ARS ELECTRONICA FUTURELAB 2016

100 Drohnen in den Nachthimmel

Ars Electronica Futurelab, widmet sich der Zukunft von Kunst, Technologie und Gesellschaft und schickte in Zusammenarbeit mit Intel 100 Drohnen in den Nachthimmel und so wurde dieser Pilotversuch in Linz zum Weltrekord .

Credit für die Videos: Intel Corporation

Seit 2012 arbeitet ein Team des Ars Electronica Futurelab daran, eine Gruppe von LED-bestückten Quadcoptern autonom fliegen und dabei vorab designte Formationen bilden zu lassen. Das Projekt „Spaxels“ wurde gestartet obwohl zahlreiche ExpertInnen, die man anfangs zur Zusammenarbeit einlud, hielten das Projekt bereits für gescheitert und sagten deshalb ab: „Ein Vorhaben in dieser Dimension und noch dazu unter freiem Himmel sei im geplanten Zeitraum unmöglich zu realisieren“. Ars Electronica Futurelab gab nicht auf und hatte Erfolg: Im Alleingang schaffte man es im September 2012 bei der Linzer Klangwolke 50 Drohnen fliegen und ein riesiges Auge in den Nachthimmel zu zeichnen.

Was sind Spaxels ? Es handelt sich hier in Formationen fliegende Quadrocopter, die für Echtzeitvisualisierungen, beispielsweise um eine realistische Voransicht von Architekturentwürfen zu erschaffen, verwendet werden können, oder bei entsprechend hoher Anzahl an Quadros auch als riesiger 3D-Screen verwendet werden können. Direkt verwandt sind die Spaxels mit dem Quadcopter Dance Ensemble, das sich auf die Event- und Performanceschiene konzentriert.

Das Projekt „Spaxels“ konnte 2012 nun endgültig durchstarten und ein Team des Ars Electronica Futurlab arbeitete daran, eine Gruppe von LED-bestückten Quadcoptern autonom fliegen und dabei vorab designte Formationen bilden zu lassen. Der Auftritt erregte derart viel internationales Aufsehen, dass schon nach wenigen Wochen ein äußerst prominenter Kunde anklopfte: Im Rahmen der Promotion des Kinostarts von „Star Trek – Into Darkness“ buchte Paramount den Linzer Drohnenschwarm für einen Flug direkt neben der Tower Bridge in London.

Im Herbst 2014 erhielt das Ars Electronica Futurelab dann ein Angebot von Intel. In Zusammenarbeit mit Intel und dem Ars Electronica Futurelab konnte eine Formation von 100 Drohnen unbemannten Luftfahrzeugen am Himmel erzeugt werden – mit beeindruckenden Bildern formten sie ein 250 Meter breites Intel-Logo. Nach jahrelanger Forschungsarbeit und aufsehenerregenden Auftritten in London, Brisbane, Dubai, Hannover und anderen Städten rund um die Welt, gelang am 4. November 2015 der Flug einer völlig autonomen Gruppe von 100 Drohnen am Flugplatz von Ahrenlohe. Pünktlich um 17:45 Uhr markiert der Trommelwirbel eines zwecks Film Drehs ebenfalls am Flugplatz befindlichen Orchesters den sprichwörtlichen Startschuss und 100 Drohnen heben zum synchronisierten Formationsflug ab. Zunächst steigen die rund 700 Gramm schweren, mit LEDs bestückten Quadcopter des Münchner Herstellers Ascending Technologies fast 120 Meter hoch in den Nachthimmel auf. Dann beginnen sie riesige, leuchtende Formen zu bilden. Das 250 Meter breite Intel Logo wurde in den Nachthimmel gezeichnet.

Ein vor Ort befindlicher Juror von Guinness World Record machte es amtlich: In Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab zeichnet Intel seither für den Weltrekord in der Kategorie „Most Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) airborne simultaneously“ verantwortlich.

Horst Hörtner, Leiter des Ars Electronica Futurelab, fasst zusammen, was ihm durch den Kopf ging, als im November des vergangenen Jahres 100 Drohnen zum Weltrekordflug abhoben: „Es hat alles zusammengepasst – eine im besten Sinne verrückte Idee, ein Team, das nunmehr über Jahre mit Feuereifer bei der Sache ist, und die Zusammenarbeit mit Intel, ein Partner, der das vermeintlich Unmögliche möglich machen wollte und dafür wirklich in die Vorlage ging.“ „Drone 100 war eine verrückte Idee, die aus einer Unterhaltung, quasi am Gang, bei Intel entstanden ist. Nun ist sie Realität geworden. „Ganz selten erlebt man Momente, in denen klar wird, wie wichtig und lohnend es sein kann, allen anders lautenden Meinungen zum Trotz an einer Vision festzuhalten und über Jahre hinweg unbeirrt an ihrer Umsetzung zu arbeiten“.

Die Spaxels = Weltrekord und doch erst ein Anfang! „Natürlich ist es toll, gemeinsam mit Intel einen solchen Weltrekord aufzustellen“, so Horst Hörtner: „Vor allem in einem Forschungsfeld, das von renommierten Institutionen wie dem MIT in Boston, der ETH in Zürich, dem GRASP Lab in Pennsylvania und anderen ebenfalls sehr intensiv beackert wird.“ Und er meint weiter: „in Zusammenarbeit mit Intel haben wir eine Tür geöffnet – das Terrain dahinter lässt sich heute nur erahnen. Ob, geschweige denn wie, man hier Erfolg hat, kann einem niemand sagen. Das kann man nur mit Gleichgesinnten, mit Enthusiasten, in Angriff nehmen – alle anderen sagen sowieso, dass es nicht geht.“

Drone 100

Das Intel Team

Anil Nanduri / GM of New Markets, Perceptual Computing Natalie Cheung / Drone Product Manager Peter Cleveland / VP of Global Public Policy David Hoffman / Associate General Counsel Teresa Herd / VP, Executive Creative Director Lori McMahon / Senior Manager, Brand Strategy & Reputation Kinnari Desai / Sr. Account Executive, Intel Agency Inside Jake Mora / Account Supervisor, Intel Agency Inside Doug Smith / Legal Counsel And others

Das Ars Electronica Futurelab Team

Horst Hörtner / Idea and Concept Development / Research Martin Mörth / Head of Technical Development Chris Bruckmayr / Business Manager / Senior Producer Andreas Jalsovec / Technical Development Spaxels Choreographies and Show Design Michael Platz / Technical Development and Hardware Management Jonathan Rutherford / Technical Production Florian Berger / Initial Development and Programming Flight Control Software Peter Holzkorn / Ground Control Development Benjamin Olsen / Drone Firmware and Ground Control Development Michael Mayr / 3D Animation and Show Design Kathrin Obernhumer / Assistance Organisation Patrick Müller / Technical Production