Meisterzeichnungen aus dem Musée du Louvre im Salzburg Museum

ART ROYAL – MEISTERZEICHNUNGEN AUS DEM LOUVRE

Im Salzburg Museum 

Männerkopf im Profil Andrea del Sarto (1486-1530), um 1520 Paris, Musée du Louvre, Département des Arts graphiques © Musée du Louvre /Laurent Chastel

Sie würden gerne mal das Musée du Louvre in Paris besuchen um weltberühmte Werke zu sehen? Jedoch Zeit, Entfernung oder sonstiges lässt es im Moment nicht zu. Kein Problem. 80 herausragende Zeichnungen des Musée du Louvre werden zurzeit im Salzburg Museum bis 3. September 2017 als Sonderausstellung gezeigt. Eine Kooperation zwischen dem Musée du Louvre und dem Salzburg Museum. Es handelt sich hier um Zeichnungen des 16. Und 17. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung von Everhard Jabach (1618-1695)

Studie eines am Bauch liegenden Mannes Charles Le Brun (1619-1690), um 1685/86 Paris, Musée du Louvre, Département des Arts graphiques © Musée du Louvre/Laurent Chastel

Die Ausstellung in der Neuen Residenz widmet sich den von König Ludwig XIV erworbenen Sammlungen Everhard Jabach, sowie durch eine Auswahl von Arbeiten der sogenannten „premiers peintres du roi – der ‚ersten königlichen Hofmaler‘“ und somit der bedeutendsten Künstler zur Zeit des Sonnenkönigs – Charles le Brun und Pierre Mignard.

Wer war Everhard Jabach? Er war Kölner Kaufmann und Bankier und hatte seinen Wohnsitz seit 1638 in Paris und sammelte alte und zeitgenössische Kunst. Er war Bankier, Direktor der Ostindienkompanie, Direktor der königl. Tapisseriemanufaktor Anburson. Bereits sein Vater besaß eine Kunstsammlung die Jabach im Bereich der bildenden Kunst ausbaute.

Er arbeitete mit Kunstkennern und Sammlern zusammen. Jabach kaufte auch Kunstwerke aus der Sammlung König Charles I.

Was letztlich zum Verkauf an König Ludwig XIV. führte, ist nicht geklärt – es gibt drei Vermutungen: Finanzierungsengpässe, Königlich gewährte Begünstigungen, für die sich Jabach bedanken wollte oder aber der Wunsch seine Sammlung über sein Ableben hinaus zu erhalten.

ZUR AUSSTELLUNG:

Betritt man den Raum, fällt einem zuerst die Lichttechnik auf, Dezentes warmes Licht strahlt den Ausstellungsraum aus. Man bleibt automatisch vor jedem Werk stehen und betrachtet die Linienführung der einzelnen Zeichnungen. Es sind Meisterzeichnungen und ich frage mich immer wieder, würden es heute junge Künstler in dieser Art und Weise (ohne digitale Unterstützung) noch schaffen, so zu zeichnen? Wo doch an den meisten Kunsthochschulen Zeichnen nicht mehr maßgebend ist.

Nackter Mann Michelangelo Buonarroti, genannt Michelangelo (1475–1564), zwischen 1512–1517 Paris, Musée du Louvre, Département des Arts graphiques © Musée du Louvre /Laurent Chastel

Junger Mann mit Hut Bartolommeo Schedoni (1578–1615), 1610er Jahre Paris, Musée du Louvre, Département des Arts graphiques © Musée du Louvre /Laurent Chastel

Des Weiteren wurden die Werke in Gruppen unterteilt um einen genauen Überblick über die Arbeiten zu erhalten. Es beginnt mit der RÖMISCHEN SCHULE und setzt sich dann fort mit: VENEZIANISCHE UND LOMBARDISCHE SCHULE, FLORENTINISCHE SCHULE, BOLOGNESER SCHULE, DEUTSCHE UND FLÄMISCHE SCHULE und last not least der FRANZÖSISCHEN SCHULE.

Ein paar wichtige Vertreter der ART ROYAL: Peter Paul Rubens, Albrecht Dürer, Charles Le Brun, Raffael, Michelangelo, Ludovico Carracci und v.a.

Eine sehr gelungene Ausstellung und läuft noch bis 3. September 2017