GELD in der KUNST, Ausstellung in der Galerie Traklhaus in Salzburg

zeigt bis zum 15.09.2018 die Ausstellung

SCHILLING, MARK, DOLLAR, EURO und…. GELD IN DER KUNST

Tony Oursler, „50 Schilling Banknote“, 2009, Videoprojektion (mit Ton) auf Holz, 22:15 Min. in Loop, 91 x 182 x 30 cm © Foto: Tony Oursler / Courtesy Galerie Steinek, Wien

 

Schon seit Jahrtausenden spielt Geld eine entscheidende Rolle für die Menschheit. Die Galerie Traklhaus zeigt die Ausstellung SCHILLING, MARK, DOLLAR, EURO und …. Geld in der Kunst. Bei dieser Ausstellung geht es hauptsächlich um das Kulturgut GELD in seiner materiellen Form.

Frau Dr. Grimmer, die Leiterin der Galerie, führte mich durch die Ausstellung und erwähnte so nebenbei, dass es eigentlich gar nicht so einfach war, Künstler und Künstlerinnen zu finden, die sich mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Sie wurde aber trotzdem fündig und auch unter internationalen Künstlern.

So erhielt sie von der Galerie Ropac eine Leihgabe des Werkes von Gilbert & Georg, die eine Arbeit mit Bezug zum Geld machten. Es handelt sich hier wieder um eine Arbeit in Form des Rasterarrangement (15 Bilderrahmen zusammengeschlossen) welche auf Geld Bezug nehmen. Ein paar Textauszüge wie zB: „Flasco as Mr Big Holds on to £3m“, „Charity Chief Stolle £ 22.000“ oer „Crash Victin Gets £ 1m“, im Hintergrund des Werkes sieht man wieder Gilbert und George. Auch ein echter Andy Warhol mit einer Arbeit des Dollarzeichen kann man in der Galerie sehen. Ebenfalls eine Leihgabe der Galerie Ropac.

Andy Warhol, Tom Sachs, Arnold Reiterer, Gilbert&George, Hans-Peter Feldmann
Foto: Galerie Traklhaus

Aber auch weniger bekannte Künstler  zeigen interessante Arbeiten. Da wär zB die Künstlerin Ingrid Pitzer, die einen Geldkuchen kreierte mit geschredderten Original-Banknoten oder Jochen Höller, der die „Finanzblase“ in Szene setzte, die aus 20 Büchern und  einer Kugel, aus Holz und Papier gefertigt, zeigt.  Julius Deutschbauer zeigt eine Performance im Hof des Traklhauses zu „Künstler und das liebe Geld“.

Ingrid Pitzer, Geldkuchen, 2001, Original-Banknoten geschreddert, gepresst, Plexiglas, 9 x Ø 20 cm Sammlung Haupt, Berlin / Foto: Hermann Büchner © Bildrecht, Wien

Julius Deutschbauer, „Künstler und das liebe Geld, 2018, Plakat-Motiv für eine Performance im Traklhaus, Format A1 Foto: Galerie Traklhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jochen Höller, „Finanzblase“, 2014, 20 Bücher, Holz, Papier, 85 x 36 x 33 cm Foto: Lena Titz; Jochen Höller

Erwin Wurm, entwickelte eine neue „One Minute Sculpture“ für „Geld“. Der Besucher wird angeregt, einen 20 Euro-Schein von oben nach unten oder umgekehrt zu legen. Man sollte Hinterfragen, was ist der Sinn der Sache?

Auch Interessant ist das 1,50 Meter hohe aus Cent-Münzen und LEDs entworfene Licht-Objekt der Künstlerin Julia Bornefeld. Der Künstler Klaus Staeck setzt sich schon seit den 60er Jahren mit kritischen Plakaten auseinander. Fürs Traklhaus schickte er vier mit Geld-Thematik Plakate, darunter der DM-Stapel, der vor den Türmen des Kölner Doms liegt mit dem Text „Am Anfang war das Geld“.

Seit langem wieder einmal eine interessante Ausstellung, die man sich wirklich ansehen sollte. Wo doch „GELD regiert die WELT“ oder?