die Immobilienmaklerin Noelle Imlauer (Laura Euler-Rolle) wird tot aufgefunden. Sie arbeitete für den Salzburger Immobilientycoon Francis Zeferer (Christopher Schärf). Am Abend zuvor waren beide noch beim Immo-Stammtisch im Café Bazar verabredet. Dort kam es auch zu einem überraschenden Wiedersehen mit ihrer ehemals besten Schulfreundin Vanessa Pöttler (Judith Altenberger). Die beiden haben sich seit ihrem Abitur vor fünf Jahren nicht mehr gesehen. Ihre Abiturfeier war damals überschattet vom tragischen Tod von Vanessas Vater, den sie miterleben musste. Der Bauleiter war auf einer Baustelle der Firma Zeferer tödlich verunglückt. Darüber ist Vanessa nie hinweggekommen, denn an einen Unfall glaubt sie nicht. Vor allem, weil sie glaubt, noch jemanden auf dem Gerüst gesehen zu haben, der ihren Vater vom Gerüst gestoßen hat. Vanessa hat Rache geschworen. Die Ermittler tauchen tief in die Salzburger Immobilienszene ein. Die mittlerweile inhaftierte ehemalige Landtagspräsidentin (Susanne Czepl-Zrost) gibt den Salzburger Kriminalbeamten Irene Russmeyer (Fanny Krausz), Hofrat Alfons Seywald (Erwin Steinhauer) und Hauptkommissar Hubert Mur (Michael Fitz) einen entscheidenden Hinweis. Die Ermittler stoßen auf ein Korruptionsnetzwerk.

Erfolgreicher Serienexport made in Austria!

Die „Toten von Salzburg“ wird von Heinrich Ambrosch produziert. Er ist Geschäftsführer der Satel Film. Ambrosch setzt auf ein bewährtes Team, das regelmäßig für Top-Quoten im In- und Ausland sorgt.

Statement Ambrosch: „Die Toten von Salzburg haben alle Erwartungen übertroffen. Die letzte Folge „Süßes Gift“ erreichte bei der Ausstrahlung im Jänner 2024 mit bis zu 770.000 Zusehern auf ORF 2 einen Rekordwert von 27 Prozent Marktanteil. Und mit 6,587 Millionen Zusehern im ZDF und einem Gesamtmarktanteil von 25,7 Prozent haben wir sogar den Tagessieg in Deutschland geholt“, freut sich Ambrosch. Die Sendeverantwortung liegt bei Sabine Weber (ORF) und Daniel Blum (ZDF). Produzentin und Green Producer ist Astrid Hauss (Satel Film).

Produziert wird nach strengen Richtlinien Die SATEL Film GmbH (gegründet 1971) ist eine der führenden österreichischen Filmproduktionsfirmen. Sie hat ihren Sitz in Wien. Neben Kino- und Fernsehfilmen werden vor allem TV-Serien und Dokumentarfilme produziert