Welcome to Planet B

Ein anderes Leben ist möglich! Aber wie?

Ars Electronica Festival PRK / Photo Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Dieses Jahr ist das Ars Electronica Festival 2022 auf einer herausfordernden Suche nach Antworten auf die Widersprüchlichkeiten unserer Zeit im 21. Jahrhundert.

Weder der naive Eskapismus (Flucht vor der Wirklichkeit) in virtuelle Welten, noch die technologische Ultra-Utopie einer Weltraumbesiedelung werden uns davor bewahren, uns den großen unangenehmen Fragen zu stellen.

Aus heutiger Sicht, mit den Verwerfungen der Corona Pandemie und den Monstrositäten des Krieges gegen die Ukraine vor Augen, ein völlig hoffnungsloses Unterfangen, das wir nur schaffen können, wenn wir uns als Individuen, als Gesellschaft, als Menschheit ändern, wenn wir uns auf eine andere Art auf diesem Planeten zu leben vereinbaren. Wie muss oder soll unser Leben auf diesem Planeten aussehen, damit wir den ökologischen Supergau verhindern können? Eine Frage die noch immer schwer zu beantworten ist!

Wie kann so eine grundlegende und weitreichende Wende überhaupt funktionieren? Wieviel Überzeugungskraft, wieviel Anstrengung, wieviel Druck, wieviel Zwang wird notwendig sein, und welche „Kollateralschäden“ werden damit verbunden sein? Wenn wir die Wende nicht schaffen, dann haben wir mit den Folgen zu kämpfen wie zum Beispiel: Überflutung New Yorks durch den steigenden Meeresspiegel und Mitteleuropa wird die neue Sahara sein.

Eine weitere Frage stellt sich, welche Technologien werden wir für eine Wende noch entwickeln müssen und welche ökonomischen, sozialen und demokratiepolitischen Veränderungen werden damit einhergehen?

Der Planet B wird also nicht die zweite Chance auf einen anderen Ort, an dem wir so weitermachen können wie bisher, nein, er ist der Code für das unabdingbar notwendige, neue und in vielen Formen ganz andere Leben und Handeln auf diesem einzigen Planeten, Planet Erde ist somit unser einziger Lebensraum, den wir haben.

Fakt ist: wir können nicht nur die Welt, in der wir leben ändern, sondern wir müssen uns auch ändern!

Und so kommt das Ars Electronica Festival ins Spiel;

„Nach zwei Jahren hemmungslosen Experimentierens mit hybriden und virtuellen Formaten, wird sich die Ars Electronica 2022 wieder als ein großer physischer Event in Linz präsentieren“, kündigt Gerfried Stocker an. „Angesichts des eben publizierten Befunds des Weltklimarats, der pandemiebedingten Risse quer durch unsere Gesellschaften, des erschütternden Krieges in der Ukraine und der dadurch entstandenen weltpolitischen Verwerfungen erachten wir es als Gebot der Stunde, Menschen aus aller Welt nach Linz einzuladen, um über unsere Zukunft zu reden. Mehr denn je versteht sich Europas größtes Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft zuallererst als Plattform für einen Grenzen überwindenden Austausch auf Augenhöhe. „Seit 1979 bauen wir Brücken zwischen Disziplinen, Branchen und Kulturen und bringen Menschen miteinander ins Gespräch – und das war noch nie so wichtig wie heute“, sagt Gerfried Stocker.

Mit Kunst und Wissenschaft in einer Kombination, könnten hier wieder neue Projekte für die Zukunft, inclusive mit neuen Technologien entstehen lassen und mit diesen neuen Projekten könnte wieder eine positivere Zukunftsstimmung erzeugt werden, die wir gerade in dieser herausfordernden Zeit dringend benötigen würden.

Zehn Festivallocations sind für heuer in Linz geplant. Bespielt werden 2022 insgesamt zehn Locations im Linzer Stadtgebiet. Ein Hotspot ist wieder „Kepler’s Garden“ auf dem weitläufigen Campus der Johannes-Kepler-Universität Linz, einen zweiten großen Festival-Hub bilden LENTOS Kunstmuseum, Kunstuniversität, Atelierhaus Salzamt, Stadtwerkstatt und Ars Electronica Center im Zentrum der Stadt. Dazu kommen noch Tabakfabrik, Francisco Carolinum und OK Linz sowie die Anton Bruckner Privatuniversität auf dem Pöstlingberg.

Alle diese Locations werden zu Schauplätzen, die vom Leben auf einem „Planeten B“ erzählen.

Ein zentrales Thema der 5-tägigen Inszenierung des „Planeten B“ wird auch die Technologie darstellen, hier werden Künstler*innen und Wissenschaftler*innen einmal mehr zeigen, wie wir die Entwicklung und den Einsatz von Technologie so gestalten können, damit nicht nur einige wenige, sondern wir als Gesellschaft insgesamt davon profitieren. In neun Projekten des Linz Institute of Technology (LIT) verbinden Künstler*innen und

JKU Wissenschaftler*innen technologische Forschung mit moderner Medienkunst und thematisieren so auf eindrucksvolle Weise die Chancen und Herausforderungen unserer Zeit.

Das Ars Electronica Festival wird uns die Zukunft zeigen, mit neuen Ideen, Technologien und viel spannenden Entwicklungen. Bleiben wir neugierig und freuen uns auf dieses Festival. 7. bis 11. September 2022: Kommen Sie nach Linz!

https://ars.electronica.art/planetb/de/