SALZBURG INTERNATIONAL SUMMER ACADEMY OF FINE ARTS

Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg 2016

Im Vorjahr hatte die Sommerakademie das Thema „Bedeutung herstellen“. Die 64. Ausgabe der Internationalen Sommerakademie wird 2016 sich folgendes Thema zum Schwerpunkt machen: „Globale Akademie“.

Klasse Bernhard Martin, 2015, Festung Hohensalzburg Foto: Sommerakademie

Klasse Bernhard Martin, 2015, Festung Hohensalzburg
Foto: Sommerakademie

 

 

 

 

 

 

 

feld72 "Public Trailers" 2010 / Shenzhen (CN) Foto: Sommerakademie

feld72 „Public Trailers“ 2010 / Shenzhen (CN)
Foto: Sommerakademie

Was versteht man unter „Globaler Akademie“? Es geht nicht um eine neue geopolitische Kartografie der Kultur, sondern um die Vielfalt und den Reichtum der gegenwärtigen Kunst jenseits des Marktes und ihre Allianz mit Technologie und Wissenschaft. Globalisierung und Digitalisierung verändern die Welt und lassen so auch für Kunstschaffende neue Handlungsspielräume entstehen. Vernetzung und die Allgegenwärtigkeit digitaler Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, sich einzubringen und aktiv zu werden. Sie bilden die wichtigsten Voraussetzungen für unsere Gegenwart und Zukunft.
Es geht nicht mehr allein um Ausdruck bzw. Selbstausdruck in der Kunst, sondern die Kunst des 21. Jahrhunderts referiert auf wissenschaftliche und soziale Systeme und Medien, welche die Welt umgestalten. So gesehen ist die heutige Kunst Labor und Akademie zugleich.
So gesehen spielen auch für die Studierenden der Internationalen Sommerakademie in Salzburg einen transkulturellen Austausch und die Einbindung internationaler Netzwerke eine immer größere Rolle. So gelingt es der Internationalen Sommerakademie nicht nur unterstützend zu wirken, sondern auch den lokalen Diskurs zu verankern.
1953 wurde die Sommerakademie gegründet und war immer der Internationalität ihrer Lehrenden und Studierenden verpflichtet, 63 Jahre später – also heute – kommen die Studierenden und die Lehrenden aus mehr als 50 Ländern der Erde und somit ist ein globaler Kunstbetrieb entstanden.
Die Direktorin der Sommerakademie Dr. Hildegund Amanshauser stellt sich der Frage: „Wie kann Kunst aus verschiedenen Regionen der Welt sowohl lokal wirksam als auch global verstanden und vermittelt werden? Auf welchem kulturellen Wissen baut die Kunstproduktion, -rezeption und -vermittlung auf und wer kann was von wem lernen? Wie kann man eine gemeinsame Sprache finden und wie funktionieren dabei die Übersetzungsprozesse?“ Die 22 Kurse werden sich heuer auf die eine oder andere Art und Weise mit diesen Fragen beschäftigen. Sie reichen von aktueller Malereiforschung (Varda Caivano), über Das Buch als gedruckter Raum (Bernhard Cella) bis zu Steinbildhauerei mit Andreas Lolis oder dem Malereikurs Hommage von Tex Rubinowitz. Das Thema Globalisierung stellt sich dabei jeweils spezifisch. So untersucht feld72 im Kurs Public Space, wie in der Stadt Salzburg das Globale auf das Lokale und das Regionale trifft und wie das seinen Ausdruck in der Gestalt und den Ökonomien der Stadt findet. Alya Sebti fragt, wie KuratorInnen die großen Herausforderungen, die durch die Unübersichtlichkeit unzähliger neuer globaler Kunstszenen entsteht, meistern können, wie unter diesen Bedingungen recherchiert und die neuen Impulse in der eigenen Arbeit fruchtbar gemacht werden können.

Lehrende 2016
Aaron Angell, Kimberly Bradley, Varda Caivano, Bernhard Cella, Distruktur – Melissa Dullius/Gustavo Jahn, feld72, Melissa Gordon, Valérie Jouve, Ben Katchor, Andreas Lolis, Maha Maamoun, Marc Monzó, Irina Nakhova, Senam Okudzeto, Lukas Pusch, Imran Qureshi, Tex Rubinowitz, Nora Schultz, Alya Sebti, Ahlam Shibli, Joanna Warsza, Nicolas Wild

Die Kurse finden im Zeitraum vom 18. Juli bis 27. August 2016 statt.
Info: http://www.summeracademy.at/KURSE-2016_194.html

Man darf gespannt sein, welche Vorträge und Diskussionen dieses Jahr die Sommerakademie begleitend zu den Kursen im Angebot hat.