SNOW SPACE SALZBURG

                    GROSSE BEREGÜBUNG

SCHNITTSTELLE KUNST!

Salzburg Snow Space_Bergeübung_Foto: (c)Christoph Huber

Sie werden sich jetzt fragen? Was bedeutet Schnittstelle Kunst – Große Bergeübung im Snow Space? Die Frage ist berechtigt!

Diese große Bergeübung im Snow Space Salzburg hat mit Kunst absolut nichts zu tun! Aber mein Gedanke war, auch einmal hinter die Kulissen zu blicken, wenn Bergeübungen stattfinden und dies hat auch seine Berechtigung, zu sehen, was unsere Einsatzkräfte, ob Bergrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz immer wieder leisten müssen. Den seit der Pandemie sind nicht nur Bergsportler, Wanderer in den Bergen unterwegs (Sommer wie Winter) sondern auch immer mehr Künstler: innen wenden sich den Bergen zu, installieren Skulpturen, starten Musik-Events usw. Wo auch immer wieder Gefahren lauern können.

Der Berg ist kein Spielplatz, aber er gibt uns Kraft, lockt mit seiner schönen Aussicht und man kann seine Akkus aufladen.

Warum sind so Bergeübung sehr wichtig? Es könnte sein, dass die Gondeln einen Defekt haben, ein Blackout stattfindet, Wanderer wie Bergsteiger und sonstige Besucher verunglücken. Unfälle passieren einfach.

Dies war für mich ein Grund bei so einer Bergeübung dabei zu sein:

an einem Samstag im Oktober wurde im Snow Space Salzburg so eine großangelegte Bergeübung durchgeführt, um im Einsatzfall eine rasche professionelle Bergung unter höchsten Sicherheitsstandards zu ermöglichen.

Den im Einsatzfall muss jeder Handgriff sitzen. Bei dieser Übung war das Szenario: ein technischer Defekt der Seilbahnanlagen wurde unter Realbedingungen nachgestellt.

Es handelte sich um die untere Sektion der Roten-8er Gondelbahn in Wagrain sowie die Sesselbahn Starjet 2 in Flachau die zeitgleich zum Stillstand kommen. (Ich war nur bei der Bergung der Roten-8er Gondelbahn dabei).

Fotos zu Snow Space Bergeübung

Innerhalb kürzester Zeit müssen alle eingeschlossenen Fahrgäste sicher evakuiert und über das teilweise unwegsame Gelände zurück zur Talstation gebracht werden. Zum Einsatz wurden die Bergrettungsortstellen aus Flachau, Wagrain, St. Johann und Altenmarkt sowie die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden alarmiert.

Snow Space Salzburg Bergeübung / Foto: © Christa Linossi

Zur weiteren Unterstützung und zum Einsatz waren auch Heli Austria, die Alpinpolizei und das Rote Kreuz bereit. Ziel ist es auch, die überörtliche Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen mit den Seilbahnmitarbeitern im unwegsamen Gelände zu üben. Mit dem Hubschrauber wurden die 12 Bergetrupps an die zugewiesenen Stützenfelder der betroffenen Seilbahn gebracht. Je eine Person des Bergetrupps kletterte auf die jeweilige Seilbahnstütze, fuhr mittels der Seilrolle am Tragseil entlang zu den Gondelkabinen und seilte die eingeschlossenen Personen nacheinander ab.

Die geretteten Personen wurden vom Bodenpersonal des Bergetrupps in Empfang genommen, registriert und zur nächstgelegenen Straße begleitet, von wo aus sie zurück zur jeweiligen Talstation transportiert wurden.

Snow Space Salzburg Bergeübung beendet / Foto: © Christa Linossi

Pressetext von Snow Space: „Ein Totalausfall unserer Seilbahnen ist zugegeben ein sehr unwahrscheinliches Szenario, denn im Snow Space Salzburg verfügt jede Seilbahnanlage über ein redundantes Sicherheitssystem und einen Notantrieb, wodurch es möglich wäre, die Bahnen auch bei einem möglichen, großflächigen Blackout oder ähnlichem zu entleeren und alle Fahrgäste sicher in die Bergstation zu bringen. Dennoch müssen wir sichergehen, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wir unseren Gästen höchste Sicherheitsstandards garantieren können. Wir haben heute gesehen, dass unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bestens mit den zuständigen Blaulichtorganisationen, wie Bergrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Alpinpolizei zusammenarbeiten und im Einsatzfall optimal vorbereitet sind Darauf können wir stolz sein und mit gutem Gefühl in die anstehende Wintersaison starten“. So der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Hettegger über den Grund der regelmäßigen Übungen.

li Vorstandsvorsitzender Wolfgang HETTEGGER, re Gesamteinsatzleiter Harald PFEIFENBERGER, Betriebsleiter in Flachau Foto: © Christa Linossi

Es war Professionalität vom ersten bis zum letzten Handgriff. Die Einsätze sind nicht ohne, denn die können im unwegsamen Gelände stattfinden, in einer Höhe bis zu 300m je nachdem wo die Gondel steckenbleibt. Angst ist unangebracht, Angst kann Panik auslösen und so können die eingeschlossenen Personen auf bestes geschultes Personal vertrauen.

Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften genauso wie den Seilbahnmitarbeitern.

Schnittstelle Kunst >< die Kunst, ohne weiteren großen Gefahren die verunglückten Personen zu bergen und dass verdanken wir den bestens geschulten Einsatzkräften.