200 Jahre Salzburg bei Österreich 1816 – 2016

 

Landesausstellung

Salzburg Landesausstellung Salzburg Museum / Foto: Christa Linossi

 

2016 ist die Stadt Salzburg bereits zum vierten Mal Ort einer Landesausstellung. Das die  Landesausstellung diesmal im Salzburg Museum mit dem Titel: „Bischof.Kaiser.Jedermann“ stattfindet, hat im Zusammenhang mit dem Jubiläum der 200- jährigen Zusammengehörigkeit von Salzburg und Österreich  auch noch andere Gründe.  So fiel die Gründung des Salzburg Museum in den 1830er Jahren nicht nur mit den äußerst schwierigen Anfangsjahren der neuen machtpolitischen Konstellationen zusammen, sondern sie resultierte auch aus dem zentralen und in Salzburg den breit getragenen Wunsch, die eigene Geschichte zu bewahren, belegen und selbst erzählen zu können.

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—Salzburg Landesausstellung / Foto: Christa Linossi

Worum geht es in dieser Ausstellung?

Genau an diesem Punkt setzte das Salzburg Museum bei der Entwicklung der aktuellen Landesausstellung an. Es ist die Fokussierung auf die Geschichte Salzburgs und Projekt zur Vielfalt an Kulturen und heutiger Identitäten.

Drei Themenfelder bilden die Ausstellungstriologie zum Jubiläumsjahr der 200- jährigen Zusammengehörigkeit von Salzburg und Österreich im Jahr 2016. Die Themen sind Geschichte orts- und objektbezogen wie z.B. „Am Schauplatz“, „Schatzkammer Salzburg“ sowie als eine Abfolge von Geschichten wie „Erzähl mir Salzburg“.

Salzburg Museum; Landesausstellung, Bischof Kaiser Jedermann, 200 Jahre Salzburg bei Österreich;

Erzaehl mir Salzburg © Salzburg Museum / Helge Kirchberger Photography

Für das Salzburg Museum waren nicht nur die Auswahl der Orte, Objekte und Geschichten wichtig, sondern auch die Vermittlung von Erzählformen, die Erörterungen von Motiven der Rückbesinnung, sowie die Hinwendung zu historischen Themen.

Auszug aus einem Beitrag aus der Geschichte Salzburgs :

„Salzburg war auch ein Spielball der Mächtigen“

„ Mozart war kein Österreicher! Warum? Salzburg war zu Mozarts Lebzeiten noch ein selbstständiger Staat! In den Wirren der Napoleonischen Kriege gerät Salzburg in das politische Spiel der Mächtigen: 1803 muss der Fürsterzbischof auf seine weltlichen Herrschaftsrechte verzichten, Salzburg wird kurzfristig ein Kurfürstentum und fällt 1806 an Österreich und wird 1810 in das Königreich Bayern eingegliedert. Dazwischen besetzen französische Truppen die Stadt, die unter Plünderungen und hohen Tributzahlungen leidet. Auch die endgültige Angliederung an die Habsburger-Monarchie 1816 bringt keinen positiven Neubeginn. Ganz im Gegenteil: durch die Anbindung an Oberösterreich verliert Salzburg jegliche Eigenständigkeit und die Funktion als Hauptstadt. Mit den Kriegslasten führt dies zu einer anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Depression.“

Diese Ausstellung empfehle ich….

weil sie gut in Epochen eingeteilt ist, sie einen guten Einblick in die Geschichte von Salzburg gibt.

Diese Ausstellung ist auf alle Fälle sehenswert und läuft noch bis 30. Oktober 2016